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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #121
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Erde
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    Danke, an alle Leser und die Buttondrücker

    Heute geht es auch schon wieder weiter, viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.17 - “Obsessi et Separatus, Teil 2”


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Die Weltraumschlacht hatte sofort nach dem Eintreffen der übrigen Kriegsschiffe der Erde so richtig begonnen, denn diese hatten ohne zu Zögern das Feuer auf die Raumschiffe der Nazis eröffnet.
    Eine gewisse Schwierigkeit hatten natürlich zunächst die Schlachtschiffe der Erde, denn sie standen anfangs einer sehr großen feindlichen Übermacht gegenüber. Aber es war schon längst Hilfe unterwegs, denn viele Geschwader der F-302er hatten die Atmosphäre der Erde bereits verlassen, um der gewaltigen Flotte der Nazis in die eine Flanke zu fallen. Dadurch verhinderten die weltraumtauglichen Jäger der Erde, dass die Feinde in die Atmosphäre der Erde ausweichen konnten, womit eigentlich nur der Rückzug ins All bleiben würde. Doch daran dachten die Nazis natürlich nicht. Zudem gab es da noch den stehenden Befehl von O‘Neill, der eindeutig gewesen war, nämlich sehr schnell dafür zu sorgen, dass die Nazis nie wieder eine weitere Chance erhalten würden, nach der Erde oder einen anderen Planeten zu greifen, wo sie eine erneute menschenverachtende Schreckensherrschaft errichten könnten.

    Zu Beginn des Kampfes legten die eingesetzten Geschwader der F-302er und Puddle Jumper systematisch, zunächst mit gezieltem Beschuss, die Überlichttriebwerke der Raumschiffe von den Nazis lahm, womit eine potentielle Flucht für immer unmöglich gemacht wurde.

    Nazi-Flotte
    Flaggschiff, Kommandobrücke

    Vollkommen unerwartet über die starke Schlagkraft und Anzahl der Schlachtschiffe der Erde, die durch die Aufklärer nicht zu erwarten gewesen war, fluchte der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, wie ein Besessener voller Frust und Zorn wütend auf: „Dafür werden sie mir schwer büßen, diese Untermenschen! Und zwar alle! Macht sofort meinen persönlichen Transporter und meine gesamte Leibwache sowie Eliteeinheit bereit!“

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Seitdem der erste Schuss gefallen war, war General Jack O‘Neill im ständigen Kontakt mit der eignen Flotte, der Stargate Command Base auf dem Mars, der UN und dem IOA sowie der Antikerwaffenplattform, in dessen Stuhl sein Klon, Jack O‘Neill junior, saß.

    Bislang sah es mehr als nur gut mit der Verteidigung des Planeten aus. Aber man wollte möglichst dennoch auf den Einsatz der sehr wertvollen Antikerdrohnen verzichten, auch wenn hin und wieder einzelne Kampfflugzeuge und Transporter von den Nazis hin und wieder in die Erdatmosphäre eindringen konnten. Doch viele von ihnen fielen sehr schnell den patrouillierenden F-302ern sowie den ,,normalen‘‘ Kampfjets der Erde zum Opfer.


    Hyperraum
    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Man war zwar noch einige Minuten von der Erde entfernt, dies war General Samantha Carter wohl bewusst, weswegen sie ihr Schiff schon seit einiger Zeit auf die höchste Alarmstufe, 1, versetzt hatte.

    Unerwartet wurde sie von Barbara Hitler gestört, die umgehend die Kommandantin, General Samantha Carter, aller Schlachtschiffe der Erde in der Milchstraße darum bat, doch durch sie Kontakt über eine bestimmte Frequenz mit allen Schiffen der Naziflotte aufzunehmen.

    „Wieso sollte ich es tun oder gar zulassen?“
    „Sie wollen also doch alle Schiffe von uns vernichten, samt deren Besatzungen!“, ahnte schließlich die gefangene SS-Offizierin der Nazis erschrocken.

    Sam wiegte ihren Kopf für einige Augenblicke hin und her, dann stellte sie klar: „Ihr Nazis habt auf der Erde vor vielen Jahrzehnten, beinahe einem Jahrhundert, sehr viele und kaum in Worten zufassende, abscheuliche schlimme Dinge getan! Ihr seid der Abschaum der Menschheit! Wir verteidigen in dieser Schlacht die persönliche Freiheit und das Leben eines jeden einzelnen Menschen auf der gesamten Erde, und nicht nur die, die wie ihr Volk irgendeiner kranken Denkweise im Kopf entsprechen.“
    „Bitte. Ihr könnt uns doch nicht alle umbringen. Es befinden sich auch Anhänger von mir auf diesen Schiffen, die sofort den Kampf einstellen werden, wenn sie von mir den Befehl dazu vernehmen.“

    Kurz darauf hatte das Schiff von Sam auch schon den Hyperraum verlassen, griff in den Kampf ein und nahm dann umgehend Kontakt mit dem Homeworld Command auf.

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    „Und Sie halten diesen Vorschlag für gut, Carter?“
    „Sie will es zumindest versuchen, Sir. Vielleicht schlagen die Nazis sich wie auf Thule dann auch innerhalb dieser Angriffsflotte gegenseitig die Köpfe ein.“
    „Hier ist man nicht gerade jemand begeistert davon, da es offensichtlich zumindest einige von denen geschafft haben zu landen und eine größere Anzahl von Truppen zur Invasion abzusetzen“, entgegnete O‘Neill, der sehr missmutig dreinschaute, da er im Hintergrund auf dem Monitor eine Nazi-Soldatin, nämlich Barbara Hitler erkennen konnte.
    „Wo sind diese Schiffe gelandet, General?“
    „Überwiegend in der Bundesrepublik Deutschland. Dort scheinen die Bastarde zum größten Teil hinzuwollen. Wen wundert‘s. Na gut, sie kann ihr Glück versuchen! Sie hat aber nur einen Versuch! Aber wir werden denen keine Atempause gönnen, sondern weiterkämpfen!“, antwortete Jack, der Sam zum Schluss noch einmal einen vielsagenden Blick zuwarf.

    Erdorbit
    Nazi-Flotte

    Auf allen Schiffen der Nazis drang vollkommen überraschend aus sämtlichen Lautsprechern eine sehr bekannte weibliche Stimme: „An alle Schiffe des Dritten Reiches: Hier spricht SS-Obersturmbannführer Barbara Hitler, ich bin befinde mich an Bord eines Schlachtschiffes der Erde, und fordere hiermit alle Schiffe und Truppen unseres Volkes dazu auf, den Kampf umgehend einzustellen und bedingungslos zu kapitulieren, da ihr sonst von den Streitkräften der Erde restlos vernichtet werdet! Zudem habe ich den Führer und auch meinen Vater nicht ermordet, wie von meinem Bruder behauptet worden ist! Denn er selber ist der Mörder, und nicht ich! Also stellt sofort die Kämpfe ein, dies ist ein Befehl!“

    Auf einigen der Schiffe innerhalb der Naziflotte kamen so manche den Befehl doch tatsächlich sehr schnell nach. Doch viele, die dennoch loyal zu ihren Führer, Barbarossa Hitler, standen, schrien wütend: „Ihr Verräter!“, und sofort erschossen sie auf einige der Anhänger von Barbara Hitler.

    Aber auf einigen wenigen Schiffen gab es nur oder genügend Anhänger von Barbara, die ihren Kampf unverzüglich einstellten, weil sie sehr schnell mitbekommen hatten, wie zerstörerisch und vernichtend die Waffen der Schlachtschiffe der Erde waren, und auch der jungen Frau treu ergeben waren. Dort an Bord nahm man daher sofort Kontakt mit dem Feind auf, um sich unverzüglich offiziell zu ergeben.

    -----

    Ansonsten tobte die Weltraumschlacht im Orbit der Erde natürlich mit unveränderter Härte weiter, wobei einige Piloten der Nazis mit ihren Kampffliegern sogar zu Kamikazeflügen auf die Schlachtschiffe der Verteidiger ansetzten, nur um wenige Sekunden später, ohne auch nur den kleinsten Schaden zu verursachen, an den Schutzschilden der Erdschiffe zu zerschellen.

    Der Kampf dauerte schon mittlerweile einen ganzen halben Tag an. Wobei die Flotte der Invasoren schließlich immer weiter zusammenschrumpfte. Dennoch waren immer noch mehr als hundert Schiffe übrig, die blind die Schlacht gegen die Erdschiffe fortsetzten. Doch etwa ein Dutzend waren mittlerweile isoliert und von den Truppen der Erde besetzt worden, weil sich die dort befindlichen Nazis nach dem Befehl von Barbara Hitler ergeben hatten.
    Doch eines fiel schon seit langer Zeit auf, nämlich dass sich das einzige Kriegsschiff der Orici sich nicht am Kampf beteiligte und regungslos verharrte.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sam hatte schließlich endgültig genug von der Untätigkeit des Schiffes, welches Adriana zur Unterstützung gegen potentielle Angreifer im Erdorbit zurückgelassen hatte, und nahm daher erzürnt mit ihm Kontakt auf: „Hier spricht General Samantha Carter vom Erdschiff George Hammond, ich rufe das Schiff der Orici!“
    „Hier ist Ramirius. Was ist euer Begehr, General Samantha Carter?“
    „Fragen, weshalb ihr nicht in den Kampf eingreift?“

    Einige Minuten vergingen, dann erst antwortete Ramirius: „Wir können nicht gegen welche Kämpfe, die der selben Lehre wie wir folgen!“
    „Soll es etwa bedeuten…“
    „So ist es.“
    „Ihr helft somit leider denen, die unzählige Leute umbringen werden, die an die Orici glauben.“
    „Das ist unmöglich.“
    „Schaut doch in unsere Geschichte. Dort findet ihr unverstellbare Grausamkeiten von diesen Nazis…“
    „Auch, wenn dem so ist… ich habe meine Befehle. Tut mir leid, General Samantha Carter.“
    „Dann macht sie doch zumindest kampfunfähig“, seufzte Sam.
    „Gut, ich werde entsprechende Befehle an meine Kriegerinnen und Krieger geben, aber wir werden keine Glaubensschwestern und -brüder töten.“

    Kurz nachdem die Verbindung zum Ori-Schiff beendet worden war, kontaktierte Sam das Homeworld Command um Jack und alle anderen über diese neuen Informationen, nicht in Unkenntnis zu lassen.

    Erde
    Europa
    Deutschland, Hamburg

    Im Überflug hatte Barbarossa Hitler den Kontinent, den er gedachte zuerst zu erobern, genau sehen können. Doch eine unsichtbare Macht hatte seinen Transporter vom Himmel geholt.

    Minuten später kamen alle nach und nach wieder zu sich. Man stellte fest, dass nur etwa etwas mehr als die Hälfte seiner Soldatinnen und Soldaten den Absturz überlebt hatten.

    Magneto sah sich derweil immer wieder nach neuen weiteren feindlichen Fluggeräten um, die ja alle aus Metall waren, und somit, wie Wachs, ganz in seiner Hand waren. Der alte Mutant verspürte eine sehr große Genugtuung mit Hilfe seiner Kräfte so viele Nazis töten zu können, wie ihm nur möglich war. Dabei dachte er an seine geliebte Mutter, die einst vor seinen Augen ermordet worden war.

    Die Leibwache des Führers Barbarossa Hitler, hatte sich vor wenigen Minuten mit einer weiteren SS-Einheit zusammenschließen können.

    Die meisten von den SS-Soldatinnen und -soldaten drangen schließlich mit aller Gewalt in ein Doppelhaus ein. Einige Kinder schrien sofort entsetzt auf als sie die Nazis sahen. Sie rannten panisch davon. Nur die kleine Lana war etwas zu langsam, die brutal an den Haaren fest- und somit zurückgehalten wurde.

    „Aha“, murmelte der Führer der Nazis, der auf einigen Fotos etwas Interessantes entdeckt hatte, „hier wohnt er also.“
    „Wer, mein Führer?“
    „Ein sehr gefährlicher Mann für unser Reich, den ich eines Tages höchstpersönlich töten werde“, antwortete Barbarossa Hitler mit großer Überheblichkeit, der eigentlich jetzt überwiegend von den Gefühlen von Darius überflutet wurde, dessen Bewusstsein sich beim Anblick des Bildes geregt hatte.

    „Raus aus unserem Haus, oder ich schieße!“, befahl eine weibliche Stimme.
    „Guten Tag, Gnädigste. Oh, oh, eine Polizistin vermute ich. Und dort ist noch eine. Ich bin euer Führer, also legt die Waffen ab, sonst töte ich das kleine Mädchen hier!“
    „Feigling!“, zischte Jeanne, die wie auch Jasmin ihre Dienstwaffe ebenfalls auf den Boden legte. „Wir tun das hier nur, um die Tochter meiner Freundin zu retten, und nicht, weil Sie uns was zu sagen haben!“
    „Los, geh, du kleine Göre! Du sollst gehen!“, schnauzte der Anführer der Nazis die kleine Lana an, als Laura, die Tochter von Logan sich vollkommen unerwartet aus dem Schatten an einer Wand löste, sie wortlos bei der Hand nahm und abholte, um sie dann zu Jasmin und Jeanne zu führen.
    Dort angekommen, lächelte Laura allen anderen drei noch einmal ohne ein Wort mit einem kurten Nicken kurz an, bevor sie sich wieder, jetzt aber mit einem sehr grimmigen Gesichtsausdruck, zu den Nazis umdrehte.

    „Zu der anderen Bemerkung, vergiss es, du scheiß Faschist!“, fauchte Jasmin, die wie Jeanne ihre Waffe wieder aufhob, um dann mit alle anderen schnell nach oben stürmte, um über die Terrasse in einen Schutzraum zu fliehen. Wobei sie sofort von einem nacheilenden Barbarossa und einigen SS-Soldaten verfolgt wurden.

    Kurz darauf ertönte auch schon ein Markschütternder Kampfschrei, der von Wolverine kam. Jener stürzte sich von dem oberen Geländer auf die Nazisoldaten herab. Denn Laura, sein Bruder Victor und er hielten sich gerade zufällig in Hamburg auf, und hatten Quartier bei der Familie des Freundes bezogen. Dies lag zum größten Teil an Laura, die es irgendwie geschafft hatte, die beiden Mutantenbrüder wieder einmal zu vereinen.

    Logan rannte nach einem kurzen Kampfgetümmel schnell den anderen nach, um Jeanne, Jasmin und den vier Kindern zu helfen, während sein Bruder Victor und seine Tochter Laura gegen die anderen Nazis weiterkämpften.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Obwohl die Mission der Battlestar Pegasus um Commander Lee Adama und Captain Sharon Satterfield noch lange nicht beendet war, hatte es eine unerwartete und sehr erstaunliche Wendung gegeben. Denn auf einem Aufklärungsflug war die CAP, um Kat und Starbuck sowie Athena, auf einen sehr übel zugerichteten schweren Jäger der Zylonen getroffen.

    Darin bat Leoben dringend um Hilfe für die Fraktion der Zylonen, der er angehörte und die von der anderen Fraktion von Cavil in einen schweren Hinterhalt gelockt worden war, und dabei schwere Verluste hatte hinnehmen müssen.
    Zudem kannte eine Drei angeblich die Identitäten der immer noch unbekannten fünf menschlichen Zylonenmodelle, die sich noch immer in der Flotte der Galactica aufhalten sollen. Außerdem bot der Zweier noch weitere Informationen an, die für alle Überlebenden des Holocausts der Zwölf Kolonien von Kobol sehr wichtig sein würden.

    Heimatkolonie der Zylonen
    Haupthangar

    Es war schwer gewesen, doch irgendwie hatte es Boomer geschafft, Ellen Tigh, den Präsidenten Doktor Gaius Baltar und auch die kleine Hera Agathon sowie einige andere Dinge an Bord eines, von den Zylonen erbeuteten kolonialen Raptors zu schaffen.
    Schon kurz außerhalb des gewaltigen Gebildes, welcher die Heimat der Zylonen war, aktivierte die Acht den FTL-Antrieb.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Die versammelte Flotte der Schlachtschiffe von der Erde, unter dem Kommando von Brigadier General Samantha Carter, hatte es endlich geschafft, denn man hatte die meisten von den übrigen Raumschiffe der Nazis soweit vernichtet, dass die verbliebenen von ihnen eingekreist werden konnten.
    Doch die Angreifer dachten immer noch nicht an eine Kapitulation, weswegen Sam den Befehl gab, weiterhin mit dem Beschuss fortzufahren bis die Bedrohung der Erde vom Orbit aus endgültig beendet sei.

    Erde
    Europa, Deutschland, Hamburg

    Ohne sich auch nur um die Soldatinnen und Soldaten seiner Leibgarde, die für ihn ihr Leben einsetzen mussten, zu sorgen, war der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, verfolgt von Wolverine aus dem Haus geflüchtet, nachdem er erfolglos versucht hatte die Familie von Jonathan Martin und Jeanne Schneidern sowie der von Jasmin Ataya zu ermorden.

    Der Führer der Nazis und natürlich auch das in ihm steckende Bewusstsein von Darius waren entsetzt darüber, dass es noch einige weitere Leute gab, die wie sein Gegner waren, der ihm einst durch sein Eingreifen die Herrschaft über Heraclia und ihn somit um das damit verbundene Erbe gebracht hatten. Er rannte so schnell er konnte, immer weiter Richtung des Hamburger Hafens.

    Im Haus selber waren nur noch wenige Soldaten der Nazis am Leben. Eine junge Frau hatte sich, seit dem Beginn der Kampfhandlungen panisch in eine Zimmerecke gedrückt und hoffte dort nicht bemerkt zu werden. Doch sie irrte, denn der alte Mutant Victor Creed, der allen auch als Sabretooth bekannt war, hatte sie schon lange bemerkt und nicht mehr aus den Augen gelassen, während er zusammen mit Laura gegen den Feind kämpfte und die anderen Nazisoldatinnen und -soldaten der Reihe nach und nach tötete.

    Gerade eben hatte der alte Mutant einen Nazisoldaten mit großer Leichtigkeit das Genick gebrochen, kurz nachdem er jenen erst eine fürchterliche Wunde mit seinen Fingerkrallen im Bauchbereich zugefügt hatte. Mit einem bösen Lächeln im Gesicht wandte er sich nun der zu der jungen Frau um, die wie versteinert dastand und nur noch stumm um Erbarmen flehend mit dem Kopf schüttelte.
    „Was denn? Was denn?“, spottete Victor, der langsam und bedrohlich der SS-Soldatin immer näher kam.


    Zur selben Zeit war auch Laura mit ihrem letzten Gegner fertig, dem sie ihre Fußkrallen von unten her über dem Hals in den Kopf gerammt hatte. Das Mädchen drehte sich daher sofort zu ihren Onkel um, um zu schauen ob jener eventuell Unterstützung brauchen könnte, während der sich immer noch seinem nächsten und wohl auch vorerst letzten Opfer immer weiter genähert hatte. Schließlich war Victor nur noch knapp drei Armlängen von der SS-Soldatin entfernt.

    „Nein! Nein! Nicht! Nicht! Bitte! Ich… ich ergebe… ergebe mich! Bitte! Ich… ich habe nicht geschossen…“, stotterte die junge Frau, die demonstrativ ihre Waffen polternd auf den Fußboden fallen ließ, und in den vergangenen nur rund fünf Minuten hatte miterleben müssen, wie ihre sechs Kameradinnen und fünfzehn Kameraden ums Leben gekommen waren, weil sie nicht aus dem Haus gestürmt waren, um ihren Führer zu unterstützen.

    Aber in den Augen Victors blitzte nur eines, nämlich die blanke Mordlust eines wütenden Tieres. Es war letztendlich die Tochter von Logan, die ihn davon abhielt zum tödlichen Hieb auszuholen.
    Sabretooth brummte: „Warum soll ich es nicht tun, Kleine?“
    „Sie hat als einzige nicht hier drin gekämpft, sondern sich rausgehalten, Onkel“, antwortete das Mädchen, während des Auftauchens von Jeanne und Jasmin, die der jungen SS-Frau schnell die Hände fesselten und ihr dann anschließend die übrigen Ausrüstungsgegenstände abnahmen. Die Nazisoldatin jammerte noch immer sehr laut, während sie noch einmal durchsucht wurde.


    Durch die schweren Kämpfe der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland gegen die Nazis in diesen Teil des Hafens von Hamburg, wohin Barbarossa Hitler vor Logan geflüchtet war, brannte es schon seit ungefähr einer halben Stunde an mehreren Stellen lichterloh. Meterhohe Flammen hatten sich in der Zwischenzeit mittlerweile durch jedes brennbare Material gefressen, die dadurch unter anderem auch eine furchteinflößende Kulisse einer apokalyptischen Welt lieferten.

    Eilig erklomm der Führer der Nazis einen der höchsten Hafenkräne. Oben angekommen zog er schließlich seinen Säbel, weil all er keine Munition mehr zur Verfügung hatte, da er jene bereits nämlich panisch verschossen hatte.

    Das Blut gefror in den Augen des Anführers aller Faschisten, da er hatte miterleben müssen, wie bei dem Mutanten die letzten Projektile aus den Wunden gedrückt wurden und jene kurz darauf auch schon wieder verheilt waren.

    Mit einem wütenden Aufschrei stürmte Barbarossa auf den abwartenden Logan los, der sofort versuchte seinen Gegner zu entwaffnen. Mit seinen Krallen versuchte er sofort die Waffe des Nazis unbrauchbar zu machen. Doch war diese aus Adamantium gefertigt worden.
    „Na schön“, knurrte Wolverine, für den es allerdings nicht das erste Mal war gegen jemanden anzutreten, der sich mit einer Waffe aus Adamantium gerüstet hatte.

    Funken blitzten jedes Mal auf, wenn die Krallen des Mutanten und der Säbel des Nazis aufeinanderschlugen. Doch war der Mutant eindeutig im Vorteil, denn seine Wunden heilten wieder genauso schnell, wie sie zuvor verursacht worden waren.

    „Gut. Dann werde ich Dir eben den Kopf abschlagen!“, keuchte der Führer der Nazis, dem allmählich seine schlechte Kondition sowie eine böse Schnittwunde am rechten Arm zu schaffen machte.
    Mit einem: „Versuch es doch, Nazi-Arschloch!“, provozierte Logan seinen Gegner nur allzu gekonnt.
    Barbarossa Hitler, der sich schon kurz darauf blind auf ihn zu stürzen versuchte, indem er dabei wild den Säbel über den eigenen Kopf schwang und dann in Richtung des Halses von Logan schlug. Aber dieser wich dem Hieb mit Leichtigkeit gekonnt aus, wobei er sich blitzschnell abduckte, wodurch Barbarossa ungebremst gegen eine Metallverstrebung des Krans prahlte. In Sekundenbruchteilen war Wolverine bei ihm, und stieß mit den Krallen seiner linken Hand zu, wobei er den rechten Arm seines Widersachers festnagelte.
    Barbarossa schrie sofort vor Schmerz auf, und tönte dann: „Auch, wenn ich jetzt gleich durch dich Missgeburt den Tod finden sollte, werde ich schon bald wieder zurückkehren, sobald ich mir einen neuen passenden Geist und Körper für mein Bewusstsein gesucht habe…“
    „Das nennt man Größenwahn, worunter du leidest!“, unterbrach Logan, der den Versuch seines Feindes sich mit Hilfe des Dolches am Gürtel doch noch einmal zu befreien zunichte machte, indem er ihm mit einer schnellen Bewegung den linken Unterarm von Barbarossa abschlug.

    Der Anführer der Nazis schrie ein weiteres Mal voller Qualen auf. Doch er bekam jetzt genau dies zu spüren, was er einst noch selber vor einiger Zeit selbst auf Thule und auch auf Heraclia in seiner ursprünglichen Gestalt als Darius vielen anderen Menschen angetan hatte.

    Dem Mutanten gefiel das überhebliche Grinsen seines Widersachers gar nicht, den er bereits losgelassen hatte. Doch abermals, versuchte jener den zuvor zu Boden gefallenen Säbel wieder zu ergreifen. Nach einigen missglückten Versuchen gelang es tatsächlich, und Barbarossa Hitler stürmte wieder erneut in großer Verzweiflung auf Logan zu.
    Doch der sprang seinerseits abermals gekonnt zur Seite, holte dabei, während er sich komplett in der Luft befand, mit seinem linken Arm aus und traf punktgenau.
    Sofort ließ Hitler den Säbel aus der rechten Hand fallen, um sich mit einem panischen und angstvollen Gesichtsausdruck an den Hals zu greifen. Denn dort hatten sich sehr schnell drei rote Linien abgezeichnet. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck trat der Wolverine dem Führer der Nazis noch verächtlich in den Rücken, der ihn kurz darauf in die Tiefe, hinab in die lodernden Flammen stürzen ließ, währenddessen sich der Kopf endgültig vom Rumpf löste.


    Eine Woche später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erde

    Der Krieg gegen die Nazis war seit Tagen endlich zu Ende. Doch nicht nur auf der Erde, sondern auch auf Thule, wo die Phoenix unter General Cameron Mitchell der Bevölkerung bei ihren Aufstand gegen ihre grausamen Besatzer aktiv und vor allem erfolgreich geholfen sowie beigestanden hatte. Dabei kam ihnen aber natürlich auch der unerwartete Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Barbara und Barbarossa Hitler letzten Endes zugute.

    Dabei spielten hingegen auf der Erde natürlich Jean Grey und noch einige weitere Mutanten eine große Rolle, da sie mithalfen Nazis aufzuspüren, die nach ihrer Niederlage schnell versucht hatten, sich auf der Erde, zu verstecken. Dabei wurden auch viele weitere Anhänger der Nazis und andere weitere gefährliche Sympathisanten von ihnen und anderen Ideologien gefunden, die ebenfalls vorsichtshalber verhaftet wurden.

    Nach Verhandlungen, an einigen waren auch die Orici Adria und Barbara Hitler beteiligt, wurde beschlossen alle Nazis auf einen abgelegenen Planeten ohne Sternentor zu verbannen. Doch noch etwas trat zu Tage, nämlich dass sich Adria von den Bewohnern auf den Planeten Thule als ihre Gläubigen abgewandt hatte. Weswegen man daher entschieden hatte, die noch lebenden Nazis, die noch auf Thule den großen Aufstand und Krieg überstanden hatten, unverzüglich auf einen fernen und abgelegenen Planeten ohne Stargate innerhalb der Sagittarius-Galaxie zu bringen, wie man es beschlossen hatte.
    Von diesem Standort allerdings, hatte auch später auch die Vampirin Liana erfahren, die diese Informationen später an ihr Volk weitergeben würde.

    Die bekanntgewordene Existenz der Vampire, die einst überwiegend Antiker gewesen und durch Experimente zudem geworden waren, was sie heute sind, bereitete natürlich sehr vielen Menschen in den wichtigsten Gremien auf der Erde eine sehr große Sorge. Aber man ließ dieses Wissen nach wie vor unter Verschluss. Aber man hatte keine andere Wahl, als der Vampirdelegation um Liana die Rückkehr zu ihren Volk zu ermöglichen, nachdem man sich mit jener in einer gesonderten Sitzung zu festen Vertragsthemen getroffen hatte. Danach plante man die Rückreise der Vampire zu ihrer Heimatwelt.

    Europa
    Deutschland, Hamburg

    Das Haus von unserer Familie war mittlerweile beinahe fertig renoviert worden.

    „Passiert leider ganz schön oft, dass wir hier immer wieder in diesem Haus etwas neu Malern, Tapezieren, neue Fliesen und Teppiche verlegen sowie auch Möbel kaufen und aufbauen müssen“, stellte ich fest.
    „Ja, aber das halbe Haus renovieren zu müssen, habe ich mir auch nicht träumen lassen“, seufzte Jeanne, die spürbar sehr froh darüber war, dass die Familie endlich wieder vereint war, „und gut, dass Du endlich daheim bleibst und nicht mit zur Destiny fliegst, genauso wie es versprochen war!“

    „Hier ist die noch benötigte weiße Farbe und Pinsel“, erklärte Laura fröhlich, während Logan einige Kartons mit den Fliesen in die Küche trug.


  2. #122
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    Danke, an alle Leser und die Betätiger des Buttons !

    Viel Spaß mit der heutigen Folge

    Odyssee
    Folge 5.18 - “Trinitatis”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, CIC

    „Alarm! DRADIS-Kontakt! Es ist ein einzelner Raptor! Aufprall bei 2-5-7!“, meldete der von Admiral Adama begnadigte Lieutenant Gaeta mit hastiger Stimme.
    „Die CAP soll ihn abfangen!“, ordnete Helo, der diensthabende XO, mit sofortiger Wirkung an.

    Battlestar Galactica, Brig

    Die meisten der Insassen des Raptors fanden sich schon kurz nach ihrer Ankunft an Bord der Galactica sehr schnell in einer Zelle wieder. Darunter war aber auch Ellen Tigh, da man sich sicher war, dass die Frau von Colonel Saul Tigh ein Zylon sein musste, weil dieser sie durch Gift auf Neu-Caprica im Versteck des Widerstandes gegen die Besatzung der Zylonen ermordet hatte. Grund dafür war der, da Ellen den Zylonen Informationen zugespielt hatte, aber nur um ihren Mann Saul vor weiteren Misshandlungen durch die Zylonen zu verhindern.
    Diese und andere ungewöhnlichen Umstände führten zu sehr vielen Veränderungen nicht nur auf der Galactica, sondern innerhalb der gesamten Flotte, wie die Überwachung von Saul Tigh und die viele Verhöre von Doktor Gaius Baltar, dem Kollaboration mit den Zylonen auf Neu-Caprica während seiner damaligen Präsidentschaft vorgeworfen wurde. Aber dafür hatte man endlich die Gewissheit, dass die Berichte von Leoben Conoy wahr waren, nämlich dass sich die Gemeinschaft aller bisher sieben bekannten Zylonenmodelle vor kurzem in zwei verfeindete Lager aufgespaltet hatte.


    Sagittarius-Galaxie
    RM5X-P666

    In einer anderen Galaxie hatte sich ähnliches ereignet, denn die bislang über mehrere jahrtausende feste Gemeinschaft der Vampire, die aus Antikern und normalen Menschen hervorgegangen war, hatte sich mittlerweile ebenfalls erkennbar in zwei unterschiedliche übergeordnete Hauptorden aufgespaltet. Der eine, der von Arteriais geführt wurde, wollte immer noch Rache an den Menschen der Phoenix und deren Heimatwelt nehmen, und der, der Liliana zugehörte, wollte zunächst die erwartete Rückkehr ihrer Tochter und der übrigen Delegation abwarten.

    Aber es gab noch andere Planeten mit Menschen in dieser Galaxie, auch dies war den Vampiren bewusst. Doch drohte von diesen rückständigen Zivilisationen für die Vampire keine Gefahr.

    „…egal, wir werden schon sehr bald neue Nahrungsgründe finden, und somit auch Menschen, die wir in unsere Kolonie bringen können“, erklärte Liliana, die somit hoffte auch weiterhin die Kontrolle als Königin über alle Vampire behalten zu können, obwohl es nun zwei Hauptorden mit unterschiedlichen Philosophien gab.
    Arteriais fachte dennoch das Feuer an, denn sie sagte: „Falls eure Tochter und die Delegation überhaupt jemals wieder zu uns zurückkehrt. Ich bezweifle es nach wie vor!“

    Trotz alledem würde die, wieder zu einem Raumschiff, umgestaltete langjährige Festung, schon sehr bald ins All aufbrechen. Denn alle beiden Orden waren sich zumindest darüber einig, dass man die Rasse der Vampire vor einer möglichen Vernichtung durch die Menschen von der Erde und, oder ihrer Verbündeten unbedingt bewahrt werden musste.

    Orbit von RM5X-P666

    Doch nur wenige Stunden später sowie für einen kurzen Moment tauchte im Orbit des Planeten die U.S.S. Abydos, ein Erdschlachtschiff der 306-Klasse im Orbit auf. Die von der Prinzessin Liana angeführte Delegation wurde mit einer Botschaft und Verträgen hinunter auf dem Planeten gebeamt, denn man hatte noch viel Arbeit zu erledigen.

    RM5X-P666
    Gemach von Königin Liliana

    Nach einer Besprechung mit einem ersten Bericht mit den gesammelten Eindrücken von den Menschen der Erde im Thronsaal, unterhielten sich Mutter und Tochter natürlich in aller Ruhe noch einmal unter vier Augen.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Kontrollraum < > U.S.S. Daedalus, Brücke

    Seit einigen Minuten schon tauschten sich Richard Woolsey, Steven Caldwell und John Sheppard über das weitere Vorgehen im Krieg gegen die Wraith aus.
    Es war nicht verwunderlich, dass Todd, der sich nach wie vor in seiner Zelle auf Atlantis befand, irgendetwas verschwieg. Ronon hatte sich bereits des Öfteren angeboten, dem Wraith mit seinen Methoden die Geheimnisse zu entlocken, doch Sheppard hatte jedes Mal abgelehnt.

    „Wir werden in etwa fünf Minuten unser Ziel erreicht und den Hyperraum verlassen haben, Mister Woolsey. Wie lange dauert es noch bis die benötigte Unterstützung aus der Milchstraße Atlantis endlich erreicht hat?“
    „Etwa vier Tage“, antwortete John, „es dauerte leider noch ein wenig, da sie noch ein paar unangenehme Zeitgenossen umsiedeln mussten.“
    „Vergessen Sie es nicht, es ist nur eine reine Aufklärungsmission!“
    „Ich verstehe, Mister Woolsey. Caldwell, Ende!“

    Atlantis, Zellentrakt

    Endlich war es soweit, und der Wraith war dazu bereit die bislang zurückgehaltenen Informationen mitzuteilen. Denn man wollte endlich erfahren, wie stark die Wraith in der Milchstraße waren.

    Mit einem mürrischen Gesichtsausdruck musterte John lange Minuten Todd bis er dann entspannt zusammenfasste: „Also es sind knapp 12 Basisschiffe, etwas über 50 Kreuzer, einige Versorgungsschiffe, ganz viele Transporter, so um die 100 sowie mehrere tausende von Jägern, und nicht zu vergessen die unzähligen Wraith…“
    „Ja, so ist es in der Tat. Und ihr Volk sollte sich beeilen, John Sheppard, sonst wird ihre Zahl immer weiter bedrohlich anwachsen…“, unterbrach Todd.
    Der wurde allerdings ebenfalls von dem Menschen mit: „Haben die etwa noch einige ZPM‘ in ihren Besitz, um so eine verdammte Brutstation zu betreiben?!“, unterbrochen.
    „Ist anzunehmen“, brummte der Wraith.

    Sogleich wandte sich Sheppard auf dem Absatz um, eilte mit schnellen Schritten aus dem Raum, da er diese enorm wichtigen Neuinformationen dringend weitergeben musste.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die aktuellen Neuigkeiten über die stetig anwachsende Truppenstärke der Wraith waren mehr als nur sehr beunruhigend, nicht nur für General Jack O‘Neill allein. Man war froh erst froh darüber gewesen eine gefährliche Bedrohung abgewendet zu haben, doch dass nun diese sehr gefährlichen Außerirdischen in Gestalt der Wraith schon sehr bald wieder einmal die Erde mit großer Macht heimsuchen würden, war für viele der Verantwortlichen nur eine Frage der Zeit gewesen. Doch bevor sie dies wirklich tun würden, würden sie zunächst über so manchen Planeten mit menschlichen Zivilisationen, die keine so gute planetarische Verteidigung wie die Erde hätten, herfallen.

    Doch solange wollte niemand warten, weshalb man jeweils zwei bis drei Schlachtschiffe gemeinsam entsandte, um die Flotte der Wraith sowie ihre Stützpunkte so schnell wie nur möglich aufzuspüren. Aber man achtete auch darauf, dass sich immer rund um die Uhr genügend der eigenen Schlachtschiffe im Orbit der Erde und auch des Mars befanden, damit man nicht böse von diesen gefährlichen und todbringenden Feind überrascht wurde. Auch wurde zusätzlich eigens ein Kommunikationskanal eingerichtet, um im Fall eines Angriffes die meisten Schiffe zur Verteidigung zusammenziehen zu können.

    Aber es gab auch einige gute Nachrichten, denn Myrddin war schon seit vielen Tagen dabei die laufende Vorbereitung mit zu unterstützen, um die drei Stadtschiffe Mu, Emrys und Shangri-La miteinander zu vereinen. Diese würden miteinander fusioniert einen allen anderen bislang bekannten Raumschiffen eindeutig überlegenden intergalaktischen Hyperraumantrieb, und zudem einen besseren Wurmlochantrieb als Atlantis besitzen. Insbesondere der letztgenannte Wurmlochantrieb würde sehr vonnöten sein, um so schnell wie nur möglich Vorräte, Material, Ausrüstung und Personal zur Besatzung der Destiny zu bringen.


    Mehrere Tage später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit

    Endlich war der langersehnte Tag gekommen, denn Myrddin hatte nach sorgfältiger Arbeit die notwendigen Vorbereitungen mit der Hilfe von Samantha Carter, Jennifer Hailey und Cassandra Fraiser endlich erfolgreich abgeschlossen, damit dadurch die drei mühsam geborgenen Stadtraumschiffe der Antiker Emrys, Mu und Shangri-La endlich miteinander kombiniert werden können. Somit stand natürlich auch der Vollendung der größten gemeinsamen Mission der Menschheit von der Erde und ihrer Alliierten unmittelbar bevor.

    Ein großes Aufgebot von Schlachtschiffen der Erde und ihrer Freunde beziehungsweise Verbündeten in der gesamten Milchstraße hatten sich schon vor wenigen Tagen komplett versammelt, um Mu, Emrys und Shangri-La gegen mögliche Angriffe insbesondere der Wraith zu schützen. Auf den Erdschiffen hatten sich zudem zahlreiche eingeladene Gäste sowie auch einige Kamerateams vieler Fernsehsender eingefunden. Natürlich waren auch viele Teammitglieder des Atlantis-Teams eingeladen worden.

    Gemeinsam mit Morgan La Fay würde Myrddin in Kürze diesen sehr schwierigen Vorgang der Verschmelzung der drei Antikerstadtraumschiffe koordinieren.

    „Leiten zunächst behutsam und vor allem langsam als Erstes die Anflugsequenz von Shangri-La auf Emrys ein!“, ordnete und kündigte der Antiker an, der sich auf Emrys im Kontrollraum befand, während sich die Antikerin in dem von Shangri-La aufhielt, um den Vorgang zu überwachen und notfalls eingreifen zu können.

    Man konnte schon kurz darauf in den nächsten Minuten bereits ganz genau beobachten, dass Mu die untere Basis, Shangri-La den Mittelteil und Emrys den oberen Abschluss bilden würde, weil nämlich die drei Antikerstadtraumschiffe in einer bestimmten Position zueinander gegangen waren. Die einzelnen bestehenden Lücken, Aussparungen und Nischen der jeweiligen drei Städte würden allerdings nur in einer einzigen Kombination ineinanderpassen, die dann gemeinsam eine neue machtvolle Stadt und ein neues noch leistungsfähigeres Raumschiff bilden würden.

    „Reduziere jetzt nochmals ein wenig die Geschwindigkeit! Tätige noch eine weitere leichte Drehung gemeinsam in Richtung der Drehrichtung der Erde, und verringere zusätzlich die Schubkraft!“, hörte man die Stimme von Morgan La Fay über Funk sagen, die sich im Kontrollraum auf Shangri-La befand, welches enorm wichtig für die Energieversorgung des intergalaktischen Antriebs der neu entstehenden Stadt, Trinitatis, sein würde. Darum war es auch von sehr großer Wichtigkeit gewesen, Shangri-La unversehrt aus den Händen der Nazis auf Thule zu entreißen.

    Zu allererst schob sich Shangri-La bereits langsam immer weiter unter Emrys. Kurz darauf fügten sich diese beiden gewaltigen Komplexe, Meter für Meter, zu einem einzigen großen Komplex zusammen. In beiden gab es allerdings immer noch viele große aber auch einige kleinere Lücken, wovon sich eine sehr große mitten im Zentrum befand. Dort würde sich schon sehr bald der zentrale Turm von Mu, neben denen von Shangri-La und Emrys befinden.

    Um wichtige Zeit zu sparen und die enormen Risiken eines Fehlers durch eine manuelle Bedienung auszuschließen, hatten General Samantha Carter und Myrddin mit der Unterstützung von Morgan La Fay, Major Jennifer Hailey sowie Lieutenant Cassandra Fraiser gemeinsam ein Programm geschrieben, welches eine Autopilotfunktion für dieses feine Flugmanöver beinhaltete, welche die drei einzelnen Städte zu einer einzigen Stadt zusammenfügen sollten.

    Nach einer Stunde war endlich der erste Teil geschafft: Emrys und Shangri-La waren miteinander vereint. Doch der zweite Teil, jetzt auch noch das große Segment in Gestalt von Mu hinzuzufügen, war mindestens genauso kompliziert. Oder wäre es zumindest gewesen, wenn jemand diese riskanten Manöver in den Kontrollstühlen hätten ausführen müssen.

    Alle Beteiligten und Zuschauer, auch diejenigen, die dieses Schauspiel über die Medien auf der gesamten Welt mitverfolgten, hielten ein weiteres Mal angespannt die Luft an, denn nun schob sich auch Mu langsam unter den bereits zusammengefügten Teil, bestehend aus Emrys und Shangri-La.

    Abermals folgte der extrem langsame Vorgang des endgültigen Zusammenfügens ein weiteres Mal. Die zentrale Turmspitze von Mu glitt langsam durch die dafür bestimmte noch freie Lücke im Zentrum. Mus Turmspitze schob sich langsam an der von Emrys und Shangri-La vorbei, bis sie die beiden anderen zum Schluss überragte. Der zentrale Turm von Shangri-La, war dabei der niedrigste von den drei Türmen in der Mitte der neuen Stadt.

    Kurz darauf, nachdem die drei Städte dann endlich vollständig miteinander verbunden und vereint worden waren, leuchtete zunächst nur die überwiegend kristalline Struktur von Shangri-La extrem hell in sehr vielen Farben auf. Dieses enorme lichtintensive und farbenprächtige Schauspiel signalisierte allen: Die Verbindung war jetzt vollendet. Kurz darauf veränderten sich dann auch die beiden anderen Segmente der Stadt. Der helle Glanz und das Licht der verschiedenen Farben, die von Shangri-La ausgingen, schienen nun auch auf Emrys und Mu ebenfalls überzugehen.

    Es würde dennoch einige Tage, wenn nicht sogar eine ganze Woche dauern bis alle Missionsteilnehmer ihre Quartiere endlich bezogen hätten sowie alles an den benötigten Vorräten verstaut worden wäre. Das traf allerdings nicht nur allein für die neu entstandene Stadt, die den Namen Trinitatis trug zu, sondern auch auf die fünf neuen Schlachtschiffe der BC-304er Klasse zu, die den Beginn der anstehenden Mission zum Teil bis zum Erreichen von Atlantis zusätzlich absichern und unterstützen sollten.


    Eine Woche später
    Milchstraße
    Sol-System
    Erdorbit
    Trinitatis, Kontrollraum

    „Ich kann es Ihnen also nicht ausreden, Daniel?“
    „Nein, Jack. Du weißt ganz genau, dass zumindest einer von uns mit auf diese Mission gehen sollte. Du kannst nicht, weil eben das Homeworld Command und die Erde dein Fachwissen brauch. Teal‘c hat vor nun auch endlich ganz offiziell die Anführerin der Hak‘tyl, Ishtar, zu heiraten. Sam und Cam haben hier ihre eigenen wichtigen Aufgaben… also bleibe nur ich…“
    „…und ich.“
    „Was machen Sie denn hier, Rodney?“
    „Diese Mission begleiten und die Wissenschaftler auf der Trinitatis anführen natürlich“, antwortete der Kanadier selbstbewusst.
    „Was ist mit Atlantis?“
    „Nun ja, Daniel. Ich habe meinen Assistenten Radek viele Jahre lang sehr sorgsam eingearbeitet - wird schon schiefgehen. Außerdem könnte auch meine Schwester den Job aushilfsweise dort in der Pegasus übernehmen, natürlich nur bis zu meiner glorreichen Rückkehr.“

    Beide Wissenschaftler waren allerdings enttäuscht darüber, weil keiner von ihnen gefragt worden war, ob einer von ihnen diese Mission leiten sollte. Denn die Wahl des IOA und anderer wichtiger und einflussreicher Institutionen hatte sich für eine andere qualifizierte Persönlichkeit entschieden.

    „Alles endlich startklar für die anstehende Mission zur Destiny?“
    „Jawohl, General O‘Neill“, antwortete Doktor Hank McCoy, der nicht nur als Mutant allein über die notwendige Erfahrung verfügte eine wichtige Mission zu leiten, sondern auch extrem viel spezielles Wissen hatte, auch was komplexe und fortschrittliche Technologien anging.

    Nach einer kurzen Ansprache an alle Missionsteilnehmer ließ sich Jack O‘Neill zurück auf die George Hammond, zu Samantha Carter, beamen.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Sam, Teal‘c, Hank und Jack standen vor dem Fenster, um so nah wie nur möglich mitzuerleben wie sich das Hyperraumfenster öffnete, in welchem Trinitatis verschwand.

    „Gute Reise, Leute!“, seufzte General Samantha Carter leise, die selber gerne diese Mission begleitet und vielleicht auch gar angeführt hätte, doch musste sie sich als Befehlshaberin der Erdflotte in der Milchstraße nun um die Gefahr kümmern, die die Wraith in dieser Galaxie immer noch darstellten.
    Teal‘c nickte: „In der Tat!“
    „Na schön. Ich werde dann mal meinen Ruhestand genießen“, entschied Landry.

    Erde
    Europa, Deutschland
    Hamburg

    Im frisch renovierten Wohnzimmer, hatten wir das Spektakel im Erdorbit live im Fernsehen verfolgen können.

    „So. Weg sind sie“, erklärte meine Frau Jeanne erleichtert, die zudem froh darüber war, dass ich mein Versprechen auch gehalten hatte.

    Doch gab es noch ein Problem, welches nicht zu vergessen war, denn in ihr und in einer ihrer und meiner besten Freundinnen steckten nach wie vor Goa‘uld-Symbionten.
    „Was ist los, Jonathan?“, fragte Jasmin, die etwas bemerkt hatte.
    „Wie soll ich am besten beginnen“, murmelte ich verlegen, „es sind immer noch Bastet und Nike in euch drinnen. Und zwar für die nächsten rund fünf Jahrzehnte.“

    „Keine Sorge, Jonathan“, begann Nike, „sollten es unsere Wirtinnen wünschen, werden wir sie dann verlassen, auch wenn es dann unseren sicheren Tod bedeuten sollte. Ich hoffe, ich habe auch für dich gesprochen, Bastet.“
    „Ja. Wir würden uns natürlich opfern, wenn dies so sein müsste, um Jasmin und Jeanne nicht weiter zur Last zu fallen. Doch habe ich trotzdem die kleine Hoffnung, dass wir länger bleiben dürfen.“
    „Nun gut. Bis dahin versuchen wir alle unser Bestes, um mit meiner Frau Jeanne ihren Symbionten Nike sowie Jasmin und dir, Bastet wieder eine Familie zu sein.”


    Hyperraum
    Trinitatis, Kontrollraum

    Natürlich hatten Rodney und Daniel schon so einiges miterlebt, seitdem die beiden beim Stargate-Programm mitwirken, doch schon allein der Eintritt von der neuen und Stadt Trinitatis, die sich aus den drei einzelnen Stadtraumschiffen der Antiker Emrys, Mu und Shangri-La zusammensetzte, in den Hyperraum war atemberaubend gewesen. Denn es war nicht der bekannte Flug im Hyperraum, den man bislang schon kennengelernt hatte, sondern war dieses Mal ganz anders, weil sie die Sterne, Planeten und andere kosmische Strukturen nur als bunte Linien vorbei huschen sahen.

    Beide Männer hielten sich überwiegend im Kontrollraum auf oder traten in der nächsten Minute auch schon wieder hinaus auf einen der Balkone, um dort die ersten Flugstunden zu genießen.

    Aber auch Doktor Hank “Beast” McCoy, der Leiter dieser Mission wechselte immer wieder aufs Neue seine Position. Er sah sich die geplante Route an, die sie nehmen würden und in den nächsten Monaten zur Destiny bringen sollte. Die erste andere Galaxie, die auf ihrem Weg lag, war unter anderem die Pegasus-Galaxie, denn dort wollte man Atlantis unbedingt einen Besuch abstatten.

    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Schon kurz nachdem Trinitatis im Hyperraum verschwunden war, waren General Jack O‘Neill und seine Adjutantin, Lauren Perry, in sein eigenes Kommando in den Cheyenne Mountain Complex zurückgekehrt.

    „Sir. Die Weltraumüberwachung meldet, dass sie den Kontakt zur Trinitatis in den nächsten vier Stunden verloren haben wird.“
    „Danke, Lieutenant“, erwiderte O‘Neill, der auf den Monitor schaute, auf dem er das Signal von Trinitatis mitverfolgen und den geplanten Weg zur Destiny sehen konnte.

    Denn man hatte für die Trinitatis-Destiny-Mission extra einen Platz im Kontrollraum der Basis eingerichtet, und zwar mit allen was so dazu gehört.


  3. #123
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard

    Vielen Dank an alle Leser und die Buttondrücker !
    Habe gestern wegen dem kurzen Wechsel zwischen zwei Schichten keine ruhige Zeit gefunden, doch jetzt ist es soweit , und wir starten heute mal mit einem Dreiteiler .
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 5.19 - “Der letzte Stamm, Teil 1”


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Alle führenden Anwesenden der Atlantis-Expedition im Raum waren verständlicherweise noch immer sichtlich angespannt, und dass obwohl der bevorstehende und wohl auch entscheidende Feldzug gegen die noch lebenden Wraith innerhalb der Pegasus-Galaxie in nur wenigen Tagen endlich beginnen würde. Doch bis es wirklich soweit war, musste man noch die Ankunft der wichtigen und vor allem dafür benötigten Verstärkung aus der Milchstraße abwarten.

    Zur Überraschung vieler in der Stadt war auch Myrddin schon einige Stunden zuvor durch das Sternentor, mit einer großen Einheit von Marines und weiteren Personal durch das Sternentor eingetroffen.
    Der alte Antiker hatte eine gewisse Sehnsucht nach Atlantis gehabt, weswegen er sich dazu entschlossen hatte, dem Team von Sheppard bei der Suche nach den wenigen der letzten versteckten ZPM‘ in der Pegasus-Galaxie behilflich zu sein.

    „Insgesamt haben wir dann mit einschließlich von Atlantis 14 Schiffe zur Verfügung. Doch wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auch auf sehr viele Menschen treffen könnten, die wir vorübergehend vielleicht unter gewissen Umständen hierher evakuieren müssen“, erklärte Major General Steven Caldwell, „doch sollten wir mindestens, rund um die Uhr, zwei unserer eigenen Schlachtschiffe im Orbit von Atlantis, also hier lassen. Ich hoffe daher, dass wir auch eine Tarnvorrichtung für einige Schiffe unserer Flotte bekommen könnten, worüber zum Beispiel die Odyssey bereits verfügt, Meister Myrddin.“
    „Dies ist ein sehr schwieriger Vorgang. Aber es sollte mir dennoch möglich sein zwei bis drei eurer Schlachtschiffe bis zu dem Beginn des finalen Feldzuges gegen die Wraith entsprechend zu modifizieren. Ich werde mich daher sofort nach dem Abschluss dieser Ratssitzung an die Arbeit machen.“

    Nachdem der alte Antiker dies gesagt hatte, war Brigadier General John Sheppard an der Reihe den anwesenden Kommandanten der Schlachtschiffe an einer Karte der Galaxie zu zeigen, wo sich momentan die einzelnen Flotten und entstandenen Allianzen der Wraith aufhielten. Auch kam er auf die Anzahl von möglichen Routen zu sprechen, die die Wraith aller Vorrausicht nach nehmen würden.
    „…daher müssen wir schnell handeln, denn dieser Planet hier, den wir M2431 nennen, besitzt ein Stargate in einem sehr schwer zugänglichen Gelände, weshalb eine nötige Evakuierung der dortigen Bevölkerung, die sehr groß ist, zehntausende von Menschen, leider sehr lange dauern würde…“
    „Dies wird also unser erstes Ziel sein! Wir können diese Menschen nicht der Gefahr durch die Wraith überlassen!“, schlussfolgerte der chinesische Colonel Yin, der die Sun Tzu kommandierte.
    Wortlos nickte Mister Woolsey sofort, der kurz darauf die Sitzung auch schon für beendet erklärte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    USA, Homeworld Command

    Vor wenigen Augenblicken erst hatte General Jack O‘Neill über seine Adjutantin Captain Lauren Perry eine dringende Videokonferenz einberufen. Die Ursache dafür waren die jüngsten Bewegungen der Wraith-Flotte, die sich in der Milchstraße aufhielt. Diese hatte man über verschiedene Quellen zum Glück entdecken, verfolgen und analysieren können. Nach einer unverzüglichen Rücksprache mit Atlantis, war man sich sehr schnell der Bedrohungslage sicher, nämlich dass die Wraith sich bereits intensiv darauf vorbereiteten, erneut die Erde anzugreifen.

    „…sie schlagen also vor, anhand des erstellten Bewegungsmusters der Wraith, deren Flotte anzugreifen, bevor sie die Erde erreichen?“, fragte der in wenigen Monaten scheidende UN-Generalsekretär noch einmal nach.
    Jack nickte sofort bestätigend, und erklärte: „Exakt. Denn sollten sich die Wraith erst einmal in Reichweite der Erde befinden, hätten wir trotz unserer derzeitigen Flottenstärke, dennoch erhebliche Probleme, uns gegen diesen schrecklichen und zähen Feind mit den benötigten Erfolg zu wehren. Wir haben auf der Erde in der jüngsten Zeit, vergangenen nur ein paar Jahren, leider zu schwere Verluste erlitten…“
    Der IOA-Vorsitzende unterbrach, und sagte: „Sie haben die meiste Erfahrung, General O‘Neill. Daher bin ich dafür, dass sie freie Hand bekommen, um unseren gebeutelten Planeten und unsere Bevölkerung vor den Wraith zu bewahren. Auch ihr eingebrachter Antrag die Wraith aus der Milchstraße endgültig zu vertreiben, wurde von uns mit einer klaren Mehrheit bereits in einer Abstimmung gebilligt!“
    „In Ordnung. Dann leite ich umgehend die entsprechenden Schritte ein, verehrte Exzellenzen“, nickte Jack O‘Neill, der im Anschluss umgehend Kontakt mit Samantha Carter aufnahm.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    Trinitatis, Kontrollraum

    Seit seiner Ankunft befand sich nicht nur der blauhaarige und -häutige Mutant Doktor Hank McCoy immer wieder auf einen gründlichen und nötigen Erkundungsrundgang. Denn durch die Verschmelzung der drei Antikerstadtraumschiffe Emrys, Mu und Shangri-La, gab es sehr viel zu wissen und natürlich auch zu lernen sowie auch irgendwann genauer zu erforschen.
    Vor kurzem erst, hatte man drei der fünf Schlachtschiffe der BC-304er-Klasse an Atlantis übergeben. Somit blieben nur die Hector und die Paris mit ihren Geschwadern an Bord zur militärischen Unterstützung bei dem neu entstandenen Stadtraumschiff. Es war nur ein kurzer Aufenthalt von einer knappen Stunde im Orbit von Atlantis gewesen, dann war auch schon die Trinitatis wieder in den Hyperraum zurückgekehrt, um ihre Reise zur Destiny fortzusetzen.

    Mittlerweile hielt sich McCoy aber größtenteils im Kontrollraum auf. Von einigen der vielen Techniker, die bereits mit der Technologie der Antiker sehr vertraut waren, ließ er sich einige der wichtigsten Funktionen auf den Konsolen erklären. Hank war dabei meist in Begleitung von Daniel und Rodney unterwegs, während Jennifer sich als Chefärztin von Trinitatis auf der Krankenstation ein wenig neu orientieren musste. Doch dies war für Doktor Keller nicht gerade schwierig, weil sie es gelernt hatte, sich seit ihrer Zugehörigkeit auf Atlantis, sehr schnell auf neue Situationen einzustellen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    USA, Homeworld Command

    Endlich hatte Jack O‘Neill mal vorübergehend etwas Zeit für andere wichtige Dinge, wie zum Beispiel sich ein wenig mit den mitgebrachten Konstruktionsplänen der Schiffe und, wenn natürlich auch nur ansatzweise den übrigen Technologien von den Überlebenden der 12 Kolonien von Kobol zu befassen. Der Leiter der Einrichtung des Homeworld Command war natürlich am meisten fasziniert von den großen Schlachtschiffen, den Viper der Klassen Mark II sowie Mark VII und ebenso von den guten Raumanzügen der Piloten. Doch machten General Jack O‘Neill die beigefügten Berichte mit den Krieg der Zylonen gegen die dortigen Menschen die meisten Sorgen, weswegen er beschloss umgehend die Concordia, zur weiteren Unterstützung des Expeditionsteams von Miss Shen, in die Andromeda-Galaxie zu entsenden.

    Hätte er seine aufmerksame Adjutantin Captain Lauren Perry nicht, hätte er beinahe das nächste anstehende Meeting mit Brigadier General Samantha Carter und den anderen Schiffskommandanten verpasst.

    „Die Videokonferenz steht jetzt, Sir.“
    „Danke, Captain Perry. Dann können wir ja anfangen“, begann Jack, der dann all den Schiffskommandanten genau erklärte, was im Bezug auf den Krieg gegen die Wraith in der Milchstraße zu tun sei.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum

    Ein Teil der wichtigsten Piloten der Viper und Raptor des Kampfsternes, hatten sich für einen wichtigen weiteren Einsatz versammelt, und ihr CAG, Captain Louanne „Kat“ Katraine, gab bekannt, dass es durch den kürzlichen Zusammenschluss mit der Flotte um die Battlestar Nyx einige Veränderungen geben würde, die insbesondere für die Crew der Galactica von Vorteil sein würde. Denn man wollte die bestehenden Geschwader und ihre dazugehörigen Piloten, aber natürlich auch die Zivilisten besser aufteilen.

    Battlestar Galactica, Backbordhangardeck

    „Wir benötigen unbedingt wieder das gesamte Steuerbordflugdeck und einen Teil des dazugehörigen Hangardecks, Chief! Wir werden uns mit einigen Geschwadern, Viper und Raptor von der Nyx-Flotte verstärken! Das bedeutet, dass sämtliche zivile Flüchtlinge, die sich dort momentan noch aufhalten, müssen demnächst auf andere Bereiche der Galactica ausweichen oder auf andere Schiffe innerhalb der Flotte verteilt werden!“
    „Sie wollen also, dass ich mich darum kümmere, Admiral.“
    „Genauso ist es. Die anderen Kampfsterne, die zu uns gestoßen sind, haben zum Teil mehr Viper, Raptor und Personal an Bord als sie aufnehmen können.“
    „Ich werde mich darum kümmern, Sir.“

    Colonial One, Büro der Präsidentin

    „Ja, wir suchen immer noch in erster Linie nach der legendären 13. Kolonie. Deren Heimat, die als Erde in den alten Schriften der Phytia beschrieben wird“, bestätigte Laura Roslin, nachdem sie ihren versammelten politischen Kollegen von der Nyx-Flotte berichtet hatte, was sie in den vergangenen rund zwei Jahren durchlebt hatten.

    Zylonisches Territorium
    Heimatkolonie der Zylonen

    Um den Standort und vor allem die Sicherheit der Hauptbasis nicht zu gefährden, war dieser erneut verlegt worden.

    Die Fraktion der Zylonen, die aus den Einsern, Vierern und Fünfern bestand, erhoffte sich dadurch einen enormen Vorteil gegenüber der anderen Zylonenfraktion, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie den Letzten Fünf zu haben. Zeitgleich dazu liefen mehrere wichtige Operationen, nämlich das Aufspüren der Flotte der Galactica, die Suche nach der Erde sowie die Mission zur Destiny.

    „Ich habe endlich alle Einstellungen an all unseren Zenturios und Jägern beendet“, meldete einer der Simons, der einen ziemlich verdreckten Kittel trug, der schon nicht mehr blütenweiß war, sondern überwiegend die Spuren von Blut und Schmiermitteln aufwies.
    „Dann können wir ja hoffentlich mal wieder Erfolge verbuchen“, stellte daraufhin ein Einser erleichtert fest.
    Worauf ein Doral meinte: „Wir sollten auch den Standort des Auferstehungszentrums korrigieren, damit die Rebellen…“
    „… die fehlgeleiteten Brüder und Schwestern…“, unterbrach sofort ein anderer weiterer Einser den eifrigen Fünfer korrigierend.
    „…gut, dann eben so. Sie sollen ja nicht den Feind, damit die Menschen informieren können, welche uns dann schweren Schaden zufügen könnten.“
    „So ist es, deshalb ist es ein sehr guter Ratschlag, den es umgehend zu beherzigen gilt“, stimmte ein Vierer direkt diesem Vorschlag zu.

    „Tut mir leid, dass ich jetzt erst komme, doch ist etwas vorgefallen, was uns allen nicht gefallen wird“, sagte ein Cavil, der soeben den Raum betreten hatte.

    Als jener Einser mit seinem schockierenden Bericht fertig war, wurden insbesondere alle anderen Anwesenden seines Modells mit einem Schlag sichtlich blasser. Denn der Bruder Cavil, der einst bei den Widerstandskämpfern bei Samuel T. Anders auf Caprica gewesen war, dann nach seiner Ankunft auf der Galactica enttarnt und mit ihm, Cavil, der sich zu diesen Zeitpunkt ebenfalls an Bord der Battlestar Galactica befunden hatte, gemeinsam aus einer Luftschleuse geworfen worden war. Doch sofort nach dem Herunterlanden, wurde der zur Einsichtgekommene Einser von seinen Brüdern in die Box gesteckt. Und genau dieser, war nun spurlos verschwunden. Es wäre nicht weiter schlimm gewesen, doch kannten alle Einser einige Wahrheiten, die sie den anderen Modellen nach wie vor vorenthielten.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    Pegasus-Flotte
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Im Hyperraum befanden sich die meisten Schlachtschiffe der Erde von der Flotte, welche in der Pegasus-Galaxie stationiert und die von Major General Steven Caldwell, den Kommandanten der Daedalus angeführt wurde.

    Schließlich meldete sich Major Marks mit: „Die Apollo und die Korolev II befinden sich im getarnten Modus bereits im Orbit von M2431, dazu bereit gemeinsam mit einem großen Geschwader unserer Puddle Jumper zunächst die Überlichttriebwerke der gesamten Wraith-Flotte lahmzulegen. Wir selbst erreichen in exakt zwei Minuten die Zielkoordinaten, Sir.“, zu Wort.
    „Gut. Alles auf Gefechtsstation!“, forderte daher Caldwell vorsichtshalber, der somit das sofortige Hochfahren der Schilde und das Freischalten aller Waffensysteme vorbereiten ließ.

    Sonnensystem von M2431

    Die Flotte der Wraith, die aus 14 Basisschiffen, 42 Kreuzern, 2 Versorgungsschiffen sowie den dazugehörigen Jägergeschwadern bestand, war bereits aus dem Hyperraum gefallen und bewegte sich mittlerweile zielstrebig auf den Planeten zu.

    Mit dem Auftauchen der acht anderen Erdschlachtschiffe aus dem Hyperraum, griffen die Apollo, die Korolev II sowie die zuvor abgesetzten und getarnten Puddle Jumper die Schiffe der Wraith aus dem Hinterhalt an. Es gelang ihnen erstaunlicherweise in kurzer Zeit die Hyperraumantriebe der meisten Feindschiffe auszuschalten. Denn es entkamen ein paar Basisschiffe sowie eine handvoll Kreuzer trotz der sorgfältigen Planung in den für sie rettenden Hyperraum. Doch die anderen feindlichen Schiffe wurden vollständig in einer vierstündigen sehr heftigen Weltraumschlacht am Ende erfolgreich zerstört. Somit waren all die Menschen des Planeten M2431 vorerst in Sicherheit.

    Nachdem die Basisschiffe, Kreuzer und Versorgungsschiffe der Wraith vernichtet worden waren, machten überwiegend die F-302er und Puddle Jumper der Menschen sofort Jagd auf die noch übrigen wendigen Wraith-Jäger sowie Shuttles, die für die Waffensysteme der Schlachtkreuzer der Menschen zu schnell waren und zu entkommen versuchten. Aber dennoch griffen auch die Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte unter dem Kommando von General Caldwell in den Kampf ein.

    Der Kampf war nach einigen weiteren Stunden dann endlich wirklich vorbei, nachdem auch der letzte Wraith-Dart abgeschossen worden war.
    Viele große Trümmerfelder umkreisten von nun an M2431 und seinen beiden großen Monde.

    Um die Menschen auf dem Planeten trotzdem nicht ganz ohne Schutz zu lassen, blieb die Apollo zunächst zurück, um die weitere Entwicklung in diesem System zu beobachten. Doch die übrige Flotte zog aufgeteilt in zwei Flotten weiter, denn als nächste Ziele hatte man sich zwei kleinere der feindlichen Flotten ausgesucht.


    Milchstraße
    Wraith-Territorium
    Sonnensystem von P23R555
    Wraith-Flotte
    Flaggschiff, Quartier der Königin

    Die Flotte der Wraith begann sich auf Anordnung der Übermutter zu sammeln. Die oberste Königin der Wraith schaute mit einem grimmigen Blick aus dem Fenster ihres privaten Quartiers. Sie hatte sich instinktiv dafür entschieden, sich und die Flotten der ihr unterstehenden anderen Königinnen nicht in einem System um sich zu versammeln, wo einer ihrer wichtigen Stützpunkte lag.
    Sie zischte zufrieden vor sich hin, denn der Vorrat an Menschen war auf allen Schiffen in einer sehr großen Menge bereits vorhanden. Somit war man endlich bereit, das wirkliche Ziel, nämlich die Erde mit ihren vielen Milliarden Bewohnern ins Visier zu nehmen. Deswegen waren die Wraith ja eigentlich in der Milchstraße eingefallen, wegen neuer saftiger Weidegründe, besonders eben wegen der Erde. Die Übermutter freute sich in Gedanken schon auf dieses üppige, fürstliche Mahl, was sie alle erwartete.

    „Meine Königin. Die gesamte Flotte aller Königinnen steht nun bereit, und wir erwarten ebenso die Fertigstellung von weiteren fünf Basisschiffen sowie 15 Kreuzern in den nächsten Tagen“, meldete ihr loyaler Erster Offizier.
    „Sehr gut. Wir brechen dennoch schon auf! Die anderen Schiffe sollen uns folgen, sobald sie fertig gestellt worden sind! Denn die Erde wartet schon sehr lange auf uns, und nun ist es endlich soweit“, säuselte die Wraith, die sich kurz zu ihm umgedreht hatte, bevor sie dann erneut aus dem Fenster blickte.
    Der Offizier verneigte sich kurz in Richtung seiner Gebieterin, dann verließ er eilig deren Quartier und begab sich auf die Kommandobrücke des Flaggschiffes, um die neuen Befehle an alle weiterzuleiten.

    P9J245

    Der Planet lag am äußersten Rand der Milchstraße, nämlich genauer gesagt im Orionarm. Ganz in der Nähe der Atmosphäre öffnete sich ein Hyperraumfenster. Dann, ohne jegliche Vorwarnung begann sofort der zielgenaue Beschuss von der U.K.S. Victoria auf die Basis der Wraith, die eine Zuchtanlage für Drohnen war und sich auf der Planetenoberfläche befand.
    Die Wraith am Boden hatten gegenüber diesem vollkommenen Überraschungsangriff keinerlei Abwehrmöglichkeit. Sie konnten nicht einmal mehr irgendwelche Nachrichten über den Subraum an die anderen Wraith senden. Die abgefeuerten Atomraketen schlugen sowohl in der Zuchtanlage selbst als auch in den noch im Bau befindlichen Kreuzern ein.

    Diese gut vorbereiteten Attacken erfolgten noch auf zwei weiteren Stützpunkten der Wraith. Jedoch wären jene nicht ohne die gelieferten Informationen von Todd möglich gewesen, dies wussten alle um den Stab von General O‘Neill als auch die politischen Verantwortlichen auf der Erde.


  4. #124
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an euch Leser und die Drücker, die dadurch Danke sagten

    Bevor es das Finale der 5. Staffel gibt, gibt es zunächst die Info, dass es den Start von Staffel 6 in 4 Wochen am 07. August 2022 geben wird. An jenen Tag wird es dann weitere Infos geben.
    Doch bis es soweit ist, viel Vergnügen beim Lesen des Finales der Staffel 5

    Odyssee
    Folge 5.20 - “Der letzte Stamm, Teil 2”


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Mit einem zufriedenen und auch einen sehr entspannten Gesichtsausdruck hatte Doktor Carson Beckett, der nach der Abreise von Doktor Jennifer Keller als Chefärztin an Bord der Trinitatis wieder zum Chefarzt des Atlantis-Teams geworden war, hatte gerade soeben die endgültigen Resultate der gemeinsamen Forschungsarbeit präsentiert. Diese entwickelte Therapie von Keller, Beckett und Todd war enorm wichtig dafür, wenn es darum ging die Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen zu machen, allerdings ohne die Notwendigkeit sich weiterhin nähren zu müssen.

    Auch Todd erhielt natürlich Kenntnis von den endgültigen Laborresultaten. Und sofort nutzte der Wraith die günstige Gelegenheit und umgehend hatte er General John Sheppard an die jüngste gemeinsame getroffene Vereinbarung erinnert.
    „Ja, wir hatten diesen Handel, Sheppard!“, brummte der Wraith. „Als Gegenleistung erhielten Sie und Ihr Volk wichtige Informationen über die Wraith in dieser und auch in ihrer Heimatgalaxie, sowie auch einige der letzten ZPM‘ von mir. Ihnen sollte außerdem klar sein, dass ich den Standort meines Stammes oder was davon noch übriggeblieben ist, bislang nicht ohne wichtigen Grund noch geheim gehalten habe.“
    „Haben wir uns alle schon gedacht, dass Ihre Informationen etwas unvollständig sind“, entgegnete John, mit den Händen in den Hosentaschen, gelassen.

    „Doktor Beckett.“
    „Ja, Todd.“
    „Ich wäre dann auch endlich soweit, damit Sie ihre Behandlung bei mir beginnen können, Doktor Beckett. Denn meine Brüder und natürlich insbesondere die Königin werden sehen wollen, dass diese Therapie ein wirklicher Erfolg ist, und nicht ein entwickelter perfider Plan eures Volkes ist, die Rasse der Wraith für immer auszurotten.“
    „In Ordnung. Doch ohne ihre enorme Hilfe und Unterstützung hätten wir es nie geschafft“, gab der Arzt zu, der anschließend darum bat, dass Todd ihn ins Labor zu begleitete.


    Milchstraße
    Sonnensystem von Edora
    Erdflotte

    Alle 16 Schiffe des Flottenverbandes hatten General Samantha Carter, die sich pausenlos auf der Brücke der George Hammond befand, mittlerweile ihre volle Gefechtsbereitschaft bestätigt.
    Die Schilde aller Schiffe waren bereits aktiviert worden und sämtliche Waffensysteme waren bereit zum Feuern. Denn dies würde geschehen, sobald die Flotte der Wraith, die sich in der Milchstraße aufhielt und in ihr seit ihrem Eindringen vor Jahren nach wie vor Angst und Schrecken verbreitete, aus dem Hyperraum kommen würde.

    Vorsichtshalber hatte man jedoch von dem Planeten schon vor einigen Tagen die gesamte Bevölkerung Edoras evakuiert, nachdem man das bisherige Bewegungsmuster der Wraith-Flotte analysiert hatte.

    Alle Geschwader der F-302er und die Puddle Jumper waren bereits draußen. Diese hatten in der sicheren Deckung der großen Schiffe der Erde ebenfalls eine Warteposition eingenommen, dazu bestimmt und beauftragt die Wraith-Darts und -Shuttles zu vernichten, die versuchen sollten nach Edora zu gelangen. Doch zuvor sollten die Puddle Jumper im getarnten Modus die Antriebe der Hives und Kreuzer ausschalten.

    Es war eine sehr undankbare Situation für all die Pilotinnen und Piloten, die erst am Ende der unmittelbar bevorstehenden Schlacht zurück an Bord der Schlachtschiffe der Erde gehen würden. Doch sie warteten alle bereits seit einer guten Stunde auf die Ankunft des Feindes, der auf seiner Route zur Erde eben hier Halt im Planetensystem Edoras machen würde. Dem Planeten, auf dem Jack O‘Neill für lange Zeit festgesessen und Laira damals noch näher kennen sowie auch lieben gelernt hatte.

    Genau in dem Moment, wo sich einige 302er-Besatzungen sich bei ihren Stützpunkten oder bei einigen anderen Cockpit-Crews melden wollten, um ein wenig die unerträgliche Ruhe, zumindest für einige Minuten zu unterbrechen, war es dann schließlich soweit, denn der lang erwartete Feind war endlich da.

    Wraith-Flotte

    Aus einem Hyperraumfenster waren schließlich die erwarteten 13 Basisschiffe, 52 Kreuzer und 3 Versorgungsschiffe heraus gekommen, die sofort von den Schlachtschiffen der Erde mit Raketen und Energiewaffen beschossen wurden.
    Vollkommen unerwartet für alle erschienen dann noch drei Schiffe der Orici, die von ihrer Tochter Adriana angeführt wurden, um sich dem Kampf gegen die grausamen Wraith anzuschließen. Sie taten dies, indem sie der Wraith-Flotte erfolgreich in den Rücken fielen.

    Das Flaggschiff, auf dem sich die oberste Königin der Wraith befand, hielt sich in der Mitte der eigenen Flotte auf. Sie befahl daher wütend und voller Grimm sofort den Gegenangriff auf die Menschen und alle ihre Schiffe zu beginnen, was natürlich auch den sofortigen Start sämtlicher Jäger beinhaltete, ebenso die umgehende Kontaktaufnahme zu den Stützpunkten, um die sich dort noch im Aufbau befindliche Verstärkung zur eigenen militärischen Unterstützung anzufordern. Wütend fauchte die Wraith nach einigen Minuten auf, denn sie bekamen zu keiner der Stützpunkte einen Kontakt. Auch nicht ein einziger ihrer dortigen eingesetzten Commander meldete sich. Jedoch konnte sie nicht wissen, dass dort niemand mehr aus ihrem Volk am Leben war.

    Die gewaltige Feuerkraft der feindlichen Schiffe der Menschen von der Erde und denen der Orici, war ihr natürlich schon längst seit vielen Jahren sehr gut bekannt, dennoch wusste sie nur allzu gut, dass ihr eigenes Volk dem entgegen halten musste. Die Rümpfe und Struktur der Basisschiffe und Kreuzer waren deswegen während der Vorbereitungen massiv verstärkt worden.
    Zumindest mussten sie aber so lange durchhalten bis sie zurück in den sicheren Hyperraum verschwinden konnten. Doch jedes große Schiff ihrer Flotte, welches bislang einen solchen Versuch bereits unternommen hatte, war von einem unsichtbaren Angreifer schwer getroffen worden, indem die Antriebe komplett ausgeschaltet worden waren.

    Doch es nutzte alles nichts. Die Flotte der Wraith wurde Schiff für Schiff dezimiert. Ein Umstand, der die Wraith-Königin dazu brachte, den noch übriggebliebenen Rest ihrer Flotte näher in Richtung des bewohnbaren Planeten, Edora, zu steuern.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Dies erkannte schließlich auch eine sehr aufmerksame General Samantha Carter, denn sie sagte schließlich: „Die Wraith wollen wohl allen Anschein nach immer noch nach Edora. Dabei versuchen einige der Kreuzer wohl das Flaggschiff zu schützen, dass sich nach wie vor im Zentrum der feindlichen Flotte vor uns befindet. Hier ist General Carter: An alle Schiffe in der Flotte sowie an die drei Schiffe der Orici Adria: Sofort die gesamte Feuerkraft all unserer Hauptgeschütze auf das Zentrum der feindlichen Flotte, wo sich das Basisschiff der obersten Königin befindet, konzentrieren!“

    Eine Anordnung, die natürlich sehr riskant war, weil dadurch die Gefahr bestand, dass die anderen Wraithschiffe, trotz des gut geplanten Planes entkommen könnten. Dabei hatten die F-302-Geschwader und die Puddle Jumper-Geschwader schon mehr als genug, mit den feindlichen Jägern der Wraith da draußen zu tun. Die meisten Schiffe der Wraith deckten glücklicherweise das Flaggschiff ihrer obersten Königin, doch einige brachen nach einer gewissen Zeit schließlich aus dieser Formation aus. Ein Umstand, den Sam bereits vorhergesehen hatte.

    Der Blick von Carter pendelte daher von den Monitoren und dem Fenster vor sich immer wieder hin und her, denn sie wollte kein Detail außer acht lassen.

    Edoraorbit

    Der Ort der Schlacht von den Menschen gegen die Wraith hatte sich mittlerweile in den Orbit, nahe der Atmosphäre von Edora verlagert. Kaum ein Schlachtschiff der Erde sowie der Orici Adria hatten bisher nennenswerte Schwierigkeiten mit den Schilden gehabt. Doch je länger der Kampf dauerte, desto häufiger traten die ersten Probleme bei einigen der 304er auf. Dies hatte natürlich zur Folge, dass sie den Befehl erhielten sich zunächst ein wenig zurückzuziehen, beziehungsweise sich nur noch um die feindlichen Jäger zu kümmern.
    Aber der militärische Erfolg für die Menschen stand ohne Frage unmittelbar bevor. Der Kampf dauerte bereits mehrere Stunden, indem nur noch das Basisschiff der Übermutter sowie neun Kreuzer übrig waren. Diese Schiffe der Wraith befanden sich allerdings in einem gewaltigen Trümmerfeld, das gute und vor allem ausreichende Deckung bot.

    Die Überlichtantriebe des Basisschiffes der obersten Wraithkönigin konnten mittlerweile erfolgreich repariert werden, doch bevor es in den Hyperraum springen konnte, gelang einem Jagdflieger der Orici-Flotte ein eher ungewöhnlicher Glückstreffer. Denn das kleine Fluggerät stürzte in den Sektor des Schiffes, der wichtig für dessen Energieversorgung war. Die dadurch entstandene Fluktuation der Energieversorgung an Bord bewirkte, dass das Basisschiff von innen heraus explodierte und die anderen noch verbliebenen Kreuzer der Wraith mit in den unausweichlichen Untergang riss.
    Nicht nur die noch verbliebenen Wraith-Kreuzer, sondern auch das persönliche Shuttle der Königin wurden dabei vernichtet, und zwar bevor es die Atmosphäre von Edora erreicht hatte. Danach machte man Jagd auf die noch verbliebenen Jäger der Wraith, damit die Bedrohung durch sie in der Milchstraße endgültig vorüber war.

    U.S.S. George Hammond, Brücke

    Noch immer gingen die angeforderten Meldungen über die erlittenen Schäden und Verluste von der gesamten Flotte bei General Samantha Carter ein, die es bislang immer noch nicht wagte, Kontakt mit General Jack O‘Neill auf der Erde aufzunehmen. Denn sie wollte endgültige und sichere Gewissheit, dass es ihrer Flotte wirklich gelungen war, die Bedrohung der Wraith in der Milchstraße erfolgreich für immer zu beseitigen.

    Schließlich, nach einer guten weiteren Stunde ausführlicher Scans und Patrouillen, nickte sie erleichtert, und ordnete an: „Ich brauche eine sichere Verbindung zu General O‘Neill vom Homeworld Command!“


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Isolationsraum

    Während die Behandlung von Todd mithilfe des neuen Medikamentes von den beiden Doktoren Keller und Beckett sowie auch von jenem Wraith mitentwickelt worden war, stattfand, erreichte auch schließlich Atlantis und all seine Expeditionsteilnehmer der jüngste positive Erfolg, nämlich die vollendete Beendigung der Wraith-Bedrohung in der Milchstraße.

    Als sich der Zustand von Todd endlich stabilisiert hatte, wurde ihm zuerst ein Video, welches er selber mit Doktor Beckett, General Sheppard und einigen weiteren Teammitgliedern aufgenommen hatte, vorgespielt. Denn man hatte längst aus den Fehlern mit Michael und anderen Versuchen gelernt.
    Doch war dies in diesem Falle erstaunlicherweise unnötig, denn Todd hatte zum Glück seine gesamten Erinnerungen behalten können. Aber er mahnte es dennoch aufzuheben, und sollten auch die anderen Wraith ebenso vorbereitet werden, falls Nebenwirkungen wie der Verlust der Erinnerungen auftreten sollte.

    Nachdem Carson grünes Licht gegeben hatte, informierte John dann schließlich auch Todd über den klaren Erfolg des Krieges der Menschen von der Erde und einer Flotte der Orici Adria über die komplette Streitmacht der Wraith in der Milchstraße, die kurz davor gewesen waren, ein weiteres Mal über die Erde und ihre Bewohner herzufallen.

    „Ich verstehe“, brummte der Wraith, „doch sollten sie, nachdem sie erkannt haben, dass die Behandlung mit diesen Wirkstoff erfolgreich ist, es sich überlegen alle übrigen Wraith zu vernichten. In meinen Augen ist dieser Vernichtungskrieg von jetzt an vollkommen unnötig geworden.“
    „Wir haben bereits die Daedalus kontaktiert“, begann Sheppard.
    Danach fuhr aber Richard Woolsey fort: „Wir setzen daher alle bestehenden und auch die bereits geplanten Angriffe auf die Wraith in dieser Galaxis vorerst zunächst einmal aus, weil wir ebenfalls zu dieser Überlegung gekommen sind. Um die anderen verbliebenen Stämme der Wraith mit einer Behandlung mit dem Medikament zu überzeugen, benötigen wir natürlich insbesondere ihre Unterstützung.“
    „Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um meine Wraithbrüder und natürlich die herrschenden Königinnen von dieser Behandlung zu überzeugen. Dies wird allerdings nicht einfach sein.“

    Dass sich einer der neuen Krankenpfleger etwas anders verhielt als gewöhnlich, fiel niemanden auf. Und als er dann eilig den Raum verließ, um sich in sein Quartier zu begeben, könnte viele verschiedene Gründe haben.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Besprechungsraum

    Die Entscheidung des Komitees war mehr als nur verständlich, nämlich die Baureihen der aktuellen eigenen Schlachtschiffklassen von den BC-304ern und -306ern sowie auch der F-302er vorerst einzustellen. Obwohl nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Wraith, in der eigenen Galaxie, viele der Schiffe der Erde in den bisherigen Schlachten massiv gelitten hatten und teilweise stark beschädigt worden waren. Stattdessen wollte man sich endlich an den Bau der unterschiedlichen Kampfsternklassen, Viper und Raptor wagen. Zumal man bereits über ein paar geeignete und geheime Weltraumwerften verfügte.

    Den überwiegenden Großteil dieses Auftrages dafür, wurde ohne große Überraschung Mariko Yashida und ihrem Unternehmen zugesprochen. Die Japanerin war natürlich sehr begeistert von dieser neuen Herausforderung, aber sie gab sofort zu, für die Umsetzung Hilfe von anderen Firmen aus der Raum- und Luftfahrt zu benötigen.
    „…es ist wirklich ein sehr umfangreiches Unterfangen, wofür es viele geeignete Leute brauch“, erklärte Mariko am Ende.
    Dem stimmte auch Jack O‘Neill zu, der die Idee hatte die Kampfsterne der Erde nach deren Kontinenten und anderen geographischen Orten zu benennen. Dies wurde von vielen sofort belächelt, denn die UN und das IOA bevorzugten da eher zum Beispiel die Namen von bekannten Sternbildern und -konstellationen oder Galaxien, eindeutig die viel passenderen Namenspaten waren als Kontinente und andere geographische Orte des eigenen Planeten.


    Andromeda-Galaxie
    Electra-Flotte
    Ilion, Kontrollraum

    Auf dem Tiefraumsensoren der Stadt, versuchte man seit einigen Tagen schon sämtliche Bewegungen von einem Großteil der Galaxie so gut wie nur möglich zu überwachen, denn man war stets auf der Suche nach möglichen weiteren Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol, aber es galt aber natürlich auch die Zylonen so gut es ging im Blick zu behalten. Eine Funktion der Sensoren, die natürlich sehr viel Energie verbrauchte, weswegen man deshalb diese Operation schließlich nach nur wenigen Tagen bereits auch schon wieder eingestellt hatte. Stattdessen suchte man in der Datenbank der Stadt nach bewohnbaren Planeten, die den Überlebenden des Holocausts als neue Heimat dienen könnten.


    Pegasus-Galaxie
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Es gefiel ihm zwar nicht sonderlich, doch hatte General Steven Caldwell dem Vorhaben letztendlich dann doch noch zugestimmt, nämlich alle Kampfhandlungen gegen die übrigen Wraith in der Pegasus-Galaxie vorerst einzustellen.

    Geduldig erwartete der Kommandant der Daedalus seitdem das Eintreffen der Apollo und der Korolev II, die endlich die erforderlichen frischen Vorräte, weiteres Personal sowie natürlich die wichtigste Lieferung, und zwar das benötigte Medikament zur Umwandlung der Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen, an Bord hatten.

    Doch der General hatte aber auch nur unter einer einzigen Bedingung seinerseits dem Vorschlag zugestimmt, nämlich bei Ablehnung einer Behandlung mit dem Medikament sofort den Kampf gegen die betreffenden Wraith-Schiffe wieder aufzunehmen.


    M3A225

    Dieser Planet war sehr abgelegen und befand sich am äußersten Rand der Pegasus-Galaxie. Es war nur ein sehr kleiner Planet, der in etwa die Größe des Mars hatte. Auch lag er von seiner Sonne, die er umkreiste ein wenig weiter entfernt als die Erde von ihrer. Der Wind fegte mit gewaltiger Kraft über die karge Landschaft. Nur in vereinzelten Nischen und Spalten sowie anderen geschützten Stellen hatte sich eine karge Vegetation entwickeln und auch halten können. Nur in dem einzigen großen und gewaltigen Ozean, welcher alle Landmassen und Inseln unterschiedlicher Größe umschloss, und der mit großer, wilder ungebändigter Kraft gegen die Küsten brandete. Nur in jenen Meer und anderen Gewässern schien es primitives Leben zu geben.
    Doch in einem, vor ungefähr einer halben Million Jahren, erloschenen Vulkankegel befand sich eine Basis einer technologisch sehr fortschrittlichen Rasse, die dort von dieser schon vor vielen, vielen Jahrhunderten errichtet worden war.

    Die Atmosphäre dieses Planeten war aber seit vielen Jahrtausenden nach und nach immer dünner geworden, in etwa so wie einst auch auf dem Mars, bevor er jedoch von den Menschen der Erde mit der Hilfe außerirdischer Technologie erfolgreich wieder in einen bewohnbaren Planeten umgewandelt worden war. Dies war wohl einer der Gründe dafür, weshalb sich dort die Besitzer der örtlichen Basis, ab und zu nur in Raumanzügen hinaus ins Freie wagten.

    Von einem ihrer Späher, den sie erfolgreich in eine Basis eines anderen Volkes hatten einschleusen können, hatten sie eine langersehnte wichtige Nachricht erhalten. Eine Nachricht, die sie zu einem schnellen und unverzüglichen Handeln zwang. Zudem hatten sie noch eine oder gar zwei alte Rechnungen und eine Aufgabe offen, welche es nun endlich zu erledigen galt.


    U.S.S. Daedalus, Besprechungsraum

    „Ich hoffe, es geht Ihnen nur darum“, begann General Steven Caldwell, „denn wir haben dadurch ein enormes Problem, nämlich dass die übriggebliebenen Wraith somit die Gelegenheit haben sich neu zu formieren.“
    „Ich danke ihnen trotzdem, dass sie ihre gesamten Kampfhandlungen eingestellt haben, um dem Vorhaben eine wirkliche Chance zu geben, General Caldwell“, entgegnete Todd daraufhin.
    „Doch um echte Überzeugungsarbeit zu leisten, müssten sie zunächst ihren eigenen Stamm von dieser Behandlung überzeugen“, erwiderte Steven postwendend, der natürlich viel lieber weiterhin die anderen Wraith bekämpft hätte.
    Dem stimmte Todd natürlich zu.

    Während der Besprechung die Nachricht von den Reisenden erreichte, dass sich eine gewaltige Flotte der Wraith einen der noch bevölkerungsreichsten Planeten der Pegasus-Galaxie zielstrebig näherte. Dies zwang General Steven Caldwell natürlich zum sofortigen Handeln, weshalb er alle verfügbaren Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte mit sofortiger Verfügung, mit Rücksprache mit Atlantis und Richard Woolsey, in das Planetensystem von M599J2 beorderte, um die dortige Bevölkerung zu schützen.

    „…in der Zwischenzeit wünsche ich ihnen, dass sie sehr schnell ihren eigenen Stamm, insbesondere die Königin von dieser Behandlung überzeugen können“, erklärte General Caldwell, „denn wir werden uns in der Zwischenzeit um die anderen, die „bösen“ Wraith kümmern.“
    Der letzte gesprochene Teilsatz des Kommandanten der Daedalus klang dabei ein wenig seltsam, weil er für den Moment nicht so richtig wusste, wie er sich am Besten ausdrücken sollte, ohne dabei auch nur einen Hauch verletzend zu klingen. Denn man war ja in erster Linie momentan in diplomatischer Mission unterwegs, und dabei auf die Hilfe von Todd angewiesen.


  5. #125
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    Danke, an alle Leser und die Betätiger des Buttons
    Die Wartezeit ist denn nun vorüber, und die 6. Staffel setzt genau da, wo die 5. Staffel geendet hat

    Es wird alle 2 bis 3 Wochen, plus minus ein, zwo Tage, eine neue Folge veröffentlicht werden.

    So jetzt genug der Worte und viel Vergnügen mit dem Start der 6. Staffel

    Odyssee
    Folge 6.01 - “Der letzte Stamm, Teil 3”


    Andromeda-Galaxie
    Electra-Flotte
    Battlestar Electra, Offiziersmesse

    Alle paar Tage, riefen die beiden Admirals, Diana McBride und Steven Baker, im Wechsel zu sich an Bord ihrer Schiffe alle Befehlshaber der anderen Kampfsterne sowie sämtliche Kapitäne der zivilen Schiffe zu einer aktuellen Lagebesprechung zusammen. Dabei ging es meist schwerpunktmäßig um sehr kritische Themen, wie die Versorgung und Verteilung von Wasser, Lebensmitteln sowie anderen wichtigen Grundgütern innerhalb der gesamten Flotte. Auch über den oder gar auch die neuen Planeten, die man zur Besiedlung für die Überlebenden der Kolonien nach wie vor unermüdlich suchte, stand jedes Mal erneut ganz oben auf der Tagesordnung.

    „Unsere Alliierten von einer Erde, die aber nicht mit der aus den alten Überlieferungen unser Ahnen identisch ist, helfen uns bei der Durchsuchung der Datenbank von Ilion, damit wir so schnell wie möglich einen geeigneten Planeten zur Besiedlung für uns finden“, versicherte Admiral McBride wieder einmal auf eine Anfrage eines zivilen Kapitäns.


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adama´ Quartier

    Gerade eben erst hatte Admiral Adama auf dem Hangardeck Lieutenant Danny „Bulldog“ Novacek verabschiedet, damit jener sich von seinen schlimmen Erfahrungen, nämlich der rund dreijährigen Gefangenschaft in der Gewalt der Zylonen erholen konnte. Symbolisch und mit passenden Worten hatte er dem Piloten eine koloniale Uniform überreicht. Husker erhoffte sich dadurch, dass Bulldog irgendwann wieder unter seinem Kommando dienen würde.

    Der Admiral war außerdem sehr froh darüber, dass sich beinahe zeitgleich sein langjähriger Freund und Kamerad Colonel Saul Tigh wieder in den aktiven Dienst eingefunden hatte. Der eigentliche XO der Galactica, den er seit rund 30 Jahren kannte, hatte zu seiner Freude nichts von seiner Schärfe verloren, um die Mannschaft in seiner gewohnter und bewährten Manier auf Trapp zu halten. Zudem hatte er aber während der Gefangenschaft auf Neu-Caprica, durch die Zylonen und ihrer Besatzung, die ihn gefoltert hatten, leider sein rechtes Auge verloren. Seit seiner Rückkehr in den aktiven Dienst auf der Battlestar Galactica, trug er deswegen eine Augenklappe.

    Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage nahm Admiral Adama wieder an seinem Schreibtisch Platz, wobei sein müder Blick auf den Orden wanderte, den er erst vor kurzem von Präsidentin Laura Roslin für seine mittlerweile geleisteten 45 Dienstjahre in der Kolonialen Flotte erhalten hatte.


    Pegasus-Galaxie
    Hyperraum
    U.S.S. Apollo, Kantine

    Nicht nur Ronon hatte ein sehr beladenes Tablett, mit einer großen Auswahl bestehend aus Obst, Gemüse und Fleisch, an den Tisch gebracht, sondern auch Todd, der es offenbar sehr genoss, die darauf befindlichen Speisen, die ihn mit der notwendigen Energie, Vitaminen und Nährstoffen zum Leben versorgten, zu verzehren.
    Doch immer noch hatten die meisten Menschen an Bord des Schlachtschiffes der Erde ziemlich hohen Respekt vor dieser Person, die vor einiger Zeit erst noch, zu einer der bedrohlichsten Rassen im Universum gehört hatte, die der Menschheit bislang bekannt war. Darum nahm wohl auch niemand in seiner unmittelbaren Nähe einen Platz ein. Die einzige Ausnahme waren bisher da nur Sheppard und sein Team.


    Orbit von M599J2
    Wraithflotte

    Sofort nachdem sie den Hyperraum verlassen hatten, starteten die meisten Wraithjäger von allen Basisschiffen sowie den Kreuzern auch schon in Richtung des Planeten, um unverzüglich auf die Suche nach ihrer Beute, den Menschen, zu gehen. Dabei wurden sie, wie sonst auch, von allen begleitenden Kreuzern unterstützt, die sich ebenfalls auf den Weg zur Oberfläche von M599J2 machten.

    Menschenflotte
    U.S.S. Daedalus, Brücke

    Kurz darauf erschienen aber auch schon die Schlachtschiffe der Erde, die ebenfalls den Hyperraum ganz in der Nähe des Orbits verlassen hatten, mit dem Ziel eine effektive Verteidigungslinie aufbauen zu können. Doch war diese Wraithflotte leider einige Zeit vor ihnen angekommen.

    Mit angespannter Miene, aber hochkonzentriert beobachtete General Steven Caldwell den Beginn und den Verlauf dieses weiteren Kampfes, der unausweichlich war, wenn man den Menschen auf M599J2 wirkungsvoll zu helfen gedachte. Zeit und Raum für Diplomatie gab es nicht.
    Beobachten und analysieren, nur um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, die den Ausgang dieser Weltraumschlacht zu ihren Gunsten bringen sollte. Und dies was er sah, gefiel Caldwell gar nicht, weswegen er mehrere Minuten mit einigen seiner Offiziere und den anderen Schiffskommandeuren redete.

    Schließlich erklärte er fest entschlossen: „Das sieht leider nicht besonders gut aus! Lieutenant Colonel Marks, lassen sie sofort all unsere Puddle Jumper und F-302er bemannen und starten! Wir müssen hier alles in den Kampf schicken! Damit wir die Wraith auch in dieser Galaxie vernichten können, sollen auch alle anderen Schiffe sofort all ihre Abfangjäger unverzüglich starten!“
    „Verstanden, Sir.“

    Eine weitere heftige Weltraumschlacht im Orbit eines Planeten in der Pegasus-Galaxie, die daraufhin noch umkämpfter wurde als ursprünglich geplant war letztendlich die Folge. So viele heftige Kämpfe in dieser Galaxis, hatte es seit dem Krieg der Antiker gegen die Wraith vor über 10.000 Jahren nicht mehr gegeben. Wenn nicht sogar die aktuelle Schlacht, die gewaltigste war, die es jemals in dieser Galaxie gegeben hatte, seitdem die Wraith einst die Antiker, die Atlanter aus der Pegasus-Galaxie für immer vertrieben hatten.

    M4N456-System
    U.S.S. Apollo, Brücke

    Zur selben Zeit näherten sich die Korolev II und die Apollo immer weiter ihrem Ziel der Mission, nämlich M4N456, einem bewohnbaren Mond, der in etwa die Größe der Venus besitzt und in unmittelbarer Nähe eines Asteroidengürtels um einen riesigen Gasgiganten, der etwas größer als der Jupiter war, kreiste.

    Mittlerweile hatte sich schließlich auch Todd auf der Brücke eingefunden, denn seine Anwesenheit war bei der bevorstehenden Kontaktaufnahme notwendig.

    Orbit von M4N456

    Ein kleines Raumschiff hatte, wie es geplant war, einige Stunden schon vor den beiden Schiffen der Menschen aus Atlantis, nach einem sehr schnellen Flug den Mond erreicht. Es mussten noch einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden, denn man hatte das Ziel, das zu erreichen, was die Antiker und Asuraner nicht geschafft hatten und wozu die neuen Bewohner von Atlantis wohl offensichtlich nicht mehr bereit waren, nämlich die tödliche und gefährliche Rasse der Wraith komplett für immer auszulöschen.

    „Unsere Ankunft wurde immer noch nicht bemerkt, Commander.“
    „Was ist mit dem dem Schlüssel des Attero-Gerätes?“
    „Dieses wird schon in Kürze auf dem Zielobjekt installiert und aktiviert worden sein.“
    „Sehr gut. Bereiten wir uns nun darauf vor, endlich den finalen Kampf gegen unsere Feinde zu eröffnen, und uns somit an den Wraith und den Atlantern für unsere einstigen erlittenen Verluste endlich zu rächen.“


    Orbit von M599J2

    Zuerst war der Kampf zwischen den beiden Flotten noch eine zeitlang ausgeglichen. Doch schließlich griffen die getarnten Puddle Jumper in das aktive Kampfgeschehen ein, indem sie nach festgelegten Plan ihre Drohnen abfeuerten, welche in die Hyperraumantriebe und in andere wichtige Schiffssysteme der Schiffe von den Wraith gelenkt wurden. Dennoch blieben die noch verbliebenen sieben Basisschiffe und neun Kreuzer, sowie die beiden Versorgungsschiffe noch immer manövrier- und verteidigungsfähig. Hinzu kamen noch die vielen tausenden von Wraith-Jägern, die ohne jegliche Pause die Jägergeschwader der Menschen sowie alle ihre Schlachtschiffe ohne jegliche Pause attackierten.

    Das Angebot von General Caldwell an die oberste Königin der letzten großen Allianz der Wraith, sich doch noch zu ergeben oder gar ihr verbliebenes Volk mit dem Medikament doch noch behandeln zu lassen, wurde von jener umgehend abgelehnt. Somit ging die militärische Auseinandersetzung mit unvermittelter Härte weiter. Bei den Schlachtschiffen der Erde zeigten sich vermehrt zunehmend zahlreiche Beschädigungen. Grund dafür war der Dauerbeschuss sowie einige Darts der Wraith, welche die Schildleistung immer weiter reduzierten.


    Orbit von M4N456

    Die Apollo und die Korolev II hatten inzwischen planmäßig nicht nur den Hyperraum verlassen, sondern sich ihren Zielkoordinaten genähert. Aus einigen von den Fenstern von den beiden Schiffen der BC-304er-Klasse aus, konnte man die dunklen Nadelwälder, die den größten Teil der Landmasse dieses Mondes bedeckten erkennen. Wasser in flüssiger Form gab es nur wenig dort, denn das meiste war in Eis in Gletschern an den Polen und in den wenigen Bergmassiven gebunden. Doch irgendwo dort unten gab es eine der letzten noch verbliebenen Basen der Wraith überhaupt.

    M4N456, Wraith-Basis

    Die Ankunft von den zwei Raumschiffen der Menschen, im Orbit des Mondes, war der dort herrschenden Königin, die sich aber im Hintergrund aufhielt sowie nicht in Erscheinung trat, und den anderen Wraith nicht entgangen. Überrascht waren sie dann nur als sie von ihnen gerufen wurden.

    Als dann auch noch einer ihrer ehemaligen Commander, nämlich Todd, sich ihnen allen präsentierte und das Angebot der Behandlung mit dem entwickelten Medikament der Atlanter vorstellte, dass es unnötig machte, sich in Zukunft weiterhin an den Menschen zu nähren, waren die Wraith nicht sonderbar erfreut.

    Eine lange Pause entstand, denn man wollte sich zunächst ausführlich darüber beraten. Die Königin zog sich in ihr Quartier zurück, denn sie wollte ungestört sein.

    Orbit von M4N456
    U.S.S. Apollo, Aufenthaltsraum

    „Ich hatte Sie bereits vorgewarnt, John Sheppard. Nämlich, dass meine Wraith-Brüder große Schwierigkeiten mit einer Entscheidung haben werden. Es geht außerdem nicht nur darum unser bisheriges Leben komplett aufzugeben, sondern auf alle damit verbundenen Vorteilen zu verzichten: unsere Langlebigkeit, Heilungskräfte und Widerstandskraft gegen Krankheiten…“
    „Todd. Dann warten wir eben solange bis eine Entscheidung gefallen ist“, erwiderte der General mit entspannter Stimme, der einen Ausdruck im Gesicht des Wraith entdeckte, der ihn dazu zwang noch einmal nachzuhaken.
    „Ist da noch etwas, was wir außerdem noch wissen sollten?“
    „Nun gut. Es befindet sich noch eine Königin in der Basis, womöglich wird sie uns zu einer Unterredung einladen, oder wird gar mit einer kleinen Delegation an Bord dieses Schiffes kommen wollen.“
    „Das hätten wir, nur zu gerne, eher erfahren“, meckerte Brigadier General Abraham Ellis daraufhin, der soeben in den Aufenthaltsraum gekommen war.


    Orbit von M599J2

    Der Kampf war allmählich entschieden, in welchem die Wraith erhebliche Verluste erlitten hatten. Sie gaben daher vor, sich das bereits gemachte Angebot der Menschen zunächst noch einmal anhören zu wollen. Doch nutzten sie diese Zeit nur, um ihre beschädigten Antriebssysteme wieder unverzüglich zum Laufen zu bringen. Somit gelang es dem Feind mit dieser List letztendlich mit zwei Basisschiffen und drei Kreuzern die erfolgreiche Flucht in den Hyperraum.

    U.S.S. Daedalus, Brücke

    „Verdammter Mist!“, murrte General Steven Caldwell so ziemlich verärgert, der darum natürlich gezwungenermaßen sofort Kontakt mit Mister Richard Woolsey und Atlantis aufnahm, um ihm und der gesamten Atlantis-Expedition über den Ausgang einer weiteren Schlacht gegen die Wraith zu berichten, welche leider nicht zu vermeiden gewesen war.

    „Wie viele Schiffe der Wraith gibt es laut unserer Informationen demnach noch, Doktor Zelenka?“, fragte der Leiter von Atlantis, der sich von dem Bildschirm kurz zu dem Tschechen umwandte.
    Nach einer kurzen Pause nur, hörte man dann die Stimme von Radek im Hintergrund auch schon antworten: „Noch den Daten, die wir haben noch mindestens fünf bis sieben Basisschiffe, in etwa fünfzig Kreuzer, zwei Versorgungsschiffe und ihren dazugehörigen Jägergeschwadern.“

    „Die könnten mehr als nur ausreichen, um all unsere Mühen im Krieg gegen die Wraith zunichte zu machen! Schon etwas Neues von General Sheppard gehört?“, brummte Caldwell ernüchtert.
    „Bislang wissen wir nur, dass sie am Zielort ihrer Mission angekommen sind und das Angebot unterbreitet haben. Eine konkrete Antwort von der dortigen Führung der Wraith steht bislang immer noch aus“, antwortete Woolsey.
    „Na gut, das ist zumindest ein kleiner Lichtblick. Wir kommen dennoch erst einmal zurück nach Atlantis, denn wir haben auf den meisten unserer Schiffe nicht leichte, sondern leider auch teilweise schwere Schäden erlitten, die zunächst einmal behoben werden müssen, davon ist natürlich auch die Daedalus selbst betroffen. Es war nun einmal ein sehr harter Kampf gewesen!“, erklärte Caldwell am Ende der Übertragung.


    M3A225

    Eine unplanmäßige Ratssitzung der Führung der Außerirdischen war unter sehr großer Dringlichkeit einberufen worden, denn in einigen der Mitglieder, worunter auch wichtige Persönlichkeiten vertreten waren, hatte sich eine Art von gewissem Widerstand geregt, was die jüngsten Ziele und damit verbundenen Methoden, um jene zu erreichen, betraf.

    „…vergessen wir nicht, dass diese Menschen mit einigen, wenn nicht sogar mit allen unserer Art befreundet waren.“
    „Es ist schon klar, was Ihr meint. Doch, hat ihnen, unseren Brüdern, die wir einst verlassen hatten, diese Freundschaft von der Ihr da sprecht etwas gebracht - nein, denn sie sind verschwunden, für immer.“
    „Dies ist uns allen sehr wohl bekannt. Aber wir kennen nicht die näheren Umstände des Untergangs unserer Brüder. Wir hätten damals anders Kontakt mit ihnen, den Bewohnern von Atlantis, aufnehmen sollen…“
    „Wir sollen also unseren Truppen mitteilen die bereits gestartete Mission abzubrechen, ist es das, was Ihr uns soeben vorschlagt? Vergesst nicht, das wir viel Energie, Wissen und Zeit darauf verwendet haben, um diesen militärischen Schlag vorzubereiten.“
    „Wenn es noch nicht zu spät ist, ist die Antwort: ja, sollten wir tun! Wir geben außerdem zu bedenken, dass sie uns jagen werden, wenn…“
    „Wir müssen aber die Wraith vernichten und unsere Brüder, die im Kampf gegen sie und auch die Menschen gefallen sind rächen…“
    „…ein Schritt, der unserer Rasse durchaus den endgültigen Untergang bringen könnte“, erwiderte ein anderes Ratsmitglied, welches lange Jahre kaum Verbündete von einer ausreichender Anzahl in der Ratskammer gehabt hatte. Dies hatte sich nur langsam in den letzten Jahren geändert.
    „Wir sollten darüber abstimmen, und zwar zügig!“, verfügte jemand von den übrigen Mitgliedern des Rates schließlich, damit man allmählich zu einer klaren und verbindlichen Entscheidung kam.


    Orbit von M4N456
    U.S.S. Apollo, Brücke

    Es war so gekommen, wie Todd es schon vorhergesagt hatte, denn die hier herrschende Wraithkönigin verlangte nach einer Unterredung von Angesicht zu Angesicht, nachdem sie von ihren Offizieren informiert worden war und sie selbst im Anschluss stundenlang darüber nachgedacht hatte. Aber nicht nur dies allein war der Grund, sondern auch der seit jüngsten Zeit laufende Vernichtungskrieg der Menschen gegenüber ihrer eigenen Rasse, die über viele jahrtausende die dominierende in der Pegasus-Galaxie, seit der Vertreibung der Antiker, gewesen war.
    „…wir werden Sie und ihre Delegation, zu den ausgehandelten Bedingungen, erwarten“, erklärte General Sheppard am Schluss der Übertragung.


    Verborgen in den unzähligen Trümmern des Asteroidengürtels, lag immer noch ein kleines Raumschiff in der Größe eines irdischen Space-Shuttles verborgen.
    Es kam so langsam aber sicher der große Augenblick, auf welchen das an Bord befindliche Einsatzteam der Außerirdischen gewartet hatte. Doch genau in der Sekunde, in der sie den ausgearbeiteten und vorbereiteten Plan mit dem Schlüssel des modifizierten Attero-Gerätes in die Tat umsetzen sollten, traf eine unerwartete Mitteilung ihres Rates ein. In der darin enthaltenen Nachricht, wurden sie dazu aufgefordert umgehend die Mission abzubrechen und sich unauffällig zur Basis zurückzuziehen.

    Somit konnte der kleine persönliche Kreuzer der Wraith-Königin, mit derselbigen und einer dazugehörigen kleinen Delegation an Bord, ungehindert seinen Flug fortsetzen, denn die Außerirdischen hatten ja eigentlich den Plan gehabt, jegliche Versuche der Atlanter einer friedlichen und diplomatischen Lösung zu sabotieren. Weshalb sie sich zügig heimlich zurückzogen, um eine Konfrontation zu vermeiden.

    U.S.S. Apollo, Offiziersmesse

    Der Blick, mit dem die Wraith-Königin seit ihrer Ankunft Todd bedachte, verriet eines, sie war nach wie vor skeptisch und vorsichtig, was diese mögliche Behandlung ihres gesamten Stammes betraf.

    Zumindest saßen sie alle gemeinsam an dem großen Tisch. Doch ehe Doktor Carson Beckett beginnen konnte, war es die Königin, die mit: „Ihr vernichtet schon seit geraumer Zeit meine gesamte Rasse. Dabei tun wir nur das, was jedes Lebewesen tut, nämlich sich zu nähren, um zu überleben. Unser Ziel war es nie gewesen ihre Rasse auszurotten, sondern nur unsere dominante Stellung in dieser Galaxie zu erhalten, die uns von vielen Völkern eurer Spezies streitig gemacht worden war“, das Wort ergriffen hatte.

    Im Anschluss hatte der Arzt dann endlich die Gelegenheit die neue Behandlungsmethode vorzustellen, der die Delegation der Wraith trotz vieler Vorbehalte, die Todd schon dargelegt hatte, geduldig zuhörte.
    „…zumindest gäbe es dann keinen Grund mehr für weitere Auseinandersetzungen“, schloss Doktor Beckett.
    „Ist das alles?“, säuselte die rothaarige Königin der Wraith mit einem leichten amüsierten leichten Fauchen und Zischen in ihrer Stimme erstaunt. „Und, euer Vorschlag für die Alternative dazu, ist die komplette Vernichtung meiner Rasse. Nun werde ich euch Menschen einen Vorschlag machen: Verlasst diesen kompletten Quadraten dieser Galaxie, der fortan Territorium aller überlebenden Wraith sein wird, die sich nicht dieser Behandlung unterziehen wollen!“

    Mit solch einer Reaktion hatte man eigentlich rechnen müssen, doch war man auf einen solchen Vorschlag nicht vorbereitet. Wie auch. Denn man hatte an eine friedliche Einigung und der dazugehörigen Behandlung aller Wraith gehofft, beziehungsweise natürlich die Vernichtung der Wraith, die es nicht wollten.

    Doch General John Sheppard wagte es dann schließlich doch darauf zu reagieren, denn er entgegnete: „Sie werden sicherlich verstehen, dass es uns sehr, sehr schwer fallen wird, wenn uns bewusst ist, dass es so einige Welten mit Menschen gibt, die unter solchen Bedingungen weiterhin leben müssen.“
    „Ihr Menschen ernährt euch doch selber auch von anderen Lebewesen, die ihr euch haltet, also ausbeutet, unter anderem auch tötet und dann zubereitet, um euch von ihnen zu ernähren“, zischte die Königin unbeeindruckt.


    Atlantis, Kontrollraum

    Zur gleichen Zeit war man in der Stadt in heller Aufregung, denn auf den Monitoren der Stadt waren in der nahen Umgebung des Planeten, auf dem sich Atlantis befand, mehrere Signale aufgetaucht. Als erste Reaktion darauf, wurde der Schutzschild von Atlantis auf Anordnung von Richard Woolsey hochgefahren.

    Was dann geschah war seltsam, denn es wurde von den Besuchern, die sich mit ihrer kleinen Flotte von neun Raumschiffen, die kaum größer als die alten irdischen Space-Shuttles waren und sehr schnell im Orbit des Planeten befanden, Kontakt aufgenommen.

    Im gesamten Kontroll- und Stargateraum von Atlantis konnte man die übertragenden Worte der Botschaft: „…einige von uns waren schon einmal vor einigen Jahren bei euch, wobei es bedauerlicherweise einige Zeit darauf zu einer Konfrontation kam, die wir am Ende klar verloren haben. Wir sind jetzt erneut hier, da wir die Letzten unserer Art sind, der letzte Stamm unseres Volks, den ihr als die Asgard kennen gelernt habt. Wir sind nun hier, um unsere Freundschaft anzubieten, wie es unsere Brüder einst getan haben, die aber leider für immer verschwunden sind.“, hören


    Orbit von M4N456

    Die Unterredung der Menschen und der Wraith war nach rund zwei Stunden beendet. Einige waren dafür sich der Behandlung zu unterziehen. Doch die Wraith-Königin beharrte auf ihre Position, die es den Menschen aus Atlantis für immer verbieten würde, ein klar festgelegtes Territorium des letzten Wraith-Stammes zu betreten, zusätzlich erklärte sich die Königin dazu bereit dieses Gebiet nicht zu verlassen.

    Es war ein Kompromiss, der also nur den Wraith nutzen, und vielen Menschen in der Pegasus nach wie vor ein Leben in ständiger Angst vor einem grausamen Tod bringen würde. Dennoch ging die Menschen erst einmal darauf ein, denn sie hatten eine Nachricht erhalten, dass viele Schiffe ihrer eigenen Flotte einer dringenden Überholung und notwendiger Reparaturen bedurften. Ein Umstand, der es vollkommen unmöglich machte, in absehbarer Zukunft in ein weiteres Gefecht gegen die noch vorhandenen Streitkräfte der Wraith zu ziehen.

    U.S.S. Apollo, Brücke

    „Ich hoffe doch mal, dass wir die Sache doch noch zu Ende bringen, Sheppard“, bemerkte Ronon verärgert, dem die Sache nicht besonders gefiel, denn er hätte es natürlich lieber gehabt, wenn man den Kampf sofort fortgesetzt hätte.
    „Das werden wir, mein Freund. Aber wir brauchen dringend einen neuen Plan, um die Menschen in dieser Galaxie vor einem grausamen Schicksal zu bewahren…“
    John wurde schließlich vom Commander der Apollo unterbrochen: „Wir wurden zurück nach Atlantis beordert, sobald Doktor Beckett die Behandlungen an allen willigen Wraith abgeschlossen hat.“
    „Danke, General Ellis“, seufzte General Sheppard zerknirscht, der dann erfuhr, dass sich überraschenderweise einige alte Bekannte eingefunden hatten. John hakte daher sofort nach und man erläuterte ihm, dass man von den wohl letzten Asgard des Universums kontaktiert worden war. Und zwar denen, die einst die Doktoren Jackson und McKay entführt hatten, und die man nur mit Hilfe der Reisenden hatte befreien können.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (11.12.2022 um 11:26 Uhr)


  6. #126
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    Danke, an alle Leserinnen und Leser, sowie die, die den Button betätigt haben
    Wie geplant geht es heute weiter, und zwar mit dem ersten Teil eines Drei-Teilers. Viel Spaß beim Lesen, auch wenn der Titel nicht viel verspricht

    Odyssee
    Folge 6.02 - “Eine lange Reise, Teil 1”

    Andromeda-Galaxie
    Heimatkolonie der Zylonen

    Die Zylonen arbeiteten nach wie vor mit Hochdruck daran die verlorene Spur der Flotte von der Galactica wieder aufzunehmen, denn man wollte unbedingt das Kind Hera wieder zurückhaben. Doch dies war nicht so einfach, weil sich die Zylonen momentan nach wie vor in einer Art von Bürgerkrieg befanden. Dieser Konflikt wurde zwischen den beiden verfeindeten Gruppen, der ersten bestehend aus der Einsern, Vierern und Fünfern, inklusive der Acht Boomer, und der anderen, die sich aus den Zweiern, Sechsen und Achten, ausgetragen.

    „Wir müssen uns beeilen, und zwar bevor die Galactica noch weiter in den Tiefen dieser Galaxis oder des Universums verschwindet“, wusste einer der Dorals.
    „Glücklicherweise haben wir eine Art von einer Duftspur“, begann einer der Simons, „denn wir haben eine spezielle Form von einer chemischen Signatur aufgefangen, die von einem ihrer Raffinerieschiffe stammen muss…“
    „Dann mal los! Sprecht mich aber erst wieder an, wenn Erfolge, Resultate auf dem Tisch liegen“, verlangte ein Einser, der das Thema Galactica endlich ein für alle Mal abhaken wollte.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Stargate-Raum

    Gerade eben war wieder ein weiteres Erkundungsteam von einer Mission durch das Stargate an Bord zurückgekehrt. Man hatte die ersten gewonnenen Eindrücke, die ihnen ein zur Aufklärung bestimmtes fliegendes Auge vermittelt hatte, bestätigen können.

    „Gut. Ich will, dass sich so viele der übrigen Teams und auch andere Leute bereitmachen und dann schnellstmöglich durch das Tor aufbrechen, weil wir vor allem frisches Wasser und weitere frische Vorräte, wie Obst und Gemüse immer sehr gut gebrauchen können!“, verfügte Colonel Young.

    Nur eine Viertelstunde später ging auch schon eine große Mannschaft, angeführt von Colonel Telford, durch das Sternentor.
    „Es war eine gute Entscheidung, da wir hier immerhin noch volle drei Tage in diesem Planetensystem bleiben werden“, murmelte Doktor Rush, „und gebt mir Bescheid, wenn unsere Leute etwas wirklich Interessantes auf diesen Planeten finden sollten!“


    Hyperraum
    Trinitatis, Cafeteria

    Doktor Hank McCoy, der die Mission zur Destiny anführte, war immer wieder aufs Neue erstaunt über die überwältigende Technologie, die Trinitatis beherbergte. Er war, obwohl er bereits zahlreiche Berichte des Stargate-Programms gelesen hatte, seitdem es publik geworden war, jedes Mal aufs Neue fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die Trinitatis bot. Doch hatte man momentan leider keine Zeit alles zu erkunden, weil man sich in erster Linie auf die Mission zur Destiny zu konzentrieren hatte.

    Es dauerte aber nicht lange, da erschien auch schon Doktor Daniel Jackson mit einem Tablett bei ihm, dem Leiter der Trinitatis-Mission, am Tisch. Der Archäologe brauchte nämlich eine kleine Pause, denn das stundenlange und konzentrierte Durchforsten der Datenbank dieser Stadt war enorm anstrengend, zumal sich auch noch Doktor Rodney McKay gleichzeitig im Kontrollraum aufhielt.
    Der Kanadier seinerseits schien sich mal wieder über auch nur jeden auch noch so kleinen Fehler seiner Wissenschaftskollegen in seinem Umfeld aufzuregen, ein Umstand, den das langjährige SG-1-Teammitglied irgendwann nicht mehr ertragen konnte.

    Darüber unterhielt er sich natürlich auch mit Hank, der versprach sofort sich darum schnellstmöglich zu kümmern.

    Kontrollraum

    Derweil hatte sich Rodney vorübergehend mal wieder ein weiteres Mal beruhigt. Er sah sich gerade wieder einmal diese ganz speziellen Daten an, die ihm zeigten wie schnell man mit diesem Raumschiff durch das Universum reiste.

    „Ja, ja“, nuschelte McKay ganz leise vor sich, gerade mal so laut, dass niemand ihn verstehen konnte. Er murmelte immer noch schwer verständlich weiter vor sich hin: „Ich werde mit meinen Kalkulationen Recht haben. Alle paar Galaxien eine Pause… bei gleicher Reisegeschwindigkeit… dann wären wir in ungefähr drei Monaten am Ziel…“


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Der lang erwartete Prozess wegen Verrates gegen den ehemaligen Präsidenten Doktor Gaius Baltar war erst vor wenigen Stunden beendet worden. Doch sofort nach der Urteilsverkündung war ein heftiger Tumult in dem Raum ausgebrochen, welchen die dort abgestellten Marines von Admiral William Adama glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnten. Denn der Angeklagte war zum Schrecken vieler Flottenangehöriger für Nicht Schuldig befunden worden.

    „Die Nachricht vom Ergebnis des Urteils, wird sich nicht nur dank der Presse, schon sehr bald in der ganzen Flotte sehr schnell verbreitet haben“, wusste Präsidentin Laura Roslin, die Seite an Seite mit dem Kommandeur der Galactica zum CIC schritt. Jenem war klar, dass sie besonders auch hier an Bord der Galactica mit so einigen Unruhen zu rechnen hatten.
    „Ich werde Baltar bis auf Weiteres wohl hierbehalten müssen, oder er muss auf ein Schiff, welches ihn aufnehmen würde…“
    „O ja. Mir fallen da spontan eine handvoll Schiffe ein“, witzelte Roslin.

    Durch diesen Witz, versuchte Laura die Realität ihrer erst kürzlich wieder zurückgekehrten Krebserkrankung, zumindest für eine gewisse Zeit zu verdrängen wollen. Doch lange würde ihr momentaner stabiler Zustand leider nicht mehr anhalten. Es standen ihnen allen innerhalb der Flotte wieder einmal sehr schwierige Zeiten bevor, besonders der gerade erst entlastete und für Nicht Schuldig gesprochene Doktor Gaius Baltar würde abermals für massive Probleme sorgen, dieses Gefühl spürte die Präsidentin bereits instinktiv in ihren Knochen.

    Einer Gruppe von vier zurückgekehrten Marines hatte Admiral Adama gerade eben gemeldet, dass man den stark in seiner Sicherheit gefährdeten Anwalt Romo Lampkin erfolgreich ohne Zwischenfälle, zu seinem neuen Quartier, auf ein anderes Schiff gebracht hatte. Dies war ein Teil seines Honorars dafür gewesen, das er bekommen hatte, weil er den Fall von Doktor Gaius Baltar übernommen hatte.

    „Wenigstens noch einer der Wenigen, der glücklich sein wird“, brummte der Befehlshaber der Galactica mit seiner heiseren Stimme, die ihm einst seinen Kampfnamen „Husker“ eingebracht hatte. „Doktor Cottle wird sie morgen, wie vereinbart untersuchen und mit der erneuten und bewährten Behandlung beginnen, damit sie uns noch sehr, sehr lange erhalten bleiben… zumindest wenigstens solange bis wir endlich die Erde gefunden haben, oder auch zur nächsten Präsidentschaftswahl der Flotte…“
    „Sehr witzig, Bill“, hustete Laura lachend.


    Hyperion-Flotte
    Battlestar Hyperion, Krankenstation

    Im Eilschritt war Admiral Alexander Korfu nach dem Erhalt der aktuellsten Neuigkeit, vom Combat Information Center aus, losgeeilt. Völlig außer Atem kam er schließlich an seinem Ziel an.

    Die behandelnde Ärztin nickte dem Admiral mit dem Worten: „Er ist ansprechbar, aber übertreiben Sie es nicht, Sir!“, zu.
    „Präsident Adar.“
    „Ja“, stöhnte der Angesprochene matt.
    „Ich bin Admiral Alexander Korfu. Sie befinden sich auf der Krankenstation an Bord der Battlestar Hyperion. Die Ärztin, Doktor Cahill, hat Ihnen bestimmt schon ein paar wenige Informationen gegeben.“
    „Hat sie. Ich weiß nur noch von einer Explosion. Doktor Cahill hat mir gesagt, dass ich wohl seitdem im Koma gelegen habe.“
    „Das entspricht leider der Wahrheit. Sie lagen etwas mehr als über zwei Jahre im Koma. Außerdem befinden wir uns auch schon eben so lange auf der Flucht vor unserem Feind, der uns immer wieder im Nacken sitzt. Es war ein brutaler Angriff der Zylonen, die uns offenbar überrascht hatten. Unsere Kolonien auf den zwölf Welten sind komplett zerstört worden. Unsere Flotte besteht aktuell aus drei Kampfsternen und achtundzwanzig zivilen Schiffen mit insgesamt über 19.300 Menschen…“
    „Ist nicht gerade viel, Admiral.“
    „Für wahr. Wir hatten leider, wie schon vom mir erwähnt, immer wieder Begegnungen mit den Zylonen gehabt, wobei wir immer wieder erneut Verluste hinnehmen mussten.“

    Während Admiral Korfu sprach, begann Präsident Adar stark am ganzen Körper zu zittern, weswegen Doktor Cahill energisch mit einem: „Das reicht jetzt erst einmal!“, einschritt.

    „Passen sie gut auf unseren Präsidenten auf und informieren sie mich sofort wieder, sobald er wirklich für längere Zeit stabil ist, Doktor!“
    „Jawohl, Sir.“


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Seit seiner Entlassung aus der Brig und der Entgegennahme seiner wenigen verbliebenen privaten Habseligkeiten, war Doktor Gaius Baltar minutenlang mit einer Kiste, worin sich eben seine übrigen persönlichen Sachen befanden, alleine durch die Korridore des Kampfsterns geirrt, bis er auf eine Gruppe von drei Frauen getroffen war. Diese wollten ihm allerdings nichts tun, sondern brachten den Freigesprochenen, in eine rote Decke gehüllt, in ein freies Abteil. Jenes war von den dortigen Bewohnern schon vor Monaten sehr gemütlich eingerichtet worden, und würde viele Menschen auf der Erde an die Hippiebewegung der 60er Jahre erinnern.
    Doch schienen diese Leute, zu denen Baltar nun gebracht worden war, ihn in einer Art von Kult zu verehren. Der ehemalige Präsident war der Verzweiflung nahe, obwohl ihn die Sechs, die ihn seit dem Fall der Kolonien erschien, abermals vehement ermahnen musste seine Rolle endlich anzunehmen. Diese Sechs hatte sich ihm einst offenbart, und zwar als ein Engel des einzigwahren Gottes, den auch die Menschen verehren und natürlich dienen sollten.

    Battlestar Galactica, CIC < > Brig

    „Die Zylonin, die Baltar Caprica-Sechs nennt, will mit Ihnen sprechen, Sir“, teilte einer der eingetretenen Marines Admiral Adama mit. Als der Soldat dann auch noch auf Nachfrage seines Vorgesetzten mitteilte weshalb, verließ der Befehlshaber der Galactica schließlich mit schnellen Schritten das Combat Information Center, um sich auf den Weg in den Gefängnisbereich seines Schiffes zu machen.

    Endlich hatte William Adama die dort in einer Zelle untergebrachte Zylonin erreicht.

    „Sie wollten mit mir sprechen, es soll angeblich um die Sicherheit der Flotte gehen“, begann der Admiral, dem die akute Anspannung anzumerken war.
    „Zunächst einmal will ich Ihnen für ihr Kommen danken, Admiral Adama“, erwiderte Caprica-Sechs. „Das stimmt, es geht um die Sicherheit ihrer Flotte. Die anderen Zylonen folgen ihrer Spur in einem sicheren Abstand, weil ihr Raffinerieschiff die Signatur einer Art von Strahlung aufweist. Wenn Sie diesen Fehler nach meinen Anweisungen beheben, können die anderen Zylonen diese Flotte nicht mehr weiter verfolgen.“
    Nachdem die Gefangene gesprochen hatte, sah der Befehlshaber der Galactica jene noch einige Sekunden prüfend an, dann verließ er wieder die Zelle, ergriff den Hörer um dieser Sache einer potentiellen und bislang noch nicht wahrgenommen Gefahr auf den Grund zu gehen.

    Battlestar Galactica, Steuerbordflugdeck

    Nicht nur von der Galactica aus war eine große Anzahl von Raptor gestartet, sondern auch von den anderen Kampfsternen in der Flotte. Diese Raptor hatten den Einsatzbefehl erhalten die eigene Flugroute zurückzuverfolgen, um schnellstmöglich in Erfahrung zu bringen, ob Caprica-Sechs die Wahrheit gesagt hatte.


    Hyperion-Flotte
    Battlestar Hyperion, Krankenstation

    Der Zustand des letzten Präsidenten der 12 Kolonien von Kobol hatte sich im Verlaufe der nächsten 24 Stunden erfreulicherweise endlich soweit stabilisiert, dass er schließlich die Kraft für die Wahrnehmung erster Termine auch die erforderliche Ausdauer und somit auch nötige Zeit hatte. Es gab so manches Wichtige zu besprechen, wofür Richard Adar als erfahrender Staatsmann genau der Richtige schien. Aber ihm wurde insbesondere von Doktor Cahill schonend erklärt aber auch eingeschärft, dass seine Amtszeit bereits seit etwa anderthalb Jahren abgelaufen war.

    „Ich fühle mich mittlerweile gut genug für eine weitere Amtszeit, die ich ja auch angestrebt habe“, erklärte und versicherte Richard Adar feierlich in einem Gespräch mit einigen Politikern und anderen wichtigen führenden Persönlichkeiten der Hyperion-Flotte, die von Doktor Cahill und Admiral Korfu die Erlaubnis erhalten hatten, die Krankenstation für eine kleines Gipfeltreffen zu betreten.

    Nach einer kurzen darauffolgenden Beratung und der anschließenden Abstimmung aller politisch aktiven und wirtschaftlichen Personen innerhalb der Flotte, war Richard Adar, wegen seiner bereits bekannten langjährigen Erfahrung von fast allen Leuten des Rates der Flotte zum neuen Interimspräsidenten der Hyperion-Flotte gewählt worden.

    Battlestar Hyperion, Offiziersmesse

    Derweil nutzte Admiral Alexander Korfu die momentan ruhige Phase für eine Unterredung mit den Befehlshabern sowie anderer führender Offiziere von den anderen Kampfsternen, denn er wollte die bereits bestehende und sehr aktive Suche nach einen bewohnbaren Planeten für die Überlebenden Menschen seiner Flotte ein weiteres Mal verstärken. Dafür benötigte er die meisten Raptor, um einen größeren Bereich absuchen zu können.


    Zylonenflotte

    Wie eine Schlange, die zielsicher der Duftspur ihrer ahnungslosen und stets nervösen Beute folgte, so folgte auch die große abgestellte Flotte der Zylonen, die aus fünf Basisschiffen und einem Auferstehungsschiff und mehreren Hilfsschiffen bestand, der Reiseroute der Flotte, die von der Galactica, der Pegasus und auch seit einiger Zeit von allen Kampfsternen der Nxy-Flotte beschützt wurde.

    Für die meisten der Einser stand es eindeutig und klar fest, man wollte das Kind Hera Agathon um jeden Preis wiederhaben. Aber auch hinter allen der noch verbliebenen rebellischen Zylonen, bestehend aus sämtlichen Zweiern, Sechsen und Achten sowie Ellen Tigh plus einem der Brüder Cavil, der bei Samuel T. Anders als Seelsorger oder Priester mit in der Widerstandsgruppe auf Caprica gewesen war, war man genauso hinterher, wie auch den Letzten Fünf.
    Die Fraktion um Cavil wusste aber auch, dass sich an Bord des geborgenen alten Antikerraumschiffes noch genügend Zylonen von allen Modellen befanden, die von dem aktuellen Geschehen in diesen Teil des Universums nichts wussten. Dennoch ging es den Cavils ums Prinzip, zumal der eine Cavil über ein für sie alle sehr, sehr gefährliches Insiderwissen verfügte.

    Heimatkolonie der Zylonen

    Auch im Zentrum des Imperiums der Zylonen dachte man über die weiteren nächsten Schritte nach. Einer der Cavils hoffte auf seine Lieblingsacht, Sharon „Boomer„ Valerii.
    Die anderen Zylonen, die Vierer und Fünfer hatten konkretere Ziele, nämlich den Planeten, von dem die Acht Sharon Satterfield stammte, anzugreifen und die dortigen Menschen auszulöschen.

    „Na schön. Wir werden auch in Kürze eine Flotte, ach was sage ich, wir werden eine Armada dorthin entsenden, zu diesem Planeten von der die Acht Sharon Satterfield stammt, obwohl mir nicht ganz wohl bei der Sache ist. Denn wir sind mit der menschlichen Plage in diesem Teil des Universums noch nicht einmal ganz fertig, und dennoch suchen wir uns schon bereits den nächsten Schauplatz, wobei und wofür wir unsere Streitmacht abermals aufteilen müssen und werden. Ich hoffe aber mal ganz stark, dass sich das Wiederauferstehungszentrum mittlerweile an einem neuen Standort befindet.“
    „Schon seitdem wir in dieser Sitzung sind, Bruder.“
    „Sehr gut. Zumindest mal etwas Positives.“


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, O‘Neills Büro

    Die Papiere und Akten stapelten sich mal wieder nicht nur auf einem ganz bestimmten Schreibtisch, sondern ebenso auch auf einigen Schränken, was dazu führte, dass General Jack O‘Neill immer mehr an den eigenen Ruhestand dachte.
    ´…ich war ja schon einmal im Ruhestand, dann auch einmal alt genug gewesen, um mein eigener Großvater zu sein…´, grübelte der Leiter der Einrichtung so in Gedanken ganz still vor sich hin.
    Urplötzlich zuckte Jack dann schließlich zusammen, denn er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er beinahe Captain Lauren Perry nicht bemerkt hatte, die ihn erneut einige weitere wichtige Unterlagen in sein Büro hereingebracht hatte.

    Die verlässliche Adjutantin und Soldatin war darauf nur sehr kurz draußen gewesen, da stürmte sie auch schon wieder zum Büro des Generals herein.

    „Oh mein Gott, Captain! Was soll das denn? Wegen Ihnen kriege ich noch eines Tages einen Herzinfarkt!“, japste Jack O‘Neill vollkommen erschrocken, wobei sein Tonfall einen leichten tadelnden Tonfall hatte.
    Schnell kam Lauren Perry auch schon zur Sache, denn es gab erfreulicherweise sehr gute Nachrichten.
    „Dann bin ich mal schnell auf der Krankenstation! Der Papierkram kann da mal warten!“, bemerkte der General, der von seinem Stuhl aufsprang und an seiner Adjutantin vorbei stürmte.

    Homeworld Command, Krankenstation

    Nach dem Verlassen des Fahrstuhles ging weiter. Weiter zu dem Ziel. Dabei auf Schritt und Tritt von seiner verlässlichen Adjutantin gefolgt, betrat der General den Bereich der Intensivpatienten auf der Krankenstation.
    Vor dem einen Patienten, der wenigen Patienten hier im Raum, hatten sich viele Mutanten versammelt, denn hier lag schon seit langer Zeit Professor Charles Xavier.

    „Wie geht es Ihnen?“
    „Besser. Ich hatte nämlich eine sehr gute Führerin“, antwortete der Professor, der dabei Doktor Jean Grey mit einem gütigen Lächeln im Gesicht anschaute.
    Die rothaarige Frau lächelte leicht verlegen zurück, und sagte dabei: „Ich hatte eben einen sehr guten Lehrer.“


  7. #127
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    Danke, allen Lesern und den Buttondrückern

    Planmäßig geht es heute weiter, viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.03 - “Eine lange Reise, Teil 2”

    Entfernte Galaxie
    Hyperraum
    Destiny, Brücke

    Wie so oft, wenn nichts Besonderes auf einer fremden Welt entdeckt worden war, die erkundet wurde oder sich die Destiny, wie soeben im Hyperraum befand, saß Doktor Rush an einer Konsole, während es sich Colonel Young auf dem Stuhl des Kommandanten bequem gemacht hatte und dabei den Wissenschaftler nicht aus den Augen ließ. Denn Everett würde trotz allen weiterhin jede auch nur so kleine Arbeit von Nicholas von Eli bis ins kleinste Detail überprüfen lassen.

    Alle an Bord wussten, dass sie sich immer weiter dem Ziel unaufhaltsam näherten, weil das Signal im Hintergrund, weswegen die Destiny einst vor Millionen von Jahren gebaut und losgeschickt worden war, von zeit zu zeit stärker und klarer zu werden schien. Dies war ein Grund, warum Eli erneut damit beauftragt worden war zu berechnen, wie lange ihre Reise denn noch dauern würde.

    Destiny, Hydro-Kuppel/Garten

    Die Kuppel bestand schon seit einiger Zeit schon nicht mehr nur aus einer kristallinen und metallenen Struktur, sondern auch aus einem installierten Schutzschild. Zurzeit hielten sich gerade MacGyver, Pete und Jack darin auf, weil sie am heutigen Tage an der Reihe waren die Pflanzen zu pflegen und zu wässern. Eine Arbeit, die nur einen nicht zusagte, nämlich Dalton, der sich mal wieder zurück auf die gute alte Erde und seinen immer noch nicht erfühlten Träumen wünschte.

    Bei der Gartenarbeit blühte Pete geradezu jedes Mal aufs Neue auf. Somit war er auch abgelenkt, doch nur solange bis Jack mal wieder bemerkte, dass sie drei und auch alle anderen an Bord der Destiny nie wieder heimkehren könnten.

    „Also gut, das reicht jetzt!“, schaltete sich Mac schimpfend ein, „Wir werden sicher und ganz bestimmt einen Weg finden, wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen!“
    „Deine Worte in Gottes Ohren!“, seufzte Jack matt.
    „Es reicht jetzt, Dalton! Noch ein Wort und ich buddle dich hier irgendwo ein!“, drohte Pete jetzt ebenfalls akut genervt, dem das Thema aber ebenfalls ab und wann beschäftigte.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis, Stargate-Raum

    Die Trinitatis hatte soeben plangemäß den Hyperraum verlassen. Somit war Zeit für eine weitere Mission. Aber nicht durch das Stargate, sondern mit Hilfe eines Puddle Jumpers ins nahegelegene Sonnensystem. Dabei stand schon eines fest, Hank McCoy würde es sich nicht nehmen lassen an dieser Mission persönlich teilzunehmen. Erst vor wenigen Stunden hatte er ein sehr ernstes Wort mit Rodney McKay geredet, nämlich die anderen Wissenschaftler nicht mehr weiter wegen Fehlern abzukanzeln, da man nur daraus lernen könne. Dies war für den Physiker eine der unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens und seiner Karriere gewesen, denn von Hank McCoy, genannt Beast, ging wegen seines blauen zotteligen Aussehens eine ganz besondere Ausstrahlung aus. Um wirklich sicher zu gehen, hatte der Leiter der Expedition beschlossen den Kanadier mitzunehmen.
    „Wieso denn ausgerechnet mich?“
    „Weil natürlich jemand den Jumper bedienen und fliegen muss, und das sind dieses Mal, Sie!“, verfügte McCoy, der dabei auf McKay deutete.


    Andromeda-Galaxie
    Raptor-Geschwader der Galactica-Flotte

    Die zu diesem Zeitpunkt, noch zehn von den dreißig ausgesandten Aufklärungsraptor wagten sich mit dem nächsten FTL-Sprung noch ein großes Stück weiter, auf der bisherigen zurückgelegten Route der Galactica-Flotte, zurück. Es war ein sehr riskanter Einsatz für alle Frauen und Männer, die an diesem Einsatz teilnahmen. Dabei wurde die Gefahr stetig größer, denn durch jeden erneuten Sprung könnte man tatsächlich durchaus wieder auf die Zylonen zu treffen. Zudem wurde das Geschwader mit jeden Punkt, der eine FTL-Koordinate markierte, erneut um zwei weitere Raptor kleiner, weil an jedem dieser Sprungkoordinaten ein Paar, also zwei Raptorbesatzungen den Befehl hatten, zur weiteren Aufklärung zurückzubleiben. Doch bislang waren sie noch auf keine Zylonen getroffen, die der Flotte der Galactica eventuell folgen könnten, wie es Caprica-Sechs verraten hatte.

    Gerade eben hatte das verbliebene Geschwader der Raptor von der Galactica-Flotte wieder einen FTL-Sprung, mittlerweile den siebten erfolgreich abgeschlossen.
    Sie befanden sich nun in einem Asteroidenfeld. Wie üblich wollten sie untereinander auslosen, wer als Aufklärer vor Ort verbleiben sollte.

    Doch dazu kam es nicht, denn ein Alarmsignal und mehrere Kontakte auf dem DRADIS, ließen nicht nur Racetrack und Skulls zusammenzucken. Die beiden Raptorbesatzungen der Kolonialen hatten Glück, weil sie kurz nach ihrer Ankunft im Asteroidenfeld ihre Energie soweit reduziert hatten, so dass sie von den Zylonen nicht bemerkt wurden.

    „Ich habe so etwas doch geahnt. Verflucht!“, zischte Racetrack, die aufmerksam, wie alle anderen Menschen auch, beobachtete um wie viele Schiffe der Zylonen es sich hier handelte.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, O‘Neills Büro

    Die neuesten Gutachten, die man vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte, lagen endlich vor. Die Ergebnisse waren ernüchternd, weil viele der BC-304er wohl in der nächsten Zeit aus dem Dienst genommen werden müssten. Der Grund dafür war natürlich das viele fehlende Geld, welches für die Ausgaben der dringenden aktuellen Reparaturen benötigt werden würde, vom IOA aber, lieber gleich in den Bau der neuen Schiffe investiert werden würde.

    Mit einem müden Blick sah sich General O‘Neill die Liste der Schiffe an, die kurz davor standen, wohl in naher Zukunft endgültig stillgelegt zu werden.

    ‚Das wird Sam und auch Steven aber nicht besonders gefallen, wenn ich mir hier die Infos so anschaue‘, wusste Jack, weil unter anderem auch die George Hammond und die Daedalus auf der Liste der möglichen Streichungen standen. Es waren aber beides sehr verdiente Schiffe innerhalb Flotte, die an den vielen zahlreichen, gefährlichen Einsätzen und Schlachten, und damit im Kampf gegen zum größten Teil übermächtige Feinde teilgenommen hatten.

    „Vermutlich hat Carter es schon geahnt, als sie die Concordia bekommen hatte“, murmelte er dann vor sich an, wobei er dennoch mitbekam, wie die Tür seines Büros aufging. Es war seine verlässliche Adjutantin Captain Lauren Perry, die ihn wie so oft an einen wichtigen Termin erinnerte.
    „In etwa einer Viertelstunde werden Sie, Sir und ich abgeholt. Es geht um die anstehende Besichtigung der Weltraumwerft im ehemaligen Abydos-System, wo einige der neuen Kampfsterne gebaut werden sollen, General. Auch Miss Mariko Yashida wird uns, an Bord der U.S.S. Abydos, ebenfalls dorthin begleiten.“
    „Danke, Captain. Ich bereite mich sofort darauf vor.“

    Nachdem die Tür wieder verschlossen war, dachte Jack O‘Neill sofort an all die vielen Missionen, die ihn und SG-1 einst nach Abydos geführt hatten. Darunter war auch der Abschied von Skaara, der wie alle anderen Abydonier auch sowie der gesamte Planet, von Anubis und seiner damaligen Superwaffe vernichtet worden war. Und jetzt befand sich dort eine sehr wichtige Werft von der Erde, weil dort die neuesten Schiffe gebaut wurden. Unter anderem auch gebaut nach den Plänen der Kolonialen, also die Viper und Raptor und natürlich auch die verschiedenen Klassen von den Kampfsternen, die das Expeditionsteam von Miss Shen aus der Andromeda-Galaxie, von den Überlebenden des Holocausts der 12 Kolonien von Kobol geschenkt bekommen hatten.

    Doch es gab auch noch etwas Neues vom IOA, dem es endlich erfolgreich gelungen war, mit den überlebenden Asgard aus der Pegasus-Galaxie ein sehr nützliches Abkommen auszuhandeln. Es war zwar ein weiter Weg dahin gewesen, sowohl für die Außerirdischen als auch für die Menschen wieder zueinander zu finden. Grund des Erfolges war auch die Anwesenheit von Morgan Le Fay und Myrddin. Die Asgard gaben sofort nach ihrer Ankunft als Zeichen des Vertrauens den Schlüssel des Attero-Gerätes zurück, wobei sie auch erklärten, was sie eigentlich damit vorgehabt hatten.

    Zusätzlich wurde beschlossen eine verdeckte Aufklärungsmission zu starten, deren Inhalt es war die Vampire zu beobachten, weil durch jene nach Ansicht der Politiker, des IOA und der UN, vermutlich aktuell die größte Gefahr nicht nur für die Menschen von der Erde, ausging. Für diesen äußerst heiklen Einsatz wurde bestimmt, dass sich drei BC-304er, die die von Myrddin installierte Tarntechnologie besaßen, für diese Mission stetig abwechseln sollten.

    Doch noch etwas Wichtiges landete auf dem Schreibtisch von General Jack O‘Neill, nämlich dass es der letzten Wraith-Königin allen Anschein nach gelungen war, mit einer kleinen Flotte zu entkommen und sich somit in unbekannte Regionen der Pegasus-Galaxie zurückzuziehen. Ein Problem, um welches sich General Steven Caldwell zu kümmern bereit erklärt hatte. Doch er benötigte dafür die Hälfte des Flottenverbandes, welcher in der Pegasus-Galaxie stationiert worden war. Aber es gab an diesen Tage auch gute Nachrichten aus jener Galaxie, denn alle vom Stamme Todds, die sich mit dem Medikament hatten behandeln lassen, waren nun nicht mehr auf Menschen als ihre Nahrungsquelle angewiesen. Das Atlantis-Team hatte sich deswegen als eine Art von Gegenleistung dazu bereiterklärt, bei der Versorgung und dem Aufbau einer Agrarkultur zu helfen.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adamas Quartier

    Derweil gab es gute Nachrichten an Bord des Flaggschiffes, die endlich auch William Adama erreichen sollten.

    „Das Raffinerieschiff wurde vor wenigen Stunden von den Ingenieuren vollkommen durchgecheckt, die Probleme mit der messbaren Strahlung beziehungsweise der verfolgbaren Energiesignatur werden erst dann behoben, sobald uns die Zylonen nicht mehr auf unseren Kurs folgen sollten, so wie Sie es angeordnet hatten. Es befindet sich seither auf dem Kurs, den wir zuvor ausgearbeitet haben. Wir erwarten es in spätestens fünf Tagen bei den vereinbarten Koordinaten“, teilte Lieutenant Felix Gaeta dem Admiral mit.

    Aber William Adama hatte noch eine andere weitere wichtige Angelegenheit auf dem Plan. Doch dazu musste er sich zunächst mit Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon beratschlagen.

    Battlestar Galactica, Steuerbordhangardeck

    Kurz nachdem Gaeta sein Quartier endlich verlassen hatte, begab sich Adama auf das Steuerbordhangardeck. Wie erhofft, traf der Admiral hier auf die Raptorpilotin, die gerade die Systeme ihres Raptors checkte.

    „Athena. Ich muss Ihnen eine sehr wichtige Frage stellen… unter vier Augen!“
    „Oh. In Ordnung. Am besten gehen wir dafür in das Büro von Chief Tyrol“, schlug die Acht vor.

    Das anschließende Gespräch zwischen den beiden hatte nur ein wichtiges Thema: Eine der wichtigsten Anlagen der Zylonen, nämlich das Wiederauferstehungszentrum zu finden. Dieses galt es, auf Empfehlung der Rebellen unter den Zylonen zu zerstören, damit die andere Fraktion der Zylonen keinen Vorteil mehr hätte, und zwar eine Form der Unsterblichkeit, die für jene somit für immer verloren war.

    „Sie wollen es zerstören, Admiral?“
    „Ja. Zudem holen wir die Drei, die wir als D‘Anna Biers kennen aus dieser Box, da sie angeblich die Gesichter der letzten menschlichen Zylonenmodelle kennen soll. Aber nicht nur dies, denn diese Sechs, die Baltar Caprica-Sechs nennt, hat es mir geraten, ebenso die anderen rebellischen Zylonen, die sich unserer Flotte angeschlossen und meinem Befehl unterstellt hatten“, antwortete William Adama auf die Frage von Sharon Agathon.
    „Es wird ein sehr riskanter Feldzug werden, der aber wichtig, aber auch unausweichlich ist, wenn wir und die rebellischen Zylonen um deren Anführerin, der Sechs Natalie für einen gewissen Ausgleich sorgen wollen.“
    „Damit die Fraktion um Bruder Cavil so ist, wie wir, sterblich.“
    „So ist es, Lieutenant. Daher will ich, dass Sie, Starbuck sowie Natalie an einem guten Angriffsplan arbeiten!“

    Battlestar Galactica, CIC

    Mit einem nachdenklichen Gesicht hatte Admiral William Adama wieder die Brücke seines Schiffes betreten. Es war der Moment gekommen, einen weiteren Sprung in einen neuen Sektor auszuführen.

    Die gesamte Flotte meldete nach dem ausgeführten Überlichtsprung dem Flaggschiff ihre Anwesenheit. Kein Schiff war verloren gegangen.

    Doch dann, sie waren erst seit etwa seit einer Viertelstunde vor Ort, als das Alarmsignal ertönte, eine Warnung, dass sich ein neues fremdes Objekt auf dem DRADIS befand. Sofort hob Admiral Adama den Kopf, ergriff den Hörer und befahl der Battlestar Pegasus und zwei anderen Kampfsternen sowie dem zivilen Teil der Flotte den sofortigen Sprung zu den Notfallkoordinaten. Er selber wollte zunächst mit dem Flaggschiff der Flotte, der Galactica sowie der Battlestar Trojan zurückbleiben.

    „Das Objekt ist ein wenig zu klein, um ein Basisschiff der Zylonen zu sein“, meldete Lieutenant Gaeta.
    „Was ist das denn jetzt nur schon wieder los?“, rätselte Adama, dem der kürzliche Kontakt mit den drei Zylonenjägern und dem Wiederauftauchen von Lieutenant Bulldog immer noch beschäftigte.

    Dann meldete Lieutenant Moore: „Sir, wir werden von diesen fremden Schiff auf unseren Frequenzen angefunkt.“
    „Na schön. Sie sollen sich über den Prioritätskanal identifizieren! Fordern sie, sie über diesen Kanal heraus, Mister Moore!“
    Der Kommunikationsoffizier sammelte sich kurz, dann setzte er den Befehl mit den Worten: „Hier ist die Battlestar Galactica! Identifizieren Sie sich umgehend, oder wir werden Sie abschießen!“


    Die Worte, die nun jetzt aus den Lautsprechern im Combat Information Center zu hören waren, waren für alle, die sie hörten eine große Überraschung. Vielleicht die größte ihres Lebens. Eine Begebenheit, mit der man niemals gerechnet hatte. Darum nahm Admiral Adama den Hörer noch fester in die Hand, dann sprach er: „Bitte. Wiederholen Sie das noch einmal, denn ich will sicher sein, dass dies kein verfluchter Traum ist!“

    Kurz darauf antwortete auch schon die Stimme der Frau, die das fremde Schiff kommandierte: „In Ordnung. Ich tue Ihnen den Gefallen, Admiral, und wiederhole: Hier ist General Samantha Carter vom Erdschiff U.N.S. Concordia.“
    „Also von der Erde.“
    „Vielleicht nicht von der Erde, die Ihnen aus den Überlieferungen, der Seherin und Prophetin Pythia bekannt ist. Denn die Erde, von der ich stamme liegt in einer anderen Galaxie…“
    „Dann ist es also doch noch am Ende wahr, was uns diese Zylonin, eine Acht, die wir als Captain Sharon Satterfield kennengelernt haben, erzählt hat.“
    „Sagten Sie gerade, dass sich Captain Sharon Satterfield bei Ihnen an Bord befindet?“
    „So ist es.“

    „Vorsichtig, Bill!“, mahnte Colonel Tigh sofort zu mehr Wachsamkeit, der die Unterhaltung der beiden Befehlshaber somit für einige Sekunden unterbrach.

    Der Befehlshabende Offizier der Galactica nickte, dann fuhr er fort: „Ich würde sie gerne persönlich kennenlernen, und hiermit zu einer Unterredung an Bord meines Schiffes einladen, General Carter.“

    U.N.S. Concordia, Brücke

    „Das lässt sich einrichten, es gibt da mit Sicherheit eine Menge zu erzählen. Ich könnte mich in den nächsten Minuten an Bord ihres Schiffes beamen lassen, Admiral.“
    „Beamen?“, hörte man die fragende, heisere Stimme des Mannes, der ziemlich irritiert klang, aus dem Lautsprecher.
    „Das ist eine Form von Technologie, die ich Ihnen erläutern könnte.“
    „Ja. Was auch immer dieses Beamen ist…, kommen Sie besser an Bord eines Schiffes auf die Galactica“, erklärte Admiral Adama, worauf General Carter schließlich einwilligte.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis, Konferenzraum

    Ein sichtlich sehr zufriedener Doktor Hank „Beast“ McCoy trat als Letzter in den Raum. Der Leiter dieser Mission hatte vor wenigen Stunden seinen ersten Außeneinsatz auf einem fremden Planeten hinter sich gebracht. Es war dabei nichts Aufregendes passiert, doch der Mutant, der über viele Jahre ein aktives Mitglied der X-Men gewesen war, hatte dabei einige sehr interessante Entdeckungen machen können.

    Während des Besuches auf diesem fremden Planeten hatte man einige beeindruckende Pflanzen gefunden, die denen auf der Erde sehr ähnlich waren.
    „Wir haben bisher 14 Galaxien durchquert und ebenso viele Planeten aufsuchen können. Unser nächster Halt wird schon in genau acht Stunden sein, daher schlage ich vor, dass sie sich alle etwas Ruhe gönnen! Auch Sie, Doktor McKay!“, erklärte McCoy am Ende der Besprechung.


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Steuerbordflug und -hangardeck

    Kurz bevor sich der Puddle Jumper mit General Samantha Carter an Bord auf den Abflug zur Galactica machte, hatten sie alle sehen können, wie die übrige Flotte zurück zur Galactica gesprungen war, weil keine Gefahr drohte.
    Mittlerweile befand sich der Puddle Jumper im Landeanflug.

    „Puddle Jumper 1 von der Concordia, hier Captain Aaron Kelly von der Galactica, setzen sie ihren Landeanflug auf das Steuerbordflugdeck fort und landen sie dann auf Landezone drei! Wir freuen uns Sie an Bord begrüßen zu dürfen und zu haben!“
    „Verstanden, Galactica“, erklärte der Pilot des Puddle Jumpers, der das Fluggerät in die Steuerbordgondel und auf die zugewiesene Fläche zusteuerte.

    Auf dem Steuerbordhangardeck hatten sich bereits nicht nur Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Commander Adama und weitere hochrangige Vertreter der Galactica-Flotte eingefunden, sondern auch noch viele weitere Menschen, die die Ankunft von General Samantha Carter unbedingt miterleben wollten.

    Schließlich war der große Moment gekommen, der Puddle Jumper wurde nicht, so wie die Viper und Raptor mit technischen Gerät in den Hangar gezogen, sondern glitt von selbst durch die Luft, knapp über den Boden, hinein bis zu der Stelle, die einer Deckhelfer dem Piloten zuwies.

    Die beiden Triebwerke des Puddle Jumpers wurden abgeschaltet und eingefahren, erst dann öffnete sich dessen Heckluke.

    „Achtung, Stillgestanden!“, befahl Colonel Saul Tigh, der XO der Galactica, mit lauter Stimme allen Anwesenden, damit jene sofort Haltung auf dem Hangardeck annahmen.
    Abrupt endete auch schon das vielstimmige Getuschel unter den Frauen und Männern auf dem gesamten Hangardeck.
    Zuerst traten einige von der Crew der Concordia aus dem Puddle Jumper, kurz darauf verließ diesen auch General Samantha Carter, die sich lächelnd umblickte und zielsicher auf Admiral William Adama und Präsidentin Laura Roslin zuging.

    Ohne etwas zu sagen, salutierte der Commander der Galactica vor der Besucherin, die es ebenfalls tat.
    „General Samantha Carter, willkommen an Bord der Battlestar Galactica. Darf ich Ihnen zunächst die Präsidentin der 12 Kolonien von Kobol, Laura Roslin, vorstellen.“
    „Ja. Sehr erfreut Sie alle kennenzulernen, Admiral Adama. Präsidentin Roslin. Danke, für diesen überaus freundlichen Empfang. Wäre nicht nötig gewesen. Denn von allen, was ich bereits über ihr Volk schon gehört habe, sind Sie alle wirkliche Helden, die bislang Unvorstellbares zu meistern hatten.“
    „Nicht so bescheiden, General Carter“, entgegnete Präsidentin Roslin, „außerdem haben alle in der Flotte von ihrer Ankunft hier bei uns gehört, und sind einfach nur sehr neugierig. Wir sind sehr froh, dass sie uns gefunden haben.“
    „In der Offiziersmesse können wir uns in einer etwas ruhigeren Atmosphäre sicherlich viel besser und auch ungestörter unterhalten“, erklärte Admiral Adama mit ruhiger Stimme, wobei er eine einladende Geste machte und damit andeutete ihm zu folgen.

    Eine kleine Pause war entstanden, die Colonel Saul Tigh zu beenden wusste, indem er: „Okay, Leute das war‘s jetzt! Jetzt geht ihr alle wieder zurück an eure Arbeit!“, sagte.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Konferenzraum

    Die Behandlung der Wraith, die unter Todd eine eigene Gesellschaft gegründet hatten, war zum Glück ein großer Erfolg gewesen. Aber die eine berechtigte Frage kam in jeden auf, was war mit der vermutlich letzten verbliebenen Wraith-Königin und ihrem Gefolge, von mehr als tausend Wraith zu tun. Denn jene hatten allesamt eine Behandlung und somit Umwandlung kategorisch abgelehnt, und dabei klare Bedingungen gestellt.

    „Wir sollten diese Wraith-Königin sowie ihre gesamte Brut aufspüren und alle töten! Scheiß auf diese Vereinbarung, die da von ihnen und ihren Vorgesetzten getroffen wurde!“, war alles was Ronon Dex, zu diesen Thema, zu sagen hatte.
    Mister Woolsey seufzte daraufhin ein wenig. Danach wanderte sein Blick zu General Caldwell, der anmerkte: „Dies könnte einen weiteren Krieg bedeuten, und zwar mit einen ungewissen Ausgang. Doch steht eines bereits fest: Die Menschen in dieser Galaxie, die auf dem Gebiet dieser Wraith leben, sind unmittelbar ernsthaft bedroht. Ich rate aber dringend dazu, dass wir zunächst einmal alle unsere Reparaturen bei den Schiffen in unserer eigenen Flotte abschließen, bevor wir eine weitere militärische Mission gegen die letzten „bösen“ Wraith starten!“
    „General Caldwell hat recht“, stimmte Sheppard zu, „wir müssen uns da wirklich sehr sicher sein, dass wir sie dann alle möglichst auf einmal erwischen. Wir müssen aus den Fehlern der Antiker lernen. Nicht, dass es mit dem Wraith von Neuem beginnt.“


  8. #128
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    Ein Dankeschön an die gesamte Leserschaft und an die Betätiger des Buttons !

    Heute ist es mal wieder soweit, denn es gibt den dritten Teil des aktuellen Drei-Teilers
    Viel Spaß beim Lesen!

    Odyssee
    Folge 6.04 - “Eine lange Reise, Teil 3”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Offiziersmesse

    Es war ein überaus sehr interessantes Treffen, denn für eine lange Zeit hatte man die Geschichte, die Captain Sharon Satterfield ihnen erzählt hatte, nur sehr schwer glauben können. Doch jetzt hatte man endlich die Gewissheit, dass es dort draußen in dem unendlichen Meer aus Sternen dieser Galaxis noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol gab.

    „Ist ihr Schiff wirklich so gut technologisch ausgerüstet und zudem auch noch bewaffnet, General Carter?“
    „Ja, Colonel Tigh. Wir verfügen außerdem über einige Schiffe, die durch Myrddin, einen Verbündeten, ein perfektes Tarnsystem besitzen. Doch die Concordia verfügt leider nicht darüber. Allerdings besitzen diese Puddle Jumper, mit so einem kleinen Schiff, mit dem ich zu ihnen an Bord gekommen bin, diese Technologie…“
    „Ich muss da mal dazwischen gehen“, bemerkte Admiral Adama, „wir haben einen sehr entscheidenden Militärschlag vor uns, vielleicht könnten sie uns da behilflich sein.“
    „Worum geht es?“
    „Wir wollen diese Zylonen, die sich um Cavil als Fraktion gebildet haben, sterblich machen! Und zwar indem wir das Wiederauferstehungszentrum zerstören, welches alle anderen Wiederauferstehungsschiffe in dieser Galaxis steuert“, antwortete der XO der Galactica, bevor sein Vorgesetzter die Möglichkeit hatte, zu antworten.

    „Wow!“, machte Sam Carter nur, die sich erst einmal für einen Moment in den Stuhl zurückfallen ließ.
    „Keine Sorge, General. Die Rebellen, die sich bei uns befinden, haben uns dazu ermutigt, denn sie sind an Truppen und Schiffen der Fraktion von Cavil weit unterlegen“, erklärte William Adama, „derzeit wird bereits an einem Angriffsplan gearbeitet. Doch zunächst einmal müssen wir dieses Wiederauferstehungszentrum irgendwie aufspüren, was nicht gerade einfach sein wird. In ungefähr zwei Stunden findet eine weitere Lagebesprechung dazu statt, Sie sind dazu gerne eingeladen.“


    Zwei Stunden später
    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Taktikraum

    Es war wie erwartet im Raum sehr voll geworden, und um den großen Tisch hatten sich natürlich auch die übrigen Commander der anderen Kampfsterne in der Flotte sowie auch die Anführer der Zylonen versammelt.

    Lange dauerte es nicht, denn Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die stets anders dachte als nach dem Lehrbuch, hatte einen sehr guten Plan, der allerdings bei einigen der Kolonialen auf großes Unbehagen stieß.

    „Wir sollen was tun? Ich halte es für ziemlich riskant! Hochriskant, ausgerechnet den Zylonen, auch unter den gegebenen Umständen, so viele unserer Piloten anzuvertrauen! Zudem sollen wir uns auf diese Menschen verlassen, die von weit hergekommen sind…“, murmelte der XO von der Aron zweifelnd vor sich hin.
    „Der Plan von Starbuck ist verrückt, weswegen er auch mit Sicherheit funktionieren wird“, wusste hingegen ein lächelnder Lee Adama, der Commander der Pegasus.
    „Dem schließe ich mich an“, fügte sein Vater, der Admiral hinzu, der sich ebenfalls an so manches Husarenstück der Viperpilotin erinnert hatte.

    Doch die nagenden Zweifel an diesen Feldzug waren damit noch lange nicht ausgeräumt, denn Commander Samuel O‘Hara von der Nyx, meinte: „Diese Drei, D‘Anna Biers, und auch das Wiederauferstehungszentrum selbst, werden bestimmt von einer ganzen Flotte von Basisschiffen beschützt werden. Die rebellischen Zylonen haben gerade einmal drei Basisschiffe retten können, und diese werden vermutlich nicht ausreichen um das Ziel zu erreichen. Auch können wir ihnen mit keinem unserer Kampfsterne in so kurzer Zeit nachspringen, um zu helfen…“
    „Deswegen benötigen wir so viele Viper- und Raptorgeschwader, die sie dafür auch nur entbehren können“, erklärte Natalie, eine anwesende von drei Sechsen, die sehr darum bemüht war, auch die letzten Bedenken an dem wichtigen Bündnis und dem von Starbuck vorgeschlagenen Angriffsplan auszuräumen.

    „Vielleicht könnten wir euch ja mit unserer Technologie helfen“, erklärte Sam, die bislang die Besprechung nur wortlos mitverfolgt hatte.
    „Wie?“, fragte Starbuck.
    „Entweder mit Hilfe eines Subraumsenders oder eines Langstreckenkommunikators. Wir haben da nur in gewisser Art und Weise die Qual der Wahl. Doch sollte man es, egal was, erst benutzen, wenn die Basisschiffe der Rebellen das Wiederauferstehungszentrum erreicht haben. Sobald dies geschehen ist, greife ich mit der Concordia in den Kampf ein. Es bestünde immerhin auch die Möglichkeit einen oder auch zwei ihrer Kampfsterne von der kleinsten Klasse, mit uns im Schlepptau, mit in den Hyperraum zu nehmen, was dann aber unsere Reisegeschwindigkeit ziemlich verlangsamen würde.“
    „Captain Thrace, was halten sie von diesem Vorschlag?“
    „Nun ja, Admiral, wir könnten dadurch unsere niedrigen Chancen entscheidend um so einiges erhöhen“, war alles, was Kara noch dazu zu sagen hatte.

    Battlestar Galactica, Quartier des XO

    Unruhig ging Ellen Tigh seit Stunden auf und ab, denn sie war immer noch hin und her gerissen. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich entscheiden sollte, weil sie die Identität der anderen vier, der letzten Fünf kannte. Es lag gewissermaßen an Ellen Tigh, für eine mögliche Aufklärung in dieser Angelegenheit zu sorgen. Doch um dies zu erreichen, müsste sie zunächst aber verdeckt mit jedem der anderen vier von den letzten Fünf im Verborgenen sprechen.

    Colonial One, Sitzungsraum des Zwölferrates

    Eine hitzige Debatte über einen Antrag der Zylonenrebellen war entflammt, denn jene wollten vollwertige Bürger der Kolonien werden.

    „Das soll doch wohl ein übler Scherz sein? Erst zerstören Sie, die Zylonen, all unsere Kolonien, unsere Flotte…, wollten uns alle, die Menschheit mit diesen Angriff für immer auslöschen, danach jagen Sie uns quer durch die Galaxis, und jetzt das!“, schimpfte einer der beiden Delegierten von Picon wütend und empört.
    „Präsidentin Roslin, als auch Admiral Adama sollen sich bereits dazu entschieden haben“, bestätigte der neue Vizepräsident, der Tom Zarek in diesem Amt abgelöst hatte, welcher sich nach wie vor in der Brig befand.

    Nach einer kurzen Pause fuhr der Vizepräsident der Flotte, Adrian Auckland, fort: „Bitte, bitte, bewahren Sie in diesem Raum die Ruhe als auch die Form, Ladies und Gentlemen! Ich weise alle Anwesenden ausdrücklich daraufhin, dass eine endgültige Entscheidung darüber, erst nach der bevorstehenden Mission, der die vollständige Zerstörung des Wiederauferstehungszentrums, das mitunter die Aufbewahrungsstation beinhaltet, getroffen werden soll! An diesen Einsatz kooperieren die Streitkräfte der 12 Kolonien von Kobol und die der Zylonenrebellen, sowie nach meiner Information auch die Concordia… Ruhe bitte, Freunde!“
    Die letzten Worte musste der Vizepräsident geradezu schreien, denn innerlich kochte bei vielen der Delegierten immer noch die Empörung, über den eingebrachten Antrag der Zylonenrebellen.

    Nachdem sich die Delegierten des Rates endlich wieder beruhigt hatten, gab es wohl die nächste Situation, die für weitere heftige Anspannungen sorgen würde. Denn auf ein Zeichen von Vizepräsident Auckland hin, betrat eine Zylonin, eine Sechs, in Begleitung einer Sicherheitseskorte den Raum.

    Mehr als die Hälfte der versammelten Delegierten und andere Mitarbeiter der Regierung waren fassungslos. Sollte es tatsächlich einer Angehörigen einer feindlichen Seite es erlaubt werden, hier vor ihnen zu sprechen.

    Und so war es auch.

    Doch die Zylonin hatte vor sich so kurz, wie nur irgendwie möglich zu fassen und nebenbei für eine gemeinsame Allianz gegen Cavil und seine Fraktion zu werben.
    „… und es ist die eine Sache, die Euch Menschen vollkommen macht: Es ist die Sterblichkeit, die uns Zylonen noch fehlt. Wir werden sie haben, diese Vollkommenheit, wenn das Wiederauferstehungszentrum zerstört worden und somit der Vorteil von Cavil und seinen Anhängern zunichte gemacht worden ist. Auch geht es darum eine unserer Schwestern, aus den Händen unserer wilden Brüder, zu befreien. Ich danke Ihnen, dass es mir erlaubt worden ist, hier vor ihnen zu sprechen“, sagte Natalie, die sich noch einmal umschaute, bevor sie wieder hinaus geleitet wurde.

    Viele waren nun doch beeindruckt von dieser Ansprache und der Ansicht, dass eine Allianz von Nutzen sein könnte. Aber es gab dennoch nach wie vor genügend Delegierte, die davon nichts hielten.
    „…ich weise daraufhin, dass diese Zylonen hier, die sich unserer Flotte und dem Befehl von Admiral Adama unterworfen haben, auf ihren Vorteil sich in einen neuen Körper zu begeben, für immer verzichten…“
    „Wer sagt das? Es könnte genauso gut ein verfluchter Trick von denen sein!“

    Batttestar Galactica, Taktikraum

    Starbuck und Leoben stellten zunächst nur Admiral Adama ihren endgültigen Plan vor, wie der Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum durchgeführt werden sollte. Wortlos nahm der Commander der Galactica jedes einzelne Wort und Detail in sich auf. Schließlich nickte er: „Gut. Der Zylon Cavil und seine Anhänger wissen nichts von der Concordia und ihren enormen taktischen und technologischen Vorteilen, wohl aber vermutlich von diesen Puddle Jumpern. Starbuck, sie sorgen mir dafür, dass eine ausreichende Anzahl von Viper sowie auch einige Raptor an Bord der Basisschiffe verlegt wird! Nehmen Sie zudem Kontakt mit General Carter auf und weihe sie in den Angriffsplan ein! Außerdem wird sie dann vermutlich auch nichts mehr dagegen haben, einige ihrer Jumper und F-302er dorthin zu verlegen.“
    „In Ordnung, Admiral.“


    Drei Tage später
    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff, Kontrollraum

    Mit den Händen in der wässrigen Flüssigkeit nahmen die Zylonen die Informationen aus dem Datenstrom in sich auf. Die Vorbereitungen für den gemeinsamen Schlag der Menschen und ihrer Flotte waren schon lange abgeschlossen, und man hatte sich bereits mit einem FTL-Sprung von der Flotte der Galactica entfernt. Vor wenigen Stunden erst waren insgesamt die letzten der 60 Viper, 12 Raptor, 6 Puddle Jumper und auch F-302er sowie das dazugehörige Personal an Bord aufgenommen worden.

    Einer der Leobens war sich derweil sicher, dass es jederzeit soweit sein könnte. Man würde irgendwann auf das Wiederauferstehungszentrum treffen. Doch dieses zu finden, war Aufgabe der Hybriden, die die Basisschiffe steuerten. Und zunächst einmal mussten diese sich selber aufeinander abstimmen. Ein Umstand, der einige Sprünge in Anspruch nehmen würde.

    „Wir werden ein akustisches und visuelles Signal erhalten, sobald wir in die Reichweite des Wiederauferstehungszentrums gelangen“, erklärte eine Acht einigen von den Menschen, die sich erkundigt hatten, wann man es in etwa wüsste, wenn man dem Ziel nahe genug war.

    Anderes Basisschiff, Hangardeck

    Viele der Menschen hatten ein mulmiges Gefühl, wenn hin und wieder Zenturios zwischen sie oder ihre Flugzeuge umherliefen. Vor wenigen Tagen noch war man erbitterte Feinde gewesen, doch hatte sich etwas verändert, etwas, was sie dazu gebracht hatte zusammen zu arbeiten.

    Von allen Menschen an Bord, waren die am entspanntsten, die von der Concordia gekommen waren. Einige von ihnen hatten es in ihrem Leben schon bereits mit anderen außerirdischen Leben und Lebensformen zu tun gehabt. Aber hatten sie es noch nie selber mit oder gegen die Zylonen zu tun gehabt, beziehungsweise hatten insbesondere gegen Zenturios oder zylonische Jäger kämpfen müssen, mit Ausnahme des Teams um Miss Shen. Eine wesentlicher Erfahrung, die den anderen Menschen aus der Milchstraße natürlich noch bevorstand. Sobald man das Ziel erreicht hätte, würde man Kontakt mit der Concordia aufnehmen, die so schnell es ihr möglich war, ebenfalls in den Kampf eingreifen würde.

    Galactica-Flotte

    Schon seit dem Aufbruch der Flotte der rebellischen Zylonen, hatten sich die Concordia und die Battlestar Trojan etwas von der übrigen Flotte abgesondert. Denn man musste jederzeit dazu bereit sein, um gemeinsam in dem Hyperraum einzutreten. Ein überaus riskantes und gefährliches Manöver für die übrigen Schiffe von der Flotte der Menschen, die sonst dabei sehr leicht in das Wirkungsfeld der Raumspaltung geraten könnten.


    Entfernte Galaxie
    Hyperraum
    Trinitatis, Krankenstation

    Ein ständig meckernder und nörgelnder Doktor Rodney McKay war an sich schon für so ziemlich jeder unangenehm zu ertragen, doch einer, der dann noch über irgendwelche Krankheitssymptome klagte, war in den meisten Fällen eindeutig eine klare Steigerung. So war es auch dieses Mal. Der Kanadier hatte sehr, geplagt von großem Appetit von so einigen Speisen etwas zu sich genommen, die dann offenbar bei ihm anscheinend eine allergische Reaktion ausgelöst hatten.

    Alle an Bord waren froh darüber, dass sich die Ärztin, Doktor Jennifer Keller, ebenfalls der Mission angeschlossen hatte. Zum einen war sie seit Jahren mit diesem Dauerpatienten verheiratet, und zum anderen kannte sie auch dessen Macken am Besten.

    „Ich würde sagen, du bleibst bei dem Dir bekannten Essen, mein Lieber!“
    „Aber ich habe richtige Bauchschmerzen. Und außerdem, meine Zunge und Haut fühlen sich ganz seltsam an“, entgegnete Rodney.
    „Okay. Dann checke ich dich eben einmal gründlich von oben bis unten durch. Los, frei machen!“

    „Das ist typisches Verhalten von ihm, Doktor McCoy.“
    „Habe ich bereits geahnt, Doktor Jackson. Ich habe den Eindruck, dass er nur keine Lust mehr hat, an der nächsten Mission auf einen anderen Planeten, erneut unter meiner Leitung teilzunehmen.“


    Andromeda-Galaxie
    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff

    In einem der Sektionen an Bord, welches man den Menschen als Quartiere zugewiesen hatte, hielten sich auch einige Zylonen auf. Jene versuchten, unentwegt Vertrauen mit ihren menschlichen Nachbarn aufzubauen. Auch andersherum machte man sich daran bestehende Differenzen zu überwinden, denn schon sehr bald würde man nämlich Seite an Seite in den Kampf ziehen. Denn im Vorfeld war es Admiral Adama schon recht sehr schwer gefallen viele der Piloten für die gemeinsame Aufgabe zu ermutigen.

    Der ausgearbeitete Plan von Starbuck, war bislang nur wenigen der Piloten überhaupt bekannt. Denn es wussten nur sehr wenige, wie man wirklich gedachte diese Basis der Zylonen anzugreifen und dort einzudringen. Denn man hatte vor, sich mit ausgeschalteten Fliegern, also kalt, von den Jägern der Zylonen zum Ziel schleppen zu lassen.

    In einem der Räume hielten sich Kara Thrace und Leoben Conoy sowie Sam Anders, der die beiden nie aus den Augen ließ, auf.
    „Wir nähern uns, Kara. Mal sind wir einige Stunden zu spät, dann sind es nur wenige Minuten“, teilte der Zylon die erhaltenen Neuigkeiten aus dem Datenstrom mit.
    „Sag einfach Bescheid, wenn es soweit ist. In Ordnung?“


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Ein weiteres Mal ließ sich Admiral William Adama von Chief Galen Tyrol durch sein Schiff führen. Doch, was der Commander der Galactica während dieses Rundgangs erfuhr, erschrak ihn zutiefst.

    „Es ist leider wahr, Sir. Die Galactica hat sehr viel mitgemacht. Zwei schwere Kriege mit hart geführten Gefechten, Schlachten. Auch haben wir dieses Schiff auf die Atmosphäre von Neu-Caprica bei der Rettungsmission stürzen lassen. Wir konnten zwar einige der entstandenen Schäden etwas notdürftig ausbessern, aber viel Zeit hat die Galactica nicht mehr übrig.“
    „Wie lange noch, Chief?“
    „Lässt sich schwer sagen, Admiral. Vielleicht noch ein Dutzend Sprünge. Vorausgesetzt natürlich, dass die Galactica keine schweren Treffer und Nuklearangriffe mehr einstecken muss. Und bitte, springen sie in nächster Zeit nicht allzu oft, dann hält sie bestimmt noch etwas länger durch…“

    William Adama musste tief durchatmen, denn er musste zunächst einmal den Bericht von Galen Tyrol auf sich wirken lassen.
    Dann nach ein paar Minuten brummte er: „Schaffen wir zunächst als erstes die Zivilisten auf die anderen Schiffe in der Flotte! Falls gefragt wird, wieso, sagen Sie allen, dass die Galactica dringender Überholungen bedarf und wir deshalb den Platz für das militärische Personal an Bord benötigen! Denn ich will keinerlei Gerüchte und keine Panik innerhalb der Bevölkerung in der Flotte!“
    „Verstanden, Admiral. Tut mir leid übrigens, dass ich bislang nicht mehr tun konnte.“
    „Sie haben getan, was sie konnten, und dafür danke ich ihnen.“


    Flotte der Zylonenrebellen
    Flaggschiff

    Ein deutliches und eindringliches Warnsignal war auf dem gesamten Schiff für jeden zu hören, denn der Moment stand wohl tatsächlich unmittelbar bevor, endlich würde man beim lange gesuchten Wiederauferstehungszentrum eintreffen. Auf allen Decks herrschte deswegen eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dies war überwiegend auf dem Hangardeck zu beobachten, wo die Piloten zügig ihre seit Tagen startbereiten Flieger bemannten.
    Nur würden sich die Menschen mit ihren Jägern von den schweren Jägern der Zylonen so nahe wie nur möglich zum Wiederauferstehungszentrum schleppen lassen.

    So einigen behagte dieser Gedanke sehr, sehr wenig, denn ausgerechnet in die Hände von den Zylonen sollten sie ihre Leben legen. Einzig und allein die Puddle Jumper würden sehr schnell getarnt starten, um die FTL‘ des Wiederauferstehungszentrums mit ihren Drohnen auszuschalten.

    Flaggschiff, Brücke

    Bevor die Flotte der rebellischen Zylonen den letzten Sprung schließlich ausführte, übermittelte man noch schnell der nach wie vor wartenden Concordia eine Nachricht, damit sie schneller und vielleicht auch entscheidend in den Kampf eingreifen könne. Denn die Zweier, Sechsen und Achten hatten sich nach einer kurzen Beratung dazu entschieden.

    „Starbuck hat soeben gemeldet, dass alle Geschwader unserer Allianz bereit zum Angriff sind“, teilte Leoben mit, der dann die Bestätigung erhalten hatte, dass es auch so auf den beiden anderen Basisschiffen innerhalb ihrer kleinen Flotte war.


    Wiederauferstehungszentrum, Kommandobrücke

    Ein Signal, das eine Annäherung ankündigte, schreckte die Zylonenfraktion um Cavil auf.

    „Was ist da los?“, fragte sofort ein Einser, der hereingeeilt kam.
    „Soeben sind drei Basisschiffe aufgetaucht, die sich im Eiltempo unserer Position nähern“, antwortete ein Fünfer.

    Kurz darauf erbebte auch schon die gigantische Weltraumstation.

    „Unser FTL-Antrieb wurde soeben zerstört!“, meldete einer der Vierer erschrocken.
    Diese Nachricht alarmierte den geschockten Einser, der: „Das ist kompletter Wahnsinn!“, ausstieß.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    Sofort nachdem man die endgültigen Koordinaten erhalten hatte, hatte General Samantha Carter sich in ihren Kommandosessel gesetzt. Erst vor wenigen Sekunden hatten ihr Schiff und auch die im Schlepptau befindliche Battlestar Trojan gemeinsam den Hyperraum verlassen. Aus dem Panoramafenster heraus konnte sie sehen, dass die Schlacht bereits begonnen hatte.

    Wie schon zu erwarten gewesen war, war das Wiederauferstehungszentrum sehr gut beschützt. Insgesamt sieben Basisschiffe hatte die Fraktion um Cavil zur Bewachung vor Ort zurückgelassen. Eine deutliche Übermacht, der die Flotte der Rebellen klar unterlegen war. Jedoch wurden die Karten durch die Ankunft und Anwesenheit der Concordia und der Trojan sehr schnell neu verteilt.

    Wiederauferstehungszentrum

    Doch noch existierte das Ziel, das Wiederauferstehungszentrum, denn man wollte an wichtige Daten gelangen und an mindestens eine Drei gelangen, die vor allem hier und auch auf der Heimatkolonie der Zylonen aufbewahrt wurden. Deswegen waren bereits einige getarnte Puddle Jumper in die Basis eingedrungen.

    Auf der Brücke der gewaltigen Basis der Zylonen herrschte immer noch ein sehr großes Rätselraten, denn die Ankunft und die Intervention der Concordia gaben den Zylonen von Cavil große Rätsel auf. Solch ein Schiff und seine Technologien waren ihnen einfach nicht bekannt, trotz der vielen interessanten Informationen, die man von der Acht, Captain Sharon Satterfield, einst gestohlen hatte.

    „Was wollen die nur hier? Kein Wort! Die wollen uns nicht nur um die uns von Gott gegebene Unsterblichkeit bringen, sondern uns für immer vernichten. Ich hoffe nur, dass mein kleiner Plan Erfolg hat, der ihren Enthusiasmus so ziemlich minimieren wird… Und noch etwas, wir müssen evakuieren, wenn wir hier nicht sterben wollen!“, erklärte ein Einser böse.
    Allerdings waren schon ganz in ihrer Nähe die ersten Schüsse zu hören, die sie alle zusammenfahren ließ. Offenbar war es bereits den ersten feindlichen Truppen gelungen, unentdeckt in die Basis einzudringen.

    „Also ich hatte angenommen, dass die Schlacht weiter dort draußen im All stattfinden würde… Ich geh dann jetzt!“, entschied ein weiterer Cavil, der sich sofort auf den Weg machte.


    Die Schlacht zwischen den beiden feindlichen Flotten wurde immer heftiger geführt. Eines ihrer drei Basisschiffe hatten die Rebellen bereits sehr schnell verloren. Es konnte dem starken Beschuss der Basisschiffe der Cavilfraktion nicht mehr länger standhalten. Jedoch war es glücklicherweise der Concordia gelungen, eine gewisse Anzahl von Überlebenden mit Hilfe der Beamtechnologie zu bergen.
    Aber das Schlachtschiff der Erde nahm auch sehr aktiv am aktuellen Kampfgeschehen teil, wobei man sehr aufpassen musste, denn ein schlecht getimter Schuss mit den mächtigen Energiewaffen könnte fatale Folgen haben. Nämlich statt eines der noch existierenden fünf feindlichen Basisschiffe, könnte man auch sehr schnell eines der beiden noch verbliebenen Basisschiffe der Zylonenrebellen treffen oder eventuell vorzeitig sogar das Wiederauferstehungszentrum. Ein Umstand, der Carter schnell dazu gebracht hatte, in diesem Kampf primär zunächst auf die Raketen und Railguns zu setzen.


    Wiederauferstehungszentrum

    Sektion für Sektion, Abteil für Abteil, Deck für Deck und Korridor für Korridor hatten sich die bunt zusammengewürfelten Angriffsteams aus Marines, Zylonen und auch einige Zenturios vorgekämpft. Endlich hatten sie einen der wichtigen Zielbereiche erreicht, der so wichtig für diesen Einsatz war.
    Sofort ließ man die Kontaktsonden in die Kontaktflüssigkeit, denn nur so war an die begehrten Daten zu kommen. Auch Captain Kara „Starbuck“ Thrace war anwesend. Sie gab einigen ihrer Marines zu verstehen, sie umgehend zu begleiten, weil sie noch die nähere Umgebung erkunden sowie gegen Feinde absichern wollte. Denn alles andere, was sie alle überhaupt nicht gebrauchen konnten war, dass sie von einer ganzen Armee feindlicher Zenturios überrascht wurden.

    In der Zwischenzeit hatte auch ein anderes Einsatzteam, das von Captain Karl „Helo“ Agathon angeführt wurde, es geschafft eine handvoll von Dreien wiederzubeleben. Die Gegenwehr der feindlichen Truppen war schwer, weshalb sich das Team von Helo, umgehend unter schweren Beschuss, zu den wartenden Puddle Jumpern zurückzog.


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica

    Irgendwie war es Ellen Tigh mittlerweile unter größter und gebotener Vorsicht gelungen, nach und nach, in kleinen Einzelgesprächen mit jeden der anderen Zylonen der Final Five zu sprechen. Sie versuchte alle dringend davon zu überzeugen sich freiwillig zu stellen, denn sie sagte zu jeden von ihnen: „Irgendwann kommt Bill Adama dahinter. Daher wäre es auf diese Art besser, nämlich wenn wir uns ihm selber zu erkennen geben.“


    Standort des Wiederauferstehungszentrums
    Basisschiff der Rebellen
    Flaggschiff, Brücke

    „Bringt uns noch ein wenig näher an die Concordia heran, sonst überleben wir diesen Kampf gegen die Übermacht der Truppen von Cavil nicht!“, ordnete Natalie an, nachdem sie und alle anderen miterleben musste, wie vor wenigen Augenblicken auch das zweite ihrer Basisschiffe von der feindlichen Flotte zerstört worden war, obwohl die Battlestar Trojan jenen zu Hilfe gekommen war, und nun selber in akute Bedrängnis geriet.

    Die Übermacht des Feindes war zu groß. Dennoch war es ihnen gemeinsam gelungen, vier der sieben feindlichen Basisschiffe zu zerstören. Aber das Flaggschiff der Rebellen war mittlerweile unfähig noch weiterzukämpfen. Auch die Trojan war schwer von der Schlacht gezeichnet, weswegen sich die beiden Schiffe der Allianz unter den Schutz, genauer gesagt in den Bereich der erweiterten Schutzschilde der Concordia begeben hatten.

    Für die Concordia selbst würde es in den nächsten Minuten gefährlich werden, denn die Schutzschilde, die man zum Schutze des letzten Basisschiffes der Zylonenrebellen und der Trojan erweitert hatte, benötigten eine Unmenge an Energie.


    Wiederauferstehungszentrum

    Vorsichtig tasteten sich derweil immer noch die Marines um Starbuck vorwärts. Doch da war niemand mehr, der sie hätte angreifen können. Dennoch gingen sie noch mutig ein Stück weiter vorwärts. Ein großer Raum mit vier Wannen hatte ihre Neugier geweckt. Sie wollte gerade näher an zumindest einen dieser Behälter herangehen, da meldete sich Leoben bei ihr über Funk: „Die gesamte Basis wurde allen Anschein nach evakuiert, und wir sollten auch verschwinden, weil das Wiederauferstehungszentrums bereits einige Treffer abbekommen hat, dabei wurden einige wichtige Systeme beschädigt, die…“
    „Spitze!“, zischte Kara, die mit dem Gewehr im Anschlag noch näher an die vier Wannen herangehen wollte.
    „Captain?“
    „Na schön. Ihr habt es alle gehört, also verschwinden wir von hier, bevor uns dieser verfluchte Drecksladen hier um die Ohren fliegt! Los! Bewegung!“, schrie sie, während sie einen Bogen rannte, der sie noch ein wenig näher an die Mitte des Raumes heranführte, wobei sie hoffte, dass ihre Helmkamera einige gute Bilder aufgezeichnet hatte.

    Sie alle rannten so schnell sie konnten zu ihren Flugmaschinen, damit endlich der finale Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum begonnen werden konnte.

    Doch die Menschen und die mit ihnen verbündeten Zylonenrebellen waren nicht die Einzigen die in diesen Moment an Flucht dachten, denn mehrere schwere Jäger der Zylonen starteten von einem neu eingerichteten Flugdeck aus. An Bord von jenen waren einige Einser, Vierer und Fünfer, die ihre Leben zu retten wussten, weil die Zerstörung der Basis unmittelbar bevorstand. So kam es, dass ihre Maschinen bereits kurz nach dem Start wegsprangen, kurz nachdem sie das Wiederauferstehungszentrum verlassen hatten.


    Endlich war der Moment gekommen, alle Viper, Raptor, zylonischen Jäger und Puddle Jumper hatten das Zielgebiet verlassen. Somit war der Weg frei für den finalen und alles zerstörerischen Atomangriff.

    Während Captain Kara Thrace sich mit ihrer Viper bereits auf dem Landeanflug auf die Battlestar Trojan machte, entdeckte sie einen feindlichen schweren zylonischen Jäger. Sofort brach sie ihr Landemanöver ab und nahm die Verfolgung auf. Starbuck setzte noch schnell eine Meldung ab, obwohl sie die Jagd bereits fortsetzte.

    Sie bekam nicht richtig mit, wie das Wiederauferstehungszentrum von ungefähr ein Dutzend Atomraketen getroffen und dadurch in einer gewaltigen Explosion zerstört wurde.

    Zeitgleich hatten einige andere Viperpiloten ebenfalls ihren Kurs korrigiert, denn sie wollten Starbuck unterstützen. Diese näherte sich in einer wilden Verfolgungsjagd einen der großen Gasriesen in diesem System.
    Die Viperpilotin aber kannte nur ein Ziel, den Feind zu stellen und zu vernichten, und somit an der Flucht zu hindern. Doch dabei geriet sie in das Auge eines gigantischen Sturms, der auf dem Gasriesen herrschte. Das Jagdfieber hatte sie gepackt, welches Kara blind für die Gefahr machte, in die sie sich in ihren Weiterflug brachte.

    Nur schwer kamen die anderen Viper ihres Geschwaders an sie heran. Die Funksprüche nahm sie zu spät war. Denn sie war schon so tief in den Sturm hinabgetaucht, dass eine Umkehr mit jeden Meter, den sie noch weiter nach unten flog.

    Ein hilfloser Lieutenant Brandon „Hot Dog“ Constanza konnte nur noch mit ansehen, wie die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die gerade noch vor wenigen Sekunden erst den feindlichen schweren Jäger hatte zerstören können, von den enormen Kräften der hier herrschenden Elemente zerfetzt wurde.


    3 Stunden später
    Galactica Flotte
    Battlestar Galactica

    Der Verlust von Starbuck traf insbesondere ihre engsten Freunde sehr hart. Darunter waren Admiral Adama, Apollo, Colonel Tigh, Sam Anders, Helo, Athena und Dee. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, denn Boomer war es irgendwie gelungen die kleine Hera, die Tochter von Athena und Helo zu entführen.


  9. #129
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    Guten Abend liebe treue Leserschaft, Danke Euch allen und den Buttondrücken

    Heute geht es dann auch planmäßig mal mit einer Einzelfolge weiter, also viel Spaß beim Lesen !

    Odyssee
    Folge 6.05 - “Reunion”


    Andromeda-Galaxie
    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Adama‘ Quartier

    Die Trauer des Admirals war seit Tagen immer noch sehr groß, denn er hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace wie seine eigene Tochter geliebt. Zudem lag unglücklicherweise Präsidentin Laura Roslin, seit dem Verschwinden, wohl eher der Entführung des Kindes von Athena und Helo auf der Krankenstation der Galactica, weil sie in jenen Moment einen schweren Zusammenbruch erlitten hatte.

    Ausgerechnet in diesen schweren Stunden, bekam er Besuch von Colonel Tigh, der ihm etwas Wichtiges mitzuteilen gedachte.
    „Ich weiß, dass es jetzt nicht wirklich der richtige Zeitpunkt ist, Bill - aber es muss sein“, begann Saul, der dann etwas offenbarte, was sein Gegenüber, wegen der Frau seines XO, Ellen Tigh, bereits vermutet hatte aber nicht so richtig wahrhaben wollte.
    „Das ist doch Quatsch. Ich kenne Sie doch seit über 30 Jahren! Wie kann so etwas auch nur möglich sein?“
    „Es ist aber die Wahrheit, ich bin ein Zylon! Ich weiß es, seit einigen Tagen. Ellen hat es mir letztendlich offenbart “, versicherte Saul Tigh seinem langjährigen Freund schließlich abermals, der mittlerweile aufgestanden war und somit fassungslos Auge in Auge vor ihm stand.


    Heimatkolonie der Zylonen

    „Ah, da ist ja endlich der ersehnte Trostpreis für unser Volk. Ich hätte aber wirklich nur allzu gerne die dummen Gesichter von Adama, Roslin und einigen anderen gesehen“, stellte einer der anwesenden Cavils wispernd und mit einem bösen Lächeln im Gesicht fest. Sogleich nahm er behutsam das schlafende Kind Hera von Boomer entgegen.

    Doch alle Zylonen, die sich den Einsern angeschlossen hatten, hatten mit den Rebellen als auch mit den Menschen seit einigen Stunden etwas gemeinsam, nämlich dass sie seit ihrer Erschaffung wieder sterblich waren.

    Einer der Simons fing Boomer und Cavil ab, und offenbarte den beiden: „Es ist uns leider vollkommen unmöglich, die Technologie der Wiederauferstehung vom Neuen ganz allein wieder aufzubauen.“
    „Das sind, nach unseren Gewinn des Kindes Hera, keine sonderlich guten Nachrichten, sondern das absolute Gegenteil, Vier“, schimpfte der Einser frustriert darauf los, „somit liegt unser aller Leben, der Fortbestand unserer gesamten Rasse, nun ganz allein bei der kleinen Hera! Das ist nicht gerade sonderlich berauschend! Hervorragend!“
    „Auch die Suche nach der Heimat des 13. Stammes von Kobol, der Erde, gestaltet sich ohne die Hilfe von Gaius Baltar leider sehr schwierig“, fügte einer der Dorals sofort hinzu.
    Daraufhin schnauzte der Cavil noch lauter in die Runde: „Halt die Klappe!“, wobei seine Stimme mehr als nur wütend und gereizt klang.


    Electra-Flotte
    Ilion, Kontrollraum

    Nach sorgfältiger Analysen einiger immer klarer werdender Bewegungsmuster sah Major Jennifer Hailey endlich den richtigen Zeitpunkt für gekommen, denn sie erklärte allen Anwesenden schließlich: „Ich habe mir die Daten sehr genau angesehen, die wir von den Tiefraumsensoren gesammelt haben. Dadurch konnte ich errechnen, wo und wann wir auf weitere Überlebende aus den Kolonien treffen könnten…“
    „Wo und wann denn genau, Major Hailey?“, unterbrach sie sogleich eine sehr ungeduldige gewordene Admiral Diana McBride, die wie alle anderen um sie herum auch, es nicht länger abwarten konnten, endlich die unerwartete Chance doch noch zu erhalten, weitere Überlebende ihres Volkes anzutreffen, und dass dieser wirklich große Moment tatsächlich in der Tat demnächst eintreffen sollte.

    Der Monitor, der die Präsentation zeigte, änderte abermals das Bild, und Major Hailey antwortete: „Hier könnten wir auf eine oder gar zwei Flotten treffen, Admiral. Es handelt sich dabei um einen gewaltigen Nebel. Entstanden vermutlich durch eine Supernova vor vielen tausenden von Jahren.“
    „Wir kennen diesen, vor etwa 5.000 Jahren entstandenen, gewaltigen Himmelskörper als den Ionischen Nebel“, erklärte Admiral Steven Baker schließlich, der zum Glück diese Aufnahme sofort hatte identifizieren können.


    Galactica-Flotte
    Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum

    Die schon seit Tagen aufgeregte und wartende Presse, hatte sich schon kurz nach dem gestatteten Einlass eingefunden. Und dadurch, dass Laura Roslin als Präsidentin und Anführerin durch den erlittenen Schwächeanfall wohl für lange Zeit ausfiel, gab Admiral Adama eine kurze Erklärung ab, in der er unter anderen seine Entscheidung weiter nach der Erde zu suchen, erneuerte.


    Heimatkolonie der Zylonen
    Kommandozentrale

    Voller und ungeteilter Zuversicht war nicht nur einer der Cavils, sondern die meisten der Einser immer noch nicht, denn die vorliegenden Daten, die Gaius Baltar ihnen vor langer Zeit hinterlassen hatte, könnten durchaus natürlich auch vollkommen falsch sein. Weshalb man daher nur einer recht kleinen Flotte den Auftrag gegeben hatte, dieser dünnen Spur trotzdem noch weiter zu folgen. Auch ein anderer Teil der gesamten noch übrigen großen Armada von den Zylonen, der mit einen klaren Auftrag zur Erde von der Acht, Captain Sharon Satterfield aufgebrochen war, würde einige Jahre dorthin unterwegs sein. Dies waren alles klare Fakten, die von niemand von der Hand zu weisen waren. Und dennoch stand auch schon eines unumstößlich fest, sein Volk benötigte mehr als nur das Mädchen Hera, nämlich wieder die Technologie der Wiederauferstehung.


    Galactica-Flotte
    Concordia, Besprechungsraum < > Brücke

    Die Unmenge von den gewonnen Informationen, die man aus dem Datenstrom aus den Computern des Wiederauferstehungszentrum erhalten hatte, waren nicht nur allein für die Menschen in der Flotte der Überlebenden von den Kolonien von Kobol sehr alarmierend.
    Sondern auch für die neuen Verbündeten aus der Milchstraße, daher nahm General Samantha Carter sofort Kontakt mit Erde auf. Die Verbindung war auf Grund der hohen Distanz sehr schwach, aber doch reichte diese glücklicherweise aus um die Informationen an General Jack O‘Neill weiterzugeben.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    „Ich werde es umgehend weiterleiten! Wir werden ab sofort den leeren Raum zwischen der Andromeda-Galaxie und der unseren verstärkter überwachen und mit Patrouillen kontrollieren… mit etwas Glück können wir die Zylonen somit rechtzeitig aufhalten, und zwar bevor sie einer bewohnten Welt in der Milchstraße schweren Schaden zufügen können! Könnte durchaus möglich sein, dass ich Sie mit der Concordia der Flotte von den Zylonen nachschicken muss, da die bereits auf dem Weg zur Destiny ist, Sam“, sagte der Leiter des Homeworld Command.
    „Ich hörte gerade, dass sich diese Flotte hier, die von der Battlestar Galactica angeführt wird, in wenigen Minuten wieder in Bewegung setzen wird. Die Verbindung wird dann wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, Jack.“

    Jack hatte sich sofort nach der Konferenzschaltung mit Sam in sein Büro zurückgezogen. Nach und nach setzte er sich dann auch schon unverzüglich unter anderem mit dem IOA sowie der UN in Verbindung. Diese neuen Berichte sorgten für ein allgemeines, sehr großes Unbehagen, da man nur sehr schwer, wenn sogar überhaupt nicht die Destiny vor den Zylonen warnen konnte, weshalb man sich deswegen darauf konzentrieren wollte mit einem Großteil der eigenen Flotte, in Absprache mit den anderen Großmächten der Milchstraße, den leeren Raum zur Andromeda zu sichern.
    Der Vorschlag von General O‘Neill eventuell die Concordia zu entsenden, damit General Carter das Team von Hank McCoy vor einem möglichen Kontakt mit den Zylonen zu warnen, wolle man aber zunächst noch prüfen.


    Andromeda-Galaxie
    Hyperion-Flotte
    Battlestar Hyperion, CIC

    Alle Schiffe in der Hyperion-Flotte hatten mittlerweile die neuen Sprungkoordinaten erhalten. Doch Admiral Alexander Korfu ließ noch etwas Zeit vergehen, denn er hatte es nicht besonders eilig. Er wartete solange bis sich Präsident Richard Adar ebenfalls neben ihm eingefunden hatte.
    Erst jetzt, gab er das Kommando an die Flotte, endlich den vorbereiteten Überlichtsprung durchzuführen.


    Ionischer Nebel

    Für einen fernen Beobachter musste es ein regelrechtes Gewitter sein, welches er dort in oder nahe dieses Himmelskörpers beobachtete, denn hunderte grelle Blitze leuchteten in unmittelbarer Nähe des Ionischen Nebels kurz auf, als die Flotten der Galactica, der Electra und der Hyperion mittels ihrer Überlichtsprünge dort ankamen. Kurz darauf öffnete sich auch noch ein Hyperraumfenster, und daraus tauchte schließlich die Concordia am vereinbarten Treffpunkt ein.

    Doch unmittelbar nach der Ankunft dort, schien es auf sämtlichen Schiffen der drei Flotten der Kolonialen vollkommen unerwartete technische Probleme zu geben, wovon selbst auch das Basisschiff der Zylonenrebellen betroffen war, was wohl an in der Schlacht beim Wiederauferstehungszentrum erlittenen starken Beschädigungen lag. Aber auch die Concordia war von den seltsamen Störungen zum Teil ebenfalls betroffen.

    Battlestar Galactica, Stauraum

    Colonel Saul Tigh, Ellen Tigh, Chief Galen Tyrol, Tory Foster und Samuel T. Anders hielten sich, bis auf die beiden letztgenannten, an unterschiedlichen Orten an Bord des Kampfsterns auf. Doch sie folgten dem Klang der Musik, der die fünf letztendlich in einen Stauraum auf dem gleichen Deck geführt hatte, wo sich auch das Combat Information Center befand.

    „Dann ist es also war, wie sind wirklich Zylonen“, stellte Galen ernüchtert fest, der das Gespräch mit Ellen Tigh bis jetzt nicht für voll genommen hatte.
    „Und was machen wir jetzt?“, wollte Tory erfahren, denn der Alarm tönte durch den alten Kampfstern.
    „Was wohl“, begann Saul mit einem verstimmten Knurren, „das Schiff wird angegriffen, also erledigen wir unsere verdammten Jobs, um es gegen den Feind zu verteidigen!“

    Battlestar Galactica, CIC

    Im gleichen Moment herrschte schon seit einigen Minuten im Combat Information Center der Galactica ein großes und vor allem hektisches Handeln. Denn war mit einer Lage konfrontiert worden, die vollkommen neu war.

    „Wir haben mehrere DRADIS-Kontakte, Admiral! Es sind nicht nur koloniale Kennungen, sondern auch welche von den Zylonen!“, meldete jemand mit hektischer Stimme.
    Doch William Adama brummte nur fragend in die Runde: „Wo ist Colonel Tigh? Und sagen sie der Flotte, dass sie umgehend zu den Notfallkoordinaten springen soll, Helo!“
    „Alle Schiffe melden Probleme und werden frühestens in etwa 20 Minuten ihre Computer erneut gestartet haben sowie bereit zum Sprung sein…“
    „Das wird böse ausgehen… Ich will alles, was fliegen kann und wer jemals in seinem Leben etwas geflogen hat, sofort da draußen haben!“, bellte der Admiral im harschen Befehlston, gerade zu dem Zeitpunkt als Colonel Tigh und Tory Foster in das CIC traten.


    Von allen Kampfsternen der drei Flotten der Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol, die im Ionischen Nebel zusammengetroffen waren, starteten für ungefähr fünf Minuten ohne Pause Viper und Raptor, die damit begannen eine dichte, wenn auch nur sehr dünne Verteidigungslinie aufzubauen sowie die feindlichen Geschwader der Zylonen entgegenzufliegen.
    Auch von der Concordia aus wurden, mit Ausnahme der Puddle Jumper, alle verfügbaren F-302er in den Kampf gegen die aufgetauchten 13 Basisschiffe der Zylonen geschickt.

    Die schwer zu zählenden Jägergeschwader der Zylonen gingen natürlich sofort zum Angriff auf die Menschen über, die sehr, sehr viel Mühe haben würden alle zivilen Schiffe vor dem feindlichen Beschuss zu schützen. Und der Beschuss kam nicht nur von den Raidern und schweren zylonischen Jägern, sondern natürlich auch von den Basisschiffen der Zylonen, die ohne Pause Raketen auf die Raumschiffe der Menschen abfeuerten.

    Da glücklicherweise das Manövrieren noch möglich war, schoben sich die Kampfsterne allesamt zwischen die zivilen Schiffe und der feindlichen Flotte der Zylonen, mit dem Ziel das Ausmaß der bevorstehenden Verluste irgendwie möglich zu minimieren.
    Ohne lange zu warten, ließ General Samantha Carter auch umgehend die Concordia so manövrieren, dass sie einige zivile Schiffe der neuen Freunde und Verbündeten schützen konnte. Dabei ließ sie die Schutzschilde so einrichten, dass sie möglichst viel des feindlichen Beschusses abfangen sollten.

    Der Kampf dauerte erst nur wenige Minuten als noch weitere Basisschiffe der Zylonen eintrafen, die zu der Fraktion um Cavil hielt.
    Im Verlaufe der Kampfhandlungen wurde die große Flotte der Menschen von den Raumschiffen ihrer Feinde in die Zange genommen. Alle Befehlshaber der Kampfsterne wussten, dass sie so gut es nur möglich war, ihre zivilen Schiffe schützen mussten, zumindest solange bis endlich die Überlichtfähigkeit wieder funktionstüchtig war. Doch dies würde noch mindestens eine Viertelstunde dauern.

    Wie hochaggressive Wespen attackierten die Raider und schweren Jäger der Zylonen die die Verteidigungslinien der Kolonialen. Denn der Feind versuchte an mehreren Stellen durchzubrechen, um zu den zivilen Schiffen zu gelangen.

    Momentan standen sich 18 Kampfsterne plus der Concordia und dem Basisschiff der Rebellen, gemeinsam mit ihren Geschwadern einer Streitmacht von 30 großen Schiffen der Zylonen und ihren Geschwadern von den Anhängern Cavils gegenüber.

    Die Feinde der Menschen bemerkten eines sehr schnell, was sie auch schon aus dem Ersten Mensch-Zylonen-Krieg kannten, nämlich dass sich die Schiffe der Berzerk-Klasse nicht wirklich aktiv am Kampfgeschehen beteiligten. Dies lag natürlich daran, dass sich in der Konstruktion dieser Kampfsterne einige Fensterreihen im oberen Bereich des großen Hauptschiffskörpers befanden. Dies war eine eindeutige und vor allem sehr empfindliche Schwachstelle, welche die Maschinenwesen natürlich gedachten brutal auszunutzen. Es handelte sich dabei um die Aron, Dionysos, Koios und Lyxis, die sich immer stärkeren Angriffen durch die Raider und schweren zylonischen Jägern ausgesetzt sahen.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    Mit großer Sorge beobachtete und verfolgte General Samantha Carter das aktuelle Geschehen um ihr eigenes Schiff herum. Sie wusste aber, dass sie und ihre gesamte Crew nur durch die Schilde gut gegen die heftigen Angriffe geschützt waren. Ein Schutz, den nur einige kleinere Schiffe der Flotte der Galactica mit nutzen konnten, weil der Bereich des Energiefeldes um die Concordia herum erweitert worden war. Doch Sam wollte natürlich mehr tun, am liebsten in die Offensive gehen und die feindlichen Mutterschiffe mit den mächtigen Energiewaffen angreifen. Doch war dies unmöglich, da sie dafür ihre aktuelle Position natürlich verlassen müsste, was die Zylonen sofort ohne Erbarmen ausnutzen würden. Somit stand Sam Carter vor einem traurigen Dilemma.

    Battlestar Galactica, CIC

    Eine gefühlte Ewigkeit sagte Admiral William „Husker“ Adama nichts dazu, was ihm gerade General Samantha Carter vorgeschlagen hatte. Doch sagte er mit seiner rauen Stimme in den Hörer: „Wir müssen das aber verdammt sehr gut koordinieren, damit es keine traurigen Unfälle und vermeidbaren Verluste gibt. Es ist uns beinahe unmöglich geworden, uns mit den anderen Kampfsternen abzustimmen, weil die Zylonen permanent versuchen, sämtliche unserer Funkfrequenzen zu stören. Leider sind sie damit sehr erfolgreich…“
    „Dann übernehmen wir die Koordination“, hörte er Sams Stimme sagen, die damit anbot den Mittelpunkt der Kommunikation aller Schiffe zu übernehmen.
    Adama wusste, dass er keine Wahl hatte, und sagte seufzte: „Gut. Ich bin einverstanden. Hoffentlich sind es die anderen Befehlshaber auch, denn immerhin sind Sie, Ihr Volk und Schiff unseren Volk größtenteils noch absolut unbekannt.“

    Battlestar Pegasus, CIC

    Schon seit einigen Minuten konnte Captain Anastasia „Dee“ Dualla, die als XO an Bord dieses Kampfsterns ihren Dienst versah, ganz genau mitverfolgen wie die Unruhe in Commander Lee „Apollo“ Adama anwuchs. Sie spürte, dass ihr Vorgesetzter, der zudem auch noch ihr Ehemann war, sich wohl am liebsten selber in eine der Viper setzen und sich an dem Kampf da draußen beteiligen würde.
    Kurz darauf begegneten sich ihre Blicke. Der Commander der Pegasus seufzte leise.
    „Wenn nicht bald ein kleines Wunder geschieht, wird dieser Tag ein sehr trauriger für unser Volk sein“, wusste Dee.


    Der unausweichliche Moment war schließlich gekommen, da die unerbittlichen Angriffe der zylonischen Jäger schließlich ihre Wirkung erreicht hatten, denn die Dionysos, ein Battlestar der Berzerk-Klasse, wurde an ihren schlechtgeschützten Fenstern, die sich oberhalb des Schiffskörpers befanden, mehrfach gezielt von Raketen getroffen. Die darauffolgenden Explosionen waren so verheerend, dass natürlich auch noch einige der zivilen Raumschiffe, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft befunden hatten, zerstört beziehungsweise massiv beschädigt wurden.

    Doch die Freude über diesen Erfolg konnten die Zylonen nicht lange genießen, denn die Concordia setzte nun unter dem Kommando von General Samantha Carter zum ersten Male gezielt ihre mächtigen Energiewaffen ein. Es waren allerdings beim ersten Male neun Treffer nötig, um das erste Basisschiff von der feindlichen Flotte zu vernichten. Wobei die zylonischen Raider und schweren Jäger, die sich in den Schussbahnen befunden hatten einfach pulverisiert wurden, ohne den abgefeuerten Energiestrahl zu stören.

    Aber auch dieser Erfolg für die Menschen wehrte nicht lange, denn kurz darauf wurde die Koios von einigen Treffern durch die Zylonen so schwer beschädigt, dass Commander Julius Rubicon sich dazu gezwungen sah, die sofortige Evakuierung seines Schiffes anzuordnen. Doch würde die Anzahl der Raptor, die sich noch an Bord befanden nicht für alle ausreichen, weswegen daher die sofortige Hilfe von der Concordia erbeten wurde, die Personal und Vorräte zu sich an Bord transportieren sollte.


    3 Lichtjahre entfernt
    Ilion, Kontrollraum

    Ungeduldig mussten die Menschen an Bord des Antikerstadtraumschiffes ausharren. Unter ihnen waren unter anderem auch Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser, die nur über eine schwache Funkverbindung in Kontakt mit der Concordia standen. Das Signal musste so schwach wie nur möglich sein, damit die Zylonen nicht irgendwie auf Ilion aufmerksam wurden, aber stark genug um mit dem Schiff von General Carter zu kommunizieren, denn einer solchen Übermacht hätte dieses letzte Bollwerk der Antiker in dieser Galaxie, trotz all der vorhandenen fortschrittlichen Technologie nicht für lange sehr viel entgegenzusetzen.

    „Wir müssen doch etwas tun können?“, stöhnte jemand, der wie viele andere Überlebende aus den 12 Kolonien von Kobol war.
    Dabei sah nicht nur er auf die Uhr, die anzeigte, dass es bald soweit sein würde. Noch zwei Minuten, dann würden die meisten Schiffe der Menschen hoffentlich wieder ihre Überlichtfähigkeit wiedererlangt haben.


    Ionischer Nebel
    Battlestar Galactica, CIC

    Auf den Plan von Admiral Adama hin, der sein Vorhaben über die Concordia an alle koloniale Schiffe glücklicherweise hatte weiterleiten können, sollten zunächst nur all die zivilen Schiffe und die für eine weitere Fortführung des Kampfes zu stark beschädigten Kampfsterne zu den Koordinaten springen, wo sich Ilion befand.

    Bill und Saul sahen immer wieder auf die Uhr.

    Die angepeilte Zeit war gerade vor wenigen Sekunden abgelaufen. Kurz darauf meldeten auch schon die ersten Schiffe endlich wieder Kontrolle über ihren FTL-Antrieb zu haben, und somit bereit für den Sprung, zu den Koordinaten am neuen Sammelpunkt zu sein.


    Die ersten Schiffe der Menschen konnten sich somit endlich in Sicherheit bringen. Da auch das Basisschiff der rebellischen Zylonen immer noch sehr stark beschädigt vom Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum war, zog es sich ebenfalls als eines der ersten Schiffe zurück, kurz nachdem die eigenen Geschwader wieder zurückgekehrt waren.

    Doch noch immer gab es sehr viele Schiffe, die noch nicht soweit waren und daher den Schutz und die Deckung der Kampfsterne sowie der Concordia weiterhin dringend benötigten. Ein großer Raum des Nebels wies bereits unzählige umherdriftende Trümmer auf. Denn dem Schlachtschiff der Erde war es bisher gelungen, sieben Basisschiffe der Zylonen zu zerstören.

    Zylonen-Flotte
    Flaggschiff, Brücke

    Die Nervosität bei den Zylonen von Anhängern Cavils wuchs an, denn je mehr Schiffe der Menschen weggesprungen waren, desto mehr Raum hatte das fremde Schiff der Menschen, um vernichtende Gegenangriffe zu starten. Doch den Kampf einzustellen, daran war für die Zylonenmodelle, die die Menschen hassten, nicht zu denken, denn sie wollten so viele Schiffe von ihren Feinden sowie deren Bewohner vernichten, wie sie nur konnten.

    Aber der Einser Cavil war nicht untätig, da er Patrouillen von Raidern und schweren Jägern aussandte, die unverzüglich nach den Menschen und ihrer Flotte suchen sollten, die das Schlachtfeld mithilfe eines Überlichtsprunges verlassen hatten.


    Centauria-Flotte
    Battlestar Centauria, CIC

    Die recht kleine Flotte, die dem anführenden Kampfstern Centauria folgte, hatte sich dem Ionischen Nebel nur mit Sublicht genähert. Der Grund dafür war, dass man schon einmal Schwierigkeiten mit der Energieversorgung und den Schiffscomputern in der gesamten Flotte gehabt hatte, als man sich schon einmal in die Nähe eines solchen Astronomischen Körpers gesprungen war.

    „Sir. Ich habe hier etwas auf dem DRADIS. Könnte ein einzelner zylonischer Jäger sein“, meldete der Taktikoffizier.
    Sofort ging der Blick von Admiral Theodor Thasos nach oben, dann befahl er: „Die CAP soll das verfluchte Ding sofort abfangen und zerstören! Die übrige Flotte soll sich bereit machen umgehend zu den Sammelkoordinaten springen, falls sich noch mehr Objekte zeigen sollten!“
    „Admiral. Das Objekt, in der Größe eines Jägers, befindet sich jetzt auf Abfangkurs zu uns! Wo zum Donnerwetter bleibt unsere CAP?“, knurrte der XO des Flaggschiffes.

    Schon wenige Minuten später meldete sich die CAP. Doch was sie mitzuteilen hatte, schien nur zu schön, um wahr zu sein.

    „Eine Viper der Galactica, Admiral. Was geht hier vor?“
    „Keine Ahnung, Colonel. Aber wir werden Starbuck folgen!“
    „Verstanden, Admiral.“

    Koloniale Flotte

    Noch immer befanden sich einige handvoll zivile Schiffe in der Nähe des Nebels, die nach wie vor von den Kampfsternen geschützt werden mussten. Für die Battlestar Galactica war es ein besonders gefährlicher Einsatz, denn Chief Tyrol hatte Admiral Adama erst vor kurzem erneut davor gewarnt, den alten Kampfstern nicht solch ein so hohes Risiko auszusetzen.

    Schließlich sprang auch die Galactica weg, da Adama sich an die Warnungen von Tyrol erinnert hatte.

    In der Zwischenzeit war es der Concordia gelungen, noch vier weitere Basisschiffe sowie sechs Hilfsschiffe, die in etwa halb so groß wie ein Basisschiff, der Zylonen zu zerstören. Aber man hatte auch selber enorme Verluste durch diese Schlacht hinnehmen müssen. Mehrere zivile Schiffe der Menschen und deren Besatzungen waren den unerbittlichen Angriffen der Zylonen zum Opfer gefallen, und nicht nur einige der Kampfsterne sowie mehrere ihrer Geschwader von Viper und Raptor.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    Alle Schiffe der Kolonialen hatten sich endlich in Sicherheit bringen können. Aber General Samantha Carter wollte noch nicht zum Sammelpunkt aufschließen, sondern noch einige Gegenangriffe starten, zumal sie jetzt freie Bahn hatte, um dem Feind einen gehörigen Denkzettel zu verpassen. Ihr Ziel war es nämlich den Zylonen, durch diese eindrucksvolle Machtdemonstration der Feuerkraft der Concordia, vor möglichen weiteren Angriffen auf die Überlebenden der Kolonien von Kobol abzuhalten

    Dass sich eventuell weitere feindliche Schiffe zeigen würden, damit war durchaus zu rechnen gewesen. Aber es war eine Flotte der Kolonialen, die sich ihnen genähert hatte. Sofort ließ Sam eine sichere Funkverbindung herstellen, damit diese Flotte nicht ebenfalls in Bedrängnis durch die Maschinenwesen geriet.

    Aber auch hier mussten die Kampfsterne sofort den Rückzug den zivilen Schiffe in der Flotte decken. Man war gerade dabei eine Verteidigungslinie aufzubauen, als die Tauron, ein Kampfstern der Berzerk-Klasse meldete, dass der FTL-Antrieb durch den Beschuss der Zylonen schwer und irreparabel beschädigt worden sei.
    Carter bot daher schnell an die Besatzung, benötige Vorräte und wichtige Ausrüstung mit Hilfe der Transporttechnologie der Concordia zu bergen, weil das beschädigte Koloniale Schiff offensichtlich nicht mehr zu retten war.

    „Sie sind alle weg, General!“, rief Captain McIntyre über den Lärm hinweg, da jetzt, weil alle anderen Schiffe der Menschen weg waren die Concordia nun von der gesamten Flotte der Zylonen massiv beschossen wurde.
    „Unsere Schilde sind jetzt runter auf 57 Prozent, Ma‘am!“, meldete Major Johnson.
    „Na gut“, begann Sam und ordnete an, „noch einen starken Gegenangriff, dann ziehen auch wir uns zum vereinbarten Sammelpunkt zurück!“


    1 Stunde später
    Koloniale Flotte

    Es lag eine gewisse bittere Ernüchterung in der Luft, und zwar an Bord eines jeden einzelnen Schiffes. Viele hatten bei der Schlacht im Nebel ihr Leben lassen müssen. Daher konnte man sich auch nicht damit trösten lassen, dass man sich mit anderen Flotten von Überlebenden zu einer großen Kolonialen Flotte vereinen hatte können, sowie dass auch die feindlichen Zylonen um Cavil schwere Verluste hatten einstecken müssen.

    Ilion, Konferenzraum

    Die wichtigsten Anführer der bisherigen einzelnen Flotten hatten sich gewissermaßen auf neutralen Boden versammelt, denn nun lag es zunächst daran Bilanz zu ziehen.

    Insgesamt waren in den letzten Tagen 6210 Menschen, die den Angriff auf die Kolonien von Kobol überlebt hatten von den Feinden getötet worden. Davon waren die meisten unter ihnen Zivilisten. Aber es waren auch mehr als 70 Zylonen in Menschenform und weitere tausend Zylonen in Gestalt von Zenturios und Raider in Folge der Kämpfe gestorben, die sich der Flotte von Admiral Adama angeschlossen hatten. Zusätzlich hatten die Kolonialen im Kampf gegen Cavil und seine Flotte außerdem noch fünf Kampfsterne, 208 Viper und 122 Raptor verloren.
    Doch auch General Carter hatte schmerzhafte Verluste erlitten, denn es waren 20 F-302er vom Feind zerstört worden, wobei 18 Pilotinnen und Piloten ums Leben gekommen waren.

    Doch die ersten Spannungen unter den Militärs waren bereits jetzt für viele spürbar, denn die Admiräle mussten sich nun wirklich sehr schnell einigen, wer denn von ihnen die Befehlsgewalt über die gesamte Flotte übernehmen sollte. Und bei allen politischen Vertretern musste ähnlich entschieden werden, wer von ihren anführenden und gewählten Präsidenten das Amt des Präsidenten aller Menschen in dieser großen vereinten Flotte ausführen sollte.

    Auch die unerwartete und absolut rätselhafte Rückkehr von Captain Kara „Starbuck“ Thrace sorgten vielerorts für wilde Spekulationen, und dies obwohl sie mehrfach gründlich auf mehreren Schiffen medizinisch untersucht worden war. Ihre Viper wurde ebenfalls, gleich ihrer Pilotin ungewöhnlich penibel technisch durchgecheckt, weil diese aussah, als wäre sie gerade eben frisch aus der Fertigung gekommen.

    Doch noch etwas war klar, nämlich dass sich die Fünf an Bord der Flotte von Admiral Adama aufhielten, was auch John Cavil, der Einser, allen schließlich mittlerweile bestätigt hatte.


    Heimatkolonie der Zylonen
    Konferenzraum

    Wie immer eröffnete einer der Einser die dringend einberufene Sitzung, an der Vertreter des eigenen Modells sowie der Vierer und Fünfer im Beisein von Boomer teilnahmen.

    Die Armada der Zylonen hatte vollkommen unerwartet schwere massive Verluste hinnehmen müssen. Doch noch etwas war ihnen allen klar geworden, dass sie ohne Hilfe der Fünf es nicht wieder schaffen würden, wieder erneut in den wichtigen Besitz der Wiederauferstehungstechnologie zu gelangen, damit ihr Volk nicht dazu verurteilt war auszusterben. Was zumindest die einst von den Fünf entwickelte menschliche Form anging.

    Weswegen nach einer langen Debatte der Beschluss gefasst wurde, dass man nur unter einigen gewissen Bedingungen dazu bereit war, vorübergehend oder gar möglicherweise für immer sämtliche Kampfhandlungen gegen die Menschen zu beenden. Aber nur, wenn die Fünf ihnen dabei halfen, die für sie wichtige Technologie der Wiederauferstehung wieder neu zu erschaffen.


  10. #130
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    Ein großer Dank an die treue Leserschaft sowie den Nutzern des Buttons !

    Planmäßig geht es heute mit der nächsten Folge weiter, also viel Lesevergnügen

    Odyssee
    Folge 6.06 - “Mollis Puncta in Posterum”


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde
    Homeworld Command

    Der Kontakt zu Ilion sowie natürlich ebenso zur Concordia war erneut unterbrochen.
    Doch während sich die meisten Politiker und andere Persönlichkeiten in den wichtigsten Institutionen auf der Erde schon damit begannen, sich die ersten Sorgen zu machen, blieb natürlich als einer der wenigen dort, General Jack O‘Neill zuversichtlich, denn General Carter hatte ihn ja bereits darauf hingewiesen, dass es eine gewisse zeitlang keinen Kontakt zur Stargate Command Base auf dem Mars, und somit auch zum Homeworld Command auf der Erde geben würde. Es würde demnach einige Zeit dauern bis es wieder einen Kontakt über eine Wurmlochverbindung über die Stargate Command Base auf dem Mars zu den Menschen in der Andromeda-Galaxie gab, nämlich wenn die neue astronomische Position und somit auch die Stargate-Adresse von Ilion feststand, damit man wieder das Sternentor als Transportmittel nutzen konnte.

    Die einzigen Themen, die den General momentan wirklich aktuell beschäftigten und große Sorgen machten, waren die zwei Verbände von den Zylonen. Der eine, der sich auf dem Weg zur Milchstraße befand, und der andere der zur Destiny unterwegs war.

    Doch als ob dies nicht genug war damit war, machte wieder einmal mehr die Orici Adria weitere Probleme, die trotz aller Warnungen von Myrrdin und Artus zum Trotz, immer noch nach wie vor nach der alleinigen Herrschaft im dem ihr bekannten Universum strebte. Doch waren dies bislang nur Vermutungen, für die jegliche und klar belegbare Beweise dazu fehlten zurzeit noch.

    Aber noch eine andere bedeutende Sache musste von Jack O‘Neill dringend geklärt werden. Um nicht vollkommen allein mit der Lösung dieser Problematik zu sein, griff er auch schon zum roten Telefon und wählte zügig die Kurzwahlnummer von Hank Landry, der sich erst vor Kurzem in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468

    Der Planet war abgelegen, doch er war sehr schnell zum Zentrum der neuen Wraith-Kultur geworden, die von Todd angeführt wurde. All deren Bewohner waren allerdings männlich, weswegen bei einigen der Bewohner die ersten Zweifel aufkamen, ob ihre neue Form und Erscheinung wirklich nützlich sein und ihre Spezies dadurch überleben würde.

    Die ersten von ihnen begannen daher bereits insgeheim Pläne gegen die Führung von Todd zu schmieden, der nach wie vor darauf sann auch die letzte noch lebende Wraith-Königin aufzuspüren und zu vernichten. Im Prinzip konnte keine der größeren Fraktionen der Wraith der anderen voll und ganz vertrauen. Wie üblich hatten sich die ehemaligen Kriegerdrohnen zum größten Teil ihren bisherigen Offizieren untergeordnet. Aber es gab natürlich auch Ausnahmen, weil einige sich einer anderen Fraktion angeschlossen hatten.

    Für Todd bestand deswegen das Hauptaugenmerk und die damit ausgefeilte Taktik seine Machtposition zu bewahren darin, nicht alles von dem, was er an Wissen und Erfahrungen erlangt hatte, an andere preiszugeben und mitzuteilen, obwohl es sich auch um seine eigenen Verbündeten innerhalb der neu entstandenen Wraith-Kultur handelte. Aber er hatte einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite, der ihn zumindest auf jeden Fall am Leben erhalten würde, nämlich seine engen und direkten Kontakte zu John Sheppard und seinem Team sowie nach Atlantis. Doch er hatte sich schon zu oft in seinem Leben in Gefangenschaft befunden, weswegen er dazu bereit war alles zu tun, damit dies nie wieder geschah.

    Derzeit forschte nicht nur er daran, wie ihr gesamtes Volk auch auf dem normalen und biologischen Wege auch ohne eine Königin überleben konnte. Weil es riskant war, dass ihm jemand seine Forschungen ausspähen könnte, war er vorerst dazu gezwungen alleine und im Verborgenen zu arbeiten. Enttäuscht von den ersten Experimenten und Tests, entschied sich Todd für eine andere, aber natürlich auch eine sehr gewagte Lösung, die ihm letzten Endes den meisten Erfolg versprach.

    Mit einem nervösen Brummen trat er an ein Kühlfach heran. In diesen lagerten unzählige genetischer Proben von einer Vielzahl von Lebewesen, die es in der gesamten Pegasus-Galaxie gab. Darunter befanden sich natürlich auch welche von den Wraith. In einem verborgenen Versteck, einer Ausbuchtung, die so groß war, wie ein Gymnastikball, lagerte er isoliert von allen anderen Proben von allen Wraith-Königinnen, die er hatte finden und auftreiben konnte.

    „Dann wollen wir mal mit der Arbeit beginnen“, murmelte Todd, als er eine erste Probe aus einem Fach herausnahm, sie ins Licht hielt und danach das Geheimversteck wieder sicher verschloss. Danach begab er sich zu einem speziellen und sterilen, hermetischen und abgeschirmten Bereich seines Labors, um endlich mit der eigentlichen Arbeit zu diesen gewagten Projekt, zu welchen er sich entschlossen hatte, zu beginnen.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Ilion, Konferenzraum

    Alle entsendeten Delegierten aus der gesamten Flotte trafen sich gewissermaßen auf neutralen Boden. An der Konferenz nahmen unter anderen, obwohl immer noch stark angeschlagen, auch Laura Roslin und Richard Adar teil.

    Schnell wurde aber allen Teilnehmern an dieser Konferenz klar, dass man zunächst die zivilen und militärischen Vertreter in der Flotte getrennt voneinander tagen lassen müsse, weil ihre Belange nämlich zu unterschiedlich waren.

    Die Menschen aus der Milchstraße allerdings, hielten sich zunächst aus den komplizierten Angelegenheiten ihrer Verbündeten heraus. Einen Vorteil von diesen bereits bestehenden Beziehungen, würden allerdings nur die Teilflotten der Electra, der Galactica und eventuell der Centauria haben.

    Zu verschiedenen Zeiten und immer im Wechsel, trafen sich die wichtigsten Personen der Politik und des Militärs im Konferenzraum des alten Antikerstadtraumschiffes, wenn sie sich nicht gerade in Kleingruppen beratschlagten. Es war allerdings wohl keine allzu große Überraschung, dass sich die höchsten Kolonialen Offiziere innerhalb des Militärs wohl am schnellsten einigen würden.

    Zum zweiten Male an jenen Tage, am frühen Nachmittag, gleich nach dem Mittagessen, saßen alle Admiräle und Commander aller Kampfsterne sowie auch die Vertreter der Zylonen des Basisschiffes, welches sich der Flotte der Galactica angeschlossen und der Befehlsgewalt von Admiral Adama unterworfen hatten, beisammen. Es lagen erneut dieselben Punkte auf dem Tisch, zu denen alle mehrere Stunden Zeit bekommen hatten, darüber nachzudenken.

    Es waren eigentlich nur zwei bis drei Punkte, die es untereinander zu klären galt, nämlich den Ersten Admiral, der die Oberbefehlsgewalt über die gesamte Flotte haben sollte, zweitens die Aufteilung des gesamten vorhandenen Materials in Gestalt der Viper- und Raptorgeschwader, und natürlich des Personals, nämlich der Piloten innerhalb der Flotte, und zu guter Letzt ging es natürlich um die Zylonen, die sich ihnen angeschlossen hatten. Vielen behagte natürlich der letzte Punkt nicht so besonders, dass ausgerechnet ihre ehemaligen Feinde innerhalb ihrer eigenen Reihen agierten und es auch weiterhin sollten. Doch wurde ausgerechnet genau dieser letzte Punkt auf der Debattenliste als Erstes von Admiral William Adama, der den anderen Offizieren eine eindeutige Auflistung aller bisherigen gemeinsamen Zusammenarbeit und Missionen mit den Zylonenrebellen vorlegte, beigelegt.

    „Hoffentlich gibt es bei den Politikern keinen allzu großen Widerstand“, brummte Admiral Steven Baker, dem immer noch ein wenig Unwohl dabei war.
    „Warten wir es ab“, war alles was der Commander der Galactica darauf noch zu sagen hatte, weil er sich dabei auf Laura Roslin, die die Präsidentin und zivile Anführerin seiner Flotte war, verließ.

    Dann folgte eine kurze Pause, in der sich alle ranghohen Offiziere abermals in kleinen Gruppen zusammenfanden, denn es sollte nun gleich um die Wahl gehen, die einen von ihnen an ihre Spitze und somit der Kolonialen Flotte führen sollte.

    Zur Wahl standen natürlich die meisten der Admiräle, die von einigen in der Runde vorgeschlagen wurden. Unter den Kandidaten, die unabhängig von allen Anwesenden vorgeschlagen wurden, waren William Adama, Diana McBride, Steven Baker, Samuel O‘Hara und Amanda Carter. Die beiden letztgenannten schieden schon in der ersten Wahlrunde aus. Da es keine klare Mehrheit für einen der drei anderen Kandidaten gab, folgte noch eine weitere Abstimmungsrunde. In dieser fiel dann die Entscheidung, nämlich dass es Admiral Adama sein sollte, der von allen noch lebenden Offizieren der Kolonialen Flotte die längste militärische Erfahrung hatte.

    „Ich danke ihnen allen, es ist mir eine große Ehre!“, war alles was Husker zunächst sagen konnte. Nachdem er sich wieder gesammelt hatte, schnitt er sofort den letzten Punkt an, nämlich die Verteilung aller Viper, Raptor und deren Piloten innerhalb der Kolonialen Flotte auf alle Kampfsterne. Doch auch der Zustand aller Kampfsterne und zivilen Schiffe der gesamten Flotte waren ihm ebenso wichtig, denn er offenbarte sofort, dass unter anderem auch die Galactica einer dringenden Überholung bedürfte.

    „Wir werden ihnen natürlich sofort die noch nötigen und erforderlichen Dokumente, so schnell wir können, zukommen lassen, Admiral Adama“, versicherte unter anderem auch Commander Amanda Carter, die Befehlshaberin der Battlestar Iuno, einen Kampfstern der Mercury-Klasse.

    Ein kurzer Blick auf eine bereits vorliegende, aber nur vorläufige kurze Übersicht genügte Husker, der erkannte, dass die Teilflotte von Admiral McBride am besten mit Fluggeräten und Piloten aufgestellt war.
    „Wir können glücklicherweise einige Viper und Raptor mit den vorhandenen Rohstoffen ersetzen“, fügte Admiral Thasos, der Commander der Centauria hinzu, der dabei auf die Produktionsstätten für Viper und Raptor an Bord der Kampfsterne der Mercury-Klasse anspielte.
    „Dann will ich es, dass genau dies geschieht! Ich will, dass jeder Viperpilot auch eine Viper und jede Raptorbesatzung einen Raptor zur Verfügung hat! Dann würde ich sagen, dass wir den Raum hier für die Politiker räumen, und uns jetzt zurück auf unsere Schiffe begeben, denn es gibt sehr viel zu tun!“
    „Jawohl, Admiral Adama“, erklärte mit einem kurzen Nicken Steven Baker, während sich alle erhoben.


    Ori-Galaxie
    Celestis

    Sicherheitshalber hatte sich die Orici Adria in ihr Allerheiligstes in der Heiligen Stadt zurückgezogen, denn sie wollte nach wie vor die Vorherrschaft über alle Menschen im bekannten Universum erlangen. Doch musste sie sich in Acht vor Myrrdin und Artus nehmen, deren Drohung sie absolut ernst nahm. Sie brauchte daher einen neuen und gut überlegten Plan, der ihr letztendlich zum endgültigen Erfolg über all ihre Gegner verhelfen sollte. Denn ihr vorheriger Plan, sich auf die Wraith als losgelassene Dämonen zu setzen, die die Welten von allen Ungläubigen heimsuchen sollten, war durch den unerwarteten militärischen Erfolg der Menschen von der Erde allen Anschein nach für immer zunichte gemacht worden.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Stargate-Raum

    Gerade noch rechtzeitig war das Erkundungsteam um Colonel David Telford auf die Destiny zurückgekehrt. Grund für die Rückkehr in erst letzter Minute war Jack Dalton gewesen. Pete Thornton und MacGyver hatten ihren gemeinsamen Freund regelrecht durchs Sternentor schleifen müssen, weil er bei einer Erkundungsrunde auf eine große Ansammlung von faustgroßen Smaragden gestoßen war. Ein Vorfall, der noch einiges an klaren Aussprachen von der Führung auf der Destiny nach sich ziehen würde.

    „Mister Jack Dalton, sofort folgen Sie mir!“, bellte Telford im barschen Befehlston sofort nach ihrer Rückkehr im Stargate-Raum, wovon natürlich auch sehr schnell Camille Wray und Colonel Everett Young Kenntnis bekamen. Aber auch Doktor Nicholas Rush und viele andere Besatzungsmitglieder an Bord der Destiny hörten von dem erneuten Problemen und Schwierigkeiten, welche von Jack Dalton verursacht worden waren.

    Der Pilot nahm eingeschüchtert seine Pilotenmütze ab, die er in Brusthöhe dicht an seinem Körper hielt, ja eher schon presste, während er schuldbewusst und bereits eingeschüchtert hinter dem erbosten Colonel herlief.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Ilion, Konferenzraum

    „…dies ist für sehr viele… vollkommen… schwer, oder ganz und gar nicht zu akzeptieren“, schimpfte der Vizepräsident der Teilflotte, die seit dem Fall der Kolonien mit der Battlestar Centauria unterwegs gewesen war.

    Laura Roslin, die sichtbar schwer gesundheitlich angeschlagen war, hatte daher große Mühe sich zu behaupten. Aber sie fand dennoch die richtigen Worte, die sämtliche Kritiker, zumindest vorerst zum Verstummen gebracht hatte. In der aktuellen Diskussion ging es nämlich darum, weshalb die Zylonen einen Sitz oder gar mehrere im neuen zu bildenden Rat der Kolonien als auch in der Regierung erhalten hatten und in Zukunft auch behalten sollten. Es war ein schwieriges und brisantes Thema, doch es musste auch dafür irgendwann einmal auch eine verträgliche Lösung her.

    Sofort schnitt Richard Adar ein anderes Thema an, nämlich die Präsidentschaft über alle Überlebenden der gesamten Flotte.

    „Es geht hier um die politische Führung und den militärischen Schutz von rund 146.000 Menschen“, bemerkte Francine Baltimore, der amtierenden Präsidentin der Electra-Flotte. Auch ahnte nicht nur sie, sondern auch schon bereits Laura Roslin worauf Richard Adar wirklich aus war, nämlich eben auf diese von ihm ins Spiel gebrachte Präsidentschaft über die gesamte Flotte.
    „Es dürfte selbstverständlich allen hier in diesem Raum klar sein, dass ich der Präsident aller Überlebenden von den Kolonien Kobols sein möchte. Dies ist mein Anspruch, den ich auch durchzusetzen gedenke. Tut mir leid, für sie alle, die bislang gute Arbeit seit den Angriffen auf unsere Heimatwelten in den bisherigen Teilflotten aller Überlebenden geleistet haben…“, sprach Richard Adar, der allerdings von Laura Roslin unterbrochen wurde.
    Sie sagte nämlich: „Vergiss es! Ich bin zwar krank, aber gut ein Drittel der Menschen in dieser Flotte wird von mir vertreten. Und auch Francine vertritt mehr als ein Drittel. Und Du, mein Lieber, eben nicht.“, wobei sie sich mittlerweile schon vollkommen in einem klaren Wahlkampf- und Angriffsmodus befand. Dazu bereit, sich jeden Widersacher zu stellen und offen den Kampf anzusagen.

    Eine Pause war daraufhin entstanden, worauf Adrian Auckland, der Vizepräsident von der Galactica-Nyx-Flotte, schließlich das einzige brauchbare Mittel vorschlug: „Es wäre am Besten mit sorgfältig vorbereiteten Neuwahlen dieses Amt zu vergeben, damit wir endlich Gewissheit haben.“
    „Gut. Wer ist dafür?“, nickte Laura Roslin, die sich in der Runde umsah.
    Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, womit natürlich auch sofort der harte Wahlkampf untereinander beginnen würde. Da es natürlich sehr viele Kandidaten waren, würde es innerhalb der gesamten Flotte sehr spannend werden, doch die Frage: Was mit den Zylonen und ihren politischen Status innerhalb der Flotte anging, müsste eigentlich sofort entschieden werden.

    Die darauffolgende erneute Debatte und Abstimmung in diesem Fall war zwar nicht klar, doch ging er durch eine einfache, aber recht knappe Mehrheit, zugunsten der Zylonen um Natalie aus, weswegen auch sie zumindest vorerst einen Sitz im Rat erhielten, und es somit in dieser Kammer in Zukunft selten zu einem Gleichstand kommen und durch das besondere Vetorechtes vom Inhaber oder der Inhaberin des Präsidentenamtes zu einer Entscheidung würde.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis

    Die Trinitatis fiel planmäßig am Rande eines Planetensystems wieder einmal aus dem Hyperraum. Das von Doktor Hank McCoy geführte, intergalaktische Team, würde sich in diesen Teil des Universums für insgesamt drei Tage aufhalten. Es war somit einer der wenigen längeren geplanten Aufenthalte auf einer festen Position, während ihrer langen Reise zur Destiny.

    Trinitatis, Kontrollraum

    Es dauerte nicht lange, da verkündete Doktor Rodney McKay auch schon, dass sie wie geplant der Route der Destiny nach wie vor folgten.
    „…es wird nicht mehr lange dauern, dann erreichen wir schließlich auch jene Galaxie, in der das Team von Colonel Everett Young und Doktor Nicholas Rush auf die Destiny gelangt ist. Was dann aber auch bedeutet, dass wir einigen der uns schon bekannten Gefahren ausgesetzt sein werden. Also diesen fiesen Aliens, die die Angewohnheit haben, ihre Gefangenen in Wassertanks zu stecken, und so…“

    Viele der Anwesenden hörten dem Kanadier nur mit einem halben Ohr zu, denn der Anblick, der sich ihnen allen bot, war einfach mehr als nur überwältigend. Sie alle hatten auf ihrer bisherigen Reise durch das Universum an Bord dieses Schiffes schon so einiges gesehen, doch dieses Planetensystem war es mehr als nur wert, so gut es in den wenigen Tagen ging, erforscht zu werden.


  11. #131
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    Danke, allen Lesern und den Drückern des Buttons !

    Zunächst, Allen einen schönen Ersten Advent
    Und nun, viel Lesevergnügen mit der neuen Folge

    Odyssee
    Folge 6.07 - “Vorboten des Wandels”

    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Battlestar Galactica

    Immer noch befand sich Admiral Adama auf einen seiner sehr wichtigen Rundgänge durch sein gesamtes Schiff. Er wurde dabei wieder einmal mehr natürlich von Chief Galen Tyrol durch die am schwersten betroffenen Sektionen der gesamten Galactica geführt, in welcher seinem Vorgesetzten eine Vielzahl von schweren Beschädigungen an mehreren der wichtigen Träger, Spannte und Holme, kurz gesagt, der gesamten tragenden Struktur an Bord zeigte.
    Dass der Mann, der schon seit so einigen Jahren unter seinem Kommando diente, wie sich herausgestellt hatte in Wirklichkeit ein Zylon war, störte ihn schon lange nicht mehr so wirklich. Doch so einige andere innerhalb der Crew und der übrigen Menschheit in der gesamten Flotte waren weniger erfreut darüber, dass sich so viele Zylonen an Bord der Galactica befanden, und zudem noch so viele von ihnen enorm wichtige Schlüsselposten- und positionen dort innehatten.

    Selbst eine Laura Roslin musste einen persönlichen Schock erst einmal verdauen, nämlich dass ihre eigene Beraterin und Managerin Tory Foster ebenfalls eine Zylonin war, und dann auch noch wie Galen Tyrol zu den Fünf gehörte.

    Aber es gab noch mehr, was der Chief dem Admiral zu zeigen gedachte, denn ihr Weg führte sie auch in das Backbord-Hangardeck. Dort angelangt blieben die beiden erst gemeinsam vor der Viper von Starbuck stehen. Diese Viper war abseits von allen anderen geparkt und gewissermaßen unter Quarantäne gestellt worden.

    „Admiral. Wir haben den Flugschreiber von dieser Viper noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Und die darauf sehr spärlich vorhandenen Daten ergeben zum Teil nicht wirklich sehr viel Sinn…“
    „In wie fern, Chief?“
    „Ist irgendwie schwer zu erklären, daher würde ich es sehr gerne demnächst gemeinsam mit Captain Thrace mal etwas genauer analysieren. Vielleicht erinnert sie sich ja im Verlaufe des Gespräches an irgendetwas.“
    „Dann tun Sie das!“
    „Ja, Sir. Zudem werden die anderen vier von den Fünf, genauso wie ich des Öfteren von diesem Vogel hier quasi wie von einem Magnet angezogen. Ganz so als ob diese Viper hier, uns ständig zu sich rufen würde. Es ist also nämlich mehr als nur das normale Außergewöhnliche an dieser Viper… Starbucks Rückkehr, die Zusammenführung der wohl letzten Flotten der Überlebenden aus den Kolonien…“

    Die letzten beinahe schon gemurmelten Worte von Tyrol, konnte Adama schon fast nicht mehr hören, denn seine Schritte lenkten ihn derweil schon zielstrebig zu dem Raptor von Athena.

    Der Admiral kam sofort zur Sache: „Was haben Sie vor, Lieutenant?“
    „Ich will und werde meine Tochter suchen! Davon lasse ich mich nicht abhalten - auch nicht von Ihnen, Sir.“
    Die Stimme der Zylonin klang mehr als nur fest und zu allem entschlossen, während sie konzentriert weiter die Checkliste abarbeitete.

    William Adama trat zunächst noch wortlos näher an sie heran, dann setzte er sich auf dem Platz des ECO und sagte, nur gerade einmal so laut, dass es Sharon Agathon hören konnte: „Ich weiß, Athena. Daher werde ich Ihnen eine ganz wichtige Aufklärungsmission übertragen…“
    Sofort drehte sich Athena zu den Commander der Galactica, der mit ruhiger und seiner heiseren Stimme zu ihr sprach: „…zudem habe ich mir bereits erste Gedanken über einen Angriffs- und Rettungsplan für Hera gemacht. Zudem habe ich mich auch mit einigen der Zylonen vom Basisschiff unterhalten, die meinten, dass man Hera vermutlich zu ihrer sogenannten Heimatkolonie gebracht hat, welche sich nicht etwa auf einem bewohnbaren natürlichen Himmelskörpern befindet, sondern eine weitere riesige Weltraumstation sein soll. Also hören Sie mir gut zu!…“

    Schon nach einigen weiteren Atemzügen hatte Sharon Agathon mit ihrer Arbeit aufgehört und dabei erstaunt den Worten von William Adama gelauscht, denn sie konnte einfach immer noch nicht glauben, was sie soeben von ihrem Vorgesetzten vernommen hatte.

    „…Bedingung ist, dass Sie sofort zur Galactica mit den Koordinaten zurückkehren, sobald die Heimatkolonie der Zylonen gefunden wurde, Lieutenant! Keine Alleingänge! Ich würde es nicht ertragen, wenn ich Sie verlieren würde, Athena!“, verfügte und schloss Admiral Adama, der der Pilotin in deren dunklen Augen schaute. Er wusste, dass er es ihr und Helo schon sehr lange schuldig war, damit Hera endlich wieder bei ihrer Familie war.

    Doch eben diese Entscheidung von Admiral Adama würde nicht nur bei so einigen der anderen Offiziere innerhalb der Kolonialen Flotte auf einen erheblichen Widerspruch stoßen, sondern auch bei der politischen Führung. Wobei er aber allen Politikern sofort klar machen würde, dass es eine eindeutige militärische Angelegenheit sei.

    Battlestar Electra, Offiziersmesse

    Das Dossier von Admiral William Adama lag schon seit einigen Stunden vor Admiral Diana McBride auf dem Tisch. Die Befehlshaberin der Electra hatte ihren Offiziersstab deswegen zusammengerufen, um über diesen weiteren bevorstehenden und wohl sehr wichtigen Militärschlag gegen die Zylonen zu besprechen.

    „…dies wird auf unerwartete Widerstände bei so einigen der Crews auf und manchen der anderen Schiffen in unserer Flotte sorgen, auch natürlich auf den zivilen“, ahnte Colonel Lot Hebridan, der XO der Electra, bereits.
    „Gewiss. Aber ich werde Admiral Adama unterstützen, denn es beinhaltet die Chance den Feind für immer loszuwerden! Oder aber einen so harten Schlag zu versetzen, der die Zylonen um die sogenannte Cavil-Fraktion über Jahrzehnte handlungsunfähig macht!“, erklärte Admiral McBride, die ihre Entscheidung zu diesen Thema bereits gefällt hatte.

    Ilion, Konferenzraum

    Ein großes Team bestehend aus Beratern und Managern sowie natürlich so manchen Politikern aus der gesamten Flotte arbeitete bereits an den ersten Vorbereitungen für die Wahl des neuen Präsidenten, der der gesamten Flotte als politisches Oberhaupt dienen sollte. Zuvor war in einer großen und abschließenden Ratssitzung beschlossen worden, dass sich alle ehemaligen und aktuellen Präsidenten und natürlich auch Vizepräsidenten seit dem Fall der Kolonien von Kobol zur Wahl stellen konnten. Dies war eine gewagte Entscheidung, die von Laura Roslin und ihren engsten Vertrauten sowie politischen Verbündeten nicht unterstützt worden war, denn sie dachte dabei an Gaius Baltar und Tom Zarek, die einst in ihrer Flotte von der Galactica nur unsagbares menschliches Leid und politischen Schaden angerichtet hatten.

    Da die erste Vorwahl schon bereits in nur wenigen Tagen stattfinden sollte, herrschte ein gewisser Zeitdruck bei allen Wahlhelfern. Denn es mussten Listen und Wahlzettel erstellt und gedruckt werden sowie die dafür sicheren Abläufe festgelegt werden. Zudem wurde durch eine Auslosung ein unabhängiges Komitee eingesetzt, welches diese wichtige Wahl beobachten und Manipulationen verhindern sollte.

    Ilion, Kontrollraum

    Mit erstaunter Miene lauschte General Samantha Carter den Worten von Major Jennifer Hailey. Die mittlerweile sehr gereifte Soldatin und Wissenschaftlerin, die einst von Sam für das Stargate-Programm rekrutiert worden war, hatte ihr einen interessanten Vorschlag gemacht, der einen wohl wichtigen und vielleicht den entscheidenden taktischen Vorteil im Angriff gegen die Zylonen und ihre Heimatkolonie bringen könnte. Jennifer Hailey hatte mit Cassandra Fraiser nämlich den Plan vorbereitet die Tarnvorrichtung Ilions auf die Concordia zu übertragen, die sich dadurch vollkommen unbemerkt eben dieser gewaltigen Heimatkolonie der Zylonen annähern könnte.

    Samantha Carter war bewusst, dass sich diese beiden Frauen mehr als nur für eine schon überfällige Beförderung durch ihre bisherigen hervorragenden Leistungen bereits sehr empfohlen hatten.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars-Jupiter-Asteroidengürtel
    Weltraumwerft

    Auf und an der Werft, die sich nach dem Sieg über die Goa‘uld, wieder im heimischen Sonnensystem befand, wurde fleißig gearbeitet. In einer anderen Region im heimatlichen Sonnensystem, zwischen der Erde und des Mars war durch Yashida-Technologies in Rekordzeit eine weitere wichtige Werft entstanden, an der auch schon die ersten Kampfsterne gefertigt wurden. Somit befanden sich zwei der fünf Weltraumwerften, die sich im Besitz der Erde befanden, im eigenen Sonnensystem.

    Zwei Puddle-Jumper, auf denen sich die Delegationen des IOA, der UN verteilten, befand sich auch eine der mächtigsten und einflussreichsten Frauen Japans, wenn nicht sogar Asiens und der Welt, nämlich Mariko Yashida, die eine Liebesbeziehung mit Wolverine gehabt hatte und auch der Leiter des Homeworld Command höchstpersönlich, General Jack O‘Neill. Sie näherten sich der Weltraumwerft von Yashida-Technologies, die später bei endgültiger Fertigstellung voller Auslastung jeweils zeitgleich einen Battlestar jeden Bautyps produzieren und warten konnte.

    Alle, die sich an Bord der beiden Jumper befanden, wollten sich endlich ein persönliches Bild über den aktuellen Stand der aktuellen Bauarbeiten machen. Doch wie es in der Vergangenheit der Menschheit so oft schon der Fall gewesen war, gab es auch schon die ersten Gerangel, welche Nation oder Nationen sich welchen Kampfstern denn nehmen und welchen Namen sie dann letztendlich tragen würden.

    Mars
    Stargate Command Base, Level 17, Besprechungsraum

    Nachdem sich Lieutenant General Hank Landry vor einiger Zeit schon sich nach dem Sieg über die Nazis in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte, waren sein Büro und damit auch sein Stuhl auf der Basis leer geworden, weil die Vereinigten Staaten von Amerika bislang noch keinen ihrer Offiziere als seinen Nachfolger eingesetzt hatten.

    Die Volksrepublik China und die Russische Förderation wollten Jemanden als Nachfolger Landry‘ haben, dem sie vertrauen konnten sowie der zudem auch über gute Erfahrungen im Umgang mit außerirdischen Völkern und Kulturen verfügte. Es gab also nicht viele, die für diese wichtige Aufgabe und einflussreiche Funktion in Frage kamen.
    Am Geeignetsten für einen dieser hohen Posten der SGCB auf dem Mars waren natürlich auf dem ersten Blick General John Sheppard, Colonel Evan Lorne, General Samantha Carter oder General Cameron Mitchell, dies wussten sehr viele in der UN und dem IOA. Denn die Erfahrungen, die all diese vier Personen gemacht hatten, wären für alle auf der Stargate Command Base sowie den beiden schon wichtigen erwähnten Gremien ein sehr großer Gewinn. Doch General Jack O‘Neill hatte für diese freie Stelle auf dem Mars bereits zwei vollkommen andere Kandidaten auf dem Schirm, nämlich Brigadier General Albert Reynolds oder Brigadier General Dave Dixon.
    Der Grund dafür war aus seiner Sicht natürlich plausibel, denn die vier anderen Offiziere waren schon von Jack O‘Neill in Rücksprache mit Richard Woolsey und Steven Caldwell, aber auch Hank Landry, für andere wichtige Aufgaben bereits vorgesehen und eingeplant worden.

    Die beiden frisch, also erst vor wenigen Stunden zu Generälen der United States Air Force ernannten Männer, die zum Teil noch gemeinsam mit dem jetzigen Leiter des Homeworld Command im Stargate Center in Colorado im Cheyenne Mountain gedient hatten, hielten sich noch alleine in dem Besprechungsraum auf. Waren also noch bislang unter sich. Für jeden von ihnen beiden, war diese neue Aufgabe sehr reizvoll, doch nur einer würde den freien Posten von Landry übernehmen können. Die beiden Generals Dixon und Reynolds, hatten von O‘Neill den Befehl erhalten hier auf ihn zu warten, bis jener von der Inspektion der Yashida-Werft für den Bau der Kampfsterne zurück sei.


    Andromeda-Galaxie
    Heimatkolonie der Zylonen

    Die jüngste und besonders sehr heftige Auseinandersetzung mit den Menschen und den rebellischen Zylonen, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie der Letzten Fünf, hatte die einst für lange Zeit unangefochtene Position der Einsermodelle innerhalb der Gemeinschaft der Zylonen erheblich geschwächt. Denn alle anderen Modelle ihrer Fraktion, nämlich die Vierer und Fünfer, bis auf die Acht Boomer, die ihr Modell verlassen hatte und zu der Fraktion von Cavil übergelaufen war, stellten daher immer öfters deren Entscheidungen vermehrt in Frage, forderten daher ein noch stärkeres Mitspracherecht in Form der demokratischen Abstimmungen.


    Koloniale Flotte

    Es herrschte seit einigen Stunden schon ein sehr reger Flugverkehr in der gesamten Flotte, denn die eilends vorbereiteten und gedruckten Wahlunterlagen für die Wahl des einstimmigen Präsidenten der Menschen, mussten nun auf jedem einzelnen Schiff verteilt werden. Dafür wurden die meisten Raptor und Shuttles verwendet, die man für diese Aufgabe entbehren konnte. Zeitgleich befanden sich alle der 16 wählbaren Kandidaten auf einer Kräfte- und Nervenzehrenden Wahlkampftour, um auf möglichst vielen Schiffen auf Stimmenfang unter den Wahlberechtigten zu gehen. Unter ihnen gehörte natürlich auch Doktor Gaius Baltar, der aber einen enormen Schutz durch das Militär und andere Sicherheitskräfte nötig hatte, denn viele hatten seine Präsidentschaft und die Ereignisse auf Neu-Caprica nach wie vor nicht vergessen, geschweige denn wirklich vergeben können - trotz der juristischen Aufarbeitung.

    Allen war schon eines gewiss, es würden mehrere Wahlgänge nötig sein bis endlich einer der Kandidaten eine klare Mehrheit der Wählerschaft hinter sich endlich vereint hätte.

    Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck

    Um dem Trubel und den ständigen Nachfragen der anderen Befehlshaber in der Flotte endlich einmal zu entrinnen, hatte sich Admiral Adama schließlich zurückgezogen. Er war aber dennoch nicht vollkommen alleine, denn bei ihm waren noch Starbuck, Tyrol, Anders und einige Wissenschaftler sowie Ingenieure um das Rätsel der Viper zu lösen, mit der Kara zur Flotte in Begleitung einer weiteren Flüchtlingsflotte aus den Kolonien von Kobol zurückgekehrt war.


    Weitentfernte Galaxie
    Trinitatis, Zentraler Turm, Kontrollraum

    Nach einer gut geführten Debatte, hatte es Doktor Rodney McKay letztendlich doch noch geschafft und den Leiter der Mission, Doktor Hank McCoy, davon zu überzeugen ihn an einer sehr wichtigen aktuellen wissenschaftlichen Arbeit in Ruhe weiterarbeiten zu lassen. Der Kanadier war nämlich auf etwas gestoßen, was ihn seit seiner Ankunft auf Trinitatis stutzig gemacht hatte. Denn ihm war aufgefallen, dass die mächtige Stadt noch auf eine andere Art und Weise wusste, sich mit der notwendigen Energie zu versorgen, außer mit den ZPM´, die zur Verfügung standen.
    Als sie sich einer Sonne näherten, sprang Rodney auf und rannte so schnell er konnte nach draußen, um auf den Balkon zu gelangen. Er tat dies natürlich nicht, um sich dieses Planetensystem näher zu betrachten, sondern das überwältigende und erstaunliche Schauspiel zu beobachten, welches gleich in wenigen Minuten endlich beginnen würde.

    Es dauerte wirklich nur noch einige Minuten, dann begann auch schon der kristalline Teil von Trinitatis, der überwiegend zu Shangri-La gehörte, an zu leuchten und in einer Vielzahl von Farben zu strahlen. Fast genauso als Emrys, Mu und Shangri-La am Ende zu Trintitatis vereint worden waren.

    „Das ist atemberaubend!“, jubelte Doktor McKay. „Ich wusste es! Auch die Destiny wird auf dieselbe Art und Weise mit solcher Form von Energie versorgt! Doch die Trinitatis ist dabei viel, sehr viel effizienter in der Speicherung und dem Verbrauch von dieser Form von Energie, wenn ich…“
    Während er noch sprach, sah er auf die Anzeigen auf seinem Tablet, die ihm verrieten, dass er Recht hatte. Die Daten erstaunten ihn nicht sonderlich, denn sie belegten seine Theorie. Aber noch etwas beschäftigte ihn, nämlich eine Energiequelle zu finden, eine saubere Energiequelle, die enorm wichtig für alle im Universum war.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Stargate-Raum

    Eine kleine Delegation von König Arkhan I., alias Colonel Harry Maybourne, war soeben durch das Stargate eingetroffen. Diese Botschafter brachten leider sehr beunruhigende Neuigkeiten mit, die ausgerechnet die Orici Adria zum Thema hatten.

    Sofort wurde daher ein in Bereitschaft stehendes SG-Team nach PX1-767, auf dem Planeten, wo sich Camelot befind und wohin Artus nach seiner Wiedererweckung gezogen war, geschickt. Denn man musste ihn und auch Myrrdin, über die jüngsten Entwicklungen in Sachen der Orici Adria, so schnell wie möglich informieren.

    Level 17, Besprechungsraum

    In Begleitung von Miss Mariko Yashida und ihrer besten Freundin Yukio sowie seiner Adjutantin Captain Lauren Perry betrat General Jack O‘Neill den Raum, wo die Brigadier Generals Albert Reynolds und Dave Dixon seit einigen Stunden bereits warteten. Der Leiter des Homeworld Command hatte die beiden nicht umsonst herbestellt, was er ihnen sofort deutlich machte.

    Auf einer Geste und einem Lächeln im Gesicht von General O‘Neill hin, zog Captain Perry zwei Umschläge aus der Aktentasche. Beides nahm zunächst Jack von ihr entgegen, der dann erklärte: „Wer von euch beiden will zuerst zugreifen? In einem Umschlag ist dieser Job auf dieser Basis hier drin, und in dem anderen ein anderer, ein anderer wirklich toller Job, für den ich mir mächtig den Hintern aufgerissen und auch sehr, sehr viel Papierkrieg bewältigt haben müssen…“
    „Was soll das Spielchen, Jack?“, fragte Dixon vorsichtig.
    Auch Reynolds war ziemlich skeptisch. Denn beide Männer kannten Jack O‘Neill seit vielen gemeinsamen Jahren im Stargate-Programm gut genug. Gut genug, um zu wissen, dass jener solche Dinge immer gern mit einer Portion Humor verpackte, wenn es möglich war. Aber da er nicht alleine gekommen war, wie man es angenommen hatte, schien es sich um eine sehr interessante Alternative zu handeln.

    „Also, ich warte. Die netten kleinen Umschläge hier warten ebenfalls… Ich kann auch jeden von Ihnen, einfach so einen der Umschläge zuschieben“, murmelte Jack O‘Neill vor sich hin, während er die beiden Männer aufmerksam musterte, um zu erkennen, ob sich einer von ihnen mutig dazu entschließen würde ihm einen der Umschläge abzunehmen. Beide Kuverts sahen gleich aus. Was vom Leiter des Homeworld Command absichtlich so veranlasst worden war.

    Bei all dieser Szenerie musste sich Captain Lauren Perry sehr zusammenreißen, denn sie hätte schon längst einen der Umschläge gezogen, deshalb dachte sie nur: ´Männer!´

    Dave Dixon und Albert Reynolds sahen sich abermals für eine Sekunden lang schweigend an, und dann wieder die beiden Umschläge, die vor Jack O‘Neill auf dem Tisch lagen. Schließlich war es General Dixon, der sich als erster nach vorne beugte und einen der Umschläge berührte, danach den anderen. Er seufzte kurz, bevor sich endlich für einen entschied. Zwangsweise musste somit General Reynolds den anderen nehmen.
    General O‘Neill nickte zufrieden, und sagte schließlich grinsend: „Na los ihr beiden, seht schon nach!“


  12. #132
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an Euch treuen Leser und denen, die den Button betätigt hatten !

    Zunächst einmal wünsche ich Euch einen schönen Vierten Advent !
    Wünsche Euch ebenso ein besinnliches Weihnachtsfest & einen Guten Start im Neuen Jahr !


    Bevor es mit der letzten Folge für dieses Jahr losgeht, kommen hier die Termine als kleine Vorschau von den nächsten drei Folgen mit ihren geplanten Titeln :

    08.01.´23 - Folge 6.09 Gaía, Teil 1,
    22.01.´23 - Folge 6.10 Gaía, Teil 2,
    05.02.´23 - Folge 6.11 Gaía, Teil 3.

    So, und nun wünsche ich viel Vergnügen mit der neuen Folge

    Odyssee
    Folge 6.08 - “Potentia Ludum”


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte

    Jeder der Kandidaten für das Präsidentenamt wusste, was er selber angeordnet hatte, nämlich dass es natürlich so einige Leute von den anderen Wahlkampfteams gab, die ihn und sein Team auf Schritt und Tritt verfolgen würden, um wichtige Informationen wie Stärken und Schwächen der Konkurrenten auf dem kürzesten Wege weiterzugeben.
    Zudem war auch der Tag der ersten Vorwahl gekommen. Das heute noch mit keiner Entscheidung zu rechnen war, war jeden klar, denn es ging nur darum schnellstmöglich die vier bis sechs aussichtsreichsten Kandidaten für das Präsidentenamt zu ermitteln. Für diesen Zweck hatte man eine Hürde von zu erreichenden Stimmen festgelegt, die von jeden Kandidaten auf jeden Fall erreicht werden musste, um in die nächste Wahlphase einziehen zu können.

    Ilion, Konferenzraum

    Nach und nach trafen die Wahlurnen in der alten Antikerstadt ein, die man schon bereits als Zentrum einer neuen Stadt auf der neuen Heimatwelt auserwählt hatte. Eine Welt, die es allerdings immer noch zu finden galt. Außerdem herrschte große Unruhe, da die Pläne von Admiral Adama das Kind Hera zu befreien, über unbekannte Kanäle schließlich doch sehr schnell fast in der gesamten Flotte bekannt geworden waren.

    Bis spät in die Nacht wurden immer noch die Stimmzettel ausgezählt. Man hatte aber entschieden, dass die Kandidaten, die die nächste und wohlmöglich schon entscheidende Wahl erreichen sollten, mindestens 12 Prozent an Zustimmung von Seiten der Wähler erzielen mussten.

    Erst am nächsten frühen Morgen wurde endlich das vorläufige Ergebnis notiert, welches über Radiosender und andere Medien dann in der gesamten Flotte verbreitet wurde.

    Nach sorgfältigen und streng überprüfter Auszählung waren dann nur, wie es bereits im Vorfeld einige vermutet hatten die drei aussichtsreichsten Bewerber natürlich Richard Adar mit 15 Prozent, Laura Roslin mit 19 Prozent, Francine Baltimore mit 22 Prozent und zur Überraschung aller Gaius Baltar mit 17 Prozent übrig. Doch dies war noch nicht alles, denn der Schock traf die meisten in der Bevölkerung tief ins Mark, denn auch Thomas Zarek hatte es mit genau 13 Prozent knapp geschafft, obwohl er ein überaus bekannter ehemaliger Terrorost und somit verurteilter Verbrecher war. All die anderen neun Bewerber, die außerdem noch angetreten waren, erzielten meist selten mehr als fünf Prozent, was ebenfalls mitgeteilt wurde.

    Somit war klar, dass es schon bei der nächsten Wahl einen Fünfkampf für das hohe Amt des Präsidenten würde, und vielleicht auch schon die langersehnte Entscheidung geben könnte.

    Der Wahlkampf ging nach der Bekanntgabe sofort weiter, nachdem das Ergebnis bekannt geworden war. Wie in der Politik üblich, wenn es um den Kampf um die Macht ging, wurde dabei auch sehr viel schmutzige Wäsche gewaschen. Besonders Laura Roslin musste wegen ihrer Krankheit und Nähe zu William Adama viele Attacken von Tom Zarek aber auch von Richard Adar, der keinen großen Hehl daraus machte, dass er allein die politische Macht in der gesamten Flotte anstrebte, über sich ergehen lassen. Allein Francine Baltimore schlug sich an die Seite ihrer wohl schärfsten Konkurrentin um das höchste politische Amt: „…viele Männer sollten sich ein Beispiel an dieser Frau nehmen, die trotz ihres Zustandes dennoch weiterhin die Last getragen hat…“, waren nur einige ihrer lobenden Worte, während einer Wahlkampfveranstaltung an welcher alle fünf Bewerber gemeinsam teilgenommen hatten.
    Gaius Baltar hingegen verhielt sich ungewohnt zurückhaltend, ließ aber seine Ambitionen erneut die Verantwortung als Präsident zu übernehmen klar erkennen.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Level 27

    Mit vielen Mitarbeitern, die Kisten und Sackkarren händelten, wurde das Büro, welches vor einigen Wochen noch von General Hank Landry genutzt und dann geräumt worden war, mit neuen Leben und den Sachen des neuen Benutzers angefüllt und ausgestattet.

    „Lassen Sie das ruhig erst einmal dort neben der Wand stehen, Sergeant, ich kümmere mich gleich darum!“, ordnete Brigadier General Albert Reynolds an, der sich schon daran machte das Bücherregal zu befüllen. Denn er hatte noch ein wenig Zeit, bevor er zu seinem ersten Briefing mit den anderen sechs Kommandanten dieser Basis erscheinen musste.


    PX1-767, Camelot

    Etwas müde von dem langen und beschwerlichen Fußmarsch vom Sternentor hin zu der kleinen Stadt Camelot, durchschritt das SG-23-Team endlich das Stadttor. Dieses Team bestand aus sechs Personen, welches von Major Emilia Rodriguez angeführt wurde. Außerdem gehörten noch die Captains Petra Tolineva und Pietro Idalgho, First Lieutenant Kyle Russel sowie den beiden Second Lieutenants Jiang Wu und Brie Chandler.

    Das Team musste feststellen, dass sich dieser Ort mittlerweile zu einer noch größeren Stadt entwickelt hatte. Eine Folge, die natürlich der Rückkehr von Artus als ihr König zu verdanken war. Er hatte zudem die junge Valencia als Anwärterin in den Kreis seiner Ritterschaft berufen, weil er gehört hatte, dass es ihr einst gelungen war das Schwert aus dem Felsen auf dem alten Dorfplatz zu ziehen.

    Der immer noch amtierende Bürgermeister von Camelot, Meurik, erhielt Kenntnis von den Besuchern von der Erde, weswegen er so schnell es ihm möglich war, dem Team mit einigen Würdenträgern der Stadt entgegenzugehen, um sie höflich und formell zu begrüßen.

    Schnell erklärte Major Rodriguez den Grund ihres Kommens.

    „Gut. Wir bringen Euch zunächst einmal in einem guten Gasthaus unter, denn König Artus befindet sich mit einigen Rittern auf einer Reise in einen Nachbarort, und wird erst morgen früh zurückerwartet. Also folgt mir bitte.“


    Zwischen Erde & Mars
    Yashida-Battlestar-Weltraumwerft

    Zusammen mit seinem Adjutanten und seinem übrigen Offiziersstab hatte Brigadier General Dave Dixon in der zweiten Reihe hinter den beiden Piloten im Puddle Jumper Platz genommen.

    Sie näherten sich ihrem Ziel, nämlich einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse, der Origin. Denn die anderen Exemplare der anderen Bautypen waren noch lange nicht fertig, mit Ausnahme eben der Origin. Dieser Battlestar würde schon in wenigen Tagen unter Dixon seinen Jungfernflug unternehmen.

    Battlestar Origin

    Obwohl er die Unterlagen bereits sorgfältig studiert hatte, verschlug es Dave Dixon dennoch erneut die Sprache. Denn der erste Commander eines irdischen Kampfsterns war einfach von der enormen Größe des Schlachtschiffes vollkommen überwältigt.
    „…das ist einfach kein wirklicher Vergleich zu unseren anderen Schlachtschiffen möglich“, murmelte er, als sie alle gemeinsam das Combat Information Center der Origin betraten.

    Wie bestellt wurde die Crew in Gestalt ihres Befehlshabenden Offiziers von der Erde kontaktiert.
    „Jack.“
    „Tja, Dave. Wie gefällt es Ihnen denn?“
    „Ist sehr beeindruckend. Bin kein wenig neidisch auf Reynolds.“
    „Freut mich. Dann machen Sie sich mal mit der Origin vertraut, damit dem angepeilten Jungfernflug nichts im Wege steht!“
    „Jawohl, Sir“, bestätigte General Dixon, der den Hörer wieder an der Konsole befestigt hatte.

    PX1-767, Camelot

    Wie vom Bürgermeister Camelots gesagt, kehrte König Artus am Vormittag des nächsten Tages mit einem großen Gefolge in die Stadt Camelot zurück. Als Valencia hörte, dass sich Besucher von der Erde bei ihnen befanden, eilte sie sofort los, weil sie hoffte auf die alten Bekannten zu treffen. Doch es waren vollkommen neue Gesichter, die ihr und König Artus vorgestellt wurden.

    Höflich lud König Artus das SG-23-Team zu sich auf die Burg ein, denn er wollte mehr erfahren. Schon nach wenigen Minuten musste der Herrscher Camelots die Vermutungen der Erde bestätigen.
    „Es ist leider wahr. Händler, die zu uns durch das Portal gekommen waren, berichteten von den verstärkten Bekehrungsversuchen der Priore von Adria. Ich werde mich später mit meiner Verlobten, Adriana, die derzeit noch auf ihrer Heimatwelt Heraclia in der Andromeda-Galaxie weilt, über diese wichtige Angelegenheit sprechen…“, hatte Artus unter anderen zu Major Rodriguez und ihren Team gesagt.

    Innerlich war der Herr Camelots wütend darüber, doch andererseits hatten Myrrdin und er es bereits geahnt, dass sich die Orici eines Tages so verhalten würde. Das Streben nach immer mehr Anbetung, Unterwerfung und Macht war nämlich typisch für die Ori.


    1 Woche später
    Ori-Galaxie
    Celestis

    Sofort nach ihrer Rückkehr nach Camelot, war Adriana von Artus mit den Bestrebungen ihrer göttlichen Mutter konfrontiert worden. Deswegen hatte sie sich umgehend wieder auf den Weg gemacht. Ihre Ankunft wurde von den Gläubigen mit einen großen Fest gefeiert, doch war der Tochter von der Orici nicht nach feiern zumute, denn sie hatte immer noch die Drohung von Konsequenzen durch Myrrdin und auch Artus in den Ohren.

    „Wieso ich das tue? Ich will Dir ein großes Imperium hinterlassen, Tochter! Darum will ich Dich auch gut beschützen können! Und am besten geht dies, wenn ich endlich von allen Menschen als Göttin anerkannt und dementsprechend verehrt werde!“
    „Und was ist mit den Konsequenzen? Fürchtest Du nicht die Vergeltung von Myrrdin und Artus, die Euch vor solchen Bestrebungen gewarnt haben?“
    „Hm. Was das angeht, fällt es sehr leicht: Der einzige, von dem die wirkliche Gefahr für mich ausgeht, ist dieser alte Hexenmeister der Antiker, Myrrdin! Er muss also dringend davon abgehalten werden, mir Deiner Mutter etwas anzutun…“
    „Und wie?“
    „…ganz einfach, es gibt nur einen Weg: Er muss sterben! Und zwar ohne dabei die Chance zu haben, wiederbelebt zu werden oder gar aufzusteigen, um eines Tages wieder aufzutauchen!“

    Adriana sah ihre skrupellose Mutter entsetzt an, denn sie hatte Myrrdin, dem Mentor ihres Verlobten, König Artus, in der letzten Zeit doch immer mehr lieb gewonnen.

    „Keine Sorge. Ich werde nicht von Dir verlangen, dass Du es tust!“, fügte Adria ergänzend hinzu, da sie die Angst ihrer Tochter erkannt hatte, dass sie damit beauftragt werden könnte, eine solch grausame und hinterhältige Tat zu begehen.


    1 Woche später
    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte

    Der große Tag der vielleicht entscheidenden Wahl rückte heran. Allerdings war etwas geschehen, womit niemand vorher gerechnet hatte, denn jemand hatte seine Kandidatur einen Tag vor der Wahl zurückgezogen. Es handelte sich dabei überraschenderweise um Laura Roslin, die stattdessen sofort ihrer bisherigen Konkurrentin Francine Baltimore in einer abschließenden Pressekonferenz während ihrer Rede unterstützte.
    „… bitte geben Sie, die Sie morgen das Wahlrecht nutzen, bitte Francine Baltimore ihre Stimme! Sie ist es, die diese Flotte und unser Volk gut in die Zukunft, in eine sichere Zukunft führen kann! Danke!“

    Doch die heftigen Reaktionen von Richard Adar und Tom Zarek ließen nicht lange auf sich warten, die sofort den geschwächten und gesundheitlichen Zustand von Laura Roslin auszunutzen versuchten. Die bisherige starke Frau der Galactica-Flotte somit schlecht aussehen zu lassen. Tom Zarek verneinte eine Zusammenarbeit mit den Zylonen und warnte außerdem noch vor einer Wahl Gaius Baltars, während Richard Adar zumindest dazu bereit wäre mit den Zylonenrebellen zu verhandeln, auch eine Untersuchung in der Sache Gaius Baltar wollte er ins Auge fassen, sobald die Wahl zu Ende und er wieder Präsident sei.

    Für Admiral Adama und für viele aus seinem Umfeld war es sehr verdächtig, dass sich Gaius Baltar sehr still verhielt. Der ehemalige Präsident und immer noch hervorragende Wissenschaftler antwortete mit ein paar Reden zwar, doch verhielt er sich ruhig und sachlich, wobei er sich dennoch kämpferisch und positiv zuversichtlich seinen vielen Anhängern zeigte.

    Am Abend vor der Wahl hatten sich alle Kandidaten auf ihre Schiffe zurückgezogen.

    Am Tag darauf herrschte abermals reger Flugverkehr in der gesamten Flotte. Alle Routen kannten erneut nur das eine Ziel: Ilion.
    Bei den kleineren Schiffen in der Flotte, hoben die bereitgestellten Raptor und Puddle Jumper zuerst ab. Dies führte dazu, dass bereits schon am späten Nachmittag die ersten von ihnen im Sekundentakt landeten. Obwohl es nur noch vier Kandidaten auf das Amt des Präsidenten waren, würde es auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen eindeutig länger mit dem Auszählen dauern.

    Battlestar Galactica, Quartier des Admirals

    Seit der Zeit nach dem gemeinsamen Mittagessen, hatten Laura Roslin und William Adama den Raum nicht mehr verlassen. Über das Radio verfolgten sie beide die Auszählung, die stündlich korrigiert wurde.

    Gestern, spät in der Nacht erst, war der Aufklärungsraptor mit Athena und Helo zur Galactica zurückgekehrt. Sie hatten die Heimatkolonie der Zylonen immer noch nicht gefunden. Sie waren vorerst zurückgekehrt, um nach einer mehrtägigen Pause ihre Vorräte wieder aufzufüllen sowie ihre Stimmen für die Präsidentenwahl abzugeben.

    Backbord-Hangardeck

    Bis vor genau einen Tag noch, hatte für einige Stunden auch Doktor Gaius Baltar versucht das Rätsel um die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace zu entschlüsseln.
    Die Viperpilotin hatte erneut im Cockpit Platz genommen. Sie schaute nach unten, dort, wo ein halbes Dutzend Marines der Galactica, ihr Ehemann Samuel T. Anders, Chief Galen Tyrol und noch einige weitere Leute standen.

    Battlestar Hyperion, Offiziersmesse

    Schon seit seiner feierlich inszenierten Stimmabgabe in diesen Raum, hatte Richard Adar diesen nur verlassen, wenn er einmal die sanitären Räumlichkeiten aufsuchen musste. Ansonsten harrte er mit seinem gesamten Wahlkampfteam an Ort und Stelle aus. Alle lauschten dem Sprecher, wenn er die aktuellen Zahlen verkündete. Wenn dies geschah, wurde das Team um Adar sofort geschäftig, indem sie umgehend die Zahlen an der Tafel korrigierten.

    Astral Queen, Kommandobrücke

    Es war so wie immer, wenn etwas Wichtiges im Gange war, Tom Zarek wollte genau wissen was vor sich ging. Deshalb blieb er auf der Kommandobrücke und hörte dem Funkverkehr konzentriert zu. Außerdem war er einer der Initiatoren der Aufsicht von der Wahl, damit so etwas, wie damals vor der Besiedlung von Neu-Caprica, nicht noch einmal geschah. Das war noch nicht alles, denn Zarek konnte auf die Zustimmung der alten Eliten sowie auch der Radikalen hoffen, und er hatte seine Spione in der gesamten Flotte verteilt, damit er stets auf dem Laufenden war.

    Battlestar Galactica, Abteil von Baltar

    Weil Gaius immer noch nicht auf ein anderes Schiff umziehen konnte, besser gesagt auf keinen anderen willkommen war, blieb er dort wo er war, nämlich im Kreise seiner Anhänger, die ihn eifrig über alle neuen Entwicklungen informierten. Es blieb dabei nicht aus, dass er nebenbei von den treuesten seiner Anhänger hingebungsvoll umsorgt wurde. Entspannt rauchte er eine weitere Zigarre seiner Lieblingsmarke, während er einem weiteren Bericht im Radio lauschte.

    Flores, Botanischer Kreuzer

    Eine sehr entspannte Umgebung hatte sich Francine Baltimore für den Wahlabend gewählt. Sie hatte nur einen kleinen Kreis um sich versammelt, denn sie war sehr nervös und deshalb benötigte sie etwas Natur um sich herum.
    Die Zahlen, die immer wieder in ihrer Nähe fielen, wollte sie eigentlich nicht wissen, denn es waren nur Zwischenergebnisse, die sich immer wieder nur änderten. Jede volle Stunde aufs Neue.

    Francine schaute müde auf ihre Uhr, es war mittlerweile schon kurz vor Mitternacht. Sie wurde es wieder etwas munterer als sie vernahm, dass endlich die ersten Schiffe in der Flotte ausgezählt wurden, welche am größten waren und es die meisten der Wähler gab.

    Nächster Morgen
    Ilion, Kontrollraum < > Konferenzraum

    Wie zu jeder neuen vollen Stunde war jemand mit schnellen Schritten den kurzen Weg vom Konferenzraum zum Kontrollraum gegangen. Jedes Mal wurde an einen der Sprecher eines kolonialen Senders ein Zettel mit den neuesten Zahlen weitergegeben.

    „Hier! Es ist endlich der letzte Zettel!“, seufzte einer der ehrenamtlichen Wahlhelfer, der nicht alleine müde dreinschaute.

    Der Moderator nahm den Zettel mit feuchten Fingern entgegen, denn nun würde er dem Volk verkünden, wer die Wahl gewonnen und somit für die nächsten fünf Jahre das hohe Amt des Präsidenten ausführen würde. Eine Präsidentschaft, die begleitet sein würde mit den großen aktuellen Herausforderungen.

    „Na schön. Dann wollen wir mal damit auf Sendung gehen. Jaimie, bist du soweit? Kann ich beginnen?“
    „In zehn Sekunden. Zehn, neun,…, drei, zwo, eins. Go!“
    „Guten Morgen, Koloniale Flotte. Ich bin Aram Chalder. Eine aufregende Nacht mit so einigen Wendungen im Rennen um die Präsidentschaft liegt hinter uns. Das Ergebnis liegt vor. Nach der Rücknahme der Kandidatur von Laura Roslin, verblieben daher nur noch vier Bewerber, nämlich Doktor Gaius Baltar, Thomas Zarek, Francine Baltimore und Richard Adar, die sich alle einen harten Wahlkampf geliefert hatten. Doch wie es auch im Sport der Fall ist, kann eben nur einer gewinnen. Laut dem vorliegenden Zahlen, kam Richard Adar auf insgesamt 12 Prozent, Gaius Baltar erhielt 21 Prozent, für Tom Zarek gab es 15 Prozent und Francine Baltimore erringt 52 Prozent der Stimmen. Mit diesem eindeutigen Ergebnis haben wir, den Herren von Kobol sei es gedankt, endlich eine neue Präsidentin für die gesamte koloniale Flotte. Es ist Francine Baltimore. In den nächsten Tagen werden wir dann wohl auch erfahren, wer denn das Amt der Vizepräsidentschaft erhalten wird.“

    Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck

    Dadurch, dass sich auch die Fünf versammelt hatten, gelang Starbuck endlich ein wichtiger Schritt. Sie entdeckte eine Art von Notrufsignal in einen ihrer Fluginstrumente. Eine Nachricht, die sie schnell an Admiral Adama weiterleitete. Doch jener befand sich gerade in der Vereidigungszeremonie der neuen Präsidentin der Kolonien.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468

    Es war rund ein Monat nach dem Beginn seines Projektes vergangen, doch das Ergebnis sprach zu Beginn zumindest für sich. Todd musste im Umgang mit seiner Schöpfung sehr vorsichtig sein. Und zwar so vorsichtig, dass er diesen Teil des Komplexes noch hatte extra abschirmen müssen, denn er durfte sich hierbei keinerlei Fehler erlauben, sonst wäre als erstes sofort sein eigenes Leben in ernster Gefahr.


  13. #133
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    Ein Frohes Neues Jahr 2023!

    Danke, an alle Leser, die stillen unter ihnen sowie denjenigen, welche den Button betätigt haben

    Wir starten mit dem bereits angekündigten Drei-Teiler in dieses Jahr. Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.09 - “Gaía, Teil 1”

    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468

    Frustriert blickte sich die junge weibliche Wraith in ihrem hermetisch abgeriegelten Gefängnis um. Es war nicht besonders groß, denn es maß im Quadrat nur circa vier mal vier Meter und war etwa drei Meter hoch.
    Sie war, was sie ihr nicht bewusst war, künstlich erschaffen worden, und deshalb auch nur so schnell gewachsen, weil Todd mit einigen kleinen Tricks nachgeholfen hatte, die er von den Menschen heimlich gestohlen hatte. Die Laune von ihr wurde nicht wirklich besser, da sie aktuell ein verdächtiges zischendes Geräusch um sich herum wahrnahm. Sie verlor nach einem sehr langen und zähen Ringen schließlich das Bewusstsein, sank zu Boden. Das enorm starke Betäubungsmittel hatte zu guter Letzt seine Arbeit getan.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Basisschiff der Zylonenrebellen

    Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl sorgte unter den Zylonenrebellen innerhalb der Flotte der Überlebenden für eine ziemlich große Erleichterung, denn nach der Rücknahme der Kandidatur von Laura Roslin, war ihnen zwar eine wichtige Persönlichkeit und enorme Fürsprecherin verloren gegangen, doch waren ihre Wähler vermutlich komplett zu Baltimore gewandert, was vermutlich die gesamte Wahl beeinflusst hatte.
    Zum Glück aber war es auch nicht Doktor Gaius Baltar gewesen, der gewonnen hat, sondern eben Francine Baltimore, die in der ganzen Flotte einen sehr großen Rückhalt innehatte.

    Aber dennoch war natürlich der Ärger vorprogrammiert, denn Richard Adar und Tom Zarek hatten sich sofort nach ihrer Niederlage verbündet und beschlossen gemeinsam gegen die neue Regierung, das Ministerkabinett von der frisch gewählten Präsidentin, zu arbeiten.

    Dies bereitete den Zweiern, den wenigen verbliebenen Dreien, den Sechsen und den Achten sowie natürlich auch den Fünf große Sorgen. Auch wussten sie, dass somit Admiral Adama gezwungen war, schnellstmöglich Hera zu finden und zu befreien. Ein gefährliches Vorhaben, welches die Zylonenrebellen vehement unterstützten.

    Battlestar Galactica, CIC

    „Also gut, Starbuck. Wir werden der Sache sofort auf den Grund gehen! Doch kann ich nicht die gesamte Flotte dorthin reisen lassen, sonst finden Athena und Helo uns nicht wieder, wenn sie dann endlich ihre Mission erfüllt haben! Außerdem wird die Galactica, wegen ihrer Schäden immer noch so gut es geht aktuell überholt. XO!“
    „Admiral.“
    „Colonel Tigh, treiben sie einen, besser zwei Kampfsterne auf, die sich mit Captain Thrace auf die Suche nach dem Ursprung dieses Notsignals machen sollen, den ihre Viper anzeigt!“
    „Wird sofort erledigt, Bill“, bestätigte Saul Tigh, der obwohl er ein Zylon war, immer noch ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Kommandos an Bord der Galactica unter dem Befehl von William Adama war.

    Nach nicht einmal einer Viertelstunde darauf, teilte Colonel Saul Tigh mit, dass die Battlestar Pegasus und die Battlestar Tauron keine aktuellen Aufträge zu erfüllen hätten und deswegen für die anstehende Mission vom Flaggschiff, der Galactica, durch ihn als XO für diese Mission rekrutiert worden seien.

    Battlestar Pegasus, CIC

    „In Ordnung, Admiral. Aber wieso denn auch noch die Tauron? Meiner Einschätzung nach sollte die Pegasus diesen Job alleine erfüllen können…“, fand Lee „Apollo“ Adama.
    „Weil wir davon leider ausgehen müssen, dass auch Cavil und seine Anhänger nach wie vor ebenfalls auf der Suche nach der Erde, der Heimat des 13. Stammes von Kobol sind, Commander. Sollten Sie daher einen Feindkontakt haben, stehen ihre Chancen somit um einiges besser, auch wieder aus einer gefährlichen Nummer herauszukommen“, erwiderte William „Husker“ Adama.
    „Starbuck, die Letzten Fünf, also Colonel Tigh und seine Frau, Chief Tyrol, Tory Foster und Ensign Anders sowie eine größere Abordnung der Zylonen vom Basisschiff werden ebenfalls mit auf diese Aufklärungsmission gehen.“
    „Verstanden, Sir. Wenn es denn sein muss.“
    „Ja, es muss sein. Ich denke nämlich, dass unsere neuen Verbündeten vom Basisschiff und Vertreter vom 13. Stamm eine große Hilfe bei der Bewältigung dieser Mission sein werden. Noch sonst irgendwelche weiteren Fragen, Unklarheiten, Commander?“
    „Negativ, Admiral.“

    Noch einige Sekunden wartete Lee Adama, doch sein Vater sagte nichts weiter, sondern trennte die Verbindung, weswegen er dann ebenfalls den Hörer wieder aus der Hand legte und einhängte. Einen weiteren planmäßigen Kontakt mit dem Flaggschiff der Flotte, würde es erst kurz vor dem Start der Mission wieder geben.

    Ilion, Kontrollraum

    Seit ihrer Idee und Bekanntgabe, nämlich die Tarnvorrichtung der Antikerstadt Ilion zeitweise auf die Concordia zu transferieren, arbeitete nicht nur Major Jennifer Hailey an der Umsetzung. Sie musste die passenden Schnittstellen in der Elektronik finden, um eine Überlastung der jeweiligen unterschiedlichen Schiffssysteme zu vermeiden. Dies könnte unter Umständen sonst katastrophale Folgen, sowohl für Ilion als auch für die Concordia haben. Trotz des immensen Risikos vertraute General Samantha Carter ihrer einstmaligen Entdeckung an der Akademie der United States Air Force vollkommen. Die beiden Frauen hatten mehr als nur ein gutes Verhältnis zueinander. Aber auch Lieutenant Cassandra Fraiser und Doktor Gaius Baltar arbeiteten an diesem Projekt mit. Doch Baltar allerdings nur solange, ehe die Aufklärungsmission zur Heimat des 13. Stammes von Kobol endlich freigegeben worden war.

    Viele, darunter natürlich Cassie und Jennifer waren froh darüber, dass Gaius nicht mehr in ihrer Nähe war.


    Milchstraße
    Sol-System
    Erde, Homeworld Command

    Man hatte vor einiger Zeit etwas feststellen müssen, wie man es schon vermutet hatte, dass es schon seit einigen Wochen unmöglich war die Trinitatis zu erreichen, um sie vor den Zylonen, die sich ebenfalls auf dem Weg zur Destiny befanden, zu warnen.

    „Was ist mit diesen Kommunikationssteinen?“
    „Tut mir leid, General - aber dies ist nicht möglich, da wir nicht wissen, ob dies die Route der Trinitatis zu ihren Ziel möglicherweise negativ beeinflusst“, antwortete Doktor Bill Lee auf eine Frage von Jack O‘Neill.
    Der Leiter des Homeworld Command erwog einen Moment lang dennoch das Risiko einzugehen, nahm aber davon jedoch schließlich Abstand. Dies lag an einer kurzen Rücksprache mit der Schwester von Rodney, Jeannie Miller, die ihm davon überzeugt hatte es wirklich nicht zu riskieren.


    Hyperraum
    Altes Antikerschiff, Kontrollraum

    Dadurch, dass die Zylonen keinerlei Auffrischung ihrer Vorräte wirklich dringend nötig hatten, konnten sie trotz des leistungsschwächeren Antriebes bislang, zu Beginn ihrer Reise, ungefähr dieselbe Distanz in etwa der Geschwindigkeit zurücklegen wie die Trinitatis. Doch dadurch, dass sie sehr genau die neue, ihnen noch immer zum größten Teil unbekannte Technologie nebenbei auch noch erforschten und untersuchten, würde es noch sehr lange dauern bevor sie ihr Ziel letztendlich wirklich erreicht haben würden.

    Wie sonst immer, hatte auch hier einer der Cavils das Sagen über die anderen Zylonen. Ihre Gemeinschaft war, ohne dass es jemand von ihnen auch nur wissen konnte, die einzige, die bislang noch nicht zerstritten war und nach wie vor als gemeinsames Kollektiv funktionierte. Es waren ja noch alle Modelle miteinander vereint, die es gab, plus jeweils ein Körper von den Letzten Fünf, welche sich allerdings in einer geheimen verborgenen Kammer befanden, die nur von den Cavils betreten werden durfte.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Battlestar Pegasus, CIC

    Die Anspannung war nahezu greifbar, nicht nur bei den Anwesenden im Combat Information Center, sondern auch bei allen anderen in der Flotte.
    Vor wenigen Sekunden erst hatte Commander Lee „Apollo“ Adama dem Flaggschiff der Flotte übermittelt, dass sie bereit für den Sprung zu den errechneten Koordinaten seien.
    Immer noch sprach er einige Sätze mit seinem Vorgesetzten, der auch sein Vater war.
    „…viel Erfolg, mein Sohn“, waren die letzten Worte, die er von Admiral William „Husker“ Adama vernahm, dann war auch schon die Verbindung getrennt worden.

    „Dann wollen wir mal. Bereit machen zum Sprung!“, ordnete Lee an.
    Kurz darauf begann einer der Offiziere bei der Navigation auch schon den Countdown.

    Battlestar Galactica, CIC

    Auf dem DRADIS über seinem Kopf waren die Kennungen der Pegasus und der Tauron verschwunden. Da Colonel Saul Tigh ebenfalls mit auf diese Mission gegangen war, war derzeit wieder Helo sein XO. Es geschah sehr viel in ihrer Flotte, dies wusste nicht nur Admiral Adama, der die Rückkehr von Athena, die sich jetzt auf einer Solomission befand, um die Heimatkolonie der Zylonen zu finden, herbeisehnte.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis, Kontrollraum

    Über eine erneute Kontaktaufnahme von Todd wunderte sich erst einmal niemand, doch da er einen gewissen Vorrat des Medikamentes, welches Wraith in menschenähnliche Wesen verwandelte, und sich die damit behandelten Wraith nie mehr gezwungen waren sich an Menschen zu nähren, anforderte, machte nicht nur Richard Woolsey stutzig. Deswegen erkundigte sich daher auch zunächst einmal natürlich bei Doktor Carson Beckett, ob es irgendwelche Nebenwirkungen gäbe oder sich gar gefährliche Rückfälle, wie einst bei Michael, ereignet hätten.
    „Ich kann ihnen versichern, es ist alles in Ordnung, Doktor Beckett“, lautete die Antwort von Todd, am Ende der Videokonferenz.

    Nachdem die Verbindung getrennt worden war, verzog General John Sheppard sein Gesicht, denn er spürte, trotz dieser Versicherung seines einstigen Zellengenossen und dann später doch immer wieder recht merkwürdigen Bekannten, dass irgendetwas mehr als nur faul sein musste.


    Milchstraße
    Sol-System
    Yashida-Weltraumwerft
    Battlestar Origin

    Auf dem ersten einsatzbereiten Kampfstern der Erde, neigten sich die letzten wichtigen Vorbereitungen für den Jungfernflug dem Ende zu.

    In Begleitung seines gesamten Offiziersstabes unternahm Brigadier General Dave Dixon, der Commander der Origin, einen weiteren und auch abschließenden Rundgang, um sich mit seinem Schiff noch vertrauter zu machen. Denn es würde nicht mehr lange dauern, und General Jack O‘Neill würde ihnen das Ziel des Jungfernfluges der Origin mitteilen.


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor

    Der ausgeführte FTL-Sprung, hatte sowohl die Battlestar Pegasus als auch die Battlestar Tauron an die Grenze des Machbaren geführt. Deswegen hatte man sich entschlossen zwei Sprünge zum zuvor errechneten Ziel durchzuführen. Dann würden die beiden kolonialen Kampfsterne zunächst einige Stunden mit Sublicht ihren Flug fortsetzen, und erst anschließend die restliche Distanz mit einen weiteren Überlichtsprung überwinden, um dann endlich ans eigentliche Ziel zu gelangen.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468, Todd‘ Geheimlabor

    Nach dem ersten Erfolg mit der ersten gezüchteten weiblichen Wraith überhaupt, verlor Todd keine weitere Zeit, denn er hatte sich sofort daran gemacht weitere der DNA-Proben gedeihen zu lassen. Er tat dies, um auf einen möglichst hohen Genpool zurückgreifen zu können.

    Der nächste Schritt würde das Klonen der in menschenähnlichen ersten verwandelten Wraith-Frauen sein. So erhoffte sich Todd auf das entwickelte Medikament der Atlanter an dem er unter anderem mitgearbeitet hatte, unabhängig zu machen und das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren, sobald der Zustand jeder Schöpfung dafür stabil genug war.

    Doch Todd wusste auch, dass er sich mittlerweile wohl schon bereits den Argwohn der Atlanter gewiss sein konnte, weil er sehr große Mengen des Medikamentes für seine geheimen Zwecke erhalten wollte, und auch schon eine erste kleine Lieferung erhalten hatte. Die Übergabe hatte natürlich auf einen abgelegenen Planeten stattgefunden. Doch als Gegenleistung dafür, hatte dann das Team von Colonel Evan Lorne eine Liste von Stargate-Adressen sowie Koordinaten von bewohnten Welten erhalten.

    Atlantis, Büro von Woolsey

    Immer noch besprachen sich der Leiter der Atlantis-Expedition und der ranghöchste Militär der Basis miteinander, es ging natürlich um Todd und seine aktuelle Geheimniskrämerei.

    „…es ist doch mehr als nur offensichtlich, Todd führt mal wieder irgendetwas im Schilde. Wozu benötigt er sonst so viele Behälter von diesem Medikament?“
    „Ich bin deswegen auch sehr misstrauisch, Mister Woolsey, glauben Sie mir. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er nicht gegen uns arbeitet. Vielleicht hat er ja eine Streitmacht aufgestellt, nachdem er, wie ich es bereits vermute, die letzte verbliebene Wraith-Königin endlich aufgespürt hat…“
    „Das hätte er uns mit Sicherheit mitgeteilt. Oder?“, unterbrach ein skeptischer Richard Woolsey sofort John Sheppard, der im Anschluss dann doch nicht anders konnte als seinem Boss auf Atlantis zuzustimmen. Doch das ungute Bauchgefühl blieb bei beiden dennoch bestehen.


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor

    Die aus den beiden Kampfsternen Pegasus und Tauron bestehende Aufklärungsmission, hatte vor wenigen Augenblicken den finalen Sprung ausgeführt, womit man sich jetzt im Orbit eines großen Planeten wiederfand. Dieser Planet war in etwa so groß wie Kobol, Caprica oder Gemenon. Die ersten gestarteten Viper- und Raptorpiloten konnten die Wolkenbänder ganz deutlich erkennen, die über den Planeten zogen.

    Orbit des Planeten
    Battlestar Pegasus, CIC

    „Die Koordinaten stimmen mit denen aus der Viper von Captain Thrace überein, Commander“, teilte der Navigator allen mit.
    Lee Adama griff daraufhin zum Hörer: „Hier ist der Commander. Was sagt die Anzeige in ihrer Viper, Starbuck? Sind wir hier richtig?“
    „Commander, hier Starbuck, das Signal, das empfangen wird, ist mehr als nur deutlich. Dies muss der Planet sein.“
    „Okay. Die Erkundungsmission auf der Oberfläche des Planeten für die Raptor und die zwei Vipergeschwader ist hiermit freigegeben!“, erklärte Apollo, der immer noch ratlos auf den DRADIS-Monitor schaute.

    „Was ist los, Commander?“
    „Wir sind hier. Doch warum zeigen sich unsere Brüder und Schwestern vom 13. Stamm uns nicht? Die müssten uns doch schon längst bemerkt haben, Dee.“
    Dem musste Anastasia Dualla zustimmen. Hier war absolut nichts. Kein Flugverkehr. Keine Schiffe, die diese Welt sicherten. Es gab keinerlei Funksignale auf keiner der bekannten Frequenzen. Man empfing nichts, bis auf das mysteriöse Signal von der Viper von Captain Thrace, welches sie letztendlich hierher geführt hatte.

    Battlestar Tauron, CIC

    Um sich und ihre Crew zu beschäftigen, bot Commander Barbara Tiber an: „Pegasus, hier ist die Tauron. Wir würden gerne diesen Planeten umkreisen sowie an einigen Punkten, die bereits gestarteten Raptor landen lassen.“
    „Tauron, hier ist die Pegasus. Dann tun sie das, aber bei Kontakt sofort melden!“
    „Verstanden, Commander Adama. Tauron, Ende.“


  14. #134
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Dank, allen Lesern und den Button-Drückern !

    Heute gibt es den zweiten Teil des Drei-Teilers und auch gleichzeitig das Half-Season-Final
    Nachfolgend die Termine der nächsten beiden Folgen:
    05.02.´23 - Folge 6.11 Gaía, Teil 3
    26.02.´23 - Folge 6.12 Inter Galaxies



    Doch nun viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.10 - “Gaía, Teil 2”


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor
    Planet
    Nördliche Hemisphäre

    Mit großen Erwartungen waren alle von der Pegasus aus gestartet. Insbesondere weil man glaubte und auch hoffte, endlich auf dieser Welt eine Stadt am Rande eines Meeres entdeckt zu haben, die an einer großen Bucht gelegen war.
    Aber eine gewisse Ernüchterung machte sich schon schnell bereits im Anflug bemerkbar, denn es waren nur unzählige zerstreute Trümmer und gewaltige Ruinen von jener einst sehr großen Metropole übriggeblieben.

    Viele der Missionsmitglieder irrten zunächst geschockt für etwa eine Viertelstunde ziellos durch diese trostlosen Ruinen, andere schauten wortlos über die Bucht, die einst einen blühenden Hafen beherbergt hatte, auf das Meer hinaus.

    Nun war es schließlich an der Reihe der mitgereisten Wissenschaftler, die Ursache für den erschreckenden Zustand dieser Welt zu ergründen. Diese machten sich auch sofort an die Arbeit. Durch einen Impuls heraus maß man nach radioaktiver Strahlung. Die eingesetzten Messgeräte schlugen sofort aus. Zum Glück war die Strahlung nicht mehr wirklich gefährlich für die Neuankömmlinge, wenn man sich nicht zu lange auf diesen Planeten aufhalten würde, denn dafür schien diese nukleare Katastrophe auf dieser Welt zum Glück schon zu lange zurückzuliegen.

    „Teilt jeden hier auf dem Boden und auch im Orbit unverzüglich mit, dass hier alles radioaktiv kontaminiert worden ist! Die Nahrungskette ist ebenfalls betroffen! Angefangen beim Wasser!“, warnte Doktor Gaius Baltar, der die ersten Boden- und Wasserproben mit dem Mitgliedern seines Teams, welches aus Kolonialen und Zylonen bestand, bereits in einem bewerten Schnellverfahren ausgewertet hatte.

    Etwas außerhalb der Stadt hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace mittlerweile ihre Viper gelandet, denn um die genaue Quelle des Notsignals zu finden, musste sie noch ein so gut wie unwegsames und von Pflanzen überwuchertes Gelände, welches sie einige Zeit noch überflogen hatte, doch zu Fuß erkunden. Denn hier im Zielgebiet, gab es für ihre Viper nicht sehr viele Möglichkeiten um zu landen. Kaum hatte sie alle Systeme ihres Fluggerätes abgeschaltet, baute sie dann auch schon das Instrument aus, welches das Notsignal empfing. Damit der Kontakt nicht abriss, schloss sie zuvor noch eine kleine tragbare Energiequelle an, damit sie nicht am so lange gesuchten Ziel vielleicht doch noch vorbeiging.

    Orbit des Planeten
    Battlestar Tauron, CIC

    Immer mehr neue Meldungen von den über ein Dutzend Einsatzteams, die auf der Oberfläche dieser verwüsten Welt im Einsatz waren, gingen auch bei Commander Barbara Tiber ein. Das von ihr kommandierte Schiff befand sich nun mittlerweile auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten. Und auch hier schien es nichts Anderes als Verwüstungen und Zerstörungen, von allen Spuren der einstigen hier befindlichen Zivilisation, zu geben. Doch schienen die eigentliche Ursache oder der eigentliche Auslöser dafür immer noch nicht ganz klar zu sein, obwohl es eigentlich nur eine dafür gab, und durch die gemessenen radioaktiven Rückstände von den Geigerzählern klar auf der Hand lag. Hier musste ein furchtbarer Atomkrieg gewütet haben, der alles zerstört hatte oder eine nukleare Katastrophe musste hier stattgefunden haben. Doch wer oder was wirklich letztendlich für diese Zerstörungen verantwortlich war, war für alle im Einsatz befindlichen Forscher immer noch nicht geklärt.

    Battlestar Pegasus, CIC

    Nur wenige Minuten später war es Zeit für eine kurze Zwischenbilanz, denn Apollo ließ sich mit der Befehlshaberin des Kampfsterns Tauron verbinden.

    „Bei Ihnen liegen bislang dieselben Ergebnisse vor, Commander Tiber?“
    „Das muss ich Ihnen leider bestätigen, Commander Adama. Einige der Teams, die die Raptor abgesetzt haben, haben bereits mit einigen stichpunktartigen Grabungen in der Nähe von anderen Siedlungsgebieten begonnen.“
    „Das haben unsere Leute auch, und zwar in dem Gebiet, das wir eindeutig schon als die Hauptstadt auf diesen Planeten identifizieren konnten. Zusätzlich wird das Gelände überflogen und kartografisiert, um so gut es möglich ist einen Stadtplan zu erstellen. Außerdem habe ich einige Patrouillen starten lassen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn immerhin befinden wir uns hier auf unbekannten Gebiet.“
    „Dasselbe habe auch ich angeordnet“, sagte die Befehlshaberin der Tauron.

    Kurz danach ließen beide die Verbindung trennen, denn es wartete unerwartet sehr viel Arbeit auf alle. Zugleich mussten sie unglaublich gut aufpassen, weil man die jederzeitige mögliche Ankunft von Cavil und seinen Truppen befürchten musste.

    Lee war nicht verwundert, dass niemand Kara kontaktieren wollte, denn er kannte diese Masche ja von ihr, nämlich sich auch gegen so manche Anweisungen zu widersetzen, obwohl es keine gab, sich bei ihm selber oder anderen Crewmitgliedern zu festgelegten Zeiten zu melden. Die letzte Info, die dem Commander der Pegasus erreicht hatte, war dass Kara und der Zylon Leoben sich auf dem Weg in eine schwerzugängliche Region nahe der Stadt gemacht hatten, von welcher man vermutete, dass es sich um die einstige Hauptstadt der Bewohner des Planeten handeln musste.

    Planet
    Nördliche Hemisphäre

    Einige Kilometer westlich außerhalb der Stadt, die man bereits wirklich als Hauptstadt hatte identifizieren können, befand sich ein weitläufiges, ein sehr großes Gebiet, das abwechselnd aus Wäldern, Feldern und dichten Buschwerk bestand. Doch diese gesamte Region war nur schwer zugänglich. Keine Wege und Straßen waren hier mehr vorhanden, von freien Flächen wo man mit einer Viper oder einem Raptor hätte landen können, ganz zu schweigen.

    Hier, immer noch gefolgt von dem Zweiermodell, welches allen als Leoben Conoy bekannt geworden war, kämpfte sich nach wie vor Captain Kara „Starbuck“ Thrace schon seit ungefähr einer halben Stunde durch das dichte Gestrüpp und dürre Unterholz der Büsche und Sträucher. Dabei folgte sie stets dem immer klarer werdenden Notrufsignal, das sie empfing.

    Auch auf dem Gebiet der Hauptstadt war man seit der Landung pausenlos tätig, denn man grub ebenso unermüdlich an einigen Stellen im Sand, Schutt und den Trümmern der Stadtruine. Auch viele Piloten und Marines beteiligten sich mittlerweile ebenfalls daran, während andere die umliegenden Ruinen untersuchten oder die Umgebung sicherten.

    „Ich habe hier etwas… es ist hart. Moment, es ist vermutlich aus Metall, dem Klang nach“, bemerkte jemand, der mit einer kleineren Schaufel in einem Loch mit grub.
    „Ist das etwa ein Schädel?“, fragte eine Frau.
    „Ein Zenturio“, brummte jemand, der sich zu den mittlerweile verbündeten Zylonenrebellen umwandte.
    Jene schauten nur traurig, während ein alter Mann sagte: „Also ist es wohl offensichtlich, es ist auch hier geschehen. Allerdings muss es schon vor vielen, vielen Jahrhunderten geschehen sein.“

    Dem pflichtete nach einer kurzen Begutachtung, schließlich auch der herbeigerufene Doktor Gaius Baltar bei: „Ja. Laut erster Untersuchungen muss es vor ungefähr 1.000 Jahren gewesen sein. Wir haben außerdem bisher einige dutzende menschliche Skelette entdeckt, die wir aber noch eingehender untersuchen werden. Doch dafür muss ich auf die Pegasus zurückkehren.“


    12 Stunden später
    Orbit des Planeten
    Battlestar Pegasus, Krankenstation, Pathologielabor

    Es hatten sich ungefähr anderthalb Dutzend Personen, sowohl Zylonen und Menschen, um Doktor Gaius Baltar, der endlich mit seinen abschließenden Untersuchungen fertig war, versammelt.

    „…somit ist diese Strahlung eindeutig eine der Haupttodesursachen für die Einwohner dieser Stadt gewesen, wie auch für alle anderen übrigen Bewohner und auch die meisten Lebewesen auf diesen Planeten“, verkündete Baltar allen mit belegter Stimme.
    „Also hatte der 13. Stamm diesen Planeten, den sie dann den alten Überlieferungen nach, Erde nannten, erreicht, besiedelt und sich dann selber ihre eigenen Zylonen erschaffen, die sich ebenfalls gegen ihre Schöpfer erhoben hatten“, fasste Commander Barbara Tiber alles noch einmal kurz zusammen, was alles an Erkenntnissen vorlag.
    „Haben wir zunächst alle gedacht - aber es ist ein großer Irrtum“, erklärte Caprica-Sechs, „diese sterblichen Überreste hier, diese Knochen hier vor uns, gehörten nicht einem Menschen…“
    „…sondern einem Zylonen“, ergänzte Gaius.

    Einige der Anwesenden, die untereinander noch getuschelt und geflüstert hatten, wurden abrupt still im Raum, dann schauten sie allesamt immer noch vollkommen geschockt Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar an, die ihnen das schier unglaubliche Resultat offenbart hatten.

    „Dies wird nicht gerade vielen in der Flotte gefallen. Zumal das dieser Planet, die Erde für uns kein neues Zuhause sein wird, und auch, dass es mit unseren verschollenen Brüdern und Schwestern vom 13. Stamm von Kobol keine Wiedervereinigung geben wird, sowie dass es sich bei den Bewohnern der Erde wohl komplett um Zylonen gehandelt hat“, meinte und fasste Commander Lee „Apollo“ Adama bereits schon zusammen, der zuerst von allen seine Sprache wiedergefunden hatte.
    Dennoch wussten alle, dass die bisherigen Ergebnisse der Aufklärungsmission in der nächsten Zeit unbedingt auch dem Admiral übermittelt werden mussten.

    Es vergingen einige Minuten, dann entschied Lee Adama: „Wir machen noch ein wenig weiter mit den Erforschungen! Doch damit sich der Admiral keine Sorgen um uns macht, werde ich einer kleinen Staffel von Raptor den Auftrag erteilen zur Flotte zurückzukehren, damit sie die ersten Berichte an die Präsidentin und dem Admiral überbringen!“

    Planet
    Nördliche Hemisphäre

    Auf dem Planeten selbst, durchstöberten natürlich auch die Letzten Fünf die Ruinen der Hauptstadt. Sie waren vollkommen fassungslos, denn sie konnten es sich einfach nicht erklären, was hier einst geschehen war. Doch es war noch nicht alles, weil ihnen die Umgebung trotz der großen Zerstörungen zudem sehr vertraut vorkam, gingen sie weiter. Drangen dabei natürlich immer weiter in den Ruinen vor.

    Zielstrebig ging gerade Samuel T. Anders auf ein ehemaliges wohl sehr großes Gebäude, in unmittelbarer Nähe zur Hafenbucht, zu. Es musste eines gewesen sein, wenn man sich alleine schon die Ausmaße beziehungsweise die Reste der Grundmauern näher ansah. Sam befand sich mittlerweile in der Mitte dieser Ruinen, wobei sein Blick den Boden absuchte. Seine Augen entdeckten schließlich einen kleinen rohrförmigen Gegenstand, der größtenteils in Schutt und Sand vergraben war. Er bückte sich schließlich danach, da er neugierig geworden war und hob ihn auf, befreite ihn behutsam vom anhaftenden Sand. Sofort erkannte er, dass es sich hierbei um ein Fragment eines alten Musikinstruments handeln musste.

    An einer anderen Stelle der verwüsteten Stadt, spazierte soeben Chief Galen Tyrol an einer wohl ehemaligen großen und langen Promenade entlang. Dabei entdeckte er an einigen Wänden so manche Malereien. Schwach waren daran die Umrisse von Früchten und Obst zu erkennen, weil die einst bunten Farben mittlerweile stark verblasst waren. Hier muss sich wohl vor langer Zeit eine Einkaufsmeile mit Marktständen befunden haben. Auch Galen ging somit neugierig weiter, während in ihm ein vertrautes Gefühl aufkam. Stärker als noch kurz nach der Landung mit dem Raptor ganz in der Nähe.
    Schließlich kam er an ein weiteres Stück einer sehr massiven Mauer, die teilweise von den Ranken einer Pflanze, die Efeu ähnelte, überwuchert worden war. Doch an einer noch freien Fläche entdeckte er etwas, was einem menschlichen Schatten ähnelte. Doch dieser war anders, denn die Umgebung war dunkel und der seltsame Schatten war von der Farbgebung etwas heller, wobei sich die Farbe des Mauerwerks erhalten hatte. Als er sich so hinstellte, wie die Person damals gestanden hatte, überkam es ihn dann schließlich. Galen wurde von einer verschütteten Erinnerung überflutet und musste voller Schrecken erkennen, dass er es war, der damals hier gestanden hatte als eine der gezündeten Atombomben für seinen Tod sowie die Zerstörung seiner Heimat gesorgt hatte.

    Derweil gingen immer noch Colonel Saul Tigh und seine Frau Ellen, Arm in Arm, den trostlosen und leblosen Strand entlang. Sie kamen dann schließlich an einer Stelle vorbei, die beiden sehr bekannt vorkam. Aber es ragten nur Trümmer aus dem Wasser. Es waren Stützpfähle, Balken sowie Stahlträger. An dieser Stelle des Strandes gab es, teilweise von Sand und Schlamm begraben viele Bruchstücke, die von Gläsern, Schalen, Tellern und anderen Inventar stammten, genug um einen großen Tisch festlich zu decken. Sie beide mussten mit Erschrecken feststellen, dass sie einst hier gelebt sowie an diesen traurigen Tag ihren Silbernen Hochzeitstag gefeiert hatten oder es wollten, dann aber durch die Atombomben gestorben waren und durch die Wiederauferstehung in einem neuen Körper in einer im Orbit befindlichen Station wiedergeboren wurden. In beiden kam diese furchtbare Erinnerung hoch, und wurde vor ihren geistigen Augen lebendig als wäre es erst vor kurzem gewesen.

    Traurig und ziellos war auch Tory Foster alleine umhergegangen. Dann traf sie schließlich auf einen nachdenklichen Sam Anders, der kaum hörbar vor sich hinsummte.
    „Schon wieder dieses Lied“, stellte die Frau fest, die das Summen, die Melodie schließlich erkannt hatte.
    „Ja. Ich habe es einst komponiert, und dann auch gespielt“, erinnerte sich der ehemalige Pyramidspieler der Caprica-Freibeuter, „nämlich für meine große Liebe damals. Es warst du, Tory. Ich gehe jetzt Galen suchen.“
    „Auch ich erinnere mich daran, doch hatte ich mich dann damals in Galen verliebt“, gestand sie ihm schließlich, weil sie sich ebenfalls an ihr früheres Leben auf diesen Planeten erinnert hatte.

    Gemeinsam liefen die beiden los, um nach Chief Tyrol zu suchen. Sie fanden ihn nach einer kurzen Suche schließlich an einer Mauer gelehnt sitzend vor.
    „Das da, bin ich“, sagte Galen, „wir waren hier als es geschehen ist.“ Während der Deckchief der Galactica sprach, deutete er auf den hellen Fleck, seinen eigenen damaligen Schatten seines damaligen Körpers an der Mauer, der von einer der vielen gezündeten Atombomben damals zerstört worden war.

    Kurz darauf gestanden auch die anderen zwei, sich an ihr früheres Leben auf diesen Planeten, den sie Erde genannt hatten, zu erinnern.

    „Wo wir gerade darüber sprechen, wo sind Colonel Tigh und Ellen?“, bemerkte Sam, der sich nach allen Richtungen umschaute.


    Zur selben Zeit setzte Starbuck ihren Weg zielstrebig, mit den Ortungsgerät des Signals in ihren Händen, weiter fort. Leoben, der Zweier, folgte ihr in einem gewissen Abstand, von etwa fünf Meter.

    Auf dem Boden wurden die ersten Trümmerstücke eines Fluggerätes sichtbar. Kara Thrace wusste somit, dass sie ihrem Ziel und der Quelle des Ortungssignals stetig näher kam. Ihre Augen entdeckten im hohen Gras ein größeres Objekt. Entschlossen ging sie dennoch weiterhin darauf zu.

    „Ich halte es für keine gute Idee, Kara“, meinte der Zylon beunruhigt, der nur selten während dieser gemeinsamen Suche zu ihr sprach. Was sehr ungewöhnlich war, denn sonst war er nämlich sehr gesprächig, wenn er mit dieser Frau unterwegs war. Dabei schaute er nur gebannt auf die Pilotin, so sehr, dass er beinahe gestolpert wäre. Da lag etwas im hohen verwelkten Gras. Es war ein Trümmerteil eines Hecks von einer Viper.
    „7242NC“, las Leoben vor, der dann zu Kara schaute.
    Sie antwortete mit nervöser Stimme: „Das ist die Nummer mit der ich bei der Schlacht gegen das Wiederauferstehungszentrum damals losgeflogen bin.“
    „Und ich halte es nach wie vor für besonders keine gute Idee, weiterhin diesen Notsignal zu folgen!“
    „Wenn Du keinen Mumm hast, dann bleib doch hier!“, schimpfte Starbuck genervt, die sogleich ihren Weg auch schon fortsetzte.
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (16.02.2023 um 19:48 Uhr)


  15. #135
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    Danke, an die treue Leserschaft und die Button-Drücker !

    Heute gibt es den Abschluss des Drei-Teilers.
    Viel Spaß beim Lesen


    Odyssee
    Folge 6.11 - “Gaía, Teil 3”


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor
    Planet
    Nördliche Hemisphäre

    Mit einem mehr als nur unguten Gefühl, dass es irgendwie nicht wirklich gut wäre, folgte der jetzt verstummte Zylon dennoch der Frau noch einige Meter, dann blieb er jedoch, ohne ein weiteres Wort zu sagen, abermals stehen.

    Schließlich hatte Kara die Quelle des von ihrer Viper empfangenen Notsignals endlich erreicht. Sie konnte feststellen, dass es sich um das Cockpitmodul einer Viper Mark II handelte. Um noch mehr zu erfahren, musste sie das Cockpitmodul jedoch aufrichten, weil es beinahe auf dem Kopf stand. Dies war allein aber vollkommen unmöglich.
    Frustriert wandte Starbuck sich um und musste erkennen, dass Leoben in einer großen Entfernung von mindestens 10 Meter hinter ihr stehengeblieben war.
    „Komm gefälligst her, und hilf mir hierbei!“, schimpfte eine wütende Kara auffordernd.

    Das mulmige Gefühl in der Magengegend von Leoben wurde spürbar wieder größer, während er zu Starbuck aufschloss. Aber der Zweier hatte sich schließlich dann doch dazu durchgerungen, der Frau zu helfen.
    Gemeinsam boten die beiden ihre gesamte Kraft auf. Aber sie schafften es schließlich, das Cockpitmodul dieser Viper wieder aufzurichten.

    Es war für den ersten Moment nicht sonderlich überraschend, dass sich noch eine Person oder in diesem Falle vielmehr der Leichnam des Piloten oder der Pilotin noch darin befand.

    Nach der Überwindung des ersten Schocks trat Kara näher an den toten Körper heran, während jedoch Leoben wieder einige Schritte von ihr zurückwich. Obwohl auch Starbuck ein gewisses merkwürdiges Gefühl in der Magengegend mittlerweile in sich trug, griff sie der Person unter den Fliegeranzug. Ihre Finger ertasteten eine Kette mit den daran befindlichen Hundemarken und einen Ring, an der zog sie, abriss, holte sie schließlich hervor und las die eingeprägte Inschrift auf den Hundemarken. Sofort erschauderte sie. Es war eine Kette mit ihren eigenen Hundemarken sowie ihrem Ehering, welche sie nun in der rechten Hand hielt.

    „Erklär es mir! Was geht hier vor?“
    „Was denn, Kara?“
    „Der Hybrid sagte mir mal etwas, nämlich dass ich die Menschheit zu ihren Ende führen würde und der Vorbote des Todes sei! Der Herold der Apokalypse!“
    „Das hat Sie, Dir gesagt?!“, stutzte Leoben erschrocken, der voller Angst noch einmal einige Schritte weiter nach hinten ging.
    „Wenn ich es bin, die da liegt! Was bin dann ich? Was bin dann ich?“, murmelte Starbuck. Doch sie bekam schon keine Antwort mehr von dem Zylonen Leoben Conoy, der sich mittlerweile umgewandt hatte und davongeeilt war.

    Jetzt war Captain Thrace vollkommen allein. Sie blieb es auch, denn Leoben kehrte nicht zu ihr zurück.


    Zur selben Zeit waren die Fünf wieder zusammen, tauschten ihre zurück gewonnen Erinnerungen miteinander aus, rätselten anschließend darüber, wie es denn sein konnte, dass sie in den Kolonien der anderen 12 Stämme von Kobol im Cyrannus-System gelandet sein konnten, obwohl die Zerstörungen auf diesen Planeten etwa rund 1.000 Jahre zurücklagen.
    Alle fünf versuchten sich fieberhaft daran zu erinnern, doch sie konnten es nicht.
    „Wir müssen unbedingt dieses Rätsel lösen“, wusste Tory.


    Die Dämmerung auf dieser Seite des Planeten wo sich die einstige Hauptstadt befunden hatte, hatte mittlerweile Einzug gehalten. Die vergangenen Stunden zuvor hatte Kara Thrace damit verbracht Holz zusammengetragen und es zu einem Haufen aufgeschichtet. Dann hatte sie den geborgenen Leichnam der anderen Kara Thrace in eine mitgeführte Decke aus ihrem Rucksack eingewickelt. Sie legte den nun eingewickelten toten Körper auf den Scheiterhaufen und entzündete jenen.
    Es dauerte nur einen kurzen Moment bis der Scheiterhaufen komplett in Flammen stand. Starbuck hatte sich mittlerweile auf den Boden gesetzt. Schaute dem roten lodernden Schauspiel zu.

    Sie blieb die ganze Nacht bei der Absturzstelle.

    Erst als es wieder hell wurde und das Feuer keine Nahrung mehr zur Verfügung hatte, verdeckte sie alles mit Steinen, die sie zu einen flachen Hügel aufschichtete. Hätte sie dies nicht getan, dann wäre ihr der eine Gegenstand, in der Größe einer Thermoskanne, wohl letztendlich verborgen geblieben. Das Design war ihr vollkommen unbekannt. Es war aus ihrer Sicht weder kolonialen noch zylonischen Ursprungs.

    Sie betrachtete es aufmerksam und spürte, dass sie nur Antworten erhalten würde, wenn sie dieses Objekt mitnahm, weswegen sie es in ihren Rucksack verstaute. Anschließend machte sie sich dann auf den Rückweg. Dabei musste Kara an Leoben denken.
    ,Ob Leoben eventuell bereits mit jemanden über die gestrigen Geschehnisse gesprochen hatte?‘, hämmerte es in ihrem Kopf.


    Überall auf dem Planeten waren die Forschungsteams bereits dabei ihre Sachen wieder einzupacken, denn man wollte sich nicht länger als unbedingt notwendig auf dieser immer sehr verstrahlten Welt aufhalten. Die Strahlung war zumindest nach der langen Zeit nicht mehr tödlich, doch gesundheitliche Folgen wären bei einem noch längeren Aufenthalt dennoch sehr hoch.

    Es wurden ganze Kisten von geborgenen Fundstücken, in speziell isolierten Behältern, verstaut. Diese sollten unter Laborbedingungen gereinigt und dekontaminiert werden, um dann sicherer und besser untersucht werden zu können.

    Ohne auch nur ein Wort zu sagen, ging Captain Kara Thrace, die endlich wieder bei den anderen eingetroffen war, zu ihrer Viper und baute das nach der Landung entnommene Instrument wieder im Cockpit ein.


    Orbit des Planeten
    Battlestar Pegasus, CIC

    Eine der drei Raptorcrews, die Admiral Adama über die aktuelle Situation berichten sollte, hatte sich nach ihrer Rückkehr zur Pegasus sofort auf der Brücke eingefunden. Denn sie sollten nun eine Botschaft des Admirals direkt an Commander Lee „Apollo“ Adama überbringen.

    „Wir sollen hier noch warten?“
    „Ja, Sir. Admiral Adama und auch Präsidentin Baltimore sind der Meinung, dass wir so viel es geht in Erfahrung bringen sollten. Also über die Geschichte des 13. Stammes von Kobol, Commander.“
    „Na schön. Dann bleiben wir also noch eine Weile hier, obwohl es hier wirklich nicht mehr viel zu entdecken gibt“, seufzte Lee, der hier nicht mehr allzu lange ausharren wollte.


    Ori-Galaxie
    Celestis, Allerheiligstes

    Abermals versuchte Adriana ihre Mutter, die sie trotz ihrer ganzen begangenen Fehler nach wie vor liebte, von ihren Plan abzubringen, nämlich den alten Antiker Myrrdin für immer auszuschalten.
    „Ich muss es tun, denn meine Existenz steht auf dem Spiel!“, beharrte Adria auf ihre gefällte Entscheidung. „Und komme nicht auf die Idee ihn zu warnen, meine Tochter!“

    Kopfschüttelnd wandte sich Adriana ab, um Celestis wieder zu verlassen und nach Camelot zurückzukehren.

    Kaum hatte die Tochter der Orici das Allerheiligste von Celestis verlassen, wurde es von einer Kriegerin der Leibgarde von ihr und ihrer Mutter betreten. Diese Kriegerin war von Adria höchstpersönlich herbestellt worden.

    „Ihr habt mich rufen lassen, meine Göttin.“
    „Das habe ich, Larissa. Ich habe eine sehr wichtige Aufgabe für Euch.“
    „Was soll ich für Euch tun, o alleinige Göttin des ganzen Universums?“
    „Ihr werdet den Hexenmeister Myrrdin für mich töten!“

    Die Kriegerin der Leibgarde schaute ihre Göttin überrascht an, denn sie hatte mit allen möglichen Aufträgen gerechnet.
    „Warum so überrascht? Ich hatte Euch schon einen ähnlichen Befehl erteilt, nämlich die Hinrichtung von Darius, meinem Sohn.“
    „Ich weiß. Doch ich fürchte mich davor zu versagen, denn er ist, wie Ihr selbst saget, ein Hexenmeister der Antiker.“
    „So ist es. Und darum ist er so gefährlich für uns alle. Für alle, die dem wahren Pfad des Lichtes folgen. Auch für mich stellt er eine Gefahr dar. Wegen all dieser Dinge muss er beseitigt werden! Egal wie. Doch musst Du dabei eine Methode wählen, bei der er keine Möglichkeit erhält aufzusteigen!“
    „Was ist, wenn ich bei dieser so wichtigen Mission für Euch scheitere? Oder gar Adriana irgendwann herausbekommt, dass ich es gewesen bin, die es getan hat? Sie wollte ihren Bruder Darius ja auf eine einsame entlegene Insel auf Heraclia verbannen, und ich…“
    „Du fürchtest dich also, Larissa.“
    „Ja, meine große Göttin. Denn meine Herrin Adriana wird mich töten wollen, wenn sie davon erfährt.“
    „Dann sollst Du die Möglichkeit erhalten vor ihr fliehen zu können, um irgendwo Schutz und Asyl zu finden!“, entschied die Orici Adria großmütig.


    Entfernte Galaxie
    Trinitatis, Torraum

    Nach einem langen Hin und Her hatte es Rodney McKay endlich geschafft, den Leiter dieser Mission dazu zu überreden, bei Gelegenheit auch Forschungsreisen durch das Sternentor zu erlauben. Doch diese Erkundungen würden nur sehr kurz sein. Aber sie benötigten auf ihrer langen Reise, genauso wie die Besatzung der Destiny, immer wieder frische Vorräte. Und dies obwohl der Stadtbereich von Trinitatis, welcher von Mu gebildet wurde über ausreichende Flächen für den Ackerbau bot. Doch dies genügte einen gewissen Doktor McKay nicht, weswegen Doktor Hank McCoy schließlich seine Erlaubnis erteilt hatte.

    Doch der Mutant, der lange Jahre als Mitglied den X-Men angehört hatte, hatte diese Entscheidung noch aus einen anderen Grund getroffen, nämlich die Erforschung fremder unbekannter Regionen des Universums noch besser voranzutreiben.


    Milchstraße
    Sol-System
    Yashida-Weltraumwerft
    Battlestar Origin, CIC

    Der große Tag war gekommen, denn spät am Nachmittag Ortszeit von Hawaii sollte endlich der erste Kampfstern der Erde ihren Jungfernflug beginnen. Das Raumschiff war ausgestattet mit irdischer, kolonialer und auch teilweise Asgardtechnologie, und erhielt von General Jack O‘Neill den Auftrag die Aktivitäten der Flotte der Orici im Blick zu behalten.

    „Dann mal los!“, entschied der Befehlshaber der Origin.
    „Alles bereit, General Dixon“, bestätigte der Navigator, der die Zielkoordinaten bereits in den Computer eingegeben hatte.
    „Gut. Dann verlassen wir die Werft und springen in den Hyperraum sobald wir auf sicherer Entfernung sind!“
    „Jawohl, Sir.“

    Erde
    Minnesota, Jacks Ferienhütte

    Extra für diesen Tag hatte sich General Jack O‘Neill freigenommen, sich sein Teleskop aufgebaut und spähte hindurch. Durch die technischen Verbesserungen konnte er die Weltraumwerft von Yashida sowie die Origin gut erkennen.
    Er lächelte zufrieden als das neueste Schlachtschiff der Erde in den Hyperraum eintrat.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468
    Geheimlabor von Todd

    Zufrieden begutachtete Todd den Fortschritt seiner Arbeit. Die erste Wraith-Frau, die er erschaffen hatte, hatte keine Nährmünder mehr an ihren Handflächen. Sie war nun in der Tat zumindest vom Aussehen her endlich menschenähnlich. Und wenn sie dann auch noch in der Lage wäre, wenn man sich mit ihr auch auf biologische Weise fortzupflanzen könnte, so wäre der Fortbestand der neuen Kultur der Wraith gesichert.

    Um keine weitere kostbare Zeit zu verlieren, forschte Todd in jeder freien Minute daran sein Ziel endlich zu erreichen. Kein sonderlich leichtes Unterfangen, weil er nämlich seit dem Beginn seiner Forschungen aus Gründen der eigenen Sicherheit es vorzog alleine zu arbeiten, wobei er nebenher noch seine Anhänger führen und im neu eingerichteten Rat der Wraithführung vertreten musste.


    Andromeda-Galaxie

    Seit dem Ergebnis der Wahl des neuen Präsidenten war Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon in einer Single-Mission in einem Raptor unterwegs. Ihr Auftrag, den Admiral William „Husker“ Adama ihr gegeben hatte, war es, endlich die Heimatkolonie der Zylonen zu finden, weil es sehr wahrscheinlich war, dass Boomer die kleine Hera dorthin gebracht hatte.

    Es war keine einfache Mission, weil der Standort dieser Station von Cavil und seinen Anhängern nach der Spaltung der Zylonengemeinschaft mehrmals verlegt worden war. Somit war es also gut möglich, dass es mehrere Jahre dauern könnte bis Athena Erfolg bei der Suche haben könnte. Zudem gingen abermals die mitgeführten Vorräte zuneige.

    „Na schön. Noch drei Sprünge, dann muss ich wieder einmal zur Flotte umkehren. Verflucht!“, murmelte Sharon daher schon etwas leicht frustriert vor sich hin.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468
    Geheimlabor von Todd

    Die Resultate der weiteren Tests waren abermals erfreulich. Zufrieden machte sich daher Todd daran einige Veränderungen in der genetischen Struktur vorzunehmen, die klare Verbesserungen sein würden. Leider war natürlich nicht der große Pool an Gen-Material vorhanden, weil es in der bisherigen Geschichte der Wraith nun einmal nicht sehr viele Königinnen gegeben hatte. Doch da er jetzt auf der sicheren Seite war, und wusste das sein Weg zum Ziel führte, konnte er sich jetzt daran machen, seine ehemalige Königin durch die Klontechnologie wieder zu neuem Leben zu erwecken.

    Doch zunächst musste Todd etwas enorm Wichtiges tun, nämlich das Vertrauen der bereits erschaffenen Königinnen gewinnen. Sollte dies nicht funktionieren, so wäre er gezwungen seine Geschöpfe umgehend zu beseitigen, und somit von vorn zu beginnen.


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor
    Orbit des Planeten
    Battlestar Pegasus, Offiziersmesse

    Die ersten klaren und vor allem gesicherten Ergebnisse der Aufklärungsmission auf der Heimatwelt des 13. Stammes der Stämme von Kobol lagen nun endlich vor. Daraus ging hervor, dass unter den bisher gefundenen menschenähnlichen Knochenresten, nur die von Zylonen gefunden hatten. Daraus schlussfolgerte Doktor Gaius Baltar daher, dass sich der 13. Stamm von Kobol in der Tat komplett aus Zylonen bestanden hatte. Aber noch etwas anderes war auch dadurch klar, es gab somit bis auf die Fünf, die irgendwie zu den Kolonien der anderen 12 Stämme in das Cyrannus-System gereist waren keine weiteren Überlebenden.

    „…wir konnten einige Inschriften auf dem Planeten zum Glück entziffern. Daraus konnten wir entnehmen, dass ihn seine Bewohner Gaía genannt haben. Es ist eine der alten Sprachen unseres Volkes und bedeutet übersetzt: Erde“, berichtete unter anderem Ellen Tigh allen Anwesenden.

    Offiziersquartier

    Seit ihrer Landung auf der Pegasus hatte sich Captain Kara Thrace komplett von allen anderen Crewmitgliedern zurückgezogen und war so gut es ging jeden aus dem Weg gegangen. Leoben wusste weshalb, aber auch Samuel T. Anders und auch Commander Lee Adama spürten, es musste etwas auf diesen Planeten vorgefallen sein. Doch alle drei ließen Starbuck vorsichtshalber in Ruhe.

    Kara hatte den Vorhang zu ihren Bereich zugezogen und die Lampe eingeschaltet. Erst jetzt holte sie auch wieder den thermoskannengroßen Gegenstand wieder aus dem Rucksack hervor, den außer ihr noch niemand anderes zu Gesicht bekommen hatte. Sie musterte und betastete ihn aufmerksam. Danach legte sie diesen mit einem leichten und leisen Seufzer auf ihrem Bauch ab. Das Gefühl das dieser wichtig war und sie ihn bereits schon einmal zuvor gesehen hatte, überkam sie erneut. Während sie auch schon begann in ihrer linken Hosentasche zu wühlen, um die Kette mit den Hundemarken und dem Ehering, woran sich einige Rückstände von Blut und auch Gewebe befanden, abermals hervorzukramen.
    Aber was dies alles bedeuten sollte, darauf wusste sie sich keinen Reim zu machen. Starbuck war vollkommen irritiert. Wer oder was war sie, jetzt bloß?

    Schritte in ihrer Nähe verrieten ihr, dass sie nicht mehr alleine in diesem Quartier war, welches sich zehn Offiziere teilten. Es war Sam, ihr Ehemann, der die Besprechung in der Offiziersmesse verlassen hatte. Er wollte unbedingt mit seiner Frau sprechen, doch der zugezogene Vorhang verriet ihm, dass sie es wünschte nicht gestört zu werden. Doch an dem leichten durchschimmernden Lichtschein der Lampe konnte er erkennen, dass Kara wach sein könnte. Aber sich dessen sicher sein, konnte er nicht.

    „Es gibt soviel, worüber wir sprechen müssen, Kara“, murmelte Sam müde, der von der Rückkehr von einigen der einst verloren gegangenen Erinnerungen überwältigt worden war.


    Koloniale Flotte
    Raptor von Athena

    Endlich hatte Lieutenant Sharon Agathon es geschafft, denn bei ihren letzten Sprung war sie auf das Ziel ihrer Mission gestoßen. Dadurch fiel ihr die Rückkehr zur Flotte und zu Admiral Adama fiel nicht leicht. Dabei schien es aus ihrer Sicht ganz leicht gewesen zu sein, nämlich einfach selber die Heimatkolonie der Zylonen zu betreten, nach ihrer Tochter Hera zu suchen und irgendwie wieder von dort zu verschwinden. Aber sie kannte den Befehl des Admirals, der besagte keine Alleingänge, sondern so viele Informationen zu beschaffen wie möglich und dann schnellstmöglich zur Flotte zurückzukehren.

    Battlestar Galactica, Quartier von Admiral Adama

    Endlich hatte Athena Erfolg mit ihrer Suche nach der Heimatkolonie der Zylonen gehabt, denn sie legte Admiral Adama die notwendigen Informationen und Bildaufnahmen vor, die nötig für einen erfolgreichen Angriffsplan waren. Doch befand sich diese gigantische Weltraumstation in einer kaum angreifbaren Position. Ein unerwartetes Problem. Daher würde es einen neuen und überarbeiteten Angriffsplan brauchen, um Hera wieder aus den Händen von Cavil und seiner Gefolgschaft zu befreien.


  16. #136
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    Standard

    Danke, allen Lesern sowie den Button-Drückern
    Diese Folge ist eine der längsten, und war ursprünglich als Zwei-Teiler eingeplant gewesen
    Hier die Termine der drei nächsten Folgen:
    - 19.03.´23, Folge 6.13
    - 09.04.´23, Folge 6.14
    - 30.04.´23, Folge 6.15

    Aber nun wünsche ich, viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.12 - “Inter Galaxies”


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Ilion, Cafeteria

    Die Flotte der Kolonialen war nach der kürzlichen Rückkehr der beiden Kampfsterne, der Pegasus und der Tauron, die ihre Mission abgeschlossen hatten, endlich wieder komplett. Zunächst wurde nur in einem kleinen Kreis über die Ergebnisse der Mission zur Heimat des 13. Stammes von Kobol gesprochen. Die Erkenntnis darüber, dass dieser Planet einst komplett nur von Zylonen bevölkert worden war, wurde verständlicherweise auch von vielen der Anwesenden mit einer gemischten Reaktion aus Entsetzen und Erstaunen zur Kenntnis genommen.

    In Gedanken war allerdings Admiral William Bill „Husker“ Adama schon bereits wieder bei der Heimatkolonie der Zylonen, denn es war ihm ja ein dringendes Bedürfnis das Kind Hera Agathon, die Tochter von Sharon „Athena“ und Karl C. „Helo“ Agathon, endlich aus den Händen Cavils und seiner Anhänger zu befreien. Und immer noch hatte Adama die gut über ein Dutzend detailreichen Aufnahmen vor Augen, die Athena ihm von ihrer Such- und Aufklärungsmission vorgelegt hatte.
    Die zu planende Befreiungsaktion und der Angriff auf diese gewaltige Raumstation war aus seiner Sicht ein klares Himmelsfahrtskommando, welches vor einem vollkommen ungewissen Ausgang stand. Ein weiteres Mal würde er dafür die Hilfe der Concordia benötigen, vorausgesetzt es würde Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser wirklich gelingen, die Tarnvorrichtung von Ilion vorübergehend auf dem mächtigen Schlachtschiff der Erde zu installieren.


    Milchstraße
    Sol-System
    Mars
    SGCB, Torraum

    Der Moment war endlich gekommen, und General Albert Reynolds hatte als einer der sieben Kommandeure der Stargate Command Base, die sich auf dem Mars befand, ein erstes Mal selber Besucher empfangen. Es waren im Prinzip aber eher alte Bekannte, denn es handelte sich um die Vertreter der letzten Pegasus-Asgard, die sich komplett der Gnade der Menschen von der Erde und Atlantis unterworfen hatten. Doch ohne die Forschung an anderen Menschen, würde letztendlich auch diesen Asgard der endgültige Untergang drohen.

    Aber es gab noch eine Vielzahl von anderen Problemen, weil man schon lange nichts mehr von den Jaffa gehört hatte. Aber auch mit der Luzianischen Allianz, die sich in mittlerweile mehrere Gruppen aufgeteilt hatte, verhielt es sich kaum anders, denn der Kontakt war seit langer Zeit nur noch recht sporadisch. Daher hatte man Teal‘c entsandt, der auf Grund seiner vielen Kontakte in der Galaxie nach den Hintergründen dafür forschen sollte.

    Zumindest machte eines dennoch große Hoffnung, da durch die Hilfe der Pegasus-Asgard alle Weltraumwerften der Erde endlich fertig gestellt worden waren, die seit kurzem mit der Fertigung weiterer Battlestars aller bekannten Bauklassen begonnen hatten. Dafür gestattete man diesen Außerirdischen, natürlich unter strengen Auflagen und Kontrollen, an Menschen, die sich dazu freiwillig bereiterklärt hatten zu forschen, damit sie ihre Klontechnologie noch weiter verbessern können.

    Erde
    Homeworld Command, Kontrollraum

    Weil es sehr notwendig geworden war, war General Jack O‘Neill auf den schnellsten Weg in sein eigenes Kommando zurückgekehrt. Der Grund dafür war eine dringende Nachricht vom Rande der Milchstraße von der E.U.S. Thetys, die auf ihrer eingenommenen Position Signale von einer Vielzahl fremder Objekte empfangen hatte, die sich der Milchstraße aus Richtung der Andromeda-Galaxie in einem sprunghaften Muster immer weiter näherten.


    Andromeda-Galaxie < > Milchstraße
    Zylonenflotte

    Die aus 16 Schiffen bestehende Armada der Zylonen, hatte erst ein Drittel der Distanz zur Erde bewältigt. Einige Zylonenmodelle waren jedoch immer noch der hämischen Meinung, dass sich die Menschen dort, vermutlich noch vor ihrer Ankunft irgendwann selbst vernichten würden. Andere Modelle allerdings hingegen verwiesen darauf, dass es in dieser Galaxie noch genügend unzählige andere menschlicher Zivilisationen gäbe, die man dennoch besser vernichten sollte, wenn man den unfreiwillig preisgegebenen Informationen der Acht, Captain Sharon Satterfield, Glauben schenken konnte. Denn es sollte absolut keine Bedrohungen mehr für das Volk der Zylonen von den Menschen mehr geben. Weswegen einige Zylonenmodelle dann aber meinten und vorschlugen, dass man die Entwicklung einiger Menschenvölker stattdessen zielgerichtet beeinflussen oder zumindest überwachen könnte, anstatt jene komplett zu vernichten.

    Flaggschiff, Konferenzraum

    Einer der Cavils, der natürlich, wie sollte es auch anders sein den Oberbefehl für diesen enorm wichtigen Feldzug inne hatte, hatte seine Brüder und Schwestern ein weiteres Mal eingeladen. Sein Vorhaben machte er sofort deutlich, indem er sofort zur Sache kam. Denn ihn ging es darum notwendige Energie zu sparen, weil die Reise in eine andere Galaxie zu sehr an ihre Energieressourcen ging.
    „…, daher sollten wir auf die maximal zu erreichbare Sublichtgeschwindigkeit gehen, dann die Antriebe abschalten und uns dann eine Zeitlang auf unserer Ziel zutreiben lassen. Zugegeben, es könnte jahrhunderte oder jahrtausende dauern bis wir in dieser Galaxie ankommen. Aber sollten wir durch einen unerwarteten auftretenden technischen Defekt hier in diesen Nirgendwo stranden, kommen wir vielleicht nie mehr weiter“, erklärte jener Cavil allen anderen sarkastisch.

    Auch alle anderen Modelle waren diesem vernünftigen Vorschlag nicht abgeneigt. Und da sie sich ja mittlerweile im leeren Raum zwischen zwei Galaxien befanden, lag die Wahrscheinlichkeit geradezu bei null, dass sie in diesem Raum auf ein Hindernis, zum Beispiel in Form eines Planeten oder einen anderen kosmischen Körper geraten würden.


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor
    Orbit von Gaía

    Etwa rund einen Tag nach der Abreise der Pegasus und der Tauron weg von Gaía, war schließlich auch eine Flotte von drei Basisschiffen der Zylonen aufgetaucht. Diese befand sich natürlich auf der Suche nach der Flotte der Kolonialen und der Zylonenrebellen. Nun war man aber dabei allerdings auf diesen, auch für sie noch bislang völlig unbekannten Planeten gestoßen. Man durchforstete daher umgehend sämtliche Datenbanken und Archive, um zu ermitteln, was es denn für eine Welt sein könnte, die nun vor ihnen lag.

    Gaía

    Überall auf verschiedenen Stellen des Planeten landeten Trupps der Zylonen, die sofort damit begannen diese Welt zu erforschen. Schnell bemerkten sie jedoch, dass sie nicht die ersten waren, die hier in jüngster Zeit angekommen waren.

    „Sie waren also schon hier“, stellte einer der Dorals fest, der sich einige der Orte ansah, wo die Angehörigen der Kolonialen Flotte und mit den Zylonenrebellen, die sich gegen Cavil und seine Anhänger gestellt hatten, bereits Ausgrabungen und Forschungen in den Siedlungsgebieten sowie deren näheren Umgebung vorgenommen hatten.


    Koloniale Flotte
    Battlestar Galactica, Quartier des Admirals

    Zufrieden nahm Admiral William „Husker“ Adama den Bericht zur Kenntnis, dass alle Viper und Raptor, die zu fertigen er angeordnet hatte, endlich in den nächsten Tagen einsatzbereit sein würden.

    In einer anderen Ecke saß die ehemalige Präsidentin der Galactica-Flotte, Laura Roslin, die sich immer wieder die Luftaufnahmen der Hauptstadt von Gaía ansah. Es überraschte sie nicht, denn sie entdeckte etwas, nämlich dass auch der 13. Stamm von Kobol versucht hatte sich eine Art von Kopie, einen Teil der alten Heimat zu bewahren, indem man das Forum und sogar das Opernhaus von Kobol nachgebaut hatte. Sie hatte nämlich nach einigen sorgfältigen Vergleichen mit einigen der alten Vorlagen der religiösen und historischen Schriften unter anderem auch die Überreste des Opernhauses identifiziert.

    Es klopfte an der Luke.

    Nachdem Adama: „Herein!“, gesagt hatte, traten all die anderen Befehlshaber der anderen Kampfsterne bei ihm ein. Sie hatten nämlich von dem gewagten Vorhaben ihres Oberkommandierenden erfahren, dass er das von Boomer entführte Kind Hera aus der Gewalt von Cavil befreien wollte.

    „Sie haben doch nicht etwa wirklich ernsthaft vor diese riesige Kolonie der Zylonen anzugreifen?“, erkundigte sich Admiral Diana McBride. Sie konnte ihren Vorgesetzten, der von allen Offizieren innerhalb der Flotte, der der erfahrenste Offizier von allen Militärs war, durchaus verstehen, weil auch sie von der Bedeutung dieses Kindes erfahren und verstanden hatte, doch zweifelte sie an der Machbarkeit, ohne dabei enorme Verluste in Kauf nehmen zu müssen.

    Schließlich erschien auch noch Francine Baltimore, die Präsidentin, die alle Anwesenden vor einem Erdbeben innerhalb der gesamten Flotte warnte.
    Darauf versicherte Admiral Adama: „Ich werde diesen Einsatz nur mit Freiwilligen tätigen. Sollte ich für diese Angelegenheit nicht genug Männer bekommen, um die Galactica oder einen anderen Kampfstern, etwa der Leonis oder Lyxis zu nehmen, würde ich dann mit einem Raptorgeschwader diese Station der Zylonen angreifen um Hera endlich wieder nach Hause zu holen!“


    Unbekannte Galaxie < > 1. Destiny-Galaxie
    Trinitatis

    Wie es von Doktor Rodney McKay in das Computersystem einprogrammiert wurde, fiel die Trinitatis genau zwischen den beiden Galaxien aus dem Hyperraum. Und da sich sehr viele der Crewmitglieder an dieser Expedition nicht nur allein mit den Bildern an den zahlreichen Monitoren begnügen wollten, strömten sie hinaus ins Freie auf die Balkone und Plattformen, denn viele wollten es mit eigenen Augen sehen.

    Hinter ihnen lag eine Galaxie, die sie erst vor zwei Tagen verlassen hatten und vor ihnen jene, die damals vor einigen Jahren die Besatzung der Icarus-Basis auf der Flucht durch das Stargate erreicht hatten als sie zur Destiny gelangt waren.

    Mit den Worten: „Wir müssten uns jetzt so langsam entscheiden, ob wir diese Galaxie hier vor uns, die die Besatzung der Destiny als Erstes erreicht hatte, ein wenig genauer erforschen wollen, oder...“, eröffnete Doktor Hank McCoy eine kleine Besprechungsrunde, während er einmal mehr die Wunder der unendlichen Weiten des Universums bestaunte.
    Jeder kannte die Aufnahmen von den besten Teleskopen und Satelliten, die entwickelt worden waren, doch seit etwa zwei Monaten waren sie selber mittendrin, wobei sie die sonst so fernen Galaxien, Sterne, Planeten und andere astronomische Körper jetzt von ganz nah mit eigenen Augen sehen konnten.

    „In dieser Galaxie gibt es nicht allzu viel zu entdecken, wenn man die Berichte ganz genau kennt, die wir unter anderem von Colonel Young und Doktor Rush erhalten haben“, bemerkte Doktor Rodney McKay, der nur wenig Interesse hatte, sich diese Galaxis näher anzusehen, bis auf einige wenige Ausnahmen.
    „Es fällt mir schwer“, begann Doktor Daniel Jackson, „doch ich muss Rodney zustimmen. In dieser Galaxie dort vor uns, wartet ein Feind, der schon lange hinter der Destiny her gewesen ist, und auch uns vermutlich traktieren wird, wenn sie das Potential von Trinitatis erkennen sollten. Auch eine Kommunikation, ebenso ein friedlicher Austausch sind somit vollkommen aussichtslos. Daher bleiben uns nur wenige Planeten, die wir dann wirklich aufsuchen könnten beziehungsweise sollten.“
    „Gut“, nickte McCoy, der Leiter dieser Mission, „sie beide haben eine Stunde Zeit mir ihre wenigen Vorschläge zu unterbreiten, wo wir denn unsere Reise zur Destiny wirklich unterbrechen sollten! Auch ich selber kenne sämtliche Berichte von der Crew der Destiny, und weiß somit, dass die darauffolgende Galaxie um ein vielfaches interessanter aber ebenso, wenn nicht sogar noch gefährlicher ist! Doch gibt es in dieser Galaxie so einige menschliche Zivilisationen, die wir nach Hause auf die Erde bringen könnten.“

    Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wurde also schon kurz darauf gefällt. Man sah sich deswegen sehr schnell die mitgeführten Berichte der Destiny-Besatzung durch, dann wurde kurz vor Ablauf der Frist Doktor McCoy eine recht überschaubare Liste von einer handvoll Planeten vorgelegt, die man in der vor sich liegenden Galaxie aufsuchen wollte.


    Etwas außerhalb der Milchstraße
    E.U.S. Thetys, Brücke

    Konzentriert wurden die über ein Dutzend Objekte beobachtet, die sich nach wie vor aus der Richtung der Andromeda-Galaxie kommend der eigenen Galaxis näherten. Man vermutete auf Grund der vorliegenden Informationen, dass es sich nur um die Armada der Zylonen handeln könnte, deren Ziel es war, auch in der Milchstraße die Menschen anzugreifen.

    Doch der Commander dieses Schlachtschiffes der Erde konnte alleine nichts gegen diese Bedrohung ausrichten. Verstärkung musste unverzüglich kontaktiert, abgestellt und auf Abfangkurs gebracht werden.

    „Ich benötige eine Verbindung zum Homeworld Command! Und zwar schnell!“, ordnete daher Oberst Christian Schneider an.

    Nach nur wenigen Minuten hatte Schneider auch schon O‘Neill in der Leitung, dem er schnell seine Vermutung mitteilte.
    „Und Sie sind sich da ihrer Meinung absolut sicher, Oberst?“
    „Jawohl, General. Ich benötige daher so schnell wie nur möglich dringend Unterstützung. Denn sollten es wirklich die Zylonen sein, müssen wir sie stoppen, und zwar bevor sie in Reichweite ihrer FTL-Systeme die Milchstraße erreicht haben.“
    „Ich verstehe. Wir werden sehen, was wir hier tun können, damit wir diese Bedrohung so schnell wie möglich abwenden können“, erklärte Jack, der kurz darauf die Verbindung trennen ließ.

    „Und in der Zeit beobachten wir das Verhalten der Objekte weiter“, murmelte Christian Schneider, der auf eine schnelle Entscheidung, aber auch der Ankunft von Unterstützung hoffte. Anhand der Berichte über die Zylonen wusste er, dass man es ihnen unter keinen Umständen erlauben durfte in die Milchstraße einzudringen.


    1. Destiny-Galaxie
    Planetenorbit
    Trinitatis

    Da man mehr über die Außerirdischen erfahren wollte, die schon sehr lange hinter der Destiny her waren, war man zuerst zu dem Planeten geflogen, wo sich das abgestürzte Alienraumschiff befand.

    Um keinerlei Risiko einzugehen, stellte Doktor Hank McCoy eine aus vielen Soldaten bestehende große Sicherheitsmannschaft zusammen und die beiden 304er, die Paris und die Hector, ab, die das Forschungsteam auf dem Planeten vor potentiellen Angreifern schützen sollte. Hier war es das höchste Gebot keine fremde Technologie mit an Bord der eigenen Schiffe zu nehmen, sondern nur auf dem Planeten selbst zu erforschen, damit man somit nicht unnötigerweise mit den Nakai in Konflikt geriet oder aufgespürt werden konnte.
    Beide Teams vereinbarten sich innerhalb von einer Woche bei dem Planeten wieder zusammenzutreffen, den die Destiny-Besatzung Eden genannt hatte. Von dort aus wollte man dann noch einige wenige weitere Planeten aufsuchen, die von Interesse waren.

    Planet Eden

    Nach einem kurzen Flug im Hyperraum hatte die Trinitatis ihr primäres Ziel in dieser Galaxie erreicht. Es wunderte McCoy nicht, dass dieses Mal McKay neben Jackson einer der ersten war, der schnell in einem der Puddle Jumper Platz genommen hatte. Ziel von den beiden Wissenschaftlern war natürlich der riesige schwarze Obelisk, der rund 700 Meter hoch war.

    Alle begannen sofort umgehend mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit, denn die Zeit ihres Aufenthalts war bekannterweise begrenzt. Daniel nahm sich sofort die Inschriften vor, die an einigen Stellen den Obelisken verzierten.
    Rodney hingegen brütete über der Erschaffung des gesamten Sonnensystems sowie der Funktion des Obelisken. Hank hingegen sammelte selber seine Informationen, wobei er aber immer wieder auch bei den anderen Wissenschaftlern um regelmäßige Hinweise bat.


    Etwas außerhalb Milchstraße

    Drei Hyperraumfenster öffneten sich in der Nähe der Thetys. Die Verstärkung war nun sehr schnell in Gestalt der drei 306er: Victoria, Abydos und Triton sowie der fünf 304er: Huo, Challenger, Laurasia, Sila und Sibiria, eingetroffen.

    Schnell wurde Oberst Schneider der Befehl von General O‘Neill übermittelt, der daraus bestand, sofort den Kurs auf die noch nicht eindeutig identifizierten 16 Objekte zu setzen. Diese sollten gegebenenfalls sofort manövrier- und kampfunfähig gemacht werden, wenn die bereits vermutete Bedrohung bestätigt werden sollte.

    Es dauerte nicht lange, dann verschwanden auch schon alle neun Schlachtschiffe der Erde gemeinsam im Hyperraum.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Observationsdeck

    Viele der Besatzungsmitglieder, die derzeit keine wichtigen Aufgaben an Bord zu erledigen hatten oder zu einem Dienst eingeteilt worden waren, konnten daher live miterleben, wie die Destiny am Rande der Galaxie den Hyperraum verließ. Von hier aus konnten alle die nächste Galaxie erkennen, die sie demnächst auf ihren von den Antikern vorprogrammierten Kurs ansteuerten. Aber noch etwas Anderes war zudem schon leicht schemenhaft zu erkennen, nämlich eine Art von Muster.

    MacGyver war noch ziemlich gelassen, genauso wie Pete. Nur in Jack stieg die Sorge immer weiter an, nämlich wohlmöglich nie wieder nach Hause gelangen und somit sein persönliches Ziel jemals verwirklichen zu können.


    Andromeda-Galaxie
    Stigma-Sektor
    Zylonenflotte
    Orbit von Gaía < > Gaía

    Den Fund und die Beweise, die allen vorlagen, hätten die Cavils am Liebsten unter den Teppich gekehrt. Doch waren sie sehr schnell allen anderen Zylonen ihrer Seite nun bekannt geworden. Sie rätselten dennoch darüber, weil sie es sich nicht erklären konnten. Was sollten die Forschungsergebnisse letztendlich bedeuten?

    „Vermutlich haben diese verfluchten Menschen des 13. Stammes alle ihre Sklaven, die wie wir, Zylonen gewesen waren, erbarmungslos vernichtet, bevor sie sich dann endgültig an einen uns noch weit entfernten und unbekannten Ort zurückgezogen haben! Wir müssen daher unsere ermordeten Brüder und Schwestern unbedingt rächen!“, mutmaßte und empfahl einer der Einser daher, obwohl ihm die eigentliche Wahrheit durch die Fünf natürlich bereits bekannt war.


    Koloniale Flotte
    Astral Queen, Besprechungsraum

    An Bord seines Schiffes hatte Tom Zarek mittlerweile die wichtigsten Führer, seiner Verbündeten und Anhänger um sich versammelt.

    Als dann wirklich endlich alle anwesend waren, begann er dann auch schon in seiner angriffslustigen rhetorischen Art zu ihnen zu sprechen: „Wir alle haben jüngst in der gesamten Flotte erfahren, was für Neuigkeiten uns von der letzten Forschungsmission über der Planeten, der uns mittlerweile als Gaía bekannt geworden ist, mitgeteilt wurde. Lange hatten wir uns darüber gefreut und darauf gehofft, mit unseren Brüdern und Schwestern des 13. Stammes in eine glorreiche gemeinsame Zukunft zu gehen. - Doch leider ist dieser Planet durch einen schlimmen Atomkrieg zerstört worden. Alles dort ist radioaktiv verseuchtes Ödland. Unbewohnbar gemacht von Zylonen, die diese fruchtbare Welt einst bewohnten. Wir wissen nichts von den Menschen, die vielleicht dort gelebt haben, weil es keinerlei Spuren mehr von ihnen gibt. Daher frage ich euch alle, meine Freunde: Wollen wir das wirklich, eine gemeinsame Zukunft mit den Zylonen in unserer Flotte?“


    Milchstraße < > Andromeda-Galaxie

    Seit einigen Tagen schon driftete die Flotte der Zylonen mit Unterlichtgeschwindigkeit durch den leeren Raum. Genauso wie es vorgeschlagen worden war, hatte man es noch sehr genau geplant und alle dafür wichtigen Berechnungen und Vorkehrungen getroffen, ehe man den Plan in die Tat umsetzte.
    Sie bemerkten allerdings immer noch nicht das kleine getarnte Geschwader von Puddle Jumpern, welches ihren Flug eine zeitlang beobachtet hatte sowie die Geschwindigkeit und den Kurs aufzeichnete. Nachdem die Zylonenflotte nicht mehr in Radarreichweite des DRADIS war, sprangen diese fünf speziell ausgerüsteten Puddle Jumper wieder zurück in den Hyperraum, um zu ihrer eigenen Flotte zurückzukehren.


    Gut sieben Stunden später, trafen dann die beiden Flotten endlich aufeinander. Sofort nachdem die neun Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum verlassen hatten, eröffneten sie auch schon das Feuer auf die Schiffe der Zylonen. Diese versuchten sofort sich mit einem FTL-Sprung in Sicherheit zu bringen, womit sie außerhalb der Reichweite der Menschen gewesen wären, womit die Suche nach den Zylonen von neuem begonnen hätte. Doch war es den getarnten Puddle-Jumpergeschwader bei der vorherigen Mission, die in erster Linie der Aufklärung gedient hatte, gelungen einige kleine Sprengladungen an den FTL-Antrieben zu platzieren, die bei einer Fernsteuerungsaktivierung detonierten. Der entstandene Schaden war gering. Aber das Ziel war erreicht, denn die Zylonen konnten nicht wegspringen.

    Die neun Schlachtschiffe der Erde verteilten sich nach den ersten abgefeuerten Salven.

    Doch das Resultat war trotzdem eine hart geführte Weltraumschlacht, die dann im leeren Raum zwischen den beiden Galaxien, der Andromeda und der Milchstraße, begann. Die Zylonen starteten sofort alle ihrer verfügbaren Jäger. Darunter die normalen Raider sowie auch die massigen schweren Jäger, die, wie für die Viper der Kolonialen auch für die Jagdgeschwader der Erdschlachtschiffe eine große Herausforderung darstellen sollten. Denn diese waren robuster und zudem noch besser gepanzert. Nebenbei schossen die Basisschiffe mit allen verfügbaren Raketenbatterien auf die Schlachtschiffe der Erde. Der Beschuss war so heftig, dass es keiner der Befehlshaber an Bord der Erdschiffe es wagen konnte in den nächsten Minuten die eigenen Abfangjäger zu starten.

    Die Jägergeschwader der Zylonen flogen eine Angriffswelle nach der anderen auf die Schlachtschiffe der Menschen, die sich auf die eigenen Schutzschilde verlassen mussten. Doch zeitgleich musste man zum Gegenangriff übergehen. Denn man musste unbedingt die 13 Basisschiffe als auch die 3 Hilfsschiffe der Zylonenflotte zerstören, und zwar bevor jene ihre beschädigten FTL-Antriebe reparieren konnten.

    Jede Atomrakete und jedes Geschoss, welches auf die Schutzschilde der Erdschiffe schlug, sorgte nach einer gewissen Dauer dafür, dass die Leistung derer nach und nach stetig abnahm. Das Risiko, dass die Schilde irgendwann kollabieren könnten, was zur unmittelbaren Zerstörung der 304er und 306er führen würde, stieg immer weiter an.

    Auf der Sibiria traten die ersten massiven Probleme auf. Dies lag daran, dass sich dieses Schlachtschiff zu weit von den anderen seiner Flotte entfernt hatte. Alle anderen schlossen daher auf, rückten dichter zusammen, damit sie nicht mehr von allen Seiten angegriffen werden konnten. Notfalls könnte man aber auch einige wenige der eigenen Schiffe in der Mitte schützen, sollte wirklich der Verlust der Schilde bei einen der Erdschiffe drohen. Doch dazu wollte man es erst gar nicht auf Seiten der Menschen kommen lassen.

    Die Trefferquote bisher war auch nicht gerade zufriedenstellend, da die zylonischen Jäger versuchten den Beschuss der Menschen abzufangen. Doch nachdem die Schlachtschiffe der Erde damit begonnen hatten die Energiewaffen einzusetzen, wurde die Lage für die Flotte der Menschen zusehends endlich besser. Nach und nach wurden in einem seit schon zwei Stunden andauernden Gefecht zunächst die drei Hilfsschiffe der Flotte der Zylonen zerstört. Doch ließ man die Basisschiffe natürlich nicht ungeschoren. Man durfte sich keinerlei Fehler und Nachlässigkeiten in dieser so wichtigen Weltraumschlacht erlauben.
    Es war nicht verwunderlich, dass die Leistungsstärke der Schilde durch den Beschuss des Feindes weiterhin kontinuierlich abnahm. Die Lage wurde langsam ein wenig kritisch, denn obwohl die Schiffe der Zylonen nach und nach vernichtet wurden, waren da draußen immer noch deren zahlreiche Jägergeschwader.

    Mittlerweile waren nur noch vier Basisschiffe der Zylonen übrig. Doch anstatt sich, wie angemahnt vielleicht doch zu ergeben, setzten diese den Kampf dennoch unbeeindruckt fort, obwohl bereits Dreiviertel der eigenen Flotte vernichtet worden war.

    Bei schließlich allen Erdschiffen machten sich mehr oder weniger dann doch zunehmend die ersten Probleme infolge des mehrstündigen Kampfes immer mehr bemerkbar. Doch die Schildstärke auf allen Erdschiffen nahm immer mehr und auch teilweise weiterhin schneller ab. Doch zumindest hatte man vor kurzem alle Geschwader der 302er und Puddle Jumper endlich starten können. Diese Art von der notwendigen Unterstützung brachte somit die erforderliche Entlastung. Denn nun lieferten sich die feindlichen Geschwader ein massives Weltraumgefecht. Somit konnten die Erdschiffe endlich die verbliebenen Basisschiffe der Zylonen gezielter unter Feuer nehmen.

    Doch nachdem es der Flotte der Erde endlich gelungen war, auch das letzte Basisschiff zu zerstören, sprangen ganze Geschwader von den Raidern und schweren Jägern der Zylonen gemeinsam davon. Der lange, mehrstündige hart geführte Kampf war also vorüber. Und man konnte zunächst nur hoffen, dass allen Jägern der Zylonen irgendwann der Treibstoff ausgehen würde, sie vielleicht nie zurück in die Andromeda-Galaxie gelangen oder gar in die Milchstraße eindringen könnten.

    Sofort wurde an Bord aller Schlachtschiffe der Erde eine notwendige Bestandsaufnahme durchgeführt, die klären sollte, wie es um den Zustand der Schiffe, der eigenen Verluste sowie der übrigen Ausrüstung bestellt war.

    Die Kommandanten der Erdschiffe hielten derweil eine Videokonferenz ab, in welcher sie über das weitere Vorgehen berieten. Mit dem Ergebnis, dass sie sich zunächst aufteilen wollten, um doch vielleicht irgendwie die feindlichen Geschwader noch aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.

    Kurze Zeit später lagen dann die endgültigen Berichte vor, dass einige Schiffe der Erde doch so einige auch teilweise sehr schwere Schäden davongetragen hätten. Daraus ging auch hervor, dass die Sibiria vermutlich kein weiteres Gefecht überstehen würde. Doch da sie noch flugtauglich war, sollte sie im Geleitschutz der Laurasia zurück zur Erde fliegen, während die übrigen sieben Schlachtschiffe noch eine Woche lang nach den verbliebenen feindlichen Jägern suchen wollten.


    Sagittarius-Galaxie < > Milchstraße
    Hyperraum
    Antikerstadt der Vampire

    Wie es vor einiger Zeit schon angeordnet worden war, war es dann auch schließlich ausgeführt worden, denn die Festung der Vampire war seit einiger Zeit schon wieder ein funktionierendes intergalaktisches Raumschiff.

    Doch es brodelte hinter den Fassaden in dieser Gemeinschaft, denn Liliana hatte als Königin immer mehr Mühe sich gegen Arteriais durchzusetzen. Somit blieb ihr leider nichts anderes übrig als die Erde offiziell ins Visier zu nehmen. Aber man wusste, dass diese Menschen dort nicht wehrlos waren, weswegen ein sorgfältiger Plan geschmiedet wurde, der vorsah eine kleine ausgewählte Gruppe von Vampiren dorthin zu entsenden, die für eine Ankunft alles dafür Notwendige vorbereiten sollte. In der Zwischenzeit wollte man die eigene Flotte noch etwas vergrößern und sich außerdem für den bevorstehenden Feldzug so gut es ging vorbereiten. Zudem war es notwendig ständig in Bewegung zu bleiben, sowie jede Welt von Menschen klar unter Kontrolle zu bekommen, damit ihr Treiben nicht bekannt werden konnte.

    Als Erstes hatte man dies mit allen Planeten in der Großen Magellanschen Wolke und der Sagittarius-Galaxie getan, wobei man auf den der Nazis und auch die Welt getroffen war, die von jenen von den Menschen der Erde befreit worden war.

    „Es ist soweit, denn ihr 42 werdet zur Erde fliegen und euch dort niederlassen! Seid aber vorsichtig dort, damit ihr und somit eure wahre Identität nicht entdeckt werdet! Und nun geht!“, befahl Arteriais. Kurz darauf bestiegen auch schon die Auserwählten ein kleines Shuttle, welches sofort starten würde, sobald sie den Hyperraum verlassen würden.

    Liliana stand abseits, denn ihr gefiel es überhaupt nicht, weil sie ein klares Abkommen brechen, das unter anderem ihre Tochter mit der Delegation mit dem Menschen auf der Erde ausgehandelt hatte.

    Liliana hatte aufgrund ihres schwindenden Einflusses die Aktion zugelassen, doch schon klargemacht, dass sie keine Verantwortung für ein mögliches Scheitern und einen Krieg gegen die Menschen von der Erde übernehmen wird. Insgeheim hoffte sie daher, dass der Plan von Arteriais scheitern würde. Aber noch etwas hatte sie im Verborgenen vorbereitet eine klare ethische und auch moralische Trennung, weil sie die Zukunft ihres Volkes nicht ihrer zu sehr aggressiven Rivalin, die allen Zeichen nach, nach der Macht über alle strebte, aufs Spiel zu setzen gedachte.


  17. #137
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    Der Dank, geht an alle Leser sowie die Buttondrücker

    Heute gibt es eine neue Folge, also, viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.13 - “Im Verborgenen”

    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Battlestar Galactica, CIC

    Das schon seit geraumer Zeit geplante, riskante und damit gefährliche Vorhaben von Admiral William Adama war seit seinem Bekanntwerden auch bei seiner eigenen Crew sehr heftig umstritten. Denn auch sein eigener Taktikoffizier, Lieutenant Felix Gaeta, der trotz seiner letzten kleinen Revolte wieder eben auf seinen alten Posten eingesetzt worden war, war ebenfalls unter denen, die diesen bevorstehenden Einsatz entschieden ablehnten. Ihm gefiel es unter anderen auch nicht, dass sich so viele Zylonen im engsten Umfeld des Admirals aufhielten sowie auch noch sehr wichtige Schlüsselposten an Bord der Galactica innehatten. Doch durfte er sich nichts anmerken lassen. Und schon gar nicht, dass er zum inneren Zirkel von Tom Zarek und Richard Adar gehörte, deren Pläne er natürlich nur allzu gut kannte.

    „Die Verbindung zur gesamten Flotte steht jetzt, Sir“, erklärte Lieutenant Felix Gaeta, der wieder einmal mehr sein hervorragendes Können eingesetzt hatte.
    „Dann mal viel Erfolg, Bill“, sagte Colonel Saul Tigh.
    Admiral Adama sah sich noch einmal kurz in seiner näheren Umgebung aufmerksam um, denn auf der linken Seite neben ihn standen nämlich Captain Karl C. „Helo“ Agathon und Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon, die beiden Eltern von Hera. Die Anspannung war beiden deutlich anzusehen, denn William Adama hielt Wort. Doch zunächst musste er dem politischen Druck nachgeben, welchen Richard Adar und Tom Zarek in der gesamten Flotte und auch somit innerhalb des Militärs entfacht hatten.

    Nachdem Admiral Adama noch einmal tief Luft geholt und sich mental gesammelt hatte, entnahm er den Hörer von der Konsole vor sich, führte jenen dicht vor seinen Mund, wie er es immer tat, wenn er sich an alle in der Flotte wandte.

    „Männer und Frauen der Flotte, hier spricht Admiral Adama von der Battlestar Galactica! Es sind mehrere Gerüchte im Umlauf, die besagen, dass ich schon seit einiger Zeit einen gezielten Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen vorbereite. Dies ist wahr! Doch tue ich es nicht, um unsere schmerzhaften Verluste und unsere zerstörten Kolonien zu rächen, sondern um ein kleines Kind zu befreien. Es geht einzig und allein um Hera, die Tochter von Athena und Helo, welche von einer feindlichen zylonischen Agentin, nämlich von Boomer, von Bord der Galactica entführt und zu Cavil gebracht worden ist. Für diesen Einsatz suche ich allerdings nur Freiwillige. Angesprochen ist jede Frau, jeder Mann, welche Erfahrungen im Kampf hat, Piloten sind oder waren. Sollte sich herausstellen, dass ich dafür nicht genügend Personal zur Verfügung habe, um die Galactica zu nehmen… so starte ich einen Raptorangriff, damit Hera wieder nach Hause kommt. Treffen Sie ihre Entscheidungen nicht aus einer Laune heraus oder melden Sie sich nicht aus anderen spontanen Gefühlen heraus für diese Mission, denn es ist gut möglich, dass sie vielleicht nie wieder zu dieser Flotte zurückkehren. Denken Sie daher gut darüber nach und übermitteln Sie innerhalb der nächsten Stunde dem Gefechtsstand der Battlestar Galactica, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, sich an dieser riskanten Mission zu beteiligen. Außerdem setze ich Sie davon in Kenntnis, dass die Concordia derzeit taktisch umgerüstet wird. Wobei es sehr fraglich ist, dass die Arbeiten rechtzeitig beendet werden. Dann wird General Carter mit ihrer Crew uns den Rücken freihalten. Ich danke, Ihnen“, sprach William Adama, der den Hörer schließlich wieder an der Konsole vor sich befestigte und mit einem Nicken Felix Gaeta ein Zeichen gab, um die Verbindung zu allen Schiffen in der Flotte wieder zu beenden.

    Astral Queen, Besprechungsraum

    „Unfassbar! Adama will allem Anschein nach wirklich die Besatzung und somit die Existenz der Galactica opfern! Nur um ein Kind zu retten, das zur Hälfte ein verfluchter Zylon ist!“, schimpfte Tom Zarek, der wieder einmal einer der drei Abgeordneten im Rat für Sagittaria war.
    Derweil ging Richard Adar auf und ab, und fügte hinzu: „Die Battlestar Galactica ist der letzte Kampfstern, der noch aus der Zeit des ersten Krieges gegen die Zylonen übrig geblieben ist. Es missfällt mir sehr, dass sie so… dass sie für so etwas benutzt wird.“
    „Ja. Die Galactica hat unsere Flotte vor vielen Gefahren durch die Zylonen, nach dem Fall der 12 Kolonien über einige Jahre beschützt. Es würde vielen Menschen etwas fehlen, wenn man sie nicht mehr sieht… Ja. Zugegeben, es gibt noch andere Kampfsterne. Aber sie sind eben nicht die Galactica. Die aber jetzt von einer Technologie der Zylonen repariert wird, wie Lieutenant Gaeta berichtet hat. Es ist ein Himmelfahrtskommando für alle Frauen und Männer, die da reingezogen werden. Und es ist mehr als fraglich, ob es diesen beiden Erdoffizieren, nämlich Major Hailey und Lieutenant Fraiser auch wirklich gelingen wird, die Concordia in den nächsten Stunden rechtzeitig aufzurüsten“, brummte Zarek missmutig.

    Noch lange diskutierten die beiden zunächst noch alleine weiter, ehe schließlich viele weitere ihrer momentanen Anhänger nach und nach eintrafen, die unter anderem auch wichtige Rollen oder gar Führungspositionen in der Kolonialen Flotte innehatten.

    U.N.S. Concordia, Asgard-Technikraum < > Brücke

    Dass es nicht leicht sein würde, was sie zu tun hatten, wussten Jennifer und Cassandra ganz genau. Zu mal war es schon kompliziert genug gewesen, die Tarnvorrichtung von Ilion auszubauen, ohne dabei die enorm wichtige schützende Funktion der Schilde der alten Antikerstadt zu beeinträchtigen, was tödlich für alle an Bord von Ilion gewesen wäre.

    Sie wechselten schon seit einigen Tagen zwischen dem Asgard-Technikraum und der Brücke stetig hin und her. Im Asgard-Technikraum konnten sie ohne Probleme die notwendige Energie des Asgard-Kerns anzapfen, um die Concordia zu tarnen. Doch auf der Brücke hingegen wäre die Bedingung und Kontrolle über das gesamte System um ein vielfaches einfacher. Daher suchten die zwei immer noch nach den entscheidenden Durchbruch.

    Ab und wann schaute natürlich auch General Samantha Carter nach den beiden, ob sie eventuell helfen könnte, aber musste sie immer wieder Rücksprache mit Admiral William Adama halten.


    Milchstraße
    Battlestar Origin, CIC

    Das, von General Dave Dixon befehligte, neueste Kriegsschiff der Erde, hatte immer noch nicht sein vorbestimmtes Ziel erreicht. Jenes war nämlich eine der Orici-Hochburgen in der Milchstraße. Doch dorthin waren es noch einige Lichtjahre. Man könnte diese Strecke auch bequem im Hyperraum zurücklegen, aber man wollte auch die von den Kolonialen benutzte FTL-Technologie besser kennenlernen.

    Ein kurzer prüfender Blick auf das DRADIS und andere Instrumente verrieten der Crew im Combat Information Center, dass sich ihrer Position zwei Mutterschiffe der Orici näherten.

    Dem Commander der Origin war bewusst, dass er den nächsten errechneten Sprung aussetzen musste, damit sie nicht unnötigerweise als potentielle Bedrohung betrachtet werden würden. Aber war der Bautyp von Raumschiff, mit welchen die Menschen der Erde nun unterwegs waren, in dieser Galaxie vollkommen neu.

    Sie wurden, wie es Dixon schon geahnt hatte, von einem der zwei Orici-Schiffe sofort kontaktiert.


    Sagittarius-Galaxie
    Hyperraum
    Vampirraumschiff

    Da die Vampire für diesen langen Flug auch lebensnotwendige Energie sparen mussten, hatten sie sich genauso wie die Wraith in eine Art von Schlafzustand versetzt, während ihr kleines Raumschiff dem zuvor beim Start einprogrammierten Kurs zur Erde folgte. Erst kurz vor dem Einreichen des Ziels würden die Vampire wieder erwachen, um dann mit ihrer eigentlichen Mission zu beginnen. Doch würde es noch eine ganze Weile dauern, weil ihr Schiff einen sehr leistungsschwachen Hyperraumantrieb besaß. Somit haben sie aber auch nur sehr geringe Energiewerte ab, die kaum aufzuspüren waren.


    Milchstraße
    Battlestar Origin, CIC

    Mit sehr viel Mühe und diplomatischen Geschick, gelang es Dave Dixon die Anhänger der Orici davon zu überzeugen, dass die neue Schiffsklasse der Menschen der Erde keine Bedrohung war, außerdem befänden sich natürlich auch mehrere Anhänger der Lehre der Orici Adria bei ihm in der Mannschaft. Kurz darauf verschwanden die beiden Mutterschiffe wieder im Hyperraum. Doch der Commander der Origin ahnte bereits, dass man ihre weiteren Schritte dennoch sehr genau beobachten würde.


    Pegasus-Galaxie
    Todds Territorium
    M-2468

    Zufrieden begutachtete Todd den jüngsten Fortschritt seiner neuesten Arbeit. In Prinzip könnte er natürlich dadurch zum Alleinherrscher der neuen Wraith-Gemeinschaft aufsteigen, obwohl es noch ein Problem gab, nämlich die letzte Wraith-Königin, die sich komplett mit ihrem gesamten Gefolge und ihrer kompletten Flotte in einen unbekannten sowie auch sehr abgelegenen Teil der Pegasus zurückgezogen haben musste.
    Doch zumindest war Todd endlich auch soweit, dass er allmählich einigen seiner engsten Vertrauten eine kurze Besichtigung seines geheimen Labors gestattete. Er musste aber natürlich allen seine Geheimnistuerei nur gut genug verkaufen. Was er auch gekonnt tat.


    Milchstraße
    PX1-767, Camelot

    Die langersehnte Rückkehr von Artus hatte sich mittlerweile auf allen Welten, auf denen Myrrdin einst unterschiedliche Formen von mittelalterlichen Gesellschaften gegründet hatte, herumgesprochen. Somit war sehr schnell ziemlich ein großes Handels- und Einflussgebiet entstanden, welches natürlich deshalb auch zunehmend in den Fokus der Jaffa, den Orici-Anhängern sowie der Luzianischen Allianz geriet.

    Es gab aber noch jemanden, der sich diesen entstandenen Umstand zu Nutzen machen wollte, nämlich Harry Maybourne, der als König Arkhan I. sein Volk auf dem Planeten Arkhan‘s Welt bereits zu einen Handelszentrum gemacht hatte. Doch er benötigte neben der Erde noch einen weiteren großen einflussreichen Handelspartner in der Galaxie. Es war also nicht sonderlich verwunderlich, dass seine Wahl letztendlich auf die Welt von Camelot fiel.

    Doch ihm lag auch daran ein mittlerweile und daher auch notwendiges weiteres Bündnis zu schließen, weil auch sein Königreich vermehrt von Prioren aufgesucht worden war. Die Erde alleine genügte Maybourne als Alliierter also nicht mehr.

    Mit einer Delegation, die zahlreiche Geschenke mit sich führte, befand er sich gerade auf den Weg zur Burg von Artus.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Battlestar Galactica, CIC

    Nur äußerst widerwillig, hatte sich Lieutenant Felix Gaeta offiziell, aber auch nur nach außen hin dazu bereiterklärt, die bevorstehende Mission der Galactica unter dem Kommando von Admiral William Adama zu begleiten. Doch hatten Tom Zarek und auch Richard Adar dem Taktikoffizier der Galactica, während eines letzten Treffens einige sehr interessante Zugeständnisse gemacht.

    Dies bedeutete, dass sich aus der Sicht von Adama und der Agathons, am Ende doch noch, genügend Männer und Frauen für diese gefährliche Mission gemeldet hatten. Andererseits jedoch hatten viele Menschen den Kampfstern aber auch verlassen.

    Der Blick von Adama ging nach oben, denn die Luke wurde geöffnet und sein Sohn trat ein.

    „Was machen Sie denn hier, Commander?“
    „Ich werde dabei sein, Admiral.“
    „Was ist mit der Pegasus? Wer soll da das Kommando übernehmen?“
    „Mich wird Commander Jonathan Edwards, der eigentlich seinen Ruhestand genießen wollte ersetzen. Er hat sich aber dennoch für eine gewisse Zeit vorübergehend dazu bereit erklärt.“
    „Gut. Dann sind Sie von jetzt an wieder auf der Galactica und somit unser ranghöchster Pilot, Apollo!“, legte daher Colonel Saul Tigh sofort ohne lange zu überlegen fest. Eine Entscheidung des XO, die natürlich von niemand angefechtet wurde.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    „Wir benötigen mindestens noch zwei oder drei Tage, damit wir auf der sicheren Seite sind, General“, bekannte Major Jennifer Hailey, „denn wir müssen vollkommen auf der sicheren Seite sein. Dazu gehört auch ein dringend notwendiger Testlauf nachdem wir die Technologie der Antiker mit der unseren, beziehungsweise auch der Asgard miteinander verbunden haben.“
    Samantha Carter nickte zustimmend, und meinte dann: „Na gut. Ich werde es Admiral Adama sofort mitteilen. Aber weiß ich, dass er nicht mehr lange warten wird. Denn die Mission zur Befreiung des Kindes Hera Agathon soll schon in wenigen Stunden starten.“

    Battlestar Galactica

    Viele Zylonenrebellen, die sich sonst überwiegend natürlich nur auf ihrem Basisschiff aufhielten, hatten sich ebenfalls der anstehenden Befreiungsmission angeschlossen. Deswegen befanden sich einige hundert Zenturios an Bord. Aber auch Tom Zarek hatte sich in aller Heimlichkeit an Bord des Battlestars eingefunden. Er verfolgte aber natürlich ganz andere Ziele, weshalb er sich verborgen hielt. Während andere Personen den sehr alten Kampfstern, der so gut es möglich gewesen war, wieder unter anderen mit einer Technologie der Zylonen so gut es ging instandgesetzt worden war, verlassen hatten. Darunter waren sehr viele Zivilisten und die meisten der Anhänger des Kultes um Doktor Gaius Baltar, welcher sich allerdings in letzter Sekunde dazu entschlossen hatte, an Bord der Galactica zu verbleiben.

    Astral Queen, Brücke

    Voller Anspannung starrte Richard Adar auf die Uhr vor sich. Sie tickte unaufhaltsam immer weiter. Der ehemalige Präsident der Kolonien von Kobol und Tom Zarek hatten mit vielen anderen Gleichgesinnten einen überaus hochriskanten Plan entwickelt. Doch sie mussten noch warten, denn die Galactica musste sich zunächst von der gesamten Flotte entfernen. Auch die Sabotage, die man an Bord der Concordia eingefädelt hatte, war mehr als nur gefährlich gewesen, weil man keinen Konflikt mit den Menschen der Erde aus der Milchstraße wollte.


    Milchstraße
    Chulak

    Nach langer Zeit kehrte Teal‘c auch mal wieder auf seine ehemalige Heimatwelt zurück, denn er wollte sich hier mit einigen alten Weggefährten der Jaffa-Rebellion treffen. Doch von diesen waren allerdings nicht mehr viele am Leben, denn die großen Konflikte der jüngsten Vergangenheit hatten unzählige Leben gekostet.

    Zielstrebig ging der ehemalige Primus auf das Haus von Bra‘tac, seinen alten Lehrer, zu. Dieser saß im Kreise vieler junger Jaffa und auch von Kindern, die aufmerksam seinen Geschichten und Erzählungen lauschten. Als Teal‘c eintrat, drehten sich alle zu ihm um. Kurz darauf traf auch Rak‘nor ein.

    „Kommt morgen wieder, dann werde ich euch mehr über die Geschichte unseres Volkes erzählen!“, verfügte Bra‘tac, der somit seine aufmerksamen Zuhörer nach Hause entließ.

    Nachdem der Letzte gegangen war, bat Bra‘tac seine Gäste sich zu setzen. Gemeinsam kamen in allen die Erinnerungen und die Kämpfe gegen die Goa‘uld sowie die Ori zurück ins Gedächtnis.
    „Viele vermuten, dass es immer noch Ba‘al gibt. Dass er höchstwahrscheinlich von Adria gefangen gehalten wird“, berichtete Rak‘nor schließlich.
    „Dann lässt Adria ihn wohl leiden, um ihn zu bestrafen“, ahnte Teal‘c, der dabei gewesen war als die Orici von einem Ba‘al-Klon okkupiert gewesen und gestorben war, weil es nicht gelungen war den Parasit herauszuholen.
    „Die Orici ist ebenfalls immer noch eine sehr große Bedrohung, trotz der bestehenden Verträge, die ausgehandelt worden sind. Es ist zwar natürlich vorübergehend Ruhe in der Galaxis eingekehrt, doch treten immer wieder, auch auf unzähligen Welten der Freien Jaffa, die diese Lehre nach wie vor ablehnen, vermehrt Priore auf. Deswegen haben wir auch nur noch losen Kontakt zur Erde. Denn viele im Rat misstrauen erneut den Tau‘ri, da sie davon erfahren haben, dass es unter ihnen, den Menschen der Erde sehr viele gibt, die die Orici und ihre Lehre angenommen haben.“
    Während er sprach, machte Bra‘tac ein sehr ernstes Gesicht, in welchen große Besorgnis zu lesen war. Es schmerzte den alten Jaffa-Master sehr, dass es wieder einmal viele Befürworter unter den Führern der Jaffa gab, die bei den Jaffa darum warben den Kontakt zur Erde für immer zu beenden, mit der Begründung, dass den Tau‘ri nicht wirklich zu trauen sei.


    Entfernte Galaxie
    Destiny, Brücke < > Torraum

    Weil sie sich immer weiter ihren Ziel näherten, verließ Doktor Rush nur noch sehr selten für längere Zeit die Brücke.

    Aus dem Torraum meldete sich wieder einmal Colonel Young, dass sich Colonel Telford in wenigen Minuten auf den Weg zu einen der Planeten machen würde, der bewohnbar sei. Zudem seien dort über die Bilder, die das von Eli gesteuerte fliegende Auge gesendet hatte, zu erkennen gewesen, dass es dort deutliche Spuren einer alten Zivilisation gäbe.
    Der leitende Wissenschaftler an Bord der Destiny, Nicholas Rush, gab an, dass das Team für die Mission einige Tage Zeit hätte, und man sich bei ihm melden sollte, wenn es etwas Interessantes finden sollte.

    -tbc-


  18. #138
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, allen Lesern und den Button-Drückern Ehre_Sei_den_Ori und John´s Chaya

    Überraschung! Es gibt heute schon bereits die neue Folge !
    Warum dies? Dadurch, dass ich mit dem Schreiben zum größten Teil endlich fertig geworden bin (kleinere Änderungen oder auch Ergänzungen sind demnach recht überschaubar), gibt es von nun wieder den gewohnten 2-Wochen-Rhytmus . Die längeren Abstände zwischen den bisherigen Folgen der aktuellen Staffel waren nämlich nötig gewesen, um längere oder gar eventuell monatelange Pausen zwischen den einzelnen Staffeln zu vermeiden.

    Doch nun genug der Worte, also: Viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.14 - “Begegnungen”

    Milchstraße
    PX1-767, Camelot, Artus‘ Burg

    Mit allergrößter Ehrerbietung hatte sich Harry Maybourne alias König Arkhan im Thronsaal König Artus, der ihn eindrucksvoller und Ehrerbietender Haltung auf seinem Thron aus vergoldetem Holz saß, mit mehreren Verbeugungen beziehungsweise Verneigungen, Schritt für Schritt genähert. Sofort nach der darauffolgenden gegenseitigen Vorstellung durch einen der Beamten des Hofes, ließ der Gast umgehend durch einen seiner eigenen Gefolgsleute seinem Gastgeber die mitgebrachten kostbaren Geschenke überreichen.

    Kurz darauf erhob sich dann schließlich König Artus, der seinem gleichrangigen Gast durch eine eindeutige unmissverständliche Geste zu verstehen gab, ihm in einen anderen Saal, der links neben dem großen Thronsaal lag, für die anschließenden Verhandlungen zu folgen.

    Die für die Verhandlungen der beiden Seiten bestanden natürlich nur aus den wichtigsten Vertretern der jeweiligen Königreiche. Schnell bemerkte Artus, dass er einen listigen und damit auch mit allen Wassern gewaschenen Verhandlungspartner, mit Arkhan, vor sich hatte. Dies machte natürlich die Gespräche für ein gemeinsames Handelsabkommen und die Vereinbarung eines Bündnisses sehr kompliziert. Doch beide Könige, sowohl Artus als auch Arkhan, hatten verständlicherweise mehr als nur ein eindeutiges Interesse daran, den anderen Mächten in dieser Galaxie ein ernstzunehmendes Gegengewicht zu bieten.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    Battlestar Galactica, CIC < > Steuerbordhangardeck

    Das erst kürzliche und somit auch letzte Gespräch mit General Carter hatte Admiral Adama überhaupt nicht entmutigt, denn er hatte vor wenigen Augenblicken erst, der Navigation und auch dem Steuermann die Anweisungen gegeben, die Galactica von der Flotte wegzusteuern sowie den FTL-Computer für den bevorstehenden Sprung vorzubereiten.

    Wenige Sekunden später konnte man auch schon auf dem DRADIS-Monitoren erkennen, dass sich die Galactica allmählich von der Flotte wegbewegte. Nur noch wenige Minuten, dann würde sie auch springen, mit dem zuvor erklärten Ziel das kleine Mädchen Hera, die Tochter von Athena und Helo, aus den Händen von Cavil und seiner Anhängerschaft zu befreien.

    Auf dem Steuerbordhangardeck schloss Chief Galen Tyrol langsam, still leise, ja, beinahe vor sich hin betend seine Augen, denn er hatte ja immer wieder eindringlich in den letzten Minuten seinen höchsten Vorgesetzten darum gebeten noch zu warten, wenigstens ein paar Tage bis das Zylonenharz vollkommen ausgehärtet war.
    „Die Galactica ist leider noch nicht soweit. Geben Sie daher bitte dem Harz ausreichend Zeit, damit es wirklich vollständig aushärten kann“, hatte er vor drei Tagen zum ersten Male zu Admiral William Adama gesagt. Dieser hatte daraufhin nur einen brummenden Kommentar dazu von sich gegeben.


    2. Destiny-Galaxie
    Hyperraum
    Trinitatis

    Seit wenigen Stunden schon, befand sich das mächtige Stadtraumschiff Trinitatis in der Galaxie, in der es soweit entfernt von allen anderen der bekannten Galaxien ebenfalls menschliche Zivilisationen gab.

    Schmollend hatte sich nicht nur Doktor Rodney McKay auf sein Quartier zurückgezogen, sondern auch Doktor Daniel Jackson, denn beide hätten sehr gerne noch viel länger auf Eden oder auch gar auf dem Planeten verbracht, auf welchen Lieutenant Matthew Scott, Sergeant Ronald Greer, Chloe Armstrong und Eli Wallace einst verschüttet worden waren.
    Beide hatten nämlich ihre begonnenen Forschungen nicht zufriedenstellend abschließen können, wie sie beide gemeint hatten. Aber Doktor Hank „Beast“ McCoy hatte die beiden vehement daran erinnern müssen, dass sie einen klaren Zeitplan hatten, den er auch gedachte streng einzuhalten. Danach hatte der Leiter der Mission gemeint, dass diese weitere Galaxie sehr viel wichtiger sei, wegen der Menschen, die hier lebten.


    Milchstraße
    PX1-767

    Mit großer Nervosität hatte Larissa den Planeten betreten, auf den sich Myrrdin derzeit aufhielt. Misstrauisch wurde die Soldatin der Orici, die zudem zur Leibgarde von deren Tochter Adriana gehörte, beäugt.

    Es herrschte bereits schon reges Treiben im Umfeld des Sternentors, denn nach einer langen Verhandlungsrunde, welche einige Tage in Anspruch genommen hatte, waren schließlich Arkhan alias Maybourne und Artus zu einer ersten, wenn auch nur kleinen Übereinkunft gekommen, die den sofortigen Handel zwischen ihren Welten aufnehmen und regeln würde. Viele aus dem Hofstaat der beiden Könige hatten sich bereits vor dem Sternentor versammelt als gerade Larissa aus dem Ereignishorizont des Tores schritt.

    Auch Myrrdin war vor Ort. Die Soldatin der Orici zögerte. ,Nein‘, dachte sie, ,wenn ich meinen Auftrag jetzt ausführen sollte, würde ich sofort durch die hier anwesenden Ritter von König Artus getötet werden.‘

    Einige Minuten später war es dann soweit, Arkhan und seine Delegation hatten den Heimweg angetreten und die Versammlung am Sternentor löste sich nach und nach auf. Larissa ließ seit ihrer Ankunft schon, den alten Antiker nicht mehr aus den Augen und folgte diesen dann mit größter Vorsicht in einem gewissen Abstand. Denn sie wollte wissen wohin der alte Hexenmeister, wie Adria ihn genannt hatte, ging. Ebenfalls nicht direkt nach Camelot, sondern in ein großes Waldstück in der Nähe des Sternentores.
    Ein Umstand, der die Orici-Soldatin dazu veranlasste, erleichtert aufzuatmen.

    Schließlich hatte Myrrdin anscheinend sein Ziel erreicht, denn dort gab es einen kleinen Bach sowie eine geräumige und trockene Höhle, vor jener ein kleines Haus errichtet hatte, um noch etwas mehr Platz zur Verfügung zu haben. Der alte Antiker hatte sich für diesen Ort als Wohnstätte entschieden, da er in Camelot zwar vom Volk akzeptiert wurde, aber man ihn nach wie vor immer noch nicht gestattete unter den dortigen Menschen dauerhaft zu leben.

    Larissa versteckte sich sofort zwischen einer Gruppe von Felsen, die von Buschwerk umgeben waren. Hier konnte sie ihr Ziel genau und vor allem unentdeckt beobachten. Auch hatte sie beschlossen, zumindest solange zu warten, bis sich der alte Antiker zum Schlafen hingelegt hatte. So erhoffte sie sich, würde es für sie selber leichter sein, ihren brutalen Auftrag, den sie von ihrer Göttin erhalten hatte, auszuführen.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica, CIC

    Die Galactica war gerade eben ein letztes Mal gesprungen. Doch war sie nicht an ihrem Ziel angekommen. Was keiner wusste, war, dass nämlich Lieutenant Felix Gaeta heimlich andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte.

    „DRADIS ist leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da ist rein gar nichts da draußen.“
    „Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama.
    „Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“
    „Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt! Daher enthebe ich Sie mit sofortiger Wirkung ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen fest, die nicht zu uns gehören!“, widersprach Lieutenant Felix Gaeta, welcher das Kommando an sich riss, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte, momentan nicht ausreichten um die Galactica zu führen.

    Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten.


    Milchstraße
    PX1-767

    Es wurde mittlerweile dämmerig auf der Planetenhälfte, wo sich Camelot befand.

    Vorsichtig spähte Larissa über einen der zahlreichen Felsen, die zu ihrem Versteck gehörten. Noch erhellte ein Lichtkegel einen Wohnraum des Hauses. Die Soldatin der Orici vermutete daher, dass sich dort die Schlafstätte ihres Zieles befinden musste. Sie musste also noch eine Weile warten, denn der Schatten Myrrdins wanderte immer noch herum.


    Entfernte Galaxie
    Unbekannter Planet

    Das von Colonel David Telford geführte Erkundungsteam sah sich unerwartet einer noch bislang unbekannten Rasse gegenüber. Jeglicher Versuch bisher mit jenen Wesen zu kommunizieren, schien keine Aussicht auf Erfolg zu haben. Diese Wesen, denen man seit einiger Minuten schon gegenüberstand, waren etwa zweieinhalb Meter groß, gingen leicht gekrümmt auf zwei sehr kräftigen Beinen wie Menschen, ihre Arme waren beinahe ebenso lang, sie hatten eine orangefarbene Haut mit grünen Streifen, der Kopf von ihnen erinnerte je zur Hälfte an eine Echse und ein pferdartiges Wesen. Diese unbekannten außerirdischen Wesen waren kaum bekleidet, nur um die Hüfte und vor der Brust trugen sie eine Art Harnisch, weswegen man auch ihre klauenbewehrten Füße und Hände gut erkennen konnte. In den Händen hielten sie Waffen, die denen der Menschen ähnlich waren, und die sie seit ihrer Begegnung pausenlos auf die Menschen gerichtet hielten.

    „Wir sollten hier verschwinden, Sir“, flüsterte Lieutenant Matthew Scott, dem nicht sonderlich wohl war und direkt neben Colonel David Telford stand, jenem leise zu.
    „Sie haben recht. Wir sollten uns langsam zurück zum Stargate bewegen, denn ich glaube nicht, dass wir hier wirklich willkommen sind!“

    Es war MacGyver, dem es als Erster auffiel, denn mit diesen Außerirdischen schien aus menschlicher Sicht eindeutig etwas nicht zu stimmen. Besser formuliert wäre, dass sie eindeutig anders waren, denn auf dem ersten Blick nur sahen alle gleich aus, mit der Ausnahme, dass es einige Größen- und Staturunterschiede gab, so wie bei Menschen. Angus sah, was ihm erschrak, denn diese Wesen schienen die beunruhigende Fähigkeit zu besitzen sich vom Aussehen und der Gestalt her zu verändern. Sich ihren potentiellen Gegnern anzupassen, anzugleichen.

    Der Leiter des Teams bemerkte es schließlich ebenfalls, weswegen er mit lauter Stimme befahl: „Sofort alle zurück zum Stargate! Los!“

    Destiny, Torraum

    Vollkommen unerwartet früh kehrte Colonel Telford mit dem Erkundungsteam durch das Stargate auf das alte Antikerraumschiff zurück. Natürlich hatte man auch Colonel Young sofort über die Notsituation bereits informiert, weswegen ein großes Aufgebot eines Teams zur Verteidigung sich bereits im Torraum aufgestellt hat.

    Kaum war der letzte durch das Tor gekommen, befahl David Telford: „Schalten Sie das Stargate ab! Sofort!“

    Doch es half nichts, denn die außerirdischen Wesen auf die sein Team und er getroffen waren, waren sehr flink und beweglich, trotz ihrer Größe. Sofort schossen die Menschen auf die vier Eindringlinge, die durch den Ereignishorizont des Stargates auf die Destiny gelangten. Von einer Unzahl von Geschossen der Projektilwaffen der Menschen wurden sie schwer getroffen, und sanken schließlich zu Boden.

    „Das war knapp!“, hustete Eli Wallace, der durch den schnellen Laufeinsatz zum Stargate völlig außer Atem war. Aber er war nicht allein, denn viele mussten schwer und lange durchatmen.

    Weil Everett Young sofort Nicholas Rush über Funk herbeibeordert hatte, kam jener auch in den Torraum. Vorsichtig näherte er sich einen der Aliens, die niemand von den Militärs aus den Augen ließ.
    „Nicht zu dicht rangehen! Wir wissen nicht, ob sie irgendwelche Überraschungen für uns bereithalten!“, warnte Lieutenant Tamara Johansen, die unverzüglich ein Seuchenteam herbefahl, die in angelegten Schutzanzügen die toten Körper der unbekannten Wesen in luftdichte Säcke verstauten und anschließend den Torraum reinigen sollten. Alle anderen, die auf der Mission gewesen waren und sich im Torraum aufgehalten hatten, mussten sich laut der Anweisung von TJ vorübergehend in Quarantäne begeben.

    „War das jetzt alles, oder kommt da gar noch mehr in nächster Zeit auf uns zu?“, rätselte Colonel Young.

    Pete Thornton, der sich derzeit auf der Brücke aufhielt, meldete sich unerwartet über Funk: „Colonel Young. Colonel Telford. Doktor Rush. Hier ist Thornton. Wir haben hier ein massives Problem: Mehrere uns noch vollkommen unbekannte Raumschiffe sind soeben aus dem Hyperraum aufgetaucht und sind dabei uns zu umzingeln! Die Schutzschilde der Destiny habe ich vorsichtshalber bereits verstärkt.“


    Milchstraße
    PX1-767

    Mittlerweile war es tiefste und dunkelste Nacht in dem Waldstück, wo sich Myrrdins Heim befand, und Larissa, die Soldatin der Leibgarde der Orici und Adrianas auf der Lauer lag. Der letzte große Lichtschein in den Fenstern war ebenfalls erloschen. Ebenso wanderte seit einer Stunde ungefähr auch kein Schatten in den einzelnen Stuben mehr herum.

    Mit größter Vorsicht tastete sich die junge Frau seit einigen Minuten schon voran. Gerade eben hatte sie die Hausfront erreicht. Sie spähte durch die Fenster herein, um so gut es ging etwas zu erkennen. Larissa wusste, dass sie kein Geräusch verursachen durfte. Deshalb schaute sie sich mit größter Vorsicht zunächst ein weiteres Mal prüfend um. Die Tür wagte sie nicht zu öffnen, daher versuchte sie es zunächst an den beiden größten Fenstern. Doch dort befanden sich zu viele Gegenstände, die sie zuerst einmal beiseite schaffen müsste. Somit blieb ihr nur noch die Tür.

    Das Herz der Soldatin der Leibgarde pochte stark, denn sie war ja auch eigentlich eine Kriegerin und keine heimtückische Attentäterin oder gar Mörderin. Doch es half nichts, denn sie wusste, sie musste ihrer Göttin gehorchen.

    Lautlos war es Larissa überraschenderweise tatsächlich gelungen, die Tür zu öffnen. Somit war sie ins Heim des alten Hexenmeisters eingedrungen. Die junge Frau suchte das halbe Haus ab, dann fand sie Myrrdin, der friedlich und schlafend in seinem Bett lag. Dieses befand sich in einer Ecke in der Höhle.

    Ihr Schwert hatte sie bereits gezogen. Langsam, vorsichtig Schritt für Schritt, jedes Mal dabei die Füße behutsam aufsetzend und hebend, näherte sich Larissa ihrem Ziel. Schließlich hatte die junge Frau den alten schlafenden Mann erreicht. Sie holte langsam aus. Während sie dies tat, wisperte sie leise, kaum hörbar vor sich hin: „Ich tue dies hier wirklich nur ungern, aber ich muss meiner Göttin gehorchen!“

    Dann schlug sie mit voller Kraft zu, denn es musste ja laut Adria sehr schnell gehen. Denn der Tod sollte sofort eintreten, damit der Myrrdin nicht die Möglichkeit hätte aufzusteigen. Larissa schlug so hart zu, dass Federn und Späne flogen. Sogar das Bett wurde bei dem kraftvoll ausgeführten Hieb mit dem Schwert zerstört, denn es zerbrach in zwei Teile.

    Doch es war kein Blut zu sehen. Die Gestalt von Myrrdin blieb unverletzt und lag immer noch wagerecht vor ihr in der Schwebe liegend. Davon absolut irritiert wich die Soldatin erschrocken ein paar Schritte zurück. Das Blut gefror ihr in den Adern als die Gestalt des alten Mannes sich dann auch noch vor ihr in Luft auflöste, und dann auch noch ohne jegliche Vorwarnung sämtliche Lampen, Kerzen sowie das Feuer im Ofen und Kamin sich von Geisterhand gleichzeitig selbst entzündeten. Zeitgleich wurde sie schließlich von einer unsichtbaren Macht gepackt und gegen die nächstgelegene Wand gedrückt. Es war ihr auch absolut unmöglich, sich zu bewegen.
    Starr vor Angst bemerkte sie Myrrdin, der sich aus der Wand neben ihr herauslöste und sie voller Zorn ansah.

    „Ich sollte Dich auf der Stelle töten“, bemerkte der alte Antiker, der dann hinzufügte, dass er die Anwesenheit der Orici-Soldatin schon lange gespürt hatte. Außerdem habe er ihre Gedanken und Vorhaben schon seit ihrer Ankunft auf dieser Welt erkannt, weswegen er abgewartet habe.
    „Worauf wartet Ihr dann noch? Tötet mich dann doch endlich!“
    „Eine gute Frage. Die Antwort kennst Du…“
    „Ihr wollt mich also foltern, alter und böser Hexenmeister der Antiker.“
    „Ist mir zuwider, euch zu foltern, Larissa. Nein! Du tust dies hier also nur widerstrebend, weil Du jemanden gehorchen musst, nämlich Adria, der Orici. Dieses Wesen ist keine Göttin. Mächtig ist sie, ja. Sie ist so, wie viele andere Antiker, aber keine Göttin.“
    „Lügen!“
    „Hm“, machte Myrrdin, der derweil das Schwert von Larissa aufhob und jenes auf die Brust von deren Besitzerin richtete.
    Die junge Frau schloss die Augen und erwartete den Stich. Doch jener blieb aus.

    Eine Pause des Schweigens zwischen den beiden war entstanden, dann brach es Myrrdin: „Du weist, dass du versagt hast, Larissa. Und der Plan von der Orici, mich zu töten, gescheitert ist. Ich lasse Dich am Leben.“
    „Wie bitte? Andere werden mich töten wollen, wenn sie hören, was…“
    „Sei still! Dir wird nichts geschehen, wenn Du genau das tust, was ich anordne, also höre denn jetzt sehr genau meine Worte!“

    Wenige Minuten später schaute Larissa den Antiker Myrrdin entsetzt an, der ihr seinen Plan erörtert hatte, nämlich die Orici Adria für immer ihrer Macht zu berauben und, wenn es funktionieren sollte als Sterbliche ins Exil auf eine ferne Welt zu schicken. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn der alte Antiker sie auf der Stelle getötet hätte, weswegen sie: „Dieser Plan wird nicht funktionieren! Die Orici wird wissen, dass ich lüge und mit meiner Mission gescheitert bin, spätestens sobald ich vor sie hintrete!“, sagte.
    „Überlasse diese Angelegenheit nur mir!“, entgegnete der Magier der Tafelrunde von König Artus nur.

    tbc


  19. #139
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    Danke, allen Lesern und den Button-Drückern

    Laut Kalender gibt es heute eine neue Folge, die überwiegend auf einen Höhepunkt in der Andromeda-Galaxie zusteuert.
    Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.15 - “Tumultuari”


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica, CIC

    Die Galactica war zwar gesprungen, doch war sie nicht an ihrem eigentlichen Ziel ihres Einsatzes angekommen. Denn was keiner wusste, war dass Lieutenant Felix Gaeta andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte.

    „Das DRADIS ist absolut leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da draußen um uns herum, ist rein gar nichts!“
    „Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama.
    „Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“
    „Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt, nur um einen halbzylonisches Kind zu retten! Daher enthebe ich Sie hiermit ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen Personen des Führungsstabes sofort fest, weil die nicht zu uns gehören!“, widersprach Felix Gaeta und erteilte Befehle an die ihm unterstellten Marines, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte nicht ausreichten um die Galactica zu führen.

    Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer sofort, ohne zunächst etwas zu sagen, musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines, die sich Gaeta angeschlossen hatten, dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten.

    „Überlegen Sie sich alle noch einmal sehr genau, was sie hier gerade tun!“, warnte William Adama, der sich prüfend im Combat Information Center umblickte.
    Zunächst schienen Worte und Mimik des Commanders der Galactica Früchte zu tragen, denn einige der Marines und Besatzungsmitglieder zögerten. Alle kannten es, hinter den Worten des Admirals steckte immer etwas. Nämlich geradezu etwas Mystisches als ob eine höhere Macht immer mit William Adama war.

    Einer der jüngsten Unteroffiziere hatte sich fast beinahe unbemerkt von allen anderen in die Schusslinie zwischen den Meuterern und dem Admiral geschoben. Schließlich hatte einer der meuternden Marines die Nerven verloren und ohne Befehl geschossen, worauf der junge Mann tödlich getroffen zu Boden ging, womit er zudem ein kurzes Feuergefecht auf der Brücke verursacht hatte.

    „Hört sofort auf zu schießen! Und zwar alle!“, befahl Admiral Adama bellend mit lauter Stimme. Dann kniete er sich zu den toten jungen Offizier, und urteilte verächtlich: „Sie haben diesen Jungen hier auf dem Gewissen! Sie haben ihn umgebracht!“, in Richtung von Lieutenant Gaeta.
    Doch jener erwiderte nur nach außen hin vollkommen unberührt: „Sagen Sie ihren Leuten, dass sie umgehend mit jeder Form von Widerstand aufhören und die Waffen niederlegen sollen, Admiral!“

    Doch die Forderung hatte nicht die Wirkung, die sich Felix erhofft hatte, denn Husker wurde sichtbar zornig, der sein Gegenüber dementsprechend anfunkelte während er sich langsam wieder erhob. Als Admiral Adama wieder stand, warnte er jeden Meuterer erneut, dass es dieses Mal schwere Konsequenzen und keinerlei Amnestie geben würde, wenn die Meuterei von ihm niedergeschlagen beendet worden sei.

    Trotz der Worte, gaben die loyalen Crewmitglieder des Admirals nach, denn sie wollten keine weiteren Toten in ihren eigenen Reihen sowie keine irreparablen Beschädigungen im Combat Information Center riskieren.

    Kurz darauf ließ Lieutenant Gaeta das gesamte Führungspersonal, welches nach wie vor zu Admiral Adama hielt, abführen.

    Offiziersquartiere

    Auf einen ihrer Rundgänge hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace eine beunruhigende Entwicklung beobachtet, die sie umgehend meldete, aber seltsamerweise danach keinerlei Rückmeldung vom Gefechtsstand erhielt. Denn Personen, die eigentlich nicht dazu berechtigt waren, machten sich mit einigen Offizieren und anderen Crewmitgliedern der Galactica an den Waffenkammern zu schaffen.


    Kurz darauf begannen auch schon die ersten Schusswechsel an Bord des gesamten Kampfsterns. Die Hauptkampfhandlungen zwischen den feindlichen Lagern fanden dabei zunächst überwiegend in den Hangars und in der Nähe des CIC‘ statt.


    Koloniale Flotte
    Colonial One

    In der Zwischenzeit wollten Tom Zarek und Richard Adar unter einem Vorwand die geplante Übernahme und Absetzung der legitimen Regierung vollziehen. Dabei wollte man unter einem Vorwand mit bewaffneten Kräften die Colonial One entern und dann übernehmen. Doch der Versuch scheiterte, weil die Sicherheitskräfte von Präsidentin Francine Baltimore ihre Arbeit sehr gut verstanden.

    Durch diesen Zwischenfall, nahm das Büro der Regierung über die Brücke der Colonial One Kontakt mit der Astral Queen auf, mit dem Ziel die mutmaßlichen Verantwortlichen umgehend zur Rede zu stellen. Außerdem setzte man sich mit allen Kampfsternen in Verbindung, weil man einen Staatsstreich befürchtete. Denn Präsidentin Baltimore wollte erfahren, wer treu zur demokratisch gewählten politischen Führung stand.

    Ilion, Kontrollraum

    An Bord des Zentrums der eines Tages künftigen geplanten Hauptstadt aller Kolonien von Kobol liefen nach dem bekanntwerden des Putschversuches sämtliche Drähte heiß. Deswegen wurden umgehend Marines entsandt, die loyal zur Regierung von Präsidentin Baltimore und ihren Kabinett standen, damit Ilion nicht komplett, und schon gar nicht der Kontrollraum, in die Hände der Separatisten fiel. Denn davon ging bislang die amtierende Regierung aus. Sorge bereitete hingegen die immer noch vollkommen undurchsichtige Situation des Militärs, welches allem Anschein nach nicht komplett hinter der Regierung stand.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    Es dauerte nicht lange, da erfuhren natürlich auch General Samantha Carter und ihre gesamte Crew von der aktuellen Situation innerhalb der Kolonialen Flotte. Dies lag natürlich überwiegend an den Teammitgliedern von Miss Shen, die sich zum größten Teil auf Ilion aufhielten, darunter die Leiterin der Andromeda-Expedition selbst. Sofort galt ihre Hauptsorge der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Leute und der Verbündeten aus der Milchstraße, doch ebenso der Kolonialen, die zur legitimen Regierung standen.
    Natürlich bot Sam sofort an, in der Angelegenheit zu vermitteln, was wohlwollend von Francine und ihren Ministern erwogen wurde. Doch mussten natürlich auch mit diesem Vorschlag ebenso die Separatisten einverstanden sein.


    Aber die Aufständischen hatten zunächst nur das Ziel selber ihre eigene Position schnell zu stärken, denn sie regierten auf keine diplomatischen Versuche. Auch war es ein Hauptziel möglichst viele Schiffe auf die Seite der Aufständischen zu ziehen, denn Tom Zarek und Richard Adar hatten mit ihrer eigenen Politik und in ihrer Ablehnung zur Politik von Francine Baltimore und der militärischen Entscheidung von William Adama einen Sturm entfacht. Daher gab und kam es deswegen auf einigen Schiffen der Flotte zu Streiks und Aufständen.
    Die Lage wurde immer bedrohlicher, besonders für die Menschen, die einfach nur ihre Ruhe haben wollten und der fortwährenden Gewalt schon längst überdrüssig geworden waren.

    Es lag an Richard Adar, der seine Anhänger dazu aufrief die Gewalt zu beenden. Eine Sache, die Tom Zarek, der ein Hartliner war, missfiel.


    Große Magellansche Wolke
    Orbit von Thule
    Umbrais, Kontrollraum

    Nach einem langen Flug hatte das Flaggschiff der Vampire ein weiteres Ziel erreicht. Vollkommen eigenmächtig hatte Arteriais, die sich mittlerweile selber stark genug fühlte dazu entschieden den Planeten, den die Nazis einst als ihre neue Heimat erkoren, aber dann nach dem Krieg gegen die dortige ursprüngliche Bevölkerung und den Menschen der Erde, wieder verloren hatten.

    Liliana hatte schließlich dann doch Kenntnis davon erhalten, dass sie irgendeine Welt ansteuern wollten. Aber als sie erfahren hatte, wo die jüngste Reise hingegangen war, konnte sie nicht anders als ihr Privatgemach zu verlassen und den Kontrollraum aufzusuchen.

    „Arteriais!“
    „Gebieterin.“
    „Was fällt Dir eigentlich ein? Wir haben hier nichts zu suchen!“
    „Das sehe ich allerdings anders. Genauso wie meine Gefolgsleute. Wir brauchen einen guten Genpool an Menschen für unsere bestehenden Farmen, damit immer genügend Blut vorhanden ist! Oder willst Du dies abstreiten?“
    „Aber nicht diese Welt! Laut Vertrag mit den Menschen der Erde ist dieser Planet für uns tabu! Mir deucht, dass Du die Erdenmenschen zum Angriff reizen willst. Doch dazu lasse ich es nicht kommen! Wache! Verhaftet auf der Stelle Arteriais sowie all ihre Vertrauten!“

    Kaum hatte Liliana gesprochen wurde Arteriais von Wachposten ergriffen und abgeführt. Doch die Rivalin der Königin lächelte nur spöttisch als man Hand an sie legte. Aber das Grinsen von ihr verschwand immer noch nicht, auch als sie aus dem Kontrollraum geführt wurde.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    U.N.S. Concordia, Konferenzraum

    Mittlerweile hatten Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser schließlich herausgefunden, dass ihre Arbeit von einem Unbekannten irgendwie manipuliert worden war.

    „Das kann doch kein Zufall sein! Ich mache mir Sorgen um Admiral Adama und dem Teil seiner Mannschaft, die loyal zu ihm steht“, erklärte General Samantha Carter in einem Gespräch mit Präsidentin Francine Baltimore.
    Die Regierungschefin der Kolonien musste dieser Vermutung zustimmen.
    „… und Sie können nicht alleine auf diese Mission gehen?“
    „Nein, Frau Präsident. Wir benötigen leider genaue Angaben. Und die fehlen uns leider.“
    „Ich verstehe, General Carter. Dann wollen wir hoffen, dass wir wenigstens die Galactica irgendwie orten können.“


    Battlestar Galactica

    Immer noch gab es schwere Feuergefechte an Bord des gesamten Kampfsterns. Doch zumindest hatten Starbuck und Apollo wieder einmal zueinander gefunden. Die beiden stießen schließlich auf eine Gruppe von Marines, die den Admiral und seinen XO zur Brig führen sollten.

    Anderen Ortes, nämlich in der Nähe der Hangars stießen einige Piloten aufeinander, die auf unterschiedlichen Seiten standen. Doch aufeinander schießen wollte niemand, denn stattdessen brüllte man sich lautstark an, man möge sofort auf der Stelle aufgeben und die Waffen niederlegen. Mittendrin waren ausgerechnet Athena, Helo, Sam Anders und noch einige der Zylonenrebellen verwickelt.

    Auf der Krankenstation war natürlich wegen der unzähligen Verletzten die Hölle los. Das Team von Major/Doktor Sherman „Doc“ Cottle hatte mehr als genug zu tun, wobei sie jedem halfen, egal aus welchen der beiden Lager die vielen eingelieferten Verletzten angehörten.
    Aber Cottle reichte es allmählich endgültig, weil der nun vor sich hin böse grummelnd schließlich zum Telefon schritt und das CIC rief. Zu seinem Frust musste er hören, dass sein langjähriger Freund und Kamerad Admiral Adama von Lieutenant Gaeta gewaltsam abgelöst worden war.
    „…dann sagen Sie dem Mistkerl… natürlich meine ich Felix, wenn denn sonst! Sagen Sie ihm, dass er sofort mit dem Quatsch aufhören soll! Sonst trete ich ihm in den Arsch… natürlich deswegen, wegen dieser ganzen Sauerei, die er angezettelt hat!“, schnauzte der Chefarzt der Galactica in den Hörer.

    Kurz darauf wandte er sich an einige Zylonen, die auf der Krankenstation mithalfen, ob jemand unter ihnen war, der die Telefonanlage auf seinem Revier vielleicht soweit einstellen konnte, damit er eine Ansage machen könne, mit der er dann den größten Teil des Schiffes erreichen kann.

    Im Combat Information Center zuckte Felix Gaeta zusammen, denn er wurde soeben von Specialist Cage darüber informiert, was Doktor Cottle zu ihm gesagt hatte. An alles hatte man gedacht, doch daran, dass man vom erfahrendsten Arzt auf dem Schiff abhängig sein würde, nicht. Und Cottle hatte Einfluss, weil viele von ihm behandelt worden waren und vor allem noch wurden, besonders gerade jetzt.

    Aber auch auf einigen anderen Stationen kam es zu ersten Verunsicherungen unter einigen Meuterern, wie auch bei Captain Kelly, der sich in einen der sanitären Bereiche des Schiffes zurückgezogen hatte. Somit bekam er nicht die Schießerei mit, mit der sich Adama und Tigh befreit hatten. Kurz darauf, kamen den beiden dann auch noch Starbuck und Apollo zu Hilfe. Gemeinsam machten sich die vier dann auf dem Weg durch die Galactica, um so schnell wie nur möglich Personal für einen Gegenschlag zu sammeln, die die Meuterei an Bord beenden sollte.

    Schließlich waren vollkommen unerwartet über sämtliche Lautsprecher an Bord die Stimmen von Laura Roslin und den Doktoren Baltar und Cottle zu hören, die die gesamte Besatzung an Bord des Schiffes dazu aufriefen die Waffen niederzulegen sowie sich ihrem wirklichen Commander, Admiral William „Husker“ Adama, gegenüber loyal zu zeigen, der sie soweit gebracht hatte.

    Viele Meuterer an Bord hielten inne. Doch schließlich gelang es Lieutenant Gaeta das Signal höchstpersönlich nach mehreren Anläufen zu blockieren, welches über den Piratensender von Doktor Gaius Baltar auf der gesamten Galactica zu hören gewesen war.


    Koloniale Flotte

    Durch den von Richard Adar und Tom Zarek entfachten Aufstand, drohte der Flotte der Überlebenden eine sehr gefährliche Zerreisprobe. Schnell wurde klar, wer so alles zu den Separatisten gehörte, nämlich die Menschen, die Adar und Zarek bei der letzten Wahl ihre Stimmen gegeben hatten, bei der es natürlich um die Präsidentschaft über die gesamte Flotte gegangen war. Alle beiden Kandidaten hatten sich eindeutig gegen eine Allianz mit den Zylonenrebellen ausgesprochen, wobei Zarek die härtere Gangart eingeschlagen hatte.

    Da keine der beiden feindlichen Lager der anderen Seite trauen konnte, kam es auch nicht zu persönlichen Gesprächen, um den Konflikt beizulegen. Denn man wollte nämlich nicht zu einer Geisel der Gegenseite gemacht werden, darum blieb es bei Telefonaten. Auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung.


    Große Magellansche Wolke
    Orbit von Thule
    Umbrais, Gefängnisabteilung

    Es wurde voll in den Zellen, die gemäß Weisung streng bewacht wurden. Oder doch nicht. Einige der Wachposten schienen keine wirkliche Lust zu haben, denn sie gingen auf einige ihrer Kameradinnen und Kameraden zu, lenkten jene ab. Kurz darauf wurden sie von anderen gnadenlos niedergemetzelt. Man schaute nicht danach, ob die am Boden liegenden Vampire tot oder auch nur schwer verletzt waren.

    „Es wurde auch so langsam Zeit“, grinste eine sich langsam erhebende Arteriais zufrieden als dann endlich der Schutzschild deaktiviert und die Zellentür geöffnet worden war.
    „Tut mir leid, Gebieterin.“
    „Wie viele sind wir?“
    „Genügend. Doch wir sollten uns beeilen.“

    Gemeinsam machten sich diese Vampire nun mir ihrer Anführerin auf den Weg. Ihr Ziel war eine Sektion, wo sich die kleineren Schlachtkreuzer befanden, die sich an den Außensektionen der Stadt befanden. Unterwegs erkundigte Arteriais sich bei ihrem Heerführer, wie viele dieser Schiffe unter ihrer Kontrolle standen.
    „Die Hälfte“, lautete die Antwort von jenem.
    „Was ist mit Umbrais?“
    „Königin Liliana hat leider dafür gesorgt, dass nur sie und ihre Blutlinie die Kontrolle über die Stadt hat. Deswegen haben sich die meisten unseres Ordens zu den Kreuzern begeben. Wollt Ihr Umbrais vernichten? Wenn ja, wäre dafür der richtige Zeitpunkt, sobald wir gestartet sind.“
    Daraufhin musste Arteriais kurz überlegen, da dies die große Chance war ihre Rivalin für immer loszuwerden. Schließlich entschied sie sich dagegen, weil der Blutzoll ihres Volkes dafür zu groß sein würde.


    Andromeda-Galaxie
    Koloniale Flotte
    U.N.S. Concordia, Brücke

    Man war sich mittlerweile so ziemlich sicher, dass die Galactica eher nicht zu den Zielkoordinaten gesprungen war. Nachdem der Fehler bei der Tarntechnologie Ilions beseitigt worden war, wäre die Concordia jetzt eigentlich dazu bereit die Galactica im Kampf gegen die Heimatkolonie der Zylonen, die von Cavil und seiner Gefolgschaft gehalten wurde, beizustehen.

    Um die Galactica schneller aufzuspüren, machte man sich daran das Suchgebiet so gut es ging einzugrenzen. Aber selbst dieses Gebiet war natürlich immer noch gewaltig groß, weswegen man die Tiefraumsensoren von Ilion und der Concordia zur systematischen Suche nach dem verschollenen Kampfstern einsetzte. Eine Maßnahme, die Tom Zarek zunächst versuchte zu blockieren, dann aber scheiterte, weil seine Anhänger Ilion und dessen Kontrollraum nicht kontrollierten.


    Große Magellansche Wolke
    Orbit von Thule
    Umbrais, Kontrollraum < > Arteriais‘ Kreuzer, Kommandobrücke

    Die gewaltsame Befreiung und Flucht von Arteriais und von ihrer Anhängerschaft war mittlerweile entdeckt worden. Sofort hatte sich deswegen die Königin der Vampire im Kontrollraum von Umbrais eingefunden, denn sie wollte so schnell wie nur möglich ihre Widersacherin wieder aufspüren. Diese Mühe wurde Liliana allerdings abgenommen,
    weil Arteriais sich von einer Kommandobrücke an Bord eines Kreuzers aus meldete.

    „Deine Anhänger haben viele unserer Kriegerinnen und Krieger schwer verwundet oder gar kaltblütig ermordet, nur um Dir und vielen anderen, die so denken wie Du die Flucht zu ermöglichen…“
    „Ich weiß. Und dies tut mir auch sehr, sehr leid, dass die Verluste in unserem Volk durch diese Aktion so hoch gewesen sind“, unterbrach die Widersacherin der Vampirkönigin, „aber es ist nun einmal geschehen. Leider.“
    „Und, was habt Ihr jetzt vor? Wir dürfen uns nicht aufteilen, denn dafür ist unser Volk zu angreifbar! Außer wir erschaffen neue Vampire, wenn wir auf unsere Opfer das Virus übertragen.“
    „Dies habe ich ja auch vor, Liliana.“
    „Das kann und werde ich nicht zulassen, Arteriais! Das geht zu weit, weil wir dieses Los keinen Mann und keiner Frau aufzwingen dürfen! Nur jemand, der damit einverstanden ist! So lautet das uralte Gesetz, dem wir alle unterworfen sind!“
    „Ich will nur eines, nämlich autonome Kontrolle über alle Vampire von dem Orden, der sich mir angeschlossen hat. Du bleibst die alleinige Königin. Einverstanden?“

    Das Gespräch mit Arteriais musste Liliana erst einmal verdauen, weswegen sie auch zunächst den Vorschlag überdenken musste. Aber nicht lange. Sie akzeptierte schließlich, doch nur unter der Bedingung, dass von nun an gewisse Regeln befolgt werden sollten. Dazu gehörte auch die Beteiligung der Wiedergutmachung der anstrengenden Heilung und auch die möglicher Wiedererweckung einiger der ermordeten Kriegerinnen und Krieger.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica

    Es war verständlicherweise sehr kompliziert gewesen, doch war es dann endlich nach anfänglichen Schwierigkeiten gelungen, genügend Truppen für die Gegenoffensive zu formieren. Von verschiedenen Punkten aus, sollten sie auf der Galactica die Meuterer und Separatisten zurückdrängen. Aber dabei es gab auch so manche lebensgefährliche Situationen. Sie waren sogar so bedrohlich, dass Lieutenant Felix Gaeta sogar auf die Idee gekommen war Erschießungskommandos aufzustellen, die bestimmte Personen für immer ausschalten sollten. Darunter war natürlich auch Admiral Adama, der es geschafft hatte Laura Roslin in Sicherheit zu bringen, aber dann von Captain Kelly und einer Gruppe von Meuterern und Separatisten gefasst worden war. Kurz darauf wurde er von Felix Gaeta in einem Scheinprozess zum Tod durch Erschießen verurteilt. Aber die Hinrichtung scheiterte, weil Captain Kelly erstaunlicherweise zur Besinnung gekommen war und die Erschießung in letzter Sekunde verhinderte, indem er den Sohn des Admirals und noch weitere Personen gewarnt und hingeführt hatte.

    Einige der meuternden Marines trafen auf eine schlagkräftige Gruppe, die aus Admiral Adama, Colonel Tigh, Starbuck, Apollo, Athena, Helo, Sam Anders sowie Caprica-Sechs und einem guten Dutzend Marines bestand. Im Verlauf des sehr heftigen Schusswechsels wurde der Ehemann von Kara sehr schwer verwundet, denn ein Geschoss traf ihn im Bereich des Kopfes. Benommen sackte Sam in den Armen seiner schockierten Ehefrau zusammen, diese schrie empört und voller Wut auf, gab dann schreiend mehrere ungezielte Schüsse in die Richtung der Meuterer ab.

    Hilfe kam dann schließlich von Captain Kelly, der gemeinsam mit Kat, die zusammen eine weitere Truppe aus Marines und Piloten hatten mobilisieren können, die die meuternden Marines und Separatisten in die Zange nahm. Nach ungefähr fünf weiteren fruchtbaren Minuten war es dann geschafft.

    „Der Weg zum CIC ist somit frei, Bill“, wusste somit Colonel Tigh.
    „So ist es. Gehen wir!“, brummte William Adama, der sich sofort an die Spitze setzte. Er war ein Anführer, der auch voraus ging, selbst wenn es gefährlich war. Unterwegs zum Combat Information Center kamen immer mehr Leute hinzu, die sich ihnen anschlossen.

    CIC

    Das Gesicht von Felix Gaeta wurde immer blasser, denn auf dem DRADIS war ein Schiff aufgetaucht, welches sofort Kontakt aufnahm, und in der eingehenden Botschaft dazu aufforderte umgehend mit Admiral Adama sprechen zu wollen. Die Kontrolle war dem Anführer der Meuterer immer mehr entglitten. Schließlich wurde die Kennung deutlich, es war die Concordia, die aus dem Hyperraum aufgetaucht war. Gegen das Schlachtschiff der Erde würde die Galactica keine Chance haben, weswegen ein bleicher gewordener Gaeta anordnete: „Sofort sämtliche Waffen runterfahren und sichern! Keine Viper und Raptor starten!“

    Kaum hatte Gaeta gesprochen, da stürmten auch schon Admiral Adama, sein Sohn und XO und seine Mannschaft in das Combat Information Center.

    „Hier ist General Samantha Carter. Admiral Adama!“
    „Die Galactica ist gesichert, Sam! Nicht angreifen! Ich wiederhole: Die Galactica ist gesichert!“
    „Es tut sehr gut ihre Stimme zu hören, Admiral.“
    „Ich muss leider den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen für eine gewisse Zeit verschieben, denn ich muss erst einmal einige Leute, eher Ratten von Bord meines Schiffes schaffen, General“, erklärte William Adama, der dabei Felix Gaeta finster anblickte.
    „Wir helfen ihnen, Bill“, versicherte Samantha, die dann vom Putschversuch Adars und Zareks berichtete, dem sich dann leider sehr viele Separatisten angeschlossen hätten. Darunter seien bedauerlicherweise ebenfalls auch hochrangige Offiziere der Kolonialen Flotte mit samt ihren Schiffen und einen großem Anteil der Mannschaften.

    U.N.S. Concordia, Krankenstation

    Obwohl Doktor Cottle ein sehr guter Arzt war, hatte er sich dazu entschieden den schwer verletzten Sam Anders, einen der Letzten Fünf, so schnell wie nur möglich auf die besser ausgestattete Concordia verlegen zu lassen. Doch nach der OP, in der dann das Projektil erfolgreich entfernt werden konnte, lag der Ehemann von Kara Thrace im Koma.

    Battlestar Galactica, Brig

    Obwohl es laut dem Militärgesetz sehr einfach schien, machte sich Admiral Adama, der die Berichte über Verluste und Schäden durchgegangen war, dennoch die Mühe mit den festgesetzten Meuterern zu sprechen.

    „Ihr wisst alle, dass ich euch alle ohne einen Prozess ans Bugschott aufstellen und dort erschießen lassen kann! So etwas machen wir nämlich mit Meuterern in der Kolonialen Flotte!“, knurrte Husker, der grenzenlos von vielen der festgenommenen Piloten, Offizieren und Marines sehr enttäuscht war, weil sie sich trotz der gemeinsamen Erfolge gegen die Zylonen dafür hergegeben hatten, nämlich ihn zu verraten und sich Zarek anzuschließen.


    2 Stunden später
    Battlestar Galactica, Steuerbordhangar

    Obwohl er ein weiches Herz unter seiner harten Schale besaß, konnte William Adama diese jüngste und weitere Verfehlung von Felix Gaeta nicht einfach mehr übersehen.
    Diese Meuterei war nicht das einzige, was so unsagbar schwer in der Waagschale wog, denn sein langjähriger Taktikoffizier, der überaus klug und gebildet war, hatte ihn sogar erschießen lassen wollen.

    „Sie sind mehr als nur über das Ziel hinausgeschossen, Mister Gaeta! Ich hatte keine andere Wahl gehabt, als sie hierher bringen zu lassen.“
    „Sie werden mich jetzt erschießen lassen, nicht wahr?“

    Doch der Lieutenant, der sich von Zarek und Adar hatte zum Admiral ausrufen lassen, bekam keine Antwort auf seine Frage, wie der Adama wohl letztendlich dieses Mal über sein Schicksal entschieden hatte.


    Koloniale Flotte

    Über den Kontrollraum von Ilion wurde die gesamte Flotte von der Concordia darüber informiert, dass die Galactica gefunden werden konnte. Doch auf Anweisung von Admiral Adama verriet General Carter nichts von der Meuterei an Bord des Kampfsterns, sondern berichtete nur, wie zuvor mit dem Commander der Galactica besprochen, von einer unerwarteten FTL-Fehlfunktion.

    Doch die gute Nachricht lautete nun, dass man demnächst nach der Reparatur des FTL-Antriebes endlich die Mission zur Befreiung von Hera Agathon fortsetzen werde.

    Diese jüngsten Neuigkeiten stießen natürlich auf ein geteiltes Echo.

    Astral Queen, Zareks Quartier

    In kleiner Runde hielten die wichtigsten Anführer der Separatisten eine weitere Sitzung ab, in welcher auch die Galactica zum Thema gemacht wurde.

    War die Meuterei also von vorneherein gescheitert?

    Oder war es doch zu einer Meuterei gekommen, welche mit Hilfe der Concordia dann aber niedergeschlagen worden war?

    Dies waren nur einige der Fragen, die Adar und Zarek beschäftigten. Doch zu ihrem Glück war es ihnen gelungen auch einige hohe Offiziere des Militärs samt ihrer Schiffe auf ihre Seite zu ziehen. Aber auch einige Offiziere zu befreien, die unter Arrest und in Haft gestanden hatten.

    tbc


  20. #140
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    Dank, an alle Leser sowie Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, die den Button gedrückt haben

    Heute gibt es mal wieder den Beginn eines weiteren Zweiteilers
    Vielen die natürlich Battlestar Galactica kennen, werden einige Szenen in dieser Folge irgendwie bekannt vorkommen Nichts desto trotz, wünsche ich euch allen viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 6.16 - “Retributionem, Teil 1”


    Andromeda-Galaxie
    U.N.S. Concordia, Krankenstation

    Da ja eigentlich schon alles für den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen, die von den Einsern und deren Anhängern kontrolliert wurde, vorbereitet war, fiel es Admiral William „Husker“ Adama angesichts der Lage in der eigenen Flotte sichtlich sehr schwer, diesen erneut aufschieben zu müssen. Doch da sich etwas in der Kolonialen Flotte ereignet hatte, was nicht nur die bevorstehende Mission beeinflussen könnte, war er mit einem Raptor an Bord der Concordia geflogen.

    Außer Adama selbst, befanden sich noch Starbuck, Apollo, Athena, Helo, General Carter, Laura Roslin, Doktor Cottle, Doktor Curie und die anderen vier von den Fünf im separaten Zimmer des Intensivbereiches. Man hatte dafür Samuel T. Anders hierher verlegt, weil man hoffte, dass er sich dadurch schneller erholen würde. Allerdings war man dabei auf etwas sehr Interessantes gestoßen, nämlich auf einen Bereich der Gehirnaktivitäten des Patienten. Nachdem sich die Ärzte mit Doktor Cottle von der Galactica und einigen Zylonenrebellen beraten hatten, war man darüber äußerst verblüfft.

    „Also was ist denn nun wirklich mit ihm los?“, fragte Lee Adama.
    „Der bedauernswerte Zustand von Ensign Samuel T. Anders, und wie es dazu gekommen ist, gibt uns möglicherweise einen taktischen Vorteil gegenüber den Zylonen von Cavil“, begann Chief Galen Tyrol, „denn er wäre in der Lage in Kontakt mit dem Hybriden zu treten, der die Heimatkolonie steuert…“
    Kara Thrace, die daraufhin verständlicherweise ungeduldig wurde, unterbrach: „Und was soll das verflucht noch mal bedeuten?“
    „Das Anders als einer der Fünf den Hybriden auf der Heimatkolonie lahmlegen könnte. Somit blieben dem Feind nur noch die Basisschiffe, ihre Geschwader und die Zenturios zur Verteidigung, die zur Bewachung dort zurückgelassen wurden“, antwortete Saul Tigh.

    Daraufhin entstand eine Pause, in welcher alle Captain Thrace ansahen.
    „Was ist los?“, wollte Kara wissen, die sämtliche Blicke zu spüren schien.
    „Sie müssten als Ehefrau, uns die Erlaubnis dafür geben, Starbuck“, erklärte Cottle.
    „Wieso denn das, Doc?“
    „Es besteht, wenn wir dies tun, die Gefahr, dass ihr Ehemann möglicherweise nie wieder der sein wird, den sie und wir gekannt haben.“
    „Ihr Götter! Soll das etwa heißen, ihr wollt ihn, meinen Sam zu einem von diesen Hybriden machen? Kann man das später nicht wieder rückgängig machen?“
    „Das wissen wir leider nicht, Starbuck. Darum ist es leider ihre sehr schwere und alleinige Entscheidung, ob wir dies letztendlich tun dürfen.“
    „Klar. Schiebt die Verantwortung des schwarzen Peters einfach an mich weiter“, erwiderte Kara schon beinahe mit einem schimpfenden Tonfall in der Stimme.

    „Nehmen Sie sich für diese Entscheidung ruhig soviel Zeit, wie Sie wollen, Starbuck“, erklärte Admiral Adama, der schon bereits tröstend seine linke Hand auf die rechte Schulter von Kara gelegt hatte.

    Daraufhin zog sich Captain Thrace in eine entlegene Ecke der Krankenstation zurück, denn sie musste in Ruhe über das Gehörte und die Konsequenzen daraus erst einmal nachdenken. Sie erinnerte sich an das letzte Gespräch, das schon einige Zeit zurücklag. Es war kurz bevor ihrem Sam das Geschoss herausoperiert worden war. Auch die anderen Fünf sowie Caprica-Sechs waren ebenfalls dabei anwesend gewesen, dabei kam heraus, dass die Cavils die Fünf für ihre Menschenfreundlichkeit bestraft werden sollten, das heißt, sie mussten unter den Menschen leben, damit sie ihre Fehler erkennen. Doch der Plan des Einsers schlug fehl. Somit wurde allen klar, dass es eben die Einser waren, die die anderen Zylonenmodelle, die Zenturios und auch Raider zum Genozid am Volk der Stämme von Kobol angestiftet hatten.

    Starbuck seufzte leise auf, dann trat sie an die beiden Doktoren Curie und Cottle heran: „Okay. Tun Sie es. Aber sobald es vorbei ist, will ich, dass sie alles versuchen um Sam wieder zurückzuholen!“


    Ori-Galaxie
    Celestis, Allerheiligstes

    Die Nachricht, dass der alte Antiker Myrrdin wohl endlich tot sei, hatte schließlich auch die heilige Stadt der Göttin erreicht.

    Adria frohlockte daraufhin erleichtert, aber erst nachdem sie prüfend die Gedanken der Kriegerin Larissa gelesen hatte. Doch sie konnte nicht feststellen, dass dies nur eine Falschinformation war, die Myrrdin selber hatte verbreiteten lassen und dann zusätzlich auch noch durch Larissa ihr überbringen ließ.

    „Doci!“
    „Jawohl, einzigwahre Göttin des Universums.“
    „Der große und heilige Moment ist denn nun endlich gekommen! Der finale Kreuzzug gegen das Böse, nach dem ich mich solange gesehnt hatte, kann jetzt endlich beginnen! Sofort sollen die Gläubigen damit beginnen sich in heiligen Armeen zu versammeln! Sobald dies geschehen ist, soll jede Welt, die mit menschlichen Leben gesegnet ist, unterworfen werden!“
    „Was ist mit denen, die sich weigern?“
    „Sie werden besiegt und dann, wer diesen finalen Kreuzzug gegen das Böse überlebt hat, wird versklavt werden!“


    Milchstraße
    PX1-767, Camelot

    Damit nicht aufflog, dass er, Myrrdin, doch noch am Leben war, hatte er sich auf die Burg von König Artus in eine der vielen dortigen verborgenen Kammern zurückgezogen, zu welchen nur der Herrscher von Camelot allein Zutritt hatte. Diese Kammern waren zusätzlich noch gut abgeschirmt, damit jene nicht auf Sensoren oder gar von Adria selbst entdeckt werden konnten.
    Dort im Verborgenen, arbeitete der alte Antiker alleine an dem Plan, wie man am besten die Macht der Orici Adria für immer brechen könnte. Dafür hatte er zunächst ein Gerät entwickelt, welches er schon einmal erschaffen hatte, dann aber in den Besitz der Menschen von der Erde gelangt ist. Mit diesem Gerät konnte er sich in eine andere Ebene versetzen, wo er wirklich absolut ungestört forschen konnte.


    Ori-Galaxie

    Über einem Planeten, mit dem Namen Ohmis, dessen Bevölkerung geeint Adria als Göttin nach wie vor ablehnte, trafen zwei Mutterschiffe ein. Als erste Folge daraus war diese Welt und deren Bewohner komplett von anderen Welten abgeschnitten worden. Doch jetzt war der Tag der Abrechung gekommen, den die Orici schon seit langer Zeit herbeigesehnt hatte.

    Sofort nach ihrer Ankunft starteten die Mutterschiffe ihre Jäger, von denen einige mehrere dutzende von Plattformen für Ringtransporter abwarfen. Der Angriff der Armeen der Orici traf die Bevölkerung vollkommen überraschend. Dennoch wehrten sie sich so gut es ging gegen ihre Angreifer, teilweise sogar nur mit normalen Gegenständen des Alltages und der Arbeit auf dem Feld. Nur wenige der Planetenbewohner verfügten noch über die alten Rüstungen und Waffen aus der Vergangenheit. Wer darunter war, zog sich alles in eine stark zerklüftete nahe gelegene Gegend zurück. Hier waren die zahlreichen fliegenden Jagdgeschwader der Mutterschiffe natürlich nicht zu gebrauchen.

    Während des Kampfes um die Dörfer und Städte auf dem Planeten, forderten die Krieger und Kriegerinnen der Göttin und Orici Adria ihre Gegner immer wieder dazu auf, sofort die Waffen niederzulegen und zu kapitulieren. Und obwohl viele dies taten, kam es daraufhin zu vielen Hinrichtungen.
    Diese furchtbare Kunde drang auch schnell zu den letzten Widerständlern im Gebirge, denen sofort klar wurde, dass sie den Kampf nicht alle überleben würden.

    Weil der Widerstand tagelang anhielt, setzten die Mutterschiffe ihre Primärwaffen ein. Gelbe Strahlen schossen vom Himmel herab auf das Gebirge nieder, ganz so als wollten sie die Berge einebnen. Die Order von Adria war klar, wer sich ergab würde versklavt werden. Doch die Kommandanten der Armee, die diesen Planeten angriffen, wollten kein Risiko eingehen, weswegen sie daran dachten ein Zeichen gegen jeglichen Widerstand gegen die einzigwahre Lehre der alleinigen Göttin Adria zu setzen. Dies war einer der Hauptgründe für die außerordentliche Brutalität mit der man gegen den Widerstand vorging.

    Schließlich war die Stunde gekommen. Der Widerstand war auf dieser Welt komplett beseitigt worden. Alle, die noch am Leben geblieben waren, wurden zusammengetrieben. Willkürlich wurden Leute ausgewählt, die man dennoch hinrichtete um ein Exempel zu statuieren. Die Kunde sollte in der gesamten Galaxie verbreitet werden, die jeden weiteren schweren Kampf, wenn möglich verhindern sollte.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica, CIC

    In den vergangenen Tagen hatte man spezielle Vorbereitungen treffen müssen, die die Technologie zweier Kulturen miteinander verbinden sollte. Zu diesem Zwecke war die Concordia noch einmal kurz weggeflogen um einige wichtige Bauelemente zu bergen, die benötigt wurden.

    Doch jetzt glich das Combat Information Center der Galactica, wegen der Mischung aus kolonialer und zylonischer Technik auf dem ersten Blick für so manchen, mittlerweile einem wahren Horrorkabinett, weil ja so manche Bestandteile von der Technik der Zylonen organischen Ursprungs waren.

    Außer den Fünf befanden sich zur Betreuung der Wanne, in welcher Samuel T. Anders lag, noch einige weitere Zylonen auf der Brücke.

    „Wie sieht es aus, Colonel?“, murmelte Admiral Adama, der einige Schläuche und Kabel, die ihm im Wege waren beiseite schob.
    „Wir sind startbereit, Bill. Und es noch nicht zu spät, alle Toaster aus die Luftschleuse zu werfen.“
    „Dies würde zu lange dauern, Saul. Auf Gefechtsstation! Geben Sie mir die Concordia, Mister Moore!“
    „Jawohl, Sir. Die Verbindung steht, Admiral.“

    U.N.S. Concordia, Brücke

    „Verstanden, Admiral. Wir fliegen los, und sobald wir dort sind wird ein getarnter Jumper in Bereitschaft sein, um wenn nötig den FTL der Heimatkolonie lahmzulegen“, versicherte General Samantha Carter, die sich dann verabschiedete, und direkt im Anschluss den Befehl gab die Concordia in den Hyperraum zu bringen.

    Battlestar Galactica, CIC

    „Admiral. Alle Stationen melden Gefechtsbereitschaft“, verkündete Colonel Saul Tigh.
    „Gut. Die Concordia müsste jetzt auf Position und dazu bereit sein, uns den Rücken freizuhalten. Also legen wir jetzt los, und holen Hera Agathon endlich nach Hause! Bereitmachen zum FTL-Sprung! - Und Sprung!“, legte Admiral William Adama fest, der sich abermals noch einmal kurz umwandte, wobei er einen Blick nach oben tätigte, dorthin wo sich die Wanne mit dem Ehemann von Starbuck befand.


    Ypsilon-Sektor
    U.N.S. Concordia, Brücke

    Schon seit etwa einer Viertelstunde befand sich das Schlachtschiff der Erde vor Ort. Viele vom Führungsstab kannten ja schon bereits die Aufklärungsfotos, die Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon von der Heimatkolonie der Zylonen geschossen hatte. Auf den Fotos allein sah diese Station schon gewaltig aus, die um ein vielfaches größer war als der Asteroid, der einst auf der Erde für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war.

    Auf den Bildschirmen machte man sofort eine Einfügung in ein Raster, die belegte, dass diese Kolonie etwa rund 44 km an der breitesten Stelle sowie 28 km an der schmalsten Stelle im Durchmesser maß, und eine maximale Höhe von 11 km aufwies. Darüber hinaus hatte sie ein gespenstisches Aussehen. Dieses Gebilde sah so aus, als hätte man es extra für dieses Asteroidenfeld entworfen, in welchen sich die Kolonie befand.

    Heimatkolonie der Zylonen < > Battlestar Galactica

    Auf den Punkt genau, so wie es von Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser berechnet worden war, traf der Kampfstern auf der gewünschten Zielposition ein. Es war außerdem die einzige Stelle, die eingenommen werden konnte. Denn der Sektor in welchem das Ziel lag, war sehr nahe am Zentrum der Andromeda-Galaxie, weswegen sich auch die Heimatkolonie der Zylonen in der unmittelbaren Nähe des Wirkungsfeldes einer sehr starken Singularität, eines schwarzen Loches, befand.

    Sofort nach dem Eintreffen des kolonialen Kampfsterns, begann das automatische Verteidigungssystem der Heimatkolonie der Zylonen mit einem massiven Beschuss auf den unerwarteten feindlichen Eindringling, und versuchte jenen durch das Dauerfeuer wieder zu vertreiben. Aber auch die dort befindlichen Basisschiffe, die sich im Schutze der Heimatkolonie befanden, nahmen die Galactica ebenfalls ins Visier. Daher tauchte wie aus dem Nichts ein weiteres Signal auf dem DRADIS-Schirmen der Heimatkolonie der Zylonen auf. Noch blieben alle starbereiten Viper in den Röhren und der Großteil der ebenfalls abflugbereiten Raptor noch auf dem Flugdeck, denn durch das starke anhaltende feindliche Feuer ließ bislang noch keine Starts zu.

    Sämtliche Hauptgeschütze der Galactica nahmen durch Anweisung von Colonel Tigh die Geschütze der Kolonie unter Beschuss, damit zumindest diese Bedrohung als erstes schnell minimiert wurde.

    U.N.S. Concordia, Brücke

    „Wir kümmern uns nur um die Basisschiffe, damit Admiral Adama von ihnen nicht in die Zange genommen wird!“, ordnete General Samantha Carter an, die sofort in ihrem Stuhl Platz genommen hatte.
    Zudem stand man im ständigen Kontakt mit dem getarnten Puddle Jumper, der sich im Bereich des FTL-Antriebes der Heimatkolonie der Zylonen aufhielt.

    Heimatkolonie der Zylonen, Kontrollraum

    „Wir werden angegriffen! Es ist Adama!“, meldete ein Vierer-Modell erschrocken, der somit alle anderen Zylonen aus der sicheren Lethargie riss.
    „Dies macht es uns natürlich leicht. Denn da wo Adama ist, dort werden auch unsere Brüder und Schwestern der Letzten Fünf sein!“, wusste ein Einser-Modell, der somit den Plan über Bord warf, in der nächsten Zeit eine, nur natürlich vorübergehende, friedliche Lösung mit den Menschen zu suchen.
    Dann meldete einer der Dorals: „Da ist noch ein anderes Schiff! Es hatte sofort unsere Basisschiffe angegriffen!“
    „Unser Hybrid soll springen! Die Angelegenheit gefällt mir nicht“, brummte im Anschluss einer der Cavils.

    Wenige Augenblicke später war man vollkommen überrascht, denn alle automatischen Waffensysteme versagten und nur noch die eigenen Jägergeschwader setzten den Angriff auf die beiden feindlichen Schiffe fort. Doch nur wenige Sekunden später, kehrten dann auch die Jäger, die dem Hybriden der Heimatkolonie der Zylonen unterstanden zurück. Stellten den Kampf sogar ein.

    „Was in Gottes Namen geht da vor?“, rätselte Boomer, die sehr erstaunt über die jüngsten Vorkommnisse war.
    Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da verkündete einer der Simons: „Unglaublich! Da hat sich jemand von außen irgendwie in unser System gehackt. Deswegen ruht unser Hybrid…“
    „Wir werden anders springen müssen“, wusste ein Fünfer-Modell, der bereits dabei war die Vorbereitungen für den manuellen FTL-Sprung zu tätigen.
    Aber während er noch damit beschäftigt war, erbebte die Heimatkolonie ganz leicht, dann gab es noch einige, wenige weitere heftige Erschütterungen.
    „Der FTL-Antrieb wurde zerstört!“, schrie Boomer entsetzt auf, die die Anzeige betrachtet hatte.
    „Na schön. Sofort reparieren! Und Du gehst jetzt zu unseren Gast, meine Lieblingsacht!“, verfügte ein anderer Cavil.

    Battlestar Galactica, CIC

    „Bislang läuft alles einigermaßen wie am Schnürchen. Es hat tatsächlich geklappt, denn Anders hat es doch tatsächlich geschafft, die automatische Selbstverteidigungsanlage der Kolonie hat aufgehört auf uns zu feuern, auch die Hälfte der feindlichen Geschwader hat bereits abgedreht. Die Concordia kümmert sich wie geplant um sämtliche Basisschiffe, und der getarnte Vogel, dieser Puddle Jumper, hat vor wenigen Minuten mit nur einen einzigen Schuss, der ein absoluter Volltreffer gewesen ist, erfolgreich den FTL der Heimatkolonie lahmgelegt“, berichtete Colonel Tigh, der auf dem DRADIS-Monitor über ihren Köpfen erkennen konnte, dass vor wenigen Augenblicken die Concordia ebenfalls ihre Geschwader gestartet hatte.
    Scheinbar nur nebenbei nahm Admiral Adama diese Meldungen seines XO zur Kenntnis, denn man musste sich jetzt nur noch irgendwie einen Zugang in die Heimatkolonie der Zylonen verschaffen. Dafür gab es nur eine Möglichkeit, weswegen Husker: „Volle Kraft voraus! Und Rammen!“, befahl.

    Alle spürten es, wie die Galactica stark beschleunigte. Nur wenige Sekunden später gab es auch schon den Kollisionsalarm, dem weitere Sekunden darauf auch schon der unvermeidliche und geplante Aufprall auf das Hindernis folgte.

    Der alte Kampfstern hatte sich erfolgreich mit einem Großteil des Alligatorkopfes, also dem Bug, in die Heimatkolonie der Zylonen gebohrt. Ein weiterer Teil des Planes des Admirals war somit erfolgreich geglückt, der sofort sämtlichen Angriffsteams grünes Licht gab, ins Innere der riesigen Station des Feindes vorzudringen.

    Bugsektion der Galactica

    „Na schön. Achtet alle aufeinander da draußen, und auch auf die mit uns verbündeten Zenturios, die mit uns in den Kampf ziehen!“, erinnerte Major Lee „Apollo“ Adama, der dann den Befehl gab die Bolzen der Luke zu sprengen, damit man in die Heimatkolonie eindringen konnte.

    Heimatkolonie der Zylonen

    Zeitgleich schnitten sich an einigen Stellen mehrere Angriffsteams der Marines durch die Außenhaut der gewaltigen Weltraumstation der Zylonen. Eine gefährliche Mission, denn immer noch waren sehr viele Raider und schwere Jäger der Zylonen der zylonischen Basisschiffe da draußen unterwegs, die glücklicherweise nach wie vor von den Viper-Geschwadern der Galactica sowie den F-302er-Geschwadern der Concordia gemeinsam beschäftigt wurden. Doch das Risiko von Verlusten blieb dennoch stets erhalten.

    Eines jener Angriffsteams wurde gemeinsam von Sharon „Athena“ Agathon und ihrem Ehemann Karl C. „Helo“ Agathon angeführt. Sie waren auch die ersten, die es mit Erfolg geschafft hatten, sich einen Zugang in die Kolonie zu bahnen. Außer den beiden befanden sich in ihrem Team noch acht Marines.

    Im Kontrollraum der Kolonie hatte man die absolut überraschende Aktion der Galactica zur Kenntnis genommen. Als dann aber noch zusätzlich berichtet wurde, dass ganze Teams von Menschen und Zylonenrebellen in die Kolonie eingedrungen seien, war man nicht gerade von der derzeitigen Entwicklung begeistert. Unverzüglich wurde daher eine schlagkräftige Abwehr organisiert, die umgehend die Menschen und ihre Verbündeten zurückschlagen sollte. Dabei war natürlich die Anwendung von tödlicher Gewalt aus der Sicht der Fraktion um Cavil natürlich ausdrücklich gestattet.

    In vielen Gängen wurde aber auch schon zuvor um jeden Meter Boden gegeneinander erbittert gekämpft. Dadurch gab es schwere Verluste auf beiden Seiten.
    Die gegnerischen Zenturios gingen während ihrer Auseinandersetzungen im Eins gegen Eins nicht gerade zimperlich miteinander um, denn sie schlugen mit voller Wucht mit ihren stählernen Fäusten aufeinander ein. Schnell zeichnete sich ab, dass besonders die älteren Zenturiomodelle, die damals vor über 50 Jahren gegen ihre Schöpfer rebelliert hatten, dabei den neueren überlegen waren. Doch beim Schießen aufeinander war es aber genau umgekehrt.

    In einen der vielen medizinischen Forschungslabors traute Boomer ihren Augen nicht.
    „Wir werden hier angegriffen, und Du dokterst hier an dem Mädchen, der kleinen Hera, herum!“
    „Cavil will es so. Wir benötigen noch sehr schnell einige weitere Proben“, erwiderte der Simon, worauf sich die Acht angewidert für einen Moment wegdrehte, wobei sie sich an die gemeinsame Zeit mit der Tochter ihrer Schwester im Raptor erinnerte. Während dieser Tage waren sie sich erstaunlicherweise, ohne dass sie es wirklich gewollt hatte näher gekommen. Die Zylonin fasste einen Entschluss, denn ihr war die Sauerstoffflasche aufgefallen, die ganz in ihrer Nähe auf einen Tisch lag…

    -tbc-


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