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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #101
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Mein Geheimdienst sagt, dass heute der Tag ist den Drei-Teiler zu beenden , und allen treuen Lesern und den Button-Drückern Danke zu sagen !
    Wünsche viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 4.19 - “Résistance, Teil 3”


    Milchstraße
    Sol-System, Erde, Nordamerika
    USA, Homeworld Command

    Die Vernehmungen der beiden Goa’uld Bastet und Nike beziehungsweise ihrer zwei Wirtinnen waren beendet und ausgewertet worden. Beide hatten in etwa dasselbe erzählt. Bastet schien bei den zwei Gesprächen sogar noch ein wenig offener zu sein, denn diese Goa’uld, war der festen Überzeugung einige Verbündete unter den Systemlords zu finden, welche unter anderen mit ihr befreundet waren.

    Parallel dazu hatte man in etwa all die Regionen mittlerweile etwas genauer lokalisieren können, wo es die meisten und erfolgreichsten Widerstandsorte gegen Ba’al und die Systemlords auf der Erde gab. Außerdem war unerwartete Verstärkung auf der Basis in Form von zwölf Ori-Kriegern eingetroffen, die sich, wie einige weitere von ihnen schon seit einiger Zeit auf dem Planeten aufhielten. Somit stand fest, dass alle Städte, in denen sich Priore aufhielten den meisten Schutz gab. Alle diese Stellen wurden auf einer Weltkarte markiert. Hinzu kam kurz darauf die ungefähre Truppenstärke auf der Basis.

    Bei einer Region stutzte General Mitchell: “Was ist denn das? Los Angeles hat nur so ein kleines Energiefeld?”
    “Ja, Sir. Es wurde in der Phoenix Foundation kreiert. General O’Neill bat darum, dort nach einigen guten Verbesserungen zu forschen. Mister Angus MacGyver hat sich, wie Doktor Mei Jan ebenfalls daran beteiligt.”
    “Aha. Also wird es kein militärischer Aktivposten, sondern eher ein humanitärer sein.”
    “Davon müssen wir ausgehen, General Mitchell.”

    Schließlich meldete sich einer der Ori-Soldaten zu Wort: “Wir könnten einige unserer Krieger dorthin entsenden, um diese Festung vor den falschen Göttern zu sichern. Denn nach meinen letzten Informationen befinden sich im Umkreis dieser Stadt etwa 30 unserer Kriegerinnen und Krieger. Diese könnten die Jaffa und ihre Verbündeten von dieser Phoenix Foundation fernhalten.”
    “Könnte einer ihrer Leute das Feld eventuell sogar verstärken und verbessern?”
    “Das könnte gut möglich sein, General Mitchell.”


    Hyperraum
    Zwischen Pegasus-Galaxie und Milchstraße
    U.S.S. Apollo, Gäste-Quartier Delta-7

    “Das ist ja im Himalaya, wenn das stimmt. Was könnte da sein?”
    “Das wüsste wahrscheinlich nur Doktor Jackson, Rodney.”
    “Sind sie da sicher Sheppard?”
    “Ja. Denn sonst hätten Sie es uns allen gesagt”, bestätigte Teyla sofort.

    Der Kanadier verzog daraufhin schmollend ein wenig sein Gesicht, während er nebenbei nervös auf seinem Tablet herumtippte. Er suchte dabei nach hinterlegten Informationen über die Mythen, die in dieser Region ihren Ursprung hatten. Doch er fand nichts, denn es fanden sich auf der Festplatte nur Informationen über andere wissenschaftliche Felder, jedoch nichts über Geschichte und Archäologie.

    Dann war es letztendlich Teyla, die die entscheidenden Wörter fand und übersetzte: “Hier steht etwas von zwei Orten: Einen mit dem Namen Shangri-La und der andere heißt Emrys.”
    “Shangri-La soll ein Mythos sein. Ein Refugium, so ähnlich wie Kheb oder der Ort, wo ich festgesessen habe, um den Aufstieg entgegen zu gehen”, murmelte John, der deswegen erstaunte Blicke von Rodney erntete.
    “Woher wollen Sie das wissen?”
    “Habe es mal gelesen, als es über mögliche Orte ging, die ebenfalls von den Antikern oder ihren Verbündeten gegründet beziehungsweise erschaffen worden sein könnten, McKay.”
    “Pah!”, machte Rodney nur.

    “Colonel Sheppard. Hier spricht Colonel Ellis, wir haben soeben die Milchstraße erreicht, und werden in den nächsten vier Tagen die Erde erreicht haben. Doch werden wir, wie besprochen einen Zwischenstopp einlegen, um erst einmal die Lage aus der Ferne mit Hilfe der Sensoren zu erkunden.”
    “Danke für die Neuigkeiten, Colonel.”


    Triangulum-Galaxie
    Hyperraum
    U.S.S. Odyssey & Mu

    Beide Raumschiffe waren gemeinsam zurück in den Hyperraum gesprungen. Dieses Mal jedoch, befand sich das Erdschiff im Schlepptau des Antikerschiffes. Denn es war Doktor Daniel Jackson gewesen, der etwas Nützliches entdeckt hatte: Mu besaß ebenso wie Atlantis eine Tarnvorrichtung. Der Haken an der Sache war, wie auch bei Atlantis, keine Schutzschilde bei Tarnung.
    “Zumindest kommen wir dadurch dicht genug an die neue Heimatwelt der Goa’uld heran”, hatte General Jack O’Neill mit den Schultern zuckend nur gemeint.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Woolsey’ Büro

    Beunruhigende Neuigkeiten machten auch vor Atlantis nicht halt, denn offenbar blieben vermehrt menschliche Planeten vor den schweren Angriffen der Wraith verschont, wenn sie die Orici Adria als ihre Göttin verehrten und anbeteten.
    “In der Milchstraße soll es so etwas auch schon gegeben haben. Dies ging aus einem Bericht hervor, denn wir erhielten, kurz bevor der Kontakt zur Erde gebrochen wurde”, war Richard Woolsey eingefallen, nachdem er dem Bauern eines Planeten angehört hatte, mit dem man seit geraumer Zeit Handel trieb.


    Andromeda-Galaxie
    Heraclia
    Königreich Capripolia

    Von der Oberfläche des Heimatplaneten von Adriana konnte man das immer wieder beeindruckende Schauspiel beobachten, denn ein Ori-Mutterschiff setzte zur Landung an.
    Die Kunde davon erreichte schließlich Veronika, die die hohen Gäste empfing.
    “Wo ist meine Tochter, Prinzessin der Amazonen?”
    “Sie befindet sich mal alleine auf der Jagd in den nahen Wäldern. Ich kann sie suchen gehen, denn ich weiß, wo sie sich wohl am ehesten aufhält, o große Göttin Adria Orici.”
    “Dies ist nicht nötig, wenn sie bald zurückkommt”, lehnte Adria zunächst einmal ab, weil sie hoffte, dass ihre Tochter schon sehr bald zurückkehren würde.

    Damit die Zeit schneller verging, ließ sich die Orici vom Prior Eremitias berichten, wie es mit der Verbreitung des wahren Glaubens auf diesen Planeten stand.
    “An sich sehr gut. Doch eure Tochter ist sehr zurückhaltend und stellt es den Menschen frei sich zu euch, der einzigwahren Göttin im Universum zu bekehren.”
    “Ist es so?”
    “Ja. Ich habe versucht sie zu ermutigen auch Strafen zu verhängen, doch sie lehnt es ab, weil sie auf Freiwilligkeit setzt.”
    “Hat Adriana Erfolg damit?”
    “Meistens ja. Als sie damals entschieden hat das große Kaiserreich im Süden dieser Welt zu zerstören, haben sehr viele andere Völker Angst bekommen und sich euch schon nach kurzer Zeit zugewandt.”
    “Sind es viele, die sich der wahren Lehre verweigern?”
    “Nein. Aber viele halten nebenbei an ihren alten Göttern, Sitten und Ritualen fest…”
    “Solange ich auch verehrt und angebetet werde, ist es mir noch gleich.”
    “Warum seid Ihr hierhergekommen?”
    “Ich habe Adriana dazu auserkoren den Heiligen Kreuzzug gegen einen alten Feind von mir anzuführen, welcher zurückgekehrt ist.”
    “Gegen die ungläubigen Menschen von der Erde?”
    “Nein. Sie soll die Erde befreien, damit die meisten der noch nicht erleuchteten Menschen sich mir zuwenden.”
    “Ich verstehe, meine Gebieterin. Ah. Seht, dort kommt eure Tochter angeritten.”

    “Mutter!”
    “Mein Kind. Bitte komme zu mir, denn ich muss Dir etwas sehr Wichtiges mitteilen!”


    Milchstraße
    Sol-System
    Zwischen Mars und Erde

    Es geschah dies, was man sowohl in der Stargate Command Base auf dem Mars, als auch im Homeworld Command auf der Erde bereits befürchtet hatte, denn die Flotte von Ba’al und den Goa’uld ließ von den Rebellen auf der Erde ab und wandte sich dem Mars sowie der zusammengezogenen Flotte der Menschen und der Jaffa zu.

    Ba’al hatte beschlossen die Kampfstärke der Flotte seines Gegners zu testen, während die von den Goa’uld freigesetzten Krankheiten auf dem Planeten in den Regionen den Menschen weiterhin stark zusetzten, in denen es Widerstand gegen ihre Herrschaft gab.


    Marsorbit
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Es war sofort im Gesicht von Brigadier General Samantha Carter zu lesen, dass es ihr gar nicht behagte, was sie und alle anderen dort zu sehen bekamen. Eine geschlossene Formation von drei großen Flaggschiffen, 20 Ha’tak, 40 Al’kesh und mehreren hunderten von Todesgleitern kam auf sie zu.

    “Sofortige Gefechtsbereitschaft für die gesamte Flotte sowie den Stützpunkt auf dem Mars!”, ordnete Sam an, nachdem die feindlichen Schiffe in Waffenreichweite gekommen waren.

    Mars
    SGCB, Kommandozentrale

    Die Sorgenfalten standen allen Anwesenden ins Gesicht geschrieben, weil einige Schiffe ihrer Flotte eigentlich nach wie vor noch in Wartung, in Reparatur waren, wegen der letzten Kampfhandlungen gegen die Goa’uld. General Landry und seine Kollegen hätten lieber auf die Dienste der vier beschädigten Schlachtschiffe verzichtet, doch es ging nicht anders.

    Alle vermuteten, dass es der Plan der Goa’uld war, die gemeinsame Flotte der Menschen und der Jaffa zu schwächen, und somit zum Rückzug zu zwingen.

    Marsorbit

    Immer noch hielten die im Anflug befindlichen Goa’uld-Schiffe ihre geschlossene sichelförmige Schlachtformation bei, denn sie hatten noch einige Kräfte in der Reserve, im Gegensatz zu ihren Gegnern.

    Allerdings waren es die Schlachtschiffe der Erde, die das Feuer eröffnet hatten. Die Flotte der Jaffa, die unter dem Kommando von Master Bra’tac stand, wartete noch einige Minuten ab.

    Die Ha’tak der Jaffa eröffneten gemeinsam das Feuer auf ein feindliches Ha’tak, während ihre Al’kesh und Gleiter damit beschäftigt waren die feindlichen Gleiter zu bekämpfen.

    Schnell war aber auch zu erkennen gewesen, wie groß die Probleme für einige 304er waren, da sie eigentlich weiterhin dringend repariert werden müssten. Aber noch etwas fiel auf, nämlich dass die Ha’tak-Kampfschiffe sämtlicher Klassen der Goa’uld über klar verbesserte Schutzschilde verfügten, weswegen die Jaffa unter Bra’tac ein einziges unter Dauerbeschuss nehmen mussten.

    Schließlich explodierte das chinesische Schiff Ming, kurz nachdem es noch ein Al’kesh der Goa’uld zerstört und ein Ha’tak nahezu kampfunfähig geschossen hatte.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sofort erkundigte sich Sam nach den Verbleib der Besatzung der Ming. Aber nur kurz, denn die Schlacht war noch nicht beendet. Denn gemeinsam mit der Challenger und der Thetys griffen sie nach wie vor eines der großen Flaggschiffe an.
    Einer ihrer Offiziere auf der Brücke gab General Carter dann eine kleine Notiz in die Hand, auf welcher stand, dass mehr als die Hälfte der Besatzung der Ming sich mittels der Beamtechnologie hatte retten können.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Colonial One, Zareks Quartier

    Auf der Suche nach Verbündeten war Vizepräsident Tom Zarek vielfach fündig geworden. Im Innersten seiner selbst verurteilte er sich hart dafür als Präsident vor einiger Zeit Laura Roslin als seine Stellvertreterin vorgeschlagen zu haben, damit jene wieder Präsidentin wird, nur um anschließend selber wieder in die zweite Reihe zu rücken. Aber er hatte ein nicht nur unerhebliches Problem, denn der Admiral und sein Sohn und ihre Leute waren gefeierte Helden, weswegen er sich nicht offen gegen seine Gegner stellen konnte.
    ‘Zumindest kann ich auf diejenigen setzen, die von den Zylonen auf Neu-Caprica drangsaliert wurden’, dachte er im Stillen, da er wusste, dass es davon mehrere tausend gab.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Die furchtbaren Krankheiten, die Ba’al auf den ganzen Planeten freigesetzt hatte, griffen auf immer mehr Menschen über. Dadurch erhoffte er sich, die Widerstandregionen in die Knie zu zwingen. Doch diese hatten sich größtenteils abgeschottet. Und falls doch etwas durchdrang, konnte man auch auf die Hilfe der Priore setzen, denen viel daran lag die eigenen Gläubigen zu schützen.

    Nordamerika, USA
    Homeworld Command

    Obwohl sein Bauchgefühl dagegen sprach, hatte sich General Mitchell letztendlich dazu durchgerungen das Angebot von Bastet anzunehmen, die ihre Freundin und Verbündete Kali aufsuchen wollte. Das Ziel war es auch Lord Yu, der den Menschen eigentlich nicht überwiegend feindlich gesinnt war, zum Widerstand gegen Ba’al und die aggressiveren Vertretern der Goa’uld zu bewegen. Ein heikles Unterfangen, weil es auch nach hinten losgehen könnte.
    Doch Teal’c hatte Nike und Bastet zugestimmt, dass man den herrschenden Frieden zwischen den Systemlords mit gewissen Argumenten schnell schwächen musste.

    “Es ist wirklich war. Die meisten der Jaffa tragen ihre Helme stets im geschlossenen Zustand aber wieso?”, murmelte Cameron Mitchell.

    Es war Teal’c, dem es schließlich auffiel: “Hier auf diesen Bildern tragen einige Jaffa keine Helme, da sie von Explosionen heruntergerissen worden sind. Sie sehen fast alle gleich aus… Das… Die sehen so ähnlich aus, wie die Menschen, die O’Neill und ich einst in diesen großen Kammern gesehen haben. Diese Welt hieß Euronda.”
    “Dann hat Ba’al also diese Welt durch unsere Missionsberichte entdeckt und sie geplündert…”
    “In der Tat, Mitchell.”


    Andromeda-Galaxie
    Heraclia
    Königreich Capripolia

    Nach kurzer Zeit verstand die junge Frau schon, was ihre Mutter von ihr erwartete, nämlich die Armee im Kampf eines Kreuzzuges gegen einen alten Feind anzuführen.
    “Soll ich alle von diesen Goa’uld töten, auch die Frau und Freundin von diesen Wolfrino, von denen du erzählt hattest, Mutter?”, fragte sie schließlich.
    “Das wird hoffentlich nicht nötig sein. Ansonsten darfst du natürlich alle Goa’uld töten, wenn es nicht anders geht, aber Ba’al will ich persönlich vernichten, nachdem er noch mit ansehen musste, wie sein Imperium untergegangen ist!”
    “In Ordnung, Mutter.”
    “Gut. Und nun rüste dich, mein liebes Kind! Wir wollen morgen vor Sonnenuntergang aufbrechen!”

    Mit der gütigen Erlaubnis der Orici traf sich ihre Tochter Adriana noch einmal mit ihrer Pflegefamilie und Freunden. Kurz darauf übertrug sie die Verantwortung an ihre beste Freundin, die Amazonenprinzessin Veronika.
    “Ich werde dich nicht enttäuschen, meine Schwester. Komm du ja nur, eines Tages gesund und wohlbehalten zu uns zurück. Es sei denn die göttliche Orici, deine Mutter, hat noch andere Aufgaben für dich”, sagte die Veronika, die Adriana noch einmal kurz zum Abschied umarmte.

    Sämtliche ihrer getreuen Anhänger standen Spalier, als die Tochter der Orici auf das Raumschiff zuschritt, wo ihre Mutter bereits auf sie wartete.


    Milchstraße
    Sol-System
    Marsorbit
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Vollkommen überraschend brachen die Goa’uld den Kampf ab, denn sie hatten bemerkt, dass ihre beiden Flotten in etwa gleichstark waren.
    “Das wäre zunächst einmal überstanden. Die wollen wohl keine weiteren Verluste riskieren”, seufzte General Carter, die aber auch selber Schiffe und Leute verloren hatte.
    Schließlich meldete sich Master Bra’tac bei ihr, der zwei seiner Ha’tak und Al’kesh verloren hatte. Sein eigenes Ha’tak und das andere seien während der Schlacht zum Glück nur leicht beschädigt worden.

    Mars
    SGCB, Kommandozenrale

    Die Generäle und ihre Offiziersstäbe zogen schnell Bilanz. Und diese war ernüchternd, denn man hatte mehr Schiffe verloren als der Gegner. Zudem waren erneut einige weitere BC-304er unterschiedlich stark beschädigt worden.

    “Wir haben die Panthalassa, die Ming und Justicia sowie zwei Ha’tak und Al’kesh verloren und ein Großteil unserer Flotte ist mit der Alexandria, der Io, Challenger, der Chukov, der Katharina und der Olympos sowie zwei Ha’taks ziemlich angeschlagen. Einen weiteren solchen Angriff werden wir nur mit Mühe überstehen”, fasste General Landry zusammen.

    Sofort erwogen einige seiner Kollegen alle aufgezählten reparaturbedürftigen 304er in ein benachbartes System zu verlegen, damit man sie in Ruhe reparieren könnte.
    Nach einer kurzen Beratung entschied man dann aber entgegen, da man dadurch noch um einiges angreifbarer wäre, als zum jetzigen Zeitpunkt.


    12 Stunden zuvor
    Triangulum-Galaxie
    Mu & U.S.S. Odyssey

    Man hatte das neue Heimatplanetensystem und somit den Hauptstützpunkt der Goa’uld erreicht. Das Stadtraumschiff war getarnt. Auf den Bildschirmen der Zweier-Flotte, war eine deutliche Übermacht der Goa’uld zu erkennen.

    Kurz darauf war eine wahre Flotte von Puddle Jumper gestartet worden. Diese hatte unter General O’Neill persönlich den klaren Auftrag nicht nur die Vorhut zu bilden, sondern die erste Angriffswelle vorzunehmen.

    Jumper 1

    Jeder Jumper war mit zwölf Drohnen bestückt, was zumindest soweit reichen sollte, um genügend Chaos und Verwirrung unter den Goa’uld-Streitkräften zu verursachen.
    “Hier spricht General O’Neill: An alle Jumper, nachdem ich die erste Drohne abgefeuert habe, gibt es kein zurück mehr! Das bedeutet, dass wir den Kampf solange fortsetzen werden bis die Goa’uld geflüchtet sind! Passt auf euch auf da draußen! Jumper 1, Ende!”

    Wenige Minuten später begann der Kampf gegen die Übermacht der Goa’uld-Flotte, die zuallererst von den getarnten Puddle Jumpern angegriffen wurde, deren primäre Ziele lebenswichtige Systeme und die Hyperraumantriebe waren.


    Wie alle erwartet hatten, hatten die Goa’uld viele Gleiter gestartet, weil die Treffer durch die Drohnen unter anderem die Waffensysteme teilweise außer Funktion gesetzt hatten.
    Somit wurde es für die Jumper heikel, denn die Todesgleiter feuerten blind, um so Treffer zu landen. Um nicht getroffen zu werden, schalteten alle Jumper auf die Schutzschilde um und wurden dadurch sichtbar.

    U.S.S. Odyssey, Brücke

    Auf diesen günstigen Moment hatte man schon lange gewartet. Denn die Todesgleiter der Goa’uld-Flotte waren somit abgelenkt, weil sie Jagd auf die Jumper machten. Weswegen der stellvertretende Kommandant, Lieutenant Colonel Clark Petersen, des Erdschiffes sofort anordnete mit den Plasmawaffen und den anderen verfügbaren Waffen mehrere Ziele, in erster Linie die normalen Ha’taks zu erfassen und zu beschießen.

    Goa’uld-Flotte
    Großes Flaggschiff

    Systemlord Kali war davon, was mit ihnen geschah total überrumpelt worden, wie auch alle anderen Goa’uld-Lords. Ihr blieb keine andere Wahl, als den Befehl zu erlassen das Stargate auf dem Planeten anzuwählen und die übrigen Bodentruppen zur Erde zu entsenden, während die Flotte den Kampf gegen die Angreifer aufnehmen würde.

    “Wenn es nicht anders geht, werden wir uns zurückziehen müssen”, schimpfte die Goa’uld übelgelaunt. Ihr passte die Vorstellung nicht, diesen Vorfall, der gerade hier geschah, ihren Gebieter Ba’al erklären zu müssen.
    Sie überlegte kurz, erst trug sie einigen Jaffa auf durch das Sternentor auf die Erde zu gehen, sofort Ba’al über die Vorgänge hier zu berichten, erst dann entschied sie sich für einen taktischen Rückzug.
    “Gebieterin?”
    “Wir haben keine andere Wahl! Die meisten ihrer Schiffe sind wieder getarnt, und wir können uns nur ihrer wirklich entledigen, wenn wir uns in den Hyperraum zurückziehen! Tun wir dies nicht, verlieren wir den Größteil unsrer Flotte in dieser Galaxie”, erklärte Kali frustriert, die inständig darauf hoffte, dass Ba’al Verständnis für ihre getroffene Entscheidung haben würde.

    Kurz darauf verließ sie ungesehen das Pel’tak.


  2. #102
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    Guten Abend !

    Danke allen treuen Leser sowie an die Button-Betätiger

    Heute vor drei Jahren begann diese FF-Serie. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht Am heutigen Tage gibt es das Staffelfinale und auch den Auftakt eines weiteren 4-Teilers, wenn ich richtig informiert bin

    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 4.20 - “Heimat, Teil 1“


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Nordamerika, USA
    Washington D.C., Pentagon

    Es war an derzeit nichts Ungewöhnliches mehr, wenn Truppen von der neuen Heimatwelt der Goa’uld durch das Stargate auf die Erde kamen. Doch schien, die aktuelle und sehr starke und vermehrte Hektik der Neuankömmlinge nichts Gutes zu bedeuten. Sofort hatte sich deswegen Ba’al gemeldet, der daraufhin den Angriff auf den Mars und die dorthin zurückgezogene befindliche Flotte der Tau’ri abbrechen ließ.

    Weißes Haus, Oval Office

    Verlegen schaute Kali auf den Boden, da sie ihren Gebieter, welcher sie seit ihrer Ankunft finster anschaute, Rede und Antwort hatte stehen müssen.
    “O’Neill! Schon wieder O’Neill! Daran hätte ich denken müssen!”, schimpfte Ba’al voller Wut, der sich selber Vorwürfe machte, weil er den Stützpunkt auf der neuen Heimatwelt nicht besser gesichert hatte. Ohne ein weiteres Wort deutete er an, dass sich Kali sofort zu entfernen hatte.
    Die Goa’uld verschwand so schnell es ihr möglich war aus dem Gebäude.
    ‘Ich hätte besser bei meiner alten Freundin und Verbündeten Bastet bleiben sollen’, dachte sie niedergeschlagen, da diese militärische jüngste Schlappe gegen die Tau’ri ganz tief in ihr schmerzte.


    Triangulum-Galaxie
    Goa’uld Heimatwelt

    Da sich das Sternentor auf einer freien Fläche befand, war es für die Crew von General O’Neill ein Leichtes gewesen es zu finden. Die Idee einfach eine Atombombe oder einen anderen, wenn auch nur konventionellen Sprengsatz durch das Tor zu werfen, wurde von Doktor Jackson kritisiert und deswegen verworfen.
    “Also, was machen wir, um Ba’al die Nutzung des Tores auf der Erde zu vermiesen?”, fragte Jack in die Runde.
    “Wir könnten dieses Stargate auf diesen Planeten hier einfach mit uns nehmen”, schlug Lauren/Egeria vor.
    “Gute Idee, das machen wir. Aber was ist mit dem Tor auf der anderen Seite?”
    “Ich tue es, Jack.”
    “Daniel. Sie bleiben hier! Oder haben sie etwa keine Lust mehr auf die Datenbank von Mu? Nein, ich schicke einen Trupp guter Soldaten durch, der Vorkehrungen treffen wird, um das Tor unbrauchbar zu machen! Doch zuvor müssten sie das Sternentor noch einmal anwählen können, damit sie sich auf sicheren Boden zurückziehen können!”


    Andromeda-Galaxie
    Orbit des Zielplaneten
    Battlestar Thetis, CIC

    Überall an Bord des kolonialen Kampfsternes herrschte ziemlich große Ratlosigkeit, denn man hatte Ilion bislang nicht aufspüren können.
    Miss Shen schüttelte leicht resignierend mit den Kopf: “Wir haben den gesamten Planeten abgesucht… nach Mustern, Energiesignaturen… Dann ist es also wohl leider doch wahr, unser lang gesuchtes Ziel scheint sich für wahr, wirklich nicht auf dem Planeten zu befinden…”
    “Dann werden wir wohl das gesamte System absuchen müssen!”, entschied Commander Aberdeen daraufhin.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    Es hatte viel Vorbereitung und leider auch einige Leben gekostet, doch die stetig gewachsene Rebellengruppe, die sich mit anderen Gruppen zusammengeschlossen hatte, war endlich nahe am Ziel. Für eine ausreichende Bewaffnung und Material sowie Verpflegung war schon lange gesorgt.
    “Wir benötigen einen sicheren Unterschlupf, Tara.”
    “Vielleicht weiß ich da etwas, was sehr nützlich sein könnte”, meldete sich ein älterer Mann, “denn, als es immer früher vor vielen Jahrhunderten noch Unstimmigkeiten zwischen den Stämmen gab, wurden unzählige Tunnel mit geräumigen Kammern untertage angelegt. Ein Tunnel befindet sich sogar in einem Berg, von wo aus man die Hauptstadt unserer Widersacher, dieser Verbrechern, sehr gut sehen kann. Es geht hier entlang, also folgt mir!”


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Nordamerika, USA
    Washington D.C., Pentagon

    Ein Trupp von sechs Marines hatte es geschafft, den Raum mit den Sternentor nach dem Einsatz eines Gases einzunehmen. Die Zeit war knapp und der Plan an sich einfach, nämlich eine oder mehrere Sprengladungen mit einem Zeitzünder am Tor und dem DHD anzubringen, nebenbei eine Adresse einer befreundeten Welt anzuwählen und wieder zu verschwinden.

    “Das hier ist doch tatsächlich das Pentagon”, stellte der Kommandeur fest, während er eine Ladung C4 an einen der Chevrons platzierte, “na ja. Gut, der Countdown läuft! Wir haben exakt noch eine ganze Minute bis zum Feuerwerk! Wo geht es hin, Lieutenant?”
    “Cimmeria, Sir.”
    “Gut. Verteidigungslinie bilden, denn wir müssen die Jaffa… ach du Schande… ein paar von diesen Drohnen sind auch dabei… Feuer frei!… Und jetzt langsam abrücken! Unsere Zeit läuft ab! Noch 10 Sekunden!”

    Weißes Haus, Oval Office

    Die Erschütterung der Sprengung war weithin zu spüren. So auch von Ba’al, der sich sofort erkundigte was geschehen sei, obwohl er einen wichtigen Informanten bei sich empfangen hatte.
    “Das Cha’apa’ai ist verloren?… O’Neill. Das kann nur er gewesen sein. Du nervst mich immer mehr, O‘Neill!”, grollte der oberste Systemlord der Goa’uld ungehallten vor sich hin.
    Doch dafür hatte er leider zusätzlich noch erfahren müssen, dass sich Bastet und Nike in aller Stille abgesetzt hatten. Dazu kam noch, dass er keinen Druck auf die beiden ausüben konnte, weil sie ihre engsten Familienangehörigen ebenfalls hatten verschwinden lassen.
    “Danke für ihre Dienste, Mister Murdoc. Finden Sie die beiden und ihren Anhang!”
    “Soll ich sie töten?”
    “Nein. Erst einmal zu mir bringen!”

    Derweil hatte Kali eine Nachricht von Bastet erhalten. Die Goa’uld war sich unsicher, ob sie den vorgeschlagenen Treffpunkt bestätigen sollte.
    “Okay. Ich beeile mich, Bastet.”
    Kali wusste leider nur allzu gut, dass sie Verbündete bitter nötig hatte, denn Ba’al und die anderen Goa’uld würden sie sicherlich irgendwann zur Rechenschaft ziehen, sobald die Erde komplett unterworfen war.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    “Sehr schöner Ausblick auf das Machtzentrum dieser Verbrecher”, erkannte Tara, die Germania gut erkennen konnte, welches aber noch einige Kilometer von ihnen entfernt war.
    “Wir haben die ersten Vorräte und Materialien bereits eingelagert.”
    “Gut.”
    “Und da ist noch etwas, Tara.”
    “Was denn?”
    “Es nähern sich einige ihrer Soldaten. Sollen wir angreifen und ihnen ein Ende bereiten? Denn unsere Aussichten auf einen Erfolg sind gut.”
    “Lass mich mal kurz überlegen, Iwan. Hm. Hätte nichts dagegen diese Leute mal wieder bluten zu sehen. Aber wir könnten einige ihrer Uniformen sehr gut gebrauchen, um uns in ein paar ihrer Stützpunkte einzuschleichen, wo wir sie dann sehr gut treffen könnten. Und das geht schlecht, wenn wir sie alle durchlöchern… waschen geht. Aber diese Sachen flicken… das fällt auf. Leider.”

    Noch einige Kilometer vom Versteck der Rebellen entfernt, näherte sich eine kleine Fahrzeugkolonne dem Wald. Es handelte sich um eine Einheit der SS, zu der Barbara Hitler und auch ihre beste Freundin Kriemhild Krein gehörten.
    “Alle absitzen! Und dann Rottenweise angetreten!”, befahl sofort Sturmbannführer Gernot Herzog im barschen Befehlston, kurz nachdem er aus dem Wagen gestiegen war.
    Grimmig schaute er auf seine Uhr, während sich seine Einheit sortierte.
    “Das geht schneller Soldatinnen und Soldaten der SS!”, schnauzte er wütend. Und weil es ihm zu langsam gewesen war, ließ er die Übung noch einige Male wiederholen.

    Aus einer sicheren Entfernung wurden die Nazis aufmerksam von einigen Spähern der Rebellen aufmerksam beobachtet.
    “Sieh dir es genau an! Die sind komplett ausgestattet.”
    “Ich sehe es auch, Tabor.”
    “Hanon. Wir müssen es so schnell wie möglich berichten. Damit Tara einen Angriffsplan vorbereiten kann… Oh, hallo Tara.”

    “Hallo Freunde. Sehr schön. Die liefern uns, was wir so dringend brauchen.”
    “Gibst du uns das Signal zum Angriff.”
    “Nein!”
    “Was?! Warum nicht? Töten wir sie doch einfach alle.”
    “Ich brauche ihre Uniformen! Möglichst ohne Beschädigungen! Und das geht nur, wenn wir sie am Leben lassen! Vorerst!”
    “Schlau, Tara.”
    “Es sind also nicht mehr als vierzig feindliche Soldaten. Ich habe sie schon gezählt. Doch bevor wir sie uns greifen, müssen sie von ihren Fahrzeugen weg, sonst haben sie zu viele Deckungsmöglichkeiten und der Gefechtslärm könnte dann durchaus weitere von ihnen hierherlocken! Los, wir ziehen uns erst einmal zurück! Ich muss all unseren Freunden erklären, was ich möchte.”

    Derweil nickte Sturmbannführer Herzog zufrieden: “Es geht doch meine Damen und Herren. Es geht doch. Immer so und wir haben Zeit für andere Dinge.“
    Als Nächstes wandte er sich an die fünf Fahrer: “Ihr fahrt wieder zurück zur Kaserne!”
    “Sollen wir Sie und ihre Leute irgendwann abholen, Herr Sturmbannführer?“
    “Nein! Wir werden laufen!”

    Nicht nur Barbara und Kriemhild schwitzten nach den zwölf Wiederholungen zum Üben des Antretens. An sich war es nichts Schlimmes, doch waren alle komplett mit ihren Stahlhelmen, Waffen und Ausrüstung seit ihrer Abfahrt von der Kaserne ausgestattet.
    Voller Absicht wurden sie alle noch mehrere Minuten in der prallen Sonne von ihren Kommandeur stehen gelassen, der sich unter einen Baum gestellt hatte.
    “Und jetzt: Links um! Marsch!”, befahl er schließlich, nachdem er sich wieder zu ihnen gesellt hatte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Nordamerika, USA
    Washingston D.C. < > Colorado Springs

    Es war nicht schwer gewesen sich ein Ticket zu besorgen und nach Colorado Springs zu fliegen. Während des Fluges wurde Kali aufmerksam von den anderen Fluggästen beäugt, doch die Goa’uld bekam davon nicht viel mit, denn sie schaute neugierig aus den Fenster.
    Aus der Luft konnte sie die zahlreiche Zerstörung von den Kämpfen, einige Zonen mit Schutzschilden, wo es den erfolgreichen Widerstand gegen die Goa’uld gab, und auch unberührte Regionen sehen.

    Cheyenne Mountain

    Vorsichtig hatte sich Bastet vorangetastet, nachdem sie den sicheren Bereich verlassen. Zuvor hatte sie sich allerdings sehr genau umgeschaut. Sie war unterwegs zu dem Treffpunkt, den sie mit Kali vereinbart hatte. Was sie nicht wusste, war dass General Mitchell Teal’c und weitere Leute losgeschickt hatte, die ihr den Rücken freihalten sollten, falls es Probleme geben sollte.
    Schließlich war Bastet nur noch etwa hundert Meter von der Stelle entfernt. Sie hielt sich gut verborgen im Gebüsch auf. Sie war froh darüber, dass sie eine Zat dabei hatte. Diese Waffe gab ihr ein gewisses Sicherheitsgefühl, denn wer sagte ihr denn nicht, dass gleich Jaffa anstelle von Kali kommen würden, die sie dann zu Ba’al bringen würden.
    ‘Nein!’, Bastet verscheuchte diesen Gedanken sofort wieder, denn auf Kali und Nike hatte sie das größte Vertrauen und sich immer verlassen können.

    Ein leises Rascheln und auch das Knacken von Zweigen waren deutlich zu hören. Irgendjemand war unterwegs. Vorsichtig schaute Bastet sich um. Dann erkannte sie Kali, die sich behutsam nach allen Seiten sogar noch einmal zurückschaute.
    “Hallo Kali. Ich bin hier.”
    “Bastet. Wo ist Nike? Und wo sind deine Jaffa?”
    “Ich habe derzeit keine Jaffa. Und Nike ist nicht hier. Sie ist in Sicherheit, im Homeworld Command.”
    “Was? Ihr… ihr habt also die Goa’uld verraten!”, stammelte Kali erschrocken.
    “Nein. Wir haben uns an die Seite der Menschen gestellt, deren Wirte wir sind.”
    “Dann habt ihr euch von euren Wirtinnen beeinflussen lassen?”
    “Ein wenig inspirieren lassen. So würden wir es bezeichnen. Also Nike und ich.”
    “Schließt du dich uns an? Dir wird nichts geschehen, Kali.”

    Die Goa’uld zögerte mehrere Minuten, denn sie fühlte sich nicht wirklich sicher, weil sie sich als entbehrlich empfand. Doch dann nickte sie: “Gut. Aber du musst dafür einstehen, dass ich nicht getötet werde.”
    “Natürlich.”


    Andromeda-Galaxie
    System des Missionszieles
    Battlestar Thetis, Backbordhangardeck

    Um etwas mehr Ruhe zu haben, hatten sich daher Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser in einen der Puddle Jumper an Bord zurückgezogen.
    “Wo kann dieses Ilion nur abgeblieben sein…?”
    “Vielleicht existiert es im schlimmsten Fall schon gar nicht mehr, Cassie.”
    “Daran will ich gar nicht denken. Moment mal. Wir sollten die Mysterien und Legenden um Ilion, welches bei uns auf der Erde auch als Troja bekannt ist, mal genau unter die Lupe nehmen.”
    “Guter Vorschlag, Lieutenant. Nur, wen aus unserem Team können wir da nur zu diesen Thema fragen? Unsere Verbündeten von den Kolonien von Kobol und auch die Soldaten der Orici werden uns da nicht weiterhelfen können. Funke mal alle von unseren Team an, damit sie alle hierherkommen! Denn mehrere Köpfe wissen mehr als nur ein Einzelner.”


    weitentfernte Galaxie
    Destiny, Brücke

    “Die Sensoren haben mehrere Signale ausgemacht”, teilte Doktor Rush über Funk Colonel Young mit.

    Nur wenige Minuten später war es voll auf der Brücke geworden. Sofort fragte Everett: “Nicholas, haben wir schon ein Muster?”
    “Augenblick… Es sind diese Drohnen.”
    “Nicht schon wieder”, stöhnte Eli, dem diese Begegnungen so langsam missfielen, genauso wie die mit den anderen Aliens, die einst Nicholas und Chloe in ihrer Gewalt gehabt hatten.

    “MacGyver.”
    “Ja.”
    “Haben Sie es geschafft die Energieversorgung mit den Schutzschildgeneratoren zu installieren?”
    “Wird sich zeigen. Doch ich empfehle einen sofortigen Systemcheck durchzuführen, solange wir noch Zeit dafür haben.”
    “Lieutenant Scott was ist mit den zusätzlichen Waffensystemen?”, fragte nun Colonel Telford, der eine positive Antwort von dem jungen Offizier erhielt.

    Es dauerte einige Minuten, dann war der von MacGyver erbetene Systemcheck beendet. Auch hier waren alle Anzeigen auf grün.

    Doch Colonel Young war nicht erpicht auf eine Auseinandersetzung mit diesen Drohnen, daher fragte er: “Wann können wir in den Hyperraum zurückkehren?”
    “In etwa einer halben Stunde”, lautete die Antwort von Varo, dem Luzianer, “wir werden also leider nicht Drumherum kommen, Colonel.”
    “Dann sollten wir uns umgehend für dieses Gefecht bereit machen! Warnen sie die gesamte Besatzung Rush! Alle Schilde auf Maximum und die Waffen bereitmachen!”

    “Bei der momentanen Geschwindigkeit der Drohnen und der Destiny werden sie in spätestens fünf Minuten in Waffenreichweite sein”, teilte Eli mit, während David die gesamte Besatzung des Schiffes vorwarnte.


  3. #103
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    Standard

    Bevor wir in die 5. Season starten, zunächst einmal ein großer Dank an alle treuen Leser und die Buttondrücker

    Geplant ist etwa alle 2 Wochen, +/- ein, zwei Tage, die Folgen von Runde 5 zu posten.
    Nun denn, viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.01 - “Heimat, Teil 2“

    weitentfernte Galaxie
    Destiny, Brücke

    Der Moment war gekommen. Auf den Monitoren konnte man erkennen, wie die Drohnen wieder einmal damit begannen die Destiny einzukreisen, während sie auf das alte Schiff der Antiker feuerten.
    “Sieht gut aus. Die Schilde bleiben stabil bei rund 99 Prozent”, meldete jemand.
    “Wo ist das Kommandoschiff von diesen Dingern?”
    “Etwa 300 Kilometer von uns entfernt, Everett”, antwortete Nicholas, der einige Schalter und Knöpfe auf der Konsole vor sich bediente, um die Destiny genau dorthin in diese Richtung zu manövrieren.
    “Gute Idee. Haltet das Hauptgeschütz der Destiny bereit zum Feuern, sobald wir dicht genug an den Kommandoschiff dran sind!”, ordnete David an, der auf die Uhr schaute, die ihm sagte, dass es noch etwa Viertelstunde dauern würde bis man wieder in den Hyperraum springen würde.

    “Die Leistung unserer Schilde liegt immer noch über 90 Prozent.”

    “Auf diese Drohnendinger treffen wir neuerdings leider ziemlich oft. Ob die uns irgendwie markiert haben?”, bemerkte Jack Dalton, dem diese häufigen Begegnungen mit fremden Intelligenzen aus fernen Welten überhaupt nicht behagten.
    “Sie haben Recht. Wir sollten bei Gelegenheit mal die Destiny absuchen!”, legte Colonel Young fest.

    Mittlerweile war man dicht genug an das Kontrollschiff der Drohnen herangekommen, weshalb man sofort alle verfügbaren Waffen auf dieses Ziel ausgerichtet hatte und es unter Dauerfeuer nahm.
    Aus der Fensterfront konnte man ganz genau erkennen, wie die Schilde des anderen Schiffes schließlich kollabierten, bevor es von einer weiteren Salve aus dem unter dem Rumpf der Destiny befindlichen Hauptgeschützes schließlich zerstört wurde.


    Andromeda-Galaxie
    System des Missionszieles
    Battlestar Thetis, Backbordhangardeck

    Jeder von uns versuchte sich einzubringen und teilte auch zum Teil Informationen aus irgendwelchen Filmen mit.

    “Unterm Strich wurde die Stadt also laut den Überlieferungen zerstört. Feuer. Feuer”, murmelte Jennifer Hailey.
    Nach einer weiteren kurzen Überlegung fuhr sie dann fort: “Wir werden doch nicht etwa uns die Sonne in diesem System näher anschauen müssen, oder etwa doch.”
    “Keine Ahnung, Major. Aber vielleicht gibt es in diesen Planetensystem einen Planeten oder Monde, die ähnliche höllische Bedingungen zu bieten haben”, seufzte schließlich Lieutenant Natalia Adamov.
    “He! Sie könnten damit einen wichtigen Treffer landen… Dann schnell ab ins CIC!”, rief Hailey, die schnell von ihrem Platz aufgesprungen war und aus dem Jumper eilte.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    Die Soldatinnen und Soldaten der Nazis wurden so langsam müde, doch ließ sich keiner von ihnen etwas anmerken. Denn nur einmal zuviel gezeigte Schwäche, könnte auch zu einer Erschießung führen. Allein ihr Kommandeur schien auch noch innerlich frisch zu sein, denn er hatte ja auch nur zum Antreten die Anordnungen erteilt. So einigen war allmählich bewusst, wohin der Marsch sie führen würde.

    Gerade eben hatten sie den Eingang einer Schlucht passiert. Kaum waren sie alle etwa zwanzig Meter weit in die Schlucht eingedrungen, wurden sie von einer sehr deutlichen Übermacht überfallen und überrumpelt. Keiner von den Nazis hätte diese Situation erahnen können, da ja eigentlich der gesamte Kontinent unter ihrer Kontrolle stand. Anders sah es bei den anderen Landmassen des Planeten aus.

    “Keine Bewegung! Oder ihr seid alle tot!”, warnte Tara, die Kommandeurin der Rebellen mit lauter Stimme, während ihre Kameradinnen und Kameraden die Unterdrücker in Schach hielten. Je einer von den Rebellen hielt einen der Nazis stets ein Messer an den Hals, ein anderer nahm sofort sämtliche Waffen ab und ein Dritter passte zusätzlich auf.

    Auch Barbara und Kriemhild spürten scharfe Klingen an ihren Hälsen. Als einer von den Bewachern in seiner nur etwas Aufmerksamkeit nachließ, riss sich Barbara los und ihren Dolch aus der Scheide, aber nicht um sich damit gegen ihre Angreifer zur Wehr zu setzen, sondern um sich selber mit dieser Waffe zu töten.
    “Na, na, na!”, tadelte Tara, die schnell wie eine Katze herbeigeeilt war und der jungen Nationalsozialistin spürbar schmerzhaft mit ihrer großen Körperkraft den rechten Arm verdrehte und ihr die Waffe abnahm.
    “Du willst jetzt schon sterben? Dafür ist es noch ein wenig zu früh, du Miststück!”, zischte die Anführerin der Rebellen.
    Danach befahl sie: “Nehmt ihnen ihre ganzen Waffen und komplette Ausrüstung ab, dann fesselt sie gut und verbindet sorgfältig ihre Augen!”


    Triangulum-Galaxie
    Orbit Goa’uld Heimatwelt
    Odyssey & Mu

    Man hatte das Stargate sowie das DHD der Goa’uld von dem Planeten in einem der Lagerräume an Bord gebeamt und gesichert. Wie Egeria/Captain Perry es schon vermutet hatte, hatten sich die Goa’uld neu formiert und waren kurz davor eine Gegenoffensive zu starten.

    Mu, Stuhlraum

    “Wie sieht es aus?”
    “Wir sollten verschwinden, Jack.”
    “Aber ja. Aber erst will ich die intergalaktischen Hyperantriebe der Goa’uld-Mutterschiffe in dieser Galaxie ausschalten, damit wären die nicht mehr in der Lage in der nächsten Zeit zur Milchstraße zu fliegen und Ba’al zu unterstützen”, erklärte General O’Neill, der schon seit einiger Zeit wieder im Kontrollstuhl saß und die Augen geschlossen hatte. Seine Finger bewegten sich mittlerweile auf der weichen Masse auf den Handkontaktflächen.

    Wenige Zeit später schon verließen einige Drohnen das Drohnenlager der Stadt und flogen zielgenau dorthin wohin sie von Jack O’Neill gesteuert wurden. Geschickt ließ der General die Drohnen ausweichen, da die Goa’uld versuchten sie mit Beschuss und gestarteten Gleitern aufzuhalten. Doch es half ihnen nicht und die meisten der von O’Neill gelenkten Drohnen schlugen dort ein wo sie sollten.

    “So wir verschwinden von hier! Zurück zur Erde, Ba’al in den Hintern treten, der nächste Akt! Alle bereithalten, ich bringe uns in den Hyperraum!”, sagte General O’Neill, der damit auch die Besatzung auf der Odyssey ansprach.

    Kurz darauf öffnete sich schon das Hyperraumfenster und Mu verschwand zusammen mit der Odyssey im Schlepptau dort drinnen, um sich auf die Heimreise zur Erde zu machen und den Kampf gegen die Goa’uld zu unterstützen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Nordamerika, USA
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Um es der Goa’uld Kali nicht noch unangenehmer zu machen, und ihr ein gewisses Gefühl der von Bastet gemachten Zusagen und Sicherheit zu geben, verzichtete man auf eine harte Vernehmung in einen der eigentlich dafür bestimmten Räumlichkeiten.

    Im Laufe des Gespräches stellte sich heraus, dass die von General O’Neill angeführte Mission zum Ziel geführt hatte. Doch als man erfuhr, dass man heimlich in Captain Lauren Perry ein Symbiont implantiert worden war, schien die Stimmung zunächst zu kippen. Aber als man erfuhr, dass die Wirtin offenbar dazu bringen konnte die Pläne von Ba’al zu durchkreuzen, beruhigten sich die Gemüter der meisten Anwesenden wieder.
    “Wie lautet der Name dieses Goa’uld?”, fragte Teal’c.
    Kali holte noch einmal kurz Luft, dann antwortete sie: “Egeria.”


    Andromeda-Galaxie
    System des Missionszieles
    Battlestar Thetis, CIC

    Geduldig hatte Commander Aberdeen zugehört, bevor er entschieden hatte neben einigen Jumpern auch Raptorteams, auf eine sehr genaue Erkundung im gesamten System, zu entsenden.
    Sie sollten nach Unregelmäßigkeiten suchen, die auf die Gegenwart von Ilion schließen könnten.
    Eine Raptorbesatzung allerdings erhielt den Befehl von Commander Aberdeen und Miss Shen in einem nahegelegenen Planetensystem ebenfalls eine solche Mission durchzuführen.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    Grob wurden Barbara Hitler und ihren Kameradinnen und Kameraden die Augenbinden heruntergerissen. Nun konnten sie alle sehen wohin man sie gebracht hatte, nämlich in eine Höhle.
    Zu allererst wurden die erbeuteten Waffen der Nazis in einer Liste eingetragen, bevor die Ausrüstung ebenfalls dort vermerkt und in einem Lager verstaut wurde.

    Dann traten einige der Rebellen an den Kommandeur, SS-Sturmbannführer Gernot Herzog, heran. Sie zogen ihm Stück für Stück seine komplette Uniform aus.
    Der Nazi protestierte natürlich vehement gegen dieses für ihn entehrende Vorgehen: “Lasst das, ihr Untermenschen! Das ist Entwürdigend! Ihr wisst wohl nicht, wer ich und die anderen hier sind! Wir sind die Herrscherrasse! Was wollt ihr mit…? O nein, ich weiß was ihr vorhabt. Infiltration! Ihr Verbrecher!”
    “Schnauze!”, brummte einer der Rebellen zornig, der mit seiner linken Faust dem Nazi ins Gesicht schlug. Und zwar so heftig, dass er ihm dabei die Nase brach, die sofort massiv zu bluten begann.

    Schließlich stand Herzog vollkommen nackt vor allen Leuten da.
    “Gebt mir wenigstens eine Decke!”
    “Du brauchst keine Kleidung und auch keine wärmende Decke mehr! Wäre sowieso eine Verschwendung für einen so abscheulichen Menschen für ihr es seid!”, erklärte Tara, die ihre bereits gespannte Armbrust auf den Anführer der SS-Soldaten gerichtet hatte, der sie voller Abneigung anstarrte. Die Anführerin der Rebellen lächelte kurz noch einmal böse, dann drückte sie ab. Der abgeschossene Armbrustpfeil traf zielsicher das Herz des Anführers der SS-Soldaten.

    “Barbara. Die werden uns alles abnehmen und dann kaltblütig ermorden”, schluckte Kriemhild, die merklich unter Schock stand.
    “Ihr habt es ja nicht anders verdient”, bemerkte Vara, die Schwester von Tara.
    “Aber wir haben euch doch nichts getan.”
    “Ihr habt uns nichts getan? Diese Lüge glaubst Du doch selber nicht! Wir haben euch ebenfalls nichts getan, sondern uns nur zur Wehr gesetzt. Denn ihr habt uns unsere Heimat weggenommen, sehr viele unserer Familienangehörigen ermordet oder in solche widerliche Lager verschleppt, welche ihr errichtet hattet. Dort in diesen Lagern lasst ihr viele unseren Familien, Freunde und Stammesangehörigen dieser Welt grausam quälen und schwer schuften. Und jetzt bezahlt ihr alle den Preis dafür”, widersprach Hanon.

    “Was ist los, Elara? Warum starrst du diese beiden Frauen dort so an? Willst du sie vielleicht töten? Denn immerhin haben solche Leute dein ganzes Dorf ausgelöscht. Nur du allein hast damals dieses furchtbare Massaker überlebt, weil du nach dem Fischen noch zufällig Beeren sammeln warst.”
    “Würde ich nur zu gern, Vara. Die kommen mir ziemlich bekannt vor. Ich glaube, dass ich diese dort mindestens schon einmal gesehen habe. Doch es ist zu dunkel…”
    “Bringt die beiden Frauen dort und eine Lampe her!”

    Sofort wurden Barbara und Kriemhild mit aller Kraft gepackt und vor Tara, Vara und Elara gezerrt. Auf Weisung von Vara wurde sogleich eine der ganz guten Lampen gebracht.
    Es vergingen dann einige Minuten.
    Schließlich nickte Elara: “Ja. Diese habe ich neben ihren obersten Anführer gesehen.”, die dabei auf Barbara zeigte. “Sie trug dabei aber eine weiße Uniform, weil es wohl für diese Verbrecher ein festlicher Akt an jenem Tag war. Diese andere Frau stand dabei hinter ihr.”
    “Du kannst dir eine aussuchen, die du…”
    “Moment mal, Vara. Sie wollte sich doch, als wir sie und alle anderen gefangengenommen hatten, mit ihrem Dolch töten. So etwas tun doch eigentlich nur Personen, die einen gewissen Rang haben, zum Adel gehören oder nicht in Feindeshand geraten wollen. Also, wer bist du?… Antworte, sonst demonstriere ich an deiner Kameradin hier neben dir, was eure Soldaten einigen von uns in diesen Lagern antun!”

    Tara wartete ab, denn die Antwort auf ihre Frage stand noch aus.

    “Ich… ich bin eine Nationalsozialistin. Hauptsturmführer SS…”
    “Deinen Namen will ich wissen, du Schlampe!”

    Voller Angst blickte Kriemhild Krein ihre Freundin an, denn Vara war hinter ihren Rücken herangetreten und hielt ihr ein Messer an die Kehle.
    “Sag es jetzt! Oder du kannst dabei zusehen wie deine Kameradin hier neben dir langsam stirbt!”, erklärte Tara.
    “Mein Name ist… ist… Barbara Hitler…”, brachte sie mit Mühe hervor, “aber bitte tötet meine hier Freundin nicht.”
    “Hitler?! So ein Name trägt doch auch der Anführer von euch! Seid ihr vom selben Stamm, derselben Familie…?”
    “Er ist mein Großvater…”, würgte Barbara ebenso mühsam hervor, die noch nebenbei mitbekam, wie das brutale Vorgehen gegen ihre Kameradinnen und Kameraden ohne Pause weiterging.
    “Bitte hört auf damit.”
    Tara musste sich beherrschen, doch dann gab sie die Anweisung erst einmal mit der Abnahme der Uniformen aufzuhören und das Töten der Nazis zumindest fürs Erste zu beenden. Von den zuvor vierzig Gefangenen waren gerade noch 16 mit Barbara und Kriemhild am Leben geblieben.

    Anhand der Kennmarken, die man entdeckt hatte und die Nazis trugen, konnte mühsam das Alter von allen ermittelt werden. Dies führte dazu, dass noch einige von ihnen für spezielle Pläne ausgewählt wurden. Nach einer kurzen Beratung wurde von den Rebellen beschlossen, die Leben der Allerjüngsten unter ihnen, es waren sieben insgesamt sowie von Barbara Hitler und Kriemhild Krein vorerst noch zu verschonen. Doch lag eine Bedingung daran, denn Barbara musste sich ansehen, wovon die Rebellenführerin Tara erzählt hatte, und was die Gefangene einfach immer noch nicht wahrhaben wollte.

    Die beiden Freundinnen wurden gemeinsam, getrennt von den anderen Gefangenen, in einen Raum gesperrt, und die anderen von ihrer Einheit wurden ebenfalls abermals aufgeteilt und in mehrere tiefen Gruben verfrachtet, die danach sofort mit schweren Eisengittern verschlossen wurden, womit eine Flucht so gut wie unmöglich geworden war.


    Milchstraße
    Territorium Luzianische Allianz
    P9-X9A234

    Wie sie es vereinbart hatten trafen sich Commander Doran und Odai Ventrell zusammen, denn sie gehörten allein zu der Fraktion, die für eine gewisse Gegenleistung von der Erde dazu bereit war den Tau’ri militärisch zu helfen.
    “Wie viele Schiffe hast du?”
    Commander Doran wusste, dass er Ventrell nicht vollends trauen durfte, daher antwortete er nicht ganz wahrheitsgemäß: “Ich habe sieben Ha’tak und zwanzig Al’kesh, die bereit sind in den Kampf gegen die Goa’uld zu ziehen. Und was habt Ihr zur Verfügung?”
    “Derzeit acht kampffähige Ha’tak und achtzehn Al’kesh”, lautete die Antwort des Mannes, der ebenfalls seine wahre militärische Stärke zu verbergen wusste. “Doch, Commander Doran, werde ich nicht alles in den Kampf für die Tau’ri gegen die Goa’uld aufs Spiel setzen. Ihr mit Sicherheit gewiss auch nicht.”
    “In der Tat. Es wird nur die Hälfte sein, die ich bereit bin dafür abzuziehen.”

    Odai grinste, denn auch er hatte in etwa dasselbe vor und stellte fest, dass er sehr viel mit Doran gemeinsam hatte.


    Sol-System
    Marsorbit
    U.S.S. Apollo, Brücke

    Schon kurz bevor die Apollo und die Korolev II den Hyperraum verlassen hatten, hatte sich das Team von Colonel John Sheppard vollständig eingefunden. Aus der großen Fensterfront der Brücke konnte man ganz leicht die Erde, der sich als kleiner blauer Punkt abzeichnete erkennen.

    “Da wären wir”, erklärte Colonel Abraham Ellis kurz angebunden. Kaum hatte er das gesagt, meldeten sich sowohl die Stargate Command Base, als auch Brigadier General Samantha Carter von der George Hammond bei ihm.
    Denn es gab wichtige Themen sowie eine anstehende Mission vom AR-1-Team zu besprechen.


  4. #104
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Guten Abend liebe Leser.
    Dank an alle treuen Leser und diejenigen, die den Button betätigt haben
    Heute gibt es die Fortsetzung des Vier-Teilers, der zum Finale der 4. Staffel begann.
    Viel Spaß beim Lesen


    Odyssee
    Folge 5.02 - “Heimat, Teil 3“


    Andromeda-Galaxie
    Tau-Sektor
    Battlestar Thetis, Steuerbordhangar

    Wie angewurzelt stand Miss Shen da, denn das, was sie sah machte sie beinahe komplett sprachlos.
    Es dauerte noch etwas, dann hatte sich die Expeditionsleiterin wieder gefangen: “Das sind ja zwei ZPM’! Wo haben sie die denn gefunden?”
    “Auf unserer letzten Mission im benachbarten Planetensystem, welches diesem hier am nächsten liegt. Wir fanden es auf einen total kargen Planeten, der eine ziemlich dünne Atmosphäre besaß, aber einst besiedelt sein musste. Da war so etwas wie eine alte Anlage… und da wir neugierig waren, sahen wir uns dort näher um und fanden diese beiden Kristalle hier in eine Art Schrein. Da wir wissen, dass sie ihrem Volk sehr wichtig sind, haben wir sie Umsichtigerweise mitgenommen, Miss Shen”, berichtete Kadett Ann Michaels, die als Pilotin wegen Flugpraxis den Raptor gesteuert hatte.

    “Major Hailey!”
    “Ma’am.”
    “Prüfen Sie bitte den Zustand der beiden ZPM’ hier. Wir müssen wissen, ob sie wirklich noch betriebsbereit sind”, sagte Shen.
    In diesem Moment tauchte auch noch Cassandra auf, und erklärte den Standort von Ilion endlich gefunden zu haben.

    Combat Information Center

    Konzentriert schaute Commander Liam Aberdeen auf den DRADIS-Monitor über seinem Kopf. Sie waren noch im Anflug auf die Zielkoordinaten. Doch er hatte bereits sämtliche Raptor, Viper und Puddle Jumpern die Starterlaubnis gegeben, denn er hatte ein ungutes Gefühl im Bauch, welches im sagte, dass die Zylonen schon sehr bald hier auftauchen könnten.

    Zielplanet
    Jumper 1

    Es war eine lockere Formation, die sich gebildet hatte. First Lieutenant Jiao Jin steuerte, wie alle anderen Fluggeräte, den glühenden Punkt in der Dunkelheit des Alls an.
    “Es sieht so aus, als ob dieser ganze Planet brennen würde”, bemerkte Major Jennifer Hailey voller Erstaunen.

    Nach etwa weiteren fünf Minuten Flugzeit mussten die Viper umkehren, denn die ersten Fluginstrumente hatten kleine Funktionsaussetzer wegen der starken Wärmeentwicklung gezeigt.

    “Thetis. Hier Jumper 1. Wir werden in etwa sieben Minuten dicht genug sein, um eine visuelle Bestätigung für Ilion zu erhalten”, meldete Ensign Helen Burrows, die bei dieser Mission wieder einmal als Co-Pilotin agierte.

    Der Moment war gekommen. Ganz schemenhaft konnte man allmählich die Türme der alten Antikerstadt erkennen.
    “Sieht irgendwie schön und erschreckend zugleich aus”, bemerkte Lieutenant Cassandra Fraiser, die auf die Messinstrumente schaute, worauf sie unter anderen die Temperatur und die Zusammensetzung der Atmosphäre ablesen konnte.
    Doch noch etwas Anderes war zu erkennen, nämlich dass der Untergrund immer mehr unter Ilion nachgeben würde. Denn die Stadt lag nahe am Rande eines gewaltigen Lavasees, welcher sich wohl in den letzten Jahren immer weiter ausgedehnt hatte.
    Ein Resultat der Entwicklung in diesem Planetensystem, welches ein Doppelstern hatte. Dies hatte unweigerlich zur Folge, dass sich alle fossilen Stoffe im Boden entzündet hatten als das Magma jene erreicht hatte, wie schon einst die Pflanzenwelt auf diesem Planeten.

    Je näher wir kamen, desto mehr Details der Stadt wurden sichtbar. Erst Recht als die gesamte Formation die Stadt überflog.
    Dass es an der Zeit war einen Zugang zu finden, daran erinnerte Leutnant Jessica Schneider.
    Worauf die Pilotin antwortete: “Versuchen wir es über den Hauptturm in der Mitte. Vielleicht ist auch dort der Zugang zu dem Hangar wie auf Atlantis. Ist außerdem zu hoffen, dass wir mit den Jumpern und der begleitenden Raptorstaffel durch die Schilde von Ilion gelangen werden. ”


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Besprechungsraum

    Deutlich machte Sheppard allen im Raum klar, dass sie so schnell wie nur möglich die Suche, die sie dank der Hinweise von Morgan La Fay erhalten hatten, fortsetzen müssen:
    “…die Zeit drängt. Oder will jemand, dass die Goa’uld sich diese Stadt der Antiker unter den Nagel reißen?”

    Während darüber eine Debatte begann, ob man diese mehr als nur riskante Mission genehmigen sollte, wurde Annäherungsalarm ausgelöst. Denn die Tiefraumüberwachung hatte mehrere Signale empfangen, die aus unterschiedlichen Richtungen Kurs auf die Erde beziehungsweise dem Mars hielten.

    “Wir behalten das natürlich im Auge”, bestätigte Chief Master Sergeant Harriman, der General Landry nur kurz zugenickt hatte, dann war er auch schon wieder auf dem Weg zurück in den Kontrollraum.

    Auf der gesamten Basis hielt man angespannt den Atem an. Eigentlich gab es nur zwei Möglichkeiten: Unterstützung für Ba’al oder für die Menschen der Erde, die von den Goa’uld bedrängt werden. Über zwei Kommunikationskanäle, welche geöffnet worden waren war, gab es gute Nachrichten, denn es handelte zum einen um General O’Neill und um Colonel Sheppard, die unterwegs zu ihnen waren.
    “Aber was ist mit den anderen Signalen?”, seufzte der Premierminister von Kanada besorgt, der nur mit knapper Not den Goa’uld entkommen konnte.
    “Da wird es sich wohl leider mit großer Gewissheit um Unterstützung für die Goa’uld handeln”, antwortete Colonel Pearce, der anschließend den Ratschlag unterbreitete die Überlebenden vorsichtshalber auf einen Außenposten zu evakuieren oder dies zumindest in Erwägung zu ziehen.

    Marsorbit
    Mu, Zentraler Turm, Kontrollraum

    Nicht nur Jack O’Neill hatte sich einen guten Platz ausgesucht, sondern auch Daniel Jackson und Lauren Perry/Egeria. Kurz nachdem sie und die Odyssey den Hyperraum verlassen hatten, waren die Apollo und die Korolev II ebenfalls aus einen solchen Fenster aufgetaucht. Sie warteten ab, denn auch sie hatten die Tiefraumsignale entdeckt, die noch Kurs auf die Erde oder den Mars hielten.
    Es hatte nicht lange gedauert, da hatte das Team von Colonel Sheppard auch schon Doktor Jackson kontaktiert und um Mitarbeit gebeten.

    Schließlich konnte General O’Neill das erste Hyperraumfenster ausmachen. Aus diesem kamen eine große Anzahl von Goa’uld-Schiffen. Jack verzog das Gesicht, denn diese Schiffe waren eigentlich einst von der Luzianischen Allianz eingenommen worden. Doch diese wandten sich in einer Kampfposition den Schiffen der Menschen zu.

    “Das kann nur eines bedeuten. Die Goa’uld haben wohl erfolgreich die Luzianische Allianz infiltriert”, bemerkte Egeria.
    “Oh man. Das kann ja heiter werden. Hank. Hier ist O’Neill: Daniel wird an Bord eines Jumpers gebracht, um das Team von Colonel Sheppard bei der Mission zu unterstützen!”
    “In Ordnung. Herzlichen Glückwunsch übrigens, Jack: Sie und ihr Team haben es wirklich geschafft und Mu gefunden sowie sicher hierher gebracht.”

    Erde, Nordamerika
    USA, Washington D.C.
    Weißes Haus, Oval Office

    Er wusste nicht, ob er sich freuen oder aufregen sollte. Ba’al war gespalten, denn die Luzianische Allianz war zu einem großen Teil in seine Hände gefallen, da die Symbionten, die man deren wichtigsten Anführern hatte implantieren können. Diese Angelegenheit beruhigte ihn aber nicht, denn wie er visuell auf einem Hologrammbildschirm erkennen konnte, hatte sein Erzfeind Jack O’Neill es geschafft Mu hierher zu verlegen.
    “Euer Agent ist eingetroffen, mein Gebieter”, teilte sein Sekretär mit.
    Kurz darauf betrat Murdoc den Raum, welcher dann Ba’al mitteilte, dass er Kali verfolgt und auch Bastet gesehen habe, die dann in den Rocky Mountains von Colorado verschwunden seien.
    “Aha. Dann haben diese drei mich und die Goa’uld verraten. Sie stecken im neuen Homeworld Command”, wusste somit der oberste der Systemlords.
    “Soll ich sie eliminieren?”
    “Hm. Das ist zu riskant. Noch. Ich bin mir nämlich nicht sicher, was Bastet, Kali und Nike vorhaben. Außerdem gelangt man nur sehr schwer in diese Festung.”
    “Ich bin aber gut. Sehr gut sogar”, erwiderte Murdoc.
    Aber Ba’al lehnte ab, der den Agenten dann sehr großzügig auszahlte und anschließend entließ.


    Andromeda-Galaxie
    Zylonisches Territorium

    Es war eine trostlose und karge Welt, auf die die Zylonen gestoßen waren. Doch erste Untersuchungen und Erkundungen brachten zum Vorschein, dass es dennoch hier eine Zivilisation gegeben haben muss.
    “Sie muss vor mehr als einer Million Jahren hier untergegangen sein”, meldete einer der Simons.
    “Und wer hat hier gelebt?”
    “Es müssen Menschen gewesen sein.”
    Cavil antwortete daraufhin: “Hört auf, sonst wird mir schlecht bei dem Gedanken an dieses Ungeziefer!”
    Die Einser hatten in einer Sitzung vereinbart ausgewählte Zylonen unter der Leitung eines Einsers auf die Suche nach der Destiny zu entsenden, mit dem Ziel diese zu erobern und ihre Geheimnisse zu ergründen.

    Tau-Sektor
    Ilion < > Battlestar Thetis

    Es herrschte nicht nur allein reger Betrieb auf den beiden Flugdecks des Kampfsterns und der Jumperbucht der alten Antikerstadt. Nachdem Major Hailey und Lieutenant Fraiser sowie weitere Wissenschaftler, darunter Doktor Rosenthal bestätigt hatten, dass die Energieversorgung sichergestellt sei, hatte sich Miss Shen nach Ilion fliegen lassen. Auch Commander Aberdeen schaute kurz vorbei.

    Ilion, Zentraler Turm

    Die Ori-Kriegerin Larissa schaute sich aufmerksam um, denn sie war von Adria dazu auserkoren worden ihre Interessen bei dieser Expedition zu vertreten. Deswegen hielt sie sich überwiegend in der Nähe des Kontrollraumes auf.
    “Commander Aberdeen. Wir benötigen auf jeden Fall noch mehr Personal. Ilion ist ungefähr so groß wie Atlantis…”, erklärte Miss Shen soeben über Funk.

    ZPM-Raum

    Zur selben Zeit hatten sich Major Hailey, Lieutenant Fraiser und Doktor Rosenthal die drei Zero Point Module von Ilion näher angesehen und festgestellt, dass sie gerade noch rechtzeitig eingetroffen waren.
    “…puh. Wären wir nur einige Tage später hier eingetroffen, dann wäre diese Stadt wohl nach dem Kollabieren der Schutzschilde verloren gewesen”, teilte Rosenthal kurz darauf über Funk Shen mit.

    Derweil wurde Ilion weiter von unterschiedlichen Teams weiter erkundet, dabei versuchte man sich an einen Plan von Atlantis zu orientieren.
    Als man dann endlich die Kontrollplattform mit dem Stuhl entdeckt hatte, beschloss man Ilion zu verlegen, damit die Schutzschilde nicht weiterhin so akut strapaziert wurden.


    weitentfernte Galaxie
    Destiny

    Brigadier General Cameron Mitchell, der den Körper mit Hilfe der Kommunikationssteine mit Colonel Everett Young getauscht hatte, war erleichtert zu erfahren, dass es den meisten von der Besatzung gut ging. Doch er selber hatte schlechte Nachrichten, denn die Situation für die Menschen auf der Erde, die gegen die Goa’uld-Besatzung zu kämpfen hatte, hatte sich durch die von Symbionten zum größtenteils übernommene Luzianische Allianz stark verschlechtert. Denn die hatte den Großteil deren Flotte zur Erde verlegt, und schien zum vernichtenden Schlag gegen den Mars auszuholen.

    “Es wird also schwer werden, uns gegen den Feind zu behaupten”, erklärte Cameron Mitchell in einem Gespräch mit David Telford und Nicholas Rush.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    Der Moment war gekommen und eine Kampfgruppe der Rebellen, die sich bereits die schwarzen SS-Uniformen der gefangenen und hingerichteten Nazis anzogen hatte, lag in den letzten Vorbereitungen.

    “Hier ist eine veränderte und somit auch unbrauchbare Replik deines Dolches, auch deine Pistole ist ohne Munition!”, erklärte Tara kurz, die Barbara Hitler zu sich hatte bringen lassen. “Du wirst uns in eines dieser Lager begleiten, von denen ich dir erzählt hatte und dort werde ich dir zeigen, wovon ich gesprochen habe! Versuche nicht uns reinzulegen und die große Heldin zu spielen, sonst kannst du noch miterleben wie deine Freundin stirbt, und zwar bevor wir dich dann ebenfalls ganz langsam töten werden! Hast du mich verstanden?”
    “Ja.”
    “Gut. Sind alle, die an dieser Mission teilnehmen endlich fertig mit dem Umziehen?”
    “Ja, Kommandant Tara.”
    “Dann rücken wir gleich ab, sobald wir nämlich dieser SS-Soldatin hier wieder ihre Augen verbunden haben! Und was dich angeht: Merke dir, was ich dir gesagt und eingeschärft habe!”
    Kurz bevor ihr die Augen verbunden wurden, drehte sich Barbara zu Kriemhild um, die ihr wortlos noch einmal zunickte.

    Einer der Wächter wurde kurz vor dem Ausrücken von der Rebellenführerin zur Seite genommen, denn sie hatte eine gewisse Ahnung, für welche sie gerne eine Bestätigung hätte.
    “…so viel wie ich mitbekommen habe, hatten sie sich geküsst und auch eng miteinander das Nachtlager geteilt…”
    “Das ist doch bei diesen Leuten verpönt, wenn nicht sogar bei Todesstrafe verboten. Ist das Verhältnis der zwei so gut?”
    “Vermutlich. Diese SS-Soldatin wird vermutlich nichts unternehmen, auch wenn sie es wollte, nur um das Leben ihrer Freundin nicht zu gefährden.”
    “Ausgezeichnet. Danke, Haron. So wir rücken aus!”

    Hauptstadt Germania

    Die ersten Anhaltspunkte errechten den Führer, dass die Einheit der SS, zu der auch seine Enkelin und deren beste Freundin gehörten, spurlos verschwunden sei.
    Dem Bruder von Barbara, Barbarossa Hitler, schien dies nicht zu stören.
    “Schade um meine Schwester. Doch somit fällt die Nachfolge vom Führer eines Tages um einiges leichter.”
    “Wer sagt denn das? Ich bin der Führer und entscheide, wer nach mir eines Tages Führer aller Nationalsozialisten wird, SS-Obersturmbannführer Barbarossa Hitler!”, brummte der alte Nazi, der dann anordnete dem Verschwinden seiner Enkelin und ihrer gesamten Einheit weiterhin sorgfältig auf den Grund zu gehen.


    Andromeda-Galaxie
    Tau-Sektor
    Ilion, Kontrollraum

    Anhand der aktivierten Systeme hatte man die Möglichkeit einen Teil der Aktivitäten, mit Hilfe der Tiefraumsensoren, in etwa einem Zehntel der Galaxis zu verfolgen.
    “Anscheinend nähert sich eine Flotte der Zylonen unserer Position”, stellte Major Hailey fest, die sofort die Thetis kontaktierte um Commander Aberdeen zu warnen.

    Schnell wurde klar, dass man unverzüglich den Interstellaren Antrieb in Gang bringen musste, denn anhand der Daten war zu erkennen, dass die Zylonen in Kürze erscheinen würden.

    Vorsorglich kündigte Commander Aberdeen an sich mit der Thetis zur Flotte von Admiral McBride zurückzuziehen.
    “… dies sind die Koordinaten, wo wir uns wiedertreffen werden, Miss Shen.”
    “Danke. Major Hailey. Lieutenant Fraiser. Doktor Rosenthal. Wir müssen hier weg und zwar schnell!”
    “Einen Augenblick noch”, rief Rosenthal leicht genervt.
    “Wir haben aber keine Zeit mehr!”
    “Auf dem Planeten gibt es allerdings noch einige Anomalien”, seufzte Fraiser.

    Kurz darauf hatte Hailey den Zugang zu dem Antrieb gefunden und die Ilion verschwand im Blau des Hyperraumfensters. Gerade noch rechtzeitig, denn eine Armada der Zylonen von acht Basisschiffen war kurz darauf eingetroffen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Lagezentrum

    Allen im Raum war bewusst geworden, dass die Lage mehr als nur bedrohlich war, und dies obwohl man Hilfe von zwei 304ern der Pegasus-Flotte, General O’Neill sowie einen Teil der Luzianischen Allianz in Form von Commander Doran und Odai Ventrell erhalten hatte. Doch dafür hatte Daminus, der vor kurzer Zeit von einem Goa’uld übernommen worden ist, einen Großteil der Streitkräfte der Luzianischen Allianz Ba’al in die Hände gespielt.
    “Wir benötigen noch mehr Hilfe, denn nach dem bisherigen Stand können wir nur mit Mühe einen Teil vom Mars halten. Genauer gesagt, es ist nur der Kontinent wo wir uns befinden”, fasste General Landry kurz zusammen.
    “Doch Ba’al wird wo eher versuchen diesen Planeten notfalls komplett zu zerstören, wenn er uns nicht von hier vertreiben kann”, vermutete O’Neill, der sich auf Mu befand und durch Video der Besprechung zugeschaltet war.

    Marsorbit
    Mu, Kontrollraum

    “Was sind das hier für Signale? Es sind mindestens ein halbes Dutzend und sie nähern sich verdammt schnell! Und auch einige weitere Signale haben wir hier, die aus Richtung der Triangulum-Galaxie. Also werden es wohl Goa’uld sein. Wenn sie Kurs und auch ihre Geschwindigkeit beibehalten, werden sie in etwa zwölf beziehungsweise in achtzehn Stunden hier eintreffen.”
    “Dann informiere ich mal besser General O’Neill, Lieutenant”, erklärte Captain Perry, die zugehört hatte und sich auf den Weg zum Quartier ihres Vorgesetzten machte.

    Mars
    SGCB, Lagezentrum

    Die Gesichter am Tisch und in der zweiten Reihe wurden immer besorgter, denn die Streitkräfte der Menschen waren jetzt schon an der Grenze des Machbaren angelangt.

    Marsorbit
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Ohne viel Zeit verlieren zu wollen, hatte sich General Carter die Daten senden lassen.
    Nach einer ersten Auswertung stand ihr Ergebnis fest: “Nach dem was ich anhand dieser Daten hier weiß, handelt es sich um mindestens fünf Mutterschiffe der Ori, die sich im Anflug hierher befinden. Offenbar muss Adria erfahren haben was los ist. Hoffentlich hilft sie uns.”

    Erdorbit < > Erde
    Asien, Himalaya
    Jumper A-1A

    Sofort nach dem Start hatte Colonel John Sheppard auf den Tarnmodus umgeschaltet. Außer seinem Team war ihnen noch Doktor Daniel Jackson sowie zehn Soldaten aus verschiedenen Ländern von General Hank Landry zur Verstärkung zugeteilt worden.

    Obwohl sie getarnt waren flog Sheppard mehrere Kurven, denn es patrouillierten sehr viele Todesgleiter und auch vereinzelte Al’kesh im Orbit der Erde.

    Es war mehr als nur sehr wahrscheinlich, dass auch Ba’al und die Goa’uld die sich annähernde Flotte entdeckt haben, doch vermutlich nicht zuordnen konnten, da ihnen die Erkenntnisse fehlten. Dennoch drängte die Zeit, denn die Anhänger der Orici würden sofort den Kampf gegen alle feindlichen Schiffe aufnehmen, sobald sie den Hyperraum verlassen hätten.

    Mittlerweile hatte der Jumper die Atmosphäre des Planeten schon zur Hälfte durchquert. Im Himalaya war die Wahrscheinlichkeit äußerst gering auf feindliche Truppen zu treffen, da es überwiegend eine sehr lebensfeindliche Landschaft war, in der nur Spezialisten nach langer Evolution überleben konnten.

    John schaute sehr genau immer wieder auf die Koordinaten, die sie von Morgan La Fay erhalten hatten. Auch Rodney sowie Daniel verglichen immer wieder die Daten. Schnell war zu erkennen, wie wichtig es sein würde, dass der Archäologe und langjährige Mitglied des Stargate-Programms mit dabei sein würde. Dies zeigte sich darin, da er Sheppard zu einer Kursänderung bewegte.
    “Wenn das stimmt, sind wir in zwei Minuten über dem Zielgebiet”, erklärte John.

    Der Moment war gekommen und der Jumper überflog die Bergkette, die das Zielgebiet umschloss. Doch sofort war allen klar, dass sie das was sie zu finden gehofft hatten wohl nicht so schnell entdecken würden.
    “Also ich sehe nur Felsen, Eis und Schnee”, brummte Ronon ernüchtert, während John eine weitere Runde in diesem Tal flog.
    “Das ist seltsam.”
    “Ja, Doktor Jackson. Doch sind dies die Koordinaten, die wir von der Antikerin erhalten haben”, wusste Teyla Emmagan.
    “Wenn das so ist, sollten wir landen und uns dort draußen genauer umsehen!”, entschied Daniel, dessen Interesse mehr als nur hervorgerufen worden war.

    Doch ehe Colonel Sheppard zur Landung ansetzte, flog er noch einmal nach oben um das gesamte Zielgebiet zu scannen. Umgehend wurden die daraus resultierenden Daten von Doktor McKay ausgewertet: “Keinen Zweifel. Es müsste hier sein. Ich dachte schon diese Antikerin hätte uns aufs Glatteis geführt. Sehen sie alle diese Struktur? Sie ist etwas verändert, doch hat sie diese vertraute Grundform…”

    Während der Kanadier noch seinen Vortrag hielt, hatte der Colonel bereits zur Landung angesetzt und den Jumper gelandet.

    Die Suche des Teams dauerte schon seit einigen Stunden, doch es stand fest Shangri-La war verschwunden. Aber Daniel stellte fest, dass es noch nicht allzu lange her sein konnte und dies verwunderte ihn sehr.

    Es war einmal mehr Teyla, die wohl den ersten wichtigen Fund machte und fragte: “Was ist das hier, Doktor Jackson?”
    Daniel eilte sofort zur Athosianerin, die einen Münzgroßen Gegenstand in der linken Hand hielt.
    “Das ist von den Nazis! Das Parteiabzeichen von denen! Das darf doch nicht wahr sein?!”, erkannte der Archäologe, dem der Schock ins Gesicht geschrieben stand.
    Auch alle anderen, mit der Ausnahme von Teyla und Ronon, hatten fragende Gesichter. Deswegen musste Daniel ihnen kurz erklären, wer die Nazis waren, nämlich dass diese die gesamte Erde vor fast neun Jahrzehnten in einen zerstörerischen Krieg gestürzt hatten sowie für furchtbare Gräueltaten verantwortlich waren, bis man sie und ihre Verbündeten mit einen Bündnis von Alliierten hatte endlich besiegen können.

    “Das ist einfach unglaublich! Diese verdammten Nazis haben Shangri-La entdeckt und weiß was der Himmel damit angestellt!”, pustete Doktor Jackson, der sich dann sofort dafür aussprach noch einmal das gesamte Gebiet nach möglichen weiteren Spuren abzusuchen.


  5. #105
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard

    Mein Kalender sagte mir, dass es heute mal wieder so weit ist

    Danke an alle Leser und an die Buttondrücker !

    Heute gibt es den Abschluss des aktuell laufenden Vierteilers.
    Viel Lesevergnügen !

    Odyssee
    Folge 5.03 - “Heimat, Teil 4“

    Andromeda-Galaxie
    Hyperraum
    Ilion, Kontrollraum

    In etwa einer weiteren halben Stunde im Hyperraum würde die alte Stadt der Antiker endlich den Treffpunkt mit der Flotte von Admiral Diana McBride erreicht haben. Das seltsame war allerdings, dass eine Kriegerin der Leibgarde der Orici Adria, nämlich Larissa, das Stadt-Raumschiff gestartet und in den Hyperraum gebracht hatte. Ein zufriedenes Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Doch jenes von Miss Shen und vielen anderen aus unserem Expeditionsteam war, wegen der durch die Goa’uld bedrängten Erde voller Sorge. Die anhaltende Erkundung von Ilion durch die Menschen aus der Milchstraße, den Anhängern der Orici Adria und von den Überlebenden der Kolonien von Kobol war deshalb ein wenig getrübt.


    Große Magellansche Wolke
    Thule, nördliche Hemisphäre
    Kontinent Lanassa, Großgermanien

    Noch ein weiteres und vorerst letztes Mal hielt es Rebellenführerin Tara für notwendig
    SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler auf die Situation und die Konsequenzen hinzuweisen, wenn sie Fehler machen sollte. Erst danach ließ sie all ihre Leute eine geordnete Aufstellung nehmen, bevor sie endlich in Sichtweite des von den Nazis errichteten Lagers kommen würden. Dieses befand sich am Rande eines Steinbruches, der von einem Fluss in zwei Hälfen aufgeteilt wurde. Dort war erst noch vor einigen Wochen noch rund um die Uhr gearbeitet, aber eher besser beschrieben Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen erpresst worden. Aber waren hier seit einiger Zeit nur wenige Soldaten als Wachen verfügbar, außerdem waren deshalb die Arbeitszeiten für die Zwangsarbeiter verkürzt worden.

    Auf einem der Türme wurde ein Wachposten der SS auf eine sich nähernde Gruppe aufmerksam, weswegen wie nach Protokoll vorgesehen Alarm geblasen wurde. Wenige Minuten darauf allerdings auch schon wieder Entwarnung gegeben wurde: “Es sind unsere Leute!”

    Sofort eilte SS-Obersturmbannführer Hayato Kato, der die Befehlsgewalt über dieses Lager hatte zu den Neuankömmlingen, da er sich sicher war, dass endlich die von ihm angeforderte benötigte Unterstützung eingetroffen sei.
    “Oh. SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler. Welche Freude. Wie geht es dem Führer, der auch euer Großvater ist?“, fragte der Mann.
    “Ich hoffe es geht ihm gut. Alles in Ordnung hier im Lager?”
    “Ja. Ich vermute mal, dass Sie nicht die von mir gewünschte Verstärkung sind.”
    “Richtig. Wir sind nur in einem Feldmanöver und würden uns dennoch ihr Lager ansehen.”
    “Nur zu. Schauen Sie sich alles nur sehr genau an”, erklärte der Lagerkommandant.

    Ungestört konnten sich die Rebellen im Lager bewegen und strategisch taktisch verteilen. Tara, die Anführerin der Rebellen welche sich die Uniform von SS-Sturmbannführer Gernot Herzog angezogen hatte, welchen sie auch höchstpersönlich getötet hatte, wich keine einzige Sekunde von der Seite von Barbara. Die beiden Frauen kamen an einen Pferch vorbei, in dem sich mehrere Dutzende Menschen befanden. Alle waren stark abgemagert und durch die Zwangsarbeit, die sie verrichten mussten, akut geschwächt.

    Unvermittelt krachte ein Schuss. Einer der Aufseher hatte einen Gefangenen, der vor Erschöpfung zusammengebrochen war, einfach erschossen. Dadurch hatte sich Barbara erschrocken in die Richtung gedreht und instinktiv ihre MP40 in Anschlag gebracht. Diese war aber ohne Munition.
    “Na. Jetzt könnt ihr es endlich mit eigenen Augen sehen, SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler. Was sagt ihr dazu? Entspricht dieses Vorgehen wirklich ihren Verständnis von Menschlichkeit?“, flüsterte Tara leise.
    “Ich bin Soldatin. Aber so etwas habe ich nicht erwartet”, wisperte die junge Frau zurück.
    Nach einer kurzen Pause fuhr sie im Flüsterton fort: “Lasst mich frei, damit ich vermitteln kann.”
    “Nein. Ich muss diesen Menschen hier jetzt gleich helfen”, erwiderte Tara, die ein Zeichen gab, indem sie den Lagerkommandanten in den Kopf schoss.
    Wie vereinbart wurden kurz darauf die wenigen Wachposten und Wärter von den Rebellen getötet oder überwältigt.
    “Stopp! Tötet meine Kameraden nicht! Das gegenseitige Töten muss endlich aufhören!”, rief Barbara entsetzt, denn die ersten Aufseher des Lagers waren von den Rebellen und den befreiten Gefangenen bereits durch Schüsse hingerichtet worden. Doch sie wurde sofort unsanft zu Boden gestoßen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Die wohl letzte Verstärkung für die schon mehr als nur gewaltige Armada von Ba’al war eingetroffen. Es handelte sich dabei um den noch unbeschädigten Teil der Flotte aus der Triangulum-Galaxie, der zur Unterstützung entsandt und endlich eingetroffen war.

    Erde
    Nordamerika, USA, Washington D.C.
    Weißes Haus, Oval Office

    Mehr als zufrieden hatte Ba’al die Nachricht aufgenommen, dass endlich die weitere wichtige Verstärkung eingetroffen war. Auf Grund dieses Umstandes hatte er entschieden die Streitkräfte der Menschen, insbesondere die Flotte auf dem Mars anzugreifen.
    Doch kurz darauf gingen die ersten Meldungen bei ihm ein, dass es zahlreiche Attacken von Widerstandskämpfern auf Stellungen der Goa’uld gab.

    Diese Angriffe gingen überwiegend von Prioren und Streitkräften der Orici aus, die in Kontakt mit der sich noch im Hyperraum befindlichen Flotte befanden.


    Hyperraum
    Flotte der Orici
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Mit angespannter Miene stand Adriana neben dem Prior, welcher das Schiff kontrollierte und ihr mitgeteilt hatte, dass ihre Heiligen Kriegerinnen und Krieger den Kampf auf der Erde gegen die Goa’uld, die falschen Götter und ihre Sympathisanten bereits begonnen hatten.
    “Sehr gut. Auch die Streitkräfte in dieser Flotte stehen bereit den Kampf gegen den Feind sofort aufzunehmen”, erklärte die Tochter von Adria, die vor ihrer ersten Mission nicht nur auf einer fremden Welt, sondern einer anderen Galaxie stand.


    Milchstraße
    Erde

    In über vierzig Gebieten auf der Erde waren die Militäraktionen gegen die Besatzung der Goa’uld im vollen Gang. Primäre Ziele waren natürlich Militäreinrichtungen, die von Jaffa und Kull-Kriegern worden waren sowie Polizeiwachen, die von Goa’uld-Sympathisanten geleitet wurden.

    Marsorbit
    Erdflotte
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Gerade noch rechtzeitig hatte sich der Jumper mit dem Team von Colonel Sheppard noch zurückziehen können, denn die gewaltige Armada von Ba’al griff an. Das Ziel war natürlich möglichst die Vernichtung der Flotte der Menschen, da man den Widerstandskämpfern dadurch jegliche Hoffnung zu nehmen versuchte.

    Doch genau in diesem Moment tauchte die von Adriana angeführte Flotte ein, die ihr ihre Mutter unterstehlt hatte. Nicht nur Samantha Carter und ihre Crew hielten angespannt den Atem an, sondern auch alle anderen an Bord der Schiffe, die zu den Menschen gehörten.

    Auf den Monitoren auf der Brücke erschien die Tochter der Orici, die den Kontakt mit den Befehlshaber der Flotte der Menschen suchte, da sie die Taktik besprechen wollte, die die Armada der Goa’uld bekämpfen sollte. Dies war eigentlich, da er wieder anwesend war, General O’Neill. Doch dieser befand sich auf Mu und hatte schon seit einigen Minuten im Kontrollstuhl Platz genommen, um die Drohnen der Antikerwaffenplattform zu steuern.

    Brigadier General Samantha Carter verstand die Taktik sofort und war ohne lange zu überlegen einverstanden mit dem Plan Adrianas. Doch auf ihre Frage hin, was denn mit der Orici Adria sei, bekam sie keine Antwort.

    Mars
    SGCB, Laborsektion

    Sofort nach der Ankunft hatte sich Daniel Jackson ein Labor gesucht, denn die Funde, die das Team von Sheppard und er gemacht hatten, hatten ihn sehr beunruhigt. Auch AR-1 war erschrocken. Doch hatte sich John Sheppard sofort als Pilot gemeldet, während Teyla Emmagan daran interessiert war dem Archäologen zu helfen. Dagegen war Rodney McKay in den Kontrollraum geeilt, weil er Atlantis kontaktieren und über die aktuellen Geschehnisse informieren wollte.

    Nach einem kurzen Abstecher im Hangarbereich zusammen mit Colonel Sheppard war Ronon Dex in das Labor zurückgekehrt. Dort saßen Doktor Jackson und Teyla an einem Computer und recherchierten kurz und sahen sich die gesammelten Fundstücke und Daten an.
    “…so, dann wollen wir mal sehen was die Radio-Karbon-Analyse…”, murmelte der Archäologe vor sich hin, der einige Proben in einen Hochleistungsfähigen Apparat testen ließ. Er musste immer einige Minuten warten, bevor der Ausdruck Aufschluss über das Alter gab.
    Aufmerksam verfolgte der Sateder die Arbeit der Athosianerin und des Wissenschaftlers im Labor und bemerkte das Kopfschütteln.
    “Dann ist es vermutlich doch wahr.”
    “Was?”
    “Dass diese Nazis mit Shangri-La zur Zeit des Zweiten Weltkrieges verschwunden sind, Teyla”, seufzte Daniel.
    “Und wohin?”
    “Das werden wir vermutlich nie herausfinden, Ronon”, antwortete der Archäologe, der erneut seufzen musste.

    Marsorbit

    Zur selben Zeit war die Schlacht der beiden Flotten schon seit etwa einer halben Stunde im vollen Gange. Die Ori-Schiffe hatten sich wegen der großen Feuerkraft ihrer Primärwaffe bereits den großen Flaggschiffen der feindlichen Armada zugewandt. Alle anderen Schiffe bekämpften die Ha’taks und Al’kesh. Wobei die 304er der Erde und die Ha’tak der Jaffa und den Verbündeten der Luzianischen Allianz unter Commander Doran und Odai Ventrell es mit mehreren Gegnern zu tun hatten. Allen war klar, dass der Ausgang dieses Kampfes vollkommen ungewiss war.

    Erde

    In vielen Regionen auf dem gesamten Planeten erhoben sich die Widerstandskämpfer gegen die Besatzung der Goa’uld. Unterstützung kam überwiegend von den Streitkräften, die Adriana zur Erde geführt hatte. Während die Menschen gegen die Jaffa sowie Streitkräfte der Luzianischen Allianz kämpften, die loyal zu den Goa’uld standen, konzentrierten sich die Priore gegen die Kull-Krieger.

    Nordamerika
    USA, Washington D.C.

    Ein Shuttle, welches von dem Flaggschiff der Ori-Flotte gestartet war, war in der Nähe des Grundstückes des Weißen Hauses gelandet. Mit den Besten ihrer Leibgarde hatte es sich Adriana vorgenommen Ba’al anzugreifen, ihn gefangen zu nehmen und ihrer göttlichen Mutter, der Orici auszuliefern. Schnell mussten sie feststellen, dass die Aufklärung nicht übertrieben hatte, denn das gesamte Gelände war gut gesichert und mehrheitlich von Kull-Kriegern besetzt worden.

    Schnell musste Adriana und ihre Leibgarde feststellen, dass ihre Kampfstäbe und Handwaffen wirkungslos gegen die Panzerung, der einst von Anubis entwickelten Krieger waren. Umso erleichterter war sie letztendlich, dass sie nicht zu stolz gewesen war, sondern Brigadier General Carter um geeignete und vor allem wirksame Waffen gegen diese Krieger gebeten hatte. Allerdings war die Tochter der Orici nicht auf eine angewiesen, weil sie durch ihr Amulett sehr gut geschützt war.

    Asien
    China, Tibet

    Es hatte sich ausgezahlt, dass die Basis gut in den Bergen verborgen und vor allem streng geheim gehalten worden war. Denn in ihrem Schoß lag eine gewaltige Fabrik, in der F-302er gefertigt wurden und es mehrere Dutzende Hangars gab.

    “Starten Sie alle startbereiten Geschwader! Und alle Verteidigungseinheiten auf ihre Posten!”, befahl einer der verbliebenen Generäle der Chinesischen Luftwaffe.
    Schon kurze Zeit später verließen mehrere hundert 302er die Basis und griffen die Goa’uld von einer Seite an, die sie nicht erwartet hatten.

    Afrika
    Südafrika, Johannesburg

    Die Goa’uld hatten erst vor kurzem für Ruhe Sorgen können. Dabei waren zuvor hohe Opferzahlen zu beklagen gewesen, denn die auf die Menschen losgelassenen Viren und auch Bakterienkulturen hatten schwere Krankheiten in der Bevölkerung ausgelöst. Allein die Region, die überwiegend von einer Glaubensgemeinde von Orici-Anhängern bewohnt wurde, war verschont geblieben. Dies lag an den Schutzschild, der aktiviert worden war und keinerlei Lebensformen durchließ, womit alle autark blieben, die sich innerhalb befanden.
    Doch als das Signal ertönt war, strömten die Widerstandskämpfer aus ihren Stellungen um die Garnison der Jaffa und Kull-Krieger anzugreifen. Diese leisteten eine so heftige Gegenwehr, dass sich die Angreifer zunächst noch einmal zurückziehen und neu formieren mussten.

    Europa

    Auf dem gesamten Kontinent hatten sich zahlreiche Widerstandsgruppen erhoben und hatten den Kampf gegen die Goa’uld und ihre Streitkräfte sowie Anhänger aufgenommen. Dabei machte sich die gute Vernetzung unter den einzelnen Gruppen positiv bemerkbar. Doch auch die kurzen Entfernungen zwischen den vielen Widerstandsregionen auf diesen Erdteil kamen den Widerstandskämpfern, die im Bündnis mit den Prioren und ihren Soldaten, zugute.

    Ozeanien

    Diese Region war in mehrere kleine Inselstaaten aufgesplittert, wo sich meist nur wenige Goa’uld mit einem niederen Rang aufhielten. Ausnahmen waren dabei die größeren Inselstaaten und Länder wie Australien und Neuseeland, die sich mehrere Systemlords untereinander aufgeteilt hatten.
    Hier in diesen Teil der Erde konnte die Lage für die Bevölkerung nicht unterschiedlicher sein, denn in Australien und Neuseeland gab es starke Widerstandsgruppen, weswegen sich die Goa’uld und ihre Streitkräfte sehr schnell strategisch auf die anderen Inselstaaten zurückzogen, da es hier so gut wie gar keinen Kampf gegen die alten Götter gab.

    Antarctica

    Nur mit Mühe hatte Rya’c den im Kampf beschädigten Gleiter landen können. Nicht nur er, sondern auch seine Gemahlin Kar’yn war heftig durchgerüttelt worden. Ishtar, die Freundin von Teal’c war eigentlich dagegen gewesen, dass sich diese Kriegerin an dem Kampf um die Erde gegen die Goa’uld beteiligt.
    Das Risiko sein Leben zu verlieren war so hoch, wie noch nie. Nur mit Mühe konnten sich die beiden letztendlich in den durch einen starken Schutzschild geschützten Bereich des ausgebauten Antikeraußenpostens retten. Dieser war ein Hauptziel von Ba’al, der die dortige mächtige Waffe der Antiker in seine Hände bringen wollte.

    Im Kontrollstuhl hatte der im Jahre 2003 geschaffene Klon von General Jack O’Neill Platz genommen, der nach seinen Abschluss an der High School und einer kurzen Auszeit, wie das Original zur United States Air Force im Jahr 2010 gegangen war. Immer wieder gab er kurze präzise Drohnensalven ab. Aber nicht um die Armada von Ba’al, die sich im Orbit im Kampf gegen die Erdflotte befand anzugreifen, sondern primär den Antikeraußenposten vor Angriffen aus der Luft und über den Landweg zu verteidigen.

    Nordamerika
    USA, Homeworld Command

    Da Professor Charles Xavier von den vielen Einflüssen und Gedanken der Menschen immer mehr litt, hatte sich in einen ruhigen Raum auf dem Stützpunkt zurückgezogen.
    Niemand bemerkte die eine dunkle Gestalt, die sich durch die belebten Korridore im Cheyenne Mountain Complex schlich, denn es herrschte auf Grund der schweren Kämpfe rege Betriebsamkeit.

    Es war Murdoc, der schon vor langer Zeit von einem Goa’uld übernommen worden war, was ihm nicht sonderlich zu stören schien, denn dank des Symbionten konnte er schwere Verletzungen überstehen. Doch hatte sich der Parasit vor einiger Zeit geopfert um seinem Wirt das weitere Leben zu ermöglichen und Rache an seinen Erzfeind üben zu können. Aber er war auch ehrgeizig. Denn ihn störte es, dass Ba’al ihn und seine Fähigkeiten so einfach in den Hintergrund geschoben hatte.

    Der langjährige Killer hatte sich mal wieder verkleidet und trug die Uniform eines Soldaten. Murdoc erkannte Xavier sofort, weshalb er sich in den Kopf gesetzt hatte, diesen aus dem Weg zu räumen. Doch ihm war auch bewusst, dass er vorsichtig sein musste. Fehler, selbst auch nur einen Kleinen durfte er sich nicht leisten.

    Er klopfte vorsichtig und fragte, nachdem er hereingebeten worden war mit gut gespielter Freundlichkeit: “Professor Xavier. General Mitchell schickt mich, er will wissen, ob sie vielleicht noch etwas benötigen.”
    Murdoc war bis auf wenige Meter an Charles herangetreten.
    “Sagen Sie dem General, dass ich einige Stunden Ruhe benötige!”
    “Natürlich, Sir”, grinste der Profikiller verschlagen, der bereits sein Hara’kash, eine Handwaffe, genauso eines was einst der Ashrak benutzt hatte um Jolinar zu töten, dem Professor schnell entgegen hielt und sofort damit begann dessen Gehirn zu bestrahlen.

    Schon nach wenigen Sekunden sackte Charles Xavier in seinen Rollstuhl nach hinten zusammen. Verzweifelt versuchte er sich dagegen zu wehren. Zunächst dachte er daran seinen Gegner telepathisch zu beeinflussen. Doch dies kostete ihm zuviel Kraft und Energie, ein Umstand welcher in schnell zu stark schwächte. Deswegen unternahm er den Versuch auf demselben Wege einen Menschen außerhalb seines Quartiers zu erreichen.
    Ein Kampf auf einer vollkommen anderen Bewusstseinsebene war somit zwischen diesen beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten entbrannt.

    Murdoc musste sich massiv anstrengen, denn der Professor gab immer noch nicht auf. Dies spürte der Killer. Obwohl der alte Mann wegzudämmern schien, wie er zufrieden registrierte.
    ´Gleich habe ich Dich. Und dann sind Bastet, Nike und Kali an der Reihe.´

    Charles Xavier sackte endgültig in seinem Rollstuhl zusammen. Zur Sicherheit bestrahlte Murdoc sein Opfer noch weiter, während die mitgebrachte Kamera bereits mehrfach ausgelöst worden war. Da er auf seine böse Tätigkeit konzentriert war, bemerkte er nicht, dass Erik Lehnherr und Lieutenant Ally Martin hinter ihm aufgetaucht waren.
    Die Soldatin reagierte sofort, sie zog ihre Pistole und feuerte diese mehrfach gezielt auf den Killer ab. Murdoc ließ, obwohl er schwer verwundet war vom Professor ab und versuchte das Handmodul gegen die Schützin einzusetzen. Doch er trug viel Metall am Körper, dies spürte Magneto. Der Mutant ließ daher den Peiniger seines ältesten Freundes heftig gegen die Wände, Decke und den Fußboden prahlen. Dies dauerte solange bis weitere Personen, die auf die Schüsse und den Lärm aufmerksam geworden waren, herbeigeeilt waren.

    Da sich von den meisten Mutanten alle im Kampf gegen die Goa’uld befanden und sich somit nicht um Professor Xavier kümmern konnten, übernahm diese Aufgabe Doktor Warner.
    “Wir müssen ihn in Stasis versetzen, und zwar unverzüglich, nur so können wir das Leben von Professor Charles Xavier retten!”, urteilte der Mediziner der US Air Force nach einer ersten Untersuchung des alten Patienten.

    Erdorbit

    Der Schauplatz des Kampfes im Sonnensystem zwischen den beiden riesigen gegnerischen Flotten hatte sich vom Orbit des Mars hin zu dem der Erde verlagert. Aber die Weltraumschlacht war auch bislang hart geführt worden, weswegen sie auch für alle Beteiligten mit enormen Verlusten verbunden war.

    Erde
    Nordamerika
    USA, Washington D.C., Weißes Haus

    Erneut stieß Adriana mit ihrem Schwert einen der letzten verbliebenen Kull-Krieger nieder. Ihre Leibgarde und sie hatten es endlich ohne große Verluste geschafft das Grundstück einzunehmen und anschließend in das Weiße Haus einzudringen.
    Nur für wenige Minuten mussten sich die Kriegerinnen und Krieger der Orici mit heftigen Widerstand entgegenstellen, dann hatten sie sich im Weißen Haus festgesetzt und begannen dieses Gebäude auf der Suche nach Ba’al, anderen Goa’uld und deren Sympathisanten zu durchkämmen.

    Erdorbit

    Die verbliebenen Streitkräfte von Doran und Odai Ventrell zogen sich schließlich in den Hyperraum zurück, denn die entsandten Kommandanten der beiden oberen Führer der Luzianischen Allianz hatten genug von der Schlacht. Denn sie hatten alle Schiffe bis auf ihre Flaggschiffe und einige Al’kesh sowie ein paar Geschwader von Gleitern verloren.

    Auch die Hilfsflotte der Freien Jaffa-Nation, die unter dem Kommando von Master Bra’tac gestanden hatte, war komplett aufgerieben worden. Die Überlebenden hatten sich mit Hilfe von Fluchtkapseln und an Bord der verbliebenen Frachtschiffe retten können.

    Die Verluste waren auch für die Erde selber enorm, denn die R.F.S. Chukov, die U.N.S. Alexandria, die U.N.S. Io und die E.U.S. Olympos waren bislang schon zerstört worden. Alle anderen Schiffe der Flotte hatten ebenfalls leichte oder gar schwere Beschädigungen erlitten. Schließlich ging auch die U.S.S. Atlantis in einer großen Explosion unter. Ob sich von der Besatzung hatte jemand retten können, wie auch bei den anderen von den Goa’uld zerstörten Schiffen der 304-Klasse blieb viele Minuten unklar.

    Nur die Flotte, die Adriana in die Milchstraße geführt hatte, hatte keine Schiffe verloren, sondern jene hatten lediglich nur leichte Beschädigungen hinnehmen müssen.

    Doch es passierte auch etwas seltsames, denn einige Schiffe der Flotte wandten sich gegen die anderen von der großen Flotte von Ba’al.
    Und schon kurz darauf, hatten sich ohne jegliche Vorzeichen die Armada von den Goa’uld in den Hyperraum zurückgezogen.

    Erde
    Nordamerika
    USA, Washington D.C., Weißes Haus

    Zeitgleich hatte Adriana ihre Leibgarde in den Schutzbunker geführt. Dort bemerkte sie nur ein gleißendes Licht, welches kurz aufschimmerte und auch schon wieder erlosch.
    “Nein! Er ist entkommen! Ba’al und seine Helfer sind entkommen!”, schimpfte Adriana wütend.
    “Sie müssen die gesamte Zeit hier unten gewesen sein und von dieser Zentrale aus alles koordiniert haben”, vermutete einer ihrer Soldaten, der sich aufmerksam umgeschaut hatte.
    “Kehren wir auf unser Schiff zurück! Die Anführer der Goa’uld müssen gefasst und getötet werden! Und zwar alle bis auf Ba’al, den meine göttliche Mutter höchstpersönlich bestrafen wird!”, ordnete die Tochter der Orici an


    Eine Woche später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Nach einer ersten Zählung stand es fest, dass nämlich Ba’al und etwa zwei Dutzend anderen Goa’uld die Flucht an Bord der übriggebliebenen Flotte gelungen war. Die vielen anderen Goa’uld hingegen auf der Erde wurden gefangengenommen, aus ihren Wirten entfernt und anschließend getötet. Überraschenderweise schlossen sich viele nach einer Überprüfung gar den Tok’ra an, darunter waren auch Bastet, Nike, Kali, Yu und Amaterasu, die sich nach kurzer Beratung der neuen Egeria angeschlossen hatten.

    Doch man hatte bereits die Verfolgung der flüchtigen Goa’uld in die Wege geleitet. Dabei stützte man sich auf die Tiefraumsensoren der Antikerstadt Mu, die die Bewegungen des Feindes gut verfolgen konnte.


  6. #106
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke zu Beginn an alle treuen Leser sowie den Betätigern des Buttons !

    Mein Geheimdienst hat mir mitgeteilt, dass es heute mal wieder an der Zeit ist eine neue Folge zu veröffentlichen

    Heute mal eine etwas kürzere Folge.
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.04 - “Keine Verbindung!”

    Hyperraum
    Ba’als Flaggschiff, Pel’tak

    Seit der Flucht in letzter Sekunde von der Erde, befand sich der übriggebliebene Rest von der Streitmacht der Goa’uld nach der Schlacht gegen die Menschen im Hyperraum. Über Subraum hatte Ba’al den Stützpunkt in der Triangulum-Galaxie kontaktiert, und angeordnet diesen sofort zu evakuieren, nachdem er Koordinaten für einen Treffpunkt mitgeteilt hatte. Doch der oberste Systemlord hatte ein großes Problem, denn nach dieser schweren Niederlage gegen die Menschen war seine bislang unantastbare Position innerhalb der Goa’uld-Hierarchie stark ins Wanken geraten. Seine größte Sicherheit wäre daher schnell einen Ort zu finden, der seinem Volk einen schnellen Neuanfang bringen und sichern würde.

    Goa’uld-Flotte

    Zur selben Zeit hielten die anderen übriggebliebenen etwa zwei Dutzend Goa’uld-Lords unterschiedlichen Ranges eine geheime Konferenz ab. In jener besprachen sie, ob sie Ba’al überhaupt noch weiter als ihren alleinigen Gebieter anerkennen sollten.

    “Sobald wir Lord Ba’al seines Sitzes des obersten Systemlords aller Goa’uld enthoben haben, sollten wir einen bestehenden Rat von fünf bis sieben von uns Lords einführen. Dieser sollte dann in Zukunft die Geschicke unseres Volkes leiten. Doch wir sollten noch einige Zeit warten, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen”, schlug Morrigan schließlich vor, worauf alle anderen Goa’uld nach kurzer Überlegung zustimmten. Denn man wollte Ba’al somit noch eine Gnadenfrist zugestehen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit
    Mu, Kontrollraum

    Die Erkenntnis, dass die Flotte der Goa’uld offensichtlich die Milchstraße verlassen hatte, nachdem man sie mit vereinten Kräften aus einer bestehenden wackeligen Koalition besiegen konnte, verdankte man den Tiefraumsensoren der alten Antikerstadt, deren Daten rund um die Uhr überwacht wurden. Dies wurde als sehr notwendig erachtet, weil man annehmen musste, dass Ba’al möglicherweise wieder zurückkehren könnte. Um dies zu verhindern, hatte Adriana, die von ihrer Mutter zur Verfügung gestellten Flotte bis auf ein Mutterschiff, die Verfolgung der flüchtigen Goa’uld aufgenommen.


    Hyperraum
    Milchstraße < = > Triangulum-Galaxie
    Adrianas Flotte & Flaggschiff, Kommandobrücke

    Dadurch, dass Adriana Informationen von General O’Neill über den Stützpunkt von Ba’al erhalten hatte, war sie mit dem Großteil ihrer Streitmacht unterwegs dorthin. Kurz vor ihrer Abreise war sie von ihrer göttlichen Mutter aufgesucht worden. Sie hatte dabei schnell um Vergebung gebeten, weil es ihr nicht gelungen war Ba’al gefangen zu nehmen. Es war ein unnötiger Akt gewesen, denn Adria hatte es bereits vorhergesehen, dass dem obersten Systemlord die Flucht gelingen könnte.

    Während Adriana den Auftrag erhalten hatte die Flüchtigen zu verfolgen und zur Strecke zu bringen, wollte Adria sich all ihren treuen Gläubigen auf der Erde zeigen. Wodurch sie sich erhoffte, dass sich weitere Erdenmenschen zur Umkehr zu ihr als wahre Göttin bewegen ließen.


    Andromeda-Galaxie
    Ilion-System

    Auf dem ehemaligen Planeten wo sich Ilion einst befunden hatte, waren die Zylonen auf einige interessante Dinge gestoßen. Es handelte sich dabei um ein Sternentor, und dieses befand sich an Bord eines sehr alten Raumschiffes der Antiker, welches sich zur Hälfte in einem Berg befand. Dieser war jedoch durch die heftigen vulkanischen Aktivitäten des Planeten unmittelbar vor der Zerstörung in naher Zukunft bedroht.

    “Wir müssen so schnell wie möglich dieses Schiff bergen, damit wir seine Technologie in unsere intrigieren können”, schlug ein Leoben vor, dem nach kurzer Zeit die Bedeutung dieses Fundes klar geworden war.
    Und er war nicht allein mit dieser Position, denn die Einser-Modelle waren sich ebenfalls dessen sehr gut bewusst, weil sie die Erinnerungen und das Wissen von der Acht Captain Sharon Satterfield erforscht hatten. Davon hatten allerdings die anderen Zylonen keine Ahnung, weil die Einser das Wissen für sich behielten. Die Zylonen mobilisierten alle verfügbaren Kräfte, die von Erfolg in letzter Sekunde gekrönt waren. Das Raumschiff hob an einem befestigten Gestell, das zuvor an einem langen Stahlseil an einem Basisschiff montiert worden war vom Boden ab, nachdem man es zuvor mit kleinen Sprengladungen vom umliegenden Gestein befreit hatte.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Morgan La Fay hatte sich vor wenigen Stunden wieder an etwas erinnert, und hatte daher Richard Woolsey darüber umgehend in Kenntnis gesetzt. Nach kurzer Denkpause war es soweit, der Leiter der Atlantis-Expedition erklärte sich damit einverstanden zu versuchen mit dem Stargate Kontakt zur Stargate Command Base auf dem Mars aufzunehmen.
    “Hoffentlich funktioniert es jetzt wieder einen Kontakt aufzubauen”, hatte Richard zum Ende der kleinen Sitzung geseufzt.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Level 28, kleiner Besprechungsraum Alpha

    Erst vor einiger Zeit hatte man die schlechte Nachricht verkraften müssen, dass die Nazis in der Zeit des Zweiten Weltkrieges Shangri-La in ihre Gewalt gebracht hatten, doch die Meldung aus Atlantis, es gebe noch einen weiteren und wohl noch viel mächtigeren Ort, ließ Doktor Daniel Jackson aufhorchen. Der Archäologe begann sofort zu recherchieren, um der gegebenen Spur von Morgan La Fay auf den Grund zu gehen. Parallel dazu versuchte man stets einen Hinweis auf den Verbleib von Shangri-La zu finden.

    Alle auf der Basis waren erleichtert darüber gewesen, dass die Erde sich wieder unter der Kontrolle der Menschen befand. General Hank Landry hatte schnell den Raum verlassen, da die nächste Besprechung mit einem SG-Team schon auf in wartete.

    Erde
    Nordamerika
    USA, Homeworld Command, Krankenstation

    Im Herzen des Cheyenne Mountain hatten sich um die Stasiskammer von Professor Charles Xavier viele Mutanten versammelt. Sie drückten somit ihre Anteilnahme aus und hofften, dass ihr Freund und zu einem gewissen Teil natürlich auch ihr Mentor doch ihre Anwesenheit trotz seines Zustandes wahrnehmen konnte.

    Magneto, Storm, Jean Grey und Scott Summers debattierten darüber wie man ihm am besten helfen könnte. Doch sie fanden keine Lösung, denn der vorliegende medizinische Bericht, den sie selber geprüft hatten war eindeutig, sie konnten ihm nicht wirklich helfen, denn der Angriff mit dem Handmodul durch Murdoc war zu verheerend gewesen. Sie bemerkten nicht wie General Jack O’Neill, Laura und ihr Vater Wolverine eingetreten waren, um ebenfalls ihre Anteilnahme auszudrücken.

    “Sir.”
    “Was gibt es, Sergeant Miller?”
    “Sie sollten umgehend in den Kommunikationsraum kommen, General. Denn dort stimmt etwas nicht.”
    “Na schön. Was stimmt nicht? Sagen Sie mir etwas! Ich hasse nämlich Überraschungen! Also rücken sie damit raus, Sergeant!”
    “Nun ja, die Kontaktfläche hat aufgehört zu leuchten, Sir.”


    entfernte Galaxie
    Destiny

    “Die Verbindung ist hoffentlich nur gestört.”
    “Das ist nur zu hoffen, Everett”, murmelte Nicholas, der sich noch einmal von dem im Raum Anwesenden ausführlich berichten ließ.
    “Es wurde also nicht manipuliert! Kein außerirdisches Wesen war hier drin, da dieser Raum hier mit am Besten bewacht ist”, stellte David anhand der Aussagen aller erleichtert fest.
    Der wissenschaftliche Leiter an Bord der Destiny überprüfte noch einmal einige Anzeigen, dann schüttelte er den Kopf: “Wir scheinen die Reichweite der Kommunikationssteine seit der Ankunft in diese neue Galaxie endgültig verlassen zu haben. Dies ist die einzige plausible Erklärung, da die Energieversorgung hier intakt und voll funktionsfähig ist.”
    “Das ist nicht gut. Wohlmöglich können wir auch nicht mehr durch das Sternentor von der Erde aus kontaktiert werden”, vermutete MacGyver daher, der aber zufrieden über die letzte Nachricht von der Erde war, da es endlich gelungen war Murdoc wohl für immer aus den Verkehr zu ziehen. Auch Peter Thornton und Jack Dalton waren darüber sehr erleichtert gewesen.


    Andromeda-Galaxie
    Zylonenterritorium

    Mit dem im Ilion-System gemachten und sichergestellten Fund war man auf dem Weg zurück zur gigantischen Heimatkolonie der Zylonen. Denn dort wollte man genauer und in Ruhe weiter an dem Raumschiff forschen. Aber schon unterwegs, war man einigen der verborgenen Geheimnisse auf der Spur, denn man hatte bereits die Computer angezapft, um an die Datenbank des alten Raumschiffes zu gelangen.

    Durch das gestohlene Wissen von Sharon Satterfield, hatte man bereits sehr wichtige Kenntnisse vom Stargate erlangt, und jenes wurde versucht mit der Adresse zur Destiny anzuwählen. Doch schlug die Aktion fehl.

    Weswegen man eine Lagesprechung angesetzt hatte, an welcher je ein Zylonenmodell teilnahm.
    “Dieser Antrieb dieses Raumschiffes ist sehr weit fortgeschritten, und ist wohl in der Lage intergalaktische Reisen zu ermöglichen. Wir hatten aber im Vorfeld große Mühe damit gehabt, überhaupt die primären Systeme zu aktivieren. Nach einigen weiteren Tests mit menschlichen Gewebeproben, die anders waren, weil sie ein bestimmtes Gen aufwiesen, gelang es uns dann schließlich”, berichtete eine Sechs.
    “Dann stellen wir eine Mannschaft zusammen, die sich an Bord dieses Schiffes dorthin auf den Weg machen wird, sobald wir die Datenbank kopiert haben”, schlug einer der Dorals vor.


  7. #107
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    Danke an die treuen Leser und an diejenigen, die auf den Danke-Button geklickt haben

    Heute am 3. Advent gibt es den ersten Teil eines Zwei-Teilers,
    und den zweiten dann am 2. Weihnachtsfeiertag.
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.05 - “Icarus, Teil 1”


    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor
    Mercury-Flotte

    Die Flotte von Admiral Steven Baker hatte sich auf der Flucht vor den Zylonen und parallel auf der Suche nach einer neuen dauerhaften Heimat den unteren und äußeren Rand der eigenen Galaxis genähert. Während dieser langen Reise bisher ging der Befehlshaber der Flotte den Zylonen schon seit geraumer Zeit aus dem Weg, denn die Mercury wies zu starke Schäden auf, die keine längeren Gefechte mehr erlaubten.

    Battlestar Mercury, CIC

    Schon nach einer Pause von nur acht Stunden hatte Steven Baker sein Quartier wieder verlassen und auf seinen Posten zurückgekehrt.
    „Haben Sie wenigstens ein paar Stunden geschlafen?“
    „Ja. Schon kurz nachdem ich auf der Couch gelegen hatte, muss ich eingenickt sein, Colonel. Wie ist der aktuelle Status der Flotte?“
    „Die Reparaturen der Titania sind gut verlaufen… doch die Mercury bleibt ein kaum lösbarer Fall. Wir müssten eigentlich ein ganzes Jahr den Kahn hier in eine Werft stecken, wenn das überhaupt reicht…“
    „Das habe ich bereits geahnt. Gibt es auch gute Nachrichten, Dave?“
    „Eines unser Raptorteams hat einen Planeten entdeckt, dort können wir aber nicht auf Dauer bleiben, also dauerhaft siedeln, sondern nur einige Vorräte, vor allem das benötige Wasser aufnehmen. Tut mir leid, Steve.“
    „Immerhin etwas. Die Koordinaten dieses Planeten sofort an die gesamte Flotte senden, damit wir dorthin und mit der Arbeit beginnen können!“

    Ny-Sektor
    Electra-Flotte
    Ilion, Kontrollraum

    „Also, was haben Sie für uns, Miss Shen? Sie sprachen von wichtigen Neuigkeiten und Beobachtungen, die sie hier seit einiger Zeit getätigt hatten.“
    „Ja, Admiral McBride. Dank der Tiefraumsensoren Ilions haben wir eine Flotte entdeckt. Diese ist in einem benachbarten Sektor und etwa 50 Lichtjahre von uns entfernt. Das Interessante dabei ist, dass es sich dabei anscheinend nicht um Zylonen handelt…“
    Sofort unterbrach Admiral McBride: „Einen Moment! Woher will man dies denn so genau wissen?“
    „Dies kann ihnen Doktor Rosenthal natürlich viel besser erklären.“
    „Gut. Also dies können wir anhand der Daten herausfiltern, die wir erhalten haben. Hier eine Auflistung der errechneten Größen.“
    „Sie könnten Recht haben“, murmelte Diana McBride, die schnell den von Xiaoyi Shen ausgehändigten Ausdruck überflog, und sofort an ihren Bruder zu einer genaueren Analyse weitergereicht hatte.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Kurz nachdem die Türen geschlossen waren, eröffnete Richard Woolsey die angesetzte Besprechung: „Meine Damen und Herren, sie haben alle die Daten vor sich liegen und auch die Berichte aus der Milchstraße sowie von der Expedition aus der Andromeda-Galaxie. Natürlich werden wir uns vorrangig um die Angelegenheiten in der Pegasus in Gestalt der Wraith kümmern. Deswegen war unser Gedanke die Territorien der Wraith und ihre Bewegungen möglich genau zu studieren, sowie ihre jeweiligen Flottenstärke genau zu kennen.“
    „Wir wollen in der Pegasus die Wraith, wenn möglich komplett ausmerzen. Deswegen waren die meisten Schiffe unserer Flotte seit geraumer Zeit in dieser Galaxie in verschiedenen Quadranten unterwegs, mit dem Ziel genau diese Daten zu liefern“, fuhr Steven Caldwell fort.
    John Sheppard ergänzte: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir es seit unserer Ankunft in der Pegasus geschafft haben über ein Dutzend Basisschiffe der Wraith zu zerstören. Aber auch es leider nicht geschafft haben komplett die Pegasus mit unserer Flotte abzusuchen. Gut möglich, dass wir möglicherweise einige Schiffe der Wraith daher übersehen haben.“

    Auf dem Bildschirm öffneten alle am Tisch die entsprechende Datei, die in einer Auflistung folgenden Inhalt offenbarte:
    # 37 Basisschiffe
    # rund 150 Kreuzer
    # 9 Versorgungsschiffe
    # rund 400 Transporter (Shuttles)
    # 4.000 - 8.000 Wraith-Jäger (Darts)
    # mindestens 1.000.000 - 2.000.000 Wraith

    „Das sind aber eine Menge Wraith!“, schluckte Rodney McKay, der die Auflistung sah und auch die Worte von Colonel Sheppard gehört hatte.
    „Was genau ist der Plan?“
    „Wir werden mit unseren Schiffen, die wir in dieser Galaxie zur Verfügung haben, jede der bekannten einzelnen Flotten angreifen und auslöschen, Ronon. So sieht zumindest die Theorie unseres Planes aus.“
    Der Sateder tat so als würde er kurz darüber nachdenken, dann sagte er: „Sie wollen also die Wraith komplett ausrotten - gefällt mir, Sheppard.“
    „Doch, was ist mit den Wraith, die den Weg in ihre Galaxie gefunden haben?“
    „Da haben sprechen Sie einen wichtigen weiteren Punkt an, Teyla. Dies ist ein großes Problem, denn unsere dortigen Verbände in der Milchstraße sind so ziemlich, während der vergangenen Schlacht um die Erde gegen Ba‘al und die anderen Goa‘uld massiv reduziert worden“, seufzte Mister Woolsey kurz.

    Wenige Atemzüge später ging die Besprechung weiter, in der Caldwell, Sheppard und Ronon Dex einige Vorschläge machten, wie sie am Besten gegen die einzelnen Wraith vorgehen würden. Der Leiter der Atlantis-Expedition musste sie schließlich bremsen, da es noch einige andere Themen gab, die auf der Liste der Besprechung standen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Auf dem gesamten Planeten und auch in dessen Orbit sowie über dem Marsorbit war man immer noch damit beschäftigt Schäden, Trümmer und Spuren der schweren Kämpfe zu beseitigen. Jetzt erst, nachdem sehr viel Zeit vergangen war, wurde der gesamten Welt und ihrer Bevölkerung das Ausmaß der heftigen Auseinandersetzung mit Ba‘al und den anderen Goa‘uld bekannt.

    Die verbliebenen Regierungschefs, die der heimlichen Implantation eines Goa‘uld entgangen waren, hatten große Mühe damit das Vertrauen ihrer Bürger wiederzuerlangen. Viele misstrauten einander, da es nach wie vor viele Goa‘uld auf der Erde gab, die sich aber nach einer Überprüfung mithilfe von Za‘tarc-Detektoren den Tok‘ra angeschlossen hatten. Darunter waren auch bekannte Namen, wie zum Beispiel die ehemaligen Goa‘uld-Lords Yu und Amaterasu, die sich auf der Erde niederlassen wollten. Die Goa‘uld Kali hingegen beschloss, zwischen Indien und Deutschland zu pendeln, weil sie in Hamburg ihre Freundinnen beziehungsweise Verbündete Nike und Bastet hin und wieder zu besuchen gedachte.

    Viele Mutanten beschlossen mit Hilfe ihrer Kräfte den Menschen beim Wiederaufbau zu helfen. Ein Vorhaben welches von Erik Lehnsherr, der vielen als Magneto bekannt war, geteilte Gefühle ausgelöst hatte. Jener war sehr viel mehr daran interessiert, dass man sich seines alten und langjährigen Freundes annahm, damit dieser schnell wieder gesund werde.

    Nordamerika
    USA, Homeworld Command

    Tief im Cheyenne Mountain Complex liefen alle Informationen zusammen, und von dort aus nach gründlicher Überprüfung an die UN, die diese dann an die einzelnen Nationen weiterleitete.
    Cameron Mitchell vermisste die Missionen durch das Stargate und seine Teamgefährten von SG-1 immer mehr. Er hoffte inständig, dass die Tür aufgehen und sich Jack O‘Neill wieder an den Schreibtisch setzen würde. Er nahm mehrmals täglich Kontakt zur Stargate Command Base auf den Mars auf, da ihm die aktuellen Nachforschungen von Daniel Jackson sehr interessierten. Doch auch der Zustand von Charles Xavier, der sich immer noch in Stasis befand beschäftigte ihn wie auch alle anderen Mutanten, die den Professor als Mentor und Freund hoch schätzten.

    Los Angeles, Phoenix Foundation

    Es schien in der Familie zu liegen, denn Sam MacGyver-Malloy half bei vielen laufenden Projekten mit, da eine funktionierende Infrastruktur von großer Bedeutung nicht für sein eigenes Land, sondern für die gesamte Welt war. Gerade eben arbeitete er daran, wie man für sauberes Trinkwasser in vielen Ländern sorgen könnte, weil in überwiegend ärmeren Ländern immer noch so manche Seuchen grassierten.


    Entfernte Galaxie
    Destiny

    An Bord des alten Antikerschiffes herrschte bei vielen Menschen große Ratlosigkeit. Denn es war vollkommen unklar was als nächstes passieren würde. Auch vermutete Doktor Rush mittlerweile, dass sie auch nicht mehr durch das Stargate erreichbar sein würden, egal wie groß die Energiequelle wäre.

    Daher hatte Colonel Young entschieden jede kleine Möglichkeit zu nutzen, zum einen um in eine Sonne zu fliegen um die Destiny mit der benötigten Energie zu versorgen und zum anderen auf bewohnbaren Planeten Vorräte zu sammeln.


    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor
    Planetenorbit
    Mercury-Flotte
    Battlestar Mercury, CIC

    „DRADIS-Kontakt! Peilung 3-3-9!“, meldete der Taktikoffizier auf Grund eines akustischen Annäherungsalarms aus heiterem Himmel.
    Die Blicke von Baker und Hopkins gingen sofort auf den großen DRADIS-Monitor über ihren Köpfen. Der XO fluchte: „Verdammt! Das musste ja irgendwann passieren. Wir müssen unsere Leute so schnell wie nur möglich von der Planetenoberfläche evakuieren.“
    „Das ist ein Raptor, Dave. Ein einzelner Raptor“, erwiderte der Admiral mit gelassener Ruhe. Doch er gab dem Ratschlag seines Ersten Offiziers statt, nämlich vorsichtshalber mit der Evakuierung zu beginnen, denn sie wussten, dass die Zylonen durchaus auch über koloniale Raptor und Schiffe verfügten.

    „Der unbekannte Raptor ruft uns, Sir“, sagte der Kommunikationsoffizier.
    „Die CAP soll den Raptor abfangen! Und diese uns noch unbekannte Raptorbesatzung soll uns umgehend ihren Identifizierungscode mitteilen!“, ordnete Colonel Hopkins an.
    „Wird gerade übermittelt.“
    „Gut, Lieutenant.“


    5 Stunden später
    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor
    Planetenorbit
    Mercury-Flotte
    Battlestar Mercury, Offiziersmesse

    Aufmerksam aber auch sehr erstaunt hatte der Stab von Admiral Baker den vielen Berichten gelauscht, die von Admiral McBride, Commander Aberdeen und Miss Shen erzählt wurden.

    „…wenn ich dieses gewaltige Raumschiff, das einer Stadt ähnelt nicht sehen würde, würde ich glauben man wäre dabei mir einen gewaltigen Bären aufzubinden. Natürlich sind auch die Mitglieder von ihrer Expedition, die sie von einer anderen benachbarten Galaxie hierher in diese hier geführt haben auch ein Beweis. Doch ich muss zugeben, dass es mir sehr schwer fällt dies zu verarbeiten. Dieses Ilion ist bei uns auch als Ilios sowie in ihren Mythen als Troja bekannt gewesen. Interessant wie einige alte Legenden doch wahr sind“, erklärte Steven Baker, der sich im letzten Teil seines Statements an die Leiterin der Andromeda-Expedition gewandt hatte.

    Ilion, Kontrollraum

    Gedankenverloren hatte mich mein Weg in den Kontrollraum geführt. Große Nervosität machte sich bei den Leuten an den Konsolen und an einigen Bildschirmen breit, denn man hatte durch die Tiefraumsensoren Ilions etwas Beunruhigendes entdeckt.
    „Admiral Baker, Miss Shen und Admiral McBride müssen sofort über diese Ereignisse in Kenntnis gesetzt werden!“, urteilte Doktor Rosenthal.
    „Was ist denn los?“, fragte ich darum verwundert.
    „Wir bekommen demnächst Besuch. Eine gewaltige Armada von mehr als ein Dutzend Basisschiffen der Zylonen wurde entdeckt. Und wenn die ihren Kurs beibehalten, werden sie in drei Tagen hier sein“, antwortete Private Kieras.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (12.12.2021 um 17:49 Uhr)


  8. #108
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    Danke an alle treuen Leser und die Buttondrücker !

    Wie versprochen gibt es heute eine weitere Folge, viel Spaß beim Lesen, und wünsche noch einen schönen übrigen 2. Weihnachtsfeiertag

    Odyssee
    Folge 5.06 - “Icarus, Teil 2”

    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor
    Planetenorbit
    Alliierte Flotte
    Ilion, Kontrollraum

    Die Flotte war durch den Zusammenschluss von den Admirals McBride und Baker größer geworden, und dadurch, dass sich mehrere Vertreter von verschiedenen Völkern darin befanden, die gegen die Zylonen zu bestehen versuchte, verstand man sich in erster Linie als Alliierte gegen diesen Feind.

    Besprechungsraum

    “Wir haben noch genau 26 Stunden um eine wichtige Entscheidung zu treffen”, begann Admiral Baker, “nämlich ziehen wir weiter und gehen den Zylonen aus den Weg oder stellen wir uns dieser Flotte, wobei wir dabei hohe Verluste riskieren.”
    “Vielleicht könnten wir diesen Feind auch in eine Falle locken”, schlug Larissa vor. Sofort waren fragende Blicke auf die Angehörige der Leibgarde von Adriana gerichtet. Diese verwies auf die Menschen aus der Milchstraße: “Ihren Volk müsste da doch etwas einfallen, denn Ihr habt immer einen Ausweg gefunden, wenn es auch auf den ersten Blick zunächst unmöglich erschien, habt Ihr es geschafft - auch gegen die Ori.”
    “War da etwa ein Kompliment versteckt?”, fragte daher Leutnant Jessica Schneider vorsichtig nach.
    “Ja”, bestätigte, die Kriegerin der Orici, “wenn auch ein sehr mühsames.”

    Die neugierigen Augen aller Gesprächsteilnehmer waren kurz darauf auf Major Hailey und Lieutenant Fraiser gerichtet. Von den beiden erhoffte man sich eine schnelle und vor allem auch damit verbunden eine umsetzbare Lösung.

    Jennifer und Cassandra sahen sich kurz an. Cassie machte dann den Vorschlag: “Wir könnten sie gewiss in eine Falle locken. Doch ist es sehr riskant, denn wir könnten die Flotte der Zylonen nahe an die Sonne eines benachbarten Planetensystems heranlocken. Dieser Stern hat eine ziemlich hohe Aktivität in Form von mehreren Sonneneruptionen an nur einen Tag. Doch einige von ihnen sind sehr heftig. Leider sind sie sehr selten und fast unvorhersehbar. Zum Glück verfügt Ilion über hervorragende Sensoren, die eine solche Vorhersage erleichtern.”

    “Aber wie locken wir die Zylonen zum richtigen Zeitpunkt in die Falle, und womit?”, fragte Commander Liam Aberdeen, der nicht als Einziger den Ausführungen der Soldatin und Wissenschaftlerin aufmerksam zugehört hatte.

    “Wir müssten dazu leider ein Schiff als Köder benutzen, das die Zylonen mehr als nur interessiert”, ahnte Admiral Diana McBride.
    “Das ist ein ziemlich hoher Preis, den wir da bezahlen müssten. Vielleicht wäre es klüger, wenn wir uns zurückziehen würden, und zwar so schnell wie nur möglich”, erwiderte hingegen Colonel Chou, der der militärische Befehlshaber der Andromeda-Expedition war.

    “Da muss ich widersprechen Colonel Chou. Wir verfügen über einige Schiffe innerhalb unserer Flotte, die wir eh früher oder später aufgeben müssen. Zudem würden wir einen großen Sieg verbuchen, indem wir den Toastern einen gewaltigen Schlag versetzen würden, wenn die Falle mit voller Wirkung zuschnappen würde”, widersprach Admiral Baker. Und auch Admiral McBride nickte schon, und erklärte: “Wir sollten mit der Arbeit beginnen und unsere komplette Flotte in das betreffende System verlegen.”

    Damit war die Entscheidung gefallen, nämlich dass man die Zylonen in eine Falle locken wollte, auch wenn man dabei einige Schiffe opfern würde.

    Alle Befehlshaber der einzelnen Flüchtlingsflotten ließen sich umgehend von den Verantwortlichen die Auflistung der Zustände der einzelnen Schiffe geben. Dies sollte helfen die Auswahl schnell zu treffen.

    “Sofort die Hephaistos evakuieren! Ja, richtig! Alles an Vorräten und wichtigen Dingen sind zu entfernen, damit sie an Bord der Electra transferiert werden können! Sie haben dafür noch exakt 24 Stunden Zeit!”, erklärte Commander Liam Aberdeen an, der demonstrativ dabei auf seine Armbanduhr gedeutet hatte, während er sprach.
    Zeitgleich lief auf einer aktivierten Uhr der abzählende Countdown mit.

    Durch die auf den neusten Stand gehaltenen Flottenlisten fiel die Auswahl der Schiffe in der gesamten Flotte sehr schnell. Denn kurz darauf trafen es auch noch die Iuno, ein Kampfstern des Valkyrie-Typs sowie die Mercury, die die Namensgeberin für die entsprechende Battlestar-Bauart war. Auch einige zivile Schiffe wurden dafür ausgewählt, um die Falle für die Zylonen noch um einiges attraktiver zu machen. Es war somit eine gemischte Flotte aus eben den drei Kampfsternen, einen Tyliumraffinerieschiff, zwei alten Transportern, einem ziemlich marode gewordenen Botanikschiff und zwei zivilen kolonialen Passagierschiffen, die alle eines gemeinsam haben, nämlich zu schwere Schäden nach der langen Flucht.

    Dass die Zeit das größte Problem bei der ganzen auch sehr riskanten Sache war, war allen Verantwortlichen in der Flotte klar. Der Plan zur Ausführung sah vor, dass sich nur wenige an Bord der Schiffe aufhalten sollten, die sich dann aber mit einer Flotte von Evakuierungsraptor in Sicherheit bringen sollten sobald alle Schiffe auf Position waren.
    Zudem wollte man zuerst ins Zielsystem springen, und erst danach so schnell es möglich war die FTL-Antriebe und anderen wichtigen Module ausbauen.


    Entfernte Galaxie
    Destiny

    Man hatte gerade erst vor wenigen Sekunden den Hyperraum verlassen. Es dauerte nicht lange bis unbekannte Schiffe auftauchten und ohne jegliche Vorwarnung damit begannen die Destiny zu attackieren. Nach einer kurzen Beratung beschloss man, da sich allmählich die Energiereserven des Schiffes dem Ende zuneigten, in die Sonne zu fliegen um neue Energie aufzunehmen. In der Zwischenzeit versuchte die Besatzung an Bord möglichst viele Informationen über den neuen Gegner zu sammeln, die nützlich sein würden sowie Vorbereitungen für den Flug in die Sonne zu treffen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars, SGCB, Level 18

    Nach einer einstündigen Beratung mit den fünf Kommandanten der Basis war es dann soweit, denn trotz großer Bedenken wurde das Gerät Merlins von Doktor Jackson und Doktor McKay aktiviert, weil sich dort ein weiterer wichtiger Hinweis befinden sollte, von welchen Morgan La Fay auf Atlantis dem Team von Colonel Sheppard und Mister Woolsey erzählt hatte.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Kommandobrücke

    Als sich das Erkundungsschiff der Antiker der Sonne schon sehr angenähert hatte, bemerkte Doktor Rush: “Da sind soeben weitere Objekte aufgetaucht! Es sind wieder unsere alten Freunde - diese Drohnen! Wenn wir Glück haben bemerken die uns nicht einmal, weil wir uns schon sehr nahe an dem Stern dieses Systems befinden.”
    “Wollen wir es hoffen”, erwiderte Colonel Young, der über Funk die Nachricht erhalten hatte, dass die Vorbereitungen für den Flug in die Sonne abgeschlossen waren.
    “Die Schilde sind stark genug, insbesondere bei dem Gewächshaus. Dennoch haben wir zur Sicherheit die entsprechenden Vorkehrungen für die Aussaat getroffen”, erklärte Eli.

    Observationsdeck

    Fast alle an Bord der Destiny, die nicht gerade für einen Dienst eingeteilt waren, hatten sich hier eingefunden. So auch MacGyver, Pete Thornton und Jack Dalton, die zum ersten Mal den Flug in eine Sonne miterleben konnten.
    “Das wäre das Highlight jeder Reise durch das All, Leute, der Flug in die Sonne. Zeitgleich könnte man Sonnencreme oder so verkaufen…”, murmelte Jack, der gar nicht mitbekam, wie kritisch und wortlos er deswegen sofort von seinen beiden Freunden beäugt wurde.

    Es wurde immer heller, während das sehr alte Raumschiff der Antiker in die Sonne schließlich eindrang und bis sie in ihr komplett verschwand. Die benötigten Apparate am Schiffskörper der Destiny fuhren dann ganz automatisch aus, um die Energie der Sonne aufzunehmen und zu speichern.


    Einige der fremden Raumschiffe versuchten nur für einen Moment der Destiny zu folgen. Doch wurden sie kurz darauf von den ferngesteuerten Drohnen angegriffen und in eine schweren Kampf verwickelt, den sie dann schließlich auch verloren. Derweil durchquerte die Destiny den Stern, den sie wieder auf der gegenüberliegenden Seite in der nächsten Zeit verlassen würde.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars, SGCB, Level 18

    Die beiden Wissenschaftler befanden sich schon seit ungefähr einer Stunde in einer anderen Dimension. Es war nötig um an die benötigten Informationen zu gelangen, die auf dem Artefakt verborgen waren.
    Mittlerweile hatte Daniel Jackson auch die entsprechende Datei im Gerät von Myrddin, welches in der Kammer in Clastonbury entdeckt worden war, gefunden. Das führte schließlich dazu, dass Rodney McKay unruhig geworden war. Dies machte sich dadurch bemerkbar, dass der Kanadier ständig Fragen stellte, was den Archäologen irgendwann zu viel wurde, weshalb er den Physiker auffordern musste sich zurückzuhalten.


    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor
    Flotte der Zylonen

    An Bord des Flaggschiffes des großen Flottenverbandes des Zylonen hatte man auf dem DRADIS die Signale einer potentiellen Flüchtlingsflotte von Menschen entdeckt. Doch verschwanden diese, da sich diese der Sonne immer weiter genähert hatte.
    “Der Empfang ist massiv gestört”, stellte ein Zweier enttäuscht fest.
    “Schicken wir doch einige Jäger zur Aufklärung, die uns eine visuelle Bestätigung geben könnten”, schlug eine Acht vor.

    Nach einer kurzen Beratungszeit wurde unter den Zylonen abgestimmt, mit dem Ergebnis dass der eingebrachte Vorschlag angenommen wurde und ein Geschwader von Raidern zur Überprüfung entsandt werden sollte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars, SGCB, Level 18

    Ihre Arbeit war getan. Zumindest ein Teil davon, denn nun saßen beide an Computern um die jüngsten gesammelten Informationen festzuhalten. Dabei konzentrierte sich Rodney auf die technischen und Daniel auf die historischen Inhalte, die man herausgefunden hatte. Eine mühevolle Arbeit, weil es eine unerwartet hohe Menge von Daten gewesen war, die sich als nützlich erweisen könnten.


    Andromeda-Galaxie
    Xi-Sektor, Zielgebiet
    Alliierte Flotte < = > Flotte der Zylonen

    An Bord einiger Schiffe wurden die letzten Vorbereitungen getroffen beziehungsweise die letzten Bauteile demontiert, die als Ersatzteile von enormem Wert waren. Würden in dem Moment die Zylonen auftauchen, wenn einige Schiffe der Flotte wegspringen könnte der Plan scheitern oder den Maschinenwesen signalisieren, dass es einige Schiffe der Menschen gäbe, die technische Probleme hätten und somit bei einem Angriff leichte Beute wären.

    An Bord und im Combat Information Center der Battlestar Titania hatte Admiral Steven Baker das Kommando übernommen, weil er sein eigenes Schiff die Mercury hatte aufgeben und für diesen Plan hergeben müssen. Was hieß hier müssen. Er wollte es ja selber, denn eine so große Flotte der Zylonen für immer zu vernichten, war allemal dieses Wagnis und Opfer durchaus wert.

    Es gab natürlich durch die Planumsetzung sehr viele Personalverschiebungen innerhalb der Flotte. Eine Thematik, die man in schon in naher Zukunft gedachte anzugehen.

    Der neue Befehlshaber der Titania spürte das Kribbeln am gesamten Körper. Die Spannung stieg, denn immer noch befanden sich so einige Schiffe der regulären Flotte, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich von Ilion bei ihnen. Auch ging man davon aus, dass die Zylonen in der Nähe ein oder gar zwei Auferstehungsschiffe haben würden, weshalb man getarnte Puddle Jumper im und in der Nähe dieses Sonnensystems postiert hatte. Denn man hatte vor den Zylonen einen sehr schweren und schmerzhaften Schlag zu versetzen.

    Man hatte schon damit gerechnet, denn als der Alarm ausgelöst wurde, waren auf dem DRADIS für nur wenige Minuten die Signale von ungefähr einem Dutzend Zylonenjägern zu sehen.
    “Okay. Wir haben noch einige Minuten, dann wird es hier nur so von den Toastern wimmeln! Doch dann will ich nicht mehr lange hier sein! FTL und die Sprungkoordinanten laden! Melden Sie der Flotte, dass wir auf mein Zeichen von hier wegspringen werden!”, gab Admiral Steven Baker bekannt, der inständig hoffte die Titania schon in naher Zukunft abgeben und das Kommando an Bord der Heracles übernehmen zu können.

    Wie vermutet dauerte es nur wenige Minuten. Dann waren sie da, die Zylonen. Zehn Basisschiffe waren mit dem Ziel aufgetaucht, diese Flotte der Menschen aus den zerstörten Kolonien von Kobol auszulöschen.

    Nicht nur Steven Baker schaute auf die Uhr. Der Admiral wollte sich exakt an den von Major Hailey und Lieutenant Fraiser errechneten Zeitpunkt halten.
    “Die Basisschiffe der Zylonen nähern sich schnell und werden in etwa sieben Minuten in Waffenreichweite sein, Sir”, meldete der Taktikoffizier.
    Noch einige Sekunden wartete der neue Befehlshaber der Titania, bevor er den Befehl erteilt hatte, sich zur übrigen und bereits wartenden Flotte zurückzuziehen.

    Um die Übernahme der Schiffe durch ein Computervirus der Zylonen auszuschließen wurden die Schiffe, die auf Grund ihrer irreparablen Schäden für diesen gefährlichen Plan ausgewählt worden waren, manuell gesteuert und bedient, was bei den Kampfsternen natürlich auch deren reduzierte Waffensysteme betraf.

    “Aha! Offenbar haben diese anderen neun Schiffe von diesem Ungeziefer Probleme mit ihren FTL’! Helfen wir ihnen doch dabei, dass sie sich nicht mehr darum und andere Dinge kümmern und sorgen müssen!”, stellte ein Einser diabolisch grinsend fest, der die Situation an Bord seines Schiffes auf der Brücke beobachtet hatte.
    Auf der Brücke des Flaggschiffes der Zylonen gab man die Anweisung die Flotte der Menschen einzukreisen, damit man sie besser gezielt unter Beschuss nehmen konnte.

    An sich war es vollkommen irrelevant, ob es die Zylonen schaffen würden die Köderflotte der Menschen zu zerstören oder nicht. Denn die Zeit lief ab und die Menschen, die sich noch an Bord jener neun Schiffe aufgehalten hatten, bestiegen die Evakuierungsraptor um sich in Sicherheit zu bringen.
    Im Eifer des Gefechtes ging die Flucht dieser knapp anderthalb Dutzend Raptor vollkommen unter. Die Zylonen wunderten sich nur, dass die Kampfsterne gar keine Viper zur Verteidigung gestartet hatten.

    Schließlich geschah es. Die vorhergesagte starke Sonneneruption nahm ihren Lauf. Und zwar exakt genauso, wie er an Bord Ilions von Hailey und Fraiser errechnet worden war. Denn in Bruchteil von nur wenigen Sekunden schoss ein gewaltiger Strahl heißer Gase und Materie von der Sonnenoberfläche auf die Raumschiffe zu. Die Zylonen konnten daher nicht mehr reagieren, weswegen ihre Schiffe, ebenso wie die der Menschen im rasanten Tempo zerstört worden waren.


    Etwa drei Lichtjahre von diesem Planetensystem entfernt liefen die Systeme der drei Wiederauferstehungsschiffe auf Hochtouren, denn die Bewusstseins der Zylonen wurden in neue bereitstehende Körper heruntergeladen. Doch ohne jegliche Vorwarnung oder ein Anzeichen von der Gegenwart eines Feindes wurden diese drei Schiffe und die beiden zum Schutz abgestellten Basisschiffe aus dem Nichts heraus angegriffen.

    Wenige Minuten später erschienen vier Kampfsterne, die nachdem die Jumper die FTL’ der Zylonenschiffe zerstört hatten, den Rest übernahmen und schließlich auch diese fünf noch verbliebenen Raumschiffe des Todfeindes vernichteten.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars, SGCB, großer Konferenzraum

    Die Präsentation war fertig gestellt, und alle zur Besprechung geladenen Personen hatten Platz genommen.

    Circa zwei Stunden später, sagte Daniel zu allen Anwesenden: “…es handelt sich um einen Ort mit den Namen Emrys. Das walisische Wort für Unsterblichkeit. Dies könnte der wegweisende Hinweis zu dem wirklichen Verbleib von König Artus, seiner Ritter oder gar einer schon längst in Vergessenheit geratenen Vorrichtung der Antiker sein.”


  9. #109
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Euch allen ein Frohes und Gesundes Neues Jahr 2022 !!!

    Danke an alle treuen Leser und die Buttonbetätiger !

    Heute gibt es die erste Folge in diesem Jahr - und - es ist dieses Mal kein weiterer Mehrteiler, sondern eine einzelne Folge Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.07 - “Spurensuche”

    Andromeda-Galaxie
    Alliierte Flotte
    Ilion, Konferenzraum

    Viele Akten befanden sich auf den Tischen. Es herrschte eine zufriedene Stimmung in der gesamten Flotte, was natürlich an den Sieg gegenüber den Zylonen lag, den man jüngst hatte erringen können. Doch war der Kampf in einem der benachbarten Planetensysteme gegen die anderen Basis- und Wiederauferstehungsschiffe, besonders für einen Kampfstern, nämlich der Icarus nicht besonders gut gelaufen. Man hatte sich daher bereits dazu entschlossen Personal, Vorräte und alle entbehrbaren Materialien auf andere Schiffe in der gesamten Flotte umzuverteilen.

    „Commander Edwards, wollen sie das Kommando über die Heracles behalten? Auch ist mir bekannt, dass dieser Kampfstern einige Schäden aufweist, aber ich habe da einige gute Leute zur Hand, die das durchaus beheben können. Doch ich frage, weil sie ja eigentlich vor Beginn des Zweiten Krieges gegen die Zylonen die Koloniale Flotte ja eigentlich verlassen und mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen wollten“, erkundigte sich Admiral Baker.
    „Stimmt. Bin ja nur rein zufällig wieder in den aktiven Dienst geraten“, nickte Jonathan, „und habe das Schiff übernommen, weil Diana das Kommando über die Electra zufiel. Hm. Von mir aus dürfen sie die Heracles haben, Steven. Wenn Sie mir versprechen, das Schiff gut zu behandeln.“
    „Selbstverständlich. Bleiben sie an Bord oder wollen sie versetzt werden?“
    „Ich denke, ich werde zu meiner Familie gehen.“
    „Gut. Was ist unser nächstes Thema?“, fragte Steven Baker dann.

    „Wer das eigentliche Kommando über die gesamte Flotte erhalten soll, da wir hier einige Admiräle sind…“
    „Genau genommen… sind es nur noch zwei, Diana.“
    „Ja, so ist es, denn Admiral Joseph Tarsus befindet sich ja in der Brig. Danke für den wichtigen Kommentar, Jonathan. Wollen wir durch das Los oder eine Wahl durch die Befehlshaber der Kolonialen Flotte darüber entscheiden lassen.“
    „Und Joseph bleibt auch in der Brig, da er noch vor ein Militärgericht gestellt werden muss. Eigentlich geht es ja bei der Beanspruchung der Position des Ersten Admirals auch nach dem Dienstalter. Doch mein Vorsprung und Erfahrung sind da nicht besonders groß“, murmelte Steven nachdenklich.
    Doch alle wussten, wie enorm wichtig eine klare Kommandostruktur war, besonders jetzt, weil man sich immer noch im Krieg befand.

    „Klären wir das am besten in einer gesonderten Sitzung“, schlug Commander Barbara Tiber von der Battlestar Tauron vor.
    Alle waren damit einverstanden, da es noch einige weitere wichtige Punkte von Themen gab, die man abarbeiten musste.


    Triangulum-Galaxie
    Ex-Heimatwelt der Goa‘uld

    Die Flotte von Adriana hatte ohne große Mühe die ehemalige neue Heimatwelt der Goa‘uld eingenommen. Es befanden sich so gut wie gar keine Menschen mehr auf diesen Planeten, denn die Goa‘uld hatten die Schwächsten zurückgelassen.

    Da die Tochter der Orici Mitleid für diese Menschen, obwohl ihre Gesellschaft sehr primitiv war, empfand, leistete sie humanitäre Hilfe. Als Gegenleistung nahm die gesamte Bevölkerung die Lehre des Ursprungs und den Glauben an die Göttin Adria, ihrer Mutter an.
    Zum Schutz dieser hilfebedürftigen Menschen ließ sie einen Teil ihrer Truppen auf diesen Planeten sowie ein Kriegsschiff in dessen Orbit zurück, danach nahm sie die Verfolgung der geflüchteten Goa‘uld wieder auf.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Torraum

    „Colonel Sheppard. Ich freue mich, Sie und das übrige Team wieder hier in Atlantis begrüßen zu dürfen. Allerdings beunruhigt mich der aktuelle Bericht aus der Milchstraße sehr, nämlich dass es die Nazis geschafft haben sollen mit Shangri-La zu fliehen. Doch scheint die Entdeckung von diesen Emrys, welcher der Zufluchtsort von Artus sein soll, unmittelbar bevorzustehen.“
    „Danke, für den netten Empfang, Mister Woolsey. Es ist leider wahr, was die Nazis angeht, denn Doktor Jackson und McKay haben in diesen Zusammenhang erdrückende Beweise gefunden. Momentan läuft die Suche nach einer Spur, und Adriana, die Tochter der Orici, also Adria, ist weiter auf der Jagd nach den verbliebenen Flotte von Ba‘al und den Goa‘uld und auf der Erde ist man mit dem Wiederaufbau beschäftigt. So lautet der aktuellste Stand zum Zeitpunkt unserer Abreise“, berichtete John, der empfahl die weiteren Ausführungen im Konferenzraum zu machen.

    Während sie alle die Treppe nach oben zum Kontrollraum gingen, erzählte Richard allen von AR-1, dass unter General Steven Caldwell bereits der finale Schlag im Krieg gegen die Wraith in der Pegasus begonnen habe.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adamas Quartier

    Die Gerüchteküche brodelte in der gesamten Flotte, denn dafür hatte der Vizepräsident Zarek gesorgt. Erst gestern hatte sich Präsidentin Roslin von der Colonial One aus mit ruhiger Stimme an alle Menschen in der Flotte gewandt. Jetzt saß genau diese Frau Admiral Adama gegenüber, der ihr ein weiteres Glas eingeschenkt hatte.
    „Hoffentlich haben Sie das Richtige getan, Bill.“
    „Wie Sie in ihrer Ansprache schon gesagt haben Laura, dass die Aussicht auf eine weitere Flotte von Überlebenden unseres Volkes unsere Chancen für die Zukunft verbessern. Auch die Aussicht auf Verbündete, Menschen aus anderen Galaxien die bestehenden Risiken aufwiegen und daher die Mission durchgeführt werden muss“, erinnerte der Commander der Galactica.

    „Doch dem Vizepräsidenten missfällt es, dass sie dafür die Pegasus zur Verfügung gestellt haben.“
    „Ich musste es tun. Die Chancen diese Flotte zu finden, und mit unserer letztendlich zusammenzubringen sind dadurch größer.“
    „Weil die Pegasus über die notwendigen Geräte an Bord verfügt, mit denen die Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield ihr Team wiederfinden kann…“
    „Sind Sie endlich überzeugt von ihr?“
    „Etwas. Das Foto ihres sogenannten Teams sowie dieses Video von der Kamera, haben da sehr geholfen mich dazu durchzuringen.“

    35 Lichtjahre entfernt
    Battlestar Pegasus, CIC

    Anhand der Informationen, die Satterfield in ihrer Zeit als „Gast“ an Bord der Schiffe der Zylonen aufgeschnappt hatte, versuchte sie die Route zu rekonstruieren und damit die Spur ihrer Freunde und Teamgefährten im All zu finden.

    „Was ist mit dem Planeten, den ihr Kobol nennt?“
    „Kobol? Dahin wollten wir eigentlich nie wieder, Satterfield!“, machte Commander Lee „Apollo“ Adama der Zylonin klar.
    „Ich spüre aber tief in mir drin, dass diese Flotte und auch meine Freunde dort gewesen sein müssen. Das Volk, dem ich angehöre, nicht die Zylonen, sondern mit dem ich hierher gekommen bin, ist eines aus Entdeckern und Forschern.“
    „Wir sollen doch jeder Spur nachgehen, nicht wahr Commander?“
    „Ja, Dee. Dann begeben wir uns nach Kobol. Wie viele Sprünge sind es bis dorthin?“
    Daraufhin antwortete Lieutenant Hoshi: „Fünf bis Sieben. Mindestens. Je nachdem, wie stark wir die FTL-Triebwerke beanspruchen wollen. Anhand meiner Berechungen sollten wir es besser in zehn machen.“
    „Gut. So machen wir es, und unterwegs können wir nachsehen, ob wir vielleicht schon etwas finden, bevor es weiter nach Kobol geht!“, entschied Apollo.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Besprechungsraum

    Die gesamten Ressourcen der gesamten Basis und auch der, der dazugehörigen Abteilungen, waren dazu verwendet worden nach Emrys und jeder noch so kleinsten Spur von Shangri-La zu suchen.
    In der für an jeden Tag zu diesen wichtigen Themen angesetzte Besprechung, wurden die aktuellsten Daten und Erkenntnisse dem Stab mitgeteilt. In Bezug von Shangri-La schien es einen sich ersten lohnenden Hinweis zu geben, welcher schließlich von Master Bra‘tac kam. Der alte Jaffa hatte sich an eine alte Geschichte erinnert, die ihm eingefallen war, weil Doktor Jackson einen Aufruf gestartet hatte, der unter anderem auch an die Jaffa gerichtet war.

    „…diese Leute sollen in einem gigantischen Raumschiff in Begleitung von ein paar Ha‘tak-Schiffen, Al‘kesh und uns unbekannten Schiffen durchs All gereist sein. Diese Menschen hatten angeblich ein Bündnis mit einer bereits untergegangenen Goa‘uld-Dynastie geschlossen und größtenteils schwarze Uniformen getragen haben…“
    „Das könnte schon einmal passen, Bra‘tac. Wie sahen diese Uniformen im Detail aus, gab es da irgendwelche auffälligen Markierungen oder sonderbares Verhalten ihrer Träger?“
    „Aber ja, Daniel Jackson. Der Jaffa, der mit diesen Leuten einst zu tun hatte, hatte mir erzählt, dass sie ständig den rechten Arm hoben und eine Armbinde mit einem solchen Symbol hier trugen.“
    „Dann waren sie es wirklich, der Abschaum der gesamten Menschheit! Wo und wann war es genau?“
    „Dies weiß ich leider nicht. Doch kenne ich den Sohn jenes Jaffa. Wenn du es wünschst, lasse ich ihn hierher rufen?“
    „Das wäre in der Tat sehr hilfreich, danke.“


    18 Stunden später
    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Besprechungsraum

    Der Moment war gekommen und im Besprechungsraum hatten sich viele wichtige Leute versammelt. Auch über Video waren so manche zugeschaltet.
    Doch Doktor Daniel Jackson war der Letzte, der sich zu ihnen gesellte. Bevor sich das langjährige SG-1-Teammitglied setzte, verteilte er zunächst noch einige Blätter, damit jeder auf den neuesten Stand war.

    Allen war klar um was es ging, es ging entweder um Emrys oder aber um eine Spur, die zu Shangri-La, welches allerdings von den Nazis weggeflogen worden war.

    Nach einigen Minuten war klar, es ging um beide Themen.

    „…beim Finden von Emrys hat Morgan La Fay alias Ganos Lal ihre Hilfe angeboten. Doch meinte sie, dass es auch für sie selber schwierig sein wird diesen Ort zu finden, denn er wurde sehr gut versteckt“, erklärte Daniel Jackson, der dann alle auf einige Sternenkarten aufmerksam machte. Auf denen waren Markierungen zu erkennen, die der Archäologe auf Grund seiner Forschung darauf gemacht hatte. Diese sollten die möglichen Standorte und somit das Auffinden von Emrys erleichtern.

    „Das sind insgesamt sieben mögliche Standorte von Emrys“, stellte General Hank Landry fest.
    „Ja. Und alle von ihnen scheinen planetarische Nebel oder vergleichbare Objekte zu sein“, fügte General Samantha Carter nach einen prüfenden Blick hinzu.
    „So ist es, doch verfügt verständlicherweise keiner dieser Zielorte über ein Sternentor. Was bedeutet, dass wir ein Schiff benötigen, um unser Ziel zu erreichen“, seufzte General Cameron Mitchell.

    Alle sahen auf einen der Monitore. Und zwar auf den von General Jack O‘Neill. Der Leiter des Homeworld Command grinste nur kurz und schob augenzwinkernd die entscheidende Verantwortung sofort weiter an die UN und das IOA.

    Die Mission zur Entdeckung von Emrys wurde ohne Aufschub von der UN und dem IOA genehmigt. Allerdings wurde dafür nur die Verwendung eines Schiffes gestattet, da man im Kampf gegen Ba‘al und die anderen Goa‘uld hohe Verluste hatte hinnehmen müssen, aber auch weil der finale Feldzug gegen die Wraith in der Pegasus-Galaxie begonnen hatte. Deswegen waren die gesamten Kräfte mehr oder weniger gebunden und einige Stützpunkte waren dafür verlassen worden.

    Im direkten Anschluss folgte der zweite Punkt, nämlich die extrem wichtige Suche nach Shangri-La. In diesen Fall hatten besonders die Mutanten um Erik Lehnsherr, der allen als Magneto bekannt war, ihre Hilfe angeboten.

    „…durch die Hilfe von Master Bra‘tac habe ich, bevor diese Besprechung begonnen hatte, noch mit dem Sohn des Jaffa Lo‘rac, Il‘rac sprechen können. Dieser erzählte mir, dass sich die Nazis lange Zeit im Bereich hier, am Rande der Milchstraße in der Nachbarschaft zu den beiden Magellanschen Wolken aufgehalten haben. Dort in der Nähe befindet sich ein Stargate, und zwar auf P4M-34Q5.“
    „Auch für diese Mission benötigen wir natürlich ein Schiff, denn wenn wir dort oder später auf diese Nazis treffen, benötigen wir jeden entscheidenden und taktischen Vorteil, den wir bereits haben oder noch zusätzlich kriegen können“, stellte Cameron klar.
    Worauf Teal‘c mit: „In der Tat!“, antwortete.

    Wraithplanet
    Brut- und Aufzuchtanlage

    Vorsichtig tastete sich Todd durch die Korridore der Anlage. Der Wraith wusste, dass er Sheppard und den anderen Menschen einen Beweis erbringen musste, der eindeutig bewies, am Angriff seiner Art auf die Erde vor einiger Zeit nicht schuld zu sein.

    Der ehemalige Commander der Wraith begann an einer Nebensteuerkonsole zu arbeiten, nachdem er sich vergewissert hatte, dass kein anderer Wraith in der Nähe war. Sein Ziel war es eine Störung hervorzurufen, damit er die Energiequelle stellen und dabei simultan dadurch tausende Wraith töten konnte.

    Mehr als nur ein riskantes Unternehmen, denn er war allein und hatte deshalb keinerlei Rückendeckung. Früher hatte er Colonel Sheppard und auch dessen Freunde bei solchen Missionen an seiner Seite, beziehungsweise ebneten ihm durch deren Taten einige Wege, die er zu nutzen wusste. Doch dieses Mal war es anders, denn er hatte alles genau planen müssen.

    Schließlich hatte Todd es geschafft, die Systeme in dem gesamten Komplex schienen zu versagen. Die Störung war eingetreten. Die Wraith-Drohnen, die den Zugang zu dem Raum mit dem erwarteten ZPM bewachten waren abgelenkt. So sehr, dass sie von den Schüssen durch den Betäuber überrascht wurden. Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht betrat Todd den Raum. Wie vom Donner gerührt stand er einige Zeit lang da, denn er wusste nun, weshalb diese Anlage so groß war. Sie wurde von drei ZPM‘ mit Energie versorgt. Genug Energie, um die Streitmacht der Wraith in der gesamten Milchstraße innerhalb der nächsten paar Monate zu vervierfachen.

    Der Wraith musste sich beeilen, denn er spürte und fühlte, dass sich seiner Position Artgenossen von ihm näherten. Als Todd das letzte der drei ZPM‘ entnommen hatte, brach die Energieversorgung kurzfristig für einige Zeit komplett zusammen. Dies führte bei allen Wraith für weitere Irritationen. Dies ermöglichte Todd die Flucht aus diesem Stützpunkt der Wraith in einem gestohlenen Kreuzer. Denn der ehemalige Commander hatte sich die Loyalität von einigen Wraith sowie Gläubigen sichern können, die seine Art aus Furcht verehrten.

    „Commander. Wir werden von den Waffensystemen des Basisschiffes vor uns erfasst!“, meldete sein erster Offizier.
    Daraufhin befahl Todd den sofortigen Sprung in den Hyperraum zu den Koordinaten, die er selbst eingegeben hatte, um der sicheren Zerstörung durch die Basisschiffe der anderen Wraith zu entgehen.


  10. #110
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    Danke an euch treue Leser und die Buttondrücker !

    Heute gibt es laut Plan die nächste Folge, die ich meiner ehemaligen Beta-Leserin, Liljana, widme

    Viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.08 - “Tribute”

    Sagittarius-Galaxie
    unbekannter Planet
    Nördlichster Kontinent
    Hauptstadt, Rathaus

    Wie jedes Jahr herrschte um diese Jahreszeit für einige Monate noch mehr Dunkelheit und Kälte als sonst. Dies lag an der Achse und der aktuellen Entfernung jenes Planeten zu seiner Sonne.

    “Wir müssen endlich einige Personen für die bevorstehende Opferung auswählen, Magistrat.”
    “Ich weiß. Wir hätten dies schon längst tun sollen, doch waren wir zu sehr mit der Einbringung von der Ernte beschäftigt gewesen, weil wir so viele Kranke in unserer Stadt und auch den umliegenden Dörfern hatten, Erster Sekretär”, seufzte der Angesprochene, der wusste, dass die Zeit dafür massiv drängte.
    Daher ließ er sich die Einwohnerlisten der Dörfer vorlegen, anhand der darin aufgeführten Familien hatte der Magistrat vor, die dreizehn Personen für die bevorstehende Opferung in genau dreizehn Tagen auszuwählen.
    Eine schwere Entscheidung, die jährlich schon seit vielen Jahrtausenden viel Wehklagen mit sich brachte. So gut wie jede Familie und Sippe, war seit jeher mehr oder weniger davon betroffen gewesen, so auch seine eigene.

    Zehn Tage später
    Orbit des Planeten
    U.S.S. Phoenix, Brücke

    Erst vor wenigen Stunden, hatte dass neueste Schiff, das zu einer reinmilitärischen Mission aufgebrochen war den äußersten Rand des Planetensystems in der kleinen und benachbarten Galaxie der Milchstraße erreicht.

    Das alte Team von General Mitchell hatte sich aufgeteilt, um die Suchen nach Emrys und Shangri-La durchführen zu können.
    Cameron hatte sich dafür das neueste Schiff genommen, nämlich die U.S.S. Phoenix, wobei er von Teal’c begleitet wurde. Sie hatten von General O’Neill den Auftrag erhalten endlich den Standort von Shangri-La ausfindig zu machen, während General Carter und Doktor Jackson weiter nach Emrys suchen sollten. Um das Team zu verstärken, hatte Mitchell sehr viele Stunden mit dem Durchstöbern vieler Personalakten verbracht, denn er würde das Schiff ja auch mal verlassen.

    “Also mal herhören Leute: Teal’c geht mit mir und den übrigen Erkundungsteam auf den Planeten, den wir bereits als RM5X-P666 kennen, runter! Lieutenant Colonel Dundee!”
    “Sir.”
    “Passen Sie gut auf das Schiff auf, sonst kommen wir nämlich nicht so schnell von hier wieder weg! Und, Funkkontakt alle acht Stunden!”
    “Jawohl, General Mitchell.”

    RM5X-P666
    Nördlichster Kontinent

    Um niemanden von der ansässigen Bevölkerung unnötig in Schrecken zu versetzen, hatte Cameron Mitchell nämlich Leutnant Müller befohlen das zehnköpfige Erkundungsteam einige Meilen außerhalb eines zuvor ausgewählten Siedlungsbereiches auf dem Planeten zu beamen.
    Außer Cameron und Teal’c befanden sich laut den bestehenden Verträgen mit der Luzianischen Allianz und natürlich auch der Orici Adria daher noch je zwei von diesen beiden Mächten und sechs Menschen aus verschiedenen Nationen von der Erde im Erkundungsteam.

    “Ist das gespenstisch hier auf diesen Planeten”, stellte Doktor Magdalena Czestochowa, eine Archäologin aus Polen, fest.
    Ein Soldat aus Russland stimmte ihr sofort mit den Worten: “Ja. Erinnert mich irgendwie hier an einen Gruselfilm.”, zu, während er seine Waffe noch fester umklammerte und sich wachsam umsah.

    Alle sahen sich aufmerksam um. Und was die beiden gesagt hatten, es entsprach der Wahrheit, denn die gesamte Atmosphäre passte genau ins Bild: Es war recht dunkel und nur die Sterne und der Mond, die durch die dichte Wolkendecke und Nebelwände zu dringen versuchten, spendeten spärliches Licht. Zusätzlich waren die Rufe von den Wesen der Nacht zu hören, also von Eulen und anderen nachtaktiven Tieren. Unzählige Spinnennetze säumten das Geäst und Gezweig der vorhandenen Flora. Ab und wann, schienen dunkle und schemenhafte Schatten durch den um sie umgebenden finsteren Wald zu huschen. Der Weg auf dem sie sich befanden, war von Gräsern, Kräutern und Büschen überwuchert. Aufragende Steinplatten, die von den Wurzeln der Bäume angehoben worden waren, verrieten dass es hier einst noch vor einigen Jahrhunderten eine Art Straße gegeben haben musste.

    “Na schön. Gehen wir weiter! Aber bleibt dicht zusammen!”, beschloss Cameron Mitchell, dem nichts zu erschrecken schien.
    “In der Tat”, stimmte Teal’c ihm zu, “wir sollten uns hier auf dieser Welt nicht über Nacht im Freien aufhalten, sondern uns so schnell es geht an einen geschützten Ort begeben.”
    Der Jaffa wandte sich noch einmal kurz im Gehen in eine Richtung um, denn er spürte es seit einiger Zeit: Sie wurden aufmerksam beobachtet. Doch von wem oder was, war für ihn nicht zu erkennen.

    Hauptstadt
    Rathaus

    “Herr Magistrat.”
    “Ja. Da sind soeben Fremde durch das Stadttor gekommen. Zehn Fremde, um genau zu sein.”
    “Das könnte uns helfen.”
    “Seid ihr Euch da so sicher. Es sind allem Anschein nach Menschen. Aber solche Kleidung und Gegenstände, die diese bei sich tragen, habe ich noch niemals gesehen.”
    “Egal. Führe sie sogleich in die Halle, ich komme gleich!”
    “Was macht die Auswahl für die Opferung?”
    “Später, Erster Sekretär! Später!”

    Das Team um Brigadier General Cameron Mitchell und Teal’c war in der Zwischenzeit vom Ersten Sekretär in eine große Halle geführt worden, die offensichtlich für solche Angelegenheiten, wie Empfänge hergerichtet und ausgestattet worden war.
    Aufmerksam sahen sich die Gäste erneut um. Unterwegs waren sie auf einige Laternen im Wald gestoßen, die einige verblüffende Ähnlichkeiten mit dem Design der Antiker aufwiesen. Auch die Architektur einiger Gebäude in einem kleinen Vorort durch den sie zuvor noch gegangen waren und auch dieses Gebäude erinnerten ein wenig an die Antiker.
    Sie mussten auch nicht allzu lange warten, denn der Magistrat erschien in Begleitung einiger weiterer wichtiger Beamter seiner Regierung.

    “Ich bin Magistrat Arad. Den Ersten Sekretär Brasow kennen Sie ja bereits”, sagte der Mann zur Begrüßung, bevor sich die Menschen von der Erde bei ihnen vorstellten.

    Ohne lange zu überlegen ließ Arad für die weitgereisten Besucher ein Fest geben, denn er war nicht nur neugierig geworden, sondern hatte eine Idee. Doch als sich Mitchell kurz mit der Begründung sich bei der Crew seines Schiffes zu melden zurückzog, wurde der Magistrat nachdenklich, nämlich darüber ob es richtig war diesen bereits eingeschlagenen Pfad zu gehen.

    “Und wie funktioniert dieser Gegenstand, den Ihr da benutzt habt?”
    “Das ist in Prinzip ganz einfach, wenn man sich damit gut auskennt, Magistrat Arad. Man benötigt diesen Schalter hier und spricht dann so, wie ich es vor einer Stunde getan habe”, erklärte Mitchell, der immer müder wurde. Alles im Blickfeld des Generals schien immer weiter zu verschwimmen.


    12 Stunden später

    “Oh, mein Kopf!”, stöhnte Cameron, der allmählich wieder zu sich kam.
    Doch der Untergrund fühlte sich etwas seltsam an. Es waren keine Teppiche, Felle und Kissen mehr, sondern Heu und Stroh. Auch schien die Luft ungastlicher zu sein, denn sie war ziemlich feucht und muffig.
    “General Mitchell”, hörte er Teal’c rufen, welcher schon seit mehreren Stunden wieder bei Bewusstsein war.
    Die durchdringende und klare aufrüttelnde Stimme des Jaffa holte dem Kommandeur der Phoenix schließlich wieder in die Gegenwart zurück.

    Nachdem er wieder klar sehen und denken, aber auch vor allem handeln konnte, stellte Cameron Mitchell missmutig fest, dass sie sich alle aus seinem Team in Zellen befanden, die durch Gitterstäbe voneinander abgetrennt waren.
    “Wir sind also gefangen”, brummte Cameron.
    “In der Tat. Wir wurden offenbar über die Nahrung und Getränke, die wir bekommen und dann zu uns genommen haben betäubt, und anschließend hierher gebracht”, bestätigte Teal’c.

    Es dauerte noch etwa zwei weitere Stunden bis auch das letzte Mitglied des Teams endlich wieder das Bewusstsein wiedererlangt hatte. In dieser Zeit rief Mitchell mehrmals mit lauter Stimme in der Hoffnung, dass diejenigen, die sie in die Zellen gesperrt hatten mal nachsehen kamen.

    Schließlich waren sich nähernde Schritte zu hören. Ein Schlüsselbund klapperte kurz darauf und rasselte geräuschvoll. Kurz danach ertönten Schließgeräusche. Die eiserne Tür zu dem Zellentrakt wurde geöffnet und ein paar dutzend Personen mit Fackeln traten ein.

    Cameron und Teal’c waren nicht die einzigen, die erkannten wer vor ihnen stand, während drei weitere Personen, die ängstlich dreinblickten in die letzten drei leeren Zellen gesperrt wurden.
    “Magistrat Arad. Erster Sekretär Brasow. Was soll das alles? Wir sind Vertreter und Repräsentanten eines anderen Volkes. Behandelt man so Gäste?”, fragte Mitchell, der sich noch gerade so beherrschen konnte.

    “Sie müssen das verstehen”, begann Arad, “ihr Kommen hat uns die Möglichkeit gegeben die Anzahl der Personen aus unserem Volk für die anstehende Opferung auf drei zu reduzieren…”
    Teal’c unterbrach: “Man wird nach uns suchen, und euch alle zur Rechenschaft ziehen. Es wäre besser für euch uns auf der Stelle freizulassen!”
    “Das kann ich nicht tun. Einst waren wir ein großes und mächtiges Volk. Reich an Kultur und Wissen, bis es zu einem Ereignis in der Vergangenheit kam und diese Kreaturen erschienen. Es begann harmlos. Doch nun wird unser Volk seit vielen Jahrtausenden immer kleiner und schwächer, doch euer Erscheinen General Mitchell gab uns die kleine Möglichkeit und die Hoffnung in den nächsten dreizehn Jahren zumindest ein wenig zu erholen…”
    “Was immer hier auf dieser Welt los ist, vielleicht können wir euch irgendwie helfen”, bot Doktor Magdalena Czestochowa an.
    Der Magistrat schüttelte den Kopf und erklärte: “Das ist unmöglich, denn wir werden von diesen Kreaturen geplagt und die Zeit der Opferung ist sehr nahe. Daher werden wir uns jetzt zurückziehen.”
    “Stopp!”, rief General Mitchell. “Wir haben uns lange nicht gemeldet. Meine Crew und unsere Freunde werden bereits nach uns suchen.”
    “Sie meinen… wie war das noch… ach ja, Sie nannten es Funkkontakt.”
    “Ja.”
    “Nun ja, General Mitchell, ich habe dafür gesorgt, dass ausgerichtet worden ist, dass alles in Ordnung sei.”
    “Sie verfluchter Mistkerl!”, schimpfte Cameron, während die Männer gingen und die Tür wieder verschlossen.

    Einige Stunden später, so etwa um Mitternacht schien immer mehr von der eisigen Kälte aufzusteigen. Bei fast allen in den dreizehn Zellen stellte sich ein gespenstisches Gefühl ein. Alle aus dem Team von Mitchell vermuteten, dass es sich um Wraithanbeter handeln könnte, in deren Hände sie geraten waren. Doch schien, was sich hier ereignete schon viel länger abzuspielen.

    Plötzlich gab der Boden unter ihnen nach und sie stürzten alle hinab. Der Sturz war kurz. Zumindest waren sie nicht mehr in Zellen eingesperrt. Nach einer kurzen Beratung stand es fest, sie würden eng beieinander bleiben. Der Tunnel in welchen sie sich befanden, führte nur in eine Richtung. Licht gab es kaum, denn die Fackeln und wenigen Kerzen auf den Leuchtern waren selten. Doch nahm sich alle Fackeln, die funktionstüchtig waren.
    Auf den Boden lagen auch unzählige Knochen von Menschen. Darunter waren auch ganze Skelette.
    Die zwei Mediziner in Mitchells Team untersuchten sofort einige von ihnen und meldeten: “Einigen von ihnen wurden erdrosselt oder das Genick gebrochen, während sich wohl andere selber mit den Steinen hier den Schädel eingeschlagen oder mit einer Rippe eines älteren Opfers schweren körperlichen Schaden zugefügt haben müssen, an denen sie letztendlich qualvoll verstorben sind.”
    “Gut. Ihr drei. Was wisst ihr von den Dingen, die ihr vorgehen?”, fragte Cameron Mitchell an die Adresse von den drei Personen, die man als Letzte in die letzten freien Zellen gesperrt hatte.
    “Das hier ist Kolja und dies Cluris, und ich bin Marika”, begann eine junge Frau, “diese Opferungen finden seit etwa fünftausend Jahren in einem Zyklus von genau dreizehn Jahren immer um Mitternacht statt. Jeder Ort ist dazu verpflichtet. Denn die Kreaturen, denen wir Tribut zollen müssen, leben von den Lebenden. Sie sehen aus wie wir. Doch kann man sie der Legende nach nicht töten. Keinen Menschen ist es bislang offiziell gelungen. Wenn aber doch, rächten sie sich und begnügten sich nicht mehr allein mit den geleisteten Tributen…”

    Während sie weiter den langen Tunnel abliefen, und Marika sowie die anderen sich einander ihre Geschichten erzählten, verging die Zeit ein wenig schneller.
    Dann sagte Marika schließlich unvermittelt zu Cameron: “Vor ungefähr dreißig Jahren erschienen Fremde mit Schiffen, die zwischen den Sternen umherreisten. Diese Fremden wählten sich bestimmte Kinder aus unseren Dörfern und Städten aus, ließen kranke und alte Menschen unseres Volkes sowie ihres eigenen zurück, dann zogen sie sich zurück…“
    “Wie sahen diese Leute aus?“, fragte Magdalena Czestochowa, in der ein Verdacht aufkam.
    “Mein Vater, der mir einige Male davon erzählt hatte, war damals noch sehr jung, doch sagte er, dass diese Menschen allesamt schwarze Uniformen trugen und am linken Arm eine Binde mit einem Symbol in der Mitte“, antwortete die junge Frau.
    “Wie sah es aus, Marika?”, fragte die Doktor Czestochowa.
    Die Angesprochene dachte kurz nach und ritzte es dann mit der metallenen Fackel in einen Ziegel in der Tunnelwand.
    “Ein Hakenkreuz. Die Nazis waren also hier”, brummte General Mitchell.
    Danach mussten sie den anderen drei erklären, wer die Nazis waren, was sie tun oder in diesen Falle sind und tun.

    Schließlich schien es für einen kurzen Moment heller zu werden, aber auch um einiges kälter. Sie traten hinaus ins Freie. Sie waren von dichtem Nebel umgeben und der Boden war von Eis, Schnell und Felsen bedeckt. Aber auch von menschlichen Überresten.

    “Sieht nicht gerade sehr einladend aus”, stellte Teal’c nüchtern fest, “wir befinden uns allen Anschein nach in den umliegenden Bergen der Hauptstadt.”
    Marika nickte und erklärte mit trauriger Stimme: “Vielleicht sollten wir uns jetzt gegenseitig töten, genauso wie die anderen Menschen in den Katakomben und hier.”
    “Nein. Diese hier haben sich nicht getötet. Sie weisen Bissspuren auf”, schluckte Doktor Grace Hampton, die Ärztin. “Bissspuren am Hals!”
    Die Britin hatte Recht. Alle konnten es ebenfalls sehen.
    “Vampire”, war alles was Teal’c sagte.

    “Richtig. Wir sind Vampire”, verriet eine Stimme, und etwa ein dutzend weiterer Gestalten traten aus den Nebelschwaden und Schatten heraus.
    “Ihr werdet uns unverzüglich in unsere Festung begleiten!”
    “Und wenn nicht?”, fragte Kolja mit bebender Stimme.
    Die Antwort von einer Vampirin, die die Angst und Furcht des jungen Mannes spürte und erkannt hatte, kam prompt: “Derjenige von euch wird sofort ausgesaugt!”
    “Dann gehen wir wohl besser mit, vielleicht lässt es sich ja hier irgendwie einigermaßen friedlich regeln”, entschied Cameron.

    Vampirfestung

    Sie wurden alle in die Festung gezwungen. Teal’c fielen sofort die zahlreichen Wachen auf, die die Mauern und das Tor bewachten. Der Jaffa sagte nichts dazu, sondern warf Cameron nur einen vielsagenden Blick zu. Das Schloss oder die besagte Festung, besser gesagt der eine im fahlen Mondschein sichtbare Turm, wies enorme Ähnlichkeiten mit dem zentralen Turm von Atlantis auf.

    Als sie sich dann alle im Inneren befanden wurden sie in mehrere Gruppen aufgeteilt. Doch bevor diese Gruppen weggeführt wurden, rief jemand laut von oben: “Halt! Bringt sie alle zu mir in den Thronsaal!”
    “Jawohl, Gebieterin”, erklärte eine Vampirin, die demütig den Kopf senkte und ihren Gefährten das Zeichen gab die Anweisung auszuführen.

    Thronsaal

    Die Anführerin der Vampire, war hart aber auch allen Anschein nach auch von freundlicher Natur, da sie die Menschen bat Platz zu nehmen: “…so unterhält es sich doch besser. Mein Name ist Liliana. Ihr seid Menschen von hier, ihr drei. Doch ihr zehn, ihr werdet seit eurer Ankunft von meinen Kriegerinnen und Kriegern sehr genau beobachtet. Wer seid ihr?”
    “Ich bin General Cameron Mitchell. Kommandant der Phoenix. Das sind Teal’c…”
    “Du bist kein Mensch, oder?”, unterbrach Liliana, die den Jaffa sehr aufmerksam gemustert hatte.
    “Nein. Ich bin in der Tat ein Jaffa.”
    “Aha. Ich hatte euch unterbrochen, General, also fahrt doch fort.”
    Mitchell kam der Aufforderung nach und stellte auch die übrigen acht Mitglieder seines Teams vor: “…und wird es erst eine Plauderstunde, bevor wir die Hauptmahlzeit werden?”

    Die Gebieterin der Vampire lachte beherzt auf: “Ha. Nein. Was glaubt ihr denn von uns, General? Würden dreizehn Menschen aus den insgesamt vierzig Städten und Dörfern dieser Welt in diesen Opferzyklus uns wirklich ausreichend als Nahrung genügen? Nein, wir brauchen sie natürlich für unsere Farm. Aber an diesen Menschen laben wir uns nicht. Okay, nur ab und wann, ich gebe es ja zu. Wir benötigen sie für unsere Forschungen und um Blut zu gewinnen, welches konserviert und eingelagert wird. Die Geschichten, dass wir blutrünstig wären und nie genug bekommen würden, sind von uns selber über viele Jahre verbreitet worden, damit die Menschen nicht auf dumme Gedanken kommen.”
    “Was ist mit den Wachen draußen?”, fragte Teal’c.
    “Habt ihr das Heulen nicht gehört, als ihr durch den Wald gegangen seid?”
    “Jetzt sag mir nicht jemand, dass es hier außerdem noch Werwölfe gibt, denen es auch noch nach unseren Blut giert”, stöhnte Doktor Grace Hampton erschrocken, die sichtlich blass im Gesicht wurde.

    Ohne etwas weiter zunächst zu sagen, ließ Liliana die Einwohner der Stadt: Marika, Kolja und Cluris wegführen, denn sie wollte nur mit dem Team von und mit Cameron sprechen.
    Sie waren nicht allein, denn zahlreiche weitere Vampire beiden Geschlechtes hielten sich zusätzlich im Thronsaal auf. Davon gehörten viele von ihnen zum Hofstaat, Wissenschaft aber auch Kriegerinnen und Krieger, die als einzige von den Vampiren eine komplette schwarze Kleidung trugen.

    Dann begann Liliana zu erzählen, was sich vor mehreren Jahrtausenden ereignet hatte: “…nach jenen Ereignissen in der neuen Heimat und den vorherigen Erfahrungen in der Geschichte unternahm eine Gruppe der Antiker, zu denen auch viele unserer Ahnen gehörten, Experimente an Tieren aber nach den ersten positiven Ergebnissen auch an Menschen. Kurz darauf beschlossen sie die Entwicklungen der Forschungsergebnisse durch Selbstversuche auf das nächste Level zu heben. Dies lag an der Entstehung dieser Wesen durch die gefährlichen Experimente. Das Resultat bei meinen Ahnen war, dass einige starben, andere entwickelten sich gar nicht und ein Teil zu uns. Wir haben die Fähigkeit lange zu leben - doch merkten wir den Nebeneffekt nur durch die Aufnahme von Blut, vorzugsweise von Menschen am Leben erhalten zu können…”

    Die Anführerin der Vampire verschwieg, dass trotz der Errichtung von Farmen und Labors, die Blutvorräte schaffen sollten, viele von der neu entstandenen Art sich immer wieder der Versuchung erlagen, sich an frischen Blut direkt von Menschen zu laben.

    Nach dieser Audienz wurde das Team von Liliana in Quartiere, mit der Auflage diese nicht zu verlassen, untergebracht. Denn der bereits zusammengerufene Rat der Vampire wollte beraten, wie man mit diesen Menschen verfahren solle.

    “Unsere Sicherheit und auch unser Einfluss auf die Menschen dieser Welt droht durch deren Eingreifen zu schwinden, wenn sie es verraten. Daher plädiere ich dafür diese Leute hierzubehalten!”, riet einer der Ratsherren schließlich.
    Eine weibliche Vampirin war da jedoch noch radikaler, denn sie empfahl: “Nein! Ich bin dafür, dass wir uns an ihnen laben sollten, um an ihr gesammeltes Wissen zu gelangen!”
    “Oder, wie wäre es mit einem Bündnis mit dieser fremden menschlichen Zivilisation? Denn immerhin kennen und behüten sie Atlantis und haben einige von uns getroffen. Ein Bündnis wäre für uns daher von Vorteil mit ihnen”, schlug jemand Anderes nach einer kurzen Pause vor, die entstanden war.

    “Es wurden unterschiedliche Vorschläge eingebracht und erörtert. Es ist also an der Zeit eine wichtige Entscheidung zu treffen. Können wir wirklich dem Team und der Welt von General Mitchell vertrauen oder müssen wir zu drastischen Mitteln greifen? Janus!”
    “Gebieterin.”
    “Da du das Protokoll leitest, wirst du denn nun alle vorgebrachten Vorschläge an diese Tafel dort schreiben! Sobald dies geschehen ist, wird jeder seine drei Zeichen hinter seine Favoriten setzen!”
    “Jawohl”, erklärte Janus, der sofort mit der Niederschrift begonnen hatte.

    Die dreizehn Ratsmitglieder, die unter der Führung von Liliana standen machten der Reihe nach ihre Zeichen an der Tafel. Zuletzt erhob sich die Führerin der Vampire, die längst erkannt hatte, dass ihre drei Stimmen zu einen Stechen zwischen zwei oder drei von den sieben eingebrachten Vorschlägen führen könnten.
    Eine lockende Stimme flüsterte ihr ein, wie schön es wäre mal wieder warmes frisches Blut zu genießen und dabei die Angst und Furcht des Opfers zu verspüren, während sich ihre Fangzähne in dessen Hals gruben und sie genüsslich das Blut trank.

    In dem Quartier, welches sich als großzügiger Salon herausgestellt hatte, wurden immer mehr Teammitglieder von General Mitchell nervös. Hin und wieder kam eine der Wachen herein und erkundigte sich, ob irgendetwas benötigt würde.

    Nach stundenlangen Warten öffnete sich die Tür und eine Delegation, zu der auch Liliana gehörte, betrat den Salon. Sofort trat das gesamte Team von Mitchell zusammen.

    Die Anführerin der Vampire war nämlich gekommen, um den Menschen die wichtige Entscheidung des Rates zu verkünden: “Wir werden euch wieder gehen lassen. Doch geschieht dies nur unter einigen Bedingungen!”
    Entschlossen war Cameron so weit hervorgetreten, dass er nur zwei Meter vor Liliana stand und fragte: “Die da wären?”
    “Keinen Kontakt mehr mit den Menschen in den Siedlungen und Städten auf diesen Planeten aufzunehmen!”
    “Fällt uns schwer, denn die haben noch einige Sachen von uns. Aber okay.”
    “Darum werden sich einige von uns kümmern, damit ihr zurückerhaltet, was euch vom Magistraten und seinen Leuten entwendet wurde.”
    “Danke.”
    “Des Weiteren wollen wir den wahren Grund und Absichten eurer Reise erfahren, und einige von uns werden euch fortan als Verbündete, Alliierte begleiten!”
    “Und wenn nicht?”, fragte Doktor Grace Hampton.
    “Dann werdet ihr für immer hier bleiben!”, antwortete eines der Ratsmitglieder, welches verschlagen und gierig in ihre Richtung starrte.

    Eine Zeit des gegenseitigen Schweigens war gekommen, denn Liliana war bewusst geworden, dass die Menschen eine schwere Entscheidung zu treffen hatten. Schließlich trat Teal’c hervor und sagte: “Dann sollten wir das Abkommen zwischen uns aushandeln.”
    Die Anführerin der Vampire stimmte dem zu.


    Drei Tage später
    Orbit von RM5X-P666
    U.S.S. Phoenix

    Sobald es möglich geworden war, waren Mitchell und sein Team wieder auf das Schiff zurückgekehrt. Allerdings waren sie, wie vertraglich vereinbart mit einer Gesandtschaft der Vampire an Bord gekommen. Darunter war das Ratsmitglied Lacmus, welches den Vorschlag einer Allianz gemacht hatte, Janus, eine Wissenschaftlerin mit dem Namen Nia sowie sechs Kriegerinnen und Krieger. Nämlich Liana, Alexia, Selene, Vitus, Tabor und Lexus.

    Cameron Mitchell war nicht allein mit einem komischen Gefühl in der Magengegend. Denn man hatte an Bord einige Wesen, bei denen so manche Alpträume auf der Erde, aber auch in der Pegasus bekommen würden. Auch wollte er nicht wissen, was die Vampire mit Magistrat Arad und Erster Sekretär Brasow sowie anderen Leuten getan hatten, weil sie das Gastrecht auf dieser Welt grob verletzt hatten.
    Zumindest hatte Liliana versichert, dass die Menschen in der Obhut ihres Volkes fortan gut behandelt werden würden, und als Beweis ihre Tochter Liana in seine gegeben hatte.

    Brücke

    Nachdem Cameron Mitchell im Stuhl des Commanders Platz genommen hatte, befahl er: “Major Koch, setzen sie Kurs auf die zur Verfügung gestellten Koordinaten unserer neuen Alliierten!”
    “Ja, General.”


  11. #111
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard

    Mein Geheimdienst hat mir mitgeteilt, dass ich heute noch eine weitere Folge zu posten habe

    Doch erst einmal: Danke, an euch treue Leser und die Buttondrücker: Chaya & Ehre_Sei_den_Ori !!!

    Was passiert wohl in dieser Folge?
    Hm, verrate ich etwas?

    Öhm... Nein, außer dass es heute den ersten Teil eines Zwei-Teilers auf dem Weg zum HalbSeasonfinale gibt

    Also viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.09 - “Verborgen im Nebel, Teil 1”

    Milchstraße
    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Besprechungsraum

    Seit einigen Stunden schon saß Doktor Daniel Jackson an den Aufzeichnungen, die er über die gesamte Legende um Merlin, König Artus sowie die Ritter der Tafelrunde zusammengetragen hatte.

    Er bekam immer wieder Besuch von Sam, die ihre Brücke verlassen hatte, um ihn falls nötig nach einer möglichen Kurskorrektur zu befragen. Die Kommandantin der George Hammond erhielt immer wieder dieselbe Antwort: „Jetzt noch nicht. Steuern wir einfach all diese Punkte an, denn einer davon wird uns ans Ziel bringen - da bin ich mir ziemlich sicher.“

    „Wann werden wir Emrys erreichen, General Carter?“
    „Nun ja, Rya‘c, dass ist eine Suche, die sehr lange dauern kann. Doch ich hoffe, dass wir durch Daniel den entscheidenden Hinweis erhalten. Hoffentlich dauert es nicht mehr all zulange.“
    „Falls uns diese Antikerin Morgan La Fay nicht in die Irre führen will“, warf Kar‘yn ein.
    Doktor Jackson, der das Gespräch mitbekommen hatte, widersprach umgehend: „Davon gehe ich nicht aus, denn immerhin sind ihre gegebenen Hinweise belegbar. Bisher.“

    „Sag mir Bescheid, wenn du etwas hast, Daniel!“
    „Ja, mach ich, Sam“, meinte Daniel, der dann auch schon wieder weiter über die alten Texte und auch Karten der Milchstraße brütete.


    Andromeda-Galaxie
    Orbit von Kobol
    Battlestar Pegasus, Steuerbordhangardeck

    So schnell es ihm möglich war, war Commander Lee Adama in das Hangardeck auf der Steuerbordseite geeilt. Dort wartete das Einsatzteam auf die Starterlaubnis. Ein Team von Marines führte Sharon Satterfield zu ihnen, denn sie hatte darauf bestanden mit auf diese Mission gehen zu dürfen.
    Erst nach einer kurzen Unter-Vier-Augen-Beratung mit seinem XO, hatte Lee dann sein Einverständnis dafür gegeben.


    Triangulum-Galaxie
    Orici-Flotte
    Adrianas Flaggschiff

    „Ich fühle es, Ba‘al muss sich noch in dieser Galaxie aufhalten. Denn sie ist groß. Er und seine Anhänger von falschen Göttern verstecken sich vor uns. Prior!“
    „Gebieterin Adriana.“
    „Stellt die Sensoren all unserer Schiffe in der Flotte neu ein, damit sie einen größeren Bereich erfassen können! Danach sollen sich unsere Kriegsschiffe strategisch in dieser Galaxie aufteilen!“
    „Wie ihr wünscht“, nickte der Prior, dem bewusst war, was die Tochter der Orici, die sehr schnell gelernt hatte, vorhatte.

    Insgeheim aber wünschte sich Adriana ebenfalls auf die Suche nach Emrys gehen zu können. Durch eine Botschaft über den Subraum hatte auch sie von diesem machtvollen Ort erfahren. Leider lautete ihr aktueller Auftrag, den sie von ihrer Mutter erhalten hatte, die Goa‘uld mit der Ausnahme von Ba‘al komplett zu vernichten. Denn der nach wie vor flüchtige oberste Systemlord sollte lebend ergriffen und ihrer göttlichen Mutter ausgeliefert werden.

    Die junge Frau seufzte leise als sie sich auf dem Weg in ihr Quartier befand. Schon lange vermisste sie ihre Familie und Freunde auf Heraclia. Auch eine Sehnsucht machte sich in ihr breit, seitdem sie den Namen Artus gehört hatte. Er schien einst sehr mächtig gewesen zu sein, und dennoch hatte er sich zurückziehen müssen.
    Schließlich hatte Adriana ihr Quartier erreicht und nahm durch Gebet Kontakt mit ihrer Mutter auf, um sie etwas zu fragen: „Mutter, lass mich bitte auf die Suche nach Emrys gehen.“
    „Hast du Ba‘al schon gefunden und die Flotte der Goa‘uld vernichtet?“, fragte Adria, die Adriana schemenhaft über dem Altar und Schrein in ihrem Quartier erschienen war.
    „Leider nein, meine göttliche Mutter.“
    „Sobald dies geschehen ist, darfst du dorthin aufbrechen!“
    „Danke.“


    Andromeda-Galaxie
    Kobol - Südliche Halbkugel, Insel

    Die Hälfte aller verfügbaren Raptor der Battlestar Pegasus war eingesetzt worden. Sie überflogen alle Landflächen des Planeten Kobol, um nach Spuren und Zeichen von Menschen in jüngster Vergangenheit zu suchen.

    Da man auf dem nördlichen Teil des Planeten an den bekannten Stellen begonnen hatte, wo sich das Grab der Athene befand, fand man erst jetzt die beiden Raptorwracks.
    Aber auch die letzten Überreste der toten riesigen Löwen, die durch den Gaseinsatz umgekommen waren.

    Alle Raptorbesatzungen waren sich einig, nämlich nicht noch tiefer zu gehen, geschweige denn auf dieser Insel, die etwa so groß war, wie Texas zu landen.

    Orbit von Kobol
    Battlestar Pegasus, Besprechungsraum

    Ohne Zwischenfälle waren alle Raptor wieder zurückgekehrt. Immer wieder musste Lee verneinen, denn es widerstrebte ihn.

    „Ich kann meine Crew, geschweige denn auch nur einen einzigen Raptor und seine Besatzung solch einem Risiko aussetzen. Zwei Raptor liegen bereits dort unten. Und nicht nur das, denn dort unten haben wir nach einigen Versuchen sechs dieser Monster aufscheuchen können. Man hat sie beschossen, doch juckte diese Viecher das nicht im Geringsten“, zählte Lee auf.
    Schließlich nickte Sharon: „Sie haben Recht, Commander Adama. Zum Glück gibt es genügend Material, welches ich auswerten kann. Doch eines steht schon fest, Mitglieder der Andromeda-Expedition waren hier.“

    „Sie haben etwas gesucht. Einer Legende nachgejagt. Soviel haben sie bereits gesagt. Doch jetzt sage ich Ihnen etwas, nämlich dass mein Volk dieses Ilion oder Troja als Ilios, oder so ähnlich ebenfalls kennt. Schauen Sie dafür ruhig in der umfangreichen Bibliothek der Pegasus und in der Datenbank nach. Am besten fragen sie, wenn sie Hilfe benötigen Lieutenant Hoshi, Satterfield!“
    „Danke, das werde ich tun und werde umgehend mit den Recherchen beginnen.“

    Electra-Flotte
    Ilion, Cafeteria

    Seit einigen Tagen schon, befindet sich ein gemischtes Team, auf der Suche nach einem geeigneten Planeten für die Überlebenden aus den Kolonien von Kobol.

    „He. Dort drüben am Tisch sitzt er ja“, stellte Leutnant Jessica Schneider zufrieden fest, nachdem sie mich endlich gefunden hatte.
    Ohne zu fragen setzte sie sich, gemeinsam mit einigen weiteren Teamkollegen, zu mir an den Tisch.

    „Was gibt es denn?“
    „Du grübelst schon seit vielen Tagen einsam herum“, stellte Jessica fest.
    „Ja“, bestätigte ich brummend.
    „Und warum?“, fragte Larissa, die Orici-Anhängerin.
    „Bin am überlegen, ob es nicht endlich an der Zeit ist auf die Erde zu meiner Familie zurückzukehren, denn wir haben ja schließlich gefunden, wonach so lange gesucht wurde.“

    Die Antwort von mir machte alle an unserem Tisch sprachlos. Aber auch so einige, die an manchen der Nachbartische saßen, drehten sich kurz fragend zu uns um.

    „Es ist nun einmal an der Zeit, bevor es zu spät ist. Michelle und Niklas, also die Zwillinge, meiner Frau, die hoffentlich noch am Leben ist… Ihr müsst es verstehen, dass seit meiner Entführung und der damit verbundenen, sagen wir unfreiwilligen Behandlung sowie den anschließenden Rückweg. Dann der Krieg gegen Luzianische Allianz und der schwierigen Phase, die zur Trennung geführt hat. Kurz darauf der Angriff der Wraith auf die Erde und dann, na ja, die Andromeda-Expedition und die Suche nach Ilion“, erklärte ich, als gerade auch Miss Xiaoyi Shen die Cafeteria betrat.

    „Habe ich gerade richtig gehört, Wolfrino? Sie wollen uns verlassen und nach Hause?“
    „Ja, Miss Shen. Ich erwäge ernsthaft in Kürze zu meiner Familie zurückkehren, und auch nicht an der großen bevorstehenden Mission zur Destiny teilnehmen.“

    Die Leiterin der Andromeda-Expedition sah mir prüfend in die Augen. Schließlich erkannte sie, dass es mir ernst war und nachvollziehbar, außerdem konnte sie es mir, in Anbetracht der gemeinsamen verworrenen Vergangenheit auch nicht verweigern. Es dauerte noch einen Moment, dann nickte sie auch schon, und erklärte: „Okay, Wolfrino. Sobald sie so weit sind, dürfen sie durch das Stargate oder mit einem Schiff, welches uns unsere neuen Verbündeten zur Verfügung stellen wollen, zur Erde und ihrer Familie zurückkehren.“

    „Gut. Was ist mit Ilion?“
    „Die Stadt bleibt zum Schutz der Menschen in dieser Galaxie. Außerdem benötigen wir die fortschrittlichen Sensoren, um nach weiteren Überlebenden aus den Kolonien von Kobol zu suchen“, antwortete Miss Shen.


    Milchstraße
    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Gerade einmal vor einer Stunde war die George Hammond, nach einer erfolglosen Suche in einem aufgesuchten Planetensystem, wieder in den Hyperraum zurückgekehrt.

    Hastig kam Doktor Daniel Jackson herbeigeeilt, und rief dabei: „Sam, ich brauche deine Hilfe. Denn meiner Meinung nach, gehen wir im Kreis. Bevor du mich unterbrichst, lass mich bitte ausreden. Wir sind schon eine Weile unterwegs und haben einige Orte bereits überprüft. Außerdem kennen wir von den Antikern eine Eigenschaft, besonders im Fall von Merlin, nämlich so manche knifflige Rätsel und Aufgaben gestellt zu bekommen. Daraus folgt eine klare Schlussfolgerung: Alle möglichen Ziele, die in Frage kommen auf einer Karte dieser Galaxie zu markieren und danach einen Blick draufzuwerfen. Es gibt da bestimmt die eindeutige Auffälligkeit, die uns ans Ziel bringen wird.“
    „Schön, dann mal los. Captain McIntyre, sie haben Doktor Jackson gehört, erledigen sie das!“
    „Jawohl, General Carter. Es dauert noch ein paar Sekunden, dann stelle ich es auf den Bildschirm.“


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Kontrollraum

    In der gesamten Stadt herrschte allerhöchste Alarmbereitschaft, denn auf den Sensoren war ein Signal aufgetaucht. Dabei handelte es sich um ein Wraith-Schiff, welches vor etwa einer Viertelstunde am Rande des Planetensystems den Hyperraum verlassen hatte.

    „Aktivieren Sie die Tarnung, Amelia!“
    „Ja, Mister Woolsey.“
    „Womit haben wir es zu tun, Chuck?“
    „Immer noch mit den einzelnen Wraith-Kreuzer. Vermutlich ein Aufklärer, deswegen auch bislang keine weiteren Kontakte.“
    „Statusbericht, Colonel Sheppard!“
    „Befinde mich mit einer Formation getarnter Jumper in Bereitschaft. Die Wraith sind allen Anschein nach nervös geworden, nachdem General Caldwell die Offensive gestartet hat sowie Jennifer und Carson den Einsatz des Medikamentes ebenfalls begonnen haben, um sie etwas freundlicher zu machen.“

    Auf den Bildschirmen war deutlich zu erkennen, dass der Kreuzer der Wraith zielstrebig auf den Planeten zusteuerte, wo sich Atlantis befand.

    Dann vermeldete Amelia Banks: „Mister Woolsey, empfange ein Funksignal und eine Botschaft auf unserer Frequenz aus dem Wraith-Kreuzer.“
    „Wie bitte?“
    „Stelle es über einen sichere Leitung auf Lautsprecher, damit alle es hören können“, fügte die Technikerin schließlich hinzu.

    Planetenorbit
    Jumper #1

    „Habe ich sie richtig verstanden, Mister Woolsey?“
    „Ja, Colonel Sheppard.“
    „Aber wie kommt Todd denn so schnell mit einem Kreuzer der Wraith von der Milchstraße hierher?“
    „Das will er ihnen persönlich berichten, wenn sie es erlauben.“
    „Er weiß schon, dass wir alle ziemlich sauer auf ihn sind.“
    „Das weiß er. Weswegen er uns unter anderen Informationen über die Wraith, die sich in der Milchstraße befinden anbietet.“
    „Unter anderen“, schnaubte John ein wenig verärgert, der am liebsten den Wraith-Kreuzer so schnell wie nur möglich mit den Drohnen des Puddle Jumpers vernichtet hätte. Doch Richard Woolsey hielt ihn davon ab, da sie es sonst nach der Aussage des Wraiths sehr bedauern würden.

    Atlantis

    Der Kreuzer des Wraith war von der Hälfte der verfügbaren Jumper eingekreist worden, und auch so gelandet, nachdem sicher war, dass sich keine Sender an Bord von Todds Schiff befanden. Zudem waren alle übrigen Militäreinheiten auf Atlantis in noch größerer Alarmbereitschaft.
    Kaum hatte Todd, der ein ledernes Behältnis bei sich trug, sein Schiff verlassen, wurde er auch schon von John und Ronon sowie vielen Marines in Empfang genommen. Für den Wraith ging es ohne Umwege sofort in eine der sicheren Zellen von Atlantis.

    Es dauerte nicht lange, dann erschien auch Richard Woolsey, der ebenfalls einige Fragen an den Wraith hatte.
    „Das sind zwei ZPM‘, sehr gut. Ich werde sie Radek geben, damit er sie überprüft“, meinte Rodney McKay, der den Inhalt von Todds Gepäck kontrolliert hatte.
    „An Bord meines Kreuzers befindet sich ein Drittes. Ich habe es…“
    „… gebraucht um die Energie und Verbesserungen am Kreuzer zu haben, um von der Milchstraße in die Pegasus zu fliegen“, unterbrach der Kanadier den Wraith.
    „In der Tat.“
    „Sie wollen uns also weiß machen, dass sie von der Übermutter reingelegt worden sind.“
    „So ist es, Mister Woolsey. Nachdem ich ihr nicht mehr von Nutzen war, ließ sie mich einsperren. Allerdings ist mir die Flucht gelungen, bei der ich die Übermutter töten konnte…“
    „Rache!?“
    „Korrekt, Ronon Dex“, nickte der Wraith, „dann habe ich eine Basis angesteuert und zerstört, welche eine Kolonie ist, um unzählige Krieger zu erschaffen. Der finale Angriff auf die Erde könnte unmittelbar bevorstehen. Ich bin hier, um als Gegenleistung für die Informationen und die ZPM‘, die ich von dort habe mein Leben und das meines Stammes zu ersuchen.“
    „Das ist ein Scherz?“
    „Nein, John Sheppard. Wir haben oft genug zusammengearbeitet, um uns ausreichend gegenseitig zu respektieren, obwohl wir verfeindeten Rassen angehören.“

    Eine Pause entstand, die von Mister Woolsey mit den Worten: „Sie werden verstehen, dass wir uns darüber kurz beraten müssen.“, beendet wurde.

    Wenige Minuten später in Büro des Leiters der Atlantis-Expedition angelangt, meinte Ronon sofort: „Wieso sollten wir uns darauf einlassen? Wenn die drei ZPM‘ etwas taugen, was sollte uns davon abhalten ihn einfach wegzupusten?“
    „Er hat uns darüber hinaus noch wichtige Informationen geliefert“, entgegnete Teyla.
    „Außerdem hatte er auch mehrfach die Möglichkeiten uns ernsthaft zu schaden, sie aber letztendlich nicht genutzt. Was meinen sie, Colonel Sheppard? Sie kennen Todd am längsten von uns allen“, meinte Mister Woolsey.
    „Puh!“, machte John, „Warten wir ab, was Radek zu den ZPM‘ sagt, dann sehen wir weiter. Einverstanden?“
    „Na schön“, erklärte sich der Befehlshaber von Atlantis, somit zunächst einmal mit dieser Einschätzung von seinem ranghöchsten Militär, für einverstanden.


    Milchstraße
    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    „Wenn ich das hier auf der Karte richtig deute, müssten wir genau - dort hin“, sagte Sam, die anschließend sofort anordnete, eine bessere Karte dieses Gebiets auf den Schirm zu bringen.
    „Daniel, erkennen sie etwas auf der Karte, was ihre Theorie bestätigen könnte?“
    „Einen Moment“, bat jener an die Befehlshaberin des Schiffes gerichtet.

    Der Archäologe brauchte nicht lange, dann deutete er auf einen Fleck auf der Karte, und sagte dabei: „Hier müssen wir hin, und finden dort hoffentlich endlich Emrys. Genau hier, im sogenannten Perseus-Arm innerhalb des Drachennebels.“

    Und tatsächlich, der Nebel wies die Struktur eines Drachen auf, der erstaunlicherweise ähnliche Umrisse, wie das Wappen von Wales hatte.

    „Major Roberts, setzen sie Kurs zu unseren neuen Ziel!“, befahl General Carter, die sofort wieder Platz in ihren Stuhl genommen hatte.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (07.02.2022 um 22:41 Uhr)


  12. #112
    Senior Airman Avatar von Ehre_Sei_den_Ori
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    Standard

    da hab ich doch tatsächlich beim letzten Mal vergessen, den Button nach dem lesen zu drücken
    Always the same. And now, all this. No more stones. No more spears. No more slings. No more swords. No more weapons! No more systems! No more! No more superpowers.

  13. #113
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Vielen Dank ihre treuen Leser und ihr Button-Drücker !

    Und, Mahlzeit! Als besondere Delikatesse gibt es heute das MidSeasonFinale der 5. Staffel.

    Zitat Zitat von Ehre_Sei_den_Ori Beitrag anzeigen
    da hab ich doch tatsächlich beim letzten Mal vergessen, den Button nach dem lesen zu drücken
    Wurde gesehen und dann auch gleich in der Danksagung ergänzt

    So, wo waren wir, ach ja, wir steuern so langsam auf einige Höhepunkte zu, also viel Spaß beim Lesen der neuesten Folge

    Odyssee
    Folge 5.10 - “Verborgen im Nebel, Teil 2”

    Große Magellansche Wolke
    U.S.S. Phoenix, Offiziersmesse

    Kurz nachdem das Schlachtschiff der Erde die Satellitengalaxie, die Große Magellansche Wolke, von der Milchstraße erreicht hatte, hatte General Cameron Mitchell auch schon veranlasst den Hyperraum zu verlassen. Denn er wollte, dass sämtliche Systeme seines Schiffes durchgecheckt werden. Schnell hatte er sich noch mit der Stargate Command Base sowie dem Homeworld Command in Verbindung gesetzt, da er seine Vorgesetzten auf den aktuellsten Stand bringen wollte. Nachdem er dies getan hatte, war Cameron sofort zum Essen in die Cafeteria gegangen.

    Es dauerte nicht lange, da gesellte sich nicht nur Teal’c zu ihm, sondern auch einige der Vampire. Ein Umstand, der dazu führte, dass sich auch viele Marines in der Nähe aufhielten. Denn sehr viele Menschen an Bord hatten ein ungutes Gefühl, wegen der unheimlichen Neulinge an Bord.

    “Sind ihre Freunde mit ihrer Unterbringung an Bord zufrieden, Ratsmitglied Lacmus?”
    “Ja. Ihr Aufruf zum Blutspenden an Bord Ihres Schiffes, wurde wohlwollend von meiner Delegation aufgenommen. Doch würde ich sie bitten, auf die Wachen zu verzichten, denn wenn wir ihnen an Bord hätten Schaden wollen, wäre es längst passiert, General Mitchell.”
    “Diese Soldaten tun nur ihre Pflicht, zu unseren gegenseitigen Schutz, denn einige aus meiner Mannschaft sind durch ihre Existenz und Anwesenheit stark verunsichert.”
    “Ich verstehe.”


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Nordamerika, USA, Colorado
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die Nachricht von General Cameron Mitchell hatte für eine weitere sehr große allgemeine Verunsicherung bei allen Verantwortlichen des Programms gesorgt. So auch bei General Jack O’Neill, der eigentlich gemeinsam mit dem IOA und der UN bereits mitten in der Planung für die Mission zur Destiny war.

    Doch jetzt standen sie alle vor einer weiteren schweren Prüfung. Viele hatten schon eine sehr große Furcht vor den Wraith gehabt, doch nun war bekannt geworden, dass eine Gruppe von Antikern wieder einmal gefährliche Experimente durchgeführt hatten. Dass Mitchell allem Anschein nach keine andere Wahl mit seiner Entscheidung gehabt hatte, um seine Mannschaft und die Kontrolle über das Schiff zu wahren, war O’Neill sofort bewusst.
    Um keine Unruhe in der Weltbevölkerung zu entfachen, hatte man diese Begegnung mit dem Volk der Vampire sofort zu einer strengen Verschlusssache erklärt.

    Doch die Nachrichten aus Atlantis durch Todd waren ebenso beunruhigend, da die Wraith in der Milchstraße offenbar ihre bisherigen Vorbereitungen intensivierten, weil sie sehr bald die Erde erneut angreifen wollten.


    Triangulum-Galaxie
    Orici-Flotte
    Flaggschiff, Brücke

    Die Flotte von Adriana hatte Verstärkung erhalten. Jetzt befanden sich in dieser Galaxie insgesamt 20 Kriegsschiffe sowie einige Unterstützungsschiffe von der gewaltigen Flotte der Orici Adria.

    Dieser Umstand hatte dazu geführt, dass man die flüchtige Flotte der Goa’uld schließlich hatte sehr schnell ausfindig machen können.

    “Ba’al und die anderen falschen Götter befinden sich genau dort?”
    “Jawohl, Tochter der einzigwahren Göttin Adria.”
    “Gut. Die Flotte soll sich unverzüglich auf den Weg dorthin machen! Dort angekommen, machen wir all ihre Schiffe so schnell wie möglich flucht- und kampfunfähig, sobald dies geschehen ist, suchen wir nach Ba’al, um ihn dann meiner göttlichen Mutter auszuliefern!”
    “So soll es geschehen, Gebieterin.”


    Andromeda-Galaxie
    Zylonisches Imperium
    Heimatkolonie

    Die Zylonen hatten die entdeckte fortschrittliche Technologie, die sie auf dem Planeten, wo sich Ilion befunden hatte, genau seit ihrer Entdeckung sehr interessiert untersucht, und waren seit einiger Zeit schon dabei, diese zu replizieren. Denn man wollte so schnell wie nur möglich, die gegebenen Ziele erreichen.

    “Wie sieht es aus, haben wir endlich die ersten durchbrechenden Fortschritte erzielt?”
    “Ja, Bruder. Gaius Baltar ist mit einer unserer Flotten unterwegs. Und dabei sind sie auf die Flotte von Adama getroffen…”
    “Und?”
    “Die Menschen sind entkommen. Dabei hatte eine der D’Annas die Regeln verletzt und wurde daraufhin in die Box verbannt. Außerdem ist uns auch noch Gaius Baltar abhanden gekommen. Doch bleibt diese Flotte an den Flüchtigen dran.”
    “Hoffentlich.”
    “Und wie läuft es hier sonst so?”
    “Gut. Wir können bald zur Destiny aufbrechen, Bruder.”


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Nach einem weiteren erfolgreichen Angriff, hatte Major General Steven Caldwell den Sprung in den Hyperraum angeordnet, denn er war zurück auf den Weg nach Atlantis, um dort die dringend benötigten frischen Vorräte an Bord nehmen zu können.

    Sie waren aber noch einige Lichtjahre von ihrem gesetzten Ziel entfernt, als sie eine Funkübertragung einer anderen BC-304, der U.N.S. Gondwana, erhielten.

    “Was gibt es Oberst Mueller?”
    “Als wir mit dem geplanten Angriff in unseren Sektor auf die beiden Basisschiffe der Wraith begonnen hatten, tauchten zwei weitere Schiffe der Wraith inklusive einer Eskorte von sehr vielen Kreuzern auf, weswegen wir das darauffolgende Feuergefecht so kurz wie möglich hielten und uns umgehend in den Hyperraum zurückzogen, General Caldwell. Die Schäden an Bord der Gondwana sind zum Glück nur minimal. Wir sind derzeit auf den Weg zurück nach Atlantis.”
    “In Ordnung, Oberst. Dann treffen wir uns dort. Major Marks, kontaktieren sie die übrigen Schiffe unserer Flotte, dass sie sich ebenfalls umgehend nach Atlantis zurückziehen sollen!”
    “Verstanden, Sir.”

    Atlantis, Kontrollraum

    “Eine weitere Übertragung, Mister Woolsey. Es ist erneut General Caldwell, er hat alle Schiffe unserer Flotte zurück nach Atlantis beordert.”
    “Weswegen, Amelia?”
    “Dem General scheint etwas zu beunruhigen, was die Wraith und ihr Verhalten betrifft.”
    “In Ordnung. Doktor Zelenka, was macht die Kalibrierung der Tiefraumsensoren, damit wir die Bewegungen der Wraith noch besser beobachten können?”

    Der tschechische Wissenschaftler atmete noch weiteres Mal tief durch, dann ehe er die Frage des Befehlshabers von Atlantis mit: “Dies wird aber eine sehr große Menge von Energie aus den ZPM’ verbrauchen und nur für wenige Tage funktionieren, weil wir die Leistungsfähigkeit der Tiefraumsensoren dadurch unerwartet sehr stark beanspruchen müssen. Es besteht sogar die Gefahr, dass sie danach für einige Zeit sogar komplett ausfallen könnten”, beantwortete.

    Atlantis, Zellentrakt

    “Mittlerweile kenne ich diese Zelle schon sehr gut, John Sheppard”, bemerkte Todd, der ein wenig enttäuscht war, obwohl er mehr als nur zu kooperieren bereit war.
    Der sah ihn aber nur einige weitere Minuten prüfend an, und forderte schließlich: “Gut. Dann will ich jetzt auf der Stelle wissen, wie stark die Wraith in der Milchstraße sind! Also, wie viele Basisschiffe, Kreuzer und andere Schiffe sowie die Truppenstärke sich dort aufhalten!”
    “Bekommen Sie!”
    “Ich höre!”
    “Sobald ich von Doktor Keller behandelt worden bin. Dann erst, wenn es mir gut geht, dann bekommen Sie diese Informationen, die ihr Volk benötigt. Dies ist die einzige Bedingung, die ich neben meinen Leben von ihnen einfordere!”

    Ohne ein Wort zu sagen, verließ John Sheppard den Zellentrakt wieder. Denn der ranghöchste Vertreter des Militärs auf Atlantis kochte innerlich, weil ihn der Wraith Todd hinhielt. Kaum hatte sich die Tür hinter ihm geschlossen, erhielt er einen Funkspruch mit der Mitteilung sich umgehend in sein Quartier zu begeben.


    Milchstraße
    Perseus-Arm
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Erst vor wenigen Sekunden hatte das von Brigadier General Samantha Carter kommandierte Schiff den Hyperraum verlassen. Durch das Panoramafenster der Brücke konnten alle, die sich dort befanden deutlich den Drachennebel erkennen. Dieser hatte in etwa die dreifachen Ausmaße des Sonnensystems, in welchen sich die Erde befand.

    Sofort wurde mit den ersten Scans begonnen. Doch verliefen diese, wie schon erwartet worden war ohne große Ergebnisse, die die Crew um Sam näher an Emrys heranbringen sollten.

    Die Nervosität unter der Mannschaft an Bord stieg. Schließlich fiel General Carter etwas Interessantes auf: “Dieser Nebel entstand vor etwa 8000 Jahren durch die Explosion, einer Sonne, die unserer eignen sehr ähnlich gewesen sein muss, ehe sie zu einem Roten Giganten wurde. Gut möglich, dass Merlin dies selbst beobachtet hatte. Was meinst du, Daniel? Du hast dich in das Thema mehr als jeder andere von uns eingelesen und auch damit viele Jahre beschäftigt.”
    “Das ist durchaus sehr wahrscheinlich. Und, wenn das, was wir hier suchen, sich in der Tat in diesen Nebel befindet, werden wir wohl hinein fliegen und auf die altmodische Art danach suchen müssen. Es wird also ein getarnter Ort oder so etwas in der Art sein, denn sonst bestünde ja nämlich die Gefahr, dass er von jemanden, wie zum Beispiel die Goa’uld oder Replikatoren bereits entdeckt worden wäre. Was ich nicht hoffen will.”
    “Also sollen wir da reinfliegen?”
    “Ja, Sam”, bestätigte Daniel. “Und dabei schön die Augen offenhalten.”


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Torraum

    Richard Woolsey und sein gesamter Führungsstab warteten gemeinsam mit General O’Neill, der ebenfalls einen Teil seines eigenen Offizierstabes mitgebracht hatte. Alles war für die kurz bevorstehende Zeremonie bereits vorbereitet. Endlich erschien auch Colonel Sheppard, der keine Ahnung hatte, von dem was ihn in Kürze erwarten würde.

    “So. Meine Damen und Herren sowie alle diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich halte besonders gerne Reden und Ansprachen, aber nur um besonders coole und tolle Dinge tun zu können, zum Beispiel neue Schiffe einzuweihen, Leute zu feuern, oder speziell in diesen Fall eher das Gegenteil, Orden zu verteilen oder hervorragendes Personal zu befördern. Letzteres trifft heute zu. Colonel John Sheppard, kommen sie her zu mir!”, sagte Jack O’Neill am Ende auffordernd, mit einem gutgelaunten Grinsen.

    Als John Sheppard endlich vorgetreten war und dann endlich neben ihm stand, verlas Richard Woolsey zusätzlich, als amtierender Befehlshaber von Atlantis, ein offizielles Schreiben vom Stabschef der US Air Force, welches vom Verteidigungsminister und der neuen Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika in Auftrag gegeben und auch mit ihren Unterschriften entgegengezeichnet und mit den Siegeln und Stempeln versehen worden war.

    “Colonel John Sheppard, sie haben durch ihre Leistungen und ihren Mut eines bewiesen, dass man ihnen, was ich hiermit tue, die Befugnisse und die Verantwortung eines Brigadier Generals übertragen kann. Brigadier General John Sheppard”, sprach Jack O’Neill, der bei den letzten vier Worten salutierte, was ihm der so eben beförderte gleichtat.
    “Danke, Sir.”
    “Wir sind noch nicht ganz fertig, denn es kommt noch die übliche Floskel… ach, und sobald diese Zeremonie beendet ist, dürfen sie dann auch Jack zu mir sagen, John. Also, heben sie die rechte Hand hoch und sprechen sie mir, in dem sie ihren Namen einsetzen nach! Ich…”


    Triangulum-Galaxie
    Goa’uld Flotte <> Orici-Flotte

    Sofort nachdem die von Adriana befehligte Flotte den Hyperraum verlassen hatte, hatten sie sofort ohne Vorwarnung das Feuer auf die feindlichen Schiffe eröffnet. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, was die Ringtransporter und Beamtechnologie betraf, damit die Goa’uld keine Bomben, ähnliches oder gar eigene Truppen auf die Schiffe der Flotte der Orici transportieren konnten, waren zur Sicherheit zuvor schon entsprechende Vorkehrungen getroffen worden.

    Wie vor dem Angriff von Adriana befohlen, wurden alle verfügbaren Schiffe eingesetzt, um bei der gesamten Flotte der Goa’uld so schnell es möglich war, die Hyperraumantriebe auszuschalten.

    Eine gewaltige Weltraumschlacht war kurz darauf zwischen den beiden Flotten entbrannt. Die Goa’uld hatten sich erst vor wenigen Tagen von Ba’al, als ihren alleinigen Anführer ein für allemal losgesagt. Sie hatten sogar versucht sein großes Flaggschiff zu zerstören, doch dem gestürzten obersten Systemlord gelang letztendlich dann doch noch die rettende Flucht in den Hyperraum.

    Schließlich fiel schon nach wenigen Minuten, das Fehlen des einen großen Flaggschiffes von Ba’al auf. Weswegen Adriana sofort Späherschiffe ausgesandt hatte.

    In der Zwischenzeit wurden die Schiffe der Goa’uld nach und nach von den Truppen der Orici geentert. Auch Adriana selbst schloss sich diesen Kampf an, denn sie hatte ja den Auftrag nach Ba’al zu suchen, den sie ihrer Mutter auszuliefern hatte. Die Kämpfe an Bord des Ha’taks von Apophis waren besonders brutal, denn die Jaffa und die dort befindlichen Kull-Krieger wichen einfach nicht zurück. Aber Adriana fand schließlich dennoch einen Weg, zu dem Systemlord vorzudringen.

    “Ihr wollt mich töten?”
    “Ja. Es sei denn ihr, falscher Gott, könnt mir verraten, wo ich Ba’al finde!”
    “Er ist nicht mehr bei uns, dieser Schwächling! Wir haben ihn, da er unfähig war uns anzuführen, gestürzt! Doch er ist uns leider entkommen, bevor wir ihn endgültig vernichten konnten”, gab Systemlord Apophis schließlich preis, der die scharfe Klinge des Schwertes von Adriana an seiner Kehle spürte.
    “Wo war das? Sprich!”
    “Wenn ihr mich zu dem Pel’tak meines Ha’taks begleitet, kann ich es euch zeigen.”

    Grimmig verzog Adriana ihr Gesicht, denn sie war argwöhnisch. Ihre Mutter hatte sie vor den gefährlichen Spielchen der Goa’uld gewarnt, und auch die Menschen von der Erde, die sie auf ihrer Heimatwelt Heraclia getroffen hatte. Sie konnte Apophis einfach nicht vertrauen.

    “Was ist jetzt?”
    “Ihr und die anderen falschen Götter, werdet für immer untergehen!”
    “Ihr habt doch versprochen, mich zu verschonen!”

    Anstatt darauf einzugehen, wandte sich die Tochter der Orici an ihre Leibgarde, und erteilte den Befehl: “Erschießt ihn!”


    Milchstraße
    Perseus-Arm, Drachennebel
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Erst vor kurzem war das Erdschiff in den Nebel eingedrungen. Alle an Bord wussten, dass diese Suche noch Tage, wenn nicht sogar noch Wochen andauern konnte. Stellenweise lichtete sich der Nebel ab und wann ein wenig, nur um kurz darauf wieder das Raumschiff vollständig zu verhüllen.

    Um die Erfolgschancen zu verbessern, hatte General Carter alle Geschwader der F-302er sowie die vier Puddle Jumper starten lassen.

    “Nicht das wir an Emrys noch vorbeifliegen, ohne es auch nur zu merken”, bemerkte Doktor Jackson nachdenklich, dem nicht als Einziger klar war, wie gut die Antiker darin waren etwas zu verbergen.


    Triangulum-Galaxie
    Orici-Flotte < > Adrianas Flaggschiff

    Die gesamte Flotte der Goa’uld war mittlerweile komplett zerstört sowie die Systemlords mit ihren gesamten Anhängern vollständig ausgelöscht worden. Ausgenommen davon waren nur die menschlichen Sklaven, die die Truppen von Adriana hatten befreien können.
    Doch die Tochter der Orici Adria war zu diesen Zeitpunkt schon gar nicht mehr zugegen, denn sie hatte die Nachricht erhalten, dass man den Aufenthaltsort von Ba’al endlich gefunden habe. Deswegen war Adriana sofort aufgebrochen, mit dem Ziel den letzten falschen Gott zu stellen, gefangen zu nehmen und dann auf dem kürzesten Wege ihrer göttlichen Mutter auszuliefern.


    Ba’als großes Flaggschiff, Pel’tak

    Der gestürzte oberste Systemlord hatte sein letztes Ziel schon einige Stunden hinter sich gelassen. Er lächelte siegessicher, obwohl ihm eigentlich unausweichlich die endgültige Niederlage bevorstand.

    “Mein Gebieter, unser Hyperraumantrieb ist außer Funktion, ich leite daher die noch übrige verfügbare Energie auf die Schild um”, teilte sein erster Primus mit.
    “Alarmiere unsere Truppen, denn wir werden gleich geentert werden!”, ordnete Ba’al an.
    “Das Schiff der Orici nimmt Kontakt mit uns auf, mein Gebieter.”
    “Auf den Schirm!”

    Auf diesen tauchte Adriana auf, die sofort verlangte: “Gib dich geschlagen, falscher Gott Ba’al! Das Leben der Sklaven wird dann verschont!”
    “Hat dir schon einmal gesagt, dass du deiner Mutter sehr ähnelst? Ach ja, wenn du mich haben willst, musst du schon zu mir an Bord kommen! Viel Vergnügen, beim Sterben, Tochter von Adria, der Orici”, erwiderte Ba’al, der sich ebenfalls für die bevorstehende Schlacht an Bord seines gewaltigen Schiffes vorbereitete.

    Adriana drang, wie auch schon bei dem Ha’tak von Apophis, mit einem Shuttle an Bord des feindlichen Schiffes ein. Dabei wurde sie, wie immer von ihrer getreuen Leibgarde begleitet. Kaum waren sie gelandet, wurden sie auch schon von den Waffen ihrer Gegner begrüßt. Doch die Schilde ihres Schiffes trotzten dem feindlichen Beschuss.

    “Soldatinnen und Soldaten der einzigwahren Göttin, tötet alle feindlichen Krieger, also Angriff!”, schrie Adriana, die auch schon mit schnellen und entschlossenen Schritten als erste durch das Schott stürmte. Sie hoffte Ba’al sehr schnell zu finden, damit sie endlich ebenfalls auf die Suche nach Emrys gehen konnte.

    Der Weg zu dem gesuchten Goa’uld war voller Schwierigkeiten, wozu natürlich die loyalen Jaffa, die Kull-Krieger, rangniedere Goa’uld, aber auch Soldatinnen und Soldaten der Luzianischen Allianz gehörten, die sich durch den mit einem Parasiten infizierten Daminus ihren neuen Gebieter angeschlossen hatten. Doch auch Menschen von der Erde, die Ba’al als ihren Gott angenommen hatten, stellten sich Adriana in den Weg.

    Dass sie ohne Verwundung blieb, lag in erster Linie an ihrem Amulett, welches sie stets als Anhänger um ihren Hals trug, doch auch an ihren eigenen Kampfkünsten sowie den Beistand ihrer Leibgarde, die ihr immer den Rücken freihielt.

    Endlich nach einer gefühlten nie endenden Ewigkeit hatte Adriana mit ihrer Leibgarde das Deck mit dem Pel’tak erreicht. Dort wurde sie natürlich bereits von Ba’al erwartet, der sie grinsend anschaute und meinte: “Ah. Du hast es also endlich geschafft. Es wird mir ein sehr großes Vergnügen sein, deiner überheblichen Mutter eine Botschaft zu übermitteln, indem ich dich besiege und vernichte! Also ergib dich, und die Leben deiner Leibgarde… zumindest, was davon noch übrig ist, wird verschont!”
    “Vergiss es! Stell dich dem Kampf, also wehr dich, falscher Gott Ba’al!”
    “Na gut, wie du willst… dann sterbt ihr eben halt alle!”, rief Ba’al, der seinen verbliebenen Jaffa das Zeichen zum Angriff auf die elf Leibgardisten gab, damit er sich in Ruhe um Adriana kümmern könne.

    Das Duell der zwei Kontrahenten wehrte nicht lange, denn die Tochter der Orici war enorm wütend auf den Goa’uld. Ein schneller Schnitt mit ihren Schwert über den rechten Unterarm sowie den Rücken von Ba’al zwang jenen dazu, sein eigenes Schwert fallen zu lassen.
    “Worauf wartest du?”
    “Über das Schicksal von Euch, wird meine geliebte Mutter entscheiden, Ba‘al!”, fauchte Adriana, die dann mit der Betäubungswaffe an der linken Armschiene ihrer Rüstung den einstigen obersten Systemlord der Goa’uld, Ba’al, betäubte.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. Phoenix, Brücke

    Nachdem die Tiefraumsensoren schließlich mehrere Objekte erfasst hatten, hatte General Mitchell den Befehl gegeben unverzüglich den Hyperraum zu verlassen sowie einen getarnten Jumper eine Aufklärungsmission durchführen zu lassen. Zusätzlich hatte er eine Funkstille angeordnet.
    Die Phoenix selbst hielt sich in einem dichten Teil des Tarantelnebels verborgen. Bevor weitere Schritte in Frage kämen, wie etwa ein militärischer Angriff, benötigte Cameron aber noch dringend weitere Informationen. Doch diese brauchten ihre Zeit.


    Milchstraße
    Perseus-Arm, Drachennebel
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Hektik kam schließlich auf, denn die Sensoren der Hammond hatten vollkommen unerwartet die Ankunft eines Schiffes registriert.
    “Das ist ein Schlachtschiff von Adria. Was wollen die denn hier?”, murmelte Sam, die sofort Kontakt aufnahm, um eine Antwort dafür zu erhalten.

    Es war Adriana, der ebenfalls Informationen von Emrys vorlagen und sich daher beeilt hatte, mit dem Ziel sich an der Suche nach diesem Ort zu beteiligen.
    Vielen an Bord behagte es ganz und gar nicht, dass sie, die immerhin die Tochter von Adria war, sich jetzt ebenfalls hier befand. Seltsam war hingegen Daniel zumute, da er ja der biologische Vater von ihr war. Ein Umstand, an dem natürlich auch Merlin seinen Anteil gehabt hatte, dessen Bewusstsein und Geist sich damals für eine sehr lange Zeit im Körper des Archäologen befunden hatte.

    Schließlich kehrte einer der Jumper zurück. Diese Besatzung hatte wohl die lang herbeigesehnte und somit entscheidende Entdeckung gemacht. Umgehend wurden daher alle anderen Suchteams zur Hammond zurückgerufen. Kurz darauf gab dann General Carter auch schon die Anweisung die Koordinaten anzusteuern, die sie von der einen Jumperbesatzung erhalten hatten.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. Phoenix, Brücke

    Sofort bemerkte Teal’c das sehr ernste Gesicht von General Cameron Mitchell, nachdem die zurückgekehrten Soldaten der Aufklärungsmission ihren vorläufigen Bericht mitgeteilt hatten. In der Zwischenzeit wurden die getätigten Aufnahmen übertragen, die alles schnell visuell sichtbar machten.

    Der Jaffa hob die linke Augenbraue, und bemerkte: “Das ist ja eine ganze Flotte, Mitchell. Darunter sind aber auch einige Al’kesh.”
    “Du meinst, da steckt ein Goa’uld dahinter?”
    “Wäre immerhin möglich, Mitchell”, lautete die Antwort von Teal’c.

    “Das ist noch nicht alles, General. Wir haben uns noch ein wenig weiter vorgewagt, bis wir diesen Planeten hier erreicht hatten. Er ist bewohnt. Wir haben auch eine Energiesignatur empfangen, die eindeutig auf Antikertechnologie sowie mindestens ein ZPM hinweist…”
    “Sie meinen, dass wir unser Ziel erreicht haben, Captain?”
    “Würde ich sagen, Sir. Wir können noch eine weitere Aufklärungsmission durchführen, damit wir Gewissheit haben. Doch frage ich mich, was wir mit einem Schiff gegen eine solche militärische Übermacht ausrichten sollen.”
    “Danke, Captain. Dann will ich, dass Sie und ein paar weitere Jumper genau dies tun! Wir brauchen aber dringend Unterstützung - trotz unseres guten Schiffes, denn wenn wir uns Shangri-La holen und den Nazis den Rest geben wollen!”, erklärte Cameron Mitchell.
    Teal’c nickte und sagte: “In der Tat!”


    Milchstraße
    Perseus-Arm, Drachennebel
    Orbit von Emrys
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Mittlerweile hatte sich Adriana mit einer kleinen Eskorte an Bord des Erdschiffes eingefunden, und zum ersten Male stand sie ihrem wirklichen, wenn auch ungewollten Vater gegenüber.
    Durch das Panoramafenster war seit einigen Minuten schon bereits ein Planet zu sehen, der beinahe komplett in der nebligen Struktur des Drachennebels lag. General Carter selbst führte die nächsten notwendigen Scans durch. Eine Mitteilung des Priors, der das Flaggschiff von Adriana steuerte, bestätigte den Fund, sie hatten tatsächlich Emrys erreicht.

    “Wir werden einen Jumper nehmen, damit wir für mögliche Verteidigungssysteme dort unten nicht als Angreifer registriert werden!”, ordnete Sam an, die dann festlegte, wer alles mit runter auf den Planeten gehen durfte. Darunter waren natürlich Daniel Jackson, Adriana, Kar’yn, Rya’c, ein halbes Dutzend Marines und für alle überraschenderweise sogar ein paar Kriegerinnen von Adrianas Leibgarde.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    Thule, Kontinent Lanassa
    Hauptstadt Germania

    Die Nazis hatten keine Ahnung, dass sie und all ihre Bewegungen schon seit rund einem Tag aufmerksam beobachtet wurden.

    Zufrieden war der Führer der Nazis nicht darüber, was sich seine einzige Enkelin, die sich für eine gewisse Zeit in Gefangenschaft von Widerstandskämpfern befunden hatte, mit eben jenen Rebellen ausgehandelt hatte. Doch im Geheimen er war froh und erleichtert darüber, dass sie und einige weitere wieder frei waren.

    Begleitet von nur seinen wichtigsten Offizieren trat er auf das Podium, vor dem sich ein großer Paradeplatz befand, denn er hatte allen, die sich dort versammelt hatten, etwas sehr Wichtiges zu verkünden.

    “Unsere Flotte ist mittlerweile versammelt, und damit bereit zum Angriff auf die Erde! Und somit auch bereit für die Rache an unsere Feinde und die totale Eroberung der Erde, und somit zur Weltherrschaft!!”, verkündete Karl Magnus Hitler, der Führer aller Nazis, mit lauter Stimme euphorisch der großen Menschenmenge, die anwesend war. Überheblich, arrogant sowie blind als auch größenwahnsinnig, wie er und die meisten seiner Anhänger waren, dachte er schon dabei, wie es wäre sich dann den Besiegten von der Erde zu präsentieren.

    Doch keiner bemerkte es, nämlich wie ein getarnter Puddle Jumper von der U.S.S. Phoenix, zu einer weiteren Aufklärungsmission gerade eben über ihre Hauptstadt flog.


  14. #114
    VolvoTreter Avatar von Joschi
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    Alles nachgeholt, nur sind wieder einmal einige Danke Button ausgeblendet...

    Danke

  15. #115
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Zitat Zitat von Joschi Beitrag anzeigen
    Alles nachgeholt, nur sind wieder einmal einige Danke Button ausgeblendet...

    Danke
    Mal nur gut, dass ich dieses Mal die Dankesrede nicht ergänzen brauchte, da ich schon Plural verwenden konnte
    Daher an dieser Stelle, Danke, an euch treue Leser und an die Drücker des Buttons !

    Durch diesen schrecklichen Krieg, der vor rund anderthalb Wochen über die Welt, und insbesondere natürlich über Europa ausgebrochen ist, hatte ich mir so meine Gedanken gemacht. Diese auch im Denkerthread, der auch als der Weisheitsthread oder auch Wohnzimmer des Forums bezeichnet wird.

    Es gibt ja auch in Odyssee zahlreiche Kriegshandlungen. Es kommen sogar mehrere Charaktere aus der Russischen Förderation in meiner FF vor. Ich stand also vor einer schweren Entscheidung:

    1. diese FF für immer zu beenden.
    2. für die Dauer dieses Konfliktes ruhen/pausieren zu lassen.
    3. fortzufahren, jedoch mit einer kleinen Erklärung.

    Dank, der Hilfe von Blue, Chaya und Redlum habe ich mich für die 3. Variante entschieden.
    Deswegen an dieser Stelle eine Klarstellung meiner Seite:
    Krieg ist und bleibt etwas Entsetzliches, wo es letztenden Endes nie Gewinner gibt! Doch, man kennt es ja aus anderen vielen Werken (Filmen, Serien Bücher, Romane etc.), geht es auch hier in erster Linie um das Ringen von Gut gegen Böse, so auch hier bei Odyssee, und nicht darum Krieg und Gewalt gutzuheißen beziehungsweise zu glorifizieren!

    Euer JJO

    Ich wünsche Euch allen dennoch, trotz dieser schweren Zeit, Freude beim Lesen des Startes zur zweiten Hälfte der 5. Staffel

    Odyssee
    Folge 5.11 - “Emrys”

    Milchstraße
    Perseus-Arm, Drachennebel
    Emrys

    Obwohl es ihr nur allzu Recht gewesen wäre, diese Mission auf Emrys selber als Anführerin zu begleiten, hatte General Samantha Carter darauf zunächst noch verzichtet. Doch ließ sie sich diese Option aber noch offen, nämlich selber später mit einem weiteren Team noch nachzukommen, wenn es möglich oder gar nötig sein sollte.
    Stattdessen hatte Doktor Daniel Jackson die Verantwortung übertragen bekommen. Der Archäologe saß ganz vorne, neben der Pilotin Captain Jessica Gallagher. Hinter ihnen saßen Adriana und Rya’c, der sich allerdings immer wieder mit seiner Frau Kar’yn abwechselte.

    Auch auf dem Planeten selbst, schien es ebenfalls nur dichte Nebelfelder zu geben. Captain Gallagher sah deswegen sehr konzentriert auf die Anzeigen, denn so einigen Berggipfeln hatte sie bereits schon ausweichen müssen.

    Es dauerte lange, etwa einige Stunden, dann erst entdeckte Adriana eine Architektur, an welcher sie beinahe vorbeigeflogen wären.

    “Halt! Dort ist etwas, Captain Gallagher!”, rief die Tochter der Orici und Doktor Jacksons, wobei sie aufgeregt nach links zeigte.
    Um den Hinweis nachzugehen, flog die Pilotin mit dem Puddle Jumper eine Kurve und verlangsamte dabei die Geschwindigkeit.
    “Du hast Recht Adriana, hier könnte in der Tat etwas sein”, stimmte Daniel schließlich zu, der dann ebenfalls meinte so etwas wie Bauwerke im Nebel zu erkennen. Er veranlasste aber erst noch einige weitere Überflüge, bevor er dann Jessica Gallagher den Auftrag erteilte, nach einem geeigneten Landeplatz zu suchen.

    Es dauerte etwas, dann landete der Jumper mit dem Erkundungsteam endlich auf einer Plattform.
    Als allererstes verließen die Marines gemeinsam mit den Angehörigen von Adrianas Leibgarde das Fluggerät, um die undurchsichtige Umgebung so gut es möglich war, abzusichern.
    Erst danach verließ Daniel den Jumper. Dem Archäologen fiel sofort die schlichte und einfache Ausführung der nur teilweise und vor allem schwer erkennbaren Anlage auf, denn sie hatte nichts mit dem Glanz und der Machtausstrahlung von Atlantis und Mu gemeinsam. Von Ilion, das in der Andromeda-Galaxie vom Expeditionsteam um Miss Shen entdeckt worden war, hatte er sich bislang nur Bilder und Videos ansehen können, welches eine sehr interessante Mischform aufwies. Doch allein Emrys, schien etwas vollkommen Mythisches auszustrahlen, was auch an der gesamten Umgebung und dem Standort liegen konnte.

    Nachdem einige zur Sicherung und den Schutz des Jumpers beauftragt worden waren, ging das übrige Team schließlich weiter. Doch sie gingen immer noch nicht in das Innere der gewaltigen Anlage, denn Doktor Jackson wollte sich zunächst einmal einen genauen, wenn auch erst einmal nur einen kleinen Überblick über die nähere Umgebung verschaffen.
    “Dieser Ort ist sehr alt”, stellte Rya’c fest.
    “Ich finde ihn eher unheimlich, kalt und abweisend”, meinte dagegen Kar’yn, die gerade vor einer steinerneren Fassade stand, die sie berührt hatte, denn deren Oberfläche war von blaugrauer Farbgebung, glatt und kühl.

    Adriana hielt sich stets in der Nähe ihres wirklichen Vaters auf, der offenbar vor einen weiteren Zugang ins Innere stand. Doch in erster Linie suchte Daniel nach irgendwelchen Inschriften oder Markierungen, kurz gesagt, eigentlich nach Hinweisen, dass sie hier am richtigen Ort waren. Doch bislang hatte er nichts in diesem Bereich, den sie gerade erkundeten, gefunden.

    “Vater! Wieso gehen wir nicht hinein?”
    Doktor Jackson brauchte eine gewisse Zeit zu registrieren, dass er angesprochen worden war.
    Schließlich sagte Daniel: “Nun ja, Adriana, es wäre zu offensichtlich, nämlich einfach eine dieser Türen, die wir gefunden haben, zu nutzen. Das passt nicht wirklich zu den Antikern. Hier führen wieder einige Stufen hinab. Es ist ziemlich nebelig an dieser Stelle, ich kann daher nicht erkennen, wie tief es hier hinabgeht. Geschweige denn, wohin sie führen.”
    “Ich hätte mir doch besser meine Rüstung anlegen sollen, wer weiß, was uns hier an diesen unheimlichem Ort noch erwartet”, murmelte Adriana, die vortrat und ebenfalls nach unten sah.

    “Mein Gefühl sagt mir allmählich, dass wir da wirklich runter müssen”, sprach der Archäologe es dann doch noch aus, was die anderen bereits geahnt hatten, nämlich die schwarz-grau marmorierten Stufen durch diesen weiß-grauen Nebel ins Unbekannte hinabzusteigen. Bevor er allerdings wirklich den ersten Schritt nach unten wagte, informierte Doktor Jackson noch zunächst Captain Gallagher, damit diese General Carter einen Zwischenbericht liefern konnte.

    Gefolgt von Adriana ging Daniel an der Spitze der Gruppe vorsichtig die Stufen hinunter. Das Erkundungsteam verschwand danach nach einander in den dichten Nebelschleiern. Dies geschah, nachdem sich alle etwa um die 30 Meter nach unten begeben hatten. Hier fand Daniel schließlich einige Inschriften und Piktogramme in den Wänden, die er sofort studierte.

    Die anderen Mitglieder des Erkundungsteams waren somit gezwungen, eine gewisse Zeit zu warten, denn es erwies sich als eine Art Rätsel, wie Daniel nach kurzer Prüfung dann herausfand.
    Es war eine seltsame Mischung aus einem Bilder- und Piktogrammrätsel, wessen Lösung Doktor Daniel Jackson schließlich herausfand, worauf sich der Zugang endlich öffnete.

    Dieser Ort war nicht so, wie die anderen Stadtraumschiffe der Antiker, die man bisher entdeckt hatte. Im Innern von Emrys schien sich eine eigene, kleine Welt zu befinden, denn hier gab es Licht, welches von einer unbekannten Quelle stammte sowie Pflanzen, die einen kleinen Wald bildeten und Wasser in Form eines kleinen Sees sowie Baches.

    “Okay. Dann werden wir uns hier mal ein wenig genauer umsehen!”, entschied Daniel, der dann alle noch in mehrere Zweierteams einteilte, damit die Erkundung der näheren Umgebung dieses Ortes noch ein wenig schneller voranging.

    Emrysorbit
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sie konnte ihre Nervosität nicht verbergen, denn General Carter sah immer wieder auf die Uhr. Sam stellte auf dadurch fest, wie lange das Erkundungsteam schon unterwegs und wie lange der letzte Funkkontakt her war.
    “Das wären dann schon… oh, zwölf Stunden”, seufzte die Kommandantin des Erdschiffes, als ein weiterer Funkkontakt zustande kam.

    “Was ist los, Daniel?”
    “Wir benötigen deine Hilfe sowie ein Sanitätsteam hier unten. Weiter kann ich dazu nichts sagen. Ansonsten ist bei uns alles in Ordnung, Sam.”
    “In Ordnung, ich bin unterwegs. Colonel Cole, sie haben solange die Wache, bis ich wieder an Bord bin!”
    “Jawohl, Ma´am.”

    Emrys

    Mithilfe des Jumpers ersparte sich das Team um Samantha Carter das Treppensteigen.
    Am Zugang wurden sie von Daniel Jackson und seiner Tochter Adriana in Empfang genommen.
    Die beiden führten das Verstärkungsteam an einigen Büschen vorbei und durch einen kleinen Birkenhain zu und über den kleinen Steg, der den schmalen Bach überbrückte. Verborgen in dem kleinen Wald befand sich eine Grotte, die vom Volumen etwa so groß ist, wie der alte Stargateraum auf der Erde im Cheyenne Mountain.

    “So. Wir sind gleich am Ziel, General Carter”, erklärte Adriana, die schon die ganze Zeit neben der Kommandantin der George Hammond ging, “es wäre uns beinahe nicht aufgefallen, doch dann berührte ich einen Kristall, und zwar diesen hier, der die Form eines Drachen hat. Nach einen kurzen Aufleuchten tauchte das da auf.”
    Während sie sprach, deutete sie auf eine Stele mit dem beschriebenen Kristall und danach die Mitte der Grotte, wo sich so etwas wie eine Art Mischung aus Thron und Bett befand.

    “Deswegen benötigen wir das Sanitätsteam”, ergänzte Daniel, der auf einen Mann zeigte, der sich darin befand.
    “Das ist keine der Stasisvorrichtungen der Antiker, die wir bisher kennen”, erkannte Sam, die den Ärzten und deren Helfern ein Zeichen gab, sich bereitzuhalten. Danach machte sie sich selber an die Arbeit, um herauszufinden ob man den Mann ohne Gefahr aus dem Zustand holen könnte, in welchen jener sich befand. Währenddessen berichtete Daniel von dem Teil der Anlage und deren Aufbau, den man bisher hatte erkunden können. Daraus ging hervor, dass dieses Stadtraumschiff um diese künstlich geschaffene Grotte herum aufgebaut worden war sowie der Zugang, den man genommen hatte der einzige war, der eben hier hereinführte. Was wohl nach Meinung von Adriana eine sehr gute Sicherheitsmaßnahme war.

    “Es ist Artus, den wir hier vor uns haben”, stellte Daniel fest, “und er scheint in diese Richtung zu schauen.” Der Archäologe stand auf und folgte den Blick zu einer Stelle. Doch fand er nichts, weswegen er vermutete, dass nur Artus selbst in der Lage dazu war, dieses Problem zu lösen.
    “Sehr seltsam. Auf der Erde gab es unterschiedliche Überlieferungen, die das Schicksal von König Artus betreffen: Eine besagt, dass er tödlich verwundet worden sei und eine andere, dass er mit Hilfe von Magie, also wohl eher einer gewissen fortschrittlichen Technologie überlebt haben soll. Als ich damals mit Sam, Teal’c und Mitchell auf der Suche nach dem Sangreal, den Heiligen Gral war, stießen wir auf einen Ort, der sich Camelot nannte. Dort erfuhren wir, dass sich eben Artus ebenfalls auf der Suche danach befand und eines Tages zurückkehren würde”, erzählte Doktor Jackson, der somit seine Kenntnisse weitergab, die er sich in der Angelegenheit angeeignet hatte.

    Währenddessen tat Sam zwei Dinge, nämlich Daniel zuhören und die Technologie verstehen, mit der Artus in diesen Schlafzustand gehalten wurde.
    “So. Ich habe es. Doktor Curie, halten sie sich und ihr Team bereit! Okay, auf drei! Dann hole ich ihn aus diesem Zustand raus.”
    “Verstanden, General Carter.”
    “Okay. Eins. Zwei. Drei, und los!”
    Kaum hatte Sam das letzte Wort ausgesprochen, da drückte sie auch schon die Tasten auf der Schalttafel. Jene leuchteten kurz gelb auf, und nachdem alle sieben betätigt worden waren, erhellte ein weiß-blaues Licht den Bereich um Artus.

    Doch dann geschah etwas, mit dem niemand gerechnet hatte, denn eine weitere Person manifestierte sich quasi aus dem Nichts neben ihnen.

    “Das ist ja Merlin. Aber, das ist doch unmöglich. Er hat sich doch geopfert und sein Geist war vorübergehend in mir, ehe er dann verschwand”, bemerkte Daniel Jackson erstaunt, der genauso wie Sam Carter geradezu perplex dastand. Der alte Mann schaute alle Besucher sehr genau an, musterte aufmerksam jeden einzelnen von ihnen. Sein Blick blieb bei Adriana haften, und dann entdeckte er die Ori-Zeichen bei ihrer Kleidung.

    Röchelnd sank die junge Frau in die Knie, ebenso ihre beiden Kriegerinnen, die nach Luft rangen.
    “Stopp! Merlin, stopp!”, rief Daniel voller Sorge.
    “Wieso? Weshalb soll ich sie am Leben lassen? Ich habe sogar Zweifel, was dich und die anderen angeht. Moment mal. Guinevere, Galahad? Was bedeutet das alles hier? Wo sind die anderen? Parzival, Lancelot, Gawain, Bors, Mordred,…”
    “Wir sehen diesen, euren alten Freunden, einigen der Angehörigen der Tafelrunde wohl nur anscheinend sehr ähnlich. Doch wir sind von der Erde, und waren auf der Suche nach Emrys… Und ich würde mich freuen, wenn ihr diesen drei Frauen nicht weiter schaden würdet”, erwiderte Daniel.
    “Sie sind aber Krieger der Ori.”
    “Mag sein. Aber eine von ihnen ist meine Tochter. Lest meine Gedanken, wenn ihr mir nicht glaubt.”

    Merlin lockerte den telekinetischen Griff, mit welchen er die drei Frauen festhielt, und meinte: “Wenn dies dein Wunsch ist.”
    “Ja. Denn wir benötigen Hilfe, um einige unserer Freunde, die Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße entfernt sind und auf einen anderen Schiff der Antiker, der Destiny, festsitzen”, bestätigte Daniel.
    “Nun gut, es sei, wie ihr es wünscht.”

    Der alte Mann löste den Griff, mit denen er die drei Frauen mit seiner Macht gehalten hatte vollends. Sofort eilten die Ärztin und die Sanitäter zu Adriana und ihren beiden Kriegerinnen, um sie medizinisch zu versorgen.
    Derweil hatte sich Merlin Daniel zugewandt, der seine beide Hände nahm und den Kopf des Archäologen ergriffen hatte. Der alte Antiker schloss seine Augen, tauchte hinab in das Bewusstsein des Menschen.

    Dieser Akt dauerte ungefähr eine Minute, unter dem bangen Blick von General Carter und den anderen Mitgliedern des Forschungsteams.

    Mit einem: “Einfach erstaunlich und bemerkenswert!”, öffnete Merlin wieder seine Augen. Nun wusste der Antiker alles, weswegen er sich kurz darauf auch bei Adriana und ihren beiden Kriegerinnen entschuldigte. Danach erzählte Merlin, dass er sich gleichsam wie Artus in einer Art Schlaf befunden habe, doch jederzeit bereit dazu jeden Eindringling zu stellen und gegebenenfalls auch zu vernichten.
    “Vermutlich steckt Morgan La Fay hinter den Ganzen. Denn, warum sollte es denn sonst noch einen zweiten Myrddin geben”, fiel Daniel ein, der aufmerksam der Erzählung des alten Antikers gelauscht hatte.
    Kurz darauf erwachte auch König Artus, der allerdings nach seinem langen Schlaf sehr wacklig auf den Beinen war. Unter den wachsamen Augen von Merlin, leistete das medizinische Team um Doktor Curie die notwendige Hilfe, damit sich der Zustand des Patienten stabilisierte.

    “Ja, dies ist ein machtvoller Ort und auch tiefer Spiritualität, Daniel. Von mir erschaffen, damit Artus sich erholen könne”, bestätigte Merlin, dem die Blicke von Adriana auffielen, die sie dem König zuwarf. Denn die Tochter der Orici und des SG-Team-Mitglieds hatte sich in jenen verliebt. Der Antiker hielt nicht sehr viel davon, denn es lag eine Menge Arbeit vor ihnen, da es ihm darum ging, die Macht von ihrer Mutter Adria zu brechen.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (06.03.2022 um 21:47 Uhr)


  16. #116
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    Danke, an alle treuen Leser und diejenigen, die den Button betätigt hatten !
    Heute geht es laut dem Kalender planmäßig weiter, mit dem ersten Teil eines Zweiteilers - mal wieder
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.12 - “Auf Messers Schneide, Teil 1”

    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. Phoenix, Brücke

    Von dem, was sich in der Milchstraße sowie den anderen Galaxien, wo sich SG-Teams und ihre Alliierten aufhielten, ereignete wusste die Crew um General Cameron Mitchell nichts. Denn der derzeitige Kommandeur der Phoenix hatte eine absolute Funkstille angeordnet.

    Immer mehr Informationen wurden nach und nach über die Nazis und ihre Truppen gesammelt. Auf die kürzlich gemachten Luftaufnahmen der Hauptstadt des Feindes, machte zuallererst Teal’c aufmerksam.

    “Mitchell.”
    “Was ist los, Großer?”
    “Diese Architektur hier, im Stadtkern, weicht von allen Bauwerken, die es sonst auf diesen Planeten hier gibt, massiv ab. Es ist viel zu filigran und somit ein sehr starker Kontrast zu den anderen eher pompösen Bauwerken in dessen Umgebung”, lautete die Antwort des Jaffa. “Es muss also daher Shangri-La sein!”, fügte Teal’c nach wenigen Sekunden dann hinzu.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Nach wie vor waren die Menschen des blauen Planeten mit dem Wiederaufbau der vielen zerstörten Regionen beschäftigt um die Schäden zu beseitigen, die durch den harten Kampf gegen die Goa’uld und ihre fanatischen zahlreichen Anhänger entstanden waren. Dabei konnten die UN und das IOA nicht verhindern, dass es zu vielfachen Gewalttaten und Übergriffen gegen die Anhänger der ehemaligen und falschen Götter, insbesondere durch die Gläubigen der Orici, gab.

    Ausgerechnet Adria war vor wenigen Minuten mit einer Flotte im Erdorbit aufgetaucht, die allen verkündete, dass durch ihre eigene von heldengesegnete Flotte unter dem Befehl ihrer einzigen Tochter die Goa’uld vernichtet worden seien. Sie hielt aber damit zurück, was sie mit den, durch ihre Tochter Adriana, gefangenen Ba’al vorhatte.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. Phoenix, Besprechungsraum

    Auf einem Bildschirm tauchten immer wieder neue und detailliertere Aufnahmen auf, wie auch von Shangri-La, welches man in seinen Ausmaßen hatte endlich genauer identifizieren können. Dafür hatten zum Glück auch die vielen Unterlagen beigetragen, die Doktor Daniel Jackson einst zusammengestellt und zur Verfügung gestellt hatte, bevor er mit General Samantha Carter auf die Suche nach Emrys gegangen war. Darum saß General Mitchell zusammen mit Teal’c und den Offizieren seines Stabes an einem Tisch, denn man machte sich an die Arbeit, wie man am besten gegen die Nazis vorgehen sollte. Denn das Ziel war es ja, diesen menschenrechten verachtenden Feind, die so wichtige Stadt Shangri-La zu entreißen.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Colonial One

    Im persönlichen Abteil des Vizepräsidenten fand abermals eine wichtige Versammlung statt, denn auf der Galactica traute er sich zunächst, obwohl er auch dort zahlreiche Anhänger hatte. Dennoch stand er mit ihnen im Kontakt, wie mit den anderen auch. Auf diese Weise versuchte Tom Zarek Stimmung gegen die Politik von Laura Roslin und gegen William Adama zu machen, denn es sollte Unmut in der Flotte geschürt werden, die ihm im Wahlkampf und im Zwölferrat helfen sollte.

    “…wir wissen alle, wie schwer es ist - doch wir benötigen noch mehr Unterstützung, weil wir auch das Militär auf unserer Seite brauchen”, erklärte Vizepräsident Zarek, dem bewusst war, wie sehr Admiral Adama bei vielen nach wie vor angesehen war, und dies würde sich noch steigern, wenn die Mission der Pegasus erfolgreich sein sollte. Daher musste er sich mit seiner Kampagne beeilen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Die neuen Informationen machten General O’Neill nachdenklich, denn das Fehlen einiger Warlords innerhalb der Luzianischen Allianz, hatte für ein gewisses, nicht unbedeutendes Machtvakuum innerhalb dieser Organisation gesorgt. Gerade eben hatte ihn die Nachricht erreicht, dass sich Emrys auf den Weg zur Erde befand, außerdem bestand immer noch Funkstille zur Phoenix.
    Deswegen erwog Jack daher sofort die George Hammond zur Unterstützung zu Cameron zu entsenden, sobald Emrys sicher auf der Erde oder dem Mars gelandet sei.
    Was den Leiter des Homeworld Command aber am meisten beunruhigte war, dass sich nach wie vor viele Schiffe der Orici im Orbit der Erde befanden, weswegen er keines der Schiffe der eigenen Flotte entbehren konnte.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Pegasus, CIC

    Erst vor kurzem waren die Erkundungsraptor gestartet, doch Commander Lee Adama hatte bereits seiner Crew mitgeteilt, dass sie bald in den nächsten Sektor aufbrechen würden.

    “Mehrfacher DRADIS-Kontakt!”, warnte Lieutenant Hoshi.
    “Sofort zu den Notfallko…!”, begann Commander Adama, doch er wurde unterbrochen.
    “Das sind keine Zylonen, Apollo! Es sind mehrere koloniale zivile Schiffe, die sich in Begleitung von einigen Kampfsternen befinden!”, meldete Dee.

    Diese Meldung wurde sofort überprüft. Wenige Minuten später hatte man endlich die erlösende Gewissheit, man war auf die von Commander Samuel O’Hara kommandierte Battlestar Nyx sowie zwei weitere Kampfsterne und die dazugehörige Flotte, bestehend aus sieben zivilen Schiffen gestoßen.


    Milchstraße
    Perseus-Arm, Drachennebel
    U.S.S. George Hammond

    Kaum war General Samantha Carter an Bord ihres Schiffes zurückgekehrt, da wurde sie auch schon vom Homeworld Command kontaktiert, und von Lieutenant General Jack O’Neill damit beauftragt worden, General Cameron Mitchell gegen die Nazis zu helfen.

    “Was ist mit Emrys, kann denn jemand für uns diese Stadt zur Erde fliegen, Carter?”
    “Daniel meinte, dass es am Ende in der Entscheidung von Merlin und Artus liegt. Wobei die beiden sehr entschlossen sein sollen, Adria endgültig zu vernichten, falls dies nötig sein sollte. Doch dies will Adriana, die ihre Mutter trotz deren Fehlern liebt, natürlich verhindern will. Sie wollen uns aber zunächst gegen die Nazis helfen, wobei Merlin die George Hammond und die Phoenix eine Tarnfunktion installieren will, wie es schon einst der andere Merlin mit der Odyssey getan hat.”
    “Hört sich gut an.”
    “Und noch etwas ganz Wichtiges, General. Wir benötigen für die Mission zur Destiny Shangri-La möglichst unbeschädigt. Denn diese Stadt besitzt eine gewisse Struktur in Form spezieller Kristalle, die für das Erreichen der Destiny enorm wichtig sind… ich höre gerade, dass Artus uns Emrys zur Erde fliegen wird.”
    “Hat er Sie wirklich für Guinevere gehalten?”
    “Ja. Und Daniel für Galahad. Wie damals als wir nach dem Sangreal gesucht hatten.”
    “Ich erinnere mich dunkel an diese Stelle im Missionsbericht. Nun ja… Wie auch immer, dadurch dass immer noch Funkstille zur Phoenix besteht, sollten sie sich beeilen, um Mitchell zu helfen. Also los!”
    “Ja, Sir.”

    Emrys, Stuhlraum

    Voller Argwohn beobachtete Merlin abermals, wie Adriana, die sich doch allen Ernstes tatsächlich in seinen Schützling verliebt hatte, sich eben mit diesen König Artus unterhielt.

    “Artus.”
    “Ja, Myrddin.”
    “Es ist an der Zeit. Ich habe die Informationen bereits eingegeben. Damit Ihr nicht allein seid, werden noch einige Leute von der Mannschaft von General Carter sich an Bord beamen, die bei der Bedienung von Emrys helfen werden. Und nun zu Dir, Adriana: Wir werden uns noch einmal unterhalten, wenn ich von meiner Mission zurückgekehrt bin!”
    “Wie Ihr wünscht”, bestätigte die Tochter der Orici, die sich kurz ehrfürchtig vor dem alten Antiker verneigte, obwohl er eigentlich zu ihren Todfeinden gehören müsste.
    “General Carter, ich bin bereit an Bord ihres Schiffes transferiert zu werden”, erklärte Merlin, der den anderen Anwesenden im Stuhlraum noch einmal kurz zunickte. Kurz darauf wurde er auch schon vom Transportstrahl erfasst, der ihn an Bord der George Hammond holen würde.


    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Während er an den betreffenden Systemen des Erdschiffes arbeitete, fragte Merlin: “Erzähle mir mehr von den Nazis und ihren Verbrechen, Galahad.”
    “Ähm, mein Name ist Daniel Jackson, Meister Myrddin”, korrigierte der Archäologe mit einem leichten Lächeln im Gesicht, der dann alles berichtete, was er wusste.
    Die Miene des Antikers wurde beim Zuhören zusehends immer besorgter, denn er kannte ja sehr gut das Potenzial und die Bedeutung von Shangri-La.


    Hyperraum
    Emrys, Stuhlraum

    Seit dem Start aus dem Drachennebel war Artus nicht allein, denn Adriana hielt sich stets in seiner Nähe auf. Eigentlich wäre der König auf dem Planeten Camelot, wie einst vor vielen Jahrhunderten vorhergesagt, zurückgekehrt, doch er hielt sich an die Weisung von Myrddin.

    Auf Emyrs befanden sich seit dem Start gerade einmal drei Dutzend Menschen. Mehr waren auch nicht nötig, um das kleine Stadtraumschiff der Antiker in das Zielsystem zu fliegen. Nach einem kurzen hin und her, hatten sich Rya’c und Kar’yn dazu entschieden ebenfalls mitzufliegen, da sie so einiges über die Technologie von Emrys aus erster Hand lernen wollten. Dies lag auch daran, weil Kar’yn ein Kind erwartete, und die beiden Erdschiffe vermutlich nicht ohne Gefechte gegen die Nazis bleiben würden.


    Unbekannter Planet

    Seit seiner Gefangennahme war Ba’al ständig streng bewacht worden. Seine Zelle war kalt und aus seiner Sicht auch ziemlich muffig, kurz gesagt eines Gottes unwürdig. Niemand kam auch näher als fünf Meter an die Gitterstäbe an ihn heran. Seine Mahlzeiten schwebten zu dem Goa’uld, was jedes Mal an einem Prior lag, der seine Kräfte dabei einsetzte.

    “Ich könnte durchaus eine Decke gebrauchen!”, rief Ba’al laut, dem allmählich der starke mangelnde Komfort seiner Zelle gegen den Strich ging.
    ´Wieso bin ich nicht Geschäftsmann auf der Erde geworden, hätte eine Partei gegründet und mich zum Staatsoberhaupt wählen lassen?’, grübelte der wohl allerletzte Systemlord der Goa’uld verdrossen fragend vor sich hin.

    Dann verspürte Ba’al den Windhauch, sah das Leuchten und Adria manifestierte sich in seiner Zelle, die ihn kritisch musterte, und aufzeigte, dass sie seine Gedanken gelesen hatte, weil sie: “Die Chance ist vertan!”, sagte.

    Eine lange Zeit schien verstrichen zu sein, dann fragte Ba’al schließlich: “Wieso tötest Du mich dann nicht endlich?”
    “Das fragst Du auch noch. Ich will Dich leiden lassen. Leiden lassen als Ausgleich für die Qualen, die Du mir zugefügt hast…”
    “Ohne meine Intervention wärst Du nie aufgestiegen. Also verdankst du es meiner Tat, dass du so mächtig geworden bist.”
    “Ach ja. Was weist Du schon?”
    “Ich bin ein Gott.”
    “Du lebst nur noch, weil ich dein Wissen will! Du verbirgst noch so Manches vor mir, Ba‘al. Noch.”
    “So ist das also. Also sterbe ich doch bald…”
    “Gut möglich”, erklärte Adria lächelnd, die kurz darauf wieder verschwand.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. Phoenix, Brücke

    Immer wieder musste General Mitchell die derzeitige Position seines Schiffes korrigieren lassen, um nicht von den Patrouillen der Nazis entdeckt zu werden.

    “Sir. Eine Kriegerin der Vampire möchte sie sprechen, General.”
    “Okay, Sergeant. Sie sind Liana, richtig?”
    “Ja, General Mitchell. Ich bin hier, um Ihnen einen Vorschlag von Ratsmitglied Lacmus zu unterbreiten.”
    “Ich höre!”
    “Sie könnten einige von uns oder auch nur mich auf den Planeten dieser Nazis bringen. Dort könnten wir durch das Trinken vom Blut von ihnen in Erfahrung bringen, was sie planen und über welche Stärke sie verfügen.”
    “Ist ziemlich riskant”, erwiderte Cameron, der zwar an mehr und damit detailliertere Informationen interessiert war, aber eine Leiche des Feindes mit rätselhaften Bissspuren am Hals würde für einen erhöhten Alarmstatus auf dem Planeten führen.

    Als hätte Liana die Fähigkeit seine Gedanken zu lesen, entgegnete die Vampirin daher umgehend: “Ich würde sehr, sehr vorsichtig vorgehen und die entsprechende Person eventuell spurlos verschwinden lassen, oder gar entführen und zu Ihnen bringen, für weitere Verhöre hier an Bord.”
    “Dann benötigen wir einen Puddle Jumper samt einer wagemutigen Besatzung, die dorthin fliegt, auf dem Planeten landet, die Informationen sammelt und dann hier an Bord zurückkehrt.”
    “So ist es, in der Tat, Brigadier General Cameron Mitchell”, bestätigte Liana.

    Eine Pause entstand, denn der Befehlshaber der Mission musste verständlicherweise erst einmal über den Vorschlag nachdenken.

    Nach einer gewissen Zeit boten dann auch noch zwei der vier Mutanten an Bord des Schiffes ebenfalls ihre Teilnahme an der Mission auf dem Planeten an.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    “Sir. Wir haben eine Übertragung erhalten. Daraus geht hervor, dass Emrys in etwa einer halben Stunde den Hyperraum zwischen der Erde und dem Mars verlassen wird.”
    “So schnell.”
    “Ja, General. Es gibt dort drei volle ZPM’, die somit für volle Leistung und Entfaltung des Potentials dieser Stadt sorgen konnten.”
    Darauf war Jack O’Neill natürlich sehr erfreut, der aber dann noch erfuhr, dass sich auch unter anderem die Tochter der Orici an Bord von Emrys befand, und auch mit einer erneuten Rückkehr derselbigen zur Erde wohl schon ehr bald zu rechnen sei.


    Andromeda-Galaxie
    Zylonisches Imperium
    Heimatkolonie

    Dass sich die Ehefrau von Colonel Saul Tigh als Zylonin entpuppt hatte, hatte unter den anderen Zylonenmodelle, mit Ausnahme der Einser-Modelle, für teils sehr heftige Spekulationen gesorgt. Somit geriet Gaius Baltar, der sich mehr oder weniger nach wie vor in Gefangenschaft bei der künstlichen Lebensformen befand, immer mehr unter Druck sich zu erinnern, denn er hatte einst den berüchtigten Zylonendetektor entwickelt.

    Eine Zylonin, eine Drei, hatte nach einer Herunterladung in einen neuem Körper das Gefühl bekommen, ganz nahe an Gott gerückt worden zu sein. Diese verhielt sich seitdem zunehmend sehr geheimnisvoll, was auch Baltar auffiel, der sich fragte, ob er nicht auch ein Zylon sei.

    Dies schien sich auch auf die Zenturios und Jäger zu übertragen, die zunehmend die Befehle zum Angriff auf vermeintliche menschliche Ziele zu verweigern schienen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    Stargate Command Base, Konferenzraum

    Kurz nachdem Emrys im Orbit des Mars eingetroffen war, tauchte, wie es schon O’Neill geahnt hatte, Adria auf. Die Orici teilte allen Anwesenden kurz und knapp mit, dass die Goa’uld ausgelöscht worden seien.

    Artus und Adria musterten sich bei ihrer ersten Begegnung sehr genau. Der Orici fiel es dann auf, ihre Tochter schien dem König von Camelot nicht von der Seite weichen zu wollen.
    “Seid ihr beide etwa ein Paar?”, fragte Adria schließlich.
    Kurz darauf bestätigte Adriana, dass sie in Artus verliebt sei, wovon ihre Mutter als auch der Antiker Myrddin nicht wirklich viel zu halten schienen.

    Als Artus und Adria für einen Moment kurz alleine standen, warnte der König von Camelot eindringlich: “Ein Fehler von Euch, und Merlin sowie ich werde nicht zögern, um Deinem Treiben für immer ein Ende zu bereiten!”
    Daraufhin schaute die Orici den König nur noch mit einem eiskalten Blick an, während sie auch schon darüber nachsann, wie die beiden dies denn wohl anstellen wollten.


  17. #117
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    Danke, an die treuen Leser und auch an die Button-Drücker !

    Heute folgt, wie geplant, der zweite Teil der Doppelfolge, mit der wir uns einen sehr entscheidenden Moment ein großes Stück nähern. Mehr verrate ich nicht - also, Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.13 - “Auf Messers Schneide, Teil 2”


    Zwischenebene

    Das schon seit geraumer Zeit umherirrende Bewusstsein suchte sich immer noch mit allmählich höchster werdender Dringlichkeit einen neuen geeigneten Körper. Zuerst natürlich in der Andromeda-Galaxie, wo nämlich sein alter Körper getötet und zerstört worden war, ehe es sich dann auf den Weg in die Milchstraße gemacht hatte. Aber auch dort war es abermals nicht fündig geworden.
    Doch dann erreichte es schließlich dann doch noch sein Ziel. Es war kurz darauf in eine der kleineren Begleitgalaxien der Milchstraße angekommen, wo es endlich dann doch noch fand, wonach es so lange Zeit gesucht hatte, nämlich einen passenden Charakter voller Machtgier und Rücksichtslosigkeit…


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    Thule, Kontinent Lanassa
    Hauptstadt Germania

    In einer weiteren großen abschließenden Sitzung des gesamten einberufenen Offiziersstabes wurde vom Führer aller Nazis, bekanntgegeben, dass sich schon bereits seit einiger Zeit der Großteil der bereitstehenden Angriffsflotte auf dem Weg zur Erde befand.

    Doch kurz darauf wurde das jüngste Verhalten von der Enkelin des Führers der Nazis durch einige Offiziere aus seinem engsten Umfeld abermals bemängelt. Denn es ging um das Verhalten von Barbara Hitler, der es gegen jeglicher ihrer ideologischen Überzeugung gelungen war, einen Vertrag mit den Freiheitskämpfern auszuhandeln.

    “…ich fasse es erneut kurz zusammen: Meine Schwester ist durch ihren Alleingang eine Verräterin und muss umgehend inhaftiert, angeklagt, verurteilt und gerichtet werden. Je schneller, desto besser!”, ereiferte sich Barbarossa Hitler, der seit einigen Tagen schon noch um einiges entschlossener wirkte als sonst schon.
    “Ihr meint also, sie hinzurichten.”
    “Ganz genau. Sie hat ein gefährliches, schwaches Gedankengut in unserem arischen Volk verteilt, was so schnell wie nur möglich aufgehalten werden muss! Sie gefährdet dadurch, mit ihren Vertrag, mit diesen Untermenschen, unsere Vormachtstellung und die Herrschaft über diese Galaxie, des Universums, die letztendlich nur uns zusteht, sobald wir all unsere Feinde ausgelöscht haben!”
    “Wir müssten dann aber auch sehr viele unserer Soldatinnen und Soldaten beseitigen, da Barbara bei jenen nach wie vor sehr beliebt ist. Also ist dieses Vorgehen, ohne einer Anklage und dem damit verbundenen Prozess nicht gerade sinnvoll”, entgegnete Arminius Hilter, dessen Vater und Sohn des Führers.
    “Stimmt. Sie hat durch ihre Verhandlungen für eine gewisse stabile Ruhe auf diesen Planeten gesorgt, die uns in die Lage gebracht haben uns endlich unserem eigentlichen Ziel zuzuwenden”, bestätigte der Führer der Nazis, der aber den Standpunkt seines Enkelsohnes auch nachvollziehen konnte und dennoch strikt ablehnte.

    Damit war trotzdem die Debatte unter allen Offizieren entfacht worden, wie man gegen diese Schwäche, wie es Barbarossa Hitler bezeichnet hatte, am Besten und entschieden vorgegangen werden sollte.

    Eine Stunde später wurde vom Führer der Nazis diese weitere Sitzung für beendet erklärt, nachdem er einige weitere diktatorische Anordnungen erlassen hatte.


    Jumper 2

    Getarnt überflog mittlerweile ein Puddle Jumper schon seit etwa einer halben Stunde die Hauptstadt der Nazis. Die Besatzung bestand aus jeweils zwei Piloten, Mutanten, Marines und der Vampirin Liana. Eine noch größere Gruppe wollte General Cameron Mitchell nicht auf diese gefährliche Mission schicken.

    “Dort sieht es nach einem guten Landeplatz aus!”
    “Stimmt. Sehr wenig Betrieb in diesen Stadtteil, obwohl es hier so einige Baracken gibt, Lieutenant Anderson”, bestätigte Captain Greenburg, der dann den Befehl zur Landung erteilte.

    Dort wartete man noch bis zum Einbruch der Nacht, damit Liana sich im Schutz der Dunkelheit auf den Weg machen und von den beiden Mutanten, die aus der Schule von Professor Xavier stammten, bei ihren Einsatz gedeckt werden konnte.

    Reichspalast

    Mit zufriedener Miene verließ Barbarossa Hitler den Wohnbereich seines Vaters, wie auch schon das des Führers, seines Großvaters, eine Stunde zuvor. Er musste sich nun sehr beeilen, daher suchte er so schnell sowie unverdächtig wie nur möglich den Wohnbereich seiner Schwester auf.
    Schnell bemerkte er, dass er sich die ganze Eile hatte sparen können, denn Barbara Hitler kehrte jetzt erst vollkommen erschöpft von einem weiteren Übungsmanöver ihrer Einheit, die sie selber kommandierte, heim. Müde wie Barbara nun einmal war, verzichtete sie darauf sich umzuziehen, stattdessen fiel sie auf ihr Bett nieder um zu schlafen.

    Kaserne 1

    Kriemhild Krein seufzte, da sie den Befehl erhalten hatte, in der Kaserne verbleiben zu müssen. Die Soldatin und Unteroffizierin der SS hatte ihren Einwand erhoben, mit der Begründung, ja die Adjutantin von Barbara Hitler zu sein, und somit das Recht sowie die Pflicht habe ihre Vorgesetzte immer zu begleiten. Zumindest lag dieser Stützpunkt genau neben dem Reichspalast sowie Shangri-La. Sie konnte nicht ahnen, dass es vom Bruder ihrer besten Freundin so geplant worden war.

    Gerade eben war sie noch unterwegs, da sie noch ein wenig draußen sein wollte, obwohl ihre Füße heute schon viele Kilometer unterwegs gewesen waren. Kriemhild schaute nach oben zu dem Fenster, wo Barbara ihre Wohnung im Reichspalast hatte. Gerade eben war das Licht erloschen.

    Unvermittelt wurde die Nazi-Soldatin plötzlich mit aller Gewalt von hinten gepackt. Es war Liana, die ihren Hals nur leicht nach hinten bog und dann, wie schon bei einen anderen Soldaten der Kaserne hineinbiss, um etwas von ihrem Blut zu trinken. Deren Kameraden hatte sie aber komplett ausgesaugt, da sie der brennenden Versuchung, endlich einmal frisches und warmes Blut direkt von einem Menschen trinken zu können, einfach nicht widerstehen konnte. Doch ihr Ziel war es aber nun, Kriemhild nur bewusstlos zu machen, damit sie diese Frau an Bord des wartenden Puddle Jumpers für den geplanten Transfer auf die Phoenix bringen konnte.

    Die Gegenwehr der Nazi-Soldatin und deren Körper erschlafften schließlich spürbar. Darauf hatte die Vampirprinzessin Liana nur gewartet, die dann ihr vom hohen Blutverlust geschwächtes Opfer mit großer Leichtigkeit ungesehen davontragen konnte.

    Reichspalast
    Wohnbereich Barbara Hitlers
    Schlafzimmer

    Sie nahm nur den kleinen Lufthauch war, der davon herrührte, dass ihr Bruder sich in ihre Wohnung geschlichen hatte.

    Sehr schläfrig und leicht benommen öffnete Barbara ihre Augen, und murmelte: “Was ist denn los, Barbarossa?”

    Während sie blinzelnd noch ihre Augen öffnete, erkannte sie mit großen Schrecken den schon mit Blut verschmierten Dolch, den ihr Bruder mit beiden Händen über ihre Brust hielt. Schlagartig war sie nun wach und konnte sich gerade noch zur Seite rollen, während Barbarossa schon zustieß.
    Doch er traf nur die Matratze des Bettes. Gleichzeitig stürzte Barbara vom Bett runter, rappelte sich schnell wieder auf, rannte dann so schnell sie nur konnte zum Geheimgang. Ihr Bruder eilte fluchend hinter ihr her. Doch der Zugang zum Geheimgang war von seiner Schwester bereits erfolgreich blockiert worden, die durch das Gangsystem mittlerweile ihre Flucht fortsetzte.


    U.S.S. Phoenix, Krankenstation

    Sofort nach der Ankunft des Jumpers wurde Kriemhild Krein, wegen ihres Zustandes auf die Krankenstation gebracht. Dort hatten sich auch General Mitchell und Teal’c sowie ein Teil des Einsatzteams, darunter natürlich auch Liana, eingefunden.

    Die Vampirin erstattete umgehend Bericht.
    “Sie haben was getan?”, fragte Cameron bei nahe schreiend.
    “Ich konnte mich leider nicht beherrschen. Es tut mir leid. Um alle Spuren zu verwischen, haben wir außerdem noch den Leichnam des Nazi-Soldaten mitgebracht, damit ihre Ärzte ihn untersuchen können”, erklärte die Kriegerin der Vampire.
    “Äh, hoffentlich wird er nicht wieder als wütender Vampir munter”, brummte daraufhin Cameron.
    “Dies wird nicht passieren, weil ich ihn vollkommen ausgesaugt habe. Doch bei der Frau, die ich gebissen und die wir dann hierher mitgebracht haben, ihr sollten sie sofort einige Medikamente verabreichen, die eine potentielle Metamorphose verhindern werden.”
    “Na schön. Sie helfen den Ärzten dabei! Doch wir müssen zunächst einmal in einen sicheren Sektor, um die Erde zu warnen! Denn das, was sie mir erzählt haben, gefällt mir nicht, Liana.”
    “In der Tat, Mitchell”, bestätigte Teal’c.


    Thule, Kontinent Lanassa
    Hauptstadt Germania
    Reichspalast

    Hektisch rannten seit einigen Stunden schon viele Soldaten der SS durch das gesamte Gebäude. Denn Barbarossa Hitler hatte, angetrieben von seiner Gier nach der absoluten Macht sowie unter dem Einfluss von dem Bewusstsein von Darius, nicht nur den Führer Karl Magnus Hitler, seinen eigenen Großvater, sondern auch seinen eigenen Vater, nämlich Arminius Hitler, ermordet. Dafür hatte er einen Dolch seiner Schwester verwendet, den er Tage zuvor, unbemerkt hatte entwenden können. Somit konnte er diese widerwärtige Bluttat, Barbara letztendlich in die Schuhe schieben. Eigentlich hatte er ja auch vorgehabt mit dieser Waffe auch seine Schwester zu töten, und zwar so, dass es entweder wie ein Selbstmord aussah oder er sie nach einer Verfolgung oder einen Duell selber getötet hätte. Doch da unerwarteterweise seine Schwester entkommen war, musste er schnell seinen Plan ändern, daher präsentierte er dem Stab aller Offiziere die blutige Waffe: “…daher besteht kein Zweifel, sie hat auch versucht mich zu ermorden, doch konnte ich mich erfolgreich wehren, wobei sie ihren Dolch verloren hatte. Ich als neuer Führer aller Nationalsozialisten befehle hiermit: Sobald jemand Barbara Hitler erblickt, ist sie sofort augenblicklich zu erschießen, weil sie extrem gefährlich ist!”

    Kaserne 1

    Derweil war es Barbara Hitler gelungen sich unbemerkt in die Kaserne einzuschleichen, doch fand sie keine Spur ihrer Freundin.
    “Du hast sie also auch ermordet und spurlos verschwinden lassen”, vermutete die Frau flüsternd, der bewusst wurde, dass sie sofort ihre loyalsten Anhänger aufsuchen musste, wenn sie überleben und entkommen wollte. Diese gehörten alle zu einem liberalen Flügel, den sie selber anführte.


    Andromeda-Galaxie
    Pegasus-Flotte
    Battlestar Pegasus, CIC

    Durch die Hilfe der anderen Schiffe der anderen Kolonialen Flüchtlingsflotte, die man glücklicherweise getroffen hatte, war die Crew von Commander Lee Adama in der Lage ein größeres Gebiet abzusuchen.

    “Der letzte Raptor ist soeben zurückgekehrt, Commander”, meldete Lieutenant Hoshi, “bislang keine Spur von einer weiteren Flüchtlingsflotte. Dafür hat die Besatzung ein paar Aufnahmen gemacht, welche sie sich ansehen sollten, Sir.”
    “Empfangen wir eine Übertragung?”
    “Läuft noch, Sir”, antwortete Anastasia Dualla, der XO der Pegasus.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    U.N.S. Gondwana, Brücke < > Atlantis, Kontrollraum

    “Wir können die Vermutungen bestätigen, dass sich die Wraith neu formiert haben. Somit ist unsere Guerilla-Taktik zu riskant geworden, Mister Woolsey.”
    “Danke, Colonel Le Havre. Kehren Sie zurück nach Atlantis!”
    “Sind schon unterwegs und werden morgen wieder bei ihnen sein, Sir.”
    “In Ordnung.”


    Andromeda-Galaxie
    Pegasus-Flotte
    Battlestar Pegasus, Taktikraum

    “Die Zylonen haben wohl keinerlei Notiz von uns genommen, Commander. Sie haben sich gegenseitig in diesem Nebel eine Zeitlang bekriegt, dann brachen sie den Kampf ab und verschwanden, weil wohl keine der Seiten Aussichten auf einen Erfolg hatte.”
    “Danke, Lieutenant. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wir sollten diese wichtige Information sehr schnell Admiral Adama mitteilen. Und das werden Sie übernehmen, während wir weitersuchen!”
    “Verstanden, Commander.”

    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Aufenthaltsraum

    In der Crew des Kampfsternes rumorte es, wie auch in der übrigen Flotte. Eine gewisse Anzahl von Piloten, Marines, Deckhelfern und Mechanikern hatte sich erneut getroffen. Alle waren sich einig, dass Vizepräsident Zarek Recht hatte, weil Admiral Adama auf die Zylonin Sharon Satterfield hörte und somit die Sicherheit der Menschen gefährdete.
    “Wir müssen etwas unternehmen”, meinte einer der Deckhelfer.
    Daraufhin erklärte eine Raptorpilotin: “Ja, und was bitteschön?”
    “Wir könnten das Kommando der Galactica übernehmen. Doch dies wäre dann eindeutig Meuterei”, sagte ein Viperpilot, der einst CAG auf der Pegasus gewesen war.
    “Hm. Wir sollten uns vorher mit dem Vizepräsidenten beraten, damit wir koordiniert in der gesamten Flotte etwas unternehmen”, riet einer der Marines hingegen, was Zustimmung nicht nur beim ehemaligen CAG der Pegasus, sondern auch der Mehrheit der anderen im Raum fand.

    Electra-Flotte
    Battlestar Thetis, Teamquartier

    Da wiederholt technische Probleme bei einigen Schiffen, auch bei Kampfsternen aufgetreten waren, wurde von den Flüchtlingen der 12 Kolonien von Kobol entschieden kein Schiff zu entbehren, sondern stattdessen die Konstruktionspläne zu übersenden.
    Diese lagen auf dem Tisch im Quartier meines Teams, wo wir seit langer Zeit wohnten.
    Verdutzt schaute ich mich um, denn ich war nicht der einzige, der seine Sachen packte.

    “Tja, du wirst mich nicht los, Wolfrino”, erklärte Leutnant Jessica Schneider, “denn mein Befehl lautet ja, auf dich aufzupassen.”
    “He, wo bleibt ihr denn?”
    “Sie kommen auch mit?”
    “Klar. Da sollen ja eine Menge Nazis mit ihren Raumschiffen unterwegs zur Erde sein. Die Gelegenheit endlich mal Faschisten zu killen, möchte ich nicht verpassen. Und unsere israelische Kameradin Esther Bernstein will auch mit, damit sie einige Familienmitglieder rächen kann, die von den Faschisten ermordet wurden”, antwortete Natalia Adamov, die bereits mit ihren großen fertig gepackten Rucksack und Seesack vor der Luke stand.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Homeworld Command

    Als Magneto alias Erik Lehnsherr gehört hatte, was da auf die Erde zukam, hatte er sofort seine komplette Hilfe angeboten.

    “Ich habe mit den Nazis noch eine Rechnung offen, General O’Neill. Ich denke, dass Sie es verstehen werden.”
    “Da ich es verstehen kann, und es ihnen wohl nicht ausreden kann und über jede Hilfe dankbar bin, bin ich froh, dass sie hier sind, Mister Lehnsherr. Wraith, Nazis, Vampire. Bin ich froh, wenn das alles Mal eines Tages endgültig vorbei ist, und ich endlich in den für wahr wohlverdienten Ruhestand gehen kann.”
    Die letzten beiden Sätze murmelte Jack kaum hörbar vor sich hin, denn Magneto hatte sein Büro noch nicht verlassen.


    Andromeda-Galaxie
    Electra-Flotte
    Ilion, Stargate-Raum

    Bevor wir allerdings das Stargate nutzen konnten, traf zunächst weiteres Personal von der Erde aus ein. Ungefähr 50 Personen, darunter Militärs, Wissenschaftler, Techniker und medizinisches Personal traten auf Ilion ihren Dienst an.
    Außer den drei Lieutenants Adamov, Bernstein und Schneider sowie mir, hatten sich noch 12 weitere Personen im Stargate-Raum von der Antiker-Stadt Ilion eingefunden, die ebenfalls mit zur Erde reisen würden. Nämlich Doktor Benjamin David Rosenthal, Sergeant Simeon Hamovic aus Israel, Lieutenant Commander Zhu Shen, Lieutenant Zhuang Wu, und Sub-Lieutenant Shuang Li von der Marine der Volksrepublik China, außerdem noch die beiden Doktoren Ji Xiao, eine Archäologin, und Xi-Wang Jin eine Medizinerin und Linguistin, die zwei russischen Luftwaffen-Lieutenants Peter Kalinov und Sanitäter Jurij Kanchleskov, von der Bundesrepublik Deutschland Feldwebel und Sanitäterin Sarah Schneider von der Deutschen Luftwaffe sowie die beiden Privates Claire Wilson und Rick Custer, zwei Marines der US Army.

    Miss Xiaoyi Shen, die Leiterin der Andromeda-Expedition sowie Kommandantin von Ilion ließ es sich nicht nehmen uns persönlich zu verabschieden: “Es war mir eine besondere Ehre mit ihnen allen zusammenzuarbeiten. Auch würde ich mich sehr darüber freuen, am liebsten wieder mit ihnen allen mal wieder gemeinsam zu arbeiten. Und jetzt beeilen sie sich, da wir noch weitere Verstärkung, Material und Vorräte in der nächsten Stunde von der Erde erwarten!”


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    Thule, Kontinent Lanassa

    Zu einem Gebirgszug, nahe der Nazihauptstadt Germania, hatte sich die mittlerweile leicht geschrumpfte Gruppe von Soldatinnen und Soldaten um Barbara Hitler sowie den meisten, der noch überlebenden Rebellen von und mit Tara, erfolgreich vorgekämpft. Aber noch waren sie eine große Streitmacht, die wirksam angreifen und sich auch gegen Widersacher verteidigen konnte.
    Ihr Ziel war der Stützpunkt, in welchen sich das bislang noch inaktive Stargate befand. Durch jenes wollten sie aber fliehen, um der unberechenbaren mörderischen Entschlossenheit von Barbarossa Hitler, dem neuen Führer aller Nazis zu entkommen.

    Hektisch gab Barbara, die als einzige Informationen über die Funktion des Sternentores besaß, die Koordinaten ein. Alle anderen hatten sich verschanzt oder suchten hinter irgendetwas ausreichende Deckung. Endlich waren sie in Sicherheit. Für einige Zeit zumindest, denn die schweren Stahltore hatten den Zugang zum Kernstück dieser Basis vorerst verschlossen.

    Der Boden erbebte stark, während sich der innere Ring des Stargates bewegte. Eine weitere schwere Erschütterung ließ den Untergrund und die gesamte Basis stark erzittern, als sich dann erfolgreich der Ereignishorizont bildete.
    “Und jetzt, alle los! Geht durch das antike Portal! Die Streitmacht meines Bruders wird vermutlich schon in Kürze den Zugang zu diesem Bereich gewaltsam wieder geöffnet haben! Also los!”, schrie Barbara allen zu, die loyal zu Tara und ihr hielten.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, O’Neills Büro

    “Guten Tag, Miss Yashida. Darf ich Ihnen etwas anbieten?”
    “Yukio und ich würden uns über einen Tee freuen, General O’Neill”, antwortete Mariko.
    “Kommt sofort. Sie wollen also einige Verbesserungsvorschläge vorlegen, die unsere Schiffe besser schützen sollen, sowie die Missionsbeteiligung und Unterstützung ihres Unternehmens in Bezug zur Destiny.”
    “So ist es. Ich habe diese Präsentation vorbereitet. Einmal in digitaler Form und einmal in der altbewährten Papierform. Hier bitte.”
    “Danke. Was gibt es denn so dringendes, Daniel?”
    “Hallo, Jack. Miss Yashida. Yukio. Ich habe meine Nachforschungen beendet, was die Nazis angeht, die…”
    “Kann das nicht noch ein wenig warten? Denn dieser Termin hier ist enorm wichtig!”
    “Okay. Tut mir leid wegen der Störung. Ich komme dann später wieder.”

    Es dauerte etwa eine Viertelstunde, dann hatte Jack O’Neill genug von der Präsentation gesehen und entschied die Entwürfe den zuständigen Verantwortlichen zukommen zu lassen. Danach gab er Mariko Yashida einen kurzen aber dafür übersichtlichen Überblick über den aktuellen Stand des Stargate-Programms.

    “…ist es wirklich so beunruhigend?”
    “Leider ja. Wir hoffen dennoch, dass es uns dadurch gelingt Shangri-La den Nazis wegzunehmen und in Sicherheit zu bringen. Denn immerhin habe ich die besten Leute auf diese Mission geschickt. Kann also nur klappen. Sie erwähnten noch eine Verbesserung.”
    “Ja. Es geht darum die beste, aktuellste und modernste Technologie zur Destiny und ihrer Besatzung zu schaffen, die derzeit verfügbar ist.”

    Die drei unterhielten sich noch einige Minuten, bis das Smartphone Mariko Yashida daran erinnerte, dass schon in Kürze der nächste Termin wahrgenommen werden sollte.

    Kaum waren die beiden Japanerinnen aus dem Büro von Jack O’Neill heraus, da trat auch schon Daniel Jackson durch die Tür.

    “Hast du etwa die ganze Zeit gewartet, Daniel?”
    “Beinahe. Habe mich nur schnell erkundigt, wann Miss Yashida ihren nächsten Termin hat. Habe daher die Zeit sinnvoll in der Cafeteria verbracht und hier nur fünf Minuten gewartet. Und mein Bericht dauert nicht lange, Jack.”
    “Gut. Dann fang mal an!”

    Ohne viel Zeit zu verlieren, begann der Archäologe zu erzählen, nämlich dass die Nazis und ihre nahestehenden Verbündeten den Plan gefasst hatten die Erde zu verlassen. Dabei war Doktor Jackson auf Meldedaten gestoßen, die ihm offenbart hatten wie viele in etwa verschwunden waren.
    “…das sind ganz schön viele Menschen, die da verschwunden sind.”
    “Ja. Darunter sehr viele Verschleppte und Gefangene. Und diese Flotte, die sich auf uns zu bewegt, wird in den nächsten zwei Wochen hier eintreffen. Es sind relativ kleine Objekte, aber sehr viele.”
    “Ich weiß. Rund 1000.”
    “Das schaffen wir nicht. Doch, Daniel. Unsere Schiffe sind allesamt wieder so gut wie bereit. Aber nichts desto trotz, werden wir Mu und Emrys verlegen, damit sie nicht zu Schaden kommen. Sam und Cameron werden den Nazis an der anderen Front in den Hintern treten, und wir erledigen hier in unserem Sonnensystem diese Rassisten und ihre Flotte.”
    “Also, erst schießen und später Fragen stellen.”
    “Du hast es erfasst. Später, falls noch wer übrig sein sollte, stellen wir ein paar Fragen. Aber wir werden mit diesen verbrecherischen Leuten und Abschaum der Menschheit auch nicht nur eine Sekunde verhandeln!”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Auf dem gesamten alten kolonialen Kriegsschiff, welches schon seit dem ersten Krieg vor rund vierzig Jahren gegen die Zylonen im Dienst ist, herrschte reges Treiben. Eigentlich nichts Ungewöhnliches auf dem ersten Blick. Doch viele hatten sich bewaffnet, und nicht alle waren Angehörige des Kolonialen Militärs.
    Der Aufstand innerhalb der Flotte hatte also begonnen.

    Sektion für Sektion des Schiffes schien in der Tat kampflos an die Meuterer, die ihre Absprache mit Vizepräsident Zarek getroffen und dessen Rückendeckung hatten, zu fallen. Was daran lag, dass ja niemand mit Waffengewalt auf einen befreundeten Kameraden vorgehen wollte.

    Doch ihr Vordringen wurde schließlich gestoppt, denn Captain Kara Thrace hatte das CIC und somit Admiral William Adama über besorgniserregende Entwicklungen informiert. Sämtliche Einheiten der Marines sowie Viper- und Raptorpiloten, die zum aktiven Stab der Galactica hielten, hatten sich taktisch zurückgezogen. Aber nicht nur in den Korridoren zum Gefechtsstand herrschte große Anspannung, sondern auch in der Umgebung des Admirals, der wie sein XO wachsam das Umfeld beobachteten.

    “Hier ist Adama!”
    “Admiral Adama, hier spricht ihr Präsident. Ich teile Ihnen hiermit mit, dass sich Laura Roslin in Gewahrsam befindet…”
    “Sie gehen zu weit, Tom! Lassen Sie den Unsinn!”
    “Es ist zu spät. Meine Leute kontrollieren den Großteil der Flotte…”
    “Nicht für lange, dies kann ich Ihnen versprechen!”
    “Treten Sie von ihren Posten zurück!”, verlangte Tom Zarek, der ergänzte, dass er nicht auf Blutvergießen aus war, sondern für einen Systemwechsel.
    “Sie haben eine Meuterei auf meinem Schiff begünstigt, die in wenigen Minuten schon zu Ende sein wird. Und danach werde ich mit ihnen abrechnen, Tom!”

    “Legen Sie die Waffe weg, Admiral!”, forderte eine bekannte Stimme.
    Adama drehte sich gelassen um, nur um Gaeta mit grimmiger Miene anzuschauen, der ebenfalls, wie noch einige andere Leute im CIC, zu den Meuterern gehörte. Doch es waren zu wenige. Denn die Leute des Admirals waren hier in der deutlichen Überzahl.
    “Ah. Ich nehme an, dass sie der neue Admiral werden sollen. Habe ich da Recht, Mister Gaeta?”, fragte Adama mit gelassener Stimme, der seine Enttäuschung gut verbergen konnte, aber dennoch weiterhin grimmig dreinschaute.
    “Ich will Sie nicht erschießen müssen, Sir”, versicherte Felix Gaeta.
    Voller Sorge trat einer der Unteroffiziere zwischen Adama und Gaeta. Vor Schreck zog der Taktikoffizier den Abzug seiner Waffe durch, worauf der junge Mann zu Boden ging. Kurz darauf fiel ein weiterer Schuss, dieses Mal abgefeuert von Sam T. Anders, und Lieutenant Gaeta schrie voller Pein getroffen auf. Denn der Ehemann von Starbuck hatte durch den Schuss sein rechtes Bein im Kniebereich schwer verletzt.

    Dies führte sogleich zu einem Schusswechsel auf den Korridoren vor und zum Combat Information Center.
    Doch bevor es zu weiteren schweren Verlusten kommen konnte, tauchte ein Raptor eines verlorenen geglaubten Battlestars auf dem DRADIS auf. Sofort befahl Karl C. Agathon das Gespräch auf Lautsprecher zu stellen, damit alle es an Bord hören konnten.

    Der Aufstand in der Flotte, die von der Galactica geschützt wurde, ging dadurch gerade noch rechtzeitig zu Ende. Die Nachricht, die der Raptor der Battlestar Nyx mitteilte, dass es nämlich noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden gab, ließ Tom Zarek sehr schlecht aussehen, der sich deswegen sehr schnell in einer Zelle der Brig auf der Galactica wiederfand, anstatt in einem gemütlichen Quartier auf der Colonial One.


  18. #118
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    Frohe Ostern euch allen!

    Danke, an alle Leser und die Buttondrücker !
    Heute geht es, wie geplant weiter.
    Viel Vergnügen beim Lesen, dieser sehr lang gewordenen Folge

    Odyssee
    Folge 5.14 - “Präventivschlag”

    Unbekannte Galaxie
    Unbekannter Planet

    Kurz nach unserer Ankunft bemerkten wir sofort, dass etwas überhaupt nicht stimmte, denn wir waren nämlich nicht wie eigentlich geplant und erwartet gewesen war im riesigen Torraum der Stargate Command Base auf dem Mars gelandet, sondern ganz woanders. Aber nicht nur das, denn ohne sich zunächst abzuschalten und sich dann abermals erneut zu öffnen, passierte sofort eine weitere, eine größere Gruppe kurz nach uns das Stargate auf diesem uns vollkommen unbekannten Planeten.

    Instinktiv nahmen alle, bis auf mich, in unseren Team ihre Waffen hoch, da wir auch erkannt hatten, dass sich durch die schwarzen Uniformen viele Nazis unter den Neuankömmlingen waren, die offenbar beinahe rund 100 Gefangene mit sich führten.
    Ein Umstand, der dazu führte, dass wir ohne Warnung natürlich sofort zum Angriff gegen diesen Feind der Menschheit übergingen.

    Da ich als einer der letzten in unserem Team das Sternentor passiert hatte, genügte nur ein kurzer Sprint meinerseits zu den ersten Gegnern, die dann sehr schnell zu Opfern meiner Adamantium-Krallen wurden. Wunden, die mir zugefügt wurden, verheilten nach nur wenigen Sekunden komplett ohne Narben zu hinterlassen aus.

    Alle anderen aus meinem Team, ausgenommen natürlich die Zivilisten, die ohne jegliche Kampferfahrung waren, feuerten auch aus der Bewegung heraus sofort auf die Nazis, während sie die nächstmögliche Deckung suchten. Die Wissenschaftler in unserem Team hasteten, angeführt von Doktor Benjamin David Rosenthal, zunächst hinter eine nahe Gesteinsformation aus mehreren großen herumliegenden Felsen, die eine hervorragende und leicht zu haltende Stellung bot. Erst dort machten die Wissenschaftler dann ihre Waffen, die sie bei sich führten bereit um sich ebenfalls zu verteidigen.

    Für die immer noch eintreffenden Nazis gab es, natürlich zum großen Glück für uns, keinerlei große Möglichkeiten in eine sichere Deckung zu gehen. Es gab nur ein paar größere Steine, Baumstümpfe und die Erhebung auf welchen das Stargate platziert war, welches ihnen etwas Schutz bot.

    Schließlich, etwa fünf Sekunden nachdem offenbar die Letzten den Ereignishorizont passiert und diesen Planeten betreten hatten, schaltete sich das Sternentor, mit einem heftigen Knallgeräusch und einem grellem Energieblitz, der in eine Metallkiste gefahren war, die die Nazis mitgebracht hatten, schlagartig ab.

    Für einige Sekunden wurde deswegen der Kampf unterbrochen, weil alle wegen dieses vollkommen unerwarteten starken und vor allem natürlich absolut ohrenbetäubenden Geräusches erschrocken zusammengefahren waren.

    Für meine sehr scharfen Sinne war es nicht besonders angenehm, weshalb ich auch einen wütenden Schrei von mir gab, ebenfalls in einer Position still verharrte und nur den Kopf schüttelte.

    Es verging etwas mehr als eine Minute, dann wurde aber auch schon wieder erbittert weitergekämpft.

    Doch nicht mehr für lange, denn schließlich nach wenigen Minuten rief schon jemand, es handelte sich dabei ganz eindeutig um eine weibliche Stimme: „Nein! Bitte nicht mehr schießen! Wir ergeben uns bedingungslos! Wir kommen doch eigentlich in friedlicher Absicht! Außerdem sind wir auf der Flucht!“
    Es war offenbar die Anführerin dieser Nazis, die sofort als Erste alle ihre Waffen als Zeichen der Unterwerfung zu Boden fallen ließ, während sie kurz darauf rufend mit erhobenen Händen vorgetreten war.

    Dies führte dazu, dass das Feuergefecht erneut abrupt endete.

    Doch ich war noch inmitten einer sehr schnellen Bewegung, weswegen ich in derselben Sekunde nur denkbar knapp innehalten konnte. Sofort fielen eine Nazi-Soldatin und auch ein Nazi-Soldat, die direkt vor mir standen in Ohmacht beziehungsweise verloren das Bewusstsein, weil meine Krallen schon ihre Kleidung durchdrungen und auch, wenn auch nur denkbar knapp in ihre Körper eingedrungen waren.

    Sogleich trat eine kräftige weitere junge Frau neben die Anführerin der Nazis, die aber keine Uniform der Nazis trug, sondern ganz normale eine bürgerliche beziehungsweise bäuerliche Kleidung, und bestätigte umgehend: „Sie sagt die Wahrheit! Ich bin Tara, Anführerin der Rebellen, die auf unserer Welt gegen die Nazis kämpft!“

    Der ranghöchste Militärangehörige in unserem Team von der chinesischen Marine, Lieutenant Commander Zhu Shen, trat flankiert von Private Rick Custer und mir etwas weiter nach vorn, und sprach: „Dann legt sofort all eure Waffen nieder, sonst schießen wir wieder auf euch Faschisten!“
    „In Ordnung, aber bitte tötet uns nicht weiter! Kameradinnen und Kameraden, legt sofort all euere Waffen nieder! Das ist ein Befehl! Eine erste Frage habe ich: Sind wir hier auf der Erde?“, rief Obersturmbannführer Barbara Hitler mit lauter Stimme uns zu.
    „Nein, das hier ist nicht die Erde! Und hättet ihr es wirklich versucht durch unser Stargate zugelangen, wäret ihr kläglich gescheitert und dabei allesamt verreckt!“, knurrte ich mit noch immer ausgefahrenen Krallen.

    Nach wenigen Minuten schon, hatten sich tatsächlich alle Nazis all ihrer Waffen entledigt und hielten immer noch zitternd ihre Hände hoch erhoben, denn nun waren sie unser Gnade komplett ausgeliefert.

    Tara bemerkte abermals: „Dies alles ist vollkommen überflüssig, man kann dieser Frau hier wirklich vertrauen, auch wenn sie eine Nazi-Soldatin ist. Sie hatte etwas mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten unter ihren Befehl als wir uns versammelt hatten, und ich selber hatte ebenfalls über 100 Kämpferinnen und Kämpfer unter meinem Befehl, um uns gegen die Truppen ihres Bruders zur Wehr zu setzen und den Stützpunkt einzunehmen, wo sich das Tor zum Himmel…“

    „Pah!“, machte Lieutenant Esther Bernstein mit einem verächtlichen Schnauben.
    Und auch Doktor Benjamin David Rosenthal widersprach und ordnete an: „Sofort all diese Faschisten fesseln! Das sagen Sie mal meinem Volk, das von diesen Verbrechern in nur wenigen Jahren unfassbares Leid erfahren musste! Die verwundeten Nazis müssen Sie und ihre Leute versorgen, Tara, denn wir werden für Versorgung dieser Nazis keinen Finger rühren!“
    „Sie sind Jude?“, fragte die Kommandantin der Nazis erstaunt, nachdem Rosenthal geendet hatte.
    „Ja. Die beiden hier ebenfalls“, bestätigte der israelische ehemalige Mossad-Agent sofort, der dabei auf Lieutenant Bernstein und Sergeant Hamovic deutete.

    „Und, wer sind Sie?“, fragte Doktor Xi-Wang Jin, die chinesische Linguistin und Ärztin, interessiert.
    Wegen dieser Frage, die ja hatte kommen müssen, schluckte die Befragte schlagartig, da sie die heftige Reaktion darauf fürchtete. Doch schließlich antwortete die SS-Offizierin: „Ich bin Obersturmbannführer Barbara Hitler, und ich…“
    Kaum hatte sie aber ihren Namen gesagt, war Esther mit ihrer gezogenen Pistole auch schon bei ihr, warf die Anführerin der Nazis mit aller Kraft auf den Boden und schimpfte: „Du verfluchte Nazi-Bitch!“, während sie der Gefangenen die Waffe an den Kopf hielt.
    „Bitte bringt mich nicht um, denn ihr braucht mich, um meinen machtgierigen Bruder aufzuhalten und zu besiegen“, bat Barbara flehend voller Angst, die jederzeit mit den Schuss rechnen musste, welcher sie töten würde.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Besprechungsraum

    Mehrere Stunden waren seit der geplanten Ankunft des Teams, das von Ilion erwartet worden war, vergangen. Keine konkrete Spur gab es, bis auf eine zwischenzeitliche Funktionsstörung des Stargates im Torraum.
    Aufgrund dessen hatte man die Hilfe von Doktor Rodney McKay und dessen Schwester Jeannie Miller angefordert, da man sich sicher war, dass nur einer von ihnen oder alle beide dieses Rätsel lösen konnten. Das Rätsel zu entschlüsseln, wo das vermisste Team letztendlich gelandet war.

    Die beiden überragenden Wissenschaftler hatten, anhand der vorliegenden Daten, gerade eben ihre ersten Theorien erklärt.
    „…natürlich müssen wir uns erst einmal die Speicher dieses Stargates hier auf der Basis und des Stargates von Ilion ansehen“, erklärte Rodney am Ende, nachdem seine Schwester schon etwas gesagt hatte. Der Grund dafür war, dass er vermutlich immer das letzte Wort haben musste.

    Danach machten sich die beiden auf den Weg zum Torraum, um durch das Sternentor nach Ilion zu reisen.


    Unbekannte Galaxie
    Unbekannter Planet

    Stunden waren vergangen. Und immer noch, nur mit großer Mühe konnte sich die israelische Soldatin beherrschen, weil sie nur allzu gerne die Nachfahrin, eines der verhassesten Männer der Geschichte der Menschheit, am liebsten sofort erschossen hätte.

    „Wir wären nicht besser, wenn wir das tun würden, Esther. Immerhin haben sie sich alle ohne weiteren Widerstand in unsere Gewalt begeben“, beschwichtigte Doktor Rosenthal, in dem es ebenfalls brodelte, wie in uns allen anderen.
    „Ja. Haben sie. Mir jucken aber die Krallen“, knurrte ich leise warnend, „denn macht einer von diesen verfluchten Faschisten hier auch nur einen kleinen Fehler, hält mich niemand zurück!“
    Lieutenant Esther Bernstein ergänzte: „Genau. Mich hält dann auch niemand zurück, Wolfrino!“

    „Versuchen wir mal besser erst einmal herauszufinden, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Ah, die Sonne geht wohl bald unter, dann bleibt das Wetter hoffentlich so wie jetzt, wolkenlos“, murmelte Rosenthal, der bereits seine technische Ausrüstung auszupacken begann. Er tat es, um sich abzulenken und für alle einen Weg zurück zur Erde zu finden.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. George Hammond, Besprechungsraum

    Nach der Rückkehr eines weiteren Aufklärungsjumpers traf General Cameron Mitchell an Bord ein, nachdem er die Phoenix ebenfalls mit einer Tarnvorrichtung durch Myrddin hatte aufrüsten lassen. Nur so hatte er mit seinem Schiff die momentane Position verlassen können.

    Gemeinsam konnten die beiden sich daran machen einen Plan auszuarbeiten, der den Nazis nicht nur eine finale schwere Niederlage beibringen sollte, sondern zudem besonders den Verlust von Shangri-La.

    „Und was machen wir dann? Alle Atombomben abwerfen, die wir an Bord haben?“, seufzte General Samantha Carter zum Ende der Lagebesprechung hin.
    „Eher nicht, denn auf dieser Welt leben Menschen, die die Freiheit lieben und von den Nazis unterdrückt werden. Daher sollten wir vielmehr dafür sorgen, dass sie nicht mehr zu interstellaren Reisen fähig sind. Auch könnten wir das Sternentor von hier wegbringen“, riet hingegen Teal‘c.
    „Nein! Das dürft ihr uns nicht antun!“, protestierte die in Hand- und Fußfesseln gefesselte Nazi-Soldatin Kriemhild Krein, die ebenfalls anwesend war und sich nach medizinischer Versorgung mittlerweile einigermaßen von dem Kräfteraubenden Angriff durch die Vampirin Liana erholt hatte.
    „Ach, nein, und wieso nicht?“, entgegnete Samantha Carter, „Wir könnten auch einfach alle Nazis auf ein bestimmtes Gebiet zusammentreiben und für immer mit Hilfe einer großen Explosion auslöschen, nachdem wir alle anderen Menschen, die ihr unterdrückt und gequält habt, zuvor in Sicherheit gebracht haben!“
    „Was ist…, und… was ist, wenn… ich euch… helfe? Verschont ihr dann mein Leben und die Leben derer, die auf der Seite meiner Freundin und mir waren?“
    „Freundin?“, sprach Teal‘c verwundert.
    Daraufhin antwortete Liana, die durch die Aufnahme des Blutes ihres Opfers auch deren tiefste Geheimnisse kannte: „Sie ist lesbisch.“
    „Oh!“, machte Sam erstaunt. „Gut, dann gib uns umgehend die nötigen Informationen, die den Erfolg dieser Mission garantieren! Dann verschonen wir Leben, aber nur diejenigen, die keinen Widerstand gegen uns leistet!“
    „In Ordnung.“

    „General Carter! Auf dem Planeten gab es im Gebiet, wo sich auf einem Nazi-Stützpunkt das Stargate befindet, vor schon mehreren Stunden eine sehr heftige militärische Auseinandersetzung. Myrddin meinte dazu, dass es dabei einen akuten Energieanstieg innerhalb des Tores gab. Der Grund war wohl eine Spannungsspitze in irgendwelchen Gena-irgendwas…“, meldete ein Offizier, der von der Brücke herbeigeeilt kam.
    „Barbara“, schluckte Kriemhild erschrocken, die sofort Angst um ihre mehr als nur geliebte Freundin bekam.


    Unbekannte Galaxie
    Unbekannter Planet

    Da Doktor Rosenthal auch so einiges an historischen Materialien auf seiner Festplatte hatte, hatte er kurz darauf die Kommandantin der Nazis sowie einige andere ihrer Begleiter dazu gezwungen es sich anzusehen. Schon nach wenigen Minuten wurde nicht nur Barbara übel von den gesehenen Bildern, die die begangenen fürchterlichen und menschenverachtenden Verbrechen der Nazis, während ihrer 12-jährigen Herrschaft über den Großteil Europas auf der Erde, zeigten. Sie rannte schnell in eine Ecke, um sich zu übergeben, davor rief sie noch: „Das ist doch nicht wahr! Diese Bilder!…“

    „Ah, der Nazi-Bitch ist übel…“, bemerkte Sergeant Hamovic mit grimmigem Blick dazu nur bloß. Dann rief er auffordernd: „Komm sofort zurück, es geht nämlich noch weiter, mit der Wahrheit über euch Faschisten und euren abscheulichen Verbrechen!“

    Schließlich war es dunkel geworden, was es endlich ermöglichte in etwa die ungefähre Position im Universum zu ermitteln. Aber dafür müssten einige Sternkonstellationen und andere kosmische Objekte gut erkennbar und identifizierbar sein.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Astrophysiklabor

    Gerade eben erst waren Jeannie und Rodney von ihrer Reise nach Ilion zurückgekehrt, doch schon fiel es ihnen auf, und die Frau sagte: „Es muss noch ein drittes Stargate in diesen Vorfall involviert sein.“
    „Ja. Das wollte ich auch gerade sagen. Aber wo? Ansonsten bleibt das Team verschollen, wenn mir nichts einfällt…“
    „He, Meredith, ich bin auch noch da!“
    „Schön, dass du mich daran erinnerst. Können wir jetzt endlich mal weitermachen?“

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    „General O‘Neill, Sir. Die Pallas und die Abydos, die beiden ersten Schiffe der neuen
    BC-306-Generation, sind soeben im Orbit eingetroffen. Zudem sind Mu und Emrys in Sicherheit! Und König Artus ist in der Begleitung von SG-24 nach Camelot aufgebrochen“, berichtete Captain Lauren Perry, in der sich seit ungefähr schon drei Tagen nicht mehr Egeria befand. Denn die Königin der Tok‘ra hatte erst kürzlich endlich eine neue Wirtin gefunden, die die Heilkräfte eines Symbionten dringend nötig hatte, um wieder gesund zu werden.

    „Das sind gute Nachrichten. Danke, Perry“, nickte Jack, als eine wichtige Nachricht über Sub-Raum von Sam einging, während er sich noch einmal die Aufstellung der Schiffe ansah, über die die Erde sowie willige Verbündete verfügten.


    Sagittarius-Galaxie
    Unbekannter Planet

    Anhand seiner Berechnungen und Vergleiche war Doktor Rosenthal überzeugt davon, dass wir uns alle in der Saggitarius-Galaxie und somit auch auf einem uns noch bislang unbekannten Planeten befanden. Dadurch waren wir aber dennoch zum Glück in der Lage die exakte Stargate-Adresse zu bestimmen, um wieder zur Erde zu gelangen. Vorausgesetzt man könnte irgendwie das Stargate wieder in Gang bringen.

    „Was machen wir mit den Gefangenen? Den Nazis? Wir wollen die doch nicht etwa alle mitnehmen?“, zischte jemand aufgeregt.
    „Es sind noch 142 Nazis übrig, von denen 56 verwundet sind. Wir haben insgesamt 49 von den Nazis getötet. Wir haben 75 von den anderen Leuten, die zu Kommandantin Tara gehören bei uns, aber auch in ihren Reihen gibt es etwa ein Dutzend Verletzte“, meldete Lieutenant Adamov, die auch kein wirklich großes Interesse daran hatte, die Nazis mitzunehmen.

    Derweil versuchte Rosenthal zum fünften Mal eine Verbindung zu schaffen, dann murmelte er: „Das ist nicht gut. Ich nehme an, dass irgendetwas an der Mechanik oder in der Steuerung am oder im Stargate oder dem DHD selbst defekt ist.“
    „Soll das etwa heißen, dass wir mit dem größten Abschaum der Menschheit für immer hier festsitzen?“, fragte Lieutenant Commander Shen erschrocken. Dann fasste er den Entschluss: „Ich weiß nicht, wie lange es dauert, und wie weit man in der SGCB bereits ist um uns zu helfen, aber ich will eine Aufstellung unserer Vorräte, und zwar so schnell wie nur möglich! Sub-Lieutenant Shuang Li, dies ist dann ihre Aufgabe!“
    „Jawohl, Sir.“
    „Je nachdem, wie viele Vorräte wir haben, lege ich fest, was wir mit den Gefangenen machen werden“, brummte der ranghöchste Offizier unseres Teams.


    Große Magellansche Wolke
    Tarantelnebel
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Der Schlachtplan war endlich fertig ausgearbeitet, und man hoffte, dass wenn es stimmte, was Kriemhild Krein und der Aufklärungsjumper berichtet hatten, schien sich gerade ein heftiger Bürgerkrieg zwischen den beiden Lagern unter den Nazis auf Thule zu entwickeln. In diese Auseinandersetzung mischten sich dann auch noch die Rebellen ein, die sich gegen die Unterdrückung durch die Nazis erhoben.

    Aber der Einsatz war dadurch schwieriger geworden, da man noch in den Stützpunkt mit dem Stargate von den Nazis eindringen musste, weil dort wichtige Daten in den Kristallen gespeichert waren, die allerdings dringend benötigt wurden, um das als verschollene geltende Team wiederzufinden. Es ging also nicht mehr allein nur darum, endlich die lang gesuchte Antikerstadt Shangri-La aus der Gewalt der Nazis zu bergen.

    Orbit von Thule
    U.S.S. George Hammond & U.S.S. Phoenix

    Getarnt näherten sich die beiden Schlachtschiffe dem neuen Heimatplaneten der Nazis, der sich seit der Flucht von Barbara Hitler im Aufruhr befand.
    Derweil war man sich aber sicher, dass alle verfügbaren Puddle Jumper, die man zur Verfügung hatte, bereits auf dem Planeten gelandet waren.

    „Da startet gerade ein größeres Raumschiff von der Oberfläche des Planeten!“, meldete einer der Offiziere an Bord der Phoenix.

    Durch die Panoramafenster beider Erdschiffe konnte man kurz darauf deutlich sehen, dass ein fremdes Raumschiff kurz nach dem Verlassen der Planetenatmosphäre im Hyperraum verschwand.

    „Was war das eben gerade für ein Schiff, Kriemhild Krein? Es sieht so ähnlich aus, wie das Raumschiff von Ra“, sagte Teal‘c.
    „Dies ist das Flaggschiff unserer Raumschiffflotte, und somit auch des Führers, der wohl jetzt höchstpersönlich unterwegs zur Erde ist, um den Großteil der Armee im Krieg gegen die Erde anzuführen“, lautete die Antwort von Untersturmführer Krein.

    Zeitgleich war der Befehl zum Angriff von General Mitchell durch die Truppen der Erde, sowohl von der Luft aus als auch am Boden des Planeten erfolgt.

    Cameron, der die kleine Unterhaltung mitbekommen hatte, murmelte: „Tja, nur das wir diesen Schurken zuvorkommen und uns Shangri-La holen, und damit den Nazis hier kräftig in den Hintern treten werden!“

    Durch ihre machtvollen Energiewaffen hielten die Schlachtschiffe der Erde, durch gezielten Beschuss aus dem Orbit, den Bereich um Shangri-La von allen feindlichen Truppen frei, was es den Marines der George Hammond und der Phoenix ermöglichte, ihre eigenen Stellungen erfolgreich zu festigen und abzusichern. Somit hatten sie sehr schnell auch Brückenköpfe errichtet.

    Thule
    Kontinent Lanassa, Großgermanien
    Hauptstadt Germania & Sternentor-Stützpunkt

    Immer mehr Panik machte sich in der Hauptstadt der Nazis und auch deren näheren Umgebung breit, denn die nach wie vor ihnen unbekannten Feinden war es offenbar sehr leicht gelungen, sämtliche ihrer Verteidigungsanlagen zu durchbrechen.

    Die Truppen der Erde hatten sehr schnell ihre Stellungen bezogen, und dann mit dem Angriff auf den Feind begonnen. Unterstützt wurden sie dabei von allen verfügbaren Puddle Jumpern und F-302ern, die gezielt ihre Drohnen und Raketen auf die Stellungen der Nazis abfeuerten.

    Der Angriff auf den Stützpunkt mit dem Stargate wurde von General Carter aktiv vor Ort selber geleitet, da sie als Einzige wusste, was dort getan werden musste. Eine Alternative wäre noch Myrddin gewesen, doch Sam wollte nicht unnötig dessen Leben riskieren.

    „So. Das war‘s, Ma‘am!“
    „Gut. Aktivieren sie jetzt den Generator für den Feldschutzschild, Captain!“, befahl General Carter, die schnell noch eine weitere Salve aus ihrer P90 abgefeuert hatte, die noch drei weiteren Nazisoldaten das Leben kostete.
    „Schutzschild ist aktiviert!“
    Daraufhin betätigte Sam auch schon erneut ihr Funkgerät: „Dann wird uns jetzt keiner mehr weiter stören. Major Johnson, hier General Carter, alles läuft genauso wie wir es besprochen haben, auf meinem Befehl hin sorgen Sie für einen reibungslosen Rückzug!“
    „Verstanden, General.“

    Shangri-La war gut gesichert, weswegen es sehr schwierig war, ohne Beschädigungen zu verursachen dort einzudringen. Durch diesen Umstand wurden zusätzliche Truppen direkt in diese Stadt der Antiker hineingebeamt. Die Nazis, die sich dort aufhielten, wurden dadurch vollkommen überrumpelt.
    Die Marines von den Erdschiffen gingen gezielt vor, ermöglichten somit ihren Kameraden, die geduldig draußen warteten, den sicheren Zugang in die Stadt, die es nun galt einzunehmen und zu sichern sowie alle noch darin befindlichen Nazis auszuschalten.

    Aus der Ferne sahen einige von der unterdrückten ursprünglichen Bevölkerung des Planeten dem kriegerischen Geschehen zu, während sie selber auf Germania vorrückten. Für sie stand somit fest, dass der Moment für den großen Aufstand gegen den Feind, der ihnen beinahe alles genommen hatte, gekommen war.


    Sagittarius-Galaxie
    Unbekannter Planet

    Schon seit geraumer Zeit beratschlagte sich Doktor Rosenthal mit Lieutenant Commander Shen sowie den beiden zivilen chinesischen Wissenschaftlerinnen.

    Dies blieb nicht unentdeckt, denn einige die unter ihr Kommando standen, traten schließlich an Barbara Hitler heran, und jemand meinte schließlich: „Die überlegen bestimmt, was sie mit uns machen werden, Obersturmbannführer. Die werden uns wohl alle umbringen, weil...“
    „Sei sofort still!“, befahl die Kommandantin der Nazis, die aber die Sorge ihrer Leute nachvollziehen konnte.

    „Gut. Wir warten ab. Aber sollten wir in ein paar Wochen nichts von unserer Flotte oder vom Homeworld Command hören, dann schicken wir den Hauptteil dieser Faschisten auf eine dieser Inseln, damit sie uns nicht stören!“, nickte Doktor Rosenthal.


    Zwei Tage später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    „So. Ich… ja, ich weiß, auch durch deine Mithilfe Jeannie, haben wir ermittelt, wo sich das Team befindet. Und zwar hier in der kleinen Galaxie hier, namens Sagittarius. Dank der Berechnungen haben wir herausgefunden, dass das Team, welches wir planmäßig von Ilion erwartet hatten, sich in diesem Quadranten befinden muss…“
    „Gut“, nickte Jack, „ich schicke eine BC-306, die U.N.S. Yin los!“
    „Ich war doch noch gar nicht fertig!“, erklärte Rodney etwas beleidigt.
    „Ist mir klar, doch haben wir keine Zeit zu verlieren“, erinnerte der Leiter des Homeworld Command, worauf die Schwester des Atlantis-Teammitgliedes leicht schelmisch lächeln musste, „weswegen sie alle nützlichen Informationen an den Kommandanten der Yin weiterleiten dürfen!“


  19. #119
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard

    Vielen Dank an euch Leser und an die Buttonbetätiger !

    Wie geplant geht es heute weiter mit der nächsten Folge.
    Ich sage nur eines, viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.15 - “Bergung”


    Sagittarius-Galaxie
    RM5X-P666
    Nördlichster Kontinent
    Festung, Ratssaal

    “Wir müssen uns auf einen Angriff von den Menschen der Erde und vermutlich auch ihrer Verbündeten gefasst machen! Dies müsst ihr doch erkennen, Liliana! Denn es gibt sehr viele Menschen, die uns mit Sicherheit ausrotten wollen, weil unsere bloße Existenz sie dazu anleiten wird!”
    “Arteriais, ich muss Euch und allen anderen hier in dieser Versammlung wohl erneut daran erinnern, dass wir ein Bündnis, einen Vertrag mit den Menschen geschlossen haben! Um dies zu bekräftigen, habe ich den Menschen meine geliebte Tochter sowie einige unsere besten Vertreter unseres Volkes anvertraut”, erwiderte die Fürstin und Königin aller anderen Vampire, die aber dennoch die Sorgen vieler aus ihren Volk sehr gut verstehen konnte.
    “Dies ist uns sehr wohl bekannt, o Königin. Doch müssen wir uns trotzdem auch schützen dürfen! Und dies geht nur, wenn wir diese Festung wieder zudem machen, was sie einst gewesen war, nämlich eine mächtige Stadt, mit der man sogar durchs weite All reisen kann!”, erklärte Arteriais, die sich stellvertretend große Sorgen von einer Fraktion von Vampiren machte, die in letzter Zeit immer mehr Zulauf bekam. Eine Fraktion, die klar dafür war, sich für alle Fälle zu wappnen und notfalls auch die Initiative zu starten, selbst wenn man deswegen die Erde angreifen müsste.

    Die Vampire im Rat entschieden am Ende des Treffens demokratisch, dass es sehr wohl eindeutig besser war, den Einwand von Arteriais am Ende stattzugeben, mit dem Ziel so schnell es nur möglich war, eine wehrhafte Armee aufzustellen sowie ihre Festung wieder in das umzuwandeln, was sie in der Vergangenheit gewesen war.
    Am Schluss traf Arteriais sich noch mit den meisten anderen Vampiren aus ihrer Fraktion, denn sie wollte mit ihnen allein über einige Dinge sprechen.

    “Die Tür ist nun verschlossen, meine Gebieterin.”
    “Gut. Dann geh und stör uns nicht bis ich erlaube, hier wieder einzutreten!”
    “Wie ihr es befiehlt.”

    “So. Ich habe ich euch alle hergebeten, weil ich euch ohne Bedenken trauen kann…”
    “Habt Ihr etwa einen Umsturz vor?”
    “Keinen gewaltsamen, sondern einen demokratischen, vielleicht sogar eine Trennung von den anderen, die eventuell hierbleiben wollen, mein lieber Remus. Denn wir müssen uns schon sehr bald entscheiden, ob wir zur Erde wollen oder eine andere Welt, wie die der Nazis, die vor vielen Dekaden hier waren, heimsuchen wollen. Ich habe es satt so zu leben, wo es nur wenige Menschen gibt, an deren wir uns nähren können.”
    “Ja, es gibt nichts über schönes, warmes frisches menschliches Blut”, stimmte eine Vampirin ihr sofort zu, die sich dabei gierig ihre Lippen und Fangzähne mit der Zunge leckte.

    “So ist es, darum gilt es sehr viel zu besprechen, damit wir für solch einen Genuss sehr gut vorbereitet sind”, bestätigte Arteriais, die alle bat sich zu setzen, um mit der Runde im Verborgenen zu beginnen.


    Große Magellansche Wolke
    Thule
    Kontinent Lanassa, Großgermanien
    Shangri-La, Kontrollraum

    Um die laufende komplizierte Mission nicht zu gefährden, gingen die Marines der beiden Schlachtschiffe der Erde größtenteils mit voller Härte gegen die Nazis vor. Nur die Frauen, aber auch Kinder, die sich gerade dort noch aufhielten, wurden energisch und mit klaren Anordnungen in einen der Lagerräume der alten Antikerstadt zusammengetrieben, und dann unter strenger Bewachung dort drin eingesperrt.

    Es dauerte etwas mehr als einen Tag bis man die wirkliche Gewissheit hatte, dass man Shangri-La endlich vollständig den Nazis entrissen hatte. Um aber mögliche irreparable Beschädigungen zu verhindern, hatte man allerdings schon sehr früh den Schutzschild der Stadt erfolgreich aktivieren können, der dann natürlich sofort die Nazis erfolgreich daran gehindert hatte, eine Vielzahl von vehementen Angriffen zur Rückeroberung Shangri-Las durchzuführen.

    Zur selben Zeit konnten die George Hammond und die Phoenix vom Orbit aus erfolgreich unter anderem die vielen Raumschifffabriken der Nazis zu zerstören, um diese daran zu hindern weitere Schiffe zu bauen, die in Zukunft die Erde und andere Planeten angreifen und tyrannisieren könnten.

    Mittlerweile war schließlich auch Myrrdin im Kontrollraum von Shangri-La eingetroffen, der bereits schon zuvor seine Hilfe angeboten hatte. Der alte Antiker hatte kurz vor Beginn der Umsetzung des Bergungsplanes General Carter offenbart, dass er beziehungsweise der andere Myrrdin an der Erschaffung Shangri-Las beteiligt gewesen sei, und dort auch die meisten der anderen Antiker, wie auch er selber die Ruhe und Abgeschiedenheit in den Bergen Tibets gefunden hatten, um letztendlich aufzusteigen. Daher setzte er zielgerichtet all sein umfangreiches Wissen ein, damit die Schänder dieses heiligen Ortes, wie er Zutreffenderweise die Nazis bezeichnet hatte, nie wieder ins All aufbrechen könnten.


    Sagittarius-Galaxie
    Unbekannter Planet

    Immer noch hielt unser gesamtes Team mit aller Strenge die überlebenden Nazis in einer Höhle gefangen. Dass wir unsere Gefangenen nicht wirklich darin hindern konnten, nach einen möglichen weiteren Ausgang zu suchen, wussten natürlich alle aus unserem Team. Denn dazu hatten wir einfach zu wenig Personal.

    “Ich weiß, dass ich Sie vermutlich erneut damit nerve, Lieutenant Commander Shen, doch man kann dieser Frau ein wenig mehr vertrauen als den Leuten, vor denen wir hatten fliehen müssen. Auch sollten Sie, sie und auch nicht die anderen töten“, versuchte Tara, die Kommandantin der Widerstandskämpfer es in einen weiteren Gespräch erneut.
    “Sie wissen doch bestimmt selber nur zu gut, wie wir auch, dass unsere gesamten Vorräte an Nahrung, Medikamenten und vor allem Wasser begrenzt sind… Außerdem, viele von dem Planeten von dem wir kommen beziehungsweise wohin wir unterwegs gewesen waren, hatten fürchterliche Dinge durch diese Leute durchmachen müssen. Keiner wird diesen Leuten, diesen Faschisten, die wir in der Höhle dort gefangen halten, auch nur ein Stück trauen! Einige können sich gerade noch so zurückhalten, weil sie den Nazis am liebsten sofort den Hals umdrehen würden!”
    “Ich werde gerne meine eignen Leute nach Wasser und Nahrungsquellen losschicken, damit zumindest einige dieser Sorgen, die Sie haben, gemindert werden.”
    “Einverstanden. Aber diese Nazis bleiben in Haft!”


    Milchstraße
    Hyperraum
    U.N.S. Yin, Kommandobrücke

    Der Befehlshaber aus China hatte schon bereits einen ziemlich langen Jungfernflug hinter und auch noch vor sich.

    Die Schiffe der neuen BC-306 Klasse waren etwa dreimal so lang und breit, wie die der alten 304er-Klasse. Das Design, die Technologie und die ganzen Systeme an Bord basierten aber auf die Vorgängergeneration, was die Bedienung und Kontrolle um vieles leichter und auch einfacher machte.

    Anhand der Daten konnte Colonel Wang erkennen, dass sie zumindest bereits etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft hatten.


    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Kaum war General O’Neill wieder in seinem Büro gewesen, wurde er erneut gerufen.

    “Ja, was gibt es?”
    “Wir haben neue Erkenntnisse über die Flotte, die sich uns nähert, Sir.”
    “Dann mal raus damit, Lieutenant!”
    “Es sind leider schlechte Nachrichten, denn es bewegt sich noch eine zweite Flotte dahinter.”
    “Super. Schon Informationen wer es denn sein könnte?”
    “Dafür sind sie leider noch zu weit weg, daher müssten wir noch warten. Doch die Yin sollte übermorgen endlich im Zielgebiet sein.”
    “Wenigstens etwas. Aber es wird ungefähr eine Woche dauern bis Colonel Wang alles abgesucht hat. Das bedeutet, er könnte gerade noch rechtzeitig zurück sein, wenn hier der Tanz mit diesen faschistischen Teufeln beginnt. Ist sonst noch was? Ich habe nämlich noch einen Haufen Papierkram zu erledigen.”

    Da kein Wort mehr fiel, seufzte Jack kurz, dann drehte er sich um und stieg die stählerne Treppe wieder hinauf.


    Große Magellansche Wolke
    Thule
    Kontinent Lanassa, Großgermanien
    Shangri-La, Kontrollraum

    Endlich hatten es Myrrdin und Sam gemeinsam geschafft, denn Shangri-La war komplett überprüft worden, alles war somit einsatzbereit.

    Nach einem kurzen Funkkontakt bestätigte Cameron, dass es zudem gelungen war alle noch übrigen Raumschifffabriken, die noch in den Bergen verborgen waren, aufzuspüren.

    “…wir brauchen aber noch ungefähr drei Tage, um wirklich alle Anlagen von den Nazis zu zerstören und somit sicherzustellen, dass sie nie wieder irgendwelche Raumschiffe bauen können. Außer wir werfen ein gutes Dutzend Atombomben ab, Sam.”
    “Das bedeutet aber, dass wir dadurch unzählige Kinder und Frauen töten müssten, Cam. Und dazu bin ich nicht bereit! Nicht bereit, mich nämlich auf so ein abscheuliches Niveau hinabzulassen! Wir lassen die etwa 200 Gefangenen in dieser Antikerstadt aber erst wieder frei, die wir hier in dieser Basis gemacht haben, sobald wir mit Shangri-La diesen Planeten verlassen haben! Doch sollen unsere beiden Schiffe zunächst die Angriffe auf alle militärischen Anlagen fortsetzen! General Carter, Ende!”


    Sagittarius-Galaxie
    Orbit und Oberfläche des unbekannten Planeten

    Das geradezu laute Schreien nach Hilfe und Beistand, hatte Adria über sehr viele Gebete zu sich vernommen, doch sie konnte im Bezug auf Thule, wegen der Anwesenheit Myrrdins nichts Aktives ausrichten. Aber hier, bei dieser abgelegenen Welt könnte sie es durchaus.
    Dann bemerkte sie dort einige alte Bekannte auf dem Planeten, die auch ihrer geliebten Tochter schon bereits bekannt waren und einen von ihnen ausgerechnet, verdankte jene auch noch ihr Leben.

    Sie stieg hinab auf die Oberfläche des Planeten, doch ließ Adria es nicht zu, dass jemand sie wahrnehmen, geschweige denn sehen konnte. Sie erforschte sofort die Gedanken des ranghöchsten Offiziers der Menschen von der Erde. Darin las die Orici, was ihr natürlich nicht sonderlich gut gefiel, nämlich dass die meisten ihrer anwesenden Gläubigen auf eine Insel geschickt werden und ihrem Schicksal überlassen werden würden, wenn die Erde nicht innerhalb einer festgelegten Frist ein Schiff zur Rettung schicken würde.

    Auf ihrem Weg hierher hatte Adria ein Schiff der Erde schemenhaft wahrnehmen können, doch es würde noch Stunden dauern bis es in dieser kleinen Galaxis eintreffen würde. Daher machte die, die sich selbst zu einer einzigwahren Göttin ernannt hatte, sich daran auch die Gedanken vieler anderer zu lesen.
    Adria wurde zornig, da eine große Gruppe von denen, welchen sie eigentlich helfen wollte, sich auf den Weg gemacht hatten, um die Erde anzugreifen und dort sehr viele Menschen zu töten, die nicht so waren wie sie. Aber diese Pläne entdeckte sie nicht in diesen hier, obwohl sich die Orici eingestehen musste, dass auch das Weltbild dieser Anwesenden hier sehr radikal war. Doch hegten diese Nazis in diesen Moment zumindest keine Aggressionen mehr zur Erde, was dem unfreiwilligen Aufenthalt von Barbara, die etwas geläutert worden war, was den Freiheitskämpfern um Tara zu verdanken war, welche die junge Frau einst gefangengenommen hatten.


    Große Magellansche Wolke
    Thuleorbit
    U.S.S. Phoenix, Brücke / Shangri-La, Kontrollraum / U.S.S. George Hammond, Brücke

    Mittlerweile befand sich auch Shangri-La wieder einmal aufs Neue im Weltall. Und wie es General Samantha Carter es angekündigt hatte, wurden zuerst alle festgesetzten Nazis auf die Phoenix gebeamt. Hier waren natürlich sämtliche Sicherheitskräfte an Bord in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt worden, nachdem man zuvor einen kompletten Lagerraum geräumt hatte, um Platz zu schaffen. Doch der Aufenthalt des Feindes war kurz, denn die Nazis wurden so schnell es möglich war, wieder zurück auf den Planeten Thule gebeamt.

    Im zentralen Kontrollraum von Shangri-La befand sich Myrddin, der als Antiker über die notwendige Erfahrung als auch das Wissen verfügte. Aber auch General Samantha Carter hatte sich dorthin beamen lassen, nachdem sie ihren Ersten Offizier für die Zeit des Rückfluges zur Erde das Kommando über die George Hammond übertragen hatte.

    Auch Doktor Daniel Jackson ließ kurz darauf ebenfalls nach Shangri-La transferieren.

    “Sam. Wir sind soweit, doch sollten wir schnell wieder hierher zurückkehren, denn hier gibt es Menschen auf den Planeten dort vor uns, die dringend unsere Hilfe im Kampf gegen die Nazis bräuchten.”
    “Dann bleiben sie am besten alleine hier zurück, Cameron. Uns fehlt zwar somit ein wichtiges Schiff im Krieg gegen den Feind, doch können wir die Menschen dort unten nicht ihrem Schicksal überlassen!”
    “In Ordnung, Sam. Dann guten Heimflug, und passen Sie auf sich und die anderen auf.”
    “Danke, Cam.”

    Kurz nachdem das Gespräch beendet worden war, verschwanden die George Hammond und Shangri-La gemeinsam im Hyperraum.


    Sagittarius-Galaxie
    Hyperraum < > System des unbekannten Planeten
    U.N.S. Yin, Kommandobrücke

    Die unerwartete Störung des Antriebes, die eines der neuesten Schiffe der Erdflotte aus dem Hyperraum fallen ließ, war natürlich das Werk der Orici Adria.

    “Colonel Wang, die Sensoren zeigen einen bewohnbaren Planeten in Reichweite in diesem System an. Er liegt außerdem innerhalb des Suchgebietes, der von den Doktoren Miller und McKay errechnet worden ist.”
    “Dann sehen wir uns diesen einmal genauer an, Major Vladimir!”


    Oberfläche des unbekannten Planeten

    Tara war entsetzt, denn einige der Soldaten der Nazis, die natürlich zwar loyal zu Barbara Hitler standen, hatten einen uns allen noch vollkommen unbekannten weiteren Ausgang aus der Höhle gefunden. Unglücklicherweise waren eben diese elf Personen, denen dies gelungen war, ausgerechnet mir während einer meiner meist einsamen Rundgänge über den Weg gelaufen. Ein Umstand, der den Entwichenen nicht wirklich gut bekommen war, denn sie hatten natürlich auch die äußerst schmerzhafte Bekanntschaft mit meinen Krallen gemacht.
    Doch sie lebten noch. Noch. Denn Lieutenant Commander Shen, dem es somit endgültig genügte, ließ augenblicklich ein Exekutionskommando zusammenstellen.

    “Hinknien! Kniet euch hin!”, befahl Lieutenant Esther Bernstein, die mit lauter Stimme befahl, dass sich die teils verletzten vier Männer und sieben Frauen sofort niederknien und ihre Hände auf den Kopf legen sollten.

    Dann trat Sub-Lieutenant Li an seinen Vorgesetzten heran und meldete: “Wir sind soweit, Sir.“
    “Gut. Ich komme. Bringen Sie diese Kommandantin der Nazis ebenfalls dorthin! Sie soll es selber sehen!”

    Gerade als das Exekutionskommando den Befehl zum Anlegen erhalten hatte, flog ein Puddle Jumper über unsere Köpfe hinweg.
    “Nein! Sie müssen all diese Hinrichtungen umgehend stoppen, bitte”, flehte daraufhin daher Barbara Hitler.

    “Tja. Da habt ihr Faschisten offensichtlich noch einmal Glück gehabt! Aber auch nur, weil Wolfrino sich bei eurem Aufgreifen zurückgehalten hat!”, brummte Sergeant Hamovic, der kurz darauf äußerst widerwillig seine Waffe gesichert hatte als die schnelle Anordnung kam, sofort die angesetzten Hinrichtungen der aufgegriffenen Nazis vorerst zu stoppen.

    Hyperraum
    U.N.S. Yin, Besprechungsraum

    Colonel Wang war nicht allein mit dem unguten Gefühl feindliche Truppen an Bord zu haben, doch ließ ihnen die Genfer Konvention keine andere Wahl.
    Man überlegte kurzzeitig die Gefangenen und auch die Rebellen um Tara auf ihren Planeten in der Großen Magellanschen Wolke abzusetzen. Aber die Zeit war zu knapp dafür, denn sie mussten anhand der vorliegenden Informationen, die Barbara Hitler ihnen gegeben hatte, sofort zurück zur Erde. Wobei Barbara Hitler ihr Angebot einer zeitlich begrenzten Zusammenarbeit abermals erneuert hatte.

    “Dies wird keine Allianz! Und wird auch keine geben!”, war alles, was Doktor Rosenthal richtigerweise dazu sagte, “Dies dient lediglich nur dazu Ihren größenwahnsinnigen Bruder mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen aufzuhalten! Was hoffentlich sehr schnell geht!”
    “Aber auch mein Volk will nur eines, in Frieden leben!”, versicherte sofort abermals die gefangene Kommandantin der Nazis. Sie fügte nach einer kurzen Atempause hinzu: “Jetzt, und wenn ich dann offiziell Führerin aller Nationalsozialisten bin, erkläre ich mich natürlich selbstverständlich dazu bereit, all Ihren Auflagen und Bedingungen ohne Widerworte zu entsprechen, damit mein Volk eine Zukunft hat.”

    “Darüber darf ich nicht mit Ihnen verhandeln, doch wird ihre Aussage zu Protokoll genommen! Bringt diese Frau zurück zu den anderen Gefangenen!”, erklärte Colonel Wang im barschen Ton eines Militärs zum Schluss, der dann auch schon kurz darauf umgehend Kontakt zum Homeworld Command aufnahm. Denn es war seine Pflicht sofort General O’Neill zu informieren, der seinerseits das IOA, die UN als auch die Familien, der bislang vermissten Teammitglieder in Kenntnis der aktuellen Entwicklungen setzen musste.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die Besprechung wurde teilweise hitzig geführt, denn es gefiel keinen, doch schien sie, diese Unheilige Zusammenarbeit für eine gewisse Zeit nötig zu sein.

    “…kommt natürlich darauf an, wann die Flotte der Nazis hier eintrifft. Kommen die hier an, bevor die Yin zurück ist, schießen wir solange bis kein Schiff der Nazis mehr da ist! Über andere Szenarien denken wir erst einmal gar nicht nach!”, bemerkte General Jack O’Neill trocken, für den nicht als Einziger der Fall ganz klar war, denn es ging letztendlich um das alleinige Ziel: Nämlich wieder einmal mehr der erfolgreichen Verteidigung der Erde und all ihrer Bewohner sowie der Freiheit, und zwar gegen den Abschaum der Menschheit, wie auch Morgan La Fay empfand.


  20. #120
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, euch Lesern und Buttondrückern

    Heute geht es weiter, wo auch ein Handlungsbogen so langsam seinen Abschluss findet... Mehr verrate ich nicht, sondern wünsche viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.16 - “Obsessi et Separatus, Teil 1”


    Milchstraße
    Naziflotte
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, hatte bisher keinerlei Kenntnisse von den jüngsten Ereignissen auf Thule erhalten. Da er obendrein auch noch vom Bewusstsein des Darius, dem ihn selber nach der Gier nach immer mehr Macht gleichenden Sohn der Orici Adria besessen war, hatte er nur ein einziges Ziel vor Augen: die Erde, die es anzugreifen, zu erobern und zu unterwerfen galt.

    Vor wenigen Minuten erst, war sein Flaggschiff und die dazugehörige Begleitflotte aus dem Hyperraum gekommen, um sich mit dem Hauptteil der Flotte, die bereits einige Tage zuvor voraus geflogen war, um sich zu einer gewaltigen Angriffsarmada zu vereinen.

    „Mein Führer, alle Schiffe sind jetzt da, somit ist unsere Flotte vollzählig“, meldete einer der Offiziere auf der Kommandobrücke.
    „Sehr gut. Gebt denn nun den Befehl an unsere gesamte Flotte zum Weiterflug zur Erde weiter!“
    „Jawohl, mein Führer“, bestätigte der Offizier, der dann unverzüglich seinerseits den gegebenen Befehl schnell an alle Schiffe weiterleitete.


    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Seit einigen Stunden schon hielt sich General Jack O‘Neill fast nur noch im Kontrollraum des Stützpunktes auf. Der Grund dafür war die Flotte der Nazis, die sich denn nun wohl allem Anschein nach kurz vor dem Angriff auf die Erde befand.

    Der Leiter des Homeworld Command hatte aber auch gute Nachrichten bekommen, nämlich dass sich Shangri-La nicht mehr in den Händen des Feindes befand. Außerdem blieb die Phoenix unter dem Kommando von General Cameron Mitchell zur Unterstützung bei den freien Menschen auf dem Planeten Thule, um diesen weiterhin gegen die Nazis beizustehen.

    Der Blick von Jack wanderte langsam zu dem Hologramm, das mittlerweile die strategisch aufgeteilte eigene Flotte im Orbit der Erde als auch des Mars zeigte.
    Auf Grund der aktuellsten Beobachtungen und der hohen Anzahl der Feindschiffe hatte man sich sehr schnell dazu entschlossen, sämtliche verfügbaren Schiffe, darunter auch die, die sich eigentlich noch in der Endfertigung befanden, für eine weitere bevorstehende große Weltraumschlacht zusammenzuziehen.

    Der Klon des Generals, Jack O‘Neill junior, befand sich schon seit einigen Tagen in der Nähe des Kontrollstuhls, der die Drohnen kontrollierte. Dies konnte der Leiter des Homeworld Command auf einen der Monitore deutlich erkennen. Doch hoffte man auf dem gesamten Planeten, dass es nicht nötig sein würde gegen diesen Feind wertvolle Ressourcen zu vergeuden. Denn rein theoretisch sollten die herkömmlichen Mittel, wie Geschosse, Raketen und Asgardenergiewaffen vollkommen genügen.

    Mit den Worten: „Sir, hier sind die aktuellsten Daten“, eines Sergeant‘ wurde der General aus seinen Gedanken gerissen.
    „Danke, Ferguson“, murmelte O‘Neill, der sofort das Dokument überflog.

    Mars
    Stargate Command Base

    Auf dem gesamten Stützpunkt herrschte eine sehr hohe Alarmbereitschaft, denn man wollte und konnte sich nicht darauf verlassen, dass die sich nähernden Nazis den Mars komplett ignorieren würden.

    Noch einmal frische Luft schnappend, war General Hank Landry nach oben ins Freie gegangen. Es war gerade eben erst Nacht auf diesen Teil des terraformierten Planeten geworden. Der Himmel war sternenklar, weshalb man auch sehr leicht, wenn auch nur mit etwas Übung die beiden Monde des kleinen Bruders der Erde, Phobos und Deimos, gut erkennen konnte.

    Immer noch landeten zahlreiche Geschwader von F-302ern und dutzende von Puddle Jumpern, die die eigene Luftabwehr noch etwas besser verstärken sollten auf dem Flugfeld oder gar direkt in den Hangars des riesigen Stützpunktes.

    Denn der Angriff schien unmittelbar bevorzustehen, denn eine Soldatin, die seit einer Stunde etwa schon auf der Suche nach den erfahrensten Offizier der Basis war, teilte Hank mit: „General Landry, Sir. Es ist soweit.“
    „Gut. Ich komme gleich, Lieutenant. Doch, wenn das hier vorbei ist, gehe ich endlich in den Ruhestand! Doch zunächst, fegen wir erst einmal diesen Abschaum der Menschheit aus unseren Planetensystem!“


    Sagittarius-Galaxie
    Orbit von RM5X-P666
    Wraith-Basisschiff, Brücke

    Nach einer langen Flucht mit vielen Zwischenstopps, erreichten das Schiff und die kleine Flotte von Kreuzern der Wraith-Königin, die in einer kleinen, aber dann doch sehr heftigen Auseinandersetzung den Kürzeren gegen die neue Übermutter gezogen hatte, eine auf den ersten Blick vielversprechende Welt.

    RM5X-P666
    Orbit <> Kleiner Südkontinent, Hauptstadt

    Als man auf der Planetenoberfläche mehrere menschliche Siedlungen entdeckt, doch aber noch kein Stargate ausgemacht hatte, wurden sofort sehr viele Jäger gestartet. Denn die Wraith witterten leichte Beute.

    Die Bewohner, auch von der Hauptstadt, oben aufhorchend ihre Köpfe, denn sie vernahmen zunächst nur ein leises Sirren in der Luft, das wie ein großer aufgeschreckter Insektenschwarm klang, welcher sich ihrer Stadt näherte. Doch je näher diese Geräusche kamen, desto bedrohlicher klangen sie. Ganz vorsichtige und umsichtige Einwohner begaben sich alarmiert sofort schutzsuchend in ihre Häuser oder Hütten.

    Der Legat dieses Landes, der in jener Stadt seine Residenz hatte, stand noch lange auf dem Balkon, denn er war neugierig. Aber er erschrak heftig als die kleinen Objekte, die sich seiner Stadt genähert hatten, das Feuer eröffneten, worauf einige der Bewohner ihren sicheren Aufenthaltsort verließen und hinaus auf die Straßen sowie Plätze strömten. Doch dort wurden sie mithilfe der Transportstrahlen der Wraith-Darts aufgesammelt.

    Der Überfall dauerte nur eine knappe Stunde, dann stiegen die erfolgreichen Jäger wieder in den Himmel hinauf. Verschwanden in der dichten Wolkendecke.

    Nördlichster Kontinent
    Vampirfestung

    Die ältesten der Vampire kannten die Geräusche sowie die Fluggeräte, die über die nahe gelegene Stadt und deren umliegenden kleineren Dörfer hergefallen waren.

    Daher wurde eine erneute und sehr dringende Ratssitzung einberufen, in jener wurden sofort die Menschen von der Phoenix beschuldigt, den Wraith die Position dieser Welt verraten zu haben.
    Liliana versuchte umgehend die stark erhitzten Gemüter aller in diesem Saal zu beruhigen, doch ihr umsichtiger Einfluss schwand in ihrem Volk, wofür der von Arteriais immer stärker wurde.

    „Dafür werden wir die Menschen der Erde, und zwar insbesondere die von der Phoenix büßen lassen!“, verlangte dennoch Remus, der sich nun ebenfalls für einen baldigen Angriff zur Vergeltung auf die Heimatwelt von General Cameron Mitchell aussprach, wie von Arterias bereits vorgeschlagen worden war.

    Diese besonderen Ratssitzungen der Ältesten waren absolut geschlossene Treffen, an denen nur unter klarer Einladung beigewohnt werden durfte. Zuwiderhandlungen wurden immer schwer bestraft, manchmal sogar mit dem Tode oder einer sofortigen Hinrichtung des Täters.

    Eine junge Kriegerin der Vampire konnte aber nicht anders, denn sie musste stören, und rief dann mit lauter Tonlage warnend aus: „Es nähern sich feindliche Truppen und Fluggeräte unserer Residenz!“, kurz nachdem sie in den Ratssaal getreten war.
    „Du wagst es uns zu stören! Die Strafe dafür ist Dir doch bekannt!“, zischte ein Ältester verärgert und aufgebracht.
    Doch Liliana, die Königin der Vampire, erhob ihre linke Hand und brachte den anderen Ältesten somit zum Schweigen, dann sagte sie: „Tritt vor und berichte, Alira!“
    „Ja, Gebieterin. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid, dass ich euch unterbrechen muss und unaufgefordert hier eindringe. Also bitte ich euch untertänigst, töte mich daher bitte nicht. Ich musste es berichten, damit wir uns erfolgreich gegen diesen Feind zur Wehr setzen können.“
    „Fürchte dich nicht! Denn du hast richtig gehandelt, mein Kind! Auch für alle anderen gilt: Macht euch jetzt kampfbereit!“

    Die Vampire, die einst vor Jahrtausenden noch selber Menschen, zumeist vor den Wraith geflohene Antiker, gewesen waren, waren nun eben genau diesen Wraith mittlerweile glücklicherweise überlegen.

    Sie konnten nach einem harten Kampf den schweren Angriff erfolgreich abwehren und die Wraith zum Rückzug zwingen, obwohl sie dabei selber einige Verluste erlitten hatten.

    Orbit von RM5X-P666
    Wraith-Basisschiff, Thronsaal

    Die Königin dieser Wraith fauchte wütend auf, dann zischte sie den Commander, der den Angriff geleitet hatte, an: „Wie kann es sein, dass sie so schwer zu überwältigen sind? Es sind doch nur Menschen in dieser alten Festung, oder?“
    „Sie sehen vielleicht so aus, doch sind sie in der Tat nur sehr schwer zu überwältigen. Außerdem wurden einige eurer Offiziere gebissen, denen das Blut ausgesaugt wurde, bevor sie zudem enthauptet wurden…“
    „Das ist kein uns normales bekanntes menschliches Verhalten!“, erkannte die irritierte Wraith-Königin sofort, die mit dieser Feststellung sofort den Commander unterbrach.
    „Wir müssen diese Bedrohung umgehend auslöschen, meine Königin.“
    „So ist es. Richtet daher die Waffen dieses Schiffes und der Kreuzer auf diese Festung aus, und dann vernichtet diese Plage!“
    „Verstanden.“
    „Scheitert Ihr aber, so ist es Euer letzter Fehler!“, fauchte die Wraith warnend.

    RM5X-P666
    Nördlichster Kontinent
    Vampirfestung, Thronsaal

    Schon lange nicht mehr war es nötig gewesen, doch Liliana setzte sich instinktiv auf den alten Thron, der die Systeme der Festung kontrollieren konnte. Aber etwas stimmte nicht. Die Energieschilde ließen sich nicht aktivieren, denn die dafür benötigten Reparaturen waren immer noch nicht abgeschlossen, weshalb die Königin der Vampire noch tiefer in sich gehen musste. Denn nur so konnte sie die alten machtvollen Waffensysteme der Festung kontrollieren.

    Aus den verborgenen Tunneln und Schächten der Festung, die sehr viele ihres Volkes vermutlich schon längst vergessen hatten, stiegen nach und nach mehrere Dutzende von hellen leuchtenden Punkten auf. Diese flogen im hohen Tempo nach oben.

    Orbit von RM5X-P666
    Wraith-Basisschiff, Quartier der Königin

    Aus ihrem Fenster sah die Wraith etwas sehr Vertrautes, was aber nicht wahr sein durfte, denn dafür, dass es auf dieser Welt Antiker gab, hatte es keinerlei Anzeichen geben.

    Sie fauchte voller Wut und Enttäuschung auf, denn sie musste miterleben wie die Kreuzer von den gelblich leuchtenden Drohnen bereits vernichtet worden waren, während ihr eigenes Basisschiff immer noch von den ersten Treffern heftig erzitterte, die schon bereits den Antrieb und die Waffensysteme zerstört hatten.
    Es dauerte nicht mehr lange und dann explodierte auch das Hive, mit einem letzten sehr wütenden Aufschrei seiner Herrscherin.


    Milchstraße
    Sol-System

    Die Angriffsarmada der Nazis verließ den Hyperspace zwischen dem Asteroidengürtel und dem Jupiter. Dies blieb nicht verborgen, denn auf Anordnung von General Jack O’Neill waren im gesamten Sonnensystem der Erde mehrere dutzende Staffeln von getarnten Puddle Jumpern positioniert worden.

    Zum Glück befand sich der Mars derzeit auf der gegenüberliegenden Seite, womit die Angreifer nicht die dort befindlichen Streitkräfte der Erde ausmachen konnten.

    Puddle Jumper 017

    „Das ist ja wirklich eine große, sehr große Flotte!“, bemerkte Captain Ashley Peterson, die den Jumper flog.
    „Ja. Ich starte mal die Live-Übertragung, damit General O‘Neill und sein Stab gleich sehen, was auf die Erde für eine finstere und dunkle Bedrohung zukommt“, erklärte Lieutenant Brie Toulon, die wie ihre Kameradin von der kanadischen Luftwaffe kam.

    Nazi-Flotte
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Um zunächst die Schilde vor dem Angriff auf das Ziel neu aufzuladen, hatte die Flotte der Nazis den Hyperraum noch weit von der Erde entfernt verlassen. Doch dies war nicht der einzige Grund, denn der Führer der Nazis wollte zunächst nur eine kleine Flotte von Späherschiffen entsenden, die die Lage im Bereich der Erde und des Orbits des Blauen Planeten auskundschaften sollten.

    „Die zehn Späherschiffe sind bereits unterwegs, mein Führer.“
    „Sehr gut. Bereitet in der Zwischenzeit die Angriffsformation vor und haltet auch die Truppentransporter bereit! Und schickt erst die Schiffe in vorderster Reihe vor, auf denen die lästigen Anhänger meiner Schwester vermutet werden!“
    „Zu Befehl.“

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Die Bilder vom Puddle Jumper 017 kamen mit einer nur sehr leichten Verzögerung auf der Erde an. Man hatte bislang genau 1000 feindliche Raumschiffe gezählt, wovon allerdings die meisten von ihnen wie übergroße Diskusscheiben aussahen, andere wenige glichen langen zigarrenförmigen Transportschiffen und ein sehr großes glich einer Pyramide, welches wohl das Flaggschiff sein musste.

    Doch Jack O‘Neill war nicht gerade begeistert davon, wie sich die Angelegenheit im Allgemeinen bislang entwickelt hatte, denn man hatte die Flotte des Feindes eigentlich ganz in der Nähe der Erde erwartet. In der Erwartung den Nazis sofort zu zeigen, dass sie absolut nicht erwünscht waren. Darum überlegte der Leiter des Homeworld Command schon seit einigen Minuten sehr stark, für was eine Taktik er anwenden oder sonst tun könnte.

    „Sie haben mehrere kleine Schiffe vorgeschickt, Sir.“
    „Ja. Sehe ich, Captain Perry. Hm. Ah, ja. Na schön, ich habe es: Unsere gesamte Flotte soll sich umgehend bis lediglich nur auf die Challenger, die Katharina und die Korolev II zurückziehen!“
    „General?“, stutzte der UN-Generalsekretär, der, wie viele andere hohe Persönlichkeiten auch, per Konferenz zugeschaltet war.
    „Keine Sorge, Sir. Ich will diese überheblichen und größenwahnsinnigen Bastarde in eine schöne kleine Falle locken, die mir gerade eingefallen ist, denn die Nazis sollen glauben, dass wir nicht mehr Schiffe für unsere Verteidigung zur Verfügung haben. Die schicken gerade eine Flotte von Aufklärern, um nachzusehen was wir hier so zur Verfügung haben. Doch die werden sich wundern…“

    Kurz darauf überreichte Lauren Perry Jack O‘Neill dann ein Memo, worauf der General allen dann schnell erklärte: „Das sind gute Neuigkeiten. Danke, Captain. Sehr verehrte Exzellenzen, mir wurde gerade mitgeteilt, dass eine ganze Flotte von 304ern, die noch gerade rechtzeitig einsatzbereit gemacht worden sind, Mu und Emrys schützen werden.“

    Nachdem er dies gesagt hatte, konnte er die Erleichterung in den Gesichtern vieler erkennen.

    Nazi-Flotte
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Doch Barbarossa Hitler hatte nicht allein das Sagen an Bord des Schiffes, welches klar erkennbar dem Pyramidenschiff von Ra glich. Eine Goa‘uld, die sich schon sehr früh von Ba‘al getrennt hatte, trat gerade eben an den Anführer aller Nazis heran, und erinnerte bestimmend und ermahnend: „Vergesst nicht unsere Abmachung!“
    „Gewiss, o göttliche Aset. Meine Truppen werden tun, was sie können. Es werden schon genügend Sklaven für Euch übrigbleiben, damit ihr euer eigenes Imperium aufbauen könnt.“
    „Hm. Ihr verhaltet euch schon seit einiger Zeit sehr seltsam. Was ist der Grund?“

    Der Führer der Nazis, in dem natürlich auch das Bewusstsein von Darius steckte, schwieg dazu und gab keinerlei Antwort. Dies machte die Goa´uld Aset nur noch misstrauischer, die deswegen in aller Stille bereits vorsichtshalber so einige Vorbereitungen getroffen hatte, damit sie nicht zu Schaden kam oder in einen möglichen Verrat geriet.

    Erdorbit
    Nazi-Späherschiffe

    Die zehn kleinen Späherschiffe waren etwa halb so groß wie ein Space Shuttle, die die Erde einmal komplett umflogen, bis sie dann auf die drei Schlachtschiffe der Erde trafen.

    „Das sind ja nur drei große Kriegsschiffe! Und wir haben eine gewaltige Armada!“, lachte sofort eine Nazi-Soldatin überheblich und erkennbar amüsiert auf.
    „Und die tun nicht einmal etwas gegen uns. Offenbar halten sie uns nicht für eine Bedrohung“, pflichtete einer ihrer Kameraden ihr bei.
    Worauf eine andere SS-Soldatin, die das Kommando innehatte, meinte: „Der Sieg ist unser! Schnell zurück zu unserem Führer und zur Flotte!“

    Doch sie konnten nicht ahnen, dass dies zur Taktik von General O‘Neill gehörte, der den Feind nicht zeigen wollte, wie stark die Erde und die eignen Schiffe und wie viele es in Wirklichkeit waren.

    Nazi-Flotte

    Unter den Soldatinnen und Soldaten der Nazis an Bord aller Raumschiffe brach lauter Jubel aus als ihnen mitgeteilt worden war, dass nur drei Kriegsschiffe ihrer Feinde die Erde vor ihnen schützen sollten. Auf die Warnungen von der Goa‘uld Aset allerdings, wollte Barbarossa Hitler nicht eingehen, da er stur an die eigene Überlegenheit des Nationalsozialismus und seines Volkes glaubte. Doch Darius Bewusstsein regte sich in seinem Innern, welches ihn dann doch noch ein wenig vorsichtiger werden ließ.

    Die Flotte der Nazis setzte auch schon kurz darauf Kurs Richtung Erde, wobei die Schiffe, auf denen Barbarossa Hitler die weiteren Anhänger seiner bereits schon tot geglaubten Schwester, Barbara vermutete, an vorderster Reihe vorausschickte.
    Sein Plan war es diese drei Schlachtschiffe der Erde zu beschäftigen, während in dieser Zeit, in der die Schlacht im Orbit tobte, möglichst viele Truppentransporter zu den bereits zuvor ausgewählten Landestellen auf der Erde eine große Anzahl von Invasionstruppen bringen sollten.

    Erdorbit
    U.S.S. Challenger, Brücke

    Durch das Panoramafenster ihres Schiffes konnte Colonel Stephanie Sobol die sich nähernde Flotte des Feindes gut erkennen.

    „Mein Gott“, flüsterte sie, „dass ich das erleben muss, dass die Heerscharen der Finsternis vor unseren schönen blauen Planeten auftauchen. Schade, dass sich das Ori-Mutterschiff ebenfalls ohne Widerworte zurückgezogen hat. General O‘Neill, hier ist die Challenger. Die feindliche Flotte dürfte bei dem derzeitigen Tempo in etwa einer Minute auf Position sein.“
    „Verstanden, Colonel Sobol. Ich gebe dann mal den Countdown zum Angriff an Colonel Ellis und die übrige Flotte weiter“, nickte General O‘Neill, der auf einem Monitor zu sehen war.

    Die Flotte der Invasoren hatte die Position, die als Stelle für den Angriff berechnet worden war, endlich erreicht.

    Exakt auf die Sekunde darauf tauchten die vielen anderen Schlachtschiffe der Erde auf, die sofort wie die drei anderen das Feuer auf die Flotte der Nazis eröffnet hatten.


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