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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #41
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke alle treuen Leser, darunter natürlich an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya, SaturnV & skydiver fürs Drücken des Buttons

    Es ist mal wieder soweit, und heute gibt es eine weitere Folge. Dieses Mal geht es mal wieder zu einen der Nebenhandlungsstränge, wobei ich viel Spaß beim Lesen wünsche

    Odyssee
    Folge 2.02 Phobos und Deimos, Teil 1

    Andromeda-Galaxie
    Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
    Planet Heraclia - Festland, neutrale Region

    Wie sie es vor einigen Tagen versprochen hatte, war Veronika mit einer guten Anzahl von Kriegerinnen auf dem Hof von der Familie von Adriana erschienen.

    “Es kommen noch mehr Kriegerinnen nach. Zum einen um die Familie von Alexander, sowie diejenigen, die es wünschen in das Reich der Amazonen zu führen wo sie alle in Sicherheit wären. Und andere Kriegerinnen um unserer Gruppe im Notfall beizustehen, denn unsere Mission wird dieses Königreich und alle anliegenden Reiche in eine sehr große Aufregung versetzen”, versicherte die Prinzessin der Amazonen.

    Kurz danach hatten zahlreiche Mägde und Knechte damit begonnen untereinander zu tuscheln, wobei sie auch ab und wann auch recht heftig miteinander diskutierten.

    Erstaunlich war aber eines, denn obwohl die Amazonen bereits da waren, hatte Adriana das Haus immer noch nicht verlassen - im Gegensatz zu Eve, Egeria, Ruben und Alexa, die nervös immer wieder hinüber zur Tür schauen mussten.

    Es verrannen noch einige Minuten, ehe die Wartezeit vorüber war und die junge Frau in der Kleidung, welche sie erst gestern in der Grotte gefunden hatte, aus der Tür trat. Dieses Erscheinungsbild hatten vor allem ihre Mutter und zahlreiche Bedienstete der Farm nicht erwartet, weswegen sie auch einen ziemlichen Schreck bekamen. Im Gegensatz zu den Amazonen, welche neugierig näher traten und interessiert die junge Frau und ihr Outfit begutachteten.

    “Du sag mal”, begann Veronika verwundert, “ist dir etwa zu kalt, wir haben doch Hochsommer? Du musst doch in diesen Sachen schwitzen wie ein Bär, liebe Schwester.”
    Adriana hatte kurz überlegen müssen, ehe sie reagierte und sagte dann: “Es klingt zwar merkwürdig, aber ich friere nicht und schwitze trotz dieser Sachen, welche ich am Körper trage nicht.”
    “Ist deine Sache… Und was ist mit euch? Ihr müsst euch entschieden haben bis die anderen Kriegerinnen hier sind. Dies wird sein sobald es dämmert!”
    Die Amazonenprinzessin schaute sich noch einmal kurz in der Runde um, dann hatte sie sich wieder auf ihr Pferd geschwungen. Auch die junge Frau tat es ihr gleich nachdem sie sich von ihrer Pflegefamilie verabschiedet hatte.

    Danach war die Gruppe auch schon davon geritten ins Königreich Capripolia, um keine unnötige Zeit mehr zu verlieren.


    Inselreich Katmos

    “Wir waren wieder siegreich! Ehre sei den Ori!”, hatte so eben ein junger Mann euphorisch laut geschrien, nachdem sie endgültig das letzte verbliebene Bündnis der Könige und Fürsten sämtlicher noch bisher nicht unterworfener Inselreiche vernichtend geschlagen hatten.
    Dieser junge Mann, welcher Darius hieß, wusste nicht dass er die ganze Zeit über aus weiter Ferne mit äußerster Zufriedenheit beobachtet worden war.

    Wie zu erwarten war, war einer seiner obersten Hauptleute, der zu seiner Leibgarde gehörte, die von seiner Mutter der Orici für diese Mission auserwählt worden war, an ihn herangetreten, und meldete: “Mein Gebieter, wir haben zahlreiche Rädelsführer, darunter auch einige der Könige und Fürsten gefangen nehmen können.”
    “Hervorragend. Bringe mich sogleich zu ihnen!”
    “Wie ihr befiehlt. Bitte folgt mir. - Hier entlang. Gebieter durch diesen glorreichen von den Ori gewollten Sieg sind euch von diesem Tage an alle Inseln untertan. Wann wendet ihr euch dem Festland zu?”
    “Schon sehr bald, Hauptmann. Schon sehr bald.”

    Während er sich mit diesem Hauptmann besprach, waren sie bei den wichtigsten Leuten, die jetzt seine Gefangenen waren angekommen.

    “Wie ihr alle mitbekommen habt, ist euer lächerlicher Versuch die Auserwählten der Ori aufzuhalten oder gar zu vernichten endgültig gescheitert. Euer Bündnis ist besiegt, was auch dazu führt, wie es im Gesetz festgelegt worden ist, dass von den heutigen Tage an mir alles gehört: Reiche, Besitz und sämtliche Armeen. Doch ich will großzügig sein, wenn ihr euern falschen Göttern abschwört und stattdessen den wahren, den Ori unterwerft. Jeder der dies tut, erhält den Rang eines Fürsten, der dann sein bisheriges Land für mich verwalten darf. Wer von euch allen dazu bereit ist, möge nun hervortreten.”

    Lange Zeit geschah nur dies: Alle Gefangenen blickten sich und ihren Bezwinger prüfend an.
    Minuten vergingen bis Bewegung in das Geschehen kam, und der besiegte aber von sehr vielen angesehene und alte König von Katmos, Menas, verächtlich auf den Boden spuckte sowie einige Schritte nach hinten getreten war.
    Als er dies getan hatte, erklärte er: “Ich weiß noch nicht wie sich meine Brüder hier noch entscheiden werden, aber ich verrate auf keinen Fall das Erbe unserer ehrwürdigen Ahnen, nur um mein vergängliches Leben zu retten - du elender Sprössling eines Piraten!”

    Darius hatte darauf kurz etwas das Gesicht verzogen, ließ die Bemerkung seines Feindes ohne Kommentar stehen, stattdessen fragte er: “Will sich hier noch jemand kundtun?”

    Kurz darauf waren zunächst Gemurmel und Geflüster, und danach Beschimpfungen sowie wüste Verwünschungen zu vernehmen. Der Grund dafür war da sich einige dazu entschlossen hatten einen oder mehrere Schritte vorzutreten, und andere die es Menas gleichgetan hatten. Aber einige waren reglos an Ort und Stelle stehengeblieben.

    Alle wurden dann wie von Darius befohlen in drei separaten Gruppen abgeführt. Die Gruppe von Königen und Fürsten, die bereit waren sich zu unterwerfen in ein Zelt, die Unentschlossenen und diejenigen welche sich nicht beugen wollten wurden zusammen in Käfige gesperrt.


    Festland - Königreich Capripolia

    Die Amazonenkriegerinnen und Adriana hatten das neutrale Gebiet verlassen und waren schon tief in das Königreich Capripolia eingedrungen. Es zeigte sich dass die Amazonen eine Vielzahl von unbekannten Pfaden kannten, weswegen sie ihrem Ziel schon sehr nahe gekommen waren. Auch war bereits schon das leise Rauschen des nahen Meeres zu hören, denn die Hauptstadt Capripolis mit ihrem großen Hafen lag in einer günstig gelegenen und geschützten Bucht.

    Auf einer bewachsenden Anhöhe befahl Veronika allen anderen mit einer eindeutigen Geste, die Pferde anzuhalten und ruhig zu halten. Der Grund dafür war klar, es war noch heller Tag und die Stadt war bereits in Sichtweite.
    “Wir warten wohl bis zur Dämmerung?”, fragte Adriana, die sich ebenso wie ihre beste Freundin, welche kurz bestätigend genickt hatte, vom Pferd gleiten ließ.

    “Wir werden uns ausruhen bis es dämmert, dann gehen wir alle, bis auf zwei von uns hinab in die Stadt um deinen Vater zu suchen, sowie ihn zu befreien falls er in Not sein sollte!”, legte die Prinzessin der Amazonen fest.

    Ihr Lagerplatz war gut gewählt, weil er auch sehr leicht für eine gewisse Zeit zu verteidigen war. Während sich Veronika stärkte, suchte sie bereits mit ihren Augen einen sicheren Weg zur Stadt. Schließlich lächelte sie siegessicher, erhob sich und ging zurück zu Adriana und ihren Kriegerinnen. Auch sie nahmen gerade Nahrung und Wasser zu sich, als Veronika ihnen den Plan erläuterte: “…bis dorthin haben wir Deckung, wo auch Vivien und Lalila mit den Pferden zurückbleiben werden! Ihr beiden müsst genau auf die Umgebung achten! Wir übrigen und Adriana dringen dann in die Stadt ein, dringen bis zu den Palast von Rufus und seiner Familie vor, dabei ist es wichtig immer bereit für den Kampf mit dem Feind zu sein!”


    Insel & Königreich Katmos

    Lange hatte Darius in seinem fürstlichen Zelt auf den besiegten König von Katmos, der sich geweigert hatte sich ihm zu unterwerfen, gewartet.
    Doch das Warten hatte ein Ende, denn acht seiner Krieger hatten König Menas zu ihm gebracht.
    Für den Bezwungenen war es eine Schmach, da er auf einer sandigen Stelle stehen bleiben musste. Es war klar zu erkennen, man hatte die kostbaren Teppiche und Felle, die noch vor einiger Zeit hier gelegen hatten, weggenommen.

    Gemächlich schritt Darius auf Menas zu, wobei er kurz nach draußen geschaut hatte, dann sprach er: “Ihr habt mich respektlos behandelt und die wahrhaften Götter, die Ori beleidigt. Außerdem bin ich der Sohn der göttlichen Orici, die die verheißene Tochter der Ori…”
    Abrupt unterbrach der Besiegte trocken: “Das ändert nichts daran, dass Du nichts weiter als ein Verbrecher bist. Wer sehr hoch thront, wird irgendwann schwer fallen!”
    “Ah ja, so wie Du? Oder bist du ein Prophet Menas? Die Sonne geht gerade unter, wie am heutigen Tage auch deine Herrschaft über diese gewaltige Insel bereits untergegangen ist - genauso… ach ja, du ziehst es vor zu sterben hast du mir vorhin gesagt… also endet heute Abend euer Leben”, entgegnete Darius leise murmelnd. Die letzten Worte sprach er so leise, dass sie nur Menas gerade noch so vernehmen konnte.

    Voller Schmerz schrie der alte besiegte König kurz darauf auch noch auf, denn sein Bezwinger hatte den wehrlosen ohne jegliche Warnung mit dem Schwert durchbohrt.
    Tödlich verwundet stöhnte er daher anklagend: “Du bist ohne jede Ehre… eine Schande für alle Könige, weil du vor nichts zurückschreckst… Und ob ich ein Prophet bin, …wird Dir deine eigene Zukunft zeigen… du… du Deimos!”
    “Ja. Ganz genau. Denn ich werde sogar meine Zwillingsschwester beseitigen, sobald sie mir begegnet, um mir auf diesem Wege mein verheißenes Erbe zu sichern - ganz genauso wie man es mir bereits prophezeit hat. Witzig nicht wahr?”, erklärte Darius mit einem kalten Grinsen, ehe König Menas verstarb.


    Festland - Königreich Capripolia
    Hauptstadt Capripolis

    Die lang ersehnte Dämmerung war endlich gekommen. Anhand des Geschickes der Kriegerinnen war Adriana sehr schnell klar geworden, dass jene nicht das erste Mal eine solche Mission vor sich hatten. Denn jede Wache, die man nicht umgehen konnte, wurde von den Amazonen lautlos und ohne Aufsehen zu erregen beseitigt.

    Geräuschlos und still wie Katzen huschten sie durch die Straßen und Gassen der Stadt, wobei sie sich meist im Schatten verborgen hielten. Ihr Ziel war der Palast von der Familie von Rufus, welcher sich in der Nähe des Tempelbezirks befand.

    “Der Wachposten dort am Tor muss weg!”, wisperte Veronika, die den Bogen und den Köcher abgelegt hatte um diese Aufgabe persönlich zu übernehmen. Aus dem Schatten heraus griff sie blitzschnell zu, als sich der Mann für einen kurzen Moment wegdrehte.
    Mit der linken Hand hielt sie dem Wachposten den Mund zu um jenen am Schreien zu hindern, und mit der rechten stieß sie ihn mit ihrem Dolch ins Herz. Anschließend zerrte sie den Toten ins naheliegende Gebüsch, nachdem sie ihren Gefährtinnen angezeigt hatte zu ihr aufzuschließen.

    Ein weiteres Mal hatte Adriana mitverfolgen müssen, wie kaltblütig und brutal ihre beste Freundin sein konnte. Daher hatte sie mehrfach erschrocken schlucken müssen.
    Veronika schien das Unbehagen von ihr zu spüren, daher fasste sie ihr kurz an den Arm, und flüsterte: “Du weist genau, dass dies bei einer solchen Mission passieren wird. Und auch Du selbst wirst leider bald jemanden töten müssen, sonst ist dein Vater und deine Familie verloren - und auch um nicht selber zu sterben.”
    “Ich weiß. Davor habe ich ja Angst.”
    “Das ist gut, es soll ja auch nicht leicht sein andere Menschen zu töten. Doch leider geht es in diesen Stunden nicht anders, wenn wir deinen Vater Alexander aus den Händen dieser ruchlosen Verbrecher befreien wollen. Also komm jetzt!”

    Adriana war auch die Erste, die den Gesuchten erspäht hatte, und stellte dabei entsetzt fest: “Sie haben ihn ohne jegliche Kleidung dort in den Block gelegt!”

    Und tatsächlich wenige Meter vor ihnen befand sich Alexander, der vor Erschöpfung erst vor kurzem eingeschlafen war. Im fahlen Mondlicht war deutlich zu erkennen gewesen dass er schwer misshandelt worden war. Deswegen stieg in Adriana schier unbändiger Zorn auf.
    Auf ein Zeichen Veronikas hin verteilten sich die Kriegerinnen mit schussbereiten Bögen auf dem Gelände. Und nur sie und ihre beste Freundin hatten sich den Gefangenen mit größter Vorsicht genähert.
    “Vater! Vater!”, flüsterte jemand leise in Richtung des Mannes, der schläfrig die Augen öffnete aber mehrfach blinzeln musste.
    Der Mann glaubte nur zu träumen, oder eine Vision oder dergleichen zu haben und erst als er sanft berührt wurde, seufzte er mitgenommen: “Du bist ein gutes Kind. Das du gekommen bist… Agamon, Rufus und all die anderen von seinem Hause, sowie viele seiner Knechte und Soldaten haben mich fast ohne Unterlass bis kurz vor dem Untergang der Sonne gegeißelt…”
    “Diese feige Tat wird nicht unbestraft bleiben, Alexander!”, raunte Veronika leise. “Aber zunächst müssen wir Euch in Sicherheit bringen!”
    “Was hast du nur vor, Schwester?”, fragte Adriana leise, der nichts Gutes schwante.
    “Wir werden den Palast und alles andere in Brand stecken, sobald wir den Innenhof verlassen haben!”, antwortete Veronika entschlossen, nachdem sie Alexander ein leinendes Tuch umgelegt hatte, welches sie zuvor mit einem ätherischen Öl mit lindernder Wirkung getränkt hatte. “Wir haben keinen Schlüssel. Am besten benutzt du dein Schwert um den Block zu öffnen, Schwester!”

    Adriana gehorchte ohne zu zögern, und nachdem sie es aus der Scheide gezogen hatte, holte sie nur kurz aus, schlug einmal kräftig zu. Ohne Schwierigkeit hatte sie den Block zerstört, und Alexander war wieder frei.

    “Mein liebes Kind. Sieh dich nur an, du siehst wie eine Kriegerin aus…”
    “Später lieber Vater! Später! Wir müssen uns erst einmal so schnell wie nur irgendwie möglich in Sicherheit bringen!”, unterbrach die junge Frau mit einem aufmunternden Lächeln.

    Ungünstigerweise war ihre Anwesenheit von einer Wache schließlich doch noch entdeckt worden, welche daher sofort mit lauter Stimme: “Alarm! Alarm! Überfall!”- rief. Abrupt wurde ein Röcheln daraus, weil er von einem Pfeil zum Schweigen gebracht wurde. Aber sämtliche andere Wachen waren dadurch bereits alarmiert worden, und drinnen im Palast wurde es überall hell.

    “Jetzt werden wir so schnell es geht Feuer legen!”, schimpfte Veronika, die eine Fackel aufs Strohbedeckte Dach der Stallungen geschleudert hatte, worauf die auflodernden Flammen dort sofort ein üppiges Mahl fanden.

    Und auch die anderen Amazonenkriegerinnen taten es ihrer Prinzessin gleich, worauf überall Flammen emporloderten und Feuer ausbrachen.

    Schnell herbeigeeilte weitere Wachen und Knechte waren somit zunächst mit dem vielen gelegten Bränden beschäftigt, was die Flucht der Eindringlinge und des befreiten Alexander begünstigte.

    Unwirsch brüllte Agamon, der auf der Dachterrasse aufgetaucht war, seine Untergebenen an: “Nur die Knechte und Mägde sollen sich um die Feuer kümmern, und das Vieh retten! Die Pferde zuerst! Die Wachen nehmen die Verfolgung auf! Los bewegt euch, und tötet die Eindringlinge!”

    Mit gut gesetzten Bogenschüssen deckten die Amazonen die Flucht von Veronika, Adriana und Alexander.
    Derweil rannte Rufus vor das Tor, und schrie panisch: “Hilfe! Zu Hilfe! Bitte helft beim Löschen Bürger! Wir wurden überfallen! Hilfe!”

    Was niemand ahnte war, dass Eremitias sich ebenfalls in der Nähe der Hauptstadt aufhielt. Aber er war nicht mehr allein, denn die eine Hälfte der Leibgarde, die zum Schutz von Adriana bestimmt war, hielt sich bei ihm auf. Aber sie hielten sich in einer der zahlreichen Höhlen verborgen.
    Der Prior wandte sich an die Soldatinnen und Soldaten: “Ihr wisst was eure Aufgabe ist: Die Tochter der Orici zu schützen, und ihr zu gehorchen! Wartet auf mein Zeichen!”
    Wortlos hatten die Männer und Frauen nur genickt, um auf den Befehl zu warten.


    Insel & Königreich Katmos

    “Wir wissen dass ihr eine Schwester habt, Gebieter.”
    “Ich weiß. Aber nicht mehr lange.”
    “Die Prophezeiung ist jeden aus der Leibgarde bekannt. Wir wissen dass es nur ein Kind der Orici geben wird, welches uns anführen soll.”
    “Und das geht nur, wenn ich meine Schwester töte. Silon, befehle den Wachen die Leiche von König Menas und die Spuren hier in meinem Zelt zu beseitigen! Und macht alle Gefangenen nieder, die sich den Ori und mir nicht unterwerfen wollen!”
    “Wie ihr es angeordnet habt, werden wir es ausführen, großer Darius!”


  2. #42
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Odyssee
    Folge 1.20 - Der Pulsar, Teil 1


    Es handelt sich um eine Tok’ra-Agentin mit dem Namen Anise…”, begann jener.

    “Puh! Tja, da fällt mir ein, ich muss auch schon wieder los... Ich bin dann mal so langsam auf dem Weg nach oben, Hank!”, erklärte Jack, der dann aus dem Kontrollraum geradezu geflüchtet war. “
    Hihiii... das erinnert mich an was.

    “Genauso wie damals.”
    “Du siehst es also ein… sehr gut.”
    Hiiiiihiiii... die Atlantis Folge habe ich erst vor kurzem wieder gesehen.

    “Ich will die Anwahlsequenz starten.”
    “Schmollst du etwa Daniel?”
    “Unwichtig. Also was ist?”
    “Aha. Na schön, meinetwegen. Wenn Master Sergeant Siler grünes Licht gibt und alle Jumper besetzt sind, darfst du dich gerne dorthin setzen und Knöpfchen drücken.”
    Hiihiiii... ich liebe ihre witzigen Dialoge.

    Tut mir leid, mit BSG kann ich immer noch nichts anfangen, da ich sie nie, bzw. nur eine Folge, geschaut habe.

    Seitdem das Sternentor aktiv war, hatte Jack O’Neill wachsam Daniel Jackson im Auge behalten, damit dieser nicht doch noch auf die verrückte Idee kam sich in letzter Sekunde an Bord von einem der Jumper zu schmuggeln.


    Insbesondere da das gesamte System zu dem Zeitpunkt zusammengebrochen war als der letzte Jumper gerade eben im Stargate vollständig eingetaucht war.


    Ich gebe Ihnen 5 Tage Zeit mir einen Bericht vorzulegen, ansonsten erkläre ich der Erde den Krieg!”
    Ach herjeee...

    “Wo seid ihr bloß hingeraten, Leute?”
    Das möchte ich auch sehr gerne wissen ...


    Odyssee
    Folge 2.01 Der Pulsar, Teil 2


    “Ja”, nickte Magneto, der mal wieder zu Besuch war um mit Charles eine Runde Schach zu spielen, “vor allem weil die Frau von vorneherein dagegen war, dass sich ihr Ehemann der Expedition anschließt.”
    Er hätte auf seine Frau hören sollen, sie haben immer recht.

    ´Jetzt habe ich dich ein zweites Mal, und wohl auch für immer verloren Jonathan´, dachte sie betrübt im Stillen.
    Hoffentlich nicht.


    Odyssee
    Folge 2.02 Phobos und Deimos, Teil 1


    “Wir werden uns ausruhen bis es dämmert, dann gehen wir alle, bis auf zwei von uns hinab in die Stadt um deinen Vater zu suchen, sowie ihn zu befreien falls er in Not sein sollte!”, legte die Prinzessin der Amazonen fest.
    Hoffentlich schaffen sie es.

    Wer sehr hoch thront, wird irgendwann schwer fallen!”
    Da war schon immer so und hoffentlich auch diesmal.
    “Du bist ein gutes Kind. Das du gekommen bist… Agamon, Rufus und all die anderen von seinem Hause, sowie viele seiner Knechte und Soldaten haben mich fast ohne Unterlass bis kurz vor dem Untergang der Sonne gegeißelt…”
    Es gibt tatsächlich noch gute Kinder. Da hat Alexander Glück, so ein Kind zu haben.

    “Und das geht nur, wenn ich meine Schwester töte.
    Oh nein ...

    Hoffentlich finden sie die Jumper, mit allen Insassen. Arme Jeanne ...

    Das waren drei spannende Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Tut mir leid, dass es mit dem Feedback so lange gedauert hat. Mit dem Tablet funktioniert es nicht, da verschwindet immer wieder der Text, voll nervig, dämliche Technik. Außerdem bekomme ich es dort mit dem Markieren nicht so ganz hin. Und der Desktop PC will nicht immer so wie ich will, vor allem bei Hitze nicht. Außerdem steht er im Schlafzimmer, da brauche ich nicht noch mehr Wärme. Heute war eine Ausnahme, da es etwas, nur etwas kühler geworden ist.
    Geändert von John's Chaya (30.07.2019 um 18:48 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  3. Danke sagten:


  4. #43
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke alle Leser, der Kritikschreiberin, und Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    @ John‘s Chaya:
    Spoiler 
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 1.20 - Der Pulsar, Teil 1


    Hihiii... das erinnert mich an was.

    Hiiiiihiiii... die Atlantis Folge habe ich erst vor kurzem wieder gesehen.

    Hiihiiii... ich liebe ihre witzigen Dialoge.

    Tut mir leid, mit BSG kann ich immer noch nichts anfangen, da ich sie nie, bzw. nur eine Folge, geschaut habe.





    Ach herjeee...

    Das möchte ich auch sehr gerne wissen ...
    Freut mich dass dir dieser Dialog zwischen Daniel und Jack gefallen hat
    Und ist nicht so schlimm dass du eine kleine BSG-Schwäche hast.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 2.01 Der Pulsar, Teil 2


    Er hätte auf seine Frau hören sollen, sie haben immer recht.

    Hoffentlich nicht.
    Wieso hätte Wolfrino das tun sollen
    Und warten wir mal ob es ein Wiedersehen gibt.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 2.02 Phobos und Deimos, Teil 1


    Hoffentlich schaffen sie es.

    Da war schon immer so und hoffentlich auch diesmal.

    Es gibt tatsächlich noch gute Kinder. Da hat Alexander Glück, so ein Kind zu haben.

    Oh nein ...

    Hoffentlich finden sie die Jumper, mit allen Insassen. Arme Jeanne ...

    Das waren drei spannende Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Tut mir leid, dass es mit dem Feedback so lange gedauert hat. Mit dem Tablet funktioniert es nicht, da verschwindet immer wieder der Text, voll nervig, dämliche Technik. Außerdem bekomme ich es dort mit dem Markieren nicht so ganz hin. Und der Desktop PC will nicht immer so wie ich will, vor allem bei Hitze nicht. Außerdem steht er im Schlafzimmer, da brauche ich nicht noch mehr Wärme. Heute war eine Ausnahme, da es etwas, nur etwas kühler geworden ist.
    Ja. Adriana ist ein gutes Kind, da hast du Recht.

    Tja, und Darius ist das absolute Gegenteil, welcher von Macht und so gelenkt wird. Und erst Recht seitdem er von seiner Berufung erfahren hatte.

    Abwarten ob es was zu finden gibt. Kann ja schließlich dauern

    Vielen Dank für das Lob und das Feedback liebe Chaya


    Heute gibt es den Abschluss des Zweiteilers, in welchen auch einige Charaktere ums Leben kommen werden.

    Odyssee
    Folge 2.03 Phobos und Deimos, Teil 2

    Festland - Königreich Capripolia
    Hauptstadt Capripolis

    Nicht nur Rufus, sondern auch sein Vater waren gerade noch rechtzeitig in Deckung gegangen als ein letzter gut gezielter Pfeilhagel der Amazonen auf die nachsetzenden Verfolger niederging. Dadurch waren beide Männer im letzten Moment dem sicheren Tode entgangen.
    “Diese verfluchten kriegerischen Amazonen! Alles Verbrecherinnen!”, fluchte deswegen der alte Kaufmann Agamon hasserfüllt, weil er bereits seit vielen Jahren schon eine tiefe Abneigung gegen dieses Volk hegte, da sie schon des Öfteren unzählige seiner Karawanen überfallen und aufgebracht hatten. Was aber daran lag, weil er sich weigerte den fälligen Zoll zu zahlen.

    Mit wutrotem Kopf war er nach drinnen entschwunden, um sich persönlich der Verfolgung anzuschließen und Vergeltung zu üben.
    “Wartet Vater - ich werde Euch begleiten!”, rief Rufus, der sich ebenfalls seine Rüstung anlegte. Aber sehr umständlich, weswegen er die Hilfe eines Dieners benötigte.

    Aber schon bereits wenige Minuten später waren sie aus dem Palast geeilt, und mit einer großen bewaffneten Eskorte losgeritten. Im wilden beinahe halsbrecherischen Tempo galoppierten sie durch die Straßen und Gassen der Stadt, die ihre Heimat war.

    Unterdessen waren aber die Amazonenkriegerinnen um Veronika, Adriana und dem befreiten Alexander, welcher sich nur mit großer Mühe auf den Beinen halten konnte, einigermaßen ohne nennenswerte Schwierigkeiten an die Stadtmauer gelangt.

    Noch waren sie durch die Schatten und die Büsche verborgen. Aber sie mussten überall wo sie bislang hingekommen waren mit Unbehagen feststellen, die Stadtmauer wurde wie auch die Stadttore schwer bewacht.

    “Nein! Nein, meine lieben Freunde!”, hustete Alexander, der mitbekommen hatte was Veronika plante. Sie hatte nämlich vor das am schwächsten bewachte Tor anzugreifen um auf diesem Wege Capripolis wieder zu verlassen. “Ich weiß: Ihr seid stark, tapfer und mutig - aber versucht es nicht, bitte! Wenn wir es aber doch wagen, werden viele von uns heute Nacht noch sterben… und ihr hättet die Gefahren umsonst auf euch genommen um mich zu befreien… ich bin zu… geschwächt um…”, erklärte der Farmer, der mitten im Satz erschöpft zusammen gesackt war.

    Aber der stets wachsamen und aufmerksamen Prinzessin der Amazonen war durch die Armbewegung des Mannes etwas aufgefallen. Sie folgte der angedeuteten Richtung und musterte konzentriert mit kritischen Augen die Stadtmauer.

    Es waren einige Minuten vergangen, da erkannte Veronika endlich was Alexander im Begriff war vorzuschlagen. Es tat sich für die Gruppe von ihr eine Alternative auf, welche wohl den Kriegern von Capripolis bislang entgangen war. Da einige Meter von ihnen nur entfernt war eine kleine Tür, die kaum noch zu erkennen war, weil sie von Kletterpflanzen beinahe fast zur Gänze überwuchert war. Ein weiterer kleiner Vorteil war der Hain aus etwa einem Dutzend Pappeln, alten Obst- und Olivenbäumen, sowie einigen Büschen, welche ihnen Deckung und Schutz boten.

    Langsam und sich immer wieder wachsam umschauend vergewisserten sie sich nicht beobachtet zu werden. Schließlich hatten sie wohl ihre einzige Fluchtmöglichkeit aus der Stadt heraus erreicht. Sofort hatten die drei kräftigsten Frauen unter ihnen begonnen sich an der Tür zu versuchen. Alle anderen sicherten mit schussbereiten Bögen die Umgebung ab.
    Die Tür hatte sich trotz großer Mühen kaum bewegt. Dabei knarrte und ächzte sie aber verräterisch leise in den Angeln, worauf eine der Kriegerinnen, namens Ruisa, diese mit Olivenöl behandelte.

    Kurz darauf zerrten Veronika, Adriana und Ruisa grinsend beinahe lautlos die Tür auf. Vorsichtig traten sie in die Tür und suchten aufmerksam die Umgebung draußen vor der Stadt ab. Erst als sie der Meinung waren, dass die Luft rein sei gaben sie den anderen ein Zeichen ihnen vorsichtig zu folgen.

    Die ganze Zeit über hatte derweil Adriana immer wieder voller Sorge zu ihren nach wie vor bewusstlosen Vater geschaut. Doch Alexander war glücklicherweise wenige Minuten später wieder zu sich gekommen, musste aber von zwei Kriegerinnen gestützt werden, weil er sich nicht ohne fremde Hilfe auf den Beinen halten konnte.

    “Wo sind unsere Schwestern nur mit den Pferden?”, wisperte Veronika irritiert, die den Horizont mit konzentrierten Blicken nach ein Zeichen ihrer beiden Kriegerinnen abgesucht hatte.
    Denn die Zeit drängte, da ihnen vor wenigen Minuten erst der Atem gestockt hatte als sie die vielen Soldaten bemerkt hatten die unterwegs vor der Stadt waren. Was die Gruppe noch nicht wusste, war dass man ihre beiden Gefährtinnen aufgegriffen hatte.

    Nach einer sorgfältigen Suche und der Rückverfolgung der Spuren hatte Ruisa die Pferde schließlich entdeckt. Diese waren gerade noch rechtzeitig von den beiden jungen Amazonen versteckt worden, ehe sie gefangengenommen wurden.
    Auf Grund dieses Indizes war allen klar, dass die beiden sich in den Händen des Feindes befinden mussten.

    Somit war die Gruppe um Adriana vor die schwere Wahl gestellt, sie könnten sich in Sicherheit und die beiden jungen Frauen in den Händen der Feinde zurücklassen. Aber es lag an der Prinzessin der Amazonen die Entscheidung zu treffen. Veronika war hin- und hergerissen, denn ihr stand zum einen nicht danach die zwei in Stich zu lassen, oder ihr Opfer zu missachten.

    Doch es hatte bereits begonnen zu dämmern und ein neuer Tag kündigte sich an. Dies würde eine erfolgreiche Flucht sehr erschweren, weshalb sich die Flüchtigen im tiefsten Dickicht verborgen hielten.

    Schließlich ging auch die Sonne auf. Im Tageslicht konnten sie die Anzahl ihrer Verfolger viel deutlicher erkennen.

    Mit dem Wissen das die Suche nach den Gesuchten zu lange dauern würde, änderten die führenden Männer der Stadt, zu denen auch Agamon und Rufus gehörten ihre Taktik. Sie führten Vivien und Lalila vor, denen man die Hände auf den Rücken gefesselt hatte.
    Mit roher Gewalt zwangen die Männer die beiden jungen Frauen auf die Knie.

    “Was haben die nur mit den beiden vor?”, fragte Adriana entsetzt flüsternd.
    Obwohl Alexander schwer mitgenommen von den Misshandlungen war, konnte er auf dem Pferd kauernd alles gut genug erkennen, und murmelte: “Das sind ja noch Mädchen. Und in ihrer Aufwartung noch keine vollwertigen aufgenommenen Kriegerinnen…”
    “So ist es”, bestätigte Adriana, “denn beide sind Jägerinnen und Kundschafterinnen.”

    Das es sich um eine Provokation handelte, und dem Zweck dienen sollte sie aus dem Versteck herauszulocken war Veronika sofort klar, weswegen sie geduldig abwartete.

    Rufus hatte genug vom Warten gehabt, deshalb war er vorgetreten. Mit verächtlichen Blicken maß er die beiden Gefangenen vor sich, die immer noch gedemütigt in Sand und Staub niederknien mussten.
    “Adriana! Wir wissen das deine Bande von Verbrecherinnen und Alexander, der Verräter immer noch hier in der Nähe sind! Kommt heraus und ergebt euch, sonst werden die beiden hier sterben!”, schrie Rufus hasserfüllt. Während er diese Worte laut aus sich herausrief, hatte er ein Messer gezogen und war hinter Lalila getreten, um seiner Drohung sofort den nötigen Nachdruck zu verleihen.

    “Das wagt der Bursche nicht. Diese Tat wäre mehr als nur feige”, bemerkte eine Kriegerin namens Layla im Flüsterton, die neben Veronika stand. Doch die Prinzessin war sich da nicht so sicher, denn sie überlegte fieberhaft wie sie ihren Gefährtinnen helfen könnte.

    Die Provokationen der Soldaten der Hauptstadt und der nahegelegenen Garnison gingen indessen ohne Pause weiter. Aber die erhoffte Reaktion blieb aus.

    “Na schön”, murmelte Rufus, der Lalila schließlich an den Haaren gepackt hatte und noch einmal mit seinen Augen aufblickte und den Horizont absuchte. Doch als er sah dass nichts passieren würde, flüsterte er verächtlich: “Anscheinend bedeutest Du deinen Freunden nichts!” - während er der wehrlosen jungen Amazone die Kehle durchschnitt.

    Von dieser Tat waren nicht gerade wenige Leute entsetzt, denn die Soldaten der Stadt darunter auch sein eigener Vater, die eines wussten, nämlich das die Amazonen diesen gerade ausgeübten kaltblütigen Mord mit voller Härte rächen würden.

    Voller Abscheu hielt sich Adriana den Mund zu, während sich die Amazonen um Veronika bereits zum Kampf rüsteten.
    Gemeinsam verließen kurz darauf die beiden Blutsschwestern ihr Versteck, wobei sie auch mit lauter Stimme synchron: “Halt!”- riefen. Dies geschah genau zu dem Zeitpunkt, als Rufus auch schon Vivien an den Haaren gepackt hatte.
    “Wenn du unserer Schwester Vivien auch nur ein weiteres kleines Haar krümmst und nicht von ihr ablässt, dann stirbst du genau dort wo du jetzt stehst!”, warnte Veronika laut rufend an die Adresse von Rufus.
    Die Amazone stand dabei bereits mit gespannten Bogen neben Adriana.

    Der kaltblütige Mörder von Lalila erwiderte daraufhin spottend: “Und wie willst Du diese Drohung in die Tat umsetzen?” Er lachte kurz hämisch belustigt auf.

    Die Distanz zwischen ihnen betrug etwas mehr als 100 Meter. Schließlich küsste Rufus Vivien auch noch kurz auf die Stirn, um seine Verachtung abermals für die Amazonen auszudrücken. Die gefangene Amazone hatte Tränen in den Augen, zum einen weil ihre Gefährtin so grauenhaft hatte sterben müssen, und zum anderen weil ihre Prinzessin sie nicht aufgeben und ebenfalls noch verlieren wollte.

    Und dann endlich machte Rufus eine Bewegung, die der Anführerin der Amazonen verriet dass die Warnung klar missachtet werden würde. Aber Veronika hatte eh vorgehabt Rufus für den feigen Mord an Lalila zu bestrafen, denn sie hatte vor ihn deswegen zu töten.
    Ohne einen Kommentar entließ die Amazonenprinzessin mit einem ausdruckslosen Ausdruck im Gesicht den Pfeil, welcher auf den jungen Mann zuflog.

    Besser hätte Veronika auf diese große Entfernung auf ihren Gegner nicht zielen können, denn der Pfeil hatte Rufus mitten ins Herz getroffen. Sie war eben die perfekte Meisterin mit den Bogen. Es gab nur wenige Amazonen und auch Adriana, die ihr das Wasser in dieser Disziplin reichen konnten.

    Voller kommen unerwartet für die Soldaten der Stadt, brachen im wilden Galopp zwei schwer gepanzerte Kriegerinnen auf ihren Pferden vor um Vivien zu retten und den Körper von Lalila zu bergen. Dies war aber auch nur gelungen weil die Verteidiger der Stadt zu sehr unter Schock standen, deshalb hatten auch die eigenen Bogenschützen zu spät reagiert.

    Voller Schmerz war Agamon neben seinen bereits toten Sohn in die Knie´ gegangen, und versprach: “Nein! Ich werde deinen Tod rächen, mein lieber Sohn! O Rufus!”
    Kurz darauf hatte er sich bereits wieder erhoben und ging auf Adriana und Veronika zu, hatte aber angewiesen nicht begleitet werden zu wollen. Als er die Entfernung zu den beiden jungen Frauen in etwa zur Hälfte zurückgelegt hatte, rief er voller Wut: “Alexander! Ich werde alles was Dein ist - vernichten! Dich und Deine gesamte Familie! Beginnen werde ich mit Dir, und dieses Weibsstück welches Du als Tochter angenommen hast… dieses Hurenbalg… schicke ich Dir in die Unterwelt hinterher! Tritt also hervor Alexander, damit ich mit meiner Rache an Deinem Hause beginnen kann!”

    Aus seinem Versteck heraus konnte Eremitias dies alles dank seiner Fähigkeiten alles gut verfolgen, ließ aber die Soldatinnen und Soldaten der Leibgarde der Orici, die er aus ihrem jahrelangen Schlaf wieder erweckt hatte, immer noch nicht eingreifen.

    Doch bevor Alexander den schwerwiegenden Fehler begehen konnte sich aus der Deckung zu wagen, hatte schon längst Adriana das Wort ergriffen und rief wütend Agamon zu: “Ihr wollt euch also an einem wehrlosen misshandelten Mann vergreifen, genauso wie Rufus ein gefesseltes Mädchen ermordet hat!”
    Wütend hatte sie bereits ihren Bogen und den Köcher an ihre beste Freundin in die Hände gegeben, bevor sie einige Schritte auf ihren Feind zugegangen war.

    “Wie kannst Du dies nur wagen, mich und meinen toten Sohn zu beleidigen? So ein verfluchtes Miststück!”, knurrte der alte Kaufmann, der einst in seiner Jugend ein guter Soldat gewesen war.
    “Ich fordere Euch dennoch zu einem Zweikampf heraus! Oder traut ihr euch etwa nicht zu es mit einem Mädchen aufzunehmen, welches nicht gefesselt ist?”
    “Lachhaft. Hast Du etwa das Gesetz vergessen? Nur jemanden von edlem Blute ist es gestattet sich mit seinesgleichen zu messen, oder gar herauszufordern!”
    “Dann ist diese Regel erfüllt. Denn ich bin Adriana, die Tochter der Orici Adria, welche das verheißene Kind der Ori, der wahren Götter ist! Also solltet Ihr und auch alle anderen viel besser niederknien und um Gnade ersuchen, anstatt meiner Familie und meinen Freunden zu drohen, sowie mich und meine Herkunft zu beleidigen!”
    “Habt ihr das gehört, meine Freunde? Jetzt behauptet sie auch noch göttlicher Herkunft zu sein. Für diese hohe Anmaßung wirst du heute noch sterben, du niederträchtige Göre. Denn in nur wenigen Minuten wirst du einen Kopf kürzer sein, und danach sterben deine Familie und Freunde. Eure Leichen werden den Tieren des Feldes und der Lüfte zum Fraß dienen!”, orakelte Agamon voller Grimm und Hass im Herzen, der somit mit jenen Worten auf die ausgesprochene Herausforderung einging. Was aber auch daran lag, dass er durch den Verlust seines Sohnes geblendet war.

    Auf einen der zahlreichen Hügel stand der Prior, der zufrieden: “Sehr gut gesprochen, Tochter meiner Gebieterin. Bald ist es soweit und der Glaube an den Pfad des Ursprungs wird auch hier auf diesen Kontinent Fuß fassen, sobald du und dein Heer den Sieg über diese Geblendeten errungen haben, denn sie sind voller Hochmut und werden zu Staub zerfallen.” - murmelte. Auch sah er nur allein die Streitmacht der Amazonen, das sich noch hinter den Anhöhen verborgen hielt.

    Mit versteinerten Mienen waren beide, Adriana und Agamon, derweil weiter aufeinander zugegangen. Erst als sie nur noch eine Distanz von etwa zehn Metern voneinander trennte, blieben sie erneut stehen.
    “Du hättest bloß meinen Sohn Rufus heiraten brauchen, dann wäre all dies hier nicht geschehen und wir würden hier nicht uns gegenüberstehen… Doch nun jetzt wirst du schon sehr bald sterben, wie dann dein Vater und deine übrige Familie. Das Heer da hinter mir wird sich um die Amazonen kümmern und niedermachen”, erklärte der alte Mann, der kurz hinter sich gedeutet hatte und in derselben Bewegung seinen guten Schutzschild achtlos auf den Boden fallen ließ. Erst danach zog er sein Schwert.
    “Da dies leider wahr ist - werde ich euch leider töten müssen, Agamon. Denn es wäre für wahr für jeden den ich liebe zu gefährlich euch am Leben zu lassen”, seufzte Adriana, die ihr Schwert bereits in der rechten Hand hielt, aber ebenfalls auf den Schutzschild verzichtete, indem sie ihn auf den Boden hinter sich ablegte.

    Diese Vorgehensweise und Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, denn gereizt bellte jener zurück: “Du Närrin! Ohne einen Schild ist Dir der sichere Tod gewiss!”
    Kaum hatte er den Satz beendet, stürmte er mit einem entschlossenen Kampfschrei auf seine Rivalin zu.
    Geschickt und auch geschmeidig wich die junge Frau ihrem Angreifer aus. Sie hatte gewartet bis jener dicht vor ihr war, so stürmte Agamon ins Leere.
    Dessen wütenden Schwerthieben wich sie immer noch aus, da es ihr erster Kampf mit dem Schwert überhaupt war. Einerseits hatte sie auf den Schild verzichtet, was unter umständen tödlich sein könnte, doch andererseits hatte sie somit beide Hände frei.

    Schon nach wenigen Versuchen änderte ihr Gegner seine Taktik. Agamon war im Kampf mit dem Speer und Schwert, aber auch mit der Streitaxt geübt, und hatte dank seines Könnens und Körperkraft so einige Duelle und auch Schlachten meist stets ohne große Verwundungen überstanden.
    Deswegen konnte Adriana nur hoffen ihn mit ihren schnellen Bewegungen irgendwie zu ermüden. Dies schien bislang unmöglich, denn ihr Widersacher war trotz seines Alters in einer nach wie vor hervorragenden körperlichen Verfassung.

    Dann nach einigen weiteren Minuten ihres Zweikampfes passierte es: Adriana hatte sich übel verschätzt, wodurch Agamon eine gute Chance sah dieses Duell auf Leben und Tod zu seinem Gunsten zu entscheiden. Doch wie war es dazu gekommen? Zum allerersten Mal hatte die junge Frau sich für eine Angriffsaktion entschieden, aber dabei ihre eigene Stosskraft schwer unterschätzt. Sie geriet unglücklich ins Straucheln, was dazu führte das alle auf beiden Seiten den Atem anhielten. Adriana spürte den harten Schlag des gegnerischen Schwertes zu allererst in den Rücken, der dank des Rückenpanzers keinen gesundheitlichen Schaden verursacht hatte. Aber sie musste noch einen schnellen weiteren, aber weniger heftigen gegen ihr linkes Bein hinnehmen. Sofort spürte sie den brennenden Schmerz an jenem Bein, welches böse zu bluten begann.
    Diese beiden Schläge brachten sie also zu Boden. Hingegen schaffte sie es aber soeben noch im letzten Moment sich auf den Rücken zu drehen, und mit einem wütenden Aufschrei einen weiteren Hieb mit ihrem eigenen Schwert zu parieren. Doch ein weiterer noch härterer Schlag war zuviel, denn ihr eigenes glitt ihr aus der Hand.

    Voller Angst blickte Adriana nach oben zu Agamon, welcher die Spitze seines Schwertes an ihre Kehle hielt, und spöttisch lachte und geiferte: “Hast länger durchgehalten als ich gedacht hätte. Doch nun kommt für dich die größte Schmach, denn ich werde dich mit meinem Schwert auf den Boden hier spießen und mit deinem eigenen enthaupten…”

    Noch während er sprach, hatte der alte Haudegen schnell und kurz ausgeholt um seine Ankündigung in die Tat umzusetzen. Die Spitze seines Schwertes fuhr auf Region kurz unter ihrer Brust nieder - federte aber vollkommen unerwartet aus seiner Sicht so heftig am Brustpanzer von der Rüstung Adrianas ab, dass Agamon durch jene Wucht ein paar Meter weit weggeschleudert wurde und hart zu Boden ging. Davon war er so benommen, dass er eine zeitlang regungslos liegen blieb.
    Dies lag daran dass die komplette Rüstung seiner Gegnerin aus einem besonderen Metall gefertigt worden war, wie auch der Dolch und das Schwert.

    In ihrer ungünstigen Lage hatte Adriana in ihrer Verzweiflung aber hervorragend reagiert, und unbemerkt von ihrem Gegner schon bereits kurz nach dem Verlust des Schwertes, das ihr aus der rechten Hand entglitten war ihren Dolch gezogen.
    Agamon hatte sich bereits mit einem fluchenden Schimpfen bereits wieder erhoben und war kurz davor wieder auf seine Gegnerin loszustürmen. Aber die junge Frau reagierte wieder gut, denn sie schleuderte ihre einzige verbliebene Waffe dem Mann entgegen.

    Ohne Probleme durchdrang der Dolch von Adriana den harten ledernen Panzer von Agamon in der Höhe des Bauches.
    “Du verdammtes elendiges Miststück!”, röchelte er fluchend schwer getroffen. Seine Angriffsbewegung war somit verzögert worden, was der jungen Frau ermöglichte wieder ihr Schwert in die Hände zu nehmen.

    Beide waren somit verwundet. Adriana hatte einen leichten Schnitt am Oberschenkel, und Agamon eine tiefe Stichwunde im Bauch, die übel zu bluten begonnen hatte nachdem er den Dolch entfernt und wütend in Richtung seiner Gegnerin geschleudert, aber knapp verfehlt hatte. Schnell hatte sich die junge Frau gebückt und diese Waffe wieder sicher in der Scheide verwahrt.
    Überraschenderweise hatte sie solange gewartet bis ihr Todfeind ebenfalls sein Schwert wieder in den Händen hielt, nachdem er es nach der Attacke von Adriana hatte fallen lassen.

    Der alte Mann wusste dass er die junge Frau so schnell wie nur möglich bezwingen musste, denn sonst würde er diese Auseinandersetzung nicht überleben können. Er spürte regelrecht wie das warme Blut seinen Körper verließ.

    Durch diese schwere Verwundung des Feindes sah sich Adriana im Vorteil, worauf sie ihre wirkliche zweite Offensivaktion folgen ließ. Sie hatte gewartet bis Agamon seinen Hieb gesetzt hatte, ehe sie sich schnell halb um ihre eigene Achse gedreht hatte, mit einem kräftigen Schlag mit ihrem Schwert das von ihren Gegner zerschlug. Dabei bewegte sich aber die junge Frau so schnell und fließend, dass sie es zunächst gar nicht bemerkte, sondern abermals ausholte und mit aller Kraft zugestochen hatte.
    Agamon sah kurz an sich hinab, und sah das Schwert seiner Feindin seinen eigenen Leib durchbohrt hatte, denn jene Stand nur etwa einen halben Meter von ihm entfernt.

    Aus dem Mund blutend war er schließlich auf die Knie gesunken, musterte die junge Frau kurz und murmelte dann mit einem leisen Seufzen fragend: “Wieso hat dein Brustpanzer keinerlei Kratzer?”
    “Weil die Ori mich schützen. Und der Schnitt an meinem linken Bein wird schon sehr bald verheilt sein”, antwortete Adriana, die ihr Schwert dann langsam aus Agamon herauszog, welcher kurz darauf auf die linke Seite kippte und seine Seele aushauchte.

    Diesen Ausgang des Zweikampfes wollten die Soldaten von Capripolia nicht akzeptieren. Daher stürmte das Heer auf Adriana zu, die schnell zu ihren Schutzschild eilte und jenen seinem Zwecke entsprechend verwendete. Sie blieb ohne weitere Wunden als ein böser Pfeilhagel auf sie herniederging.
    Aber auch ihre Angreifer wurden von einem solchen begrüßt, denn das auf der Lauer liegende Heer der Amazonen griff ein.
    “Los Soldatinnen und Soldaten der Ori - vernichtet die Feinde der Tochter der Orici!”, befahl Eremitias den bereitstehenden 24 Frauen und Männern der Leibgarde seiner Gebieterin, die sich ebenfalls nun in den Kampf einschalten durften.

    Eine heftige Schlacht vor der freien Fläche von Capripolis entbrannt. In erster Linie wurde eine sichtlich erstaunte Adriana von den Soldaten der Leibgarde zuerst abgeschirmt, was ihr den Rückzug vom Schlachtfeld ermöglichte. Eine Phalanx von 8 von ihnen blieb zu ihren Schutze bei ihr, was es Adriana endlich ermöglicht hatte vom Heilelixier zu trinken, während die anderen Gardisten mit aller Kraft die Amazonen unterstützten.

    Dem vollkommen überraschenden Angriff der beiden Streitkräfte konnten die Verteidiger so gut wie nichts entgegensetzen, weil die Leibgarde der Orici ihre Stabwaffen mit tödlicher Präzision einzusetzen wussten.

    Viele der Krieger von Capripolia flohen zurück in die Stadt. Aber ihre Verfolger setzten ihnen sofort nach. Ihre Verfolger drangen erfolgreich in die Stadt ein, und plünderten dann noch viele Bezirke der Hauptstadt aus.
    Mit reicher Beute zogen die Amazonen gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten der Ori wieder ab.
    Einer der überlebenden Senatoren des Königreiches Capripolia stöhnte in der Nacht vor dem Tempeln klagend: “Heute haben wir Phobos erfahren! Weh uns, wenn diese junge Kriegerin wiederkehrt! Weh uns! Helft uns Götter, sonst sind wir verloren!”


  5. #44
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    Danke an alle Leser, sowie an die 2 Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    Die Zeit ist mal wieder einmal gekommen und es gibt ein neues Kapitel, welches den Auftakt einer Reihe ist wo der Fokus auf das BSG-Universum liegt.
    Wünsche allen viel Vergnügen beim Lesen

    Odyssee
    Folge 2.04 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 1


    Andromeda-Galaxie
    Cyrannus Star System
    Helios Beta System
    Ouranos Asteroid Belt

    Erstaunlicherweise waren alle ausgesandten Puddle-Jumper-Verbände, viel eher wieder am Treffpunkt eingetroffen, als die nervöse Expeditionsleiterin vermutet hatte. Worüber jene verständlicherweise sehr froh, denn dies sparte kostbare Zeit.

    Über eine darauffolgende Videokonferenz wurde die große Menge der gesammelten Informationen jedem Expeditionsmitglied so gut es ging vorgestellt. Das Interesse war groß, was anhand der Ansammlung von Personen in den Cockpitsektionen der Jumper nicht zu übersehen war. Jeder von uns versuchte einen Blick auf die Monitore zu erhaschen.

    Als die stundenlangen Präsentationen zu Ende waren, beratschlagten sich die wichtigsten Mitglieder eine Stunde lang, auf welchen der beiden bewohnten Planeten zuerst einen Besuch und eine genauere Erkundung stattfinden sollte.

    Letztendlich entschied Miss Shen: “…und da wir diesen Planeten hier am nächsten sind, nehmen wir ihn uns zuerst vor! Er weist ein stabiles und mildes Klima auf. Den anderen Planeten, ebenfalls bewohnt ist und der von einem Mond umkreist wird, nehmen wir uns als nächstes vor! Da wir uns auf immer noch unbekanntem Terrain befinden, verbleiben alle Jumper im Tarnmodus bis wir die Atmosphäre unseres Ziels erreichen und jene durchqueren müssen! Weitere Anweisungen gebe ich bekannt sobald wir dort sind!”


    Milchstraße
    Goa’uld-Planet

    Mit großem Misstrauen beäugte Selene nach wie vor die große Anzahl von Fundstücken, welche Athene ihr zur Ansicht vorgelegt hatte.

    “Ich will gar nicht erst wissen, wie Du an all das hier herangekommen bist… Ah, das Zeichen von Ba´al!”
    “Genau, meine Teure. Dieser alte Gauner, der wie ich selbst eine Weile angenehme Zeit auf der Heimatwelt Tau’ri verbracht hat, war sehr fleißig gewesen. Ba´al hat sogar geplant ein eigenes Netzwerk von Cha’apa’ai zu installieren. Sein Ziel war es dadurch den Tau´ri den Zugriff auf ein abgeschirmtes neues Imperium zu erschweren. Doch wie leider nur allzu oft in dieser Zeit kamen ihm diese Menschen vom Stargate-Kommando, die Luzianische Allianz und schließlich auch noch diese Ori-Anhänger in die Quere”, berichtete die andere Goa’uld, die verächtlich den Mund verzog als sie von den Tau’ri sprach.

    Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort und sprach von weiteren geheimen geplanten Projekten von Ba´al.

    “Er hat was getan? Habe ich das gerade korrekt verstanden - ist das wirklich wahr? Er hat unzählige genetische Proben von den Systemlords und weiteren Lords, sowie Goa’uld gesammelt…”, stockte Selene erschrocken, während Athene mit ihr sprach. Diese konnte die Unterbrechung nachvollziehen, weshalb sie entspannt und ruhig blieb.

    “Ich verstehe Deinen Unmut über diese Information. Systemlord Ba’al hat in der Tat von so gut wie jeden Goa’uld genetische Proben gesichert. Dabei sind alle seine Agenten ein hohes Risiko eingegangen… er war allen Anschein nach sehr erfolgreich mit diesem Experiment.”
    “Und er hat Dich in diesen Plan eingeweiht? Aber wie soll er funktionieren? Denn mich beunruhigt so ziemlich diese fremde und gefährliche Rasse, die Dank der dummen Menschen von der Erde in unsere Galaxie eingedrungen ist… Also was genau ist der Plan?”, wollte Selene wissen.

    Nach einem kurzem tiefen Durchatmen antwortete Athene: “Ich verstehe und teile Deine Sorgen, meine Liebe. Doch hat Ba’al auf Grund seines guten Netzwerkes schon lange Kenntnis über diese Rasse, die die Menschen Wraith nennen. Daher konnte er auch gut planen um dem Volk der Goa’uld einen Neubeginn zu ermöglichen, damit wir wieder zu alter Größe und Macht erlangen. Es wird nur eine kleine Streitmacht hier in dieser Galaxie verbleiben, gewissermaßen als ein Brückenkopf.”
    “Wir werden also unsere Heimatgalaxie verlassen um diesen Plan umzusetzen”, war daher die Schlussfolgerung der anderen Goa’uld, die in Kara steckte.
    “So ist es. Wir werden schon sehr bald aufbrechen”, unterstrich die andere Goa’uld mit einem zuckersüßem Lächeln, die aber weitere Details noch unenthüllt ließ. Denn sie verriet weder den Brückenkopf in der Milchstraße, noch das Ziel zu dem man aufbrechen würde.

    Erde
    USA - Homeworld Command

    Schon eine längere Zeit war Jack O´Neill in seinem Büro nervös auf- und abgegangen. Dabei ignorierte er sämtliche Anrufe, die er als unwichtig erachtete. Aber hin und wieder musste er doch ein wirklich wichtiges Telefonat, wie vom US-Präsidenten, dem Vorsitzenden des IOA oder UN-Generalsekretär entgegennehmen, worauf ihn seine Assistentin hinwies.

    Für den Moment hatte er zwar Ruhe, da er den aktuellen Bericht von Samantha Carter auf seinem Schreibtisch lag. Er wusste aber auch dass sowohl Commander Doran und noch einige weitere wichtige Personen derselbe Bericht vorgelegt worden war.

    Es hieß also warten. Und dies war eine Eigenschaft, die General O´Neill nur ungern auf die Probe stellte - zu wichtig war das Resultat und die Entscheidung, die Commander Doran auf Grund des Berichtes fällen würde. Jack hoffte inständig dass es keinen weiteren Krieg mit der Luzianischen Allianz geben würde. Der Trumpf für die Erde könnte sein, dass sowohl Brigadier General Samantha Carter und Doktor Daniel Jackson sich dazu bereit erklärt hatten als Botschafter zu Commander Doran reisen. Gemeinsam wollten sie dem Luzianer die Erkenntnisse über das Verschwinden seiner Schwester Jill Ludien überbringen.


    Andromeda-Galaxie
    Heimatkolonie der Zylonen

    Verborgen in einem Nebel, viele Lichtjahre jenseits der Waffenstillstandslinie befand sich die gewaltige Heimatkolonie der Zylonen. Diese war umsäumt von einer gewaltigen Armada von Basis-, Hilfs- und Wiederauferstehungsschiffen.

    Im großen Kontrollraum hatten sich alle Modelle, der menschlichen Form aber auch einige Zenturios versammelt um gemeinsam den Angriff auf die Menschen zu koordinieren und zu überwachen. Obwohl es nicht ein normaler Krieg werden sollte um seinen Feind die eigene Überlegenheit zu zeigen. Nein. Die Menschheit sollte, wenn es nach dem Willen insbesondere von Cavil ging, ganz und gar für immer ausgelöscht werden.
    “Schade dass ich hier sein muss. Würde viel lieber selber gerne ein paar Menschen unschädlich machen”, erklärte einer der Dorals ein wenig verstimmt.
    “Dafür wird es bestimmt noch einige Gelegenheiten geben”, versuchte einer der Cavils ihn zu beschwichtigen, “aber auch unsere Anwesenheit hier ist von großer Wichtigkeit.”

    Cyrannus Star System
    Helios Beta System
    Leonis

    Der Zielanflug hin zum Zielplaneten war noch einigermaßen normal. Erstaunen erfasste alle erneut als man an einigen der gewaltigen Kriegsschiffe vorbei flog, die eindeutig für den Schutz dieser Welt verantwortlich waren.

    “Hier Shen! Wir suchen uns eine Stelle wo nicht so viele Kriegsschiffe im Orbit dieses Planeten stationiert sind! Ende!”

    Wie von der Expeditionsleiterin angeordnet umkreiste unsere Jumper-Flotte den Planeten.

    “Wow! Schaut euch mal dieses Riesending an!”, schluckte Lieutenant Tessa de Vaux, die ihr Erstaunen nicht verbergen konnte.
    “Das gewaltige Schlachtschiff heißt wohl Athena”, ergänzte First Lieutenant Jiao Jin, die sehr beeindruckt von der Leistung der Erbauer war, “solche Schiffe könnten wir sehr gut auch zuhause gebrauchen.”

    Endlich hatte man eine Stelle im Orbit erreicht, der weniger stark bewacht wurde. Der Grund dafür war klar, es befand sich keine Besiedlung unter uns, sondern nur Natur.

    “Okay! Festhalten, wir gehen runter! Auf Turbulenzen gefasst machen!”, warnte Jin, ehe sie tiefer ging. Im genau richtigen Zeitpunkt schaltete de Vaux die Tarnung aus.

    Auf der Battlestar Athena bemerkte man kurz zwölf auftauchende kleine Objekte von der Größe eines Raptor auf den DRADIS-Monitoren, die ganz kurz vor der Atmosphäre des Planeten aufgetaucht waren.
    “Verfluchte Schmuggler!”, schimpfte der XO des Schiffes der die Wache hatte.
    Der Taktikoffizier nickte: “Ja. Die werden in letzter Zeit immer dreister…”

    Noch während sich die beiden Kolonialen Offiziere miteinander besprachen, tauchten mehrere Dutzende Signale auf dem DRADIS auf.
    Es waren die Zylonen, die sofort ohne jegliche Vorwarnung ihren Angriff auf die Zwölf Kolonien von Kobol starteten.


    Cyrannus Star System

    In den gesamten Zwölf Kolonien von Kobol waren somit die dunkelsten Stunden seit über vierzig Jahren in der Kolonialen Geschichte hereingebrochen.
    Denn in allen vier Sternensystemen in denen sich die bewohnbaren Welten befanden, waren die Zylonen wie geplant simultan hereingefallen, wobei die im Orbit stationierten Verbände der Kolonialen Flotte vollkommen überrascht worden waren. Dies gelang durch clever gestohlene Geheiminformationen, womit es den Angreifern gelang in die Rechner des Verteidigungsministeriums zu gelangen, sowie die größtenteils Computersysteme der Verteidiger lahmzulegen.

    Nur eine geringe Anzahl von Kampfsternen war immun gegen die Angriffe auf die Bordcomputer, die sich deswegen einer gewaltigen Übermacht ausgesetzt sahen.

    Während über allen Planeten der Kolonien erbittert gekämpft wurde, schossen die Zylonen zahlreiche Atomraketen ab um alle Besiedlungsstätten der Menschheit und ihre Bewohner auszulöschen.


    Cyrannus Star System
    Helios Beta System
    Leonis

    Unsere Jumper-Flotte hatte gerade eben erst die äußere Atmosphäre durchquert als die ersten Atombomben der Zylonen auf der Planetenoberfläche einschlugen. Somit begann ein wahres Inferno in das man vollkommen unvermittelt hineingeraten war

    Man erwog kurz einzugreifen, was aber verständlicherweise mit der Begründung - ´Man wisse nicht in diesem Falle wer die Guten und die Bösen seien´ - abgelehnt.
    Unten auf dem Boden des Planeten angekommen, schaltete man vom Tarnschild auf den Schutzschildmodus um. Die Strahlungswerte stiegen rasant an.
    Voller Neugier starrte man entweder nach vorne durch das Cockpit-Fenster hinaus ins Freie, oder richtete seine Blicke auf die holografischen Displays der Jumper.

    Zur selben Zeit kontaktierte Miss Shen das medizinische Personal der Expedition, während sich Major Ivan Karpov aus dem vierten Jumper über Funk zu Wort meldete: “Unserer Quadrant wird gar nicht bombardiert. Doch dafür konnten wir seit geraumer Zeit mehrere Jagdflugzeuge und schwere Truppentransporter erkennen. Ich schlage daher vor, dass wir ein Team zusammenstellen um zu erfahren was da draußen im Gange ist.”

    “Ich stimme dem Vorschlag des Major zu. Ist eine militärische sinnvolle Entscheidung um zu erfahren womit wir es hier zu tun haben!”, brummte Colonel Chou, der Jumper #2 kommandierte.

    “Wieso überrascht es mich dann auch nicht mehr, dass sowohl die Amerikaner, Chinesen, Russen und Israelis Antistrahlungsmedikamente in den letzten Jahren entwickelt und auch mit auf die Expedition mitgenommen haben”, brummte Doktor Kim Park, die aus Südkorea kam und im dritten Jumper saß.
    Während der angelaufenen Vorbereitungen für den ersten Außeneinsatz auf dieser Mission, stellte sich heraus dass die Luzianische Allianz ebenfalls derartige Medikamente besaß.

    Konzentriert kontrollierte Miss Shen noch einmal die Liste der Kandidaten, bevor sie sich für die Zusammensetzung des Erkundungsteams entschieden hatte.

    “Na toll! Ich werde ein Versuchskaninchen!”, meinte Leutnant Jessica Schneider zynisch, als die chinesische Ärztin ihren Hals für die Behandlung vorbereitete um das Serum zu injizieren. Außer der Bundeswehrsoldatin wurden außerdem noch Lieutenant de Vaux und Leutnant Kanchleskov mit dem Serum behandelt. Nur mir allein blieb die Behandlung dank meiner Mutation erspart.
    Außerdem war der Vorrat dieses Mittels limitiert, weswegen nur wenige für den Einsatz außerhalb der Jumper zum Einsatz kamen. Außer uns vier bereiteten sich noch Lieutenant Cassandra Fraiser, Ta’mon, Anise/Freya, Masay, Tuma Mu’lon, Jill Ludien, Captain Sharon Satterfield und Second Lieutenant Jiao Ma dafür vor.

    “Und warum das alles - nur um auf Wolfrino aufzupassen”, murmelte die Soldatin, die sich die Injektionsstelle rieb, da das Serum für einige Sekunden einen Juckreiz auslöste.
    “Von mir aus hätten Sie auch hier im Jumper bleiben können…”
    “Zu spät. Außerdem habe ich meine Befehle, Kollege. Und jetzt raus… an die frische Luft”, brummte sie sarkastisch.

    Fast gleichzeitig traten wir zwölf heraus. Der Jaffa Ta’mon und ich sahen uns sofort wachsam um. Wobei meine anderen Sinne zusätzlich auf höchstem Niveau zu arbeiten begannen. Es roch unter anderem nach verbranntem Holz, geschmolzenem Gestein und Metall.

    Langsam bewegten wir uns vorwärts. Drangen immer tiefer in den Wald vor. Nach ungefähr vier Kilometern erreichten wir eine alte Besiedlungsstätte.
    “Was ist los Masay?”
    “Hier hat vor kurzem ein Kampf stattgefunden. Der aber nicht lange angedauert hat”, antwortete der Tok’ra-Kämpfer auf die Frage von Anise.
    Derweil sah sich der Jaffa die Gegend genauer an. Wir hatten eine alte Ruine vor uns, die wohl früher eine Festung gewesen sein muss.

    “He! Was gibt es hier die ganze Zeit über zu schnuppern, Wolfrino? Ist mein Deo etwa so mies?”, fragte Jessica Schneider irritiert, die neben mir stand, weil ich seit einigen Minuten bereits unentwegt die Luft prüfte.
    Schließlich war ich mir sicher, und warnte daher die anderen: “Hier riecht es gewaltig nach irgendeinem Gas, Leute! Und, mit ihrem Deo ist alles in Ordnung Leutnant.”
    “Okay! Das Zeug hat sich offenbar hier drin gesammelt. Dann also nichts wie weg hier!”, entschied Captain Satterfield, weil sie die höchsten militärischen Rang innehielt.
    Aber da war noch etwas anderes, was ihr vertraut aber zugleich auch fremd vorkam, denn tief in ihr drin stieg immer mehr ein seltsames dunkles Gefühl und auch Verachtung auf.

    Diese Regung wurde von einem Moment auf den anderen abrupt gestoppt, als sich die Stimme von Tessa de Vaux bemerkbar machte, die offensichtlich mit jemand zu sprechen versuchte.


  6. #45
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    So, das Zeitfenster ist mal wieder herangerückt Danke an alle Leser, und besonders an die 2 Button-Drücker: Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    Viel Spaß mit der Fortsetzung.

    Odyssee
    Folge 2.05 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 2


    Andromeda-Galaxie
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    Alleine hatte sich Lieutenant de Vaux von ihren übrigen Teamgefährten entfernt, weil sie etwas gehört hatte. Es klang wie ein sehr leises Seufzen, was zeitweise aber immer wieder erneut von einem beinahe lautlosen Fluchen unterbrochen worden war.
    Da auch ich dies wahrgenommen hatte, folgte ich der amerikanischen Soldatin zunächst nur mit den Augen.
    Schließlich war Tessa stehengeblieben, da sie nach kurzer aber sorgfältiger Suche die Ursache dafür gefunden hatte.

    “Oho! Langsam bitte jetzt. Ja. Also bitte jetzt nicht gleich unbedacht losballern, ja”, bat Lieutenant de Vaux, welche vor einem dichten Buschdickicht stand. Langsam bewegte sie ihre Hände vom Körper weg. Dies erweckte meine Neugier, weil mein schärferer Geruchssinn den Duft von Blut wahrgenommen hatte. Auch Leutnant Schneider folgte mir, die nebenbei leise in ihr Funkgerät sprach: “Wolfrino scheint eine Schwäche für eine Kameradin zu haben… ich gehe da mal besser mit.”

    Die Schweißperlen auf der Stirn von Tessa de Vaux wurden immer mehr und auch größer, denn die junge Frau, die in einem schwarzen Kampfanzug vor ihr lag war nicht nur schwer verwundet worden, sondern zielte mit wohl allerletzter Kraft mit ihrer Handfeuerwaffe auf sie.
    Die US-Soldatin versuchte sie zu beruhigen als Jessica und ich hinzutraten.
    “Wer… wer bei den Göttern seid ihr?”, fragte sie hustend, die dabei kurz ihre Pistole umherschwenkte.
    “Wir sind Menschen, genau wie sie auch. Sie benötigen so schnell es geht medizinische Hilfe. Lieutenant Fraiser kann Ihnen helfen”, versuchte Tessa zu erklären, als Cassie ebenfalls im Blickfeld der unbekannten noch namenlosen Soldatin erschien.
    Cassandra Fraiser hatte aufmerksam das Geschehen mitverfolgt, und sich mit größter Vorsicht genähert.

    “Wir benötigen eine Trage”, brummte Leutnant Kanchleskov, der bereits nach einigen geeigneten Ästen und Zweigen für eben eine solche suchte.
    “Sie ist nicht transportfähig, Kanchleskov! Noch nicht…”, wies sofort Lieutenant Fraiser seufzend ab, die wusste dass sie die junge Frau umgehend notoperieren musste, wenn sie jener das Leben retten wollte.
    “Sie wollen an mir herumdoktern?”, stutzte die eher widerwillige Patientin, die sofort auf Cassie zielte.
    Diese entgegnete: “Ich habe einen Eid geleistet. Bitte, lassen Sie mich es tun, denn sonst sterben Sie in den nächsten Stunden. Bitte.”
    Lieutenant Fraiser flehte die verwundete Soldatin an, der die Tränen vor Schmerzen in den Augen standen.

    Auf Grund ihres Zustandes verlor die Verletzte kurz darauf auch noch das Bewusstsein. Jetzt sah Cassie den Moment gekommen nicht noch länger kostbare Zeit verstreichen zu lassen, sondern zu handeln und entschied daher: “Okay! Dann mal los: Wir bringen sie erst einmal von hier weg, sobald ich die Wunde… oh man sieht das böse aus… mit einem Verband verdeckt habe. Anise! Ich benötige ihre Hilfe, sowie die von Mu’lon, Kanchleskov, Satterfield und Ma. Es wird hier eine sehr komplizierte Notoperation auf einem heißen Terrain. Und jetzt ganz vorsichtig… ja, da hin. Ja, genau darüber. Gut. Und jetzt die sterile Plane!”

    Einige aus unserem Team transportierten die schwer verwundete koloniale Soldatin dorthin wo es Cassie wollte. Es war eine kleine Anhöhe mit einer Mauer und einer Formation von Steinen und Felsen, die einigermaßen für eine gewisse Zeit im Ernstfall gut zu verteidigen sein würde. Dort hatte man schnell etwas für ein medizinisches Lager vorbereiten können.

    Kaum war die sterile Plane als Zelt verschlossen worden, verteilten wir anderen sechs uns. Aber eines war auch klar, weshalb wir die Bitte äußerten im Ernstfall jede Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen die nötig sei.


    Drinnen im notdürftigen OP-Zelt entfernte Cassandra zunächst die militärische Ausrüstung und Kleidung ihrer Patientin. Dabei stieß sie unvermeidbar auch auf deren metallene Erkennungsmarke. Darauf war der Rang und Name, Private Sandra Kieras, die militärische Zugehörigkeit, Koloniale Marines, sowie die Dienstnummer, CM10012-AF, eingraviert.
    “Sie werden leben Private Sandra Kieras, das verspreche ich Ihnen”, murmelte Lieutenant Fraiser, die sogleich mit höchster Konzentration mit ihrer Aufgabe begann.


    Draußen gingen wir lange ebenso konzentriert auf und ab, wobei wir damit beschäftigt waren nach guten Stellen für unsere potentielle Verteidigung zu suchen.

    “Hiergeblieben! Schön in Sichtweite von mir bleiben! Also höre damit auf hier alleine herumzutigern, denn wir brauchen Dich vielleicht schon in der nächsten Sekunde hier!”, mahnte meine persönliche Aufpasserin. Dies bewies einmal mehr wie genau Leutnant Jessica Schneider ihren Auftrag nahm mich im Auge zu behalten.
    “Irgendjemand muss sich hier umsehen… und dafür bin ich nun einmal am Besten geeignet…”
    “Kommt gar nicht in Frage, Wolfrino! Und da mein Befehl eindeutig ist, müsste ich Dich begleiten. Somit würden hier schon zwei für die Verteidigung fehlen. Und dabei sind wir hier schon total unterbesetzt… Also hiergeblieben, sonst lege ich Dir Handschellen an”, erwiderte die Bundeswehrsoldatin im energischen Tonfall.
    “Wenn Sie glauben dass das mich zurückhält…”, murmelte ich leise mit einem leichten Schmunzeln.
    Daraufhin funkelte sie mich sofort mit einem wütenden Blick an.

    Ta’mon, der unserer Position am nächsten stand, hatte unsere Unterhaltung mit angehört und trat heran um sich als Späher anzubieten. Der Vorschlag des Jaffa wurde ohne lange zu überlegen angenommen, worauf jener wenige Minuten später auch schon im Unterholz verschwand.

    Kaum war er weg, rückten wir zusammen geschlossen einige Meter zurück.
    Die Soldatin Jill Ludien von der Luzianischen Allianz fragte flüsternd: “Weswegen fordern wir nicht ein paar der Jumper zu unserer Unterstützung an?”
    “Wäre auch nur allzu schön… Aber wir wissen nichts über den Feind, der diesen Planeten und vielleicht noch weitere angreift. Es wäre zu riskant, da man unsere Funksignale vermutlich auffangen und unsere Positionen ermitteln könnte”, antwortete Tessa de Vaux leise.


    Im Orbit von Leonis und den anderen besiedelten Welten der Zwölf Kolonien von Kobol waren eine heftige Schlachten entbrannt, die die Kampfsterne, die noch nicht dem Computerviren der Zylonen zum Opfer gefallen waren, gegen die Angreifer führten. Dies hinderte die Angreifer nicht daran nach und nach auch Bodentruppen abzusetzen.


    Helios Alpha System
    Orbit von Caprica & Gemenon
    Battlestar Caprica

    Auf dem DRADIS sah der arme Commander Williams es nicht als einziger im CIC. Wieder war das Signal eines weiteren Kampfsterns für immer verschwunden. Bis jetzt waren es unter anderem die Acropolis, Gemenon, Yashuman und die Theben, von denen nur noch Trümmer existierten.

    Die verschwitzten Hände hatte er auf die Konsole gelegt, und schließlich löste er seinen Blick von dem Bildschirm über seinem Kopf. Der Kommandeur des Kampfsterns des Valkyrie-Typs musste allmählich eine Entscheidung fällen, denn immer mehr Leute, die unter seinem eigenen Befehl standen verloren ebenfalls ihre Leben.

    “Na gut. Wir nehmen so viele Viper und Raptor an Bord auf wie es uns möglich ist! FTL?”
    “Auf Stand by, Sir.”
    “Sprung auf meinen Befehl!”
    “Unsere Verluste sind enorm… wir müssen hier so rasch wie nur möglich hier weg!”, mahnte der XO, als die Caprica von einem weiteren Treffer schwer erschüttert wurde.
    “Alles klar. Danke, Captain… und Sprung!”, befahl Williams, nachdem er die Bestätigung erlösende Bestätigung erhalten hatte.

    Orbit von Tauron
    Battlestar Centauria

    Seit dem Überraschungsangriff trotzte der mächtige Kampfstern der Mercury-Klasse den Angriffen der Zylonen. Die Centauria hatte Glück im Unglück, denn nur durch eine Panne im Zentralrechner an Bord hatte es der Computervirus der Zylonen es nicht geschafft sich auszubreiten.
    Doch es wurde immer enger, denn der FTL war immer noch offline und die Zylonen gewannen durch ihre zahlenmäßige die Oberhand, und begannen damit die Centauria einzukreisen.

    “Verdammt noch mal! Wie lange dauert das denn noch? Machen Sie endlich was, sonst reißen uns diese verfluchten Toaster genauso brutal den Arsch auf, wie den anderen aus unserer Battlestar Group!”, schrie Admiral Thasos voller Ungeduld über den Lärm hinweg einen seiner Technikoffiziere zu. Er versuchte dabei seine eigene Furcht zu verbergen.

    Da meldete sich einer der Kommunikationsoffiziere zu Wort: “Sir. Die Icarus und auch die Tauron sind weg! Sie sind ohne uns gesprungen… und jetzt auch noch die Demeter!”
    “So - der FTL ist wieder online!”
    “Na endlich. Bringen Sie uns hier endlich raus!”, bellte der Admiral heiser geworden.


    Helios Beta System
    Ouronos Asteroid Belt
    Battlestar Tauron

    Gestresst von der Hektik und dem ständigen Gerede in ihrem CIC hatte Commander Sara York ein lautes Machtwort gesprochen. Mit Erfolg, denn die Gespräche und das Gerenne um sie herum waren weniger geworden.
    Zum anderen kam hinzu dass ihr Schiff, eines der Berzerk-Klasse, eigentlich nicht dafür bestimmt war alleine in eine tobende Schlacht zu ziehen, sondern Battlestar Groups mit benötigter Ausrüstung zu versorgen und im Kampf die eigenen Viper und Raptor zur Unterstützung starten zu lassen. Dennoch konnten sich diese Schiffe für einige Zeit gut zur Wehr setzen, aber nicht in der augenblicklichen Situation. Der eigene FTL war defekt und sie wurden von einem großen Geschwader von Zylonenjägern verfolgt.

    “Neuer DRADIS-Kontakt! Genau vor uns!”
    “Mist!”, schluckte Sara York, die bisher ihr Kommando mehr als nur gut durch diese sehr gefährliche Lage geführt hatte.
    “Vorerst Entwarnung, Sir. Es sind die Centauria und die Caprica. Die Identifikationscodes sind identisch!”, meldete die Kommunikationsoffizierin rasch, was die Aufregung im CIC sofort wieder abebben ließ.
    Commander York seufzte erleichtert: “Sehr gut. Das erhöht unsere Überlebenschancen. Steuermann! Bringen Sie uns zwischen die Centauria und die Caprica! Unsere Viper sollen wenden und den Kampf gegen die feindlichen Jäger wieder aufnehmen!”

    Ihr Glück war es dass sie sich weit genug entfernt von den beiden Kolonien Leonis und Virgon befanden, was ihnen nebenbei die ganze Zeit über ermöglicht hatte Raptor und Viper samt Besatzungen zu bergen, sowie ein paar zivile Passagierschiffe zu evakuieren.


    Helios Delta System
    Orbit von Aquaria
    Battlestar Ajax

    Der arme Commander Thomas Sassari hatte leider nur Bruchstücke von den letzten Befehlen des Admirals, der die Triton befehligte, verstehen können bevor die Verbindung endgültig zusammengebrochen war. Seit einigen Stunden bereits tobte der erbitterte Kampf um die wohl kleinste und bevölkerungsärmste Kolonie der Stämme von Kobol. Deswegen war auch nur eine kleinere Battlestar Group dort stationiert worden. Aber dies war den Zylonen egal, denn sie hatten ja eh das Ziel die komplette Menschheit ein für alle mal auszulöschen.

    Mit blankem Entsetzen nahm er die Nachricht auf, dass sowohl die Triton als auch die Aquaria zerstört worden waren. Allen an Bord seines Kampfsternes der Valkyrie-Klasse war sofort klar - sie würden als nächste dran glauben müssen. Denn hohe Verluste hatten sie schon bereits hinnehmen müssen.
    Aber Sassari wollte es nicht dazu kommen lassen, daher ordnete er an: “Wir werden noch alle Evakuierungsraptor von der Triton und Aquaria an Bord nehmen, ebenso die Viper! Meldet unseren Jungs und Mädels dass sie 10 Minuten haben, dann sind wir hier weg! FTL?”
    “Ich warte nur auf ihren Befehl, Commander.”
    “Sehr gut, Lieutenant. Haltet euch alle bereit!”, brummte dieser zufrieden.
    Im Stillen nur ganz für sich allein dachte er, während er abwechselnd nur noch auf die Uhr, das DRADIS und die Überwachungsmonitore starrte: ´Bin ich froh so was darüber dass es seit einigen Jahren schon die Stretched-Version der Valkyrie-Class-Battlestars gibt. Dies erhöht unsere Aufnahmekapazität um mindestens 50 Prozent.´

    Alle an Bord der Ajax wussten dass ihre Zeit ablief, denn die Zylonen versuchten sich in die Computersysteme des Kampfsterns zu hacken.


    Helios Beta System
    Leonis

    Mit größter Sorgfalt führte Cassandra Fraiser nach wie vor die schwierige Notoperation durch. Dabei hoffte sie sehr, dass die verwendete Kochsalzlösung genügen würde um den ohnehin schon akuten Blutverlust auszugleichen. Dennoch hatte sie sicherheitshalber Sharon Satterfield damit beauftragt die Blutgruppe zu bestimmen.

    Ein hochgehaltener Daumen signalisierte ihr die Nachricht, dass man eine passende Blutkonserve glücklicherweise mit dabei hatte.
    “Puh! Die Blutung ist gestoppt. Halten sie die Klammer fest, somit bleibt das Gefäß geschlossen und ich kann etwas besser sehen! Hat sich wohl verdammt tief eingegraben, deswegen hat sie wohl so starke Schmerzen…”, murmelte Cassie während sie ihre Arbeit mit sicheren Fingern fortsetzte.


    Milchstraße
    Erde
    USA - Los Angeles, Phoenix Foundation

    Was hatte MacGyver gerade von einem der Techniker hören müssen. Er wollte es einfach nicht wahrhaben.
    “Könnten Sie das bitte noch einmal wiederholen, Ben!”
    “Tut mir leid Mister MacGyver, aber diese ID-Karte ist nicht funktionsfähig, weil es sich um eine billige normale Blankokarte handelt.”
    “Ich kann mir bereits denken wo die echte Karte abgeblieben sein könnte… First Lieutenant Jin”, seufzte Mac, der deswegen schon zum Telefon griff um sich mit dem IOA in Verbindung zu setzen.


    Deutschland - Hamburg

    Jeder auf dem Kommissariat, vorneweg natürlich besonders Jasmin, hatte Jeanne ihre volle Unterstützung zugesagt. Viele kannten das Gefühl jemanden zu verlieren, doch ihre arme Kollegin hatte in wenigen Jahren den wohl wichtigsten Menschen in ihren Leben gleich zweimal verloren.

    Nicht gerade wenige versuchten mehr als Jeanne nur zu trösten, weil sie sehr zudem auch noch sehr attraktiv aussah.

    Gerade eben war sie alleine in der Stadt unterwegs und ihre Partnerin versuchte dem flüchtigen Taschendieb den Weg abzuschneiden. Aus heiterem Himmel wurde aber die Polizistin von einem Energieblitz getroffen und ging betäubt zu Boden.

    “He! He! Aufwachen! Polizeiobermeisterin Jeanne Nicole Schneider! Ich bin es Jasmin”, rief ihre Kollegin, die sie minutenlang gesucht hatte und benommen aufgefunden hatte. Um sie wieder munter zu machen, rüttelte sie kräftig an deren Schultern.
    “Jassi?”
    “Ja.”
    “Was ist passiert?”
    “Ist eine gute Frage. Hatte gehofft Du wüsstest es. Bist wohl nicht überfallen worden, denn du trägst noch alles bei dir”, antwortete Jasmin, die ihre Kollegin und auch Freundin kurz aufmerksam gemustert hatte.
    “Vielleicht bist Du ja gerade noch rechtzeitig gekommen um…”
    “Scheint so. Los, auf die Füße… Ach ja, der Strolch ist uns entwischt… Aber vielleicht war er es ja auch, der dich…”


    Andromeda-Galaxie
    Helios Ganma System
    Scorpia Shipyards - Battlestar Pegasus

    Wie gerade eben von Admiral Helena Cain gefordert, wählte Lieutenant Kendra Shaw blind ehe sie in letzter Sekunde den Schalter für den FTL betätigte. Das gewaltige Schlachtschiff verschwand somit in allerletzter Sekunde von der Werft und die von den Zylonen abgefeuerten Atomraketen schlugen in die gewaltige Weltraumdockkonstruktion ein.

    Zylonisches Basisschiff

    Auf der Kommandobrücke hatte einer der Cavils die Szene mitverfolgt und stieß einen bösen Fluch aus, weil die Pegasus somit der erhofften Zerstörung entkommen war.
    Denn man kannte bei den Zylonen natürlich die Gefährlichkeit des Ehrgeizes von Admiral Helena Cain, die ihnen schon sehr bald gewaltige Probleme bereiten könnte, auch wenn sie keinerlei Unterstützung finden würde.


  7. #46
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Odyssee
    Folge 2.03 Phobos und Deimos, Teil 2

    “Adriana! Wir wissen das deine Bande von Verbrecherinnen und Alexander, der Verräter immer noch hier in der Nähe sind! Kommt heraus und ergebt euch, sonst werden die beiden hier sterben!”, schrie Rufus hasserfüllt. Während er diese Worte laut aus sich herausrief, hatte er ein Messer gezogen und war hinter Lalila getreten, um seiner Drohung sofort den nötigen Nachdruck zu verleihen.
    Oh je, klingt nicht gut.

    Dem vollkommen überraschenden Angriff der beiden Streitkräfte konnten die Verteidiger so gut wie nichts entgegensetzen, weil die Leibgarde der Orici ihre Stabwaffen mit tödlicher Präzision einzusetzen wussten.
    Denen kann keiner etwas entgegensetzen.


    Odyssee
    Folge 2.04 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 1


    Systemlord Ba’al hat in der Tat von so gut wie jeden Goa’uld genetische Proben gesichert.
    Das klingt ja mal so gar nicht gut.

    “Hier riecht es gewaltig nach irgendeinem Gas, Leute!
    Wolferino hat wirklich eine super Spürnase. Ich hoffe, sie laufen nicht in eine Falle.

    denn tief in ihr drin stieg immer mehr ein seltsames dunkles Gefühl und auch Verachtung auf.
    Diese Ahnung habe ich leider auch.

    Odyssee
    Folge 2.05 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 2


    “Sie werden leben Private Sandra Kieras, das verspreche ich Ihnen”, murmelte Lieutenant Fraiser, die sogleich mit höchster Konzentration mit ihrer Aufgabe begann.
    Bei ihr ist Sandra Kieras in den besten Händen.

    “Wenn Sie glauben dass das mich zurückhält…”, murmelte ich leise mit einem leichten Schmunzeln.
    Daraufhin funkelte sie mich sofort mit einem wütenden Blick an.
    Hihii... wo er recht hat, hat er recht.

    Aus heiterem Himmel wurde aber die Polizistin von einem Energieblitz getroffen und ging betäubt zu Boden.
    Ein Energieblitz in Hamburg? Das klingt auch so gar nicht gut.

    Aber vielleicht war er es ja auch, der dich…”
    Hatte derjenige vielleicht absichtlich Jeanne Nicole Schneider ausgesucht?
    Hoffentlich treibt er nicht weiter in Hamburg sein Unwesen. Vielleicht ist er auch nicht alleine?


    Das waren drei spannende Kapitel, wobei ich alles was BSG betrifft nur überflogen habe, weil ich da eh nicht durchsteige. Bin gespannt wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  8. Danke sagten:


  9. #47
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an euch Leser, der Kritikschreiberin, sowie an die beiden Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John‘s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 2.03 Phobos und Deimos, Teil 2

    Oh je, klingt nicht gut.

    Denen kann keiner etwas entgegensetzen.
    Wahre Worte.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 2.04 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 1


    Das klingt ja mal so gar nicht gut.

    Wolferino hat wirklich eine super Spürnase. Ich hoffe, sie laufen nicht in eine Falle.

    Diese Ahnung habe ich leider auch.
    Es ist nie gut, wenn ein Schlangenkopf herumexperimentiert

    Klar hat er eine gute Spürnase : ) Öh - mal sehen

    Ne, diese Ahnung rührt von etwas anderem her

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 2.05 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 2


    Bei ihr ist Sandra Kieras in den besten Händen.

    Hihii... wo er recht hat, hat er recht.

    Ein Energieblitz in Hamburg? Das klingt auch so gar nicht gut.

    Hatte derjenige vielleicht absichtlich Jeanne Nicole Schneider ausgesucht?
    Hoffentlich treibt er nicht weiter in Hamburg sein Unwesen. Vielleicht ist er auch nicht alleine?
    Klar ist die Verletzte bei Cassie in den besten Händen, die ihrer Adoptivmutter und auch Sam nacheifert.

    Soll vorkommen das man Recht hat

    Energieblitze? Zufall? Unwesen in Hamburg treiben? Steckt da gar noch mehr dahinter? Wir werden es vielleicht noch herausfinden

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das waren drei spannende Kapitel, wobei ich alles was BSG betrifft nur überflogen habe, weil ich da eh nicht durchsteige. Bin gespannt wie es weitergeht.
    Aber BSG- Abschnitte nicht nur überfliegen, sonst wird es vielleicht ein wenig zu kompliziert in den nächsten Episoden. Danke für die Blumen und die netten Worte liebe Chaya


    Heute folgt der Abschluss des Dreiteilers. Viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 2.06 Unter Feuer - Der Fall der Kolonien, Teil 3


    Andromeda-Galaxie
    Cyrannus Star System
    Helios Delta System
    Orbit von Aerilon
    Battlestar Mercury - CIC

    Mit grimmiger Miene betrachtete der Kommandeur des Kampfsterns einige der vielen Überwachungskameras, als er für einen kurzen Moment seinen Augen vom DRADIS gelöst hatte. Und was er dort zu Gesicht bekam gefiel ihm gar nicht.
    Daher griff er zum Hörer und schimpfte wütend seine Anordnung hinein: “…ist mir egal Corporal! Schafft diese Heulsusen von Zivilisten sofort runter von den Hangardecks! … Ach, denen passt die Behandlung hier nicht… tja, wir haben Krieg und wem es hier nicht gefällt, darf gerne seinen Arsch wieder von meinem Schiff bewegen!”
    Immer noch erkennbar genervt reichte Admiral Steven Baker den Hörer an seinen XO weiter.
    Dieser seufzte kurz als er den Apparat in die Hand gedrückt bekam, und entschied: “Hier spricht der XO! Sie haben den Admiral gehört, Corporal - schafft die Zivilisten dorthin, wo sie den Ablauf an Bord nicht stören! Sie wissen schon wohin!”
    Dann hängte der Colonel den Hörer wieder in die Konsole ein, und brummte dann: “Wenn das so weitergeht und es noch weitere Kampfsterne gibt, die wie wir noch Widerstand leisten, sehen deren Lande- und Hangardecks genauso aus wie die unserigen… nämlich wie überfüllte Parkplätze.”
    “Da könntest Du Recht haben. Hm! Noch ein paar wenige Minuten, dann sollten wir springen.”
    “Und wohin?”
    “In den Aeolus Asteroid Belt, Colonel. Dort wären wir erst einmal einige Stunden lang verborgen”, murmelte der Admiral, der wieder auf den DRADIS-Monitor starrte als die Mercury mehrfach hintereinander durch eine Salve von Treffern heftig erschüttert wurde.

    Orbit von Canceron
    Battlestar Titania

    Im schnellen Tempo wurden die beiden Landedecks von den gelandeten Viper und Raptor unverzüglich geräumt, um den benötigten Raum für weitere Fluggeräte zu schaffen, die sich im Anflug befanden.

    Auf dem Backbordlandedeck klopfte einer der Landedeckmechaniker seinem Kameraden auf den Rücken - er hatte einen Funkspruch empfangen. Dieser drehte sich fragend in dessen Richtung.
    “Offenbar hat unser guter Admiral Joseph Tarsus sich dafür entschieden die Gondeln einzufahren, und sich sofort zurückzuziehen. Also sollten wir so schnell wie es möglich ist von den Pisten runter! Los! Schneller!”

    Draußen einige hundert Meter von der Backbordlandebucht entfernt, blieb die Bewegung der Gondeln nicht unbemerkt.
    “Verdammt! Die Titania fährt die Landebuchten ein! Sie wird also in wenigen Minuten von hier weg springen!”, warnte eine der Viperpilotinnen alarmiert, die noch rechtzeitig von der schon bereits zerstörten Battlestar Columbia hatte gerade noch rechtzeitig entkommen können. Sie flog eine scharfe Kehre, versuchte das rettende Ufer in Gestalt der Landebucht der Battlestar Titania zu erreichen. Wenige Minuten ehe die Lücke sich zu sehr verkleinert hatte um hindurchzugelangen, schaffte sie es gerade noch rechtzeitig.

    Mit Tränen in den Augen musste sie die Funksprüche vieler anderer vernehmen, die man zurücklassen und wohl dem sicheren Tod überlassen würde.


    Helios Beta System
    Battlestar Iuno

    “Sobald das Shuttle der Zivilisten in der Landebucht festgemacht hat, springen wir!”, entschied die Kommandantin des Kolonialen Schlachtschiffes hustend, nachdem sie sich wieder mühsam aufgerappelt hatte, weil die Iuno durch mehrere Treffer schwer erschüttert worden war.
    Ihr Schiff wurde immer mehr von drei Basisschiffen der Zylonen in die Zange genommen, und zwei weitere würden schon sehr bald noch zusätzlich hinzukommen.
    Dabei hätte Kimberly Park nur allzu gerne den Überlebenden der Battlestar Athena geholfen, denen es gelungen war gerade noch rechtzeitig in Evakuierungsraptor den auseinander gebrochenen Kampfstern zu verlassen. Aber sie musste auch an ihre eigene Crew denken.
    “Das zivile Shuttle ist gesichert!”, meldete jemand.
    “Dann sofort den Sprung ins Helios Delta System, genau in die Umlaufbahn von Hestia durchführen!”, befahl Commander Park sofort.


    Helios Gamma System
    Battlestar Lyxis

    Seit mehreren Minuten hatte Commander Lawrence Andrews mit sorgevollem Blick die Liste der bislang zerstörten Kampfsterne gelesen. Dabei war klar zu erkennen das ganze Battlestar Groups zerstört worden waren. Viele der Kommandeure kannte Andrews seit Jahren persönlich. Gequält von den Erinnerungen an diese Personen und ihre Schiffe schüttelte er den Kopf.
    Aber es gab zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn in ihrer Not hatte es seine Crew dann doch irgendwie geschafft Kontakt sowohl mit der Heracles und der Hyperion aufzunehmen, die man um sofortige Hilfe bitten konnte.

    Mit einem erleichterten Seufzer nahm er nun endlich die Meldung entgegen lediglich zumindest die Hyperion bald zu ihnen stoßen würde. Es wurde aber verlangt sich sofort mit der Lyxis zurückzuziehen.

    “…das Protokoll somit missachten? Na gut”, murmelte Commander Andrews, der nur kurz mit den Schultern zuckte, bevor er die entsprechenden Anweisungen folgen ließ.


    Helios Alpha System
    Gasgigant Zeus
    Battlestar Nyx

    Das Gesicht von Commander Samuel O’Hara hatte sich immer mehr verfinstert. Schuld daran war ausgerechnet sein eigener Bruder, der als Colonel Simon O’Hara den Dienst des XO an Bord seines Kommandos versah, und ihn wieder einmal auf den aktuellsten Stand der bedrohlichen Lage gebracht hatte.

    “Und was ist mit Commander Adama?”, fragte der Ältere der beiden O’Haras, den jüngeren.
    “Ich weiß es nicht Samuel. Du behauptest doch etwa nicht dass dieser alte Eimer eine Chance hätte. Ich weiß das Commander William “Husker” Adama einer der alten Haudegen und auch Helden aus dem ersten Krieg gegen diese verfluchten Toaster ist, aber die Galactica ist schon seit einem guten Monat so gut wie ein Museum gewesen. Das Personal wurde um rund 50 Prozent reduziert und auf andere Kampfsterne oder sonst wohin versetzt…”

    Diese negative aber wahrheitsgemäße Antwort seines jüngeren Bruders führte dazu, dass der Commander den Bericht frustriert auf den Boden schleuderte. Die Blätter hatten sich noch nicht gelegt, als der Befehlshaber barsch nach einem Positionsplan, sowie eine sichere Kommunikationsleitung zur Trojan und der Aron verlangte, mit denen man eine Battlestar Group bildete.

    Zeitgleich waren er und seine Mannschaft darauf bedacht so gut es ging den vielen in Not geratenen Kameradinnen und Kameraden, und auch den zivilen Schiffen zu helfen. Dabei achteten Commander Samuel und Colonel Simon O’Hara darauf kein allzu großes Risiko einzugehen, weil ihnen das Geleit eines Battlestars des Mercury- oder Galactica-Typs fehlte.

    Mit wachsamen Blick sah der Kommandeur der Nyx zur Uhr hinüber, nickte kurz, und entschied: “Die Zeit ist gleich um. Hier wird es uns bald sehr heiß werden, denn auf dem DRADIS sehe ich einige Basisschiffe, die wohl in Kürze hier eintreffen werden…”
    “Commander.”
    “Was ist los Colonel?”
    “Ein Hilferuf von der Demeter. Kolonie Picon.”
    “Gut. Wir werden helfen. Meldung über einen sicheren Kanal an den Verband: Ziel ist Picon! Wir bleiben dort maximal 30 Minuten! In dieser Zeit tun wir was möglich ist, dann ziehen wir uns wieder umgehend zurück!”
    “Die Trojan und die Aron haben unsere Nachricht erhalten und warten auf unser Signal, Sir”, meldete die Kommunikationsoffizierin.
    “Sprung durchführen!”, befahl der XO.


    Helios Beta System
    Planet Pallas
    Battlestar Dionysos

    Auf dem Kampfstern der Berzerk-Klasse hatte man es gerade eben so geschafft, zumindest einige der Passagiere eines zivilen Kreuzers zu bergen und an Bord zu holen. Weitere Flüge um weitere Personen zu retten wurden abrupt durch ein auftauchendes Basisschiff der Zylonen beendet.

    “Wir nehmen so schnell es geht noch unsere Vögel an Bord, und dann springen wir! FTL auf Stand by! Alle verfügbaren Abwehrgeschütze auf das Basisschiff ausrichten!”, ordnete Commander Balthazar Euphrat an, dem eigentlich schon genug Schweiß vor lauter Stress auf der Stirn stand.
    Ganz leise für sich murmelte er: “Alleine und ohne die Unterstützung eines anderen Kampfsternes haben wir keine echte Chance gegen ein Zylonisches Basisschiff…”


    Helios Gamma System
    Orbit von Libran
    Battlestar Heracles - CIC

    Das gesamte Team im Combat Information Center, aber auch die übrige Mannschaft an Bord war gut eingespielt.
    “Sir. Mehr Überlebende gibt es hier wohl nicht mehr”, meldete jemand Admiral Diana McBride, die fassungslos auf das DRADIS schaute. Kein weiteres Koloniales Signal war mehr auf dem Monitor zu sehen.
    “Diese dämlichen und verfluchten Toaster! Hier spricht der Admiral: Wir springen nach Scorpia, sobald alle unsre Raptor und Viper wieder an Bord sind!”


    Helios Beta System
    Leonis

    In Jumper #1 ging, soweit es der Platz darin überhaupt zuließ, First Lieutenant Jin ungeduldig auf und ab, und murmelte an die Adresse von Shen gerichtet: “Wo bleibt das Team bloß? Die sind schon seit knapp acht Stunden weg.”
    “Sie haben Recht. Unsere Leute sind überfällig. Es ist bedenkenswert, eventuell einen Jumper im Tarnmodus loszuschicken”, seufzte Miss Shen, die wieder kurz, nur für einige Sekunden auf ihre Armbanduhr schaute.


    Zeitgleich entfernte Cassandra Fraiser mit größtem Geschick das gefährliche Schrapnell aus der Wunde am Bauch von Sandra Kieras.
    Auch war endlich Ta’mon wieder von seinem Rundgang zurückgekehrt. Der Jaffa hatte beunruhigende Nachrichten für unser Team: “… es sind Maschinen, die offenbar von einigen Menschen kommandiert werden, die aber bürgerliche Kleidung trugen. Doch das seltsame habe ich dann auf meinem Rückweg zu euch gesehen… vier von ihnen, die wie normale Menschen aussahen, sahen vollkommen identisch aus. So etwas ist bei Menschen sehr ungewöhnlich…”
    “Wären da nur ein paar Möglichkeiten: Replikanten oder Klone”, vermutete Tessa de Vaux deshalb sofort, “was ein großer Schlamassel und Mist für uns alle, und die Menschen in dieser Galaxie wäre, hier gegen eine weitere Form von hartnäckigen und zerstörerischen Replikatoren kämpfen zu müssen. Wir sollten uns daher so schnell es uns möglich ist zu den Jumpern zurückziehen!”

    Orbit von Leonis
    Battlestar Athena

    Voller Pflichtbewusstsein verweigerte die Befehlshaberin des Kriegsschiffes der Mercury-Klasse an Bord eines Raptor das zum Untergang geweihte Schiff zu verlassen.
    “Wer von der Mannschaft sein Leben retten will, darf es gerne tun. Aber ich bin verwundet und verbleibe hier an Bord”, erklärte sie, die mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck feststellen konnte, dass sich vor allem die älteren Offiziere dazu entschieden hatten an ihrer Seite zu bleiben.
    “Laufen Sie los! Und sie auch Captain! Sie auch! Genauso wie ihr drei da hinten! Macht euch auf den Weg in die Hangars und versucht an Bord von einen der Evakuierungsraptor zu gelangen!”, versuchte sie die jüngsten im CIC zum Gehen zu bewegen.

    Einige von ihnen eilten kurz darauf hinaus auf den Korridor, wo sie weitere Crewmitglieder trafen, die dasselbe Ziel hatten. Ihre Flucht wurde durch viele heftige Erschütterungen der Athena erschwert, weil sie dabei immer wieder zu Boden gingen und sich erst wieder auf die Füße bemühen mussten, ehe sie ihre Flucht fortsetzen konnten.


    Milchstraße
    Wraith-Hive der Übermutter

    Es war wie bei einem Puzzle, welches die oberste Wraithkönigin zusammensetzte. Die Informationen, die ihre Späher täglich vortrugen stimmte sie zuversichtlich in der Galaxie, wo sich die Erde befand auch leichtere Beute finden lassen würde.

    Aber es gab auch Mächte hier, die den Wraith schnell zu einem Problem werden könnten, daher benötigte ihr Volk dringend einen genaueren Überblick.

    In der kurzen Zeit hatten sie sehr viele Erfahrungen bereits sammeln können. Dabei bemerkte sie auch das veränderte Verhalten ihres wichtigsten Gefangenen: Todd. Sie erwog mehrere Optionen, die ihn betrafen - aber ihn auf freien Fuß zu setzen war ihr zu riskant, denn sie spürte irgendwie dass der Verratene nach Rache sann.

    “Meine Königin. Die Späher haben Beute gemacht, die Ihr so sehr ersehnt habt”, meldete einer der Sub-Commander als er den Thronsaal betreten hatte.
    Mit einem zufriedenen Fauchen ordnete die Übermutter: “Bringt mir einen von ihnen hier her!” - an.


    Andromeda-Galaxie
    Jenseits der Roten Linie
    Heimatkolonie der Zylonen

    Eigentlich könnten die Zylonen bisher mit den ersten Ergebnissen ihres Angriffes auf die Menschen zufrieden sein. Denn Cyrannus Star System herrschte das große Chaos. Aber es gab Unerwarterweise aus der Sicht der Einser an zu vielen Stellen immer noch zu viel Widerstand, wie man durch die neuesten Meldungen erfuhr.

    “Die Bodentruppen sollen damit fortfahren überlebende Frauen zusammenzutreiben und einzusperren!”, wies Cavil mürrisch dreinblickend an, dem es akut wurmte das seinem Volk so viele Kampfsterne des Feindes immer noch Widerstand leisteten, oder einfach verschwunden waren.

    Als er dies gesagt hatte tauchte er beide Hände in die Kontaktflüssigkeit um auf diese Art an den Untergang der Zwölf Kolonien von Kobol weiterhin teilzuhaben. Konzentriert schloss der Zylon dabei die Augen.


  10. #48
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an alle stillen und treuen Leser und die beiden Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    So laut meinem Kalender ist es wieder soweit , was bedeutet dass es heute mit einem weiteren Zwei-Teiler bei Odyssey weitergeht .
    Viel Spaß beim Lesen !

    Odyssee
    Folge 2.07 Unter Feuer - Computervirus, Teil 1


    Andromeda-Galaxie
    Cyrannus Star System
    Helios Alpha System
    Orbit von Picon

    Unvermittelt waren die drei Kampfsterne aufgetaucht, was die Zylonen im wahrsten Sinne des Wortes überrumpelte. Die Maschinenwesen hatten bislang angenommen alle Verbände der gesamten Kolonialen Flotte im Griff zu haben. Womit auch das kurzzeitige Aufflackern von Admiral Nagala an Bord der Atlantia im Orbit von Virgon nicht mehr ins Gewicht fiel, da dieser gefährliche Verband erst vor wenigen Stunden vernichtet werden konnte, wenn auch unter eigenen hohen Verlusten.
    Was die Zylonen nun ins Hintertreffen brachte war dass ein eingesetztes Computervirus so gut funktioniert hatte, was sie schließlich dazu verleitet hatte, alle Basisschiffe bis auf zwei als Wachposten abzuziehen.

    Diese beiden Basisschiffe samt ihrer Jägergeschwader hatten den Auftrag alle übrigen Viper- und Raptorgeschwader, sowie zivilen Schiffe aufzuspüren und zu vernichten.

    Battlestar Demeter - CIC

    Dort mitten hinein war die Battlestar Demeter geraten, und da sie nur ein Kriegsschiff der Berzerk-Klasse war, auch noch in eine gefährliche Abwehrschlacht. Als die Signale der Nyx, der Trojan und der Aron auf ihren DRADIS-Monitoren aufleuchteten ertönte lauter Jubel.
    Auch Commander Lauren Perry war verständlicherweise mehr als nur erleichtert darüber, dass es offenbar immer noch genügend Kräfte der Kolonialen Flotte gab, die wie sie selbst versuchten so gut es ging sich gegen den Angriff der Zylonen zu wehren oder den wehrlosen Zivilisten Hilfe zu leisten. Doch die Frau Anfang vierzig war auch ebenso erbost darüber gewesen, dass der Commander der Icarus, Jaden Burns, ihren mehr als nur berechtigten Hilferuf abgewiesen hatte. Denn nach dessen kurzen Statement war die Crew der Icarus ebenfalls selber mit Bergung und Rettung in Not geratener Militärs und Zivilisten beschäftigt.


    Minos, Tauronmond
    Battlestar Icarus CIC < = > Backbordhangardeck

    In seiner Verzweiflung hatte er sich mit seiner Besatzung schnell vom Kampfgeschehen zurückgezogen. Hier im Schutz des Ringes, der den Mond von Tauron umgab füllte er sich sicher als im Orbit eines Planeten der Kolonien. Er hatte das Gemetzel um sich herum nur über mehrere vereinzelte Funkfetzen verfolgen können, welches sich im Orbit von Picon abgespielt hatte.

    Das und der verlustreiche Kampf gegen die Zylonen hatten dazu geführt das Commander Jaden Burns nur noch eines wollte, so schnell wie nur möglich weg von Picon.
    Daher hatte er seinem besten Kommunikationsoffizier damit beauftragt über einen neuen Code einige der überlebenden Viper- und Raptorpiloten nach Minos zu lotsen.

    Eine Nachricht hatte ihn dazu veranlasst das Combat Information Center zu verlassen und sich zum Backbordhangardeck zu begeben.
    Dort angekommen musste er sich einen schockierenden und beängstigten Bericht einer Viperpilotin der Battlestar Argo anhören, die wohl dort ein schieres Grauen erlebt hatte, seitdem die Zylonen im Orbit von Picon aufgetaucht waren. Als einige wenige weitere Überlebende, die ebenfalls von der Argo kamen, dasselbe berichteten, trug Burns seinen Spezialisten auf umgehend nach der Ursache für diese Ereignisse zu suchen.

    Er bat daher die überlebenden Offiziere und Crewmitglieder von der Battlestar Argo zu ihm in die Offiziersmesse zu kommen, damit er so einen ausführlicheren Bericht darüber bekommen konnte.

    Kurz bevor er zu den Briefing gehen konnte, war die Battlestar Tauron endlich wieder aufgetaucht, weshalb er sich nach kurzer Beratung mit Commander Barbara Tiber dazu entschied, gemeinsam das Helios Alpha System zu verlassen.

    Als man diesen Schritt vollzogen hatte, begannen die Überlebenden, die mit ihren Battlestar Groups die Kolonie Picon verteidigen sollten ausführlich zu berichten, was sich an Bord der Argo ereignet hatte…


    mehrere Stunden zuvor
    Orbit von Picon
    Battlestar Argo - CIC

    Immer noch etwas müde von der erst jüngst zurückliegenden Hochzeitsfeier seines Sohnes, betrat Commander Shawn Capri das Combat Information Centers an Bord der Argo.
    An der DRADIS-Konsole wartete bereits sein XO, Colonel Lionel Tarn, auf ihn.
    “Guten Morgen, Sir! Hier ist der aktuelle Lagebericht für Sie.”
    “Puh! Muss das denn unbedingt sein? Sagen Sie mir einfach das Wichtigste vom Inhalt… habe keine Lust mich da von Anfang bis Ende durchzuarbeiten…”

    Als XO war es auch seine Aufgabe den Befehlshaber immer wieder mal an wichtige Dinge zu erinnern, und gerade wollte er etwas erwidern. Aber er kam nicht dazu, weil es auf den gewaltigen Bildschirmen über ihren Köpfen im Zentrum des CIC lebendig wurde.
    Eine große Anzahl von neuen Kontakten war wie aus dem Nichts erschienen.

    “Götter von Kobol! Das sind die Zylonen! Dutzende von ihren Basisschiffen!”, keuchte Colonel Tarn entsetzt, in dessen Magen zusätzlich noch ein mulmiges Gefühl aufkam.
    Auch Commander Capri verzog gequält das Gesicht und brummte säuerlich: “Sieht ganz so aus. Ich befürchte - dass der Waffenstillstand mit dem heutigen Tage wohl leider beendet ist. Die kommen bestimmt nicht mit einer solchen Stärke hierher um mit uns über das alltägliche Leben zu philosophieren. Aber zum Glück ist unsere Flotte stark genug, um einen solchen Akt siegreich abzuwehren.”
    Als er dies zu seinem XO gesagt hatte, griff er zum Hörer um sich auf das gesamte Schiff durchstellen zu lassen mit dem eindeutigen Appell sich sofort gefechtsbereit zu machen.

    Orbit von Picon

    Sofort kurz nach der Ankunft der Zylonen bezogen die neun Kampfsterne der Kolonialen Flotte, die auf dieser Sektion des Planetenorbits stationiert waren, eine lockere Formation. Direkt im Anschluss starteten von dort überall die Alarmvipergeschwader, sowie auch einige Raptor zur Unterstützung, während weitere Vipergeschwader bereits startbereit den Startröhren bereitgehalten wurden.

    Doch die sieben Basisschiffe der Zylonen hingegen verharrten unbeeindruckt davon nach wie vor auf der Position, die sie bei ihrer Ankunft bezogen hatten und warteten immer noch ab.

    Battlestar Argo - CIC

    Indessen hatte das Flaggschiff an den gesamten Verband neue Befehle weitergegeben.
    “Commander. Admiral Kolchis von der Battlestar Pacifica hat soeben angeordnet die Schlachtformation 2-4-Delta-Sigma einzunehmen. In der Hoffnung dadurch die Zylonen zum Rückzug oder einem Funkkontakt zu bewegen und somit ihr Erscheinen zu erklären”, meldete der Taktikoffizier, der den Ausdruck des Befehls an den XO weiterreichte, der dann auch sofort die entsprechenden Befehle an den Steuermann der Battlestar Argo weitergab.

    Flaggschiff der Zyklonen - Kommandobrücke

    Interessiert verfolgten die Maschinen und humanoiden Zylonen die Geschehnisse vor sich.
    “Na sieh mal einer an. Die nehmen die Schlachtformation 2-4-Delta-Sigma ein… wie überraschend”, murmelte ein Cavil spöttisch.
    “Dann machen wir uns dazu bereit unsere Geheimwaffe einzusetzen!”, ordnete er dann nach einer kurzen gekünstelten Pause mit einem ernsten Gesichtsausdruck an. Damit meinte der Zylon ein hochentwickeltes Computervirus, welches beim Genozid an der gesamten Menschheit zum Einsatz kommen sollte.

    “Die feindlichen Schiffe haben soeben das Manöver abgeschlossen”, verkündete einer der Simons.
    “Sehr schön. Dann wollen wir mal beginnen. Welcher Kampfstern ist uns am Nächsten?”, wollte ein Leoben erfahren.
    Es dauerte wenige Sekunden als eine Sechs nach einer kurzen Überprüfung antwortete: “Die Argo. Sie befindet sich auf einer perfekten Position dafür.”
    “Die Argo hat doch ein digitales neuentwickeltes System. Na, das wird eine wirklich nette Überraschung für die Menschen”, lachte eine Vier amüsiert auf, die auf das Zeichen einer Acht wartete, ehe sie das Waffenprogramm schließlich mit einem bösen Lächeln aktivierte.

    Kolonialer Raptor 11-B9A

    “Battlestar Argo, hier Blue Angel. Da tut sich jetzt etwas vor uns. Auf dem Basisschiff direkt vor uns ist irgendetwas im Gange… He! Was ist denn jetzt auf einmal mit der Mühle los? Was soll das? Die Steuerung… Argo haben Sie…?”
    “Tut mir leid aber die Funkverbindung ist tot.”
    “Ach ne, was Du nicht alles bemerkst.”
    “Beruhige Dich. Checke alle Kanäle und Frequenzen”, erklärte ihr ECO stattdessen hastig.

    Battlestar Argo - CIC

    “Wie bitte? Kolonialer Raptor 11-B9A ihre Mitteilung ist unvollständig, bitte antworten! Blue Angel hier ist die Argo, sofort melden!”, verlangte der XO, der den Kommunikationsoffizier auffordernd ansah das Problem umgehend zu beheben.
    “Was ist los, Lieutenant? Colonel?”
    “Die Funkverbindungen nach draußen sind tot, Commander. Und zwar alle”, lautete die Antwort des XO.

    Nach einer kurzen und heftigen verbalen Standpauke in Richtung des jungen Offiziers wurde es nicht nur im CIC schlagartig dunkel.
    “Stromausfall. Die Zylonen müssen eine Art Computervirus gegen uns einsetzen”, murrte Colonel Tarn verärgert.

    Es dauerte aber nur ein paar Minuten ehe sämtliche Bildschirme und Rechner wieder funktionierten, sowie auch das Licht wieder anging.
    “War wohl nichts ihr dämlichen Toaster. Alles halb so wild. Den Göttern und unseren hervorragenden Ingenieuren sei Dank”, seufzte Commander Capri erleichtert.

    Orbit von Picon

    Eigentlich hatten sich alle Kampfsterne gut genug verteilt um die Kolonie Picon zu schützen. Die beiden großen Kampfsterne Atlas, eines der Galactica-Klasse und die Pacifica eines der Mercury-Klasse deckten die Flanken ab. Die fünf Kampfsterne der Valkyrie-Klasse die Argo, Aron, Dionysos, Picon und Plejadiaes befanden sich in der Mitte in einer Sternformation, während die beiden Kampfsterne der Berzerk-Klasse, die Iuno und die Ithaka sich ganz nach hinten zurückgezogen hatten.

    Aber noch immer fand kein offener Kampf statt. Die Zylonen warteten immer noch sehr geduldig ab, wie sich das eingeschleuste Virus auf der Battlestar Argo verhalten würde.


    Cyrannus Star System

    An vielen anderen Orten in den Sternensystemen der Zwölf Kolonien von Kobol hatten allerdings schon die Angriffe der Zylonen auf die Menschheit begonnen. Trotz einer großen Stärke der Kolonialen Flotte von etwa 120 Kampfsternen, waren die meisten von ihnen gegen eingesetzte Computerviren chancenlos geworden.

    Dort mitten hineingeraten war unser Expeditionsteam um Shen, das auf Leonis gerade noch so eben hatte landen können.
    Das zwölfköpfige Erkundungsteam hatte, zu dem auch ich gehörte, hatte in der Zwischenzeit eine schwer verletzte Soldatin der Kolonialen Marines aufgefunden, die immer noch von Cassandra Fraiser medizinisch versorgt wurde. Während wir anderen die Umgebung sichern sollten.


    Helios Alpha System
    Orbit von Picon
    Battlestar Argo - CIC

    Vermehrt gingen immer mehr Berichte von Fehlfunktionen an Bord des Schiffes bei der Schadenskontrolle ein. Einige dieser Meldungen wirkten mehr als nur gruselig. Aber im Combat Information Center war man von diesen unheimlichen Vorkommnissen noch bislang verschont geblieben.

    Noch. Denn das gefährliche Computervirus der Zylonen arbeitete sich Schritt für Schritt, Zeile für Zeile durch alle kompletten Computersysteme der Argo um sämtliche Programme und Befehle umzuschreiben. Was für Jenes nicht sonderlich schwer war, da alles über ein zentrales und mit allen Systemen vernetztes Computernetzwerk lief.

    “He! Was ist denn jetzt auf einmal hier los?”, stutzte der Mann an der Waffenkontrolle,
    der neben dem Taktikoffizier saß, verwundert. Das was er auf dem Monitor sah, wollte, nein - konnte er einfach nicht glauben. Aber es geschah wirklich, und dies direkt vor seinen Augen.
    “Das ist nicht gut!”, murmelte er gestresst, weshalb er hektisch und nervös die Tastatur und den Touch-Screen vor sich bearbeitete.

    Diese Aktion blieb natürlich nicht unbemerkt, denn alle die um ihn herum ihren Dienst versahen, schauten zu ihm herüber oder drehten sich in seine Richtung.

    Als er aber keinerlei Erfolge seiner Bemühungen feststellen konnte, schrie er wütend auf, was ihm einen sofortigen verbalen Tadel des XO einbrachte. Außerdem verlangte er zu erfahren was los sei.
    Doch anstatt auf die gestellte Frage zu antworten, setzte er stur seine Arbeit mit Gezeter fort, wobei er etwas Neues unternahm um die sich anbahnende Katastrophe doch noch irgendwie zu verhindern.
    Bevor der Mann von herbeigerufenen Marines entfernt werden konnte, wurde er von einem tödlichen Stromschlag getroffen, der ihn mehrere Meter nach hinten katapultierte.

    Als einige der herbeigeeilten Crewmitglieder, welche schon etwas Schlimmes befürchtet hatten, die Anzeigen auf dem Monitor sahen, stockte ihnen allesamt der Atem Auch auf der DRADIS-Konsole im CIC sahen kurz darauf auch der Commander und sein XO den wahren Grund für die Hektik des Mannes an der Waffenkontrolle.

    “Oh nein. Sämtliche Schiff-an-Schiff-Raketensilos, sowie Geschütze von uns sind auf Automatik umprogrammiert worden!”, stellte Capri entsetzt fest.
    Hingegen sah dann auch Colonel Tarn wie das Unglück sich fortsetzte, und murmelte hilflos während er es auf dem Monitor mitverfolgte: “Götter von Kobol - Nein. Die Raketen sind abgefeuert worden…”

    Kurz darauf bemerkte niemand zunächst wie sich die Türen zum CIC, sowie die Korridore dorthin automatisch verriegelten, und die Sauerstoffzufuhr abgeschaltet wurde.

    Orbit von Picon

    Dicht hinter der Argo befanden sich die beiden Kampfsterne der Berzerk-Klasse die Iuno und die Ithaka, welche ohne ausreichende Vorwarnzeit jeweils von drei Raketen schwer getroffen wurden.
    Während zeitgleich begannen die kleinen und auch schweren Zwillingsgeschütztürme auf die Dionysos und die Plejadiaes unter Feuer zu nehmen, die die Argo etwas versetzt oberhalb flankierten. Dies wäre an sich nicht groß dramatisch gewesen, aber da die 33 schweren Zwillingsgeschütztürme auch Raketen abfeuerten, wozu sie ausgelegt waren, waren die Schäden für diese beiden Kampfsterne jeweils verheerend.
    Wenige Minuten später starteten erneut Raketen aus den Silos, die auf die etwas nach hinten versetzte Aron zuflogen, die sich oberhalb der Argo befand. Alle Raketen schlugen komplett unterhalb in die Rumpf-, Alligatorkopf-, Antriebssektion und den Gondeln ein.
    Somit war die Aron dem Untergang geweiht. Doch auch die beiden anderen Kampfsterne der Valkyrie- und der Berzerk-Klasse, die zuvor getroffen waren, waren nahezu beinahe verteidigungsunfähig.
    Allein die Picon befand sich aus reinem Zufall außerhalb der Reichweite der Waffen der Argo. Was daran lag, dass noch einmal kurz die Antriebs- und Manövrierdüsen gezündet worden waren, wodurch sie etwas abgedriftet war. Doch auch dieser Kampfstern war durch ein Computervirus nahezu lahmgelegt worden. Ebenso die Pacifica und die Atlas, die beide ebenfalls zu weit weg, aber auch stark genug gepanzert und ummantelt waren.

    Dies alles hatte der Computervirus an Bord der Argo anhand der verfügbaren Daten gut erkannt, weshalb er diese Kampfsterne nicht angriff.

    Unerwartet für die schon leicht traumatisierte Besatzung der Argo, sprang ihr Schiff weg, nur um ein paar Sekunden später dicht neben der Iuno wieder aufzutauchen.

    Dies schien für die Flotte der Zylonen das Signal gewesen zu sein, da sie jetzt aktiv in den Kampf eingriff. Zu allererst wandten sich drei Basisschiffe der Picon zu, welche sofort von vielen Raketen beschossen wurde. Von diesen heftigen Beschuss wehrlos ausgeliefert, explodierte die Battlestar Picon wenige Minuten später.

    Als ob dies nur zum Aufwärmen für die Angreifer gewesen wäre, wandten sie sich schon kurz darauf den großen Kampfsternen zu. Dabei teilte sich die Zylonenflotte auf, denn drei von ihnen kreisten die Pacifica und die drei andere die Atlas ein, um auch sie unter heftigen Beschuss zu nehmen. Einzig das Flaggschiff dieser Angriffsflotte hielt sich noch für einige Augenblicke zurück und sendete lediglich die Hälfte seiner Jagdgeschwader aus, die über die Aron, Dionysos und Plejadiaes herfielen und nach etwa fünf Minuten in drei helle explodierende Feuerbälle verwandelt hatten.

    Zum etwa selben Zeitpunkt war die Iuno ebenfalls zerstört worden. Und abermals war die Argo gesprungen, nur um kurz darauf neben der Ithaka wieder aufzutauchen. Doch die dortigen überlebenden Crewmitglieder hatten zu ihrem Glück rechtzeitig reagiert und den schwer beschädigten Kampfstern, mit Hilfe von den letzten verbliebenen Viper und Raptor an Bord, evakuiert.
    Doch schon nach dem Verlassen des Kampfsternes wurden sie von den feindlichen Jägern erbarmungslos gejagt. Die verlassene Ithaka wurde in nicht einmal fünf Minuten von mehreren Explosionen in viele Teile zerrissen.


  11. #49
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    Danke an alle stillen und treuen Leser und den Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori

    Es ist mal wieder soweit, und ehe das Forum am morgigen Montag mal wieder umzieht, packe ich noch eine neue Odyssey-Folge in das Gepäck
    Viel Spaß damit

    Odyssee
    Folge 2.08 Unter Feuer - Computervirus, Teil 2



    Tag des Falls der Kolonien
    Andromeda-Galaxie
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    Helios Alpha System
    Battlestar Argo

    Wie auch auf anderen Kolonialen Schiffen und den Kolonien, befanden sich ebenfalls an Bord der Argo einige verborgene Zylonenagenten, die sich gut aufgeteilt hatten damit die infizierte Argo ihr böses Treiben noch eine zeitlang fortsetzen konnte.

    Im Combat Information Center hatte man in der Zwischenzeit mit großem Schrecken feststellen müssen, dass man dort in der Falle saß, denn die Türen waren allesamt verriegelt worden, wobei zusätzlich der Sauerstoffanteil in der Luft kontinuierlich abnahm, und draußen auf dem Korridor herrschte laut den Anzeigen bereits keine Atmosphäre mehr.

    Zudem stiegen auf dem gesamten Schiff die Stickstoff- und Kohlendioxydwerte weiterhin gefährlich an. Verzweifelt und dem Bedürfnis den grausamen Erstickungstod doch noch zu entkommen, eilten viele zu ihren Quartieren um dort oder auch anderswo an Bord ihre Raum- und Pilotenanzüge anzulegen. Ihr Ziel war es entweder durch eine Luftschleuse, oder in einen der Hangars zu gelangen und eventuell an Bord eines Raptor oder einer Viper von der Argo zu entkommen.

    Die eine Hälfte der Überlebenden hatte auf Grund von Überwachungskameras erkannt, dass es im Steuerbordhangar noch zumindest einen Raptor und dem darüberliegenden Landedeck noch wenigstens vier Viper gab. Deswegen versuchten sie dorthin zu gelangen. Keiner konnte bisher ahnen, dass diese den an Bord befindlichen feindlichen Zylonenagenten zur Flucht dienen sollten. Allerdings war es das Glück für die Menschen, dass die Zylonen an Bord immer noch damit beschäftigt waren weitere Manipulationen an den Systemen der Argo vorzunehmen, wie die Raketen- und Munitionszufuhr mit Hilfe eines zusammengebauten Roboters zu installieren. Auch hielt sich lediglich ein einziger Zylon, der einen Piloten- und Raumanzug trug, als Wächter im Steuerbordhangar auf um den Raptor, sowie die einzige Zugangsluke die aufs Landedeck zu den vier Viper herausführte zu bewachen.

    Aber unterwegs zu den Hangars traten die Spannungen unter einigen der Überlebenden auf grausame Art zu Tage. Denn als viele bemerkten, dass sie nicht alleine waren und es nie und nimmer genug Platz für alle geben würde, legten einige sich auf die Lauer um ihre einstigen Mannschaftsmitglieder aus dem Hinterhalt heraus kaltblütig zu ermorden um ihre eigenen Überlebenschancen zu erhöhen. Doch auch innerhalb dieser einzelnen Gruppen gab es oft genug Verrat, sobald sich auch nur eine günstige Gelegenheit dafür bot.

    Schüsse, wütende Schreie, sowohl auch wüste Beschimpfungen und Beleidigungen hallten immer wieder dumpf durch die Korridore aller Decks auf der gesamten Argo.

    Trotz dieser schrecklichen und beängstigen Szenen an Bord dieses Kampfsterns gab es immer noch echte Solidarität und Mannschaftsgeist unter einigen Gruppen, die sich zu einer größeren zusammengeschlossen hatten. Viele waren in einer dieser Gruppen nicht mehr übrig. Doch hatte diese Gruppe von 18 Personen, die aus verschiedenen Teilen der Crew zusammensetzte, gute Chancen das rettende Ziel doch noch irgendwie in den nächsten Minuten zu erreichen. Doch dabei waren so einige von ihnen in brutalen Kämpfen mit anderen Gruppen schwer verwundet worden, boten aber immer noch ihre Unterstützung an bei der Flucht von der Argo zu helfen.

    Vorsichtig und sich nach allen Seiten absichernd betraten sie durch eine Zugangsluke nach einander gemeinsam den Steuerbordhangar. Als der letzte von ihnen drin war, verschlossen und blockierten sie den Zugang, damit sie nicht böse überrascht werden konnten. Denn sie hatten ganz in der Nähe Schüsse und Schreie gehört, was ihnen verraten hatte, dass es noch zumindest ein paar weitere Gruppen gab, welche sich nicht scheuen würden mit Gewalt gegen ihre eigene Gruppe vorzugehen.

    Sie rissen aber die Waffen hoch, als sich der vermeidliche Raptorpilot, der in Wahrheit einer der zylonischen Agenten an Bord des Kampfsterns war, mit erhobenen Händen aus der sicheren Deckung wagte.
    “Den Göttern sei Dank, es gibt noch Überlebende. Ich habe es geschafft diesen Raptor wieder in Gang zu kriegen. Kommt her, damit wir von hier endlich verschwinden können!”, rief er auffordernd und winkend der achtzehnköpfigen Gruppe zu.
    Diese trat langsam und etwas misstrauisch auf den Zylon zu, der zunächst noch etwas abwartete. Aber nur solange bis die Menschen dicht genug herangekommen war, ehe er nach einen der drei bereitliegenden Sturmgewehre griff und das Feuer eröffnete, während er sich dabei wieder in eine schützende Position zurückzog.

    Die hintergangnen Neuankömmlinge mussten ihrerseits so schnell es ging ebenfalls in Deckung gehen. Sie taten dies böse vor sich hinfluchend und schimpfend: “…dabei hat uns dieser dämliche Arsch noch gut ermutigt… Was sollte das?”

    Somit waren sie in ein erneutes Feuergefecht geraten, welches schon zu Beginn ihrer Gruppe Verluste beigebracht hatte, worüber sich der zylonische Agent sehr freute.

    Doch kam für die zur Flucht entschlossenen Crewmitglieder, denen allmählich die Munition ausging, Hilfe von unerwarteter Seite. Diese kam von Lieutenant Stella “Blue Bird” Kolchis, der es vor einiger Zeit irgendwie gelungen war ihre defekte Viper auf dem Steuerbordhangardeck Notzulanden. Vorsichtig hatte sie sich mit gezogener Waffe durch den Tunnel zum Hangardeck vorangetastet. Instinktiv hatte sie ebenfalls durch das Bullauge der Luke gespäht und die Szenerie mitverfolgt. Beinahe lautlos hatte sie sich an der Öffnung zu schaffen gemacht, was durch die fallenden Schüsse leicht war und wartete konzentriert auf den richtigen Moment.
    Als jener gekommen war, riss Lieutenant Kolchis ruckartig die Luke auf und begann sofort auf den nach wie vor getarnten Agenten der Zyklonen zu schießen um einigen ihrer Freunde, die sie innerhalb der Gruppe erkannt hatte, zu helfen. Dabei feuerte sie beinahe das ganze Magazin ihrer Waffe leer. Dafür wäre es beinahe zu spät gewesen, denn es waren nur noch elf von den achtzehn am Leben. Einige waren wegen des jüngsten Gefechtes schwer von mehreren Schüssen verwundet worden.

    Erleichtertes Aufatmen war zu hören, und Captain Rogers, der ebenfalls verwundet war und auf Grund seines hohen Alters kurz vor der Pensionierung stand, erklärte: “Gut gemacht Lieutenant. Ich bleibe hier, um euch anderen den Rücken freizuhalten. Dabei möchte ich die Gelegenheit nutzen Ihnen allen zu sagen, dass es eine Ehre für mich war, gemeinsam mit Ihnen dienen zu dürfen.”
    Aber es gesellten sich noch zwei weitere Crewmitglieder zu ihm, die ebenso wie er starke Verletzungen erlitten hatten, um den Captain mit letzten verfügbaren Kräften dabei zu unterstützen, obwohl noch Platz im Raptor gewesen wäre.

    Während die anderen hastig in den Raptor stiegen, folgten die drei Viperpiloten, darunter Lieutenant Medea Kolchis, die Schwester von Lieutenant Stella Kolchis, dieser durch die Zugangsluke um zu den vier Viper auf den Landedeck zu gelangen.

    Als die Luke des Raptor geschlossen worden war, wurde dieser mit vereinten Kräften der drei anderen mit einem Schlepper zu dem Lift gezogen. Die drei schwitzten und keuchten gequält, denn auch die Luft im Hangar selbst wurde seit einigen Augenblicken ebenfalls immer giftiger.
    Als sich die Liftschleuse gerade eben geschlossen hatte, war der arme Captain Rogers bereits kraftlos zusammengesackt, während Specialist Jon den Lift bediente und hustend den Knopf drückte. Dies geschah keine Sekunde zu früh, denn just im selben Moment betraten sieben weitere zylonische Agenten, die schon längere Zeit ihre Piloten- und Raumanzüge trugen das Hangardeck über einen Luftschacht. Diese wurden aber mit einer letzten Salve aus dem Sturmgewehr von Corporal Cedric begrüßt, was den anderen die notwendige Zeit zur Flucht ermöglichte.
    Doch schließlich erstickte auch er der Corporal an dem giftigen Luftgemisch, welches sich über die gesamte Argo ausgebreitet hatte.
    “Nein!”, schrie eine Sechs verärgert auf, als sie letztendlich erkennen mussten dass sie zu spät waren und auf dem Kampfstern festsaßen.

    Auf dem Steuerbordhangardeck waren die vier Viper bereits bemannt worden, und die vier warteten geduldig bis auch der Raptor abflugbereit auf dem Landedeck aufgetaucht war. Aber der Pilot wollte keine wertvolle Zeit vergeuden und startete umgehend die Triebwerke um das Grauen zu verlassen.

    Die kleine Staffel hatte sich gerade einmal ein paar hundert Meter weit von der Argo entfernt, als jene in einem Überlichtblitz verschwand.

    Flaggschiff der Zylonen

    “Dieser Plan hat gut funktioniert. Bedauerlich nur dass die Argo als einer der wenigen Kampfsterne so weit digitalisiert und über ein entsprechendes Computernetzwerk verfügt hatte. Und unsere Schwestern und Brüder haben die Argo im allerletzten Moment verlassen”, stellte ein Doral fest.
    “Das nennt man Effektivität. Das ist etwas womit man Maschinen wie uns definiert”, erläuterte der Cavil, der das Kommando an Bord hatte mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
    Da sie annahmen dass sich Zylonen an Bord der Viper und des Raptors befanden, schöpften sie auch keinen Verdacht als sich diese in Richtung der Kolonie Tauron entfernten.



    Gegenwart
    Cyrannus Star System
    Battlestar Icarus < = > Battlestar Heracles

    Als Lieutenant Medea Kolchis ihren Bericht beendet hatte, wurde die Ankunft zweier weiterer Kampfsterne, nämlich die der Heracles und der Dionysos mitgeteilt.
    Nach einer kurzen Konferenzschaltung gab es kein Aufbegehren und Admiral Diana McBride übernahm das Kommando über die kleine Flotte. Die Befehlshaberin der Heracles entschied noch einige Tage in der Nähe der Kolonien zu bleiben um nach weiteren Überlebenden des Angriffes zu suchen, aber den Zylonen aus dem Weg zu gehen.

    Battlestar Heracles - McBrides Quartier

    Sie hatte großes Interesse an den überlebenden Crewmitgliedern der Argo, die sie sofort auf ihr Kommando versetzte. Sie unterhielt sich lange mit diesen, und war bestürzt über das Grauen was sich dort an Bord ereignet hatte.
    In Admiral Diana McBride reifte der Wunsch die Argo zu stellen und zu vernichten, damit ihr nicht noch viele weitere Schiffe zum Opfer fielen.


    Helios Beta System
    Leonis

    Erleichtert hatte Cassandra Fraiser aufgeatmet, denn ihr war es unter den schwierigsten Bedingungen, die es gab gelungen das Schrapnell zu entfernen, die Wunde perfekt zu vernähen und auch mit einen Schützverband zu bandagieren.
    Mit größter Vorsicht wurde Private Sandra Kieras auf eine aus Ästen und Zweigen gefertigte Bahre gebettet.
    Ta’mon und ich bemerkten als zuerst den Windhauch, es war ein Jumper der sich über uns kurz enttarnte und sofort im Anschluss landete.
    Kaum waren alle von unserem Team an Bord gegangen, ging es nach einem kurzen Flug zurück zu den anderen.

    “Das geht doch nicht Lieutenant Fraiser”, zischte Miss Shen leicht verstimmt.
    “Sollte ich diese junge Frau da drüben etwa so einfach sterben lassen”, erwiderte Cassie, “sie wollten doch Antworten und Informationen Ma’am. Und sie dort ist die beste Chance dafür.”


    4 Tage nach dem Fall der Kolonien
    Helios Delta System
    Orbit von Canceron
    Battlestars Hestia & Minerva

    Die beiden Kampfsterne der Valkyrie-Klasse waren von der Befehlshaberin der Iuno, Commander Amanda Carter, einem Kampfstern der Mercury-Klasse vorausgeschickt worden um die Lage im Helios Beta System zu überprüfen. Aber nicht nur das, denn man war auf der Suche nach verwertbaren Wrackteilen der Kampfsterne, die man eventuell nach verwerten könnte.

    Doch auch im Orbit von Canceron hielten sich mehrere Basisschiffe der Zylonen auf. Von diesen wurden sie trotz größter Vorsicht dann schließlich doch noch entdeckt, weshalb sich die beiden Kampfsterne sofort wieder für einen schnellen Rückzug entscheiden mussten.

    Sie versuchten es zumindest.

    Aber womit sie nun konfrontiert werden würden, waren sie nicht vorbereitet. Zunächst war man der Annahme erlegen gewesen einen weiteren Verbündeten gefunden zu haben. Auch wäre man zu dritt sehr gut in der Lage gewesen sich gegen ebenso viele feindliche Schiff, die sich ihnen näherten gut zur Wehr setzen zu können.
    Doch war dieser Battlestar, welcher aus dem Nichts zu ihnen gesprungen war die von einem Virus der Zylonen infizierte Argo, die sofort die Hestia und Minerva unter heftigen Dauerbeschuss nahm. Dies funktionierte deshalb so gut, weil sich die Argo unter den beiden in Position gebracht hatte.
    Zu aller erst wurden unter anderem die 4 Sublichttriebwerke und der FTL-Antrieb der Hestia irreparabel beschädigt, womit ein schnelles Entkommen unmöglich geworden war.

    Die unglückselige Crew der Minerva hatte, wie das Schiff selbst keinerlei Chancen, weil sie unter Dauerbeschuss standen. Bereits nach wenigen Minuten schon ging sie in einer gewaltigen Explosion unter als zwei Atomraketen unterhalb der Mittel- und Antriebssektion eingeschlagen waren.

    Als dies geschehen war, sollte nun auch die Hestia dasselbe böse Schicksal ereilen. Doch dieser Battlestar hatte zumindest immer noch die zahlreichen Manövrierdüsen, was es die Crew an Bord wenigstens eine zeitlang ermöglichte sich zu wehren.
    Dieser Kampf, in welchen die drei Basisschiffe überhaupt nicht eingriffen, dauerte in etwa eine Viertelstunde lang an, ehe Verstärkung für die Battlestar Hestia in Gestalt der Battlestar Iuno eingetroffen war.
    Zum Glück fiel die Iuno ein Kampfstern der Mercury-Klasse, unter dem Kommando von Amanda Carter stehend, den drei zylonischen Schiffen in den Rücken.
    Dies führte dazu dass die Argo wie ein böser Geist sofort weg sprang, während die Iuno den Kampf gegen die Zylonen eröffnete.


    1 Woche später
    Helios Beta System
    Leonis

    Immer noch befanden wir uns auf denselben Planeten. Es hatte einige Tage gedauert bis Private Sandra Kieras sich ausreichend von ihrer Verletzung und der Operation erholt, und dann zumindest zu einigen aus unserem Team Vertrauen gefasst hatte.
    Kritisch wurden wir von der Kolonialen Soldatin immer wieder beäugt, wenn diese wach war. Uns half aber die Anwesenheit von Ta’mon, sowie Anise/Freya, womit wir eindeutig belegen konnten Fremde in diesen Teil des Universums zu sein. Man spürte aber auch wie sehr Private Kieras mit sich rang uns wirklich zu vertrauen.
    Den beiden Lieutenants Fraiser und de Vaux schien sie am meisten zu vertrauen. Der Jaffa Ta’mon winkte mich einmal kurz zu sich heran - er wollte mit mir über eine wichtige Sache sprechen.

    “Wie soll ich Dich am besten nennen?”, begann er, da er irritiert über die vielen Namen von mir war.
    “Am besten nennst Du mich nicht “Objekt 12””, brummte ich.
    “Na gut, Wolfrino. Mir ist aufgefallen, wie sehr unsere neue Freundin zu Captain Sharon Satterfield schaut. Dieser Blick ist böse, als ob Private Kieras sie kennen würde. Vielleicht vertraut sie uns deshalb immer noch nicht vollkommen.”
    “Mir sind auch ab und wann diese bösen Blicke hin und wieder aufgefallen Ta’mon. Auch mich schaut sie immer wieder seltsam an…“
    “Muss an deinen vielen Namen liegen. Verzeih mir, ich unterbrach dich gerade.“
    “Ist nicht schlimm. Aber ich würde diese Beobachtung an Lieutenant Fraiser weiterleiten.“ “Dann werde ich mit ihr darüber sprechen”, nickte der Jaffa erleichtert darüber, dass er nicht als einziger diese Beobachtungen gemacht hatte, und ging zu Cassandra hinüber.


    Helios Gamma System
    Ophion - Gasgigant

    Gut verborgen zwischen dem ersten und zweiten, der drei Ringe, die den Planeten umgaben, hatte sich eine kleine Flotte von Kampfsternen zurückgezogen. Dabei handelte es sich um die Battlestar Mercury, die die Namensgeberin dieser Schiffsklasse ist, sowie die Battlestar Titania einen Kampfstern der Galactica-Klasse, und die Ajax und die Iuno, zwei Kampfsternen der Valkyrie-Klasse, die sich in der Nähe der Lyxis einen Kampfstern der Berzerk-Klasse befanden.
    Auf dem ersten Blick und Papier eine beeindruckende Streitmacht, die auf Grund seiner Erfahrung unter dem Kommando von Admiral Steven Baker stand. Doch war die Mercury, wie alle anderen in zurückliegenden Gefechten mit den Zylonen beschädigt worden.

    Man achtete aufmerksam darauf keine großen messbaren Energieimpulse auszustoßen, um nicht die Aufmerksamkeit und das Interesse der Zylonen zu erregen.
    Denn Admiral Baker war vorsichtig geworden, weil er nur zwei Tage nach dem Fall der Kolonien auf die infizierte Argo getroffen war. Diese hatte in einem harten Gefecht schwere Beschädigungen an der Steuerbordgondel, sowie dem unteren Rumpf verursacht. Seit diesem Tage sann der grimmige Befehlshaber auf Rache, doch zunächst ließ er sämtliche Computer an Bord seiner Flotte säubern, sowie wieder auf den Zustand von vor fünf Jahren zurücksetzen.


    Battlestar Argo - Offiziersmesse

    Wieder einmal war die Argo gesprungen. Doch immer noch befand sie sich innerhalb des Cyrannus Star Systems. Aber dies wollten die vier überlebenden Zylonen, die sich immer noch an Bord dieses Kampfsterns aufhielten ändern. Dafür hatten sie noch einmal die letzten Veränderungen vorgenommen.
    Angewidert rümpften sie immer wieder aufs Neue ihre Nasen, denn auf der Argo breitete sich der Geruch der Verwesung immer mehr und mehr aus, und dies obwohl sie die meisten Leichen der Crew bereits über die Luftschleusen ins All entsorgt hatten.

    “Also mir langt es jetzt so langsam! Ich habe genug! Deshalb schlage ich es noch einmal vor: Da Selbstmord in den Augen Gottes ein Sünde ist, uns gegenseitig zu erschießen, sobald wir wieder in die Nähe eines Wiederauferstehungsschiffes gesprungen sind”, schimpfte die Sechs gestresst.
    Darauf folgte ein langes Schweigen im Raum, bevor sich der Leoben von seinem Stuhl erhob, und erklärte: “Na gut. Am besten gehen wir ins CIC, damit wir diesen Moment nicht verpassen.”
    Den beiden schloss sich auch die Acht an. Der Fünfer merkte schließlich sich allein in der Offiziersmesse zu befinden, weshalb er aufsprang und hinter den anderen hinterher eilte, dabei murmelte er: “Unser Virus wird den Menschen noch einige Male schwer zusetzen…”


  12. #50
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Du hast einen tollen Schreibstil, doch ich muss leider zugeben, dass ich mit allem, was mit BSG zu tun, so überhaupt nichts anfangen kann. Ich kann mir die Handlung, die Personen, einfach nicht vorstellen. Habe daher die letzten Kapitel nur überflogen, ohne sie zu verstehen. Bitte nicht enttäuscht sein.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  13. Danke sagten:


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