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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #121
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Erde
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    Danke, an alle Leser und die Buttondrücker

    Heute geht es auch schon wieder weiter, viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.17 - “Obsessi et Separatus, Teil 2”


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Die Weltraumschlacht hatte sofort nach dem Eintreffen der übrigen Kriegsschiffe der Erde so richtig begonnen, denn diese hatten ohne zu Zögern das Feuer auf die Raumschiffe der Nazis eröffnet.
    Eine gewisse Schwierigkeit hatten natürlich zunächst die Schlachtschiffe der Erde, denn sie standen anfangs einer sehr großen feindlichen Übermacht gegenüber. Aber es war schon längst Hilfe unterwegs, denn viele Geschwader der F-302er hatten die Atmosphäre der Erde bereits verlassen, um der gewaltigen Flotte der Nazis in die eine Flanke zu fallen. Dadurch verhinderten die weltraumtauglichen Jäger der Erde, dass die Feinde in die Atmosphäre der Erde ausweichen konnten, womit eigentlich nur der Rückzug ins All bleiben würde. Doch daran dachten die Nazis natürlich nicht. Zudem gab es da noch den stehenden Befehl von O‘Neill, der eindeutig gewesen war, nämlich sehr schnell dafür zu sorgen, dass die Nazis nie wieder eine weitere Chance erhalten würden, nach der Erde oder einen anderen Planeten zu greifen, wo sie eine erneute menschenverachtende Schreckensherrschaft errichten könnten.

    Zu Beginn des Kampfes legten die eingesetzten Geschwader der F-302er und Puddle Jumper systematisch, zunächst mit gezieltem Beschuss, die Überlichttriebwerke der Raumschiffe von den Nazis lahm, womit eine potentielle Flucht für immer unmöglich gemacht wurde.

    Nazi-Flotte
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Vollkommen unerwartet über die starke Schlagkraft und Anzahl der Schlachtschiffe der Erde, die durch die Aufklärer nicht zu erwarten gewesen war, fluchte der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, wie ein Besessener voller Frust und Zorn wütend auf: „Dafür werden sie mir schwer büßen, diese Untermenschen! Und zwar alle! Macht sofort meinen persönlichen Transporter und meine gesamte Leibwache sowie Eliteeinheit bereit!“

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Seitdem der erste Schuss gefallen war, war General Jack O‘Neill im ständigen Kontakt mit der eignen Flotte, der Stargate Command Base auf dem Mars, der UN und dem IOA sowie der Antikerwaffenplattform, in dessen Stuhl sein Klon, Jack O‘Neill junior, saß.

    Bislang sah es mehr als nur gut mit der Verteidigung des Planeten aus. Aber man wollte möglichst dennoch auf den Einsatz der sehr wertvollen Antikerdrohnen verzichten, auch wenn hin und wieder einzelne Kampfflugzeuge und Transporter von den Nazis hin und wieder in die Erdatmosphäre eindringen konnten. Doch viele von ihnen fielen sehr schnell den patrouillierenden F-302ern sowie den ,,normalen‘‘ Kampfjets der Erde zum Opfer.


    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Man war zwar noch einige Minuten von der Erde entfernt, dies war General Samantha Carter wohl bewusst, weswegen sie ihr Schiff schon seit einiger Zeit auf die höchste Alarmstufe, 1, versetzt hatte.

    Unerwartet wurde sie von Barbara Hitler gestört, die umgehend die Kommandantin, General Samantha Carter, aller Schlachtschiffe der Erde in der Milchstraße darum bat, doch durch sie Kontakt über eine bestimmte Frequenz mit allen Schiffen der Naziflotte aufzunehmen.

    „Wieso sollte ich es tun oder gar zulassen?“
    „Sie wollen also doch alle Schiffe von uns vernichten, samt deren Besatzungen!“, ahnte schließlich die gefangene SS-Offizierin der Nazis erschrocken.

    Sam wiegte ihren Kopf für einige Augenblicke hin und her, dann stellte sie klar: „Ihr Nazis habt auf der Erde vor vielen Jahrzehnten, beinahe einem Jahrhundert, sehr viele und kaum in Worten zufassende, abscheuliche schlimme Dinge getan! Ihr seid der Abschaum der Menschheit! Wir verteidigen in dieser Schlacht die persönliche Freiheit und das Leben eines jeden einzelnen Menschen auf der gesamten Erde, und nicht nur die, die wie ihr Volk irgendeiner kranken Denkweise im Kopf entsprechen.“
    „Bitte. Ihr könnt uns doch nicht alle umbringen. Es befinden sich auch Anhänger von mir auf diesen Schiffen, die sofort den Kampf einstellen werden, wenn sie von mir den Befehl dazu vernehmen.“

    Kurz darauf hatte das Schiff von Sam auch schon den Hyperraum verlassen, griff in den Kampf ein und nahm dann umgehend Kontakt mit dem Homeworld Command auf.

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    „Und Sie halten diesen Vorschlag für gut, Carter?“
    „Sie will es zumindest versuchen, Sir. Vielleicht schlagen die Nazis sich wie auf Thule dann auch innerhalb dieser Angriffsflotte gegenseitig die Köpfe ein.“
    „Hier ist man nicht gerade jemand begeistert davon, da es offensichtlich zumindest einige von denen geschafft haben zu landen und eine größere Anzahl von Truppen zur Invasion abzusetzen“, entgegnete O‘Neill, der sehr missmutig dreinschaute, da er im Hintergrund auf dem Monitor eine Nazi-Soldatin, nämlich Barbara Hitler erkennen konnte.
    „Wo sind diese Schiffe gelandet, General?“
    „Überwiegend in der Bundesrepublik Deutschland. Dort scheinen die Bastarde zum größten Teil hinzuwollen. Wen wundert‘s. Na gut, sie kann ihr Glück versuchen! Sie hat aber nur einen Versuch! Aber wir werden denen keine Atempause gönnen, sondern weiterkämpfen!“, antwortete Jack, der Sam zum Schluss noch einmal einen vielsagenden Blick zuwarf.

    Erdorbit
    Nazi-Flotte

    Auf allen Schiffen der Nazis drang vollkommen überraschend aus sämtlichen Lautsprechern eine sehr bekannte weibliche Stimme: „An alle Schiffe des Dritten Reiches: Hier spricht SS-Obersturmbannführer Barbara Hitler, ich bin befinde mich an Bord eines Schlachtschiffes der Erde, und fordere hiermit alle Schiffe und Truppen unseres Volkes dazu auf, den Kampf umgehend einzustellen und bedingungslos zu kapitulieren, da ihr sonst von den Streitkräften der Erde restlos vernichtet werdet! Zudem habe ich den Führer und auch meinen Vater nicht ermordet, wie von meinem Bruder behauptet worden ist! Denn er selber ist der Mörder, und nicht ich! Also stellt sofort die Kämpfe ein, dies ist ein Befehl!“

    Auf einigen der Schiffe innerhalb der Naziflotte kamen so manche den Befehl doch tatsächlich sehr schnell nach. Doch viele, die dennoch loyal zu ihren Führer, Barbarossa Hitler, standen, schrien wütend: „Ihr Verräter!“, und sofort erschossen sie auf einige der Anhänger von Barbara Hitler.

    Aber auf einigen wenigen Schiffen gab es nur oder genügend Anhänger von Barbara, die ihren Kampf unverzüglich einstellten, weil sie sehr schnell mitbekommen hatten, wie zerstörerisch und vernichtend die Waffen der Schlachtschiffe der Erde waren, und auch der jungen Frau treu ergeben waren. Dort an Bord nahm man daher sofort Kontakt mit dem Feind auf, um sich unverzüglich offiziell zu ergeben.

    -----

    Ansonsten tobte die Weltraumschlacht im Orbit der Erde natürlich mit unveränderter Härte weiter, wobei einige Piloten der Nazis mit ihren Kampffliegern sogar zu Kamikazeflügen auf die Schlachtschiffe der Verteidiger ansetzten, nur um wenige Sekunden später, ohne auch nur den kleinsten Schaden zu verursachen, an den Schutzschilden der Erdschiffe zu zerschellen.

    Der Kampf dauerte schon mittlerweile einen ganzen halben Tag an. Wobei die Flotte der Invasoren schließlich immer weiter zusammenschrumpfte. Dennoch waren immer noch mehr als hundert Schiffe übrig, die blind die Schlacht gegen die Erdschiffe fortsetzten. Doch etwa ein Dutzend waren mittlerweile isoliert und von den Truppen der Erde besetzt worden, weil sich die dort befindlichen Nazis nach dem Befehl von Barbara Hitler ergeben hatten.
    Doch eines fiel schon seit langer Zeit auf, nämlich dass sich das einzige Kriegsschiff der Orici sich nicht am Kampf beteiligte und regungslos verharrte.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sam hatte schließlich endgültig genug von der Untätigkeit des Schiffes, welches Adriana zur Unterstützung gegen potentielle Angreifer im Erdorbit zurückgelassen hatte, und nahm daher erzürnt mit ihm Kontakt auf: „Hier spricht General Samantha Carter vom Erdschiff George Hammond, ich rufe das Schiff der Orici!“
    „Hier ist Ramirius. Was ist euer Begehr, General Samantha Carter?“
    „Fragen, weshalb ihr nicht in den Kampf eingreift?“

    Einige Minuten vergingen, dann erst antwortete Ramirius: „Wir können nicht gegen welche Kämpfe, die der selben Lehre wie wir folgen!“
    „Soll es etwa bedeuten…“
    „So ist es.“
    „Ihr helft somit leider denen, die unzählige Leute umbringen werden, die an die Orici glauben.“
    „Das ist unmöglich.“
    „Schaut doch in unsere Geschichte. Dort findet ihr unverstellbare Grausamkeiten von diesen Nazis…“
    „Auch, wenn dem so ist… ich habe meine Befehle. Tut mir leid, General Samantha Carter.“
    „Dann macht sie doch zumindest kampfunfähig“, seufzte Sam.
    „Gut, ich werde entsprechende Befehle an meine Kriegerinnen und Krieger geben, aber wir werden keine Glaubensschwestern und -brüder töten.“

    Kurz nachdem die Verbindung zum Ori-Schiff beendet worden war, kontaktierte Sam das Homeworld Command um Jack und alle anderen über diese neuen Informationen, nicht in Unkenntnis zu lassen.

    Erde
    Europa
    Deutschland, Hamburg

    Im Überflug hatte Barbarossa Hitler den Kontinent, den er gedachte zuerst zu erobern, genau sehen können. Doch eine unsichtbare Macht hatte seinen Transporter vom Himmel geholt.

    Minuten später kamen alle nach und nach wieder zu sich. Man stellte fest, dass nur etwa etwas mehr als die Hälfte seiner Soldatinnen und Soldaten den Absturz überlebt hatten.

    Magneto sah sich derweil immer wieder nach neuen weiteren feindlichen Fluggeräten um, die ja alle aus Metall waren, und somit, wie Wachs, ganz in seiner Hand waren. Der alte Mutant verspürte eine sehr große Genugtuung mit Hilfe seiner Kräfte so viele Nazis töten zu können, wie ihm nur möglich war. Dabei dachte er an seine geliebte Mutter, die einst vor seinen Augen ermordet worden war.

    Die Leibwache des Führers Barbarossa Hitler, hatte sich vor wenigen Minuten mit einer weiteren SS-Einheit zusammenschließen können.

    Die meisten von den SS-Soldatinnen und -soldaten drangen schließlich mit aller Gewalt in ein Doppelhaus ein. Einige Kinder schrien sofort entsetzt auf als sie die Nazis sahen. Sie rannten panisch davon. Nur die kleine Lana war etwas zu langsam, die brutal an den Haaren fest- und somit zurückgehalten wurde.

    „Aha“, murmelte der Führer der Nazis, der auf einigen Fotos etwas Interessantes entdeckt hatte, „hier wohnt er also.“
    „Wer, mein Führer?“
    „Ein sehr gefährlicher Mann für unser Reich, den ich eines Tages höchstpersönlich töten werde“, antwortete Barbarossa Hitler mit großer Überheblichkeit, der eigentlich jetzt überwiegend von den Gefühlen von Darius überflutet wurde, dessen Bewusstsein sich beim Anblick des Bildes geregt hatte.

    „Raus aus unserem Haus, oder ich schieße!“, befahl eine weibliche Stimme.
    „Guten Tag, Gnädigste. Oh, oh, eine Polizistin vermute ich. Und dort ist noch eine. Ich bin euer Führer, also legt die Waffen ab, sonst töte ich das kleine Mädchen hier!“
    „Feigling!“, zischte Jeanne, die wie auch Jasmin ihre Dienstwaffe ebenfalls auf den Boden legte. „Wir tun das hier nur, um die Tochter meiner Freundin zu retten, und nicht, weil Sie uns was zu sagen haben!“
    „Los, geh, du kleine Göre! Du sollst gehen!“, schnauzte der Anführer der Nazis die kleine Lana an, als Laura, die Tochter von Logan sich vollkommen unerwartet aus dem Schatten an einer Wand löste, sie wortlos bei der Hand nahm und abholte, um sie dann zu Jasmin und Jeanne zu führen.
    Dort angekommen, lächelte Laura allen anderen drei noch einmal ohne ein Wort mit einem kurten Nicken kurz an, bevor sie sich wieder, jetzt aber mit einem sehr grimmigen Gesichtsausdruck, zu den Nazis umdrehte.

    „Zu der anderen Bemerkung, vergiss es, du scheiß Faschist!“, fauchte Jasmin, die wie Jeanne ihre Waffe wieder aufhob, um dann mit alle anderen schnell nach oben stürmte, um über die Terrasse in einen Schutzraum zu fliehen. Wobei sie sofort von einem nacheilenden Barbarossa und einigen SS-Soldaten verfolgt wurden.

    Kurz darauf ertönte auch schon ein Markschütternder Kampfschrei, der von Wolverine kam. Jener stürzte sich von dem oberen Geländer auf die Nazisoldaten herab. Denn Laura, sein Bruder Victor und er hielten sich gerade zufällig in Hamburg auf, und hatten Quartier bei der Familie des Freundes bezogen. Dies lag zum größten Teil an Laura, die es irgendwie geschafft hatte, die beiden Mutantenbrüder wieder einmal zu vereinen.

    Logan rannte nach einem kurzen Kampfgetümmel schnell den anderen nach, um Jeanne, Jasmin und den vier Kindern zu helfen, während sein Bruder Victor und seine Tochter Laura gegen die anderen Nazis weiterkämpften.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Obwohl die Mission der Battlestar Pegasus um Commander Lee Adama und Captain Sharon Satterfield noch lange nicht beendet war, hatte es eine unerwartete und sehr erstaunliche Wendung gegeben. Denn auf einem Aufklärungsflug war die CAP, um Kat und Starbuck sowie Athena, auf einen sehr übel zugerichteten schweren Jäger der Zylonen getroffen.

    Darin bat Leoben dringend um Hilfe für die Fraktion der Zylonen, der er angehörte und die von der anderen Fraktion von Cavil in einen schweren Hinterhalt gelockt worden war, und dabei schwere Verluste hatte hinnehmen müssen.
    Zudem kannte eine Drei angeblich die Identitäten der immer noch unbekannten fünf menschlichen Zylonenmodelle, die sich noch immer in der Flotte der Galactica aufhalten sollen. Außerdem bot der Zweier noch weitere Informationen an, die für alle Überlebenden des Holocausts der Zwölf Kolonien von Kobol sehr wichtig sein würden.

    Heimatkolonie der Zylonen
    Haupthangar

    Es war schwer gewesen, doch irgendwie hatte es Boomer geschafft, Ellen Tigh, den Präsidenten Doktor Gaius Baltar und auch die kleine Hera Agathon sowie einige andere Dinge an Bord eines, von den Zylonen erbeuteten kolonialen Raptors zu schaffen.
    Schon kurz außerhalb des gewaltigen Gebildes, welcher die Heimat der Zylonen war, aktivierte die Acht den FTL-Antrieb.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Die versammelte Flotte der Schlachtschiffe von der Erde, unter dem Kommando von Brigadier General Samantha Carter, hatte es endlich geschafft, denn man hatte die meisten von den übrigen Raumschiffe der Nazis soweit vernichtet, dass die verbliebenen von ihnen eingekreist werden konnten.
    Doch die Angreifer dachten immer noch nicht an eine Kapitulation, weswegen Sam den Befehl gab, weiterhin mit dem Beschuss fortzufahren bis die Bedrohung der Erde vom Orbit aus endgültig beendet sei.

    Erde
    Europa, Deutschland, Hamburg

    Ohne sich auch nur um die Soldatinnen und Soldaten seiner Leibgarde, die für ihn ihr Leben einsetzen mussten, zu sorgen, war der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, verfolgt von Wolverine aus dem Haus geflüchtet, nachdem er erfolglos versucht hatte die Familie von Jonathan Martin und Jeanne Schneidern sowie der von Jasmin Ataya zu ermorden.

    Der Führer der Nazis und natürlich auch das in ihm steckende Bewusstsein von Darius waren entsetzt darüber, dass es noch einige weitere Leute gab, die wie sein Gegner waren, der ihm einst durch sein Eingreifen die Herrschaft über Heraclia und ihn somit um das damit verbundene Erbe gebracht hatten. Er rannte so schnell er konnte, immer weiter Richtung des Hamburger Hafens.

    Im Haus selber waren nur noch wenige Soldaten der Nazis am Leben. Eine junge Frau hatte sich, seit dem Beginn der Kampfhandlungen panisch in eine Zimmerecke gedrückt und hoffte dort nicht bemerkt zu werden. Doch sie irrte, denn der alte Mutant Victor Creed, der allen auch als Sabretooth bekannt war, hatte sie schon lange bemerkt und nicht mehr aus den Augen gelassen, während er zusammen mit Laura gegen den Feind kämpfte und die anderen Nazisoldatinnen und -soldaten der Reihe nach und nach tötete.

    Gerade eben hatte der alte Mutant einen Nazisoldaten mit großer Leichtigkeit das Genick gebrochen, kurz nachdem er jenen erst eine fürchterliche Wunde mit seinen Fingerkrallen im Bauchbereich zugefügt hatte. Mit einem bösen Lächeln im Gesicht wandte er sich nun der zu der jungen Frau um, die wie versteinert dastand und nur noch stumm um Erbarmen flehend mit dem Kopf schüttelte.
    „Was denn? Was denn?“, spottete Victor, der langsam und bedrohlich der SS-Soldatin immer näher kam.


    Zur selben Zeit war auch Laura mit ihrem letzten Gegner fertig, dem sie ihre Fußkrallen von unten her über dem Hals in den Kopf gerammt hatte. Das Mädchen drehte sich daher sofort zu ihren Onkel um, um zu schauen ob jener eventuell Unterstützung brauchen könnte, während der sich immer noch seinem nächsten und wohl auch vorerst letzten Opfer immer weiter genähert hatte. Schließlich war Victor nur noch knapp drei Armlängen von der SS-Soldatin entfernt.

    „Nein! Nein! Nicht! Nicht! Bitte! Ich… ich ergebe… ergebe mich! Bitte! Ich… ich habe nicht geschossen…“, stotterte die junge Frau, die demonstrativ ihre Waffen polternd auf den Fußboden fallen ließ, und in den vergangenen nur rund fünf Minuten hatte miterleben müssen, wie ihre sechs Kameradinnen und fünfzehn Kameraden ums Leben gekommen waren, weil sie nicht aus dem Haus gestürmt waren, um ihren Führer zu unterstützen.

    Aber in den Augen Victors blitzte nur eines, nämlich die blanke Mordlust eines wütenden Tieres. Es war letztendlich die Tochter von Logan, die ihn davon abhielt zum tödlichen Hieb auszuholen.
    Sabretooth brummte: „Warum soll ich es nicht tun, Kleine?“
    „Sie hat als einzige nicht hier drin gekämpft, sondern sich rausgehalten, Onkel“, antwortete das Mädchen, während des Auftauchens von Jeanne und Jasmin, die der jungen SS-Frau schnell die Hände fesselten und ihr dann anschließend die übrigen Ausrüstungsgegenstände abnahmen. Die Nazisoldatin jammerte noch immer sehr laut, während sie noch einmal durchsucht wurde.


    Durch die schweren Kämpfe der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland gegen die Nazis in diesen Teil des Hafens von Hamburg, wohin Barbarossa Hitler vor Logan geflüchtet war, brannte es schon seit ungefähr einer halben Stunde an mehreren Stellen lichterloh. Meterhohe Flammen hatten sich in der Zwischenzeit mittlerweile durch jedes brennbare Material gefressen, die dadurch unter anderem auch eine furchteinflößende Kulisse einer apokalyptischen Welt lieferten.

    Eilig erklomm der Führer der Nazis einen der höchsten Hafenkräne. Oben angekommen zog er schließlich seinen Säbel, weil all er keine Munition mehr zur Verfügung hatte, da er jene bereits nämlich panisch verschossen hatte.

    Das Blut gefror in den Augen des Anführers aller Faschisten, da er hatte miterleben müssen, wie bei dem Mutanten die letzten Projektile aus den Wunden gedrückt wurden und jene kurz darauf auch schon wieder verheilt waren.

    Mit einem wütenden Aufschrei stürmte Barbarossa auf den abwartenden Logan los, der sofort versuchte seinen Gegner zu entwaffnen. Mit seinen Krallen versuchte er sofort die Waffe des Nazis unbrauchbar zu machen. Doch war diese aus Adamantium gefertigt worden.
    „Na schön“, knurrte Wolverine, für den es allerdings nicht das erste Mal war gegen jemanden anzutreten, der sich mit einer Waffe aus Adamantium gerüstet hatte.

    Funken blitzten jedes Mal auf, wenn die Krallen des Mutanten und der Säbel des Nazis aufeinanderschlugen. Doch war der Mutant eindeutig im Vorteil, denn seine Wunden heilten wieder genauso schnell, wie sie zuvor verursacht worden waren.

    „Gut. Dann werde ich Dir eben den Kopf abschlagen!“, keuchte der Führer der Nazis, dem allmählich seine schlechte Kondition sowie eine böse Schnittwunde am rechten Arm zu schaffen machte.
    Mit einem: „Versuch es doch, Nazi-Arschloch!“, provozierte Logan seinen Gegner nur allzu gekonnt.
    Barbarossa Hitler, der sich schon kurz darauf blind auf ihn zu stürzen versuchte, indem er dabei wild den Säbel über den eigenen Kopf schwang und dann in Richtung des Halses von Logan schlug. Aber dieser wich dem Hieb mit Leichtigkeit gekonnt aus, wobei er sich blitzschnell abduckte, wodurch Barbarossa ungebremst gegen eine Metallverstrebung des Krans prahlte. In Sekundenbruchteilen war Wolverine bei ihm, und stieß mit den Krallen seiner linken Hand zu, wobei er den rechten Arm seines Widersachers festnagelte.
    Barbarossa schrie sofort vor Schmerz auf, und tönte dann: „Auch, wenn ich jetzt gleich durch dich Missgeburt den Tod finden sollte, werde ich schon bald wieder zurückkehren, sobald ich mir einen neuen passenden Geist und Körper für mein Bewusstsein gesucht habe…“
    „Das nennt man Größenwahn, worunter du leidest!“, unterbrach Logan, der den Versuch seines Feindes sich mit Hilfe des Dolches am Gürtel doch noch einmal zu befreien zunichte machte, indem er ihm mit einer schnellen Bewegung den linken Unterarm von Barbarossa abschlug.

    Der Anführer der Nazis schrie ein weiteres Mal voller Qualen auf. Doch er bekam jetzt genau dies zu spüren, was er einst noch selber vor einiger Zeit selbst auf Thule und auch auf Heraclia in seiner ursprünglichen Gestalt als Darius vielen anderen Menschen angetan hatte.

    Dem Mutanten gefiel das überhebliche Grinsen seines Widersachers gar nicht, den er bereits losgelassen hatte. Doch abermals, versuchte jener den zuvor zu Boden gefallenen Säbel wieder zu ergreifen. Nach einigen missglückten Versuchen gelang es tatsächlich, und Barbarossa Hitler stürmte wieder erneut in großer Verzweiflung auf Logan zu.
    Doch der sprang seinerseits abermals gekonnt zur Seite, holte dabei, während er sich komplett in der Luft befand, mit seinem linken Arm aus und traf punktgenau.
    Sofort ließ Hitler den Säbel aus der rechten Hand fallen, um sich mit einem panischen und angstvollen Gesichtsausdruck an den Hals zu greifen. Denn dort hatten sich sehr schnell drei rote Linien abgezeichnet. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck trat der Wolverine dem Führer der Nazis noch verächtlich in den Rücken, der ihn kurz darauf in die Tiefe, hinab in die lodernden Flammen stürzen ließ, währenddessen sich der Kopf endgültig vom Rumpf löste.


    Eine Woche später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Der Krieg gegen die Nazis war seit Tagen endlich zu Ende. Doch nicht nur auf der Erde, sondern auch auf Thule, wo die Phoenix unter General Cameron Mitchell der Bevölkerung bei ihren Aufstand gegen ihre grausamen Besatzer aktiv und vor allem erfolgreich geholfen sowie beigestanden hatte. Dabei kam ihnen aber natürlich auch der unerwartete Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Barbara und Barbarossa Hitler letzten Endes zugute.

    Dabei spielten hingegen auf der Erde natürlich Jean Grey und noch einige weitere Mutanten eine große Rolle, da sie mithalfen Nazis aufzuspüren, die nach ihrer Niederlage schnell versucht hatten, sich auf der Erde, zu verstecken. Dabei wurden auch viele weitere Anhänger der Nazis und andere weitere gefährliche Sympathisanten von ihnen und anderen Ideologien gefunden, die ebenfalls vorsichtshalber verhaftet wurden.

    Nach Verhandlungen, an einigen waren auch die Orici Adria und Barbara Hitler beteiligt, wurde beschlossen alle Nazis auf einen abgelegenen Planeten ohne Sternentor zu verbannen. Doch noch etwas trat zu Tage, nämlich dass sich Adria von den Bewohnern auf den Planeten Thule als ihre Gläubigen abgewandt hatte. Weswegen man daher entschieden hatte, die noch lebenden Nazis, die noch auf Thule den großen Aufstand und Krieg überstanden hatten, unverzüglich auf einen fernen und abgelegenen Planeten ohne Stargate innerhalb der Sagittarius-Galaxie zu bringen, wie man es beschlossen hatte.
    Von diesem Standort allerdings, hatte auch später auch die Vampirin Liana erfahren, die diese Informationen später an ihr Volk weitergeben würde.

    Die bekanntgewordene Existenz der Vampire, die einst überwiegend Antiker gewesen und durch Experimente zudem geworden waren, was sie heute sind, bereitete natürlich sehr vielen Menschen in den wichtigsten Gremien auf der Erde eine sehr große Sorge. Aber man ließ dieses Wissen nach wie vor unter Verschluss. Aber man hatte keine andere Wahl, als der Vampirdelegation um Liana die Rückkehr zu ihren Volk zu ermöglichen, nachdem man sich mit jener in einer gesonderten Sitzung zu festen Vertragsthemen getroffen hatte. Danach plante man die Rückreise der Vampire zu ihrer Heimatwelt.

    Europa
    Deutschland, Hamburg

    Das Haus von unserer Familie war mittlerweile beinahe fertig renoviert worden.

    „Passiert leider ganz schön oft, dass wir hier immer wieder in diesem Haus etwas neu Malern, Tapezieren, neue Fliesen und Teppiche verlegen sowie auch Möbel kaufen und aufbauen müssen“, stellte ich fest.
    „Ja, aber das halbe Haus renovieren zu müssen, habe ich mir auch nicht träumen lassen“, seufzte Jeanne, die spürbar sehr froh darüber war, dass die Familie endlich wieder vereint war, „und gut, dass Du endlich daheim bleibst und nicht mit zur Destiny fliegst, genauso wie es versprochen war!“

    „Hier ist die noch benötigte weiße Farbe und Pinsel“, erklärte Laura fröhlich, während Logan einige Kartons mit den Fliesen in die Küche trug.


  2. #122
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    Danke, an alle Leser und die Betätiger des Buttons !

    Viel Spaß mit der heutigen Folge

    Odyssee
    Folge 5.18 - “Trinitatis”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, CIC

    „Alarm! DRADIS-Kontakt! Es ist ein einzelner Raptor! Aufprall bei 2-5-7!“, meldete der von Admiral Adama begnadigte Lieutenant Gaeta mit hastiger Stimme.
    „Die CAP soll ihn abfangen!“, ordnete Helo, der diensthabende XO, mit sofortiger Wirkung an.

    Battlestar Galactica, Brig

    Die meisten der Insassen des Raptors fanden sich schon kurz nach ihrer Ankunft an Bord der Galactica sehr schnell in einer Zelle wieder. Darunter war aber auch Ellen Tigh, da man sich sicher war, dass die Frau von Colonel Saul Tigh ein Zylon sein musste, weil dieser sie durch Gift auf Neu-Caprica im Versteck des Widerstandes gegen die Besatzung der Zylonen ermordet hatte. Grund dafür war der, da Ellen den Zylonen Informationen zugespielt hatte, aber nur um ihren Mann Saul vor weiteren Misshandlungen durch die Zylonen zu verhindern.
    Diese und andere ungewöhnlichen Umstände führten zu sehr vielen Veränderungen nicht nur auf der Galactica, sondern innerhalb der gesamten Flotte, wie die Überwachung von Saul Tigh und die viele Verhöre von Doktor Gaius Baltar, dem Kollaboration mit den Zylonen auf Neu-Caprica während seiner damaligen Präsidentschaft vorgeworfen wurde. Aber dafür hatte man endlich die Gewissheit, dass die Berichte von Leoben Conoy wahr waren, nämlich dass sich die Gemeinschaft aller bisher sieben bekannten Zylonenmodelle vor kurzem in zwei verfeindete Lager aufgespaltet hatte.


    Sagittarius-Galaxie
    RM5X-P666

    In einer anderen Galaxie hatte sich ähnliches ereignet, denn die bislang über mehrere jahrtausende feste Gemeinschaft der Vampire, die aus Antikern und normalen Menschen hervorgegangen war, hatte sich mittlerweile ebenfalls erkennbar in zwei unterschiedliche übergeordnete Hauptorden aufgespaltet. Der eine, der von Arteriais geführt wurde, wollte immer noch Rache an den Menschen der Phoenix und deren Heimatwelt nehmen, und der, der Liliana zugehörte, wollte zunächst die erwartete Rückkehr ihrer Tochter und der übrigen Delegation abwarten.

    Aber es gab noch andere Planeten mit Menschen in dieser Galaxie, auch dies war den Vampiren bewusst. Doch drohte von diesen rückständigen Zivilisationen für die Vampire keine Gefahr.

    „…egal, wir werden schon sehr bald neue Nahrungsgründe finden, und somit auch Menschen, die wir in unsere Kolonie bringen können“, erklärte Liliana, die somit hoffte auch weiterhin die Kontrolle als Königin über alle Vampire behalten zu können, obwohl es nun zwei Hauptorden mit unterschiedlichen Philosophien gab.
    Arteriais fachte dennoch das Feuer an, denn sie sagte: „Falls eure Tochter und die Delegation überhaupt jemals wieder zu uns zurückkehrt. Ich bezweifle es nach wie vor!“

    Trotz alledem würde die, wieder zu einem Raumschiff, umgestaltete langjährige Festung, schon sehr bald ins All aufbrechen. Denn alle beiden Orden waren sich zumindest darüber einig, dass man die Rasse der Vampire vor einer möglichen Vernichtung durch die Menschen von der Erde und, oder ihrer Verbündeten unbedingt bewahrt werden musste.

    Orbit von RM5X-P666

    Doch nur wenige Stunden später sowie für einen kurzen Moment tauchte im Orbit des Planeten die U.S.S. Abydos, ein Erdschlachtschiff der 306-Klasse im Orbit auf. Die von der Prinzessin Liana angeführte Delegation wurde mit einer Botschaft und Verträgen hinunter auf dem Planeten gebeamt, denn man hatte noch viel Arbeit zu erledigen.

    RM5X-P666
    Gemach von Königin Liliana

    Nach einer Besprechung mit einem ersten Bericht mit den gesammelten Eindrücken von den Menschen der Erde im Thronsaal, unterhielten sich Mutter und Tochter natürlich in aller Ruhe noch einmal unter vier Augen.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Kontrollraum < > U.S.S. Daedalus, Brücke

    Seit einigen Minuten schon tauschten sich Richard Woolsey, Steven Caldwell und John Sheppard über das weitere Vorgehen im Krieg gegen die Wraith aus.
    Es war nicht verwunderlich, dass Todd, der sich nach wie vor in seiner Zelle auf Atlantis befand, irgendetwas verschwieg. Ronon hatte sich bereits des Öfteren angeboten, dem Wraith mit seinen Methoden die Geheimnisse zu entlocken, doch Sheppard hatte jedes Mal abgelehnt.

    „Wir werden in etwa fünf Minuten unser Ziel erreicht und den Hyperraum verlassen haben, Mister Woolsey. Wie lange dauert es noch bis die benötigte Unterstützung aus der Milchstraße Atlantis endlich erreicht hat?“
    „Etwa vier Tage“, antwortete John, „es dauerte leider noch ein wenig, da sie noch ein paar unangenehme Zeitgenossen umsiedeln mussten.“
    „Vergessen Sie es nicht, es ist nur eine reine Aufklärungsmission!“
    „Ich verstehe, Mister Woolsey. Caldwell, Ende!“

    Atlantis, Zellentrakt

    Endlich war es soweit, und der Wraith war dazu bereit die bislang zurückgehaltenen Informationen mitzuteilen. Denn man wollte endlich erfahren, wie stark die Wraith in der Milchstraße waren.

    Mit einem mürrischen Gesichtsausdruck musterte John lange Minuten Todd bis er dann entspannt zusammenfasste: „Also es sind knapp 12 Basisschiffe, etwas über 50 Kreuzer, einige Versorgungsschiffe, ganz viele Transporter, so um die 100 sowie mehrere tausende von Jägern, und nicht zu vergessen die unzähligen Wraith…“
    „Ja, so ist es in der Tat. Und ihr Volk sollte sich beeilen, John Sheppard, sonst wird ihre Zahl immer weiter bedrohlich anwachsen…“, unterbrach Todd.
    Der wurde allerdings ebenfalls von dem Menschen mit: „Haben die etwa noch einige ZPM‘ in ihren Besitz, um so eine verdammte Brutstation zu betreiben?!“, unterbrochen.
    „Ist anzunehmen“, brummte der Wraith.

    Sogleich wandte sich Sheppard auf dem Absatz um, eilte mit schnellen Schritten aus dem Raum, da er diese enorm wichtigen Neuinformationen dringend weitergeben musste.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die aktuellen Neuigkeiten über die stetig anwachsende Truppenstärke der Wraith waren mehr als nur sehr beunruhigend, nicht nur für General Jack O‘Neill allein. Man war froh erst froh darüber gewesen eine gefährliche Bedrohung abgewendet zu haben, doch dass nun diese sehr gefährlichen Außerirdischen in Gestalt der Wraith schon sehr bald wieder einmal die Erde mit großer Macht heimsuchen würden, war für viele der Verantwortlichen nur eine Frage der Zeit gewesen. Doch bevor sie dies wirklich tun würden, würden sie zunächst über so manchen Planeten mit menschlichen Zivilisationen, die keine so gute planetarische Verteidigung wie die Erde hätten, herfallen.

    Doch solange wollte niemand warten, weshalb man jeweils zwei bis drei Schlachtschiffe gemeinsam entsandte, um die Flotte der Wraith sowie ihre Stützpunkte so schnell wie nur möglich aufzuspüren. Aber man achtete auch darauf, dass sich immer rund um die Uhr genügend der eigenen Schlachtschiffe im Orbit der Erde und auch des Mars befanden, damit man nicht böse von diesen gefährlichen und todbringenden Feind überrascht wurde. Auch wurde zusätzlich eigens ein Kommunikationskanal eingerichtet, um im Fall eines Angriffes die meisten Schiffe zur Verteidigung zusammenziehen zu können.

    Aber es gab auch einige gute Nachrichten, denn Myrddin war schon seit vielen Tagen dabei die laufende Vorbereitung mit zu unterstützen, um die drei Stadtschiffe Mu, Emrys und Shangri-La miteinander zu vereinen. Diese würden miteinander fusioniert einen allen anderen bislang bekannten Raumschiffen eindeutig überlegenden intergalaktischen Hyperraumantrieb, und zudem einen besseren Wurmlochantrieb als Atlantis besitzen. Insbesondere der letztgenannte Wurmlochantrieb würde sehr vonnöten sein, um so schnell wie nur möglich Vorräte, Material, Ausrüstung und Personal zur Besatzung der Destiny zu bringen.


    Mehrere Tage später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Endlich war der langersehnte Tag gekommen, denn Myrddin hatte nach sorgfältiger Arbeit die notwendigen Vorbereitungen mit der Hilfe von Samantha Carter, Jennifer Hailey und Cassandra Fraiser endlich erfolgreich abgeschlossen, damit dadurch die drei mühsam geborgenen Stadtraumschiffe der Antiker Emrys, Mu und Shangri-La endlich miteinander kombiniert werden können. Somit stand natürlich auch der Vollendung der größten gemeinsamen Mission der Menschheit von der Erde und ihrer Alliierten unmittelbar bevor.

    Ein großes Aufgebot von Schlachtschiffen der Erde und ihrer Freunde beziehungsweise Verbündeten in der gesamten Milchstraße hatten sich schon vor wenigen Tagen komplett versammelt, um Mu, Emrys und Shangri-La gegen mögliche Angriffe insbesondere der Wraith zu schützen. Auf den Erdschiffen hatten sich zudem zahlreiche eingeladene Gäste sowie auch einige Kamerateams vieler Fernsehsender eingefunden. Natürlich waren auch viele Teammitglieder des Atlantis-Teams eingeladen worden.

    Gemeinsam mit Morgan La Fay würde Myrddin in Kürze diesen sehr schwierigen Vorgang der Verschmelzung der drei Antikerstadtraumschiffe koordinieren.

    „Leiten zunächst behutsam und vor allem langsam als Erstes die Anflugsequenz von Shangri-La auf Emrys ein!“, ordnete und kündigte der Antiker an, der sich auf Emrys im Kontrollraum befand, während sich die Antikerin in dem von Shangri-La aufhielt, um den Vorgang zu überwachen und notfalls eingreifen zu können.

    Man konnte schon kurz darauf in den nächsten Minuten bereits ganz genau beobachten, dass Mu die untere Basis, Shangri-La den Mittelteil und Emrys den oberen Abschluss bilden würde, weil nämlich die drei Antikerstadtraumschiffe in einer bestimmten Position zueinander gegangen waren. Die einzelnen bestehenden Lücken, Aussparungen und Nischen der jeweiligen drei Städte würden allerdings nur in einer einzigen Kombination ineinanderpassen, die dann gemeinsam eine neue machtvolle Stadt und ein neues noch leistungsfähigeres Raumschiff bilden würden.

    „Reduziere jetzt nochmals ein wenig die Geschwindigkeit! Tätige noch eine weitere leichte Drehung gemeinsam in Richtung der Drehrichtung der Erde, und verringere zusätzlich die Schubkraft!“, hörte man die Stimme von Morgan La Fay über Funk sagen, die sich im Kontrollraum auf Shangri-La befand, welches enorm wichtig für die Energieversorgung des intergalaktischen Antriebs der neu entstehenden Stadt, Trinitatis, sein würde. Darum war es auch von sehr großer Wichtigkeit gewesen, Shangri-La unversehrt aus den Händen der Nazis auf Thule zu entreißen.

    Zu allererst schob sich Shangri-La bereits langsam immer weiter unter Emrys. Kurz darauf fügten sich diese beiden gewaltigen Komplexe, Meter für Meter, zu einem einzigen großen Komplex zusammen. In beiden gab es allerdings immer noch viele große aber auch einige kleinere Lücken, wovon sich eine sehr große mitten im Zentrum befand. Dort würde sich schon sehr bald der zentrale Turm von Mu, neben denen von Shangri-La und Emrys befinden.

    Um wichtige Zeit zu sparen und die enormen Risiken eines Fehlers durch eine manuelle Bedienung auszuschließen, hatten General Samantha Carter und Myrddin mit der Unterstützung von Morgan La Fay, Major Jennifer Hailey sowie Lieutenant Cassandra Fraiser gemeinsam ein Programm geschrieben, welches eine Autopilotfunktion für dieses feine Flugmanöver beinhaltete, welche die drei einzelnen Städte zu einer einzigen Stadt zusammenfügen sollten.

    Nach einer Stunde war endlich der erste Teil geschafft: Emrys und Shangri-La waren miteinander vereint. Doch der zweite Teil, jetzt auch noch das große Segment in Gestalt von Mu hinzuzufügen, war mindestens genauso kompliziert. Oder wäre es zumindest gewesen, wenn jemand diese riskanten Manöver in den Kontrollstühlen hätten ausführen müssen.

    Alle Beteiligten und Zuschauer, auch diejenigen, die dieses Schauspiel über die Medien auf der gesamten Welt mitverfolgten, hielten ein weiteres Mal angespannt die Luft an, denn nun schob sich auch Mu langsam unter den bereits zusammengefügten Teil, bestehend aus Emrys und Shangri-La.

    Abermals folgte der extrem langsame Vorgang des endgültigen Zusammenfügens ein weiteres Mal. Die zentrale Turmspitze von Mu glitt langsam durch die dafür bestimmte noch freie Lücke im Zentrum. Mus Turmspitze schob sich langsam an der von Emrys und Shangri-La vorbei, bis sie die beiden anderen zum Schluss überragte. Der zentrale Turm von Shangri-La, war dabei der niedrigste von den drei Türmen in der Mitte der neuen Stadt.

    Kurz darauf, nachdem die drei Städte dann endlich vollständig miteinander verbunden und vereint worden waren, leuchtete zunächst nur die überwiegend kristalline Struktur von Shangri-La extrem hell in sehr vielen Farben auf. Dieses enorme lichtintensive und farbenprächtige Schauspiel signalisierte allen: Die Verbindung war jetzt vollendet. Kurz darauf veränderten sich dann auch die beiden anderen Segmente der Stadt. Der helle Glanz und das Licht der verschiedenen Farben, die von Shangri-La ausgingen, schienen nun auch auf Emrys und Mu ebenfalls überzugehen.

    Es würde dennoch einige Tage, wenn nicht sogar eine ganze Woche dauern bis alle Missionsteilnehmer ihre Quartiere endlich bezogen hätten sowie alles an den benötigten Vorräten verstaut worden wäre. Das traf allerdings nicht nur allein für die neu entstandene Stadt, die den Namen Trinitatis trug zu, sondern auch auf die fünf neuen Schlachtschiffe der BC-304er Klasse zu, die den Beginn der anstehenden Mission zum Teil bis zum Erreichen von Atlantis zusätzlich absichern und unterstützen sollten.


    Eine Woche später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit
    Trinitatis, Kontrollraum

    „Ich kann es Ihnen also nicht ausreden, Daniel?“
    „Nein, Jack. Du weißt ganz genau, dass zumindest einer von uns mit auf diese Mission gehen sollte. Du kannst nicht, weil eben das Homeworld Command und die Erde dein Fachwissen brauch. Teal‘c hat vor nun auch endlich ganz offiziell die Anführerin der Hak‘tyl, Ishtar, zu heiraten. Sam und Cam haben hier ihre eigenen wichtigen Aufgaben… also bleibe nur ich…“
    „…und ich.“
    „Was machen Sie denn hier, Rodney?“
    „Diese Mission begleiten und die Wissenschaftler auf der Trinitatis anführen natürlich“, antwortete der Kanadier selbstbewusst.
    „Was ist mit Atlantis?“
    „Nun ja, Daniel. Ich habe meinen Assistenten Radek viele Jahre lang sehr sorgsam eingearbeitet - wird schon schiefgehen. Außerdem könnte auch meine Schwester den Job aushilfsweise dort in der Pegasus übernehmen, natürlich nur bis zu meiner glorreichen Rückkehr.“

    Beide Wissenschaftler waren allerdings enttäuscht darüber, weil keiner von ihnen gefragt worden war, ob einer von ihnen diese Mission leiten sollte. Denn die Wahl des IOA und anderer wichtiger und einflussreicher Institutionen hatte sich für eine andere qualifizierte Persönlichkeit entschieden.

    „Alles endlich startklar für die anstehende Mission zur Destiny?“
    „Jawohl, General O‘Neill“, antwortete Doktor Hank McCoy, der nicht nur als Mutant allein über die notwendige Erfahrung verfügte eine wichtige Mission zu leiten, sondern auch extrem viel spezielles Wissen hatte, auch was komplexe und fortschrittliche Technologien anging.

    Nach einer kurzen Ansprache an alle Missionsteilnehmer ließ sich Jack O‘Neill zurück auf die George Hammond, zu Samantha Carter, beamen.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sam, Teal‘c, Hank und Jack standen vor dem Fenster, um so nah wie nur möglich mitzuerleben wie sich das Hyperraumfenster öffnete, in welchem Trinitatis verschwand.

    „Gute Reise, Leute!“, seufzte General Samantha Carter leise, die selber gerne diese Mission begleitet und vielleicht auch gar angeführt hätte, doch musste sie sich als Befehlshaberin der Erdflotte in der Milchstraße nun um die Gefahr kümmern, die die Wraith in dieser Galaxie immer noch darstellten.
    Teal‘c nickte: „In der Tat!“
    „Na schön. Ich werde dann mal meinen Ruhestand genießen“, entschied Landry.

    Erde
    Europa, Deutschland
    Hamburg

    Im frisch renovierten Wohnzimmer, hatten wir das Spektakel im Erdorbit live im Fernsehen verfolgen können.

    „So. Weg sind sie“, erklärte meine Frau Jeanne erleichtert, die zudem froh darüber war, dass ich mein Versprechen auch gehalten hatte.

    Doch gab es noch ein Problem, welches nicht zu vergessen war, denn in ihr und in einer ihrer und meiner besten Freundinnen steckten nach wie vor Goa‘uld-Symbionten.
    „Was ist los, Jonathan?“, fragte Jasmin, die etwas bemerkt hatte.
    „Wie soll ich am besten beginnen“, murmelte ich verlegen, „es sind immer noch Bastet und Nike in euch drinnen. Und zwar für die nächsten rund fünf Jahrzehnte.“

    „Keine Sorge, Jonathan“, begann Nike, „sollten es unsere Wirtinnen wünschen, werden wir sie dann verlassen, auch wenn es dann unseren sicheren Tod bedeuten sollte. Ich hoffe, ich habe auch für dich gesprochen, Bastet.“
    „Ja. Wir würden uns natürlich opfern, wenn dies so sein müsste, um Jasmin und Jeanne nicht weiter zur Last zu fallen. Doch habe ich trotzdem die kleine Hoffnung, dass wir länger bleiben dürfen.“
    „Nun gut. Bis dahin versuchen wir alle unser Bestes, um mit meiner Frau Jeanne ihren Symbionten Nike sowie Jasmin und dir, Bastet wieder eine Familie zu sein.”


    Hyperraum
    Trinitatis, Kontrollraum

    Natürlich hatten Rodney und Daniel schon so einiges miterlebt, seitdem die beiden beim Stargate-Programm mitwirken, doch schon allein der Eintritt von der neuen und Stadt Trinitatis, die sich aus den drei einzelnen Stadtraumschiffen der Antiker Emrys, Mu und Shangri-La zusammensetzte, in den Hyperraum war atemberaubend gewesen. Denn es war nicht der bekannte Flug im Hyperraum, den man bislang schon kennengelernt hatte, sondern war dieses Mal ganz anders, weil sie die Sterne, Planeten und andere kosmische Strukturen nur als bunte Linien vorbei huschen sahen.

    Beide Männer hielten sich überwiegend im Kontrollraum auf oder traten in der nächsten Minute auch schon wieder hinaus auf einen der Balkone, um dort die ersten Flugstunden zu genießen.

    Aber auch Doktor Hank “Beast” McCoy, der Leiter dieser Mission wechselte immer wieder aufs Neue seine Position. Er sah sich die geplante Route an, die sie nehmen würden und in den nächsten Monaten zur Destiny bringen sollte. Die erste andere Galaxie, die auf ihrem Weg lag, war unter anderem die Pegasus-Galaxie, denn dort wollte man Atlantis unbedingt einen Besuch abstatten.

    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Schon kurz nachdem Trinitatis im Hyperraum verschwunden war, waren General Jack O‘Neill und seine Adjutantin, Lauren Perry, in sein eigenes Kommando in den Cheyenne Mountain Complex zurückgekehrt.

    „Sir. Die Weltraumüberwachung meldet, dass sie den Kontakt zur Trinitatis in den nächsten vier Stunden verloren haben wird.“
    „Danke, Lieutenant“, erwiderte O‘Neill, der auf den Monitor schaute, auf dem er das Signal von Trinitatis mitverfolgen und den geplanten Weg zur Destiny sehen konnte.

    Denn man hatte für die Trinitatis-Destiny-Mission extra einen Platz im Kontrollraum der Basis eingerichtet, und zwar mit allen was so dazu gehört.


  3. #123
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard

    Vielen Dank an alle Leser und die Buttondrücker !
    Habe gestern wegen dem kurzen Wechsel zwischen zwei Schichten keine ruhige Zeit gefunden, doch jetzt ist es soweit , und wir starten heute mal mit einem Dreiteiler .
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.19 - “Der letzte Stamm, Teil 1”


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Alle führenden Anwesenden der Atlantis-Expedition im Raum waren verständlicherweise noch immer sichtlich angespannt, und dass obwohl der bevorstehende und wohl auch entscheidende Feldzug gegen die noch lebenden Wraith innerhalb der Pegasus-Galaxie in nur wenigen Tagen endlich beginnen würde. Doch bis es wirklich soweit war, musste man noch die Ankunft der wichtigen und vor allem dafür benötigten Verstärkung aus der Milchstraße abwarten.

    Zur Überraschung vieler in der Stadt war auch Myrddin schon einige Stunden zuvor durch das Sternentor, mit einer großen Einheit von Marines und weiteren Personal durch das Sternentor eingetroffen.
    Der alte Antiker hatte eine gewisse Sehnsucht nach Atlantis gehabt, weswegen er sich dazu entschlossen hatte, dem Team von Sheppard bei der Suche nach den wenigen der letzten versteckten ZPM‘ in der Pegasus-Galaxie behilflich zu sein.

    „Insgesamt haben wir dann mit einschließlich von Atlantis 14 Schiffe zur Verfügung. Doch wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auch auf sehr viele Menschen treffen könnten, die wir vorübergehend vielleicht unter gewissen Umständen hierher evakuieren müssen“, erklärte Major General Steven Caldwell, „doch sollten wir mindestens, rund um die Uhr, zwei unserer eigenen Schlachtschiffe im Orbit von Atlantis, also hier lassen. Ich hoffe daher, dass wir auch eine Tarnvorrichtung für einige Schiffe unserer Flotte bekommen könnten, worüber zum Beispiel die Odyssey bereits verfügt, Meister Myrddin.“
    „Dies ist ein sehr schwieriger Vorgang. Aber es sollte mir dennoch möglich sein zwei bis drei eurer Schlachtschiffe bis zu dem Beginn des finalen Feldzuges gegen die Wraith entsprechend zu modifizieren. Ich werde mich daher sofort nach dem Abschluss dieser Ratssitzung an die Arbeit machen.“

    Nachdem der alte Antiker dies gesagt hatte, war Brigadier General John Sheppard an der Reihe den anwesenden Kommandanten der Schlachtschiffe an einer Karte der Galaxie zu zeigen, wo sich momentan die einzelnen Flotten und entstandenen Allianzen der Wraith aufhielten. Auch kam er auf die Anzahl von möglichen Routen zu sprechen, die die Wraith aller Vorrausicht nach nehmen würden.
    „…daher müssen wir schnell handeln, denn dieser Planet hier, den wir M2431 nennen, besitzt ein Stargate in einem sehr schwer zugänglichen Gelände, weshalb eine nötige Evakuierung der dortigen Bevölkerung, die sehr groß ist, zehntausende von Menschen, leider sehr lange dauern würde…“
    „Dies wird also unser erstes Ziel sein! Wir können diese Menschen nicht der Gefahr durch die Wraith überlassen!“, schlussfolgerte der chinesische Colonel Yin, der die Sun Tzu kommandierte.
    Wortlos nickte Mister Woolsey sofort, der kurz darauf die Sitzung auch schon für beendet erklärte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    USA, Homeworld Command

    Vor wenigen Augenblicken erst hatte General Jack O‘Neill über seine Adjutantin Captain Lauren Perry eine dringende Videokonferenz einberufen. Die Ursache dafür waren die jüngsten Bewegungen der Wraith-Flotte, die sich in der Milchstraße aufhielt. Diese hatte man über verschiedene Quellen zum Glück entdecken, verfolgen und analysieren können. Nach einer unverzüglichen Rücksprache mit Atlantis, war man sich sehr schnell der Bedrohungslage sicher, nämlich dass die Wraith sich bereits intensiv darauf vorbereiteten, erneut die Erde anzugreifen.

    „…sie schlagen also vor, anhand des erstellten Bewegungsmusters der Wraith, deren Flotte anzugreifen, bevor sie die Erde erreichen?“, fragte der in wenigen Monaten scheidende UN-Generalsekretär noch einmal nach.
    Jack nickte sofort bestätigend, und erklärte: „Exakt. Denn sollten sich die Wraith erst einmal in Reichweite der Erde befinden, hätten wir trotz unserer derzeitigen Flottenstärke, dennoch erhebliche Probleme, uns gegen diesen schrecklichen und zähen Feind mit den benötigten Erfolg zu wehren. Wir haben auf der Erde in der jüngsten Zeit, vergangenen nur ein paar Jahren, leider zu schwere Verluste erlitten…“
    Der IOA-Vorsitzende unterbrach, und sagte: „Sie haben die meiste Erfahrung, General O‘Neill. Daher bin ich dafür, dass sie freie Hand bekommen, um unseren gebeutelten Planeten und unsere Bevölkerung vor den Wraith zu bewahren. Auch ihr eingebrachter Antrag die Wraith aus der Milchstraße endgültig zu vertreiben, wurde von uns mit einer klaren Mehrheit bereits in einer Abstimmung gebilligt!“
    „In Ordnung. Dann leite ich umgehend die entsprechenden Schritte ein, verehrte Exzellenzen“, nickte Jack O‘Neill, der im Anschluss umgehend Kontakt mit Samantha Carter aufnahm.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    Trinitatis, Kontrollraum

    Seit seiner Ankunft befand sich nicht nur der blauhaarige und -häutige Mutant Doktor Hank McCoy immer wieder auf einen gründlichen und nötigen Erkundungsrundgang. Denn durch die Verschmelzung der drei Antikerstadtraumschiffe Emrys, Mu und Shangri-La, gab es sehr viel zu wissen und natürlich auch zu lernen sowie auch irgendwann genauer zu erforschen.
    Vor kurzem erst, hatte man drei der fünf Schlachtschiffe der BC-304er-Klasse an Atlantis übergeben. Somit blieben nur die Hector und die Paris mit ihren Geschwadern an Bord zur militärischen Unterstützung bei dem neu entstandenen Stadtraumschiff. Es war nur ein kurzer Aufenthalt von einer knappen Stunde im Orbit von Atlantis gewesen, dann war auch schon die Trinitatis wieder in den Hyperraum zurückgekehrt, um ihre Reise zur Destiny fortzusetzen.

    Mittlerweile hielt sich McCoy aber größtenteils im Kontrollraum auf. Von einigen der vielen Techniker, die bereits mit der Technologie der Antiker sehr vertraut waren, ließ er sich einige der wichtigsten Funktionen auf den Konsolen erklären. Hank war dabei meist in Begleitung von Daniel und Rodney unterwegs, während Jennifer sich als Chefärztin von Trinitatis auf der Krankenstation ein wenig neu orientieren musste. Doch dies war für Doktor Keller nicht gerade schwierig, weil sie es gelernt hatte, sich seit ihrer Zugehörigkeit auf Atlantis, sehr schnell auf neue Situationen einzustellen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    USA, Homeworld Command

    Endlich hatte Jack O‘Neill mal vorübergehend etwas Zeit für andere wichtige Dinge, wie zum Beispiel sich ein wenig mit den mitgebrachten Konstruktionsplänen der Schiffe und, wenn natürlich auch nur ansatzweise den übrigen Technologien von den Überlebenden der 12 Kolonien von Kobol zu befassen. Der Leiter der Einrichtung des Homeworld Command war natürlich am meisten fasziniert von den großen Schlachtschiffen, den Viper der Klassen Mark II sowie Mark VII und ebenso von den guten Raumanzügen der Piloten. Doch machten General Jack O‘Neill die beigefügten Berichte mit den Krieg der Zylonen gegen die dortigen Menschen die meisten Sorgen, weswegen er beschloss umgehend die Concordia, zur weiteren Unterstützung des Expeditionsteams von Miss Shen, in die Andromeda-Galaxie zu entsenden.

    Hätte er seine aufmerksame Adjutantin Captain Lauren Perry nicht, hätte er beinahe das nächste anstehende Meeting mit Brigadier General Samantha Carter und den anderen Schiffskommandanten verpasst.

    „Die Videokonferenz steht jetzt, Sir.“
    „Danke, Captain Perry. Dann können wir ja anfangen“, begann Jack, der dann all den Schiffskommandanten genau erklärte, was im Bezug auf den Krieg gegen die Wraith in der Milchstraße zu tun sei.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum

    Ein Teil der wichtigsten Piloten der Viper und Raptor des Kampfsternes, hatten sich für einen wichtigen weiteren Einsatz versammelt, und ihr CAG, Captain Louanne „Kat“ Katraine, gab bekannt, dass es durch den kürzlichen Zusammenschluss mit der Flotte um die Battlestar Nyx einige Veränderungen geben würde, die insbesondere für die Crew der Galactica von Vorteil sein würde. Denn man wollte die bestehenden Geschwader und ihre dazugehörigen Piloten, aber natürlich auch die Zivilisten besser aufteilen.

    Battlestar Galactica, Backbordhangardeck

    „Wir benötigen unbedingt wieder das gesamte Steuerbordflugdeck und einen Teil des dazugehörigen Hangardecks, Chief! Wir werden uns mit einigen Geschwadern, Viper und Raptor von der Nyx-Flotte verstärken! Das bedeutet, dass sämtliche zivile Flüchtlinge, die sich dort momentan noch aufhalten, müssen demnächst auf andere Bereiche der Galactica ausweichen oder auf andere Schiffe innerhalb der Flotte verteilt werden!“
    „Sie wollen also, dass ich mich darum kümmere, Admiral.“
    „Genauso ist es. Die anderen Kampfsterne, die zu uns gestoßen sind, haben zum Teil mehr Viper, Raptor und Personal an Bord als sie aufnehmen können.“
    „Ich werde mich darum kümmern, Sir.“

    Colonial One, Büro der Präsidentin

    „Ja, wir suchen immer noch in erster Linie nach der legendären 13. Kolonie. Deren Heimat, die als Erde in den alten Schriften der Phytia beschrieben wird“, bestätigte Laura Roslin, nachdem sie ihren versammelten politischen Kollegen von der Nyx-Flotte berichtet hatte, was sie in den vergangenen rund zwei Jahren durchlebt hatten.

    Zylonisches Territorium
    Heimatkolonie der Zylonen

    Um den Standort und vor allem die Sicherheit der Hauptbasis nicht zu gefährden, war dieser erneut verlegt worden.

    Die Fraktion der Zylonen, die aus den Einsern, Vierern und Fünfern bestand, erhoffte sich dadurch einen enormen Vorteil gegenüber der anderen Zylonenfraktion, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie den Letzten Fünf zu haben. Zeitgleich dazu liefen mehrere wichtige Operationen, nämlich das Aufspüren der Flotte der Galactica, die Suche nach der Erde sowie die Mission zur Destiny.

    „Ich habe endlich alle Einstellungen an all unseren Zenturios und Jägern beendet“, meldete einer der Simons, der einen ziemlich verdreckten Kittel trug, der schon nicht mehr blütenweiß war, sondern überwiegend die Spuren von Blut und Schmiermitteln aufwies.
    „Dann können wir ja hoffentlich mal wieder Erfolge verbuchen“, stellte daraufhin ein Einser erleichtert fest.
    Worauf ein Doral meinte: „Wir sollten auch den Standort des Auferstehungszentrums korrigieren, damit die Rebellen…“
    „… die fehlgeleiteten Brüder und Schwestern…“, unterbrach sofort ein anderer weiterer Einser den eifrigen Fünfer korrigierend.
    „…gut, dann eben so. Sie sollen ja nicht den Feind, damit die Menschen informieren können, welche uns dann schweren Schaden zufügen könnten.“
    „So ist es, deshalb ist es ein sehr guter Ratschlag, den es umgehend zu beherzigen gilt“, stimmte ein Vierer direkt diesem Vorschlag zu.

    „Tut mir leid, dass ich jetzt erst komme, doch ist etwas vorgefallen, was uns allen nicht gefallen wird“, sagte ein Cavil, der soeben den Raum betreten hatte.

    Als jener Einser mit seinem schockierenden Bericht fertig war, wurden insbesondere alle anderen Anwesenden seines Modells mit einem Schlag sichtlich blasser. Denn der Bruder Cavil, der einst bei den Widerstandskämpfern bei Samuel T. Anders auf Caprica gewesen war, dann nach seiner Ankunft auf der Galactica enttarnt und mit ihm, Cavil, der sich zu diesen Zeitpunkt ebenfalls an Bord der Battlestar Galactica befunden hatte, gemeinsam aus einer Luftschleuse geworfen worden war. Doch sofort nach dem Herunterlanden, wurde der zur Einsichtgekommene Einser von seinen Brüdern in die Box gesteckt. Und genau dieser, war nun spurlos verschwunden. Es wäre nicht weiter schlimm gewesen, doch kannten alle Einser einige Wahrheiten, die sie den anderen Modellen nach wie vor vorenthielten.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    Pegasus-Flotte
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Im Hyperraum befanden sich die meisten Schlachtschiffe der Erde von der Flotte, welche in der Pegasus-Galaxie stationiert und die von Major General Steven Caldwell, den Kommandanten der Daedalus angeführt wurde.

    Schließlich meldete sich Major Marks mit: „Die Apollo und die Korolev II befinden sich im getarnten Modus bereits im Orbit von M2431, dazu bereit gemeinsam mit einem großen Geschwader unserer Puddle Jumper zunächst die Überlichttriebwerke der gesamten Wraith-Flotte lahmzulegen. Wir selbst erreichen in exakt zwei Minuten die Zielkoordinaten, Sir.“, zu Wort.
    „Gut. Alles auf Gefechtsstation!“, forderte daher Caldwell vorsichtshalber, der somit das sofortige Hochfahren der Schilde und das Freischalten aller Waffensysteme vorbereiten ließ.

    Sonnensystem von M2431

    Die Flotte der Wraith, die aus 14 Basisschiffen, 42 Kreuzern, 2 Versorgungsschiffen sowie den dazugehörigen Jägergeschwadern bestand, war bereits aus dem Hyperraum gefallen und bewegte sich mittlerweile zielstrebig auf den Planeten zu.

    Mit dem Auftauchen der acht anderen Erdschlachtschiffe aus dem Hyperraum, griffen die Apollo, die Korolev II sowie die zuvor abgesetzten und getarnten Puddle Jumper die Schiffe der Wraith aus dem Hinterhalt an. Es gelang ihnen erstaunlicherweise in kurzer Zeit die Hyperraumantriebe der meisten Feindschiffe auszuschalten. Denn es entkamen ein paar Basisschiffe sowie eine handvoll Kreuzer trotz der sorgfältigen Planung in den für sie rettenden Hyperraum. Doch die anderen feindlichen Schiffe wurden vollständig in einer vierstündigen sehr heftigen Weltraumschlacht am Ende erfolgreich zerstört. Somit waren all die Menschen des Planeten M2431 vorerst in Sicherheit.

    Nachdem die Basisschiffe, Kreuzer und Versorgungsschiffe der Wraith vernichtet worden waren, machten überwiegend die F-302er und Puddle Jumper der Menschen sofort Jagd auf die noch übrigen wendigen Wraith-Jäger sowie Shuttles, die für die Waffensysteme der Schlachtkreuzer der Menschen zu schnell waren und zu entkommen versuchten. Aber dennoch griffen auch die Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte unter dem Kommando von General Caldwell in den Kampf ein.

    Der Kampf war nach einigen weiteren Stunden dann endlich wirklich vorbei, nachdem auch der letzte Wraith-Dart abgeschossen worden war.
    Viele große Trümmerfelder umkreisten von nun an M2431 und seinen beiden großen Monde.

    Um die Menschen auf dem Planeten trotzdem nicht ganz ohne Schutz zu lassen, blieb die Apollo zunächst zurück, um die weitere Entwicklung in diesem System zu beobachten. Doch die übrige Flotte zog aufgeteilt in zwei Flotten weiter, denn als nächste Ziele hatte man sich zwei kleinere der feindlichen Flotten ausgesucht.


    Milchstraße
    Wraith-Territorium
    Sonnensystem von P23R555
    Wraith-Flotte
    Flaggschiff, Quartier der Königin

    Die Flotte der Wraith begann sich auf Anordnung der Übermutter zu sammeln. Die oberste Königin der Wraith schaute mit einem grimmigen Blick aus dem Fenster ihres privaten Quartiers. Sie hatte sich instinktiv dafür entschieden, sich und die Flotten der ihr unterstehenden anderen Königinnen nicht in einem System um sich zu versammeln, wo einer ihrer wichtigen Stützpunkte lag.
    Sie zischte zufrieden vor sich hin, denn der Vorrat an Menschen war auf allen Schiffen in einer sehr großen Menge bereits vorhanden. Somit war man endlich bereit, das wirkliche Ziel, nämlich die Erde mit ihren vielen Milliarden Bewohnern ins Visier zu nehmen. Deswegen waren die Wraith ja eigentlich in der Milchstraße eingefallen, wegen neuer saftiger Weidegründe, besonders eben wegen der Erde. Die Übermutter freute sich in Gedanken schon auf dieses üppige, fürstliche Mahl, was sie alle erwartete.

    „Meine Königin. Die gesamte Flotte aller Königinnen steht nun bereit, und wir erwarten ebenso die Fertigstellung von weiteren fünf Basisschiffen sowie 15 Kreuzern in den nächsten Tagen“, meldete ihr loyaler Erster Offizier.
    „Sehr gut. Wir brechen dennoch schon auf! Die anderen Schiffe sollen uns folgen, sobald sie fertig gestellt worden sind! Denn die Erde wartet schon sehr lange auf uns, und nun ist es endlich soweit“, säuselte die Wraith, die sich kurz zu ihm umgedreht hatte, bevor sie dann erneut aus dem Fenster blickte.
    Der Offizier verneigte sich kurz in Richtung seiner Gebieterin, dann verließ er eilig deren Quartier und begab sich auf die Kommandobrücke des Flaggschiffes, um die neuen Befehle an alle weiterzuleiten.

    P9J245

    Der Planet lag am äußersten Rand der Milchstraße, nämlich genauer gesagt im Orionarm. Ganz in der Nähe der Atmosphäre öffnete sich ein Hyperraumfenster. Dann, ohne jegliche Vorwarnung begann sofort der zielgenaue Beschuss von der U.K.S. Victoria auf die Basis der Wraith, die eine Zuchtanlage für Drohnen war und sich auf der Planetenoberfläche befand.
    Die Wraith am Boden hatten gegenüber diesem vollkommenen Überraschungsangriff keinerlei Abwehrmöglichkeit. Sie konnten nicht einmal mehr irgendwelche Nachrichten über den Subraum an die anderen Wraith senden. Die abgefeuerten Atomraketen schlugen sowohl in der Zuchtanlage selbst als auch in den noch im Bau befindlichen Kreuzern ein.

    Diese gut vorbereiteten Attacken erfolgten noch auf zwei weiteren Stützpunkten der Wraith. Jedoch wären jene nicht ohne die gelieferten Informationen von Todd möglich gewesen, dies wussten alle um den Stab von General O‘Neill als auch die politischen Verantwortlichen auf der Erde.


  4. #124
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an euch Leser und die Drücker, die dadurch Danke sagten

    Bevor es das Finale der 5. Staffel gibt, gibt es zunächst die Info, dass es den Start von Staffel 6 in 4 Wochen am 07. August 2022 geben wird. An jenen Tag wird es dann weitere Infos geben.
    Doch bis es soweit ist, viel Vergnügen beim Lesen des Finales der Staffel 5

    Odyssee
    Folge 5.20 - “Der letzte Stamm, Teil 2”


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Mit einem zufriedenen und auch einen sehr entspannten Gesichtsausdruck hatte Doktor Carson Beckett, der nach der Abreise von Doktor Jennifer Keller als Chefärztin an Bord der Trinitatis wieder zum Chefarzt des Atlantis-Teams geworden war, hatte gerade soeben die endgültigen Resultate der gemeinsamen Forschungsarbeit präsentiert. Diese entwickelte Therapie von Keller, Beckett und Todd war enorm wichtig dafür, wenn es darum ging die Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen zu machen, allerdings ohne die Notwendigkeit sich weiterhin nähren zu müssen.

    Auch Todd erhielt natürlich Kenntnis von den endgültigen Laborresultaten. Und sofort nutzte der Wraith die günstige Gelegenheit und umgehend hatte er General John Sheppard an die jüngste gemeinsame getroffene Vereinbarung erinnert.
    „Ja, wir hatten diesen Handel, Sheppard!“, brummte der Wraith. „Als Gegenleistung erhielten Sie und Ihr Volk wichtige Informationen über die Wraith in dieser und auch in ihrer Heimatgalaxie, sowie auch einige der letzten ZPM‘ von mir. Ihnen sollte außerdem klar sein, dass ich den Standort meines Stammes oder was davon noch übriggeblieben ist, bislang nicht ohne wichtigen Grund noch geheim gehalten habe.“
    „Haben wir uns alle schon gedacht, dass Ihre Informationen etwas unvollständig sind“, entgegnete John, mit den Händen in den Hosentaschen, gelassen.

    „Doktor Beckett.“
    „Ja, Todd.“
    „Ich wäre dann auch endlich soweit, damit Sie ihre Behandlung bei mir beginnen können, Doktor Beckett. Denn meine Brüder und natürlich insbesondere die Königin werden sehen wollen, dass diese Therapie ein wirklicher Erfolg ist, und nicht ein entwickelter perfider Plan eures Volkes ist, die Rasse der Wraith für immer auszurotten.“
    „In Ordnung. Doch ohne ihre enorme Hilfe und Unterstützung hätten wir es nie geschafft“, gab der Arzt zu, der anschließend darum bat, dass Todd ihn ins Labor zu begleitete.


    Milchstraße
    Sonnensystem von Edora
    Erdflotte

    Alle 16 Schiffe des Flottenverbandes hatten General Samantha Carter, die sich pausenlos auf der Brücke der George Hammond befand, mittlerweile ihre volle Gefechtsbereitschaft bestätigt.
    Die Schilde aller Schiffe waren bereits aktiviert worden und sämtliche Waffensysteme waren bereit zum Feuern. Denn dies würde geschehen, sobald die Flotte der Wraith, die sich in der Milchstraße aufhielt und in ihr seit ihrem Eindringen vor Jahren nach wie vor Angst und Schrecken verbreitete, aus dem Hyperraum kommen würde.

    Vorsichtshalber hatte man jedoch von dem Planeten schon vor einigen Tagen die gesamte Bevölkerung Edoras evakuiert, nachdem man das bisherige Bewegungsmuster der Wraith-Flotte analysiert hatte.

    Alle Geschwader der F-302er und die Puddle Jumper waren bereits draußen. Diese hatten in der sicheren Deckung der großen Schiffe der Erde ebenfalls eine Warteposition eingenommen, dazu bestimmt und beauftragt die Wraith-Darts und -Shuttles zu vernichten, die versuchen sollten nach Edora zu gelangen. Doch zuvor sollten die Puddle Jumper im getarnten Modus die Antriebe der Hives und Kreuzer ausschalten.

    Es war eine sehr undankbare Situation für all die Pilotinnen und Piloten, die erst am Ende der unmittelbar bevorstehenden Schlacht zurück an Bord der Schlachtschiffe der Erde gehen würden. Doch sie warteten alle bereits seit einer guten Stunde auf die Ankunft des Feindes, der auf seiner Route zur Erde eben hier Halt im Planetensystem Edoras machen würde. Dem Planeten, auf dem Jack O‘Neill für lange Zeit festgesessen und Laira damals noch näher kennen sowie auch lieben gelernt hatte.

    Genau in dem Moment, wo sich einige 302er-Besatzungen sich bei ihren Stützpunkten oder bei einigen anderen Cockpit-Crews melden wollten, um ein wenig die unerträgliche Ruhe, zumindest für einige Minuten zu unterbrechen, war es dann schließlich soweit, denn der lang erwartete Feind war endlich da.

    Wraith-Flotte

    Aus einem Hyperraumfenster waren schließlich die erwarteten 13 Basisschiffe, 52 Kreuzer und 3 Versorgungsschiffe heraus gekommen, die sofort von den Schlachtschiffen der Erde mit Raketen und Energiewaffen beschossen wurden.
    Vollkommen unerwartet für alle erschienen dann noch drei Schiffe der Orici, die von ihrer Tochter Adriana angeführt wurden, um sich dem Kampf gegen die grausamen Wraith anzuschließen. Sie taten dies, indem sie der Wraith-Flotte erfolgreich in den Rücken fielen.

    Das Flaggschiff, auf dem sich die oberste Königin der Wraith befand, hielt sich in der Mitte der eigenen Flotte auf. Sie befahl daher wütend und voller Grimm sofort den Gegenangriff auf die Menschen und alle ihre Schiffe zu beginnen, was natürlich auch den sofortigen Start sämtlicher Jäger beinhaltete, ebenso die umgehende Kontaktaufnahme zu den Stützpunkten, um die sich dort noch im Aufbau befindliche Verstärkung zur eigenen militärischen Unterstützung anzufordern. Wütend fauchte die Wraith nach einigen Minuten auf, denn sie bekamen zu keiner der Stützpunkte einen Kontakt. Auch nicht ein einziger ihrer dortigen eingesetzten Commander meldete sich. Jedoch konnte sie nicht wissen, dass dort niemand mehr aus ihrem Volk am Leben war.

    Die gewaltige Feuerkraft der feindlichen Schiffe der Menschen von der Erde und denen der Orici, war ihr natürlich schon längst seit vielen Jahren sehr gut bekannt, dennoch wusste sie nur allzu gut, dass ihr eigenes Volk dem entgegen halten musste. Die Rümpfe und Struktur der Basisschiffe und Kreuzer waren deswegen während der Vorbereitungen massiv verstärkt worden.
    Zumindest mussten sie aber so lange durchhalten bis sie zurück in den sicheren Hyperraum verschwinden konnten. Doch jedes große Schiff ihrer Flotte, welches bislang einen solchen Versuch bereits unternommen hatte, war von einem unsichtbaren Angreifer schwer getroffen worden, indem die Antriebe komplett ausgeschaltet worden waren.

    Doch es nutzte alles nichts. Die Flotte der Wraith wurde Schiff für Schiff dezimiert. Ein Umstand, der die Wraith-Königin dazu brachte, den noch übriggebliebenen Rest ihrer Flotte näher in Richtung des bewohnbaren Planeten, Edora, zu steuern.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Dies erkannte schließlich auch eine sehr aufmerksame General Samantha Carter, denn sie sagte schließlich: „Die Wraith wollen wohl allen Anschein nach immer noch nach Edora. Dabei versuchen einige der Kreuzer wohl das Flaggschiff zu schützen, dass sich nach wie vor im Zentrum der feindlichen Flotte vor uns befindet. Hier ist General Carter: An alle Schiffe in der Flotte sowie an die drei Schiffe der Orici Adria: Sofort die gesamte Feuerkraft all unserer Hauptgeschütze auf das Zentrum der feindlichen Flotte, wo sich das Basisschiff der obersten Königin befindet, konzentrieren!“

    Eine Anordnung, die natürlich sehr riskant war, weil dadurch die Gefahr bestand, dass die anderen Wraithschiffe, trotz des gut geplanten Planes entkommen könnten. Dabei hatten die F-302-Geschwader und die Puddle Jumper-Geschwader schon mehr als genug, mit den feindlichen Jägern der Wraith da draußen zu tun. Die meisten Schiffe der Wraith deckten glücklicherweise das Flaggschiff ihrer obersten Königin, doch einige brachen nach einer gewissen Zeit schließlich aus dieser Formation aus. Ein Umstand, den Sam bereits vorhergesehen hatte.

    Der Blick von Carter pendelte daher von den Monitoren und dem Fenster vor sich immer wieder hin und her, denn sie wollte kein Detail außer acht lassen.

    Edoraorbit

    Der Ort der Schlacht von den Menschen gegen die Wraith hatte sich mittlerweile in den Orbit, nahe der Atmosphäre von Edora verlagert. Kaum ein Schlachtschiff der Erde sowie der Orici Adria hatten bisher nennenswerte Schwierigkeiten mit den Schilden gehabt. Doch je länger der Kampf dauerte, desto häufiger traten die ersten Probleme bei einigen der 304er auf. Dies hatte natürlich zur Folge, dass sie den Befehl erhielten sich zunächst ein wenig zurückzuziehen, beziehungsweise sich nur noch um die feindlichen Jäger zu kümmern.
    Aber der militärische Erfolg für die Menschen stand ohne Frage unmittelbar bevor. Der Kampf dauerte bereits mehrere Stunden, indem nur noch das Basisschiff der Übermutter sowie neun Kreuzer übrig waren. Diese Schiffe der Wraith befanden sich allerdings in einem gewaltigen Trümmerfeld, das gute und vor allem ausreichende Deckung bot.

    Die Überlichtantriebe des Basisschiffes der obersten Wraithkönigin konnten mittlerweile erfolgreich repariert werden, doch bevor es in den Hyperraum springen konnte, gelang einem Jagdflieger der Orici-Flotte ein eher ungewöhnlicher Glückstreffer. Denn das kleine Fluggerät stürzte in den Sektor des Schiffes, der wichtig für dessen Energieversorgung war. Die dadurch entstandene Fluktuation der Energieversorgung an Bord bewirkte, dass das Basisschiff von innen heraus explodierte und die anderen noch verbliebenen Kreuzer der Wraith mit in den unausweichlichen Untergang riss.
    Nicht nur die noch verbliebenen Wraith-Kreuzer, sondern auch das persönliche Shuttle der Königin wurden dabei vernichtet, und zwar bevor es die Atmosphäre von Edora erreicht hatte. Danach machte man Jagd auf die noch verbliebenen Jäger der Wraith, damit die Bedrohung durch sie in der Milchstraße endgültig vorüber war.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Noch immer gingen die angeforderten Meldungen über die erlittenen Schäden und Verluste von der gesamten Flotte bei General Samantha Carter ein, die es bislang immer noch nicht wagte, Kontakt mit General Jack O‘Neill auf der Erde aufzunehmen. Denn sie wollte endgültige und sichere Gewissheit, dass es ihrer Flotte wirklich gelungen war, die Bedrohung der Wraith in der Milchstraße erfolgreich für immer zu beseitigen.

    Schließlich, nach einer guten weiteren Stunde ausführlicher Scans und Patrouillen, nickte sie erleichtert, und ordnete an: „Ich brauche eine sichere Verbindung zu General O‘Neill vom Homeworld Command!“


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Isolationsraum

    Während die Behandlung von Todd mithilfe des neuen Medikamentes von den beiden Doktoren Keller und Beckett sowie auch von jenem Wraith mitentwickelt worden war, stattfand, erreichte auch schließlich Atlantis und all seine Expeditionsteilnehmer der jüngste positive Erfolg, nämlich die vollendete Beendigung der Wraith-Bedrohung in der Milchstraße.

    Als sich der Zustand von Todd endlich stabilisiert hatte, wurde ihm zuerst ein Video, welches er selber mit Doktor Beckett, General Sheppard und einigen weiteren Teammitgliedern aufgenommen hatte, vorgespielt. Denn man hatte längst aus den Fehlern mit Michael und anderen Versuchen gelernt.
    Doch war dies in diesem Falle erstaunlicherweise unnötig, denn Todd hatte zum Glück seine gesamten Erinnerungen behalten können. Aber er mahnte es dennoch aufzuheben, und sollten auch die anderen Wraith ebenso vorbereitet werden, falls Nebenwirkungen wie der Verlust der Erinnerungen auftreten sollte.

    Nachdem Carson grünes Licht gegeben hatte, informierte John dann schließlich auch Todd über den klaren Erfolg des Krieges der Menschen von der Erde und einer Flotte der Orici Adria über die komplette Streitmacht der Wraith in der Milchstraße, die kurz davor gewesen waren, ein weiteres Mal über die Erde und ihre Bewohner herzufallen.

    „Ich verstehe“, brummte der Wraith, „doch sollten sie, nachdem sie erkannt haben, dass die Behandlung mit diesen Wirkstoff erfolgreich ist, es sich überlegen alle übrigen Wraith zu vernichten. In meinen Augen ist dieser Vernichtungskrieg von jetzt an vollkommen unnötig geworden.“
    „Wir haben bereits die Daedalus kontaktiert“, begann Sheppard.
    Danach fuhr aber Richard Woolsey fort: „Wir setzen daher alle bestehenden und auch die bereits geplanten Angriffe auf die Wraith in dieser Galaxis vorerst zunächst einmal aus, weil wir ebenfalls zu dieser Überlegung gekommen sind. Um die anderen verbliebenen Stämme der Wraith mit einer Behandlung mit dem Medikament zu überzeugen, benötigen wir natürlich insbesondere ihre Unterstützung.“
    „Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um meine Wraithbrüder und natürlich die herrschenden Königinnen von dieser Behandlung zu überzeugen. Dies wird allerdings nicht einfach sein.“

    Dass sich einer der neuen Krankenpfleger etwas anders verhielt als gewöhnlich, fiel niemanden auf. Und als er dann eilig den Raum verließ, um sich in sein Quartier zu begeben, könnte viele verschiedene Gründe haben.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die Entscheidung des Komitees war mehr als nur verständlich, nämlich die Baureihen der aktuellen eigenen Schlachtschiffklassen von den BC-304ern und -306ern sowie auch der F-302er vorerst einzustellen. Obwohl nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Wraith, in der eigenen Galaxie, viele der Schiffe der Erde in den bisherigen Schlachten massiv gelitten hatten und teilweise stark beschädigt worden waren. Stattdessen wollte man sich endlich an den Bau der unterschiedlichen Kampfsternklassen, Viper und Raptor wagen. Zumal man bereits über ein paar geeignete und geheime Weltraumwerften verfügte.

    Den überwiegenden Großteil dieses Auftrages dafür, wurde ohne große Überraschung Mariko Yashida und ihrem Unternehmen zugesprochen. Die Japanerin war natürlich sehr begeistert von dieser neuen Herausforderung, aber sie gab sofort zu, für die Umsetzung Hilfe von anderen Firmen aus der Raum- und Luftfahrt zu benötigen.
    „…es ist wirklich ein sehr umfangreiches Unterfangen, wofür es viele geeignete Leute brauch“, erklärte Mariko am Ende.
    Dem stimmte auch Jack O‘Neill zu, der die Idee hatte die Kampfsterne der Erde nach deren Kontinenten und anderen geographischen Orten zu benennen. Dies wurde von vielen sofort belächelt, denn die UN und das IOA bevorzugten da eher zum Beispiel die Namen von bekannten Sternbildern und -konstellationen oder Galaxien, eindeutig die viel passenderen Namenspaten waren als Kontinente und andere geographische Orte des eigenen Planeten.


    Andromeda-Galaxie
    Electra-Flotte
    Ilion, Kontrollraum

    Auf dem Tiefraumsensoren der Stadt, versuchte man seit einigen Tagen schon sämtliche Bewegungen von einem Großteil der Galaxie so gut wie nur möglich zu überwachen, denn man war stets auf der Suche nach möglichen weiteren Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol, aber es galt aber natürlich auch die Zylonen so gut es ging im Blick zu behalten. Eine Funktion der Sensoren, die natürlich sehr viel Energie verbrauchte, weswegen man deshalb diese Operation schließlich nach nur wenigen Tagen bereits auch schon wieder eingestellt hatte. Stattdessen suchte man in der Datenbank der Stadt nach bewohnbaren Planeten, die den Überlebenden des Holocausts als neue Heimat dienen könnten.


    Pegasus-Galaxie
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Es gefiel ihm zwar nicht sonderlich, doch hatte General Steven Caldwell dem Vorhaben letztendlich dann doch noch zugestimmt, nämlich alle Kampfhandlungen gegen die übrigen Wraith in der Pegasus-Galaxie vorerst einzustellen.

    Geduldig erwartete der Kommandant der Daedalus seitdem das Eintreffen der Apollo und der Korolev II, die endlich die erforderlichen frischen Vorräte, weiteres Personal sowie natürlich die wichtigste Lieferung, und zwar das benötigte Medikament zur Umwandlung der Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen, an Bord hatten.

    Doch der General hatte aber auch nur unter einer einzigen Bedingung seinerseits dem Vorschlag zugestimmt, nämlich bei Ablehnung einer Behandlung mit dem Medikament sofort den Kampf gegen die betreffenden Wraith-Schiffe wieder aufzunehmen.


    M3A225

    Dieser Planet war sehr abgelegen und befand sich am äußersten Rand der Pegasus-Galaxie. Es war nur ein sehr kleiner Planet, der in etwa die Größe des Mars hatte. Auch lag er von seiner Sonne, die er umkreiste ein wenig weiter entfernt als die Erde von ihrer. Der Wind fegte mit gewaltiger Kraft über die karge Landschaft. Nur in vereinzelten Nischen und Spalten sowie anderen geschützten Stellen hatte sich eine karge Vegetation entwickeln und auch halten können. Nur in dem einzigen großen und gewaltigen Ozean, welcher alle Landmassen und Inseln unterschiedlicher Größe umschloss, und der mit großer, wilder ungebändigter Kraft gegen die Küsten brandete. Nur in jenen Meer und anderen Gewässern schien es primitives Leben zu geben.
    Doch in einem, vor ungefähr einer halben Million Jahren, erloschenen Vulkankegel befand sich eine Basis einer technologisch sehr fortschrittlichen Rasse, die dort von dieser schon vor vielen, vielen Jahrhunderten errichtet worden war.

    Die Atmosphäre dieses Planeten war aber seit vielen Jahrtausenden nach und nach immer dünner geworden, in etwa so wie einst auch auf dem Mars, bevor er jedoch von den Menschen der Erde mit der Hilfe außerirdischer Technologie erfolgreich wieder in einen bewohnbaren Planeten umgewandelt worden war. Dies war wohl einer der Gründe dafür, weshalb sich dort die Besitzer der örtlichen Basis, ab und zu nur in Raumanzügen hinaus ins Freie wagten.

    Von einem ihrer Späher, den sie erfolgreich in eine Basis eines anderen Volkes hatten einschleusen können, hatten sie eine langersehnte wichtige Nachricht erhalten. Eine Nachricht, die sie zu einem schnellen und unverzüglichen Handeln zwang. Zudem hatten sie noch eine oder gar zwei alte Rechnungen und eine Aufgabe offen, welche es nun endlich zu erledigen galt.


    U.S.S. Daedalus, Besprechungsraum

    „Ich hoffe, es geht Ihnen nur darum“, begann General Steven Caldwell, „denn wir haben dadurch ein enormes Problem, nämlich dass die übriggebliebenen Wraith somit die Gelegenheit haben sich neu zu formieren.“
    „Ich danke ihnen trotzdem, dass sie ihre gesamten Kampfhandlungen eingestellt haben, um dem Vorhaben eine wirkliche Chance zu geben, General Caldwell“, entgegnete Todd daraufhin.
    „Doch um echte Überzeugungsarbeit zu leisten, müssten sie zunächst ihren eigenen Stamm von dieser Behandlung überzeugen“, erwiderte Steven postwendend, der natürlich viel lieber weiterhin die anderen Wraith bekämpft hätte.
    Dem stimmte Todd natürlich zu.

    Während der Besprechung die Nachricht von den Reisenden erreichte, dass sich eine gewaltige Flotte der Wraith einen der noch bevölkerungsreichsten Planeten der Pegasus-Galaxie zielstrebig näherte. Dies zwang General Steven Caldwell natürlich zum sofortigen Handeln, weshalb er alle verfügbaren Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte mit sofortiger Verfügung, mit Rücksprache mit Atlantis und Richard Woolsey, in das Planetensystem von M599J2 beorderte, um die dortige Bevölkerung zu schützen.

    „…in der Zwischenzeit wünsche ich ihnen, dass sie sehr schnell ihren eigenen Stamm, insbesondere die Königin von dieser Behandlung überzeugen können“, erklärte General Caldwell, „denn wir werden uns in der Zwischenzeit um die anderen, die „bösen“ Wraith kümmern.“
    Der letzte gesprochene Teilsatz des Kommandanten der Daedalus klang dabei ein wenig seltsam, weil er für den Moment nicht so richtig wusste, wie er sich am Besten ausdrücken sollte, ohne dabei auch nur einen Hauch verletzend zu klingen. Denn man war ja in erster Linie momentan in diplomatischer Mission unterwegs, und dabei auf die Hilfe von Todd angewiesen.


  5. #125
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an alle Leser und die Betätiger des Buttons
    Die Wartezeit ist denn nun vorüber, und die 6. Staffel setzt genau da, wo die 5. Staffel geendet hat

    Ach ja, zu den Terminen in dieser Staffel:
    Es wird alle 2 bis 3 Wochen, plus minus ein, zwo Tage, eine neue Folge veröffentlicht werden. Mehrteiler als Folge I und II in Abstand von zwei Wochen, danach gäbe es dann die nächste Folge, ob Einzelfolge oder Mehrteiler erst in drei Wochen (zum Beispiel: Folge "ICE, Teil I" am 14.08., Folge "ICE, Teil II" am 28.08. und Folge "EDDY" am 18.09.)

    So jetzt genug der Worte und viel Vergnügen mit dem Start der 6. Staffel

    Odyssee
    Folge 6.01 - “Der letzte Stamm, Teil 3”


    Andromeda-Galaxie
    Electra-Flotte
    Battlestar Electra, Offiziersmesse

    Alle paar Tage, riefen die beiden Admirals, Diana McBride und Steven Baker, im Wechsel zu sich an Bord ihrer Schiffe alle Befehlshaber der anderen Kampfsterne sowie sämtliche Kapitäne der zivilen Schiffe zu einer aktuellen Lagebesprechung zusammen. Dabei ging es meist schwerpunktmäßig um sehr kritische Themen, wie die Versorgung und Verteilung von Wasser, Lebensmitteln sowie anderen wichtigen Grundgütern innerhalb der gesamten Flotte. Auch über den oder gar auch die neuen Planeten, die man zur Besiedlung für die Überlebenden der Kolonien nach wie vor unermüdlich suchte, stand jedes Mal erneut ganz oben auf der Tagesordnung.

    „Unsere Alliierten von einer Erde, die aber nicht mit der aus den alten Überlieferungen unser Ahnen identisch ist, helfen uns bei der Durchsuchung der Datenbank von Ilion, damit wir so schnell wie möglich einen geeigneten Planeten zur Besiedlung für uns finden“, versicherte Admiral McBride wieder einmal auf eine Anfrage eines zivilen Kapitäns.


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adama´ Quartier

    Gerade eben erst hatte Admiral Adama auf dem Hangardeck Lieutenant Danny „Bulldog“ Novacek verabschiedet, damit jener sich von seinen schlimmen Erfahrungen, nämlich der rund dreijährigen Gefangenschaft in der Gewalt der Zylonen erholen konnte. Symbolisch und mit passenden Worten hatte er dem Piloten eine koloniale Uniform überreicht. Husker erhoffte sich dadurch, dass Bulldog irgendwann wieder unter seinem Kommando dienen würde.

    Der Admiral war außerdem sehr froh darüber, dass sich beinahe zeitgleich sein langjähriger Freund und Kamerad Colonel Saul Tigh wieder in den aktiven Dienst eingefunden hatte. Der eigentliche XO der Galactica, den er seit rund 30 Jahren kannte, hatte zu seiner Freude nichts von seiner Schärfe verloren, um die Mannschaft in seiner gewohnter und bewährten Manier auf Trapp zu halten. Zudem hatte er aber während der Gefangenschaft auf Neu-Caprica, durch die Zylonen und ihrer Besatzung, die ihn gefoltert hatten, leider sein rechtes Auge verloren. Seit seiner Rückkehr in den aktiven Dienst auf der Battlestar Galactica, trug er deswegen eine Augenklappe.

    Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage nahm Admiral Adama wieder an seinem Schreibtisch Platz, wobei sein müder Blick auf den Orden wanderte, den er erst vor kurzem von Präsidentin Laura Roslin für seine mittlerweile geleisteten 45 Dienstjahre in der Kolonialen Flotte erhalten hatte.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    U.S.S. Apollo, Kantine

    Nicht nur Ronon hatte ein sehr beladenes Tablett, mit einer großen Auswahl bestehend aus Obst, Gemüse und Fleisch, an den Tisch gebracht, sondern auch Todd, der es offenbar sehr genoss, die darauf befindlichen Speisen, die ihn mit der notwendigen Energie, Vitaminen und Nährstoffen zum Leben versorgten, zu verzehren.
    Doch immer noch hatten die meisten Menschen an Bord des Schlachtschiffes der Erde ziemlich hohen Respekt vor dieser Person, die vor einiger Zeit erst noch, zu einer der bedrohlichsten Rassen im Universum gehört hatte, die der Menschheit bislang bekannt war. Darum nahm wohl auch niemand in seiner unmittelbaren Nähe einen Platz ein. Die einzige Ausnahme waren bisher da nur Sheppard und sein Team.


    Orbit von M599J2
    Wraithflotte

    Sofort nachdem sie den Hyperraum verlassen hatten, starteten die meisten Wraithjäger von allen Basisschiffen sowie den Kreuzern auch schon in Richtung des Planeten, um unverzüglich auf die Suche nach ihrer Beute, den Menschen, zu gehen. Dabei wurden sie, wie sonst auch, von allen begleitenden Kreuzern unterstützt, die sich ebenfalls auf den Weg zur Oberfläche von M599J2 machten.

    Menschenflotte
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Kurz darauf erschienen aber auch schon die Schlachtschiffe der Erde, die ebenfalls den Hyperraum ganz in der Nähe des Orbits verlassen hatten, mit dem Ziel eine effektive Verteidigungslinie aufbauen zu können. Doch war diese Wraithflotte leider einige Zeit vor ihnen angekommen.

    Mit angespannter Miene, aber hochkonzentriert beobachtete General Steven Caldwell den Beginn und den Verlauf dieses weiteren Kampfes, der unausweichlich war, wenn man den Menschen auf M599J2 wirkungsvoll zu helfen gedachte. Zeit und Raum für Diplomatie gab es nicht.
    Beobachten und analysieren, nur um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, die den Ausgang dieser Weltraumschlacht zu ihren Gunsten bringen sollte. Und dies was er sah, gefiel Caldwell gar nicht, weswegen er mehrere Minuten mit einigen seiner Offiziere und den anderen Schiffskommandeuren redete.

    Schließlich erklärte er fest entschlossen: „Das sieht leider nicht besonders gut aus! Lieutenant Colonel Marks, lassen sie sofort all unsere Puddle Jumper und F-302er bemannen und starten! Wir müssen hier alles in den Kampf schicken! Damit wir die Wraith auch in dieser Galaxie vernichten können, sollen auch alle anderen Schiffe sofort all ihre Abfangjäger unverzüglich starten!“
    „Verstanden, Sir.“

    Eine weitere heftige Weltraumschlacht im Orbit eines Planeten in der Pegasus-Galaxie, die daraufhin noch umkämpfter wurde als ursprünglich geplant war letztendlich die Folge. So viele heftige Kämpfe in dieser Galaxis, hatte es seit dem Krieg der Antiker gegen die Wraith vor über 10.000 Jahren nicht mehr gegeben. Wenn nicht sogar die aktuelle Schlacht, die gewaltigste war, die es jemals in dieser Galaxie gegeben hatte, seitdem die Wraith einst die Antiker, die Atlanter aus der Pegasus-Galaxie für immer vertrieben hatten.

    M4N456-System
    U.S.S. Apollo, Brücke

    Zur selben Zeit näherten sich die Korolev II und die Apollo immer weiter ihrem Ziel der Mission, nämlich M4N456, einem bewohnbaren Mond, der in etwa die Größe der Venus besitzt und in unmittelbarer Nähe eines Asteroidengürtels um einen riesigen Gasgiganten, der etwas größer als der Jupiter war, kreiste.

    Mittlerweile hatte sich schließlich auch Todd auf der Brücke eingefunden, denn seine Anwesenheit war bei der bevorstehenden Kontaktaufnahme notwendig.

    Orbit von M4N456

    Ein kleines Raumschiff hatte, wie es geplant war, einige Stunden schon vor den beiden Schiffen der Menschen aus Atlantis, nach einem sehr schnellen Flug den Mond erreicht. Es mussten noch einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden, denn man hatte das Ziel, das zu erreichen, was die Antiker und Asuraner nicht geschafft hatten und wozu die neuen Bewohner von Atlantis wohl offensichtlich nicht mehr bereit waren, nämlich die tödliche und gefährliche Rasse der Wraith komplett für immer auszulöschen.

    „Unsere Ankunft wurde immer noch nicht bemerkt, Commander.“
    „Was ist mit dem dem Schlüssel des Attero-Gerätes?“
    „Dieses wird schon in Kürze auf dem Zielobjekt installiert und aktiviert worden sein.“
    „Sehr gut. Bereiten wir uns nun darauf vor, endlich den finalen Kampf gegen unsere Feinde zu eröffnen, und uns somit an den Wraith und den Atlantern für unsere einstigen erlittenen Verluste endlich zu rächen.“


    Orbit von M599J2

    Zuerst war der Kampf zwischen den beiden Flotten noch eine zeitlang ausgeglichen. Doch schließlich griffen die getarnten Puddle Jumper in das aktive Kampfgeschehen ein, indem sie nach festgelegten Plan ihre Drohnen abfeuerten, welche in die Hyperraumantriebe und in andere wichtige Schiffssysteme der Schiffe von den Wraith gelenkt wurden. Dennoch blieben die noch verbliebenen sieben Basisschiffe und neun Kreuzer, sowie die beiden Versorgungsschiffe noch immer manövrier- und verteidigungsfähig. Hinzu kamen noch die vielen tausenden von Wraith-Jägern, die ohne jegliche Pause die Jägergeschwader der Menschen sowie alle ihre Schlachtschiffe ohne jegliche Pause attackierten.

    Das Angebot von General Caldwell an die oberste Königin der letzten großen Allianz der Wraith, sich doch noch zu ergeben oder gar ihr verbliebenes Volk mit dem Medikament doch noch behandeln zu lassen, wurde von jener umgehend abgelehnt. Somit ging die militärische Auseinandersetzung mit unvermittelter Härte weiter. Bei den Schlachtschiffen der Erde zeigten sich vermehrt zunehmend zahlreiche Beschädigungen. Grund dafür war der Dauerbeschuss sowie einige Darts der Wraith, welche die Schildleistung immer weiter reduzierten.


    Orbit von M4N456

    Die Apollo und die Korolev II hatten inzwischen planmäßig nicht nur den Hyperraum verlassen, sondern sich ihren Zielkoordinaten genähert. Aus einigen von den Fenstern von den beiden Schiffen der BC-304er-Klasse aus, konnte man die dunklen Nadelwälder, die den größten Teil der Landmasse dieses Mondes bedeckten erkennen. Wasser in flüssiger Form gab es nur wenig dort, denn das meiste war in Eis in Gletschern an den Polen und in den wenigen Bergmassiven gebunden. Doch irgendwo dort unten gab es eine der letzten noch verbliebenen Basen der Wraith überhaupt.

    M4N456, Wraith-Basis

    Die Ankunft von den zwei Raumschiffen der Menschen, im Orbit des Mondes, war der dort herrschenden Königin, die sich aber im Hintergrund aufhielt sowie nicht in Erscheinung trat, und den anderen Wraith nicht entgangen. Überrascht waren sie dann nur als sie von ihnen gerufen wurden.

    Als dann auch noch einer ihrer ehemaligen Commander, nämlich Todd, sich ihnen allen präsentierte und das Angebot der Behandlung mit dem entwickelten Medikament der Atlanter vorstellte, dass es unnötig machte, sich in Zukunft weiterhin an den Menschen zu nähren, waren die Wraith nicht sonderbar erfreut.

    Eine lange Pause entstand, denn man wollte sich zunächst ausführlich darüber beraten. Die Königin zog sich in ihr Quartier zurück, denn sie wollte ungestört sein.

    Orbit von M4N456
    U.S.S. Apollo, Aufenthaltsraum

    „Ich hatte Sie bereits vorgewarnt, John Sheppard. Nämlich, dass meine Wraith-Brüder große Schwierigkeiten mit einer Entscheidung haben werden. Es geht außerdem nicht nur darum unser bisheriges Leben komplett aufzugeben, sondern auf alle damit verbundenen Vorteilen zu verzichten: unsere Langlebigkeit, Heilungskräfte und Widerstandskraft gegen Krankheiten…“
    „Todd. Dann warten wir eben solange bis eine Entscheidung gefallen ist“, erwiderte der General mit entspannter Stimme, der einen Ausdruck im Gesicht des Wraith entdeckte, der ihn dazu zwang noch einmal nachzuhaken.
    „Ist da noch etwas, was wir außerdem noch wissen sollten?“
    „Nun gut. Es befindet sich noch eine Königin in der Basis, womöglich wird sie uns zu einer Unterredung einladen, oder wird gar mit einer kleinen Delegation an Bord dieses Schiffes kommen wollen.“
    „Das hätten wir, nur zu gerne, eher erfahren“, meckerte Brigadier General Abraham Ellis daraufhin, der soeben in den Aufenthaltsraum gekommen war.


    Orbit von M599J2

    Der Kampf war allmählich entschieden, in welchem die Wraith erhebliche Verluste erlitten hatten. Sie gaben daher vor, sich das bereits gemachte Angebot der Menschen zunächst noch einmal anhören zu wollen. Doch nutzten sie diese Zeit nur, um ihre beschädigten Antriebssysteme wieder unverzüglich zum Laufen zu bringen. Somit gelang es dem Feind mit dieser List letztendlich mit zwei Basisschiffen und drei Kreuzern die erfolgreiche Flucht in den Hyperraum.

    U.S.S. Daedalus, Brücke

    „Verdammter Mist!“, murrte General Steven Caldwell so ziemlich verärgert, der darum natürlich gezwungenermaßen sofort Kontakt mit Mister Richard Woolsey und Atlantis aufnahm, um ihm und der gesamten Atlantis-Expedition über den Ausgang einer weiteren Schlacht gegen die Wraith zu berichten, welche leider nicht zu vermeiden gewesen war.

    „Wie viele Schiffe der Wraith gibt es laut unserer Informationen demnach noch, Doktor Zelenka?“, fragte der Leiter von Atlantis, der sich von dem Bildschirm kurz zu dem Tschechen umwandte.
    Nach einer kurzen Pause nur, hörte man dann die Stimme von Radek im Hintergrund auch schon antworten: „Noch den Daten, die wir haben noch mindestens fünf bis sieben Basisschiffe, in etwa fünfzig Kreuzer, zwei Versorgungsschiffe und ihren dazugehörigen Jägergeschwadern.“

    „Die könnten mehr als nur ausreichen, um all unsere Mühen im Krieg gegen die Wraith zunichte zu machen! Schon etwas Neues von General Sheppard gehört?“, brummte Caldwell ernüchtert.
    „Bislang wissen wir nur, dass sie am Zielort ihrer Mission angekommen sind und das Angebot unterbreitet haben. Eine konkrete Antwort von der dortigen Führung der Wraith steht bislang immer noch aus“, antwortete Woolsey.
    „Na gut, das ist zumindest ein kleiner Lichtblick. Wir kommen dennoch erst einmal zurück nach Atlantis, denn wir haben auf den meisten unserer Schiffe nicht leichte, sondern leider auch teilweise schwere Schäden erlitten, die zunächst einmal behoben werden müssen, davon ist natürlich auch die Daedalus selbst betroffen. Es war nun einmal ein sehr harter Kampf gewesen!“, erklärte Caldwell am Ende der Übertragung.


    M3A225

    Eine unplanmäßige Ratssitzung der Führung der Außerirdischen war unter sehr großer Dringlichkeit einberufen worden, denn in einigen der Mitglieder, worunter auch wichtige Persönlichkeiten vertreten waren, hatte sich eine Art von gewissem Widerstand geregt, was die jüngsten Ziele und damit verbundenen Methoden, um jene zu erreichen, betraf.

    „…vergessen wir nicht, dass diese Menschen mit einigen, wenn nicht sogar mit allen unserer Art befreundet waren.“
    „Es ist schon klar, was Ihr meint. Doch, hat ihnen, unseren Brüdern, die wir einst verlassen hatten, diese Freundschaft von der Ihr da sprecht etwas gebracht - nein, denn sie sind verschwunden, für immer.“
    „Dies ist uns allen sehr wohl bekannt. Aber wir kennen nicht die näheren Umstände des Untergangs unserer Brüder. Wir hätten damals anders Kontakt mit ihnen, den Bewohnern von Atlantis, aufnehmen sollen…“
    „Wir sollen also unseren Truppen mitteilen die bereits gestartete Mission abzubrechen, ist es das, was Ihr uns soeben vorschlagt? Vergesst nicht, das wir viel Energie, Wissen und Zeit darauf verwendet haben, um diesen militärischen Schlag vorzubereiten.“
    „Wenn es noch nicht zu spät ist, ist die Antwort: ja, sollten wir tun! Wir geben außerdem zu bedenken, dass sie uns jagen werden, wenn…“
    „Wir müssen aber die Wraith vernichten und unsere Brüder, die im Kampf gegen sie und auch die Menschen gefallen sind rächen…“
    „…ein Schritt, der unserer Rasse durchaus den endgültigen Untergang bringen könnte“, erwiderte ein anderes Ratsmitglied, welches lange Jahre kaum Verbündete von einer ausreichender Anzahl in der Ratskammer gehabt hatte. Dies hatte sich nur langsam in den letzten Jahren geändert.
    „Wir sollten darüber abstimmen, und zwar zügig!“, verfügte jemand von den übrigen Mitgliedern des Rates schließlich, damit man allmählich zu einer klaren und verbindlichen Entscheidung kam.


    Orbit von M4N456
    U.S.S. Apollo, Brücke

    Es war so gekommen, wie Todd es schon vorhergesagt hatte, denn die hier herrschende Wraithkönigin verlangte nach einer Unterredung von Angesicht zu Angesicht, nachdem sie von ihren Offizieren informiert worden war und sie selbst im Anschluss stundenlang darüber nachgedacht hatte. Aber nicht nur dies allein war der Grund, sondern auch der seit jüngsten Zeit laufende Vernichtungskrieg der Menschen gegenüber ihrer eigenen Rasse, die über viele jahrtausende die dominierende in der Pegasus-Galaxie, seit der Vertreibung der Antiker, gewesen war.
    „…wir werden Sie und ihre Delegation, zu den ausgehandelten Bedingungen, erwarten“, erklärte General Sheppard am Schluss der Übertragung.


    Verborgen in den unzähligen Trümmern des Asteroidengürtels, lag immer noch ein kleines Raumschiff in der Größe eines irdischen Space-Shuttles verborgen.
    Es kam so langsam aber sicher der große Augenblick, auf welchen das an Bord befindliche Einsatzteam der Außerirdischen gewartet hatte. Doch genau in der Sekunde, in der sie den ausgearbeiteten und vorbereiteten Plan mit dem Schlüssel des modifizierten Attero-Gerätes in die Tat umsetzen sollten, traf eine unerwartete Mitteilung ihres Rates ein. In der darin enthaltenen Nachricht, wurden sie dazu aufgefordert umgehend die Mission abzubrechen und sich unauffällig zur Basis zurückzuziehen.

    Somit konnte der kleine persönliche Kreuzer der Wraith-Königin, mit derselbigen und einer dazugehörigen kleinen Delegation an Bord, ungehindert seinen Flug fortsetzen, denn die Außerirdischen hatten ja eigentlich den Plan gehabt, jegliche Versuche der Atlanter einer friedlichen und diplomatischen Lösung zu sabotieren. Weshalb sie sich zügig heimlich zurückzogen, um eine Konfrontation zu vermeiden.

    U.S.S. Apollo, Offiziersmesse

    Der Blick, mit dem die Wraith-Königin seit ihrer Ankunft Todd bedachte, verriet eines, sie war nach wie vor skeptisch und vorsichtig, was diese mögliche Behandlung ihres gesamten Stammes betraf.

    Zumindest saßen sie alle gemeinsam an dem großen Tisch. Doch ehe Doktor Carson Beckett beginnen konnte, war es die Königin, die mit: „Ihr vernichtet schon seit geraumer Zeit meine gesamte Rasse. Dabei tun wir nur das, was jedes Lebewesen tut, nämlich sich zu nähren, um zu überleben. Unser Ziel war es nie gewesen ihre Rasse auszurotten, sondern nur unsere dominante Stellung in dieser Galaxie zu erhalten, die uns von vielen Völkern eurer Spezies streitig gemacht worden war“, das Wort ergriffen hatte.

    Im Anschluss hatte der Arzt dann endlich die Gelegenheit die neue Behandlungsmethode vorzustellen, der die Delegation der Wraith trotz vieler Vorbehalte, die Todd schon dargelegt hatte, geduldig zuhörte.
    „…zumindest gäbe es dann keinen Grund mehr für weitere Auseinandersetzungen“, schloss Doktor Beckett.
    „Ist das alles?“, säuselte die rothaarige Königin der Wraith mit einem leichten amüsierten leichten Fauchen und Zischen in ihrer Stimme erstaunt. „Und, euer Vorschlag für die Alternative dazu, ist die komplette Vernichtung meiner Rasse. Nun werde ich euch Menschen einen Vorschlag machen: Verlasst diesen kompletten Quadraten dieser Galaxie, der fortan Territorium aller überlebenden Wraith sein wird, die sich nicht dieser Behandlung unterziehen wollen!“

    Mit solch einer Reaktion hatte man eigentlich rechnen müssen, doch war man auf einen solchen Vorschlag nicht vorbereitet. Wie auch. Denn man hatte an eine friedliche Einigung und der dazugehörigen Behandlung aller Wraith gehofft, beziehungsweise natürlich die Vernichtung der Wraith, die es nicht wollten.

    Doch General John Sheppard wagte es dann schließlich doch darauf zu reagieren, denn er entgegnete: „Sie werden sicherlich verstehen, dass es uns sehr, sehr schwer fallen wird, wenn uns bewusst ist, dass es so einige Welten mit Menschen gibt, die unter solchen Bedingungen weiterhin leben müssen.“
    „Ihr Menschen ernährt euch doch selber auch von anderen Lebewesen, die ihr euch haltet, also ausbeutet, unter anderem auch tötet und dann zubereitet, um euch von ihnen zu ernähren“, zischte die Königin unbeeindruckt.


    Atlantis, Kontrollraum

    Zur gleichen Zeit war man in der Stadt in heller Aufregung, denn auf den Monitoren der Stadt waren in der nahen Umgebung des Planeten, auf dem sich Atlantis befand, mehrere Signale aufgetaucht. Als erste Reaktion darauf, wurde der Schutzschild von Atlantis auf Anordnung von Richard Woolsey hochgefahren.

    Was dann geschah war seltsam, denn es wurde von den Besuchern, die sich mit ihrer kleinen Flotte von neun Raumschiffen, die kaum größer als die alten irdischen Space-Shuttles waren und sehr schnell im Orbit des Planeten befanden, Kontakt aufgenommen.

    Im gesamten Kontroll- und Stargateraum von Atlantis konnte man die übertragenden Worte der Botschaft: „…einige von uns waren schon einmal vor einigen Jahren bei euch, wobei es bedauerlicherweise einige Zeit darauf zu einer Konfrontation kam, die wir am Ende klar verloren haben. Wir sind jetzt erneut hier, da wir die Letzten unserer Art sind, der letzte Stamm unseres Volks, den ihr als die Asgard kennen gelernt habt. Wir sind nun hier, um unsere Freundschaft anzubieten, wie es unsere Brüder einst getan haben, die aber leider für immer verschwunden sind.“, hören


    Orbit von M4N456

    Die Unterredung der Menschen und der Wraith war nach rund zwei Stunden beendet. Einige waren dafür sich der Behandlung zu unterziehen. Doch die Wraith-Königin beharrte auf ihre Position, die es den Menschen aus Atlantis für immer verbieten würde, ein klar festgelegtes Territorium des letzten Wraith-Stammes zu betreten, zusätzlich erklärte sich die Königin dazu bereit dieses Gebiet nicht zu verlassen.

    Es war ein Kompromiss, der also nur den Wraith nutzen, und vielen Menschen in der Pegasus nach wie vor ein Leben in ständiger Angst vor einem grausamen Tod bringen würde. Dennoch ging die Menschen erst einmal darauf ein, denn sie hatten eine Nachricht erhalten, dass viele Schiffe ihrer eigenen Flotte einer dringenden Überholung und notwendiger Reparaturen bedurften. Ein Umstand, der es vollkommen unmöglich machte, in absehbarer Zukunft in ein weiteres Gefecht gegen die noch vorhandenen Streitkräfte der Wraith zu ziehen.

    U.S.S. Apollo, Brücke

    „Ich hoffe doch mal, dass wir die Sache doch noch zu Ende bringen, Sheppard“, bemerkte Ronon verärgert, dem die Sache nicht besonders gefiel, denn er hätte es natürlich lieber gehabt, wenn man den Kampf sofort fortgesetzt hätte.
    „Das werden wir, mein Freund. Aber wir brauchen dringend einen neuen Plan, um die Menschen in dieser Galaxie vor einem grausamen Schicksal zu bewahren…“
    John wurde schließlich vom Commander der Apollo unterbrochen: „Wir wurden zurück nach Atlantis beordert, sobald Doktor Beckett die Behandlungen an allen willigen Wraith abgeschlossen hat.“
    „Danke, General Ellis“, seufzte General Sheppard zerknirscht, der dann erfuhr, dass sich überraschenderweise einige alte Bekannte eingefunden hatten. John hakte daher sofort nach und man erläuterte ihm, dass man von den wohl letzten Asgard des Universums kontaktiert worden war. Und zwar denen, die einst die Doktoren Jackson und McKay entführt hatten, und die man nur mit Hilfe der Reisenden hatte befreien können.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (07.08.2022 um 12:15 Uhr)


  6. #126
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    Danke, an alle Leserinnen und Leser, sowie die, die den Button betätigt haben
    Wie geplant geht es heute weiter, und zwar mit dem ersten Teil eines Drei-Teilers. Viel Spaß beim Lesen, auch wenn der Titel nicht viel verspricht

    Odyssee
    Folge 6.02 - “Eine lange Reise, Teil 1”

    Andromeda-Galaxie
    Heimatkolonie der Zylonen

    Die Zylonen arbeiteten nach wie vor mit Hochdruck daran die verlorene Spur der Flotte von der Galactica wieder aufzunehmen, denn man wollte unbedingt das Kind Hera wieder zurückhaben. Doch dies war nicht so einfach, weil sich die Zylonen momentan nach wie vor in einer Art von Bürgerkrieg befanden. Dieser Konflikt wurde zwischen den beiden verfeindeten Gruppen, der ersten bestehend aus der Einsern, Vierern und Fünfern, inklusive der Acht Boomer, und der anderen, die sich aus den Zweiern, Sechsen und Achten, ausgetragen.

    „Wir müssen uns beeilen, und zwar bevor die Galactica noch weiter in den Tiefen dieser Galaxis oder des Universums verschwindet“, wusste einer der Dorals.
    „Glücklicherweise haben wir eine Art von einer Duftspur“, begann einer der Simons, „denn wir haben eine spezielle Form von einer chemischen Signatur aufgefangen, die von einem ihrer Raffinerieschiffe stammen muss…“
    „Dann mal los! Sprecht mich aber erst wieder an, wenn Erfolge, Resultate auf dem Tisch liegen“, verlangte ein Einser, der das Thema Galactica endlich ein für alle Mal abhaken wollte.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Stargate-Raum

    Gerade eben war wieder ein weiteres Erkundungsteam von einer Mission durch das Stargate an Bord zurückgekehrt. Man hatte die ersten gewonnenen Eindrücke, die ihnen ein zur Aufklärung bestimmtes fliegendes Auge vermittelt hatte, bestätigen können.

    „Gut. Ich will, dass sich so viele der übrigen Teams und auch andere Leute bereitmachen und dann schnellstmöglich durch das Tor aufbrechen, weil wir vor allem frisches Wasser und weitere frische Vorräte, wie Obst und Gemüse immer sehr gut gebrauchen können!“, verfügte Colonel Young.

    Nur eine Viertelstunde später ging auch schon eine große Mannschaft, angeführt von Colonel Telford, durch das Sternentor.
    „Es war eine gute Entscheidung, da wir hier immerhin noch volle drei Tage in diesem Planetensystem bleiben werden“, murmelte Doktor Rush, „und gebt mir Bescheid, wenn unsere Leute etwas wirklich Interessantes auf diesen Planeten finden sollten!“


    Hyperraum
    Trinitatis, Cafeteria

    Doktor Hank McCoy, der die Mission zur Destiny anführte, war immer wieder aufs Neue erstaunt über die überwältigende Technologie, die Trinitatis beherbergte. Er war, obwohl er bereits zahlreiche Berichte des Stargate-Programms gelesen hatte, seitdem es publik geworden war, jedes Mal aufs Neue fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die Trinitatis bot. Doch hatte man momentan leider keine Zeit alles zu erkunden, weil man sich in erster Linie auf die Mission zur Destiny zu konzentrieren hatte.

    Es dauerte aber nicht lange, da erschien auch schon Doktor Daniel Jackson mit einem Tablett bei ihm, dem Leiter der Trinitatis-Mission, am Tisch. Der Archäologe brauchte nämlich eine kleine Pause, denn das stundenlange und konzentrierte Durchforsten der Datenbank dieser Stadt war enorm anstrengend, zumal sich auch noch Doktor Rodney McKay gleichzeitig im Kontrollraum aufhielt.
    Der Kanadier seinerseits schien sich mal wieder über auch nur jeden auch noch so kleinen Fehler seiner Wissenschaftskollegen in seinem Umfeld aufzuregen, ein Umstand, den das langjährige SG-1-Teammitglied irgendwann nicht mehr ertragen konnte.

    Darüber unterhielt er sich natürlich auch mit Hank, der versprach sofort sich darum schnellstmöglich zu kümmern.

    Kontrollraum

    Derweil hatte sich Rodney vorübergehend mal wieder ein weiteres Mal beruhigt. Er sah sich gerade wieder einmal diese ganz speziellen Daten an, die ihm zeigten wie schnell man mit diesem Raumschiff durch das Universum reiste.

    „Ja, ja“, nuschelte McKay ganz leise vor sich, gerade mal so laut, dass niemand ihn verstehen konnte. Er murmelte immer noch schwer verständlich weiter vor sich hin: „Ich werde mit meinen Kalkulationen Recht haben. Alle paar Galaxien eine Pause… bei gleicher Reisegeschwindigkeit… dann wären wir in ungefähr drei Monaten am Ziel…“


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Der lang erwartete Prozess wegen Verrates gegen den ehemaligen Präsidenten Doktor Gaius Baltar war erst vor wenigen Stunden beendet worden. Doch sofort nach der Urteilsverkündung war ein heftiger Tumult in dem Raum ausgebrochen, welchen die dort abgestellten Marines von Admiral William Adama glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnten. Denn der Angeklagte war zum Schrecken vieler Flottenangehöriger für Nicht Schuldig befunden worden.

    „Die Nachricht vom Ergebnis des Urteils, wird sich nicht nur dank der Presse, schon sehr bald in der ganzen Flotte sehr schnell verbreitet haben“, wusste Präsidentin Laura Roslin, die Seite an Seite mit dem Kommandeur der Galactica zum CIC schritt. Jenem war klar, dass sie besonders auch hier an Bord der Galactica mit so einigen Unruhen zu rechnen hatten.
    „Ich werde Baltar bis auf Weiteres wohl hierbehalten müssen, oder er muss auf ein Schiff, welches ihn aufnehmen würde…“
    „O ja. Mir fallen da spontan eine handvoll Schiffe ein“, witzelte Roslin.

    Durch diesen Witz, versuchte Laura die Realität ihrer erst kürzlich wieder zurückgekehrten Krebserkrankung, zumindest für eine gewisse Zeit zu verdrängen wollen. Doch lange würde ihr momentaner stabiler Zustand leider nicht mehr anhalten. Es standen ihnen allen innerhalb der Flotte wieder einmal sehr schwierige Zeiten bevor, besonders der gerade erst entlastete und für Nicht Schuldig gesprochene Doktor Gaius Baltar würde abermals für massive Probleme sorgen, dieses Gefühl spürte die Präsidentin bereits instinktiv in ihren Knochen.

    Einer Gruppe von vier zurückgekehrten Marines hatte Admiral Adama gerade eben gemeldet, dass man den stark in seiner Sicherheit gefährdeten Anwalt Romo Lampkin erfolgreich ohne Zwischenfälle, zu seinem neuen Quartier, auf ein anderes Schiff gebracht hatte. Dies war ein Teil seines Honorars dafür gewesen, das er bekommen hatte, weil er den Fall von Doktor Gaius Baltar übernommen hatte.

    „Wenigstens noch einer der Wenigen, der glücklich sein wird“, brummte der Befehlshaber der Galactica mit seiner heiseren Stimme, die ihm einst seinen Kampfnamen „Husker“ eingebracht hatte. „Doktor Cottle wird sie morgen, wie vereinbart untersuchen und mit der erneuten und bewährten Behandlung beginnen, damit sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben… zumindest wenigstens solange bis wir endlich die Erde gefunden haben, oder auch zur nächsten Präsidentschaftswahl der Flotte…“
    „Sehr witzig, Bill“, hustete Laura lachend.


    Hyperion-Flotte
    Battlestar Hyperion, Krankenstation

    Im Eilschritt war Admiral Alexander Korfu nach dem Erhalt der aktuellsten Neuigkeit, vom Combat Information Center aus, losgeeilt. Völlig außer Atem kam er schließlich an seinem Ziel an.

    Die behandelnde Ärztin nickte dem Admiral mit dem Worten: „Er ist ansprechbar, aber übertreiben Sie es nicht, Sir!“, zu.
    „Präsident Adar.“
    „Ja“, stöhnte der Angesprochene matt.
    „Ich bin Admiral Alexander Korfu. Sie befinden sich auf der Krankenstation an Bord der Battlestar Hyperion. Die Ärztin, Doktor Cahill, hat Ihnen bestimmt schon ein paar wenige Informationen gegeben.“
    „Hat sie. Ich weiß nur noch von einer Explosion. Doktor Cahill hat mir gesagt, dass ich wohl seitdem im Koma gelegen habe.“
    „Das entspricht leider der Wahrheit. Sie lagen etwas mehr als über zwei Jahre im Koma. Außerdem befinden wir uns auch schon eben so lange auf der Flucht vor unserem Feind, der uns immer wieder im Nacken sitzt. Es war ein brutaler Angriff der Zylonen, die uns offenbar überrascht hatten. Unsere Kolonien auf den zwölf Welten sind komplett zerstört worden. Unsere Flotte besteht aktuell aus drei Kampfsternen und achtundzwanzig zivilen Schiffen mit insgesamt über 19.300 Menschen…“
    „Ist nicht gerade viel, Admiral.“
    „Für wahr. Wir hatten leider, wie schon vom mir erwähnt, immer wieder Begegnungen mit den Zylonen gehabt, wobei wir immer wieder erneut Verluste hinnehmen mussten.“

    Während Admiral Korfu sprach, begann Präsident Adar stark am ganzen Körper zu zittern, weswegen Doktor Cahill energisch mit einem: „Das reicht jetzt erst einmal!“, einschritt.

    „Passen sie gut auf unseren Präsidenten auf und informieren sie mich sofort wieder, sobald er wirklich für längere Zeit stabil ist, Doktor!“
    „Jawohl, Sir.“


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Seit seiner Entlassung aus der Brig und der Entgegennahme seiner wenigen verbliebenen privaten Habseligkeiten, war Doktor Gaius Baltar minutenlang mit einer Kiste, worin sich eben seine übrigen persönlichen Sachen befanden, alleine durch die Korridore des Kampfsterns geirrt, bis er auf eine Gruppe von drei Frauen getroffen war. Diese wollten ihm allerdings nichts tun, sondern brachten den Freigesprochenen, in eine rote Decke gehüllt, in ein freies Abteil. Jenes war von den dortigen Bewohnern schon vor Monaten sehr gemütlich eingerichtet worden, und würde viele Menschen auf der Erde an die Hippiebewegung der 60er Jahre erinnern.
    Doch schienen diese Leute, zu denen Baltar nun gebracht worden war, ihn in einer Art von Kult zu verehren. Der ehemalige Präsident war der Verzweiflung nahe, obwohl ihn die Sechs, die ihn seit dem Fall der Kolonien erschien, abermals vehement ermahnen musste seine Rolle endlich anzunehmen. Diese Sechs hatte sich ihm einst offenbart, und zwar als ein Engel des einzigwahren Gottes, den auch die Menschen verehren und natürlich dienen sollten.

    Battlestar Galactica, CIC < > Brig

    „Die Zylonin, die Baltar Caprica-Sechs nennt, will mit Ihnen sprechen, Sir“, teilte einer der eingetretenen Marines Admiral Adama mit. Als der Soldat dann auch noch auf Nachfrage seines Vorgesetzten mitteilte weshalb, verließ der Befehlshaber der Galactica schließlich mit schnellen Schritten das Combat Information Center, um sich auf den Weg in den Gefängnisbereich seines Schiffes zu machen.

    Endlich hatte William Adama die dort in einer Zelle untergebrachte Zylonin erreicht.

    „Sie wollten mit mir sprechen, es soll angeblich um die Sicherheit der Flotte gehen“, begann der Admiral, dem die akute Anspannung anzumerken war.
    „Zunächst einmal will ich Ihnen für ihr Kommen danken, Admiral Adama“, erwiderte Caprica-Sechs. „Das stimmt, es geht um die Sicherheit ihrer Flotte. Die anderen Zylonen folgen ihrer Spur in einem sicheren Abstand, weil ihr Raffinerieschiff die Signatur einer Art von Strahlung aufweist. Wenn Sie diesen Fehler nach meinen Anweisungen beheben, können die anderen Zylonen diese Flotte nicht mehr weiter verfolgen.“
    Nachdem die Gefangene gesprochen hatte, sah der Befehlshaber der Galactica jene noch einige Sekunden prüfend an, dann verließ er wieder die Zelle, ergriff den Hörer um dieser Sache einer potentiellen und bislang noch nicht wahrgenommen Gefahr auf den Grund zu gehen.

    Battlestar Galactica, Steuerbordflugdeck

    Nicht nur von der Galactica aus war eine große Anzahl von Raptor gestartet, sondern auch von den anderen Kampfsternen in der Flotte. Diese Raptor hatten den Einsatzbefehl erhalten die eigene Flugroute zurückzuverfolgen, um schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ob Caprica-Sechs die Wahrheit gesagt hatte.


    Hyperion-Flotte
    Battlestar Hyperion, Krankenstation

    Der Zustand des letzten Präsidenten der 12 Kolonien von Kobol hatte sich im Verlaufe der nächsten 24 Stunden erfreulicherweise endlich soweit stabilisiert, dass er schließlich die Kraft für die Wahrnehmung erster Termine auch die erforderliche Ausdauer und somit auch nötige Zeit hatte. Es gab so manches Wichtige zu besprechen, wofür Richard Adar als erfahrender Staatsmann genau der Richtige schien. Aber ihm wurde insbesondere von Doktor Cahill schonend erklärt aber auch eingeschärft, dass seine Amtszeit bereits seit etwa anderthalb Jahren abgelaufen war.

    „Ich fühle mich mittlerweile gut genug für eine weitere Amtszeit, die ich ja auch angestrebt habe“, erklärte und versicherte Richard Adar feierlich in einem Gespräch mit einigen Politikern und anderen wichtigen führenden Persönlichkeiten der Hyperion-Flotte, die von Doktor Cahill und Admiral Korfu die Erlaubnis erhalten hatten, die Krankenstation für eine kleines Gipfeltreffen zu betreten.

    Nach einer kurzen darauffolgenden Beratung und der anschließenden Abstimmung aller politisch aktiven und wirtschaftlichen Personen innerhalb der Flotte, war Richard Adar, wegen seiner bereits bekannten langjährigen Erfahrung von fast allen Leuten des Rates der Flotte zum neuen Interimspräsidenten der Hyperion-Flotte gewählt worden.

    Battlestar Hyperion, Offiziersmesse

    Derweil nutzte Admiral Alexander Korfu die momentan ruhige Phase für eine Unterredung mit den Befehlshabern sowie anderer führender Offiziere von den anderen Kampfsternen, denn er wollte die bereits bestehende und sehr aktive Suche nach einen bewohnbaren Planeten für die Überlebenden Menschen seiner Flotte ein weiteres Mal verstärken. Dafür benötigte er die meisten Raptor, um einen größeren Bereich absuchen zu können.


    Zylonenflotte

    Wie eine Schlange, die zielsicher der Duftspur ihrer ahnungslosen und stets nervösen Beute folgte, so folgte auch die große abgestellte Flotte der Zylonen, die aus fünf Basisschiffen und einem Auferstehungsschiff und mehreren Hilfsschiffen bestand, der Reiseroute der Flotte, die von der Galactica, der Pegasus und auch seit einiger Zeit von allen Kampfsternen der Nxy-Flotte beschützt wurde.

    Für die meisten der Einser stand es eindeutig und klar fest, man wollte das Kind Hera Agathon um jeden Preis wiederhaben. Aber auch hinter allen der noch verbliebenen rebellischen Zylonen, bestehend aus sämtlichen Zweiern, Sechsen und Achten sowie Ellen Tigh plus einem der Brüder Cavil, der bei Samuel T. Anders als Seelsorger oder Priester mit in der Widerstandsgruppe auf Caprica gewesen war, war man genauso hinterher, wie auch den Letzten Fünf.
    Die Fraktion um Cavil wusste aber auch, dass sich an Bord des geborgenen alten Antikerraumschiffes noch genügend Zylonen von allen Modellen befanden, die von dem aktuellen Geschehen in diesen Teil des Universums nichts wussten. Dennoch ging es den Cavils ums Prinzip, zumal der eine Cavil über ein für sie alle sehr, sehr gefährliches Insiderwissen verfügte.

    Heimatkolonie der Zylonen

    Auch im Zentrum des Imperiums der Zylonen dachte man über die weiteren nächsten Schritte nach. Einer der Cavils hoffte auf seine Lieblingsacht, Sharon „Boomer„ Valerii.
    Die anderen Zylonen, die Vierer und Fünfer hatten konkretere Ziele, nämlich den Planeten, von dem die Acht Sharon Satterfield stammte, anzugreifen und die dortigen Menschen auszulöschen.

    „Na schön. Wir werden auch in Kürze eine Flotte, ach was sage ich, wir werden eine Armada dorthin entsenden, zu diesem Planeten von der die Acht Sharon Satterfield stammt, obwohl mir nicht ganz wohl bei der Sache ist. Denn wir sind mit der menschlichen Plage in diesem Teil des Universums noch nicht einmal ganz fertig, und dennoch suchen wir uns schon bereits den nächsten Schauplatz, wobei und wofür wir unsere Streitmacht abermals aufteilen müssen und werden. Ich hoffe aber mal ganz stark, dass sich das Wiederauferstehungszentrum mittlerweile an einem neuen Standort befindet.“
    „Schon seitdem wir in dieser Sitzung sind, Bruder.“
    „Sehr gut. Zumindest mal etwas Positives.“


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, O‘Neills Büro

    Die Papiere und Akten stapelten sich mal wieder nicht nur auf einem ganz bestimmten Schreibtisch, sondern ebenso auch auf einigen Schränken, was dazu führte, dass General Jack O‘Neill immer mehr an den eigenen Ruhestand dachte.
    ´…ich war ja schon einmal im Ruhestand, dann auch einmal alt genug gewesen, um mein eigener Großvater zu sein…´, grübelte der Leiter der Einrichtung so in Gedanken ganz still vor sich hin.
    Urplötzlich zuckte Jack dann schließlich zusammen, denn er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er beinahe Captain Lauren Perry nicht bemerkt hatte, die ihn erneut einige weitere wichtige Unterlagen in sein Büro hereingebracht hatte.

    Die verlässliche Adjutantin und Soldatin war darauf nur sehr kurz draußen gewesen, da stürmte sie auch schon wieder zum Büro des Generals herein.

    „Oh mein Gott, Captain! Was soll das denn? Wegen Ihnen kriege ich noch eines Tages einen Herzinfarkt!“, japste Jack O‘Neill vollkommen erschrocken, wobei sein Tonfall einen leichten tadelnden Tonfall hatte.
    Schnell kam Lauren Perry auch schon zur Sache, denn es gab erfreulicherweise sehr gute Nachrichten.
    „Dann bin ich mal schnell auf der Krankenstation! Der Papierkram kann da mal warten!“, bemerkte der General, der von seinem Stuhl aufsprang und an seiner Adjutantin vorbei stürmte.

    Homeworld Command, Krankenstation

    Nach dem Verlassen des Fahrstuhles ging weiter. Weiter zu dem Ziel. Dabei auf Schritt und Tritt von seiner verlässlichen Adjutantin gefolgt, betrat der General den Bereich der Intensivpatienten auf der Krankenstation.
    Vor dem einen Patienten, der wenigen Patienten hier im Raum, hatten sich viele Mutanten versammelt, denn hier lag schon seit langer Zeit Professor Charles Xavier.

    „Wie geht es Ihnen?“
    „Besser. Ich hatte nämlich eine sehr gute Führerin“, antwortete der Professor, der dabei Doktor Jean Grey mit einem gütigen Lächeln im Gesicht anschaute.
    Die rothaarige Frau lächelte leicht verlegen zurück, und sagte dabei: „Ich hatte eben einen sehr guten Lehrer.“


  7. #127
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    Danke, allen Lesern und den Buttondrückern

    Planmäßig geht es heute weiter, viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.03 - “Eine lange Reise, Teil 2”

    Entfernte Galaxie
    Hyperraum
    Destiny, Brücke

    Wie so oft, wenn nichts Besonderes auf einer fremden Welt entdeckt worden war, die erkundet wurde oder sich die Destiny, wie soeben im Hyperraum befand, saß Doktor Rush an einer Konsole, während es sich Colonel Young auf dem Stuhl des Kommandanten bequem gemacht hatte und dabei den Wissenschaftler nicht aus den Augen ließ. Denn Everett würde trotz allen weiterhin jede auch nur so kleine Arbeit von Nicholas von Eli bis ins kleinste Detail überprüfen lassen.

    Alle an Bord wussten, dass sie sich immer weiter dem Ziel unaufhaltsam näherten, weil das Signal im Hintergrund, weswegen die Destiny einst vor Millionen von Jahren gebaut und losgeschickt worden war, von zeit zu zeit stärker und klarer zu werden schien. Dies war ein Grund, warum Eli erneut damit beauftragt worden war zu berechnen, wie lange ihre Reise denn noch dauern würde.

    Destiny, Hydro-Kuppel/Garten

    Die Kuppel bestand schon seit einiger Zeit schon nicht mehr nur aus einer kristallinen und metallenen Struktur, sondern auch aus einem installierten Schutzschild. Zurzeit hielten sich gerade MacGyver, Pete und Jack darin auf, weil sie am heutigen Tage an der Reihe waren die Pflanzen zu pflegen und zu wässern. Eine Arbeit, die nur einen nicht zusagte, nämlich Dalton, der sich mal wieder zurück auf die gute alte Erde und seinen immer noch nicht erfühlten Träumen wünschte.

    Bei der Gartenarbeit blühte Pete geradezu jedes Mal aufs Neue auf. Somit war er auch abgelenkt, doch nur solange bis Jack mal wieder bemerkte, dass sie drei und auch alle anderen an Bord der Destiny nie wieder heimkehren könnten.

    „Also gut, das reicht jetzt!“, schaltete sich Mac schimpfend ein, „Wir werden sicher und ganz bestimmt einen Weg finden, wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen!“
    „Deine Worte in Gottes Ohren!“, seufzte Jack matt.
    „Es reicht jetzt, Dalton! Noch ein Wort und ich buddle dich hier irgendwo ein!“, drohte Pete jetzt ebenfalls akut genervt, dem das Thema aber ebenfalls ab und wann beschäftigte.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis, Stargate-Raum

    Die Trinitatis hatte soeben plangemäß den Hyperraum verlassen. Somit war Zeit für eine weitere Mission. Aber nicht durch das Stargate, sondern mit Hilfe eines Puddle Jumpers ins nahegelegene Sonnensystem. Dabei stand schon eines fest, Hank McCoy würde es sich nicht nehmen lassen an dieser Mission persönlich teilzunehmen. Erst vor wenigen Stunden hatte er ein sehr ernstes Wort mit Rodney McKay geredet, nämlich die anderen Wissenschaftler nicht mehr weiter wegen Fehlern abzukanzeln, da man nur daraus lernen könne. Dies war für den Physiker eine der unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens und seiner Karriere gewesen, denn von Hank McCoy, genannt Beast, ging wegen seines blauen zotteligen Aussehens eine ganz besondere Ausstrahlung aus. Um wirklich sicher zu gehen, hatte der Leiter der Expedition beschlossen den Kanadier mitzunehmen.
    „Wieso denn ausgerechnet mich?“
    „Weil natürlich jemand den Jumper bedienen und fliegen muss, und das sind dieses Mal, Sie!“, verfügte McCoy, der dabei auf McKay deutete.


    Andromeda-Galaxie
    Raptor-Geschwader der Galactica-Flotte

    Die zu diesem Zeitpunkt, noch zehn von den dreißig ausgesandten Aufklärungsraptor wagten sich mit dem nächsten FTL-Sprung noch ein großes Stück weiter, auf der bisherigen zurückgelegten Route der Galactica-Flotte, zurück. Es war ein sehr riskanter Einsatz für alle Frauen und Männer, die an diesem Einsatz teilnahmen. Dabei wurde die Gefahr stetig größer, denn durch jeden erneuten Sprung könnte man tatsächlich durchaus wieder auf die Zylonen zu treffen. Zudem wurde das Geschwader mit jeden Punkt, der eine FTL-Koordinate markierte, erneut um zwei weitere Raptor kleiner, weil an jedem dieser Sprungkoordinaten ein Paar, also zwei Raptorbesatzungen den Befehl hatten, zur weiteren Aufklärung zurückzubleiben. Doch bislang waren sie noch auf keine Zylonen getroffen, die der Flotte der Galactica eventuell folgen könnten, wie es Caprica-Sechs verraten hatte.

    Gerade eben hatte das verbliebene Geschwader der Raptor von der Galactica-Flotte wieder einen FTL-Sprung, mittlerweile den siebten erfolgreich abgeschlossen.
    Sie befanden sich nun in einem Asteroidenfeld. Wie üblich wollten sie untereinander auslosen, wer als Aufklärer vor Ort verbleiben sollte.

    Doch dazu kam es nicht, denn ein Alarmsignal und mehrere Kontakte auf dem DRADIS, ließen nicht nur Racetrack und Skulls zusammenzucken. Die beiden Raptorbesatzungen der Kolonialen hatten Glück, weil sie kurz nach ihrer Ankunft im Asteroidenfeld ihre Energie soweit reduziert hatten, so dass sie von den Zylonen nicht bemerkt wurden.

    „Ich habe so etwas doch geahnt. Verflucht!“, zischte Racetrack, die aufmerksam, wie alle anderen Menschen auch, beobachtete um wie viele Schiffe der Zylonen es sich hier handelte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, O‘Neills Büro

    Die neuesten Gutachten, die man vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte, lagen endlich vor. Die Ergebnisse waren ernüchternd, weil viele der BC-304er wohl in der nächsten Zeit aus dem Dienst genommen werden müssten. Der Grund dafür war natürlich das viele fehlende Geld, welches für die Ausgaben der dringenden aktuellen Reparaturen benötigt werden würde, vom IOA aber, lieber gleich in den Bau der neuen Schiffe investiert werden würde.

    Mit einem müden Blick sah sich General O‘Neill die Liste der Schiffe an, die kurz davor standen, wohl in naher Zukunft endgültig stillgelegt zu werden.

    ‚Das wird Sam und auch Steven aber nicht besonders gefallen, wenn ich mir hier die Infos so anschaue‘, wusste Jack, weil unter anderem auch die George Hammond und die Daedalus auf der Liste der möglichen Streichungen standen. Es waren aber beides sehr verdiente Schiffe innerhalb Flotte, die an den vielen zahlreichen, gefährlichen Einsätzen und Schlachten, und damit im Kampf gegen zum größten Teil übermächtige Feinde teilgenommen hatten.

    „Vermutlich hat Carter es schon geahnt, als sie die Concordia bekommen hatte“, murmelte er dann vor sich an, wobei er dennoch mitbekam, wie die Tür seines Büros aufging. Es war seine verlässliche Adjutantin Captain Lauren Perry, die ihn wie so oft an einen wichtigen Termin erinnerte.
    „In etwa einer Viertelstunde werden Sie, Sir und ich abgeholt. Es geht um die anstehende Besichtigung der Weltraumwerft im ehemaligen Abydos-System, wo einige der neuen Kampfsterne gebaut werden sollen, General. Auch Miss Mariko Yashida wird uns, an Bord der U.S.S. Abydos, ebenfalls dorthin begleiten.“
    „Danke, Captain. Ich bereite mich sofort darauf vor.“

    Nachdem die Tür wieder verschlossen war, dachte Jack O‘Neill sofort an all die vielen Missionen, die ihn und SG-1 einst nach Abydos geführt hatten. Darunter war auch der Abschied von Skaara, der wie alle anderen Abydonier auch sowie der gesamte Planet, von Anubis und seiner damaligen Superwaffe vernichtet worden war. Und jetzt befand sich dort eine sehr wichtige Werft von der Erde, weil dort die neuesten Schiffe gebaut wurden. Unter anderem auch gebaut nach den Plänen der Kolonialen, also die Viper und Raptor und natürlich auch die verschiedenen Klassen von den Kampfsternen, die das Expeditionsteam von Miss Shen aus der Andromeda-Galaxie, von den Überlebenden des Holocausts der 12 Kolonien von Kobol geschenkt bekommen hatten.

    Doch es gab auch noch etwas Neues vom IOA, dem es endlich erfolgreich gelungen war, mit den überlebenden Asgard aus der Pegasus-Galaxie ein sehr nützliches Abkommen auszuhandeln. Es war zwar ein weiter Weg dahin gewesen, sowohl für die Außerirdischen als auch für die Menschen wieder zueinander zu finden. Grund des Erfolges war auch die Anwesenheit von Morgan Le Fay und Myrddin. Die Asgard gaben sofort nach ihrer Ankunft als Zeichen des Vertrauens den Schlüssel des Attero-Gerätes zurück, wobei sie auch erklärten, was sie eigentlich damit vorgehabt hatten.

    Zusätzlich wurde beschlossen eine verdeckte Aufklärungsmission zu starten, deren Inhalt es war die Vampire zu beobachten, weil durch jene nach Ansicht der Politiker, des IOA und der UN, vermutlich aktuell die größte Gefahr nicht nur für die Menschen von der Erde, ausging. Für diesen äußerst heiklen Einsatz wurde bestimmt, dass sich drei BC-304er, die die von Myrddin installierte Tarntechnologie besaßen, für diese Mission stetig abwechseln sollten.

    Doch noch etwas Wichtiges landete auf dem Schreibtisch von General Jack O‘Neill, nämlich dass es der letzten Wraith-Königin allen Anschein nach gelungen war, mit einer kleinen Flotte zu entkommen und sich somit in unbekannte Regionen der Pegasus-Galaxie zurückzuziehen. Ein Problem, um welches sich General Steven Caldwell zu kümmern bereit erklärt hatte. Doch er benötigte dafür die Hälfte des Flottenverbandes, welcher in der Pegasus-Galaxie stationiert worden war. Aber es gab an diesen Tage auch gute Nachrichten aus jener Galaxie, denn alle vom Stamme Todds, die sich mit dem Medikament hatten behandeln lassen, waren nun nicht mehr auf Menschen als ihre Nahrungsquelle angewiesen. Das Atlantis-Team hatte sich deswegen als eine Art von Gegenleistung dazu bereiterklärt, bei der Versorgung und dem Aufbau einer Agrarkultur zu helfen.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adamas Quartier

    Derweil gab es gute Nachrichten an Bord des Flaggschiffes, die endlich auch William Adama erreichen sollten.

    „Das Raffinerieschiff wurde vor wenigen Stunden von den Ingenieuren vollkommen durchgecheckt, die Probleme mit der messbaren Strahlung beziehungsweise der verfolgbaren Energiesignatur werden erst dann behoben, sobald uns die Zylonen nicht mehr auf unseren Kurs folgen sollten, so wie Sie es angeordnet hatten. Es befindet sich seither auf dem Kurs, den wir zuvor ausgearbeitet haben. Wir erwarten es in spätestens fünf Tagen bei den vereinbarten Koordinaten“, teilte Lieutenant Felix Gaeta dem Admiral mit.

    Aber William Adama hatte noch eine andere weitere wichtige Angelegenheit auf dem Plan. Doch dazu musste er sich zunächst mit Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon beratschlagen.

    Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck

    Kurz nachdem Gaeta sein Quartier endlich verlassen hatte, begab sich Adama auf das Steuerbordhangardeck. Wie erhofft, traf der Admiral hier auf die Raptorpilotin, die gerade die Systeme ihres Raptors checkte.

    „Athena. Ich muss Ihnen eine sehr wichtige Frage stellen… unter vier Augen!“
    „Oh. In Ordnung. Am besten gehen wir dafür in das Büro von Chief Tyrol“, schlug die Acht vor.

    Das anschließende Gespräch zwischen den beiden hatte nur ein wichtiges Thema: Eine der wichtigsten Anlagen der Zylonen, nämlich das Wiederauferstehungszentrum zu finden. Dieses galt es, auf Empfehlung der Rebellen unter den Zylonen zu zerstören, damit die andere Fraktion der Zylonen keinen Vorteil mehr hätte, und zwar eine Form der Unsterblichkeit, die für jene somit für immer verloren war.

    „Sie wollen es zerstören, Admiral?“
    „Ja. Zudem holen wir die Drei, die wir als D‘Anna Biers kennen aus dieser Box, da sie angeblich die Gesichter der letzten menschlichen Zylonenmodelle kennen soll. Aber nicht nur dies, denn diese Sechs, die Baltar Caprica-Sechs nennt, hat es mir geraten, ebenso die anderen rebellischen Zylonen, die sich unserer Flotte angeschlossen und meinem Befehl unterstellt hatten“, antwortete William Adama auf die Frage von Sharon Agathon.
    „Es wird ein sehr riskanter Feldzug werden, der aber wichtig, aber auch unausweichlich ist, wenn wir und die rebellischen Zylonen um deren Anführerin, der Sechs Natalie für einen gewissen Ausgleich sorgen wollen.“
    „Damit die Fraktion um Bruder Cavil so ist, wie wir, sterblich.“
    „So ist es, Lieutenant. Daher will ich, dass Sie, Starbuck sowie Natalie an einem guten Angriffsplan arbeiten!“

    Battlestar Galactica, CIC

    Mit einem nachdenklichen Gesicht hatte Admiral William Adama wieder die Brücke seines Schiffes betreten. Es war der Moment gekommen, einen weiteren Sprung in einen neuen Sektor auszuführen.

    Die gesamte Flotte meldete nach dem ausgeführten Überlichtsprung dem Flaggschiff ihre Anwesenheit. Kein Schiff war verloren gegangen.

    Doch dann, sie waren erst seit etwa seit einer Viertelstunde vor Ort, als das Alarmsignal ertönte, eine Warnung, dass sich ein neues fremdes Objekt auf dem DRADIS befand. Sofort hob Admiral Adama den Kopf, ergriff den Hörer und befahl der Battlestar Pegasus und zwei anderen Kampfsternen sowie dem zivilen Teil der Flotte den sofortigen Sprung zu den Notfallkoordinaten. Er selber wollte zunächst mit dem Flaggschiff der Flotte, der Galactica sowie der Battlestar Trojan zurückbleiben.

    „Das Objekt ist ein wenig zu klein, um ein Basisschiff der Zylonen zu sein“, meldete Lieutenant Gaeta.
    „Was ist das denn jetzt nur schon wieder los?“, rätselte Adama, dem der kürzliche Kontakt mit den drei Zylonenjägern und dem Wiederauftauchen von Lieutenant Bulldog immer noch beschäftigte.

    Dann meldete Lieutenant Moore: „Sir, wir werden von diesen fremden Schiff auf unseren Frequenzen angefunkt.“
    „Na schön. Sie sollen sich über den Prioritätskanal identifizieren! Fordern sie, sie über diesen Kanal heraus, Mister Moore!“
    Der Kommunikationsoffizier sammelte sich kurz, dann setzte er den Befehl mit den Worten: „Hier ist die Battlestar Galactica! Identifizieren Sie sich umgehend, oder wir werden Sie abschießen!“


    Die Worte, die nun jetzt aus den Lautsprechern im Combat Information Center zu hören waren, waren für alle, die sie hörten eine große Überraschung. Vielleicht die größte ihres Lebens. Eine Begebenheit, mit der man niemals gerechnet hatte. Darum nahm Admiral Adama den Hörer noch fester in die Hand, dann sprach er: „Bitte. Wiederholen Sie das noch einmal, denn ich will sicher sein, dass dies kein verfluchter Traum ist!“

    Kurz darauf antwortete auch schon die Stimme der Frau, die das fremde Schiff kommandierte: „In Ordnung. Ich tue Ihnen den Gefallen, Admiral, und wiederhole: Hier ist General Samantha Carter vom Erdschiff U.N.S. Concordia.“
    „Also von der Erde.“
    „Vielleicht nicht von der Erde, die Ihnen aus den Überlieferungen, der Seherin und Prophetin Pythia bekannt ist. Denn die Erde, von der ich stamme liegt in einer anderen Galaxie…“
    „Dann ist es also doch noch am Ende wahr, was uns diese Zylonin, eine Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield kennengelernt haben, erzählt hat.“
    „Sagten Sie gerade, dass sich Captain Sharon Satterfield bei Ihnen an Bord befindet?“
    „So ist es.“

    „Vorsichtig, Bill!“, mahnte Colonel Tigh sofort zu mehr Wachsamkeit, der die Unterhaltung der beiden Befehlshaber somit für einige Sekunden unterbrach.

    Der Befehlshabende Offizier der Galactica nickte, dann fuhr er fort: „Ich würde sie gerne persönlich kennenlernen, und hiermit zu einer Unterredung an Bord meines Schiffes einladen, General Carter.“

    U.N.S. Concordia, Brücke

    „Das lässt sich einrichten, es gibt da mit Sicherheit eine Menge zu erzählen. Ich könnte mich in den nächsten Minuten an Bord ihres Schiffes beamen lassen, Admiral.“
    „Beamen?“, hörte man die fragende, heisere Stimme des Mannes, der ziemlich irritiert klang, aus dem Lautsprecher.
    „Das ist eine Form von Technologie, die ich Ihnen erläutern könnte.“
    „Ja. Was auch immer dieses Beamen ist…, kommen Sie besser an Bord eines Schiffes auf die Galactica“, erklärte Admiral Adama, worauf General Carter schließlich einwilligte.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis, Konferenzraum

    Ein sichtlich sehr zufriedener Doktor Hank „Beast“ McCoy trat als Letzter in den Raum. Der Leiter dieser Mission hatte vor wenigen Stunden seinen ersten Außeneinsatz auf einem fremden Planeten hinter sich gebracht. Es war dabei nichts Aufregendes passiert, doch der Mutant, der über viele Jahre ein aktives Mitglied der X-Men gewesen war, hatte dabei einige sehr interessante Entdeckungen machen können.

    Während des Besuches auf diesem fremden Planeten hatte man einige beeindruckende Pflanzen gefunden, die denen auf der Erde sehr ähnlich waren.
    „Wir haben bisher 14 Galaxien durchquert und ebenso viele Planeten aufsuchen können. Unser nächster Halt wird schon in genau acht Stunden sein, daher schlage ich vor, dass sie sich alle etwas Ruhe gönnen! Auch Sie, Doktor McKay!“, erklärte McCoy am Ende der Besprechung.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Steuerbordflug und -hangardeck

    Kurz bevor sich der Puddle Jumper mit General Samantha Carter an Bord auf den Abflug zur Galactica machte, hatten sie alle sehen können, wie die übrige Flotte zurück zur Galactica gesprungen war, weil keine Gefahr drohte.
    Mittlerweile befand sich der Puddle Jumper im Landeanflug.

    „Puddle Jumper 1 von der Concordia, hier Captain Aaron Kelly von der Galactica, setzen sie ihren Landeanflug auf das Steuerbordflugdeck fort und landen sie dann auf Landezone drei! Wir freuen uns Sie an Bord begrüßen zu dürfen und zu haben!“
    „Verstanden, Galactica“, erklärte der Pilot des Puddle Jumpers, der das Fluggerät in die Steuerbordgondel und auf die zugewiesene Fläche zusteuerte.

    Auf dem Steuerbordhangardeck hatten sich bereits nicht nur Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Commander Adama und weitere hochrangige Vertreter der Galactica-Flotte eingefunden, sondern auch noch viele weitere Menschen, die die Ankunft von General Samantha Carter unbedingt miterleben wollten.

    Schließlich war der große Moment gekommen, der Puddle Jumper wurde nicht, so wie die Viper und Raptor mit technischen Gerät in den Hangar gezogen, sondern glitt von selbst durch die Luft, knapp über den Boden, hinein bis zu der Stelle, die einer Deckhelfer dem Piloten zuwies.

    Die beiden Triebwerke des Puddle Jumpers wurden abgeschaltet und eingefahren, erst dann öffnete sich dessen Heckluke.

    „Achtung, Stillgestanden!“, befahl Colonel Saul Tigh, der XO der Galactica, mit lauter Stimme allen Anwesenden, damit jene sofort Haltung auf dem Hangardeck annahmen.
    Abrupt endete auch schon das vielstimmige Getuschel unter den Frauen und Männern auf dem gesamten Hangardeck.
    Zuerst traten einige von der Crew der Concordia aus dem Puddle Jumper, kurz darauf verließ diesen auch General Samantha Carter, die sich lächelnd umblickte und zielsicher auf Admiral William Adama und Präsidentin Laura Roslin zuging.

    Ohne etwas zu sagen, salutierte der Commander der Galactica vor der Besucherin, die es ebenfalls tat.
    „General Samantha Carter, willkommen an Bord der Battlestar Galactica. Darf ich Ihnen zunächst die Präsidentin der 12 Kolonien von Kobol, Laura Roslin, vorstellen.“
    „Ja. Sehr erfreut Sie alle kennenzulernen, Admiral Adama. Präsidentin Roslin. Danke, für diesen überaus freundlichen Empfang. Wäre nicht nötig gewesen. Denn von allen, was ich bereits über ihr Volk schon gehört habe, sind Sie alle wirkliche Helden, die bislang Unvorstellbares zu meistern hatten.“
    „Nicht so bescheiden, General Carter“, entgegnete Präsidentin Roslin, „außerdem haben alle in der Flotte von ihrer Ankunft hier bei uns gehört, und sind einfach nur sehr neugierig. Wir sind sehr froh, dass sie uns gefunden haben.“
    „In der Offiziersmesse können wir uns in einer etwas ruhigeren Atmosphäre sicherlich viel besser und auch ungestörter unterhalten“, erklärte Admiral Adama mit ruhiger Stimme, wobei er eine einladende Geste machte und damit andeutete ihm zu folgen.

    Eine kleine Pause war entstanden, die Colonel Saul Tigh zu beenden wusste, indem er: „Okay, Leute das war‘s jetzt! Jetzt geht ihr alle wieder zurück an eure Arbeit!“, sagte.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Die Behandlung der Wraith, die unter Todd eine eigene Gesellschaft gegründet hatten, war zum Glück ein großer Erfolg gewesen. Aber die eine berechtigte Frage kam in jeden auf, was war mit der vermutlich letzten verbliebenen Wraith-Königin und ihrem Gefolge, von mehr als tausend Wraith zu tun. Denn jene hatten allesamt eine Behandlung und somit Umwandlung kategorisch abgelehnt, und dabei klare Bedingungen gestellt.

    „Wir sollten diese Wraith-Königin sowie ihre gesamte Brut aufspüren und alle töten! Scheiß auf diese Vereinbarung, die da von ihnen und ihren Vorgesetzten getroffen wurde!“, war alles was Ronon Dex, zu diesen Thema, zu sagen hatte.
    Mister Woolsey seufzte daraufhin ein wenig. Danach wanderte sein Blick zu General Caldwell, der anmerkte: „Dies könnte einen weiteren Krieg bedeuten, und zwar mit einen ungewissen Ausgang. Doch steht eines bereits fest: Die Menschen in dieser Galaxie, die auf dem Gebiet dieser Wraith leben, sind unmittelbar ernsthaft bedroht. Ich rate aber dringend dazu, dass wir zunächst einmal alle unsere Reparaturen bei den Schiffen in unserer eigenen Flotte abschließen, bevor wir eine weitere militärische Mission gegen die letzten „bösen“ Wraith starten!“
    „General Caldwell hat recht“, stimmte Sheppard zu, „wir müssen uns da wirklich sehr sicher sein, dass wir sie dann alle möglichst auf einmal erwischen. Wir müssen aus den Fehlern der Antiker lernen. Nicht, dass es mit dem Wraith von Neuem beginnt.“


  8. #128
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    Ein Dankeschön an die gesamte Leserschaft und an die Betätiger des Buttons !

    Heute ist es mal wieder soweit, denn es gibt den dritten Teil des aktuellen Drei-Teilers
    Viel Spaß beim Lesen!

    Odyssee
    Folge 6.04 - “Eine lange Reise, Teil 3”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Offiziersmesse

    Es war ein überaus sehr interessantes Treffen, denn für eine lange Zeit hatte man die Geschichte, die Captain Sharon Satterfield ihnen erzählt hatte, nur sehr schwer glauben können. Doch jetzt hatte man endlich die Gewissheit, dass es dort draußen in dem unendlichen Meer aus Sternen dieser Galaxis noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol gab.

    „Ist ihr Schiff wirklich so gut technologisch ausgerüstet und zudem auch noch bewaffnet, General Carter?“
    „Ja, Colonel Tigh. Wir verfügen außerdem über einige Schiffe, die durch Myrddin, einen Verbündeten, ein perfektes Tarnsystem besitzen. Doch die Concordia verfügt leider nicht darüber. Allerdings besitzen diese Puddle Jumper, mit so einem kleinen Schiff, mit dem ich zu ihnen an Bord gekommen bin, diese Technologie…“
    „Ich muss da mal dazwischen gehen“, bemerkte Admiral Adama, „wir haben einen sehr entscheidenden Militärschlag vor uns, vielleicht könnten sie uns da behilflich sein.“
    „Worum geht es?“
    „Wir wollen diese Zylonen, die sich um Cavil als Fraktion gebildet haben, sterblich machen! Und zwar indem wir das Wiederauferstehungszentrum zerstören, welches alle anderen Wiederauferstehungsschiffe in dieser Galaxis steuert“, antwortete der XO der Galactica, bevor sein Vorgesetzter die Möglichkeit hatte, zu antworten.

    „Wow!“, machte Sam Carter nur, die sich erst einmal für einen Moment in den Stuhl zurückfallen ließ.
    „Keine Sorge, General. Die Rebellen, die sich bei uns befinden, haben uns dazu ermutigt, denn sie sind an Truppen und Schiffen der Fraktion von Cavil weit unterlegen“, erklärte William Adama, „derzeit wird bereits an einem Angriffsplan gearbeitet. Doch zunächst einmal müssen wir dieses Wiederauferstehungszentrum irgendwie aufspüren, was nicht gerade einfach sein wird. In ungefähr zwei Stunden findet eine weitere Lagebesprechung dazu statt, Sie sind dazu gerne eingeladen.“


    Zwei Stunden später
    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Taktikraum

    Es war wie erwartet im Raum sehr voll geworden, und um den großen Tisch hatten sich natürlich auch die übrigen Commander der anderen Kampfsterne in der Flotte sowie auch die Anführer der Zylonen versammelt.

    Lange dauerte es nicht, denn Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die stets anders dachte als nach dem Lehrbuch, hatte einen sehr guten Plan, der allerdings bei einigen der Kolonialen auf großes Unbehagen stieß.

    „Wir sollen was tun? Ich halte es für ziemlich riskant! Hochriskant, ausgerechnet den Zylonen, auch unter den gegebenen Umständen, so viele unserer Piloten anzuvertrauen! Zudem sollen wir uns auf diese Menschen verlassen, die von weit hergekommen sind…“, murmelte der XO von der Aron zweifelnd vor sich hin.
    „Der Plan von Starbuck ist verrückt, weswegen er auch mit Sicherheit funktionieren wird“, wusste hingegen ein lächelnder Lee Adama, der Commander der Pegasus.
    „Dem schließe ich mich an“, fügte sein Vater, der Admiral hinzu, der sich ebenfalls an so manches Husarenstück der Viperpilotin erinnert hatte.

    Doch die nagenden Zweifel an diesen Feldzug waren damit noch lange nicht ausgeräumt, denn Commander Samuel O‘Hara von der Nyx, meinte: „Diese Drei, D‘Anna Biers, und auch das Wiederauferstehungszentrum selbst, werden bestimmt von einer ganzen Flotte von Basisschiffen beschützt werden. Die rebellischen Zylonen haben gerade einmal drei Basisschiffe retten können, und diese werden vermutlich nicht ausreichen um das Ziel zu erreichen. Auch können wir ihnen mit keinem unserer Kampfsterne in so kurzer Zeit nachspringen, um zu helfen…“
    „Deswegen benötigen wir so viele Viper- und Raptorgeschwader, die sie dafür auch nur entbehren können“, erklärte Natalie, eine anwesende von drei Sechsen, die sehr darum bemüht war, auch die letzten Bedenken an dem wichtigen Bündnis und dem von Starbuck vorgeschlagenen Angriffsplan auszuräumen.

    „Vielleicht könnten wir euch ja mit unserer Technologie helfen“, erklärte Sam, die bislang die Besprechung nur wortlos mitverfolgt hatte.
    „Wie?“, fragte Starbuck.
    „Entweder mit Hilfe eines Subraumsenders oder eines Langstreckenkommunikators. Wir haben da nur in gewisser Art und Weise die Qual der Wahl. Doch sollte man es, egal was, erst benutzen, wenn die Basisschiffe der Rebellen das Wiederauferstehungszentrum erreicht haben. Sobald dies geschehen ist, greife ich mit der Concordia in den Kampf ein. Es bestünde immerhin auch die Möglichkeit einen oder auch zwei ihrer Kampfsterne von der kleinsten Klasse, mit uns im Schlepptau, mit in den Hyperraum zu nehmen, was dann aber unsere Reisegeschwindigkeit ziemlich verlangsamen würde.“
    „Captain Thrace, was halten sie von diesem Vorschlag?“
    „Nun ja, Admiral, wir könnten dadurch unsere niedrigen Chancen entscheidend um so einiges erhöhen“, war alles, was Kara noch dazu zu sagen hatte.

    Battlestar Galactica, Quartier des XO

    Unruhig ging Ellen Tigh seit Stunden auf und ab, denn sie war immer noch hin und her gerissen. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich entscheiden sollte, weil sie die Identität der anderen vier, der letzten Fünf kannte. Es lag gewissermaßen an Ellen Tigh, für eine mögliche Aufklärung in dieser Angelegenheit zu sorgen. Doch um dies zu erreichen, müsste sie zunächst aber verdeckt mit jedem der anderen vier von den letzten Fünf im Verborgenen sprechen.

    Colonial One, Sitzungsraum des Zwölferrates

    Eine hitzige Debatte über einen Antrag der Zylonenrebellen war entflammt, denn jene wollten vollwertige Bürger der Kolonien werden.

    „Das soll doch wohl ein übler Scherz sein? Erst zerstören Sie, die Zylonen, all unsere Kolonien, unsere Flotte…, wollten uns alle, die Menschheit mit diesen Angriff für immer auslöschen, danach jagen Sie uns quer durch die Galaxis, und jetzt das!“, schimpfte einer der beiden Delegierten von Picon wütend und empört.
    „Präsidentin Roslin, als auch Admiral Adama sollen sich bereits dazu entschieden haben“, bestätigte der neue Vizepräsident, der Tom Zarek in diesem Amt abgelöst hatte, welcher sich nach wie vor in der Brig befand.

    Nach einer kurzen Pause fuhr der Vizepräsident der Flotte, Adrian Auckland, fort: „Bitte, bitte, bewahren Sie in diesem Raum die Ruhe als auch die Form, Ladies und Gentlemen! Ich weise alle Anwesenden ausdrücklich daraufhin, dass eine endgültige Entscheidung darüber, erst nach der bevorstehenden Mission, der die vollständige Zerstörung des Wiederauferstehungszentrums, das mitunter die Aufbewahrungsstation beinhaltet, getroffen werden soll! An diesen Einsatz kooperieren die Streitkräfte der 12 Kolonien von Kobol und die der Zylonenrebellen, sowie nach meiner Information auch die Concordia… Ruhe bitte, Freunde!“
    Die letzten Worte musste der Vizepräsident geradezu schreien, denn innerlich kochte bei vielen der Delegierten immer noch die Empörung, über den eingebrachten Antrag der Zylonenrebellen.

    Nachdem sich die Delegierten des Rates endlich wieder beruhigt hatten, gab es wohl die nächste Situation, die für weitere heftige Anspannungen sorgen würde. Denn auf ein Zeichen von Vizepräsident Auckland hin, betrat eine Zylonin, eine Sechs, in Begleitung einer Sicherheitseskorte den Raum.

    Mehr als die Hälfte der versammelten Delegierten und andere Mitarbeiter der Regierung waren fassungslos. Sollte es tatsächlich einer Angehörigen einer feindlichen Seite es erlaubt werden, hier vor ihnen zu sprechen.

    Und so war es auch.

    Doch die Zylonin hatte vor sich so kurz, wie nur irgendwie möglich zu fassen und nebenbei für eine gemeinsame Allianz gegen Cavil und seine Fraktion zu werben.
    „… und es ist die eine Sache, die Euch Menschen vollkommen macht: Es ist die Sterblichkeit, die uns Zylonen noch fehlt. Wir werden sie haben, diese Vollkommenheit, wenn das Wiederauferstehungszentrum zerstört worden und somit der Vorteil von Cavil und seinen Anhängern zunichte gemacht worden ist. Auch geht es darum eine unserer Schwestern, aus den Händen unserer wilden Brüder, zu befreien. Ich danke Ihnen, dass es mir erlaubt worden ist, hier vor ihnen zu sprechen“, sagte Natalie, die sich noch einmal umschaute, bevor sie wieder hinaus geleitet wurde.

    Viele waren nun doch beeindruckt von dieser Ansprache und der Ansicht, dass eine Allianz von Nutzen sein könnte. Aber es gab dennoch nach wie vor genügend Delegierte, die davon nichts hielten.
    „…ich weise daraufhin, dass diese Zylonen hier, die sich unserer Flotte und dem Befehl von Admiral Adama unterworfen haben, auf ihren Vorteil sich in einen neuen Körper zu begeben, für immer verzichten…“
    „Wer sagt das? Es könnte genauso gut ein verfluchter Trick von denen sein!“

    Batttestar Galactica, Taktikraum

    Starbuck und Leoben stellten zunächst nur Admiral Adama ihren endgültigen Plan vor, wie der Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum durchgeführt werden sollte. Wortlos nahm der Commander der Galactica jedes einzelne Wort und Detail in sich auf. Schließlich nickte er: „Gut. Der Zylon Cavil und seine Anhänger wissen nichts von der Concordia und ihren enormen taktischen und technologischen Vorteilen, wohl aber vermutlich von diesen Puddle Jumpern. Starbuck, sie sorgen mir dafür, dass eine ausreichende Anzahl von Viper sowie auch einige Raptor an Bord der Basisschiffe verlegt wird! Nehmen Sie zudem Kontakt mit General Carter auf und weihe sie in den Angriffsplan ein! Außerdem wird sie dann vermutlich auch nichts mehr dagegen haben, einige ihrer Jumper und F-302er dorthin zu verlegen.“
    „In Ordnung, Admiral.“


    Drei Tage später
    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff, Kontrollraum

    Mit den Händen in der wässrigen Flüssigkeit nahmen die Zylonen die Informationen aus dem Datenstrom in sich auf. Die Vorbereitungen für den gemeinsamen Schlag der Menschen und ihrer Flotte waren schon lange abgeschlossen, und man hatte sich bereits mit einem FTL-Sprung von der Flotte der Galactica entfernt. Vor wenigen Stunden erst waren insgesamt die letzten der 60 Viper, 12 Raptor, 6 Puddle Jumper und auch F-302er sowie das dazugehörige Personal an Bord aufgenommen worden.

    Einer der Leobens war sich derweil sicher, dass es jederzeit soweit sein könnte. Man würde irgendwann auf das Wiederauferstehungszentrum treffen. Doch dieses zu finden, war Aufgabe der Hybriden, die die Basisschiffe steuerten. Und zunächst einmal mussten diese sich selber aufeinander abstimmen. Ein Umstand, der einige Sprünge in Anspruch nehmen würde.

    „Wir werden ein akustisches und visuelles Signal erhalten, sobald wir in die Reichweite des Wiederauferstehungszentrums gelangen“, erklärte eine Acht einigen von den Menschen, die sich erkundigt hatten, wann man es in etwa wüsste, wenn man dem Ziel nahe genug war.

    Anderes Basisschiff, Hangardeck

    Viele der Menschen hatten ein mulmiges Gefühl, wenn hin und wieder Zenturios zwischen sie oder ihre Flugzeuge umherliefen. Vor wenigen Tagen noch war man erbitterte Feinde gewesen, doch hatte sich etwas verändert, etwas, was sie dazu gebracht hatte zusammen zu arbeiten.

    Von allen Menschen an Bord, waren die am entspanntsten, die von der Concordia gekommen waren. Einige von ihnen hatten es in ihrem Leben schon bereits mit anderen außerirdischen Leben und Lebensformen zu tun gehabt. Aber hatten sie es noch nie selber mit oder gegen die Zylonen zu tun gehabt, beziehungsweise hatten insbesondere gegen Zenturios oder zylonische Jäger kämpfen müssen, mit Ausnahme des Teams um Miss Shen. Eine wesentlicher Erfahrung, die den anderen Menschen aus der Milchstraße natürlich noch bevorstand. Sobald man das Ziel erreicht hätte, würde man Kontakt mit der Concordia aufnehmen, die so schnell es ihr möglich war, ebenfalls in den Kampf eingreifen würde.

    Galactica-Flotte

    Schon seit dem Aufbruch der Flotte der rebellischen Zylonen, hatten sich die Concordia und die Battlestar Trojan etwas von der übrigen Flotte abgesondert. Denn man musste jederzeit dazu bereit sein, um gemeinsam in dem Hyperraum einzutreten. Ein überaus riskantes und gefährliches Manöver für die übrigen Schiffe von der Flotte der Menschen, die sonst dabei sehr leicht in das Wirkungsfeld der Raumspaltung geraten könnten.


    Entfernte Galaxie
    Hyperraum
    Trinitatis, Krankenstation

    Ein ständig meckernder und nörgelnder Doktor Rodney McKay war an sich schon für so ziemlich jeder unangenehm zu ertragen, doch einer, der dann noch über irgendwelche Krankheitssymptome klagte, war in den meisten Fällen eindeutig eine klare Steigerung. So war es auch dieses Mal. Der Kanadier hatte sehr, geplagt von großem Appetit von so einigen Speisen etwas zu sich genommen, die dann offenbar bei ihm anscheinend eine allergische Reaktion ausgelöst hatten.

    Alle an Bord waren froh darüber, dass sich die Ärztin, Doktor Jennifer Keller, ebenfalls der Mission angeschlossen hatte. Zum einen war sie seit Jahren mit diesem Dauerpatienten verheiratet, und zum anderen kannte sie auch dessen Macken am Besten.

    „Ich würde sagen, du bleibst bei dem Dir bekannten Essen, mein Lieber!“
    „Aber ich habe richtige Bauchschmerzen. Und außerdem, meine Zunge und Haut fühlen sich ganz seltsam an“, entgegnete Rodney.
    „Okay. Dann checke ich dich eben einmal gründlich von oben bis unten durch. Los, frei machen!“

    „Das ist typisches Verhalten von ihm, Doktor McCoy.“
    „Habe ich bereits geahnt, Doktor Jackson. Ich habe den Eindruck, dass er nur keine Lust mehr hat, an der nächsten Mission auf einen anderen Planeten, erneut unter meiner Leitung teilzunehmen.“


    Andromeda-Galaxie
    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff

    In einem der Sektionen an Bord, welches man den Menschen als Quartiere zugewiesen hatte, hielten sich auch einige Zylonen auf. Jene versuchten, unentwegt Vertrauen mit ihren menschlichen Nachbarn aufzubauen. Auch andersherum machte man sich daran bestehende Differenzen zu überwinden, denn schon sehr bald würde man nämlich Seite an Seite in den Kampf ziehen. Denn im Vorfeld war es Admiral Adama schon recht sehr schwer gefallen viele der Piloten für die gemeinsame Aufgabe zu ermutigen.

    Der ausgearbeitete Plan von Starbuck, war bislang nur wenigen der Piloten überhaupt bekannt. Denn es wussten nur sehr wenige, wie man wirklich gedachte diese Basis der Zylonen anzugreifen und dort einzudringen. Denn man hatte vor, sich mit ausgeschalteten Fliegern, also kalt, von den Jägern der Zylonen zum Ziel schleppen zu lassen.

    In einem der Räume hielten sich Kara Thrace und Leoben Conoy sowie Sam Anders, der die beiden nie aus den Augen ließ, auf.
    „Wir nähern uns, Kara. Mal sind wir einige Stunden zu spät, dann sind es nur wenige Minuten“, teilte der Zylon die erhaltenen Neuigkeiten aus dem Datenstrom mit.
    „Sag einfach Bescheid, wenn es soweit ist. In Ordnung?“


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Ein weiteres Mal ließ sich Admiral William Adama von Chief Galen Tyrol durch sein Schiff führen. Doch, was der Commander der Galactica während dieses Rundgangs erfuhr, erschrak ihn zutiefst.

    „Es ist leider wahr, Sir. Die Galactica hat sehr viel mitgemacht. Zwei schwere Kriege mit hart geführten Gefechten, Schlachten. Auch haben wir dieses Schiff auf die Atmosphäre von Neu-Caprica bei der Rettungsmission stürzen lassen. Wir konnten zwar einige der entstandenen Schäden etwas notdürftig ausbessern, aber viel Zeit hat die Galactica nicht mehr übrig.“
    „Wie lange noch, Chief?“
    „Lässt sich schwer sagen, Admiral. Vielleicht noch ein Dutzend Sprünge. Vorausgesetzt natürlich, dass die Galactica keine schweren Treffer und Nuklearangriffe mehr einstecken muss. Und bitte, springen sie in nächster Zeit nicht allzu oft, dann hält sie bestimmt noch etwas länger durch…“

    William Adama musste tief durchatmen, denn er musste zunächst einmal den Bericht von Galen Tyrol auf sich wirken lassen.
    Dann nach ein paar Minuten brummte er: „Schaffen wir zunächst als erstes die Zivilisten auf die anderen Schiffe in der Flotte! Falls gefragt wird, wieso, sagen Sie allen, dass die Galactica dringender Überholungen bedarf und wir deshalb den Platz für das militärische Personal an Bord benötigen! Denn ich will keinerlei Gerüchte und keine Panik innerhalb der Bevölkerung in der Flotte!“
    „Verstanden, Admiral. Tut mir leid übrigens, dass ich bislang nicht mehr tun konnte.“
    „Sie haben getan, was sie konnten, und dafür danke ich ihnen.“


    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff

    Ein deutliches und eindringliches Warnsignal war auf dem gesamten Schiff für jeden zu hören, denn der Moment stand wohl tatsächlich unmittelbar bevor, endlich würde man beim lange gesuchten Wiederauferstehungszentrum eintreffen. Auf allen Decks herrschte deswegen eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dies war überwiegend auf dem Hangardeck zu beobachten, wo die Piloten zügig ihre seit Tagen startbereiten Flieger bemannten.
    Nur würden sich die Menschen mit ihren Jägern von den schweren Jägern der Zylonen so nahe wie nur möglich zum Wiederauferstehungszentrum schleppen lassen.

    So einigen behagte dieser Gedanke sehr, sehr wenig, denn ausgerechnet in die Hände von den Zylonen sollten sie ihre Leben legen. Einzig und allein die Puddle Jumper würden sehr schnell getarnt starten, um die FTL‘ des Wiederauferstehungszentrums mit ihren Drohnen auszuschalten.

    Flaggschiff, Brücke

    Bevor die Flotte der rebellischen Zylonen den letzten Sprung schließlich ausführte, übermittelte man noch schnell der nach wie vor wartenden Concordia eine Nachricht, damit sie schneller und vielleicht auch entscheidend in den Kampf eingreifen könne. Denn die Zweier, Sechsen und Achten hatten sich nach einer kurzen Beratung dazu entschieden.

    „Starbuck hat soeben gemeldet, dass alle Geschwader unserer Allianz bereit zum Angriff sind“, teilte Leoben mit, der dann die Bestätigung erhalten hatte, dass es auch so auf den beiden anderen Basisschiffen innerhalb ihrer kleinen Flotte war.


    Wiederauferstehungszentrum, Kommandobrücke

    Ein Signal, das eine Annäherung ankündigte, schreckte die Zylonenfraktion um Cavil auf.

    „Was ist da los?“, fragte sofort ein Einser, der hereingeeilt kam.
    „Soeben sind drei Basisschiffe aufgetaucht, die sich im Eiltempo unserer Position nähern“, antwortete ein Fünfer.

    Kurz darauf erbebte auch schon die gigantische Weltraumstation.

    „Unser FTL-Antrieb wurde soeben zerstört!“, meldete einer der Vierer erschrocken.
    Diese Nachricht alarmierte den geschockten Einser, der: „Das ist kompletter Wahnsinn!“, ausstieß.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    Sofort nachdem man die endgültigen Koordinaten erhalten hatte, hatte General Samantha Carter sich in ihren Kommandosessel gesetzt. Erst vor wenigen Sekunden hatten ihr Schiff und auch die im Schlepptau befindliche Battlestar Trojan gemeinsam den Hyperraum verlassen. Aus dem Panoramafenster heraus konnte sie sehen, dass die Schlacht bereits begonnen hatte.

    Wie schon zu erwarten gewesen war, war das Wiederauferstehungszentrum sehr gut beschützt. Insgesamt sieben Basisschiffe hatte die Fraktion um Cavil zur Bewachung vor Ort zurückgelassen. Eine deutliche Übermacht, der die Flotte der Rebellen klar unterlegen war. Jedoch wurden die Karten durch die Ankunft und Anwesenheit der Concordia und der Trojan sehr schnell neu verteilt.

    Wiederauferstehungszentrum

    Doch noch existierte das Ziel, das Wiederauferstehungszentrum, denn man wollte an wichtige Daten gelangen und an mindestens eine Drei gelangen, die vor allem hier und auch auf der Heimatkolonie der Zylonen aufbewahrt wurden. Deswegen waren bereits einige getarnte Puddle Jumper in die Basis eingedrungen.

    Auf der Brücke der gewaltigen Basis der Zylonen herrschte immer noch ein sehr großes Rätselraten, denn die Ankunft und die Intervention der Concordia gaben den Zylonen von Cavil große Rätsel auf. Solch ein Schiff und seine Technologien waren ihnen einfach nicht bekannt, trotz der vielen interessanten Informationen, die man von der Acht, Captain Sharon Satterfield, einst gestohlen hatte.

    „Was wollen die nur hier? Kein Wort! Die wollen uns nicht nur um die uns von Gott gegebene Unsterblichkeit bringen, sondern uns für immer vernichten. Ich hoffe nur, dass mein kleiner Plan Erfolg hat, der ihren Enthusiasmus so ziemlich minimieren wird… Und noch etwas, wir müssen evakuieren, wenn wir hier nicht sterben wollen!“, erklärte ein Einser böse.
    Allerdings waren schon ganz in ihrer Nähe die ersten Schüsse zu hören, die sie alle zusammenfahren ließ. Offenbar war es bereits den ersten feindlichen Truppen gelungen, unentdeckt in die Basis einzudringen.

    „Also ich hatte angenommen, dass die Schlacht weiter dort draußen im All stattfinden würde… Ich geh dann jetzt!“, entschied ein weiterer Cavil, der sich sofort auf den Weg machte.


    Die Schlacht zwischen den beiden feindlichen Flotten wurde immer heftiger geführt. Eines ihrer drei Basisschiffe hatten die Rebellen bereits sehr schnell verloren. Es konnte dem starken Beschuss der Basisschiffe der Cavilfraktion nicht mehr länger standhalten. Jedoch war es glücklicherweise der Concordia gelungen, eine gewisse Anzahl von Überlebenden mit Hilfe der Beamtechnologie zu bergen.
    Aber das Schlachtschiff der Erde nahm auch sehr aktiv am aktuellen Kampfgeschehen teil, wobei man sehr aufpassen musste, denn ein schlecht getimter Schuss mit den mächtigen Energiewaffen könnte fatale Folgen haben. Nämlich statt eines der noch existierenden fünf feindlichen Basisschiffe, könnte man auch sehr schnell eines der beiden noch verbliebenen Basisschiffe der Zylonenrebellen treffen oder eventuell vorzeitig sogar das Wiederauferstehungszentrum. Ein Umstand, der Carter schnell dazu gebracht hatte, in diesem Kampf primär zunächst auf die Raketen und Railguns zu setzen.


    Wiederauferstehungszentrum

    Sektion für Sektion, Abteil für Abteil, Deck für Deck und Korridor für Korridor hatten sich die bunt zusammengewürfelten Angriffsteams aus Marines, Zylonen und auch einige Zenturios vorgekämpft. Endlich hatten sie einen der wichtigen Zielbereiche erreicht, der so wichtig für diesen Einsatz war.
    Sofort ließ man die Kontaktsonden in die Kontaktflüssigkeit, denn nur so war an die begehrten Daten zu kommen. Auch Captain Kara „Starbuck“ Thrace war anwesend. Sie gab einigen ihrer Marines zu verstehen, sie umgehend zu begleiten, weil sie noch die nähere Umgebung erkunden sowie gegen Feinde absichern wollte. Denn alles andere, was sie alle überhaupt nicht gebrauchen konnten war, dass sie von einer ganzen Armee feindlicher Zenturios überrascht wurden.

    In der Zwischenzeit hatte auch ein anderes Einsatzteam, das von Captain Karl „Helo“ Agathon angeführt wurde, es geschafft eine handvoll von Dreien wiederzubeleben. Die Gegenwehr der feindlichen Truppen war schwer, weshalb sich das Team von Helo, umgehend unter schweren Beschuss, zu den wartenden Puddle Jumpern zurückzog.


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Irgendwie war es Ellen Tigh mittlerweile unter größter und gebotener Vorsicht gelungen, nach und nach, in kleinen Einzelgesprächen mit jeden der anderen Zylonen der Final Five zu sprechen. Sie versuchte alle dringend davon zu überzeugen sich freiwillig zu stellen, denn sie sagte zu jeden von ihnen: „Irgendwann kommt Bill Adama dahinter. Daher wäre es auf diese Art besser, nämlich wenn wir uns ihm selber zu erkennen geben.“


    Standort des Wiederauferstehungszentrums
    Basisschiff der Rebellen
    Flaggschiff, Brücke

    „Bringt uns noch ein wenig näher an die Concordia heran, sonst überleben wir diesen Kampf gegen die Übermacht der Truppen von Cavil nicht!“, ordnete Natalie an, nachdem sie und alle anderen miterleben musste, wie vor wenigen Augenblicken auch das zweite ihrer Basisschiffe von der feindlichen Flotte zerstört worden war, obwohl die Battlestar Trojan jenen zu Hilfe gekommen war, und nun selber in akute Bedrängnis geriet.

    Die Übermacht des Feindes war zu groß. Dennoch war es ihnen gemeinsam gelungen, vier der sieben feindlichen Basisschiffe zu zerstören. Aber das Flaggschiff der Rebellen war mittlerweile unfähig noch weiterzukämpfen. Auch die Trojan war schwer von der Schlacht gezeichnet, weswegen sich die beiden Schiffe der Allianz unter den Schutz, genauer gesagt in den Bereich der erweiterten Schutzschilde der Concordia begeben hatten.

    Für die Concordia selbst würde es in den nächsten Minuten gefährlich werden, denn die Schutzschilde, die man zum Schutze des letzten Basisschiffes der Zylonenrebellen und der Trojan erweitert hatte, benötigten eine Unmenge an Energie.


    Wiederauferstehungszentrum

    Vorsichtig tasteten sich derweil immer noch die Marines um Starbuck vorwärts. Doch da war niemand mehr, der sie hätte angreifen können. Dennoch gingen sie noch mutig ein Stück weiter vorwärts. Ein großer Raum mit vier Wannen hatte ihre Neugier geweckt. Sie wollte gerade näher an zumindest einen dieser Behälter herangehen, da meldete sich Leoben bei ihr über Funk: „Die gesamte Basis wurde allen Anschein nach evakuiert, und wir sollten auch verschwinden, weil das Wiederauferstehungszentrums bereits einige Treffer abbekommen hat, dabei wurden einige wichtige Systeme beschädigt, die…“
    „Spitze!“, zischte Kara, die mit dem Gewehr im Anschlag noch näher an die vier Wannen herangehen wollte.
    „Captain?“
    „Na schön. Ihr habt es alle gehört, also verschwinden wir von hier, bevor uns dieser verfluchte Drecksladen hier um die Ohren fliegt! Los! Bewegung!“, schrie sie, während sie einen Bogen rannte, der sie noch ein wenig näher an die Mitte des Raumes heranführte, wobei sie hoffte, dass ihre Helmkamera einige gute Bilder aufgezeichnet hatte.

    Sie alle rannten so schnell sie konnten zu ihren Flugmaschinen, damit endlich der finale Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum begonnen werden konnte.

    Doch die Menschen und die mit ihnen verbündeten Zylonenrebellen waren nicht die Einzigen die in diesen Moment an Flucht dachten, denn mehrere schwere Jäger der Zylonen starteten von einem neu eingerichteten Flugdeck aus. An Bord von jenen waren einige Einser, Vierer und Fünfer, die ihre Leben zu retten wussten, weil die Zerstörung der Basis unmittelbar bevorstand. So kam es, dass ihre Maschinen bereits kurz nach dem Start wegsprangen, kurz nachdem sie das Wiederauferstehungszentrum verlassen hatten.


    Endlich war der Moment gekommen, alle Viper, Raptor, zylonischen Jäger und Puddle Jumper hatten das Zielgebiet verlassen. Somit war der Weg frei für den finalen und alles zerstörerischen Atomangriff.

    Während Captain Kara Thrace sich mit ihrer Viper bereits auf dem Landeanflug auf die Battlestar Trojan machte, entdeckte sie einen feindlichen schweren zylonischen Jäger. Sofort brach sie ihr Landemanöver ab und nahm die Verfolgung auf. Starbuck setzte noch schnell eine Meldung ab, obwohl sie die Jagd bereits fortsetzte.

    Sie bekam nicht richtig mit, wie das Wiederauferstehungszentrum von ungefähr ein Dutzend Atomraketen getroffen und dadurch in einer gewaltigen Explosion zerstört wurde.

    Zeitgleich hatten einige andere Viperpiloten ebenfalls ihren Kurs korrigiert, denn sie wollten Starbuck unterstützen. Diese näherte sich in einer wilden Verfolgungsjagd einen der großen Gasriesen in diesem System.
    Die Viperpilotin aber kannte nur ein Ziel, den Feind zu stellen und zu vernichten, und somit an der Flucht zu hindern. Doch dabei geriet sie in das Auge eines gigantischen Sturms, der auf dem Gasriesen herrschte. Das Jagdfieber hatte sie gepackt, welches Kara blind für die Gefahr machte, in die sie sich in ihren Weiterflug brachte.

    Nur schwer kamen die anderen Viper ihres Geschwaders an sie heran. Die Funksprüche nahm sie zu spät war. Denn sie war schon so tief in den Sturm hinabgetaucht, dass eine Umkehr mit jeden Meter, den sie noch weiter nach unten flog.

    Ein hilfloser Lieutenant Brandon „Hot Dog“ Constanza konnte nur noch mit ansehen, wie die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die gerade noch vor wenigen Sekunden erst den feindlichen schweren Jäger hatte zerstören können, von den enormen Kräften der hier herrschenden Elemente zerfetzt wurde.


    3 Stunden später
    Galactica Flotte
    Battlestar Galactica

    Der Verlust von Starbuck traf insbesondere ihre engsten Freunde sehr hart. Darunter waren Admiral Adama, Apollo, Colonel Tigh, Sam Anders, Helo, Athena und Dee. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, denn Boomer war es irgendwie gelungen die kleine Hera, die Tochter von Athena und Helo zu entführen.


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