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Thema: Past

  1. #1
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    Past


    Autor: Kevin

    Genre: History
    Raiting: PG-13

    Kapitel: ca. 24.000 Wörter - verteilt auf Prolog + 20 Kapitel + Epilog

    Zeitraum: Setzt den Alteraner/Ori-Handlungsstrang aus The Last Of Them und The Long Way Back Home fort

    Disclaimer: Das Stargate-Franchise ist Eigentum von MGM und SyFy. Diese FanFiction dient allein der Unterhaltung von Fan zu Fan und ist nicht geschrieben worden, um Geld zu verdienen.
    Claimer: Die Rechte an der Story und eigenen Charakteren gehören dem Autor.

    Inhalt: Die Alteraner sind von ihrer Heimat Celestis geflohen. Viele Jahre später erreichten sie Avalon, die Milchstraße. Die Gründung der Kolonien und zahlreiche technische Wunderwerke folgten....

    Feedback: Über konstruktive Kritik und sonstige Kommentare würde ich mich sehr freuen.

    Story: Kevin

    Was bisher geschah:

    Spoiler 
    The Last Of Them

    Vor Millionen von Jahren brachen die Alteraner von ihrer Heimat Celestis auf, um den fanatischen Ori und deren abstrusen Lehren zu entkommen. Amelius, der Urvater der Stargates, musste später erfahren, dass sein Vater Tyolus auf Celestis zurück geblieben war, um geheime Pläne des Rates zu erfüllen.
    Zu diesem Zweck schleuste sich Tyolus als Priester der Ori in deren Ränge und vollführte in deren Namen die Grausamkeiten, die der Glaube mit sich brachte. Ungläubige wurden verbrannt. Er hatte nicht wenige dieser Feuertode selbst veranlasst.


    The Long Way Back Home

    Amelius gelangte durch die Kommunikationssteine in den Körper eines Novizen der Ori. Er fand sich in einer Kirche wieder, die inmitten der Heiligen Stadt Celestis errichtet worden war.

    Sein Vater Tyolus erklärte ihm die Bedeutung des Vorhabens. Er erzählte von der Prophetie, welche den Ursprung des Glaubens der Ori darstellte. Nach dieser sollte sich ein Anhänger des Glaubens über die anderen erheben und göttliche Mächte erfahren.

    Dieser Eine sollte der sein, der das Böse vertreiben sollte.

    Tyolus selbst veranlasste durch seine Taten die Flucht seines Volkes, um die Person zu sein, auf welche die Prophetie unumstößlich zutreffen sollte.
    Jedoch war er selbst nicht die Person. Er hatte einen anderen Körper mittels der Steine zu diesem Zweck übernommen.

    Er wollte die Prophetie der Ori in sich zusammenbrechen lassen, sobald sein Wirt Symon bei der Großen Zeremonie des Feuers in die Flammen gehen würde.
    Doch etwas geschah, womit Tyolus nicht gerechnet hatte.

    Als er erstmalig persönlich vor seinem Sohn erschien, erblickte er hinter diesem neben Wachen der Ori ein leuchtendes Wesen.




    Prolog


    Amelius und Tyolus waren umzuingelt. Aus den Gemächern Tyolus’ schwebte ein leuchtendes Wesen, dass sich langsam in einen Mann mit aufflammenden Augen, gehüllt in loderndes Feuer, verwandelte.

    „Tyolus“, sprach der Mann mit verzerrt hallender Stimme, als die Wachen beiseite traten.

    Amelius stockte der Atem. Es war Symon, doch er war offenbar nicht länger ein normaler Mensch.

    „Du hast es uns leicht gemacht“, sagte Symon. „Seit jeher wussten wir um dein Eindringen. Wir hielten dich für den Richtigen.“

    „Was meinst du?“, fragte Tyolus verunsichert.

    „Du hast für uns die Prophetie erfüllt“, erklärte Symon. „Wie es im Heiligen Buch geschrieben steht, wird der Geleitete das Böse von unserer Heimat vertreiben und auf seinem Letzten Pfad aufsteigen zu Gott.“

    Tyolus verstand nicht sofort, doch dann wurde es ihm klar.
    Die Prophetie, welcher die Ori folgten, war offenbar wahr geworden. Er selbst hatte als angeblich Geleiteter für die Flucht der Alteraner gesorgt. Er war es, der in die Flammen ging.

    „Ich weiß genau, worüber du nachdenkst, Tyolus“, sprach Symon weiter. „Dein gesamtes Leben, dein großer Plan, war ursprünglich Teil unseres Plans.“

    „Das bedeutet ...“

    „Ja, das bedeutet es“, unterbrach ihn Symon sofort.

    „Und was wird jetzt mit uns passieren?“, fragte Amelius.

    „Ich biete Tyolus etwas von großer Bedeutung, die Erkenntnis. Alles, was ich nun bin, verdankt unser Volk letztlich trotz allem Tyolus“, antwortete ihm der Ori. „Ich bin Gott. Ich habe alle Macht, alles zu tun. Ebenfalls kann ich dich erheben.“

    „Ich werde wohl kaum eins mit euch werden!“, rief Tyolus.

    „Dann bleibt wohl nur noch, Überzeugungsarbeit zu leisten“, erwiderte Symon unbeeindruckt. Er sah Amelius beziehungsweise dessen Wirt Thean mit seinen flammenden Augen an. Dieser brach augenblicklich in sich zusammen.

    „Amelius!“, rief Tyolus und fing den Körper auf. Er fühlte nach einem Puls, doch dieser war nicht vorhanden. Wütend blickte er Symon an, welcher diabolisch grinste.
    „Du hast meinen Sohn getötet!“

    „Ich habe Thean getötet“, erwiderte Symon und schien kurz nachzudenken, doch tatsächlich sah er in die Ferne der Galaxie in das Raumschiff, welches die Alteraner zur Flucht genutzt hatten.
    „Dein Sohn lebt“, sagte er schließlich. „Solange ich das will. Willst du ihn retten? Du hast die Wahl. Schließe dich uns an.“

    Tyolus schluckte.




    Fortsetzung folgt
    Alterans' Eternal War

    The Last Of Them / The Long Way Back Home / Past / Present
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    Future

  2. Danke sagten:


  3. #2
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Drei Fragen bleiben für mich nach wie vor übrig: Wie konnte es einem Menschen in einem derartig frühen Evolutionsgrad gelingen, aufzusteigen?
    Und zweitens, warum brauchen die einen Alteraner, der mit ihnen gemeinsame Sache macht, denn jetzt sind sie doch schon übermächtig?
    Zu guter letzt wundert mich, wie sie sein Eindringen bemerken konnten, wenn sie nur religiöse Vollpfosten sind, ohne Ahnung von Technologie?
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  4. #3
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Irgendwie halte ich das ganze für einen Trick der Ori, denn wenn die wussten wohin die Alteraner geflohen sind, und tatsächlich soviel Macht hätten, hätten sie die schon damals verfolgt und vernichtet. Mag sein, dass sie eins und eins zusammengezählt und Tyolus enttarnt hatten, mag sein, dass sie erkannt hatten, dass Amelius in Thean steckt und Thean getötet haben (wie ist eine andere Frage), aber ich denke nicht, dass sie wissen wo das Raumschiff mit Amelius tatsächlich ist, geschweige denn ihn dort töten könnten.

    Naja ich bin mal neugierig auf die Fortsetzung.

  5. #4
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    So, jetzt geht es mit dem nächsten Kapitel weiter. Zuvor jedoch danke für das Feedback und auch ein Danke zurück an Ehre_Sei_den_Ori.

    @Colonel Maybourne
    Frage 1 wird noch eine Weile im Raum stehen, so viel möchte ich verraten. Allzu bald würde ich nicht mit der Antwort rechnen.
    Die anderen beiden Fragen bzw. deren Beantwortung stehen schon eher in nächster Zeit an.
    Freut mich, dass du wieder mit dabei bist.

    @Angelika
    Schön, dass du auch wieder hergefunden hast.
    Deine Idee mit dem Trick ist ganz gut, aber mal sehen, ob es doch die bittere Wahrheit ist, was sich bisher gezeigt hat. Was die Sicherheit der Alteraner betrifft, so wäre diese unter den aktuell wohl bestehenden Konditionen jedoch absolut nicht gewährt, da hast du Recht.

    Sehen wir mal, wie es weiter geht! Nächstes Kapitel!
    Bitteschön.

    Kapitel 1

    „Er befindet sich in einem Schockzustand!“, brüllte Noia, um die Korridore vor sich frei zu machen.
    Sie lief an der Bahre entlang, auf die man Amelius gelegt hatte.
    Kurz zuvor hatte das Kommunikationsgerät einen Impuls an Amelius abgegeben, der ihn weggeschleudert hatte. Keldor und Noia hatten sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Korridor unterhalten und waren durch den Lärm angezogen worden.
    Amelius war für Sekunden bei schwachem Bewusstsein gewesen, dann jedoch völlig weggetreten.

    Sofort hatten die beiden die notwendigen Schritte unternommen, um Erste Hilfe zu leisten.

    Nun waren sie mit dem Bewusstlosen auf dem Weg in die medizinische Versorgungsstation.
    „Aus dem Weg!“, rief Noia hysterisch.

    Sie erreichten die medizinischen Räume, wo Ticonis, der leitende Mediziner der alteranischen Gesellschaft, sie bereits erwartete.
    „Was haben wir hier?“, fragte er besorgt.

    „Er war über das Kommunikationsgerät mit Celestis verbunden. Irgendetwas ist dort passiert, was Einflüsse bis hinein in das Gerät selbst hatte“, sagte Keldor, zeigte sich jedoch letztlich ebenso ratlos wie Noia.

    „Wird er es schaffen?“, fragte sie den Arzt, der jedoch unsicher die Stirn runzelte und den Kopf schüttelte.

    „Ich weiß es nicht. Ohne genau zu wissen, was überhaupt geschehen ist, kann ich keine Diagnose aufstellen.“ Als er in die bestürzten Gesichter Keldors und Noias blickte, fügte er jedoch hinzu: „Ich werde natürlich jede mögliche Untersuchung anstellen.“


    *****


    Tyolus war in eine Zelle geworfen worden, wurde streng bewacht und war gefoltert worden.
    Sein Gesicht war von Narben gezeichnet, die von den Peitschenhieben stammten. Ein Priester war dort gewesen, um ihm die Ori-Propaganda, die er nur allzu gut kannte, zu predigen.

    Nun kauerte er in einer Ecke, mit dem Gesicht zur Wand.

    Er hatte genug Zeit gehabt, die Worte Symons zu verstehen. Er hatte nur nicht ahnen können, dass sich die Prophetien der Ori tatsächlich erfüllen würden, waren wirklich alle Voraussetzungen für deren Eintreten erfüllt.
    Er selbst hatte für sämtliche Voraussetzungen gesorgt, ohne die Bedeutung seines Tuns zu erkennen.
    Viel mehr noch hatte Symon ihm jedoch auch eröffnet, dass der gesamte Plan, den er und Keldor zur Destabilisierung der Ori entworfen hatte, in einem übergeordneten Plan der Ori eingepflechtet gewesen. Das konnte für ihn nur bedeuten, und Symon hatte ihm den Gedanken bestätigt, dass Keldor ein Verräter war, der von Beginn an alles geplant hatte, möglicherweise der Hohe Artifex persönlich, der geheime Führer der Glaubensanhänger.

    Ein Gedanke, der ihn innerlich zerstörte. Keldor war wie ein Bruder für ihn gewesen. Diesen Verrat konnte er nicht verzeihen.

    „Und das solltest du auch nicht“, sprach plötzlich jemand zu ihm und er drehte sich um.
    Symon, in seiner flammenden Gestalt, war ihm erschienen. „Noch hast du die Chance, Tyolus“, sagte der Ori.

    „Was soll es mir bringen, deine Erleuchtung zu teilen?“

    „Das Verständnis, welches ich erlangt habe, geht weit über die Vorstellungskraft eines Sterblichen hinaus“, antwortete Symon und schien selbst noch immer vollkommen überwältigt zu sein von dem, was mit ihm geschehen war, nachdem er ins Feuer gegangen war.

    „Und du willst dieses Verständnis mit mir teilen?“, krächzte Tyolus und lachte kurz auf. „Kaum zu glauben.“

    „Du kannst die Prophetie immer noch nicht verstehen.“

    „Was meinst du?“, fragte Tyolus. „Ich kenne die Prophetie.“

    „Du kennst die öffentliche Prophetie, nicht aber die wahre, tiefer gehende“, widersprach Symon. „Da wir wussten, dass du meinen Körper besetzen würdest, hat man dir natürlich jeden Zugang dazu verwehrt.“

    „Gut“, stöhnte Tyolus und erhob sich. „Dann kläre mich auf.“

    „In den Alten Schriften steht geschrieben: Der Eine, geboren in den Schluchten Ver Abghars, wird das Böse infiltrieren, doch Infiltration ist die Waffe des Bösen. Die Waffe, die zu seinem Untergang genutzt werden wird. Der Eine wird nicht er selbst sein, kontrolliert von dunklen Einflüssen. Jene werden das Böse vertreiben, auf dass es nie wieder Einzug hält in das Heilige Reich. Das Böse wird den Einen von Ver Abghar verführen, den Letzten Pfad zu nehmen, wird jedoch beblendet von seiner Unwissenheit. Das Böse in dem Einen wird schwinden, auf dass es letztlich eins wird mit ihm“, zitierte Symon aus den heiligsten Schriften der Ori.

    „Du kommst aus Ver Abghar?“

    Symon nickte. „Wie viele Infiltratoren. Es war meine heilige Pflicht, die Prophetie zu erfüllen, wie schon viele vor mir es für sich erhofften. Wir wussten natürlich erst durch deinen Ältesten, wann die Zeit gekommen war.“

    „Keldor“, sagte Tyolus wütend.

    „Das Böse wird schwinden, doch es bleibt stets bestehen, in weiter Ferne. Der letzte Führer wird den Untergang besiegeln, wird Täter und Opfer nicht eins“, zitierte Symon weiter.

    „Du meinst, wenn ich nicht dein zugegebenerweise verlockendes Angebot annehme ....“

    „Dann wirst du keine Gelegenheit dazu haben, den Rest deines geliebten Volkes vor den Einflüssen der Ori zu beschützen“, beendete Symon den Satz.

    „Warum willst du, dass sich dieser Teil erfüllt?“, wollte Tyolus jedoch wissen, verstand er doch nicht recht, welchen Sinn diese Prophetie für die Ori hatte.

    „Die Endzeit ist noch nicht gekommen. Wir stehen am Anfang“, sagte Symon und fuhr fort: „Wo Gutes ist, muss auch Böses sein. Die ausgleichenden Kräfte müssen stets in jeder Stufe des Seins erhalten bleiben, bis die Endzeit gekommen ist und die Wahrheit obsiegen wird.“

    „Und du, als der Gute, brauchst dein böses Gegenstück?“, hakte Tyolus ungläubig nach. „Ein Feind, der deine Macht hat?“

    Symon lachte kurz auf. „Tyolus, Tyolus, Tyolus.“ Er sah den Alteraner aus seinen flammenden Augen an. „Zuvor hat das Böse seine Einflüsse über das Gute gebracht. Du hast uns die Mittel gegeben, das Böse zu vertreiben. Nun musst du das Gleichgewicht wiederherstellen, welches du durch deine Taten überhaupt erst gestört hast.“

    „Aber ich dachte ....“

    „Natürlich im Sinne der Prophetie“, unterbrach ihn Symon, wusste er dch bereits, was Tyolus sagen würde. „Wir wollen das Schicksal nicht herausfordern. Jeder Teil der Prophetie muss sich erfüllen, so seltsam er auch erscheinen mag.“

    „Verstehe“, erwiderte Tyolus, war jedoch noch nicht recht überzeugt. „Und über eine wie lange Zeit erstreckt sich eure banale Prophetie?“

    „Wäre sie banal, würden wir uns nicht darüber unterhalten“, merkte Symon beinahe gelangweilt an. „Wir wissen nicht, wann welcher Teil eintrifft. Wir können lediglich die Zeichen deuten.“

    „Und selbst du, göttlich, wie du dich beschreibst, weißt es nicht?“

    Symon wirkte von dieser Tatsache selbst ein wenig enttäuscht, als er antwortete: „Ich bin sicher, ich werde es wissen. Wie gesagt, ist mein Zustand einfach unvorstellbar und muss zunächst ergründet werden.“

    Tyolus dachte nicht lange nach, doch für einen kurzen Moment ahnte er, dass Symon zwar mächtig geworden, jedoch offenbar nicht allmächtig oder allwissend, geschweige denn ein wahrer Gott.
    Er fragte schließlich: „Angenommen, ich würde die Prophetie erfüllen wollen, ein weiteres Mal, was müsste ich tun?“

    Symon grinste diabolisch. „Nicht viel. Befreie dich von allem Weltlichen.“

    „Wie?“

    „Indem du das Weltliche hinter dir lässt“, antwortete Symon. „Das Feuer erwartet dich.“ Mit diesen Worten verwandelte sich die flammenumgebene Gestalt Symons in einen Feuerball, der im Nichts verschwand. „Denke darüber nach“, hallte es aus dem Nichts.


    *****


    „Was ist mit ihm?, fragte Khadrir, ein enger Freund Amelius’, als er auf der medizinischen Versorgungsstation ankam.
    Noia und Keldor empfingen ihn.

    „Wir wissen es nicht. Jedoch scheint sein Zustand direkt mit der Verbindung, die er zu Celestis hatte, zu tun zu haben“, erklärte der Älteste.
    „Ich habe so etwas noch nie gesehen.“

    „Niemand anderes hatte eine solche Nebenwirkung zu beklagen“, widersprach Khadrir. Als Entwickler des Kommunikationsgerätes war er verunsichert. War seine Erfindung unsicher?

    „Wir glauben, es gab auf der anderen Seite einen Effekt, der sich hierher ausgedehnt hat“, sagte Noia. „Amelius wurde von dem gerät weg geschleudert.“

    „Also keine Fehlfunktion?“, hakte Khadrir nach.

    „Als leitender Wissenschaftler an diesem Gerät solltest du es dir am besten ansehen, die Daten analysieren und das Problem verstehen“, verlangte Keldor.

    „Aber Amelius ...“

    „Khadrir, finde heraus, was passert ist. Nur so kannst du Amelius helfen. Nicht einmal Ticonis weiß, was er für ihn tun kann“, unterbrach ihn Noia mit ihrer sanften Stimme. „Ich werde dir helfen.“

    „Na schön“, gab sich Khadrir geschlagen, war jedoch alles andere als überzeugt davon, am Gerät selbst eine Fehlfunktion feststellen zu können, die für Amelius’ Zustand vewrantwortlich sein könnte.
    Gemeinsam verließen sie die Station und ließen Keldor zurück, der aus der Ferne den bewusstlosen Amelius ansah, welcher augenscheinlich um sein Leben kämpfte.




    Fortsetzung folgt
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  7. #5
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    Mal sehen ob sie rausfinden was mit Amelius passiert ist und ob Keldor tatsächlich ein Verräter ist? Gut nur, dass die Ori nicht wissen, dass ihnen später einmal SG-1 das "Feuer ausblasen" wird.

  8. #6
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Wenn ich das richtig verstehe, würde ein großer Teil der orilehre zusammenklappen, wenn er sich verweigern würde, denn die brauchen eine Art "Teufel".
    Ich an seiner Stelle wäre das Risiko eingegangen und würde mich verweigern, allein schon um deren "Gleichgewicht" aus dem Konzept zu reißen.
    Religion ist doch echt mal wieder zum Kotzen...
    Bis dann.
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  9. #7
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    Guten Tag miteinander. Bevor es weiter geht, erst einmal Danke an Ehre_Sei_den_Ori und für das Feedback!

    @Angelika
    Die Hauptfrage, ob Keldor wirklich ein Verräter ist, dürfte noch interessant zu beantworten sein. Sehen wir einfach mal. Dass ihnen SG-1 irgendwann das Licht ausknipst, konnten sie damals wirklich noch nicht erahnen - zum Glück.

    @Colonel Maybourne
    Richtig, die Orilehre würde ins Leere laufen, wenn Tyolus sich nicht fügt. Das Gleichgewicht ist den Ori aus Glaubensperspektive extrem wichtig, drum sind deren egoistische Interessen zu diesem Zeitpunkt noch nicht derart ausgeprägt. Nur deshalb leben die Alteraner und Tyolus überhaupt noch. Ein Fakt, der letztlich natürlich dank SG-1 zu ihrer Auslöschung führen wird.
    Ob er sich dem Ganzen dennoch verweigert, sehen wir sehr bald.

    Weiter geht's!


    Kapitel 2


    „Sieh es dir an“, forderte Symon bei seinem nächsten Besuch in Tyolus’ Zelle und ließ den Raum um sie herum in feurigem Licht verschwinden, um kurz darauf den Blick frei zu geben auf die medizinische Station an Bord des Schiffes der Alteraner.

    „Was ...?“, fragte Tyolus unsicher, als er sogleich von Ticonis, dem leitenden alteranischen Mediziner, wie ein Geist durchschritten wurde.

    „Du bist nicht wirklich hier“, erklärte Symon sofort. „Niemand kann dich sehen oder mit dir interagieren.“

    „Ich verstehe“, sagte Tyolus, versuchte sich nicht weiter von dieser Tatsache beeindrucken zu lassen und trat an Amelius’ Bett heran. Zum ersten Mal sah er seinen Sohn, wie er mittlerweile in Wirklichkeit aussah. Er war blass und schweißgebadet.
    „Was machst du mit ihm?“

    „Er leidet, Tyolus“, erklärte ihm Symon gespielt mitfühlend. „Er kann jedoch leben, wenn du dich für den Pfad entscheidest.“

    „Woher kann ich wissen, dass du ihn nicht dennoch umbringen wirst?“

    „Das kannst du nicht, jedoch wirst du selbst die Macht haben, es zu verhindern“, erwiderte Symon und eröffnete Tyolus damit die uneingeschränkte Macht, die er genießen würde, täte er es seinem jahrelangen Wirt Symon gleich.

    „Ist das überhaupt real?“

    „Du denkst, ich lüge?“

    „Natürlich denke ich das. Du bist ein Ori, ein fanatischer Verfechter eines Glaubens ...“

    „Eines Glaubens, der auf einer Prophetie basiert, welche du erfüllt hast, Tyolus. Sieh an, was aus mir geworden ist! Der Ursprung ist die Wahrheit! Jeder Zweifler müsste es durch die jüngsten Ereignisse verstanden haben. Wer ist nun also der, der lügt?“, fragte ihn Symon. „Ich würde sagen, du und deinesgleichen, die ihr nicht einmal die Wahrheit seht, wenn sie direkt vor euch steht.“

    In diesem Moment begann Amelius plötzlich spastisch zu zucken.

    „Ticonis!“, hörte Tyolus eine ihm nur allzu vertraute Stimme und er drehte sich um.
    In genau diesem Moment schritt Keldor durch ihn hindurch auf den bewusstlosen Amelius zu. „Es passiert etwas!“

    Der Arzt eilte zum Bett und versuchte unter Mithilfe Keldors, Amelius am Bett zu fixieren, da er aufgrund der heftigen Bewegungen beinahe zu Boden gestürzt war.

    „Was passiert hier?“, wollte Tyolus wissen und packte Symon bei den Schultern. Zumindest hatte er dies vor, doch die Flammen, welche Symons Gestalt bildeten, züngelten brennend heiß empor und stießen Tyolus zurück.

    „Ich erleichtere dir deine Entscheidung, Tyolus“, antwortete ihm der Ori schließlich. „Dein Sohn wird diesen Anfall nicht überleben.“

    „Du bringst ihn um!“

    „Richtig“, erwiderte Symon diabolisch grinsend.

    „Nein!“

    „Warum wehrst du dich gegen die Erleuchtung?“

    „Weil es keine Erleuchtung sein kann, wenn ihr Ori diesen Pfad beschreitet!“

    „Jeder beschreitet seinen Weg für sich selbst, Tyolus“, ließ Symon ihn wissen. „Willst du, dass ich Chaos heraufbeschwöre?“

    „Chaos?“

    „Denkst du, ich belasse es bei dem Tod deines Sohnes?“, wollte Symon wissen, fügte jedoch hinzu: „Meine Macht ist unbegrenzt. Ich kann auch den Rest deines geliebten Volkes töten. Ein Wimpernschlag und dieses Schiff fällt unter Lichtgeschwindigkeit, ein weiterer und die nächstgelegene Sonne wird explodieren und es vernichten. Und das ist nur eines von vielen Szenarien, die ich mir ausdenken könnte, um es elendig sterben zu lassen.“

    „Das kannst du nicht!“

    Symon grinste und schloss die Augen. Sofort flackerte auf der medizinischen Station das Licht und das Schiff wurde durch das Bremsmanöver stark erschüttert.

    „Was ist passiert?“, rief Keldor und eilte aus der medizinischen Station.

    „Er ist ein Verräter“, sagte Tyolus, als er dem Ältesten hinterher sah.

    „Dann bestrafe ihn“, entgegnete ihm Symon gelangweilt. „Du kannst alles tun. Du siehst, wozu ich in der Lage bin.“

    „Ich ...“

    „Ich schnippe gleich mit meinem Finger und all dies hier wird vernichtet, außer du gibst mir nun die richtige Antwort“, drohte Symon, dessen Geduld am Ende zu sein schien. „Willst du den Pfad beschreiten?“
    Er hob drohend die Hand, Daumen und Mittelfinger zum Schnippen bereit haltend.

    Tyolus wusste, das Schnippen diente lediglich dem theatralischen Effekt, den die Ori immer gern benutzten, doch es erweckte dennoch Eindruck, wenn er sich vorstellte, was das Schnippen letztlich bedeuten würde. Er sah sich um, erblickte die faszinierende Schönheit des Schiffes, welches über viele Jahre im Geheimen gebaut worden war, die Technologie, dachte an die Kultur seines Volkes, die zu enden drohte.
    „Ja“, antwortete er schließlich, wobei er seiner Überzeugung mit aller Mach widerstehen musste. Er sank voller Verzeiflung zu Boden.

    Symon grinste. „Das wird auch Zeit.“

    Einen Wimpernschlag später befanden sich die beiden wieder in der Zelle im Untergrund der heiligen Stadt Celestis.

    „Dein Volk darf weiter leben. Amelius wird mit Beginn deiner Zeremonie wieder erwachen und vollständig genesen. Das Schiff ist bereits wieder auf FTL gegangen“, versicherte ihm Symon, und auch wenn Tyolus ihm nicht vollends glaubte, so hoffte er doch, dass der Ori sein Wort halten würde.
    „Heute Abend wird es soweit sein. Verabschiede sich bis dahin von deinem weltlichen Selbst.“

    Mit diesen Worten verschwand Symon und ließ einen nervlich am Boden liegenden Tyolus zurück.
    Er wusste nicht, was er tun sollte. Zwar hatte er Symon zugesagt, die Erleuchtung finden zu wollen, doch vollständig überzeugt war er nicht. Er hatte nun nur Symons Wort, dass sein Volk und sein Sohn lebten. Ebenso hatte er nur Symons Wort, dass er nach den psychischen Qualen, die er ihn durchleiden ließ, ihm die Erleuchtung gewährte. Genauso gut konnte er sich vorstellen, dass Symon Gefallen daran fand, ihn zu quälen, um ihm letztlich, als er sich auf die Lehren der Ori eingelassen hatte, den feurigen Tod zu bescheren und sich daran zu erfreuen.
    So kauerte Tyolus am Boden, weinend und voller Hass, Verzweiflung und Traurigkeit.


    *****


    „Sein Zustand bremst unser Voranschreiten“, sagte Keldor und erhob sich von seinem Bett, auf dem er gesessen hatte.

    „Du glaubst doch nicht, das Aussetzen des FTL-Antriebs hat mit seinem Zustand zu tun?“, hakte Noia ungläubig nach und machte große Augen. Sie hatte Keldor in seinem Quartier aufgesucht, nachdem er einfach die Brücke verlassen hatte, kaum war der Antrieb wie durch ein Wunder wieder in Funktion.

    „Ich weiß es nicht“, flüsterte Keldor.

    „Inwiefern sollte Amelius etwas mit dem Schiff anstellen, vorausgesetzt er könnte es in seinem Zustand?“

    „Amelius ist nicht verantwortlich, Noia! Jedoch hängt sein Zustand mit der Fehlfunktion zusammen, durch äußeren Einfluss“, erklärte der Älteste und schloss wehmütig die Augen.

    „Was ist hier los, Keldor?“, fragte Noia verunsichert, hatte sie den alten Mann doch noch nie so mit sich ringen sehen.

    „Ich ... ich habe euch alle verraten“, gestand er langsam stotternd mit tränenden Augen.

    „Was ... was redest du? Keldor, ich .... Was soll ... ich dazu ....“

    „Ich bin für all das verantwortlich, jedenfalls indirekt“, sagte Keldor voller Reue, die doch viel zu spät kam.

    „Wie?“

    „Willst du die Geschichte wirklich hören?“, fragte Keldor, woraufhin sie sofort nickte. Er schluchzte und nickte ebenfalls. „Dann werde ich sie erzählen. Aber nicht hier. Ich werde die Crew im Speiseraum darüber aufklären. Lasse sie zusammenkommen, sobald wir alle Vorbereitungen für den nächsten Schritt getroffen haben.“

    Noia spürte, dass Keldor etwas zu berichten hatte, das alles in einem anderen Licht dastehen lassen würde, als sie es kannte. Sie nickte bloß und verließ das Quartier.




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  11. #8
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    Bleibt also die Frage warum Keldor zum Verräter wurde? Mal sehen ob es darauf bald eine Antwort gibt. Tja und mal sehen was Symon wirklich mit Tyolus vor hat.

  12. #9
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Obwohl, wenn er den Aufstieg wirklich durchzieht, kann er auch diesen Ori zumindest in einen ewigen Kampf verwickeln und so erst mal aus dem Verkehr ziehen.
    Abgesehen davon würde ich wohl ein paar Energieladungen auf die nächsten Oritruppen werfen und sie ihren eigenen Mist zu schmecken geben.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


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  13. #10
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    Guten Morgen!
    Danke für das Feedback und auch für die Danksagung von Ehre_Sei_den_Ori.

    @Angelika
    Die Antwort auf alle Fragen wird sich in Kürze ergeben.

    @Colonel Maybourne
    Problematisch ist natürlich, dass Tyolus womöglich nicht weiß, dass er gegen Symon überhaupt eine Chance hätte. Diese Macht zu verstehen, ist sicher auch schwierig, siehe Daniels Worte, als er aufgestiegen war.

    Weiter geht's!


    Kapitel 3

    Tyolus war in ein prunkvolles Gewand gekleidet und beschritt seinen persönlichen Letzten Pfad. Es war das zweite Mal für ihn, doch dieses Mal würde es für ihn auch endgültig sein. Im Gegensatz zu Symon, als der er frei war, wurde er jedoch dieses Mal von vier Wächtern geleitet. Eine Flucht war nicht möglich. Symon wollte wohl absolut sicher gehen, dass Tyolus sich nicht gegen diese Zeremonie wehren konnte.

    Er erreichte den kreisrunden Raum. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Symon selbst erhob sich aus den Feuern, in welche Tyolus nun übergehen sollte.
    Der Ori blieb in der Schwebe und seine Stimme hallte an den Wänden lautstark wider: „Meine Freunde, die Zeit ist gekommen. Nachdem Tyolus mich zu dem gemacht hat, was ich bin, werde ich euch nun meine Macht beweisen und ihn zu dem machen, was ich bin. Gut und Böse werden eins und die Lehre des Ursprungs wird auferstehen aus den Flammen!“

    Tyolus hörte dem Ori nachdenklich zu, fühlte sich hilflos und doch berauscht. Stimmte alles, was Symon sagte, so würde er seine Macht mit Tyolus teilen. Damit würden auch seinem Volk mehr Chancen eingeräumt werden, da er es beschützen könnte.
    Er fragte sich, ob Symon nach dieser Einigkeit, die sie erlangen würden, nach wie vor Macht über ihn haben würde, oder ob er sich dem Ganzen entsagen konnte, kaum hatte er selbst diese Macht erlangt.

    „Tritt vor, Tyolus, mein Freund!“, rief Symon plötzlich, was Tyolus aus seinen Gedanken riss. Er fragte sich zudem, ob Symon sie gelesen hatte, oder ob es tatsächlich möglich war, ihn trotz seiner vermeintlichen Allmacht zu täuschen.
    Ohne Worte trat Tyolus vor auf das Podest zu.

    Er spürte, diese Zeremonie war anders als jene, welche er zuvor in Symons Gestalt vollzogen hatte.
    Die Priester starrten Tyolus aus ihren hasserfüllten Augen an, regten sich nicht. Es war wie ein Pfad der Scham und der Schande, welchen Tyolus von der Pforte bis zum Podest beschritt. Im Angesicht dessen wunderte er sich beinahe darüber, dass er weder angepöbelt noch bespuckt oder gesteinigt wurde, schob den Gedanken jedoch sofort wieder als lächerlich beiseite, da er um die Sitten in Celestis wusste. Jemanden mit tiefer Abscheu anzustarren oder mit Predigten zur mentalen Folter vorzutragen, war in Ordnung, physisch gewalttätige Akte zu vollziehen, war in diesen heiligen Hallen jedoch verboten.

    „Meine Freunde, Tyolus hat sich bereiterklärt, erneut eine wichtige Passage unserer Prophetie zu erfüllen. Gut und Böse werden eins!“, wiederholte er die Worte der Prophetie.
    Er bedeutete Tyolus, in die Flammen zu steigen und seine persönliche Erleuchtung zu erfahren.

    Tyolus trat vor und setzte einen Fuß in die heißen Kohlen. Der zweite folgte. Er verkniff es sich so lange wie möglich, nicht vor Schmerzen zu schreien, doch als erste Flammen an seinen Beinen entlang züngelten und sein Gewand Feuer fing, überkam es ihm.
    Er schrie vor Schmerz, brüllte sein Leben aus sich heraus.

    Aus seinen tränenden Augen heraus starrte er auf seine Hände, die von Brandblasen überwuchert waren. Er legte sie auf sein Gesicht und schrie lautstark auf. In seine Nase stieg ihm der Gestank verbrannten Fleisches, seines Fleisches.
    „Wann hört das auf?!“, schrie er und blickte hinauf zu Symon, der ihn gewohnt diabolisch angrinste. Der Anblick verschwamm. Ein Licht erschien vor seinen Augen, umhüllte ihn und ließ ihn letztlich beinahe erblinden. Anschließend war alles anders.


    *****


    „Ha-... hallo?“, sagte Amelius langsam.

    „Er kommt zu sich“, sprach der Arzt Ticonis zu dem Gerät an seinem Handgelenk und trat an das Bett heran. „Amelius?“

    Der Angesprochene sah sich verwirrt um, erblickte dann den Arzt und stöhnte beruhigt. „Ich ... ich dachte ....“

    „Ja, ich dachte auch, wir verlieren dich.“

    „Nein ... nein, das ... das meine ich nicht“, widersprach Amelius. Er sprach, als befände er sich in einem Trancezustand. „Mein Vater ... die Ori ....“

    Ticonis sah seinen Patienten beunruhigt an. Er sah sich die Werte an, die zahlreiche Sensoren ihm lieferten und griff nach einer Ampulle mit Beruhigungsmittel. „Du musst dich ausruhen“, sagte er und verabreichte Amelius das Mittel.

    „Nein ... nein, ich ... ich muss ....“ Amelius sank in das Kissen zurück, verstummte und verlor das Bewusstsein.

    Ticonis schnaufte und drehte sich zu seiner Kollegin Thara um. „Informiere Keldor. Amelius ist wieder unter uns.“

    Sie nickte und wollte gerade gehen, als Noia sie beinahe überrumpelte. „Keldor wünschte eine dringende Zusammenkunft in der Speisekammer!“

    „Wozu?“, fragte Ticonis neugierig.

    „Er ... er sollte es schon selbst sagen“, erwiderte Noia, wusste sie doch selbst nicht, was genau los war.

    „Aber ich ... ich kann hier nicht weg. Er ...“, meinte der Arzt und deutete auf Amelius, was wiederum Noias Neugier weckte.
    „Wie geht es ihm?“, fragte sie daher.

    „Er ist kurz aufgewacht. Ich musste ihn ruhig stellen. Er sprach nur wirre Worte. Sein Puls raste, obwohl er völlig ruhig wirkte. Es war unheimlich“, antwortete Ticonis. „Ich muss hier bleiben, falls er wieder aufwacht.“

    „Ich glaube, die Zusammenkunft betrifft uns alle“, widersprach Thara. „Gerade du solltest dort sein.“

    „Er sollte hier nicht allein bleiben!“

    „Dann bleibe ich“, entschied Noia. „Ich kenne ihn am besten. Womöglich kann ich beruhigend wirken, falls er wieder erwacht.“

    „Eine richtige Annahme“, erwähnte Ticonis beiläufig. „Das Problem ist, dass du über keinerlei medizinische Kenntnisse verfügst, die womöglich notwendig werden, sollte er in seinen vorigen Zustand zurückfallen.“

    „Das könnte passieren?“, hakte Noia beunruhigt nach.

    „Da ich nicht wirklich verstehe, was überhaupt mit ihm passiert ist, kann ich über mögliche Rückfallquoten selbstverständlich auch nur spekulieren“, erklärte Ticonis. „Er braucht medizinische Betreuung. Ich muss bleiben.“

    „Ich könnte bleiben“, warf Thara ein. „Du bist der leitende Mediziner und Mitglied des Ältestenrates, Ticonis. Wenn es etwas Wichtiges zu erfahren gibt, solltest du vor Ort sein. Ich kann mich um ihn kümmern, falls es Anzeichen einer Verschlechterung seines Zustandes geben sollte.“

    „Ich bleibe dennoch“, bestätigte auch Noia ihren Wunsch, bei Amelius zu verweilen.

    „Nun“, murmelte Ticonis und gab sich letztlich einverstanden. Er nickte und lief an ihr vorbei, um die medizinische Station zu verlassen. Sie setzte sich an Amelius’ Bett.
    Thara tat es ihr gleich.


    *****


    Die Alteraner versammelten sich in der Speisekammer. In ihrer Mitte stand Keldor, die Hände gefaltet und die Augen geschlossen.
    Ticonis traf ein und trat durch die Menge hindurch in den inneren Kreis, der sich um Keldor versammelt hatte.

    „Meine Freunde“, sprach Keldor. „Ich habe euch eine wichtige Angelegenheit mitzuteilen.“




    Fortsetzung folgt
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  14. Danke sagten:


  15. #11
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    Mal sehen ob Keldor sich jetzt selbst stellt und was die anderen dann mit ihm machen werden? Und ob Tyolus nun wirklich aufgestiegen ist? Oder hat Symons ihn einfach belogen?

  16. #12
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    Wenn er den Aufstieg jetzt wirklich geschafft hat, würde ich mich als erstes auf diesen Bastrad werden und ihn seinen verdrehten Kopf waschen...
    Und das möglichst vor den Augen seiner durchgeknallten Anhänger.
    Bis dann.
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  17. #13
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    Guten Abend, alle miteinander! Heute geht es weiter, jedoch wie üblich zuvor ein Danke an Ehre_Sei_den_Ori und an euch, die ihr ein Feebdack gegebene habt.

    @Angelika
    Was Keldor nun genau tut, werdet ihr bald erfahren. Was Tyolus und Symon betrifft, so scheinst du auf eine gewisse Eigenart der Ori anzuspielen - sie sind schließlich letztlich die wohl größten Lügner des bekannten Universums, setzt man Versprechen und Wahrheit mal in direkte Relation. Ob Symon schon damals ähnliche Wege ging und Tyolus schlicht belogen hat, wird sich zeigen.

    @Colonel Maybourne
    Ja, Augen zu und durch, müsste es da heißen. Ob Tyolus sich jedoch mit Symon anlegt, ob er es überhaupt kann, oder ob Angelika Recht behält und Symon ihn gar nicht aufsteigen lässt, muss sich noch zeigen.

    Weiter geht's!


    Kapitel 4


    „Ich kann nicht länger mit der Lüge leben“, begann Keldor und blickte jedem Einzelnen, soweit es möglich war, in die Augen.
    „Unser Feind, die Ori, haben den Sieg erlangt, den sie sich gewünscht haben. Mit unserer Flucht von Celestis erfüllte sich ein Traum für die Ori.“

    Ein Raunen ging durch die Kammer.

    „Vor vielen Jahren, als die Ori als Sekte bezeichnet und von vielen gemieden wurden, fand ein Treffen zwischen ihren geistigen Führern und dem Rat der Alteraner statt. Der damalige Ratsvorsitzende erteilte den fanatischen Worten der Ori eine Absage. Wir alle wissen, was folgte. Terror in unseren Städten.“

    Keldor machte eine Pause, um allen die Möglichkeit zu geben, sich an den Beginn des Konfliktes zu erinnern, ob aus eigener Erfahrung oder aus Erzählungen.

    „Der Rat zerfiel unter den Anschlägen. Die Ori drängten jeden freien Bürger ihren Glauben auf. Der Tod durch das Feuer, das heiligste Symbol der Erleuchtung, stand jedem bevor, der sich ihnen nicht fügte. Wir verschwanden in den Untergrund, aber wir hatten die Macht, sie zu besiegen. Das wenige, was vom Rat übrig geblieben war, waren meine Person und mein direkter Vorgänger Kyrus. Kyrus war der Meinung, wir sollten unsere technische Überlegenheit nutzen, die Ori in die Schranken zu weisen, doch er verstarb, bevor er seine Pläne umsetzen konnte.“

    Erneut ging ein Raunen durch die Kammer, einige tuschelten miteinander. Dies war für alle eine unbekannte Information.
    „Im Sinne unserer Werte zu handeln, ist oberstes Gebot für den Rat!“, rief plötzlich Khadrir.

    „Dessen bin ich mir bewusst und ich weiß, dass Transparenz wichtig ist. Jedoch ... habe ich mit Übernahme des Amtes die Ori-Führer aufgesucht.“

    „Das kann nicht dein Ernst sein“, sagte Ticonis ungläubig.

    „Ich bin nicht stolz darauf, jedoch sah ich es als einzige Möglichkeit, uns zu retten. Der Fanatismus der Ori hätte uns vernichtet“, erwiderte Keldor und fuhr fort: „Dieses Schiff wurde auf mein Geheiß entwickelt und konstruiert. Die Ori wussten das und ließen uns gewähren. Sie wollten uns nicht mit aller Macht vernichten. Uns zu vertreiben, lag vielmehr in ihrem Interesse.“


    *****


    „Hallo?“, fragte Amelius stöhnend und sah sich um.

    „Hey“, begrüßte ihn Noia lächelnd. „Da bist du ja wieder.“

    „Was ... was ist passiert?“

    „Wir vermuten eine Fehlfunktion des Kommunikationsgerätes“, erklärte Noia.

    „Du warst lange Zeit bewusstlos, standest unter Schock und befandest dich laut unseren Einschätzungen mehrfach kurz vor dem Tod“, fügte Thara hinzu. „Glücklicherweise bist du jetzt wieder unter uns.“

    „Es ... war keine ... Fehlfunktion“, stammelte Amelius mit geschlossenen Augen. „Es ... es ist allles ... äußert suboptimal.“

    „Was denn?“, hakte Noia nach.

    „Der ... der Plan.“

    Noia und Thara sahen sich kurz fragend an. Dann fragten sie wie aus einem Mund: „Welcher Plan?“


    *****


    „Was der Rat einst nicht verstand, habe ich verinnerlicht. Die Ori folgen einer Prophetie, die vor einer undefinierbar langen Zeit in alte Gemäuer geschrieben wurde. Niemand weiß, wer die Erbauer waren und wer diese Prophetie niedergeschrieben hatte“, erzählte Keldor.
    „Diese Prophetie ist der Grundpfeiler ihrer Religion.“

    „Was besagt sie?“, fragte jemand aus der Menge heraus.

    „Den genauen Wortlaut kenne ich leider nicht, doch ich weiß, dass unsere Flucht in diese Prophetie maßgeblich verstrickt ist“, antwortete Keldor.

    „Also erfüllst du ihre Prophetie und stärkst damit ihren Fanatismus!“, beschuldigte ihn eine Frau.

    „Ich gebe zu, das mag die letztliche Konsequenz für die Ori sein“, bestätigte Keldor, ließ jedoch nicht unerwähnt: „Aber auch für uns ist dieser Schritt der beste, den wir machen konnten. Ihr Fanatismus wird uns nicht länger bedrohen können.“


    *****


    „Tyolus und Keldor haben vor langer Zeit einen Plan geschmiedet, um die Religion der Ori zu zerschlagen“, erklärte Amelius, nachdem Thara ihm ein Mittel verabreicht hatte, welches ihn aufmerksamer und ansprechbarer machte.

    „Wie wollten sie das bewerkstelligen?“, fragte Noia.

    „Das ist irrelevant, denn es hat nicht funktioniert“, sprach plötzlich eine nachhallende Stimme zu ihnen.

    Ein grelles Licht erschien direkt vor Amelius’ Bett. Thara und Noia stießen ihre Stühle um, als sie aufsprangen, um zurückzuweichen.
    Das Licht formte sich und zeigte die Gestalt Tyolus’.

    „Vater!“, rief Amelius.

    „Ich bin froh, dass es dir gut geht, mein Sohn“, erwiderte Tyolus.

    „Was geht hier vor sich?“, rief Thara verängstigt.

    „Keine Sorge, Thara. Ich bin für euch keine Gefahr“, beruhigte er die Ärztin mit einem Lächeln.
    „Ich bin hier, um euch eine Botschaft zukommen zu lassen. Ich ... ich habe nicht viel Zeit. Er sucht nach mir.“

    „Wer?“, fragte Noia.

    „Der Ori, der die Erleuchtung gefunden hat“, antwortete Tyolus. „Ich bin auch erleuchtet worden, wenn man das so bezeichnen kann.“
    Sowohl Amelius, als auch Noia und Thara wollten darauf etwas erwidern, doch Tyolus ließ sie nicht zu Wort kommen.
    „Es ist eine lange Geschichte, aber wie gesagt, habe ich dafür keine Zeit. Keldor ist ein Verräter. Er hat die Ori seit Jahren in ihrem Vorhaben unterstützt. Sie sind nun in der Lage, die Erleuchtung zu erhalten, die sie sich so sehnlichst gewünscht haben.“

    „Wir hätten sie einsetzen sollen“, sagte Amelius nachdenklich. Noia verstand diese Worte und nickte.

    „Ich lese in euren Gedanken, dass ihr eine Waffe gegen die Ori entwickelt habt“, sagte Tyolus, selbst ein wenig über seine Kräfte erstaunt. „Ebenfalls, dass ihr sie zurückgelassen habt.“

    „Der Rat war gegen den Einsatz“, klärte Noia Amelius’ Vater auf, fragte sich angesichts der ohnehin abnormalen Situation dabei nicht einmal, wie er in ihren Gedanken gelesen hatte.

    „Das ist klar. Es hätte die Prophetie der Ori vereitelt.“

    „Was genau ist hier los?“, fragte Thara. „Keldor ist ein Ori?“

    „Nicht direkt, aber er hat mit ihnen zusammengearbeitet, gegen unser Volk. Ebenso wird er auch in der neuen Zivilisation, die ihr gründen wollt, den Samen der Ori säen. Ihr müsst ihn aufhalten!“

    „Kannst du nichts tun?“, fragte Amelius. „Immerhin hat er dir seine Macht zukommen lassen. Du bist hier. Also ... tu etwas!“

    „Ich werde versuchen, euch so gut wie möglich zu helfen, aber ....“

    „Was ist los?“, fragte Noia, besorgt aufgrund des Stockens Tyolus’.

    „Er hat mich gefunden. Ich werde Symon aufhalten und auch euer Geheimnis über die Lade bewahren. Doch ihr müsst um jeden Preis Keldor von seinen Plänen abbringen.“

    „Wa- ...?“, begann Thara, als Tyolus sich in eine Lichtkugel verwandelte und verschwand.

    „Wir müssen die anderen informieren“, entschied Amelius und versuchte, sich aufzurichten, brach jedoch unter Schmerzen zusammen.

    „Das mache ich, du musst dich ausruhen“, beruhigte ihn Noia.

    „Nein!“, rief Amelius. „Ich will es ihn fragen. Wenn das alles wahr ist, will ich es als Erster hören!“

    „Wir helfen dir“, beschloss Thara. „Setzen wir ihn in den Stuhl“, sagte sie zu Noia, die einen Rollstuhl heran schob.

    „Beeilung!“, forderte Amelius.




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  18. Danke sagten:


  19. #14
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Am Ende sind noch aufgestiegene Ori selbst durch die Zeit zurückgereist und haben diese Prophetie angebracht, nur damit sie mal existieren werden.
    Und was diesen Keldor angeht, den würde ich gleich auf dem nächsten Planeten aussetzen, oder am besten aus der Luftschleuse werfen.
    Bis dann.
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  20. #15
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    Na wenigstens in diesem Punkt hat Symon nicht gelogen. Tyolus ist also auch aufgestiegen. Nur was jetzt? Keldor gehört verhaftet und vor Gericht gestellt. Und wenn Amelius von der Lade weiß, warum bauen sie dann keine zweite und setzen sie gegen die Ori ein? Auch verstehe ich ihre spätere Nichteinmischungsdoktrin nicht, wenn es zum Kampf der Völker der Milchstraße gegen die Ori kommt. Außer Merlin, der nicht aufgestiegen, bzw. wieder zurück gegangen ist, und Morgan Le Fay hat keiner von ihnen eingegriffen und geholfen.

  21. #16
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    Bevor es gleich weiter geht, zuerst einmal danke für das Feedback und das "Danke" von Ehre_Sei_den_Ori.

    @Colonel Maybourne
    Sehr interessante Vermutung, die du da bezüglich zeitgereister Ori angestellt hast. Ob sie zutrifft, wird sich noch irgendwann ergeben. Was die Alteraner nun mit Keldor anstellen, wird sich bald zeigen.

    @Angelika
    Nun, die Erschaffung einer zweiten Lade würde wohl nicht mehr viel bewirken können, zudem Tyolus ja noch im Spiel ist und wohl andere (zumindest temporäre) Lösungen kennen könnte. Was die Nichteinmischung angeht, so wären die Alteraner von damals wohl noch nicht dazu in der Lage gewesen, sie derart penibel zu betreiben. Sieht man ja an Tyolus selbst, der sich einst noch für sein Volk einsetzt und sich damit allein ja schon eingemischt hat. Die Erkenntnis der Nichteinmischung kam den Antikern wohl erst später.

    Weiter geht's!


    Kapitel 5


    Auf einer Zwischenebene abseits von Raum und Zeit saß Symon an einem Tisch. Tyolus erschien und setzte sich ihm gegenüber an den Tisch. Er erkannte vor sich das Feld eines Stratetiespieles.

    „Was wird dein nächster Zug sein, Tyolus?“

    „Was soll das?“, fragte er.

    Symon grinste. „Es ist ein Spiel, Tyolus. Die jeweiligen Figuren werden in die richtige Position gebracht und lösen auf ihrem Weg eine Kausalkette aus, die ihr letztliches Schicksal bestimmt.“

    „Und was erwartest du?“

    „Deinen nächsten Zug“, antwortete Symon. „Wie ich schon sagte.“

    Tyolus sah sich das Spielfeld genauer an. Die Figuren waren allesamt Personen, die er kannte.
    Keldor im Zentrum einer Menge, Amelius, Thara und Noia unterwegs dorthin.
    „Du sagtest, meine Erleuchtung würde mein Volk retten.“

    „Und das stimmt auch.“

    „Dann muss Keldor sterben!“

    „Wenn das dein nächster Zug sein soll“, meinte Symon unbeeindruckt.

    „Nicht?“, hakte Tyolus nach.

    Symon lachte. „Du lässt dich leicht verunsichern, Tyolus.“ Er sah auf das Spielfeld. „Nimmst du eine Figur vom Feld, muss man sich doch fragen, ob das der richtige Zug war.“

    „Du meinst, Keldor ist nicht mein Problem?“

    „Ich meine gar nichts, Tyolus“, verneinte Symon. „Ich möchte nur betonen, dass ich meine Figuren in diesem Spiel kenne.“

    „Ich nicht“, erwiderte Tyolus. „Und ich denke, das ist hier gerade auch das Problem.“


    *****


    „Keldor ist ein Verräter!“, rief Amelius, kaum waren er, Noia und Thara in der Speisekammer angekommen.

    Eine Schneise zwischen Keldor und den dreien bildete sich. Alle Augen waren auf Amelius gerichtet.

    „Das wissen wir“, sagte Ticonis. „Er hat es uns soeben mitgeteilt.“

    „Tatsächlich?“, fragte Noia überrascht.

    „So ist es“, bestätigte Keldor. „Ich erwarte das Urteil der Gemeinschaft.“

    „Er hat viele Jahre gegen unser Ziel gearbeitet, jedoch letztlich das Beste für unser Volk gewollt“, sagte Ticonis. „Natürlich ist die Erfüllung der Prophetien der Ori unserer Sache nicht zuträglich gewesen, doch letztlich bleiben wir davon verschont.“

    „Es geht noch viel weiter“, widersprach Noia. „Die Ori sind dank ihrer Prophetien nun wohl eine noch größere Bedrohung für uns!“

    „Keldor hat vor, den Samen für eine neue Ori-Religion in unserer neuen Heimat zu säen!“, rief Amelius.
    „Hat er euch das auch mitgeteilt?“

    „Das ist nicht mein Plan“, sagte Keldor entschieden.


    *****


    „Hm, eine Pattsituation“, grinste Symon über die Vorgänge auf der unteren Ebene.

    „Du hast mich belogen“, sagte Tyolus, als wäre ihm eine wahre Erleuchtung gekommen. „Du hast Keldor beschuldigt.“

    „Er hat es deinem Volk doch selbst offenbart.“

    „Nicht den Teil über seine angeblichen Pläne in der neuen Heimat“, widersprach Tyolus. „Den Teil hast du mir eingeredet, um meinen Sohn auf Keldor zu hetzen.“

    „Möglich.“

    „Das meintest du. Keldor ist keine deiner Figuren in diesem ... Spiel, wie du es abstruserweise nennst.“

    Symon grinste bloß.

    Tyolus verzweifelte beinahe.

    „Nun, willst du deinen nächsten Zug machen? Die Situation scheint sich zuzuspitzen“, merkte Symon beiläufig an.

    Tyolus war verärgert.

    „Nur zu“, sagte Symon lächelnd.

    „Vielleicht ist er aber doch deine Figur“, überlegte Tyolus und versuchte, sich zu beruhigen.

    „Du verstehst langsam dein Dillema“, begrüßte Symon die Unsicherheit seines Gegenübers. „Letztlich ist es für dich fast unmöglich, effektiv einzugreifen.“

    „Aber es gibt einen Weg.“

    „Natürlich“, bestätigte Symon. „Es gibt immer einen Weg.“


    *****


    „Woher hast du diese Fehlinformationen?“, fragte Keldor, um der Anschuldigung Amelius’ jede Grundlage zu nehmen.

    „Mein Vater teilte es uns mit.“

    „Dein Vater ist auf Celestis zurückgeblieben, Amelius. Du ....“

    „Wir haben ihn auch gesehen“, sagte Noia und Thara nickte bestätigend. „Er hat die Erleuchtung gefunden, die von den Ori gepredigt wird.“

    „Er war hier“, sagte Amelius.

    „Wenn das möglich wäre, was ich nicht glaube, warum teilt er es uns dann nicht allen mit?“, hakte Keldor spitzfindig nach.

    „Er ... er sagte, er kann nicht. Der andere, Symon, er ... er hätte ihn gefunden und würde ihn stoppen“, erklärte Amelius und merkte, wie unglaubwürdig es sich für alle Anwesenden anhören musste.

    „Ich kann dazu nichts mehr sagen“, meinte Keldor.

    „Ich spreche dem Hohen Rat Keldor mein Misstrauen aus, aufgrund von Intransparenz, Kooperation mit dem Feind, was Hochverrat entspricht, und Verleugnung seiner verschwörerischen Absichten!“, rief Amelius.
    „Ich verlange ein Votum zur Absetzung Keldors aus seinem Amt!“

    „Amelius!“, rief Keldor.

    „Du bist ein Verräter, Keldor! Du hast alles unternommen, um die Ziele der Ori zu erreichen, inklusive der Tatsache, dass du meinen Vater in diese Falle hast laufen lassen!“

    „Soweit ich das deinen vorigen Worten entnehmen kann, hat dein Vater die Erleuchtung erfahren. Ist das wirklich eine Falle, falls es denn stimmt?“, hakte Keldor nach.

    „Ich unterstütze die Forderung Amelius’!, warf plötzlich Ticonis ein.

    „Ich ebenfalls“, sprach eine Frau, ihr folgten weitere.

    Immer mehr der Anwesenden wandten sich von Keldor ab. „Amelius lügt!“, rief er, doch er erreichte niemanden mehr mit seinen Worten.


    *****


    „Ich muss das stoppen!“

    „Oder besser nicht?“, fragte Symon grinsend nach.

    „Ich kenne Keldor. Wie konnte ich ihm misstrauen? Nun wird ihm niemand glauben. Er ... er ....“

    „Er hat das Vertrauen seines Volkes nicht mehr verdient, Tyolus. Das musst auch du einsehen. Nicht ohne Grund ist dieses Misstrauen in dir überhaupt erst aufgetreten“, sprach Symon.

    „Mir kann man auch vorwerfen, dass ich mit euch kooperiert habe. Womöglich wusste er letztlich kaum mehr als ich und kannte die wirklichen Verstrickungen nicht“, dachte Tyolus laut nach.

    „Vielleicht kennst du ihn aber doch nicht so gut, wie du dachtest, und ich habe dir die Wahrheit gesagt“, warf Symon grinsend ein und fuhr fort: „Das Problem ist, du kennst ihn nicht mehr, denn auch eure Freundschaft steht auf dem Fundament des Vertrauens. Er ist eine wichtige Figur für beide Seiten, Tyolus. Die Frage, die du dir stellen musst, ist, ob es sich lohnt, einzugreifen, wenn du doch damit alles nur noch schlimmer machen könntest. Du weißt nichts über dieses Spiel. Ich hingegen weiß alles darüber.“

    „Du und deinesgleichen spielt es ja offensichtlich auch schon etwas länger als ich. Gib mir etwas Zeit und ich spiele es genauso gut wie du“, erwiderte Tyolus selbstbewusst. „Bis dahin halte ich mich aus den Angelegenheiten heraus.“

    „Das kann interessant werden“, meinte Symon und ließ das Spielfeld verschwinden. „Lassen wir sie gehen“, entschied er. „Jeder geht seines Weges.“

    „Das Spiel wird weitergehen“, vermutete Tyolus jedoch.

    Symon nickte. „Irgendwann.“


    *****


    „Mit sofortiger Wirkung wird Keldor von seinen Pflichten als Vorsitzender des Hohen Rates der Alteraner enthoben. Er verfügt nicht länger über ein Mitspracherecht in politischen Angelegenheiten und ist von sämtlichen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen“, erklärte Ticonis, nachdem sich eine große Mehrheit den Worten Amelius’ angeschlossen hatte.

    „Meine Freunde, wir können uns in unserer derzeitigen Lage keine solch gravierenden Veränderungen erlauben!“, rief Keldor.

    „Gerade jetzt sollten wir dennoch diese Veränderung durchleben. Du bist ein Verräter unserer Prinzipien, Keldor“, verurteilte ihn Amelius.

    Khadrir fügte hinzu: „Zu deinem Glück sind wir nicht wie die Ori. Andernfalls würdest du brennen.“

    Keldor schluckte.

    „Bis zu unserer Ankunft in der neuen Heimat lösen wir den Rat auf, auf dass wir einen neuen Start erleben. Unsere gesamte Zivilisation wird neu aufleben!“, verkündete Ticonis.

    Es waren die letzten großen Worte, bevor sie alle in den langen Schlaf fallen sollten, um viele Jahre später die neue Heimat zu erreichen: Avalon.




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  22. Danke sagten:


  23. #17
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    Interessant, aber selbst wenn sie sich in Stasis begeben, muss ja zumindest einer aufbleiben, um auf dem Schiff für Ordnung zu sorgen.
    Und da der Flug bis zur Erde/Avalon Tausende von Jahren dauert ( SG 1 9.01 ) wird wohl sicher irgednwann auch Keldor mal ran müssen.
    Ehe die anderen zu sehr altern... und dem Kerl würde ich das Schiff nicht anvertrauen.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


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  24. #18
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    Patt. Tyolus will nicht wirklich mitspielen und vertagt so die Entscheidung. Beginnt hier eventuell schon das Nichteinmischungsprinzip? Denn sobald die Antiker aufsteigen können werden sie wohl wieder auf Tyolus treffen.

  25. #19
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    Hallo zusammen!
    Danke vielmals an Ehre_Sei_den_Ori und an euch für euer Feedback. Es geht sofort weiter, sobald ich euch geantwortet habe.

    @Colonel Maybourne
    Möglich, dass jemand wach bleiben musste, womöglich gibt es aber auch einen automatischen Weckruf. Wer weiß das schon? Wahre Worte sprichst du aber natürlich damit, dass man Keldor in Anbetracht der Situation wohl kaum ans Steuer lassen würde. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

    @Angelika
    Nun, zumindest setzt Tyolus einen Grundpfeiler, was das Verhalten der Alteraner als spätere Antiker und Aufgestiegene immer noch prägt: Die Nichteinmischung. Er hat wohl Recht damit, das Spiel nicht mitzuspielen. Bis heute ist es den Antikern damit schließlich besser ergangen, als den Ori.
    Ob die Antiker später auf Tyolus treffen? Mal sehen....

    Weiter geht's!


    Kapitel 6


    Zu viert durchstreiften sie einen Wald. Immer wieder machten sie Halt, um die Pflanzenwelt zu katalogisieren und zu bewundern.

    „Das ist einfach unglaublich“, sagte Amelius. „Mit der Erforschung der Flora und Fauna dieses Planeten könnte man ein ganzes Leben verbringen, womöglich noch mehr.“

    „Zum Glück wirst du das nicht“, erwiderte Noia grinsend. „Du hast wichtigere Dinge zu tun.“

    „Noia“, sagte Amelius gedehnt. „Ich werde nicht ...“

    „Nicht, was du denkst“, unterbrach sie ihn. „Ich rede von deiner eigenen Forschung, deiner Idee.“

    Amelius nickte stumm.

    „Wie weit ist es noch entfernt?“, fragte Noia dann.

    Amelius griff in eine Tasche und holte ein Gerät hervor. Er laß Daten von einem kleinen Display ab und blickte in die Ferne.

    „Wir müssen den Fluss dort überqueren“, antwortete er und deutete geradeaus. „Dann sollten wir es schon sehen.“

    Sie hörten ein Summen, welches auf sie zukam. Zunächst erschreckte Noia, doch dann erkannte sie es. Es war ein Aufklärungsgerät, welches zur Erkundung der neuen Heimat entwickelt worden war, kaum waren die Alteraner in Avalon eingetroffen und aus ihrem Kälteschlaf erwacht.
    Es war eine fliegende kleine schwarze Kugel, bespickt mit zahlreichen Sensoren, die zur Kartografierung und Umweltforschung genutzt wurde.

    Sie erreichten das Flussufer.
    Noia wusch sich das Gesicht und erblickte das Schiff, welches sie von ihrer Heimat hinfort an diesen Ort gebracht hatte. Es war im Schatten eines Berges gelandet und diente nun der Besatzung als Unterkunft, während der Planet aus nächster Nähe zunächst untersucht wurde.
    Zwei Wochen war es her, dass man gelandet war. Bislang sah alles gut aus. Die subtropische Zone, in welcher man gelandet war, erstreckte sich noch über weite Strecken, doch in nördlicheren Gegenden war, wie von Aufklärungsgeräten bereits analysiert, das Land kühler bis eisig.

    Nun war es die Aufgabe aller, den Planeten zu erkunden. Einige der Alteraner taten dies lieber bequem über die Aufklärungsgeräte.
    Amelius jedoch hielt ebenso wie Noia, Khadrir und dessen Schwester Lyria die Erkundung zu Fuß für die beste Möglichkeit, ein Gespür für den Planeten zu bekommen. So war er der erste Alteraner gewesen, der diesen Planeten mit eigenen Füßen betreten hatte. Er und seine Begleiter wurden zwar von einigen dafür belächelt, doch andere folgten ihrem Beispiel.

    „Wie lange werden wir noch in unserem Schiff sitzen?“, fragte Khadrir, den es langsam deprimierte, dass man noch nichts dafür getan hatte, eine Siedlung zu errichten.

    Sie setzten ihren Weg in Richtung Schiff fort.

    „Bis wir Gewissheit haben, das keine anderen intelligenen Lebewesen existieren, die wir verschrecken könnten“, erwiderte Amelius. „Zudem wird der Rat heute gewählt. Erst mit Einsetzen einer neuen Regierung können wir weitere Entscheidungen treffen.“

    „Du klingst schon wie ein Politiker“, sagte Noia und lachte.

    „Amelius hat beste Chancen, in den Rat erhoben zu werden“, fügte Lyria hinzu. „Er muss nun politischer werden.“

    Amelius schüttelte lächelnd den Kopf. „Wenn ich erwählt werden sollte, werde ich natürlich mit aller Energie für unser Volk eintreten.“

    „Was wird wohl mit Keldor geschehen?“, fragte Khadrir und dachte an den ehemaligen Hohen Rat, der nach wie vor in seiner Kälteschlafkammer verweilte. „Ob er doch noch jemanden auf seiner Seite hat?“

    Amelius schnaubte. „Ich hörte, viele sind verunsichert, doch würden viele seinen Führungsstil vermissen. Immerhin hat er uns letztlich hierher gebracht.“

    „Du meinst, er wird erneut in den Rat gewählt?“, hakte Noia nach.

    „Sicher wird er seinen Hohen Sitz verlieren, doch könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er Mitglied des Rates bleiben wird“, antwortete Amelius besorgt. „Ich weiß nicht einmal selbst, ob das nun gut oder schlecht ist.“

    „Die Wahl findet bei Sonnenuntergang statt“, sagte Khadrir, als die vier das Schiff erreichten.

    „Es wird eine aufregende Zeit werden“, vermutete Lyria. „Wollen wir vorher noch etwas zu essen?“

    „Ich wollte eigentlich meine Daten analysieren“, meinte Amelius und deutete auf das vor Zahlen sprudelnde Display in seinen Händen.

    „Einfach unverbesserlich“, merkte Noia grinsend an. „Wir übrigen sehen uns bei der Wahl. Ich muss eine Dusche nehmen. Das Klima ist zwar wundervoll, jedoch auch gewöhnungsbedürftig.“ Sie war an das Klima in den Bergen gewohnt, nicht das subtropische Klima, in welchem sie sich nun befanden.

    „Ich gehe dann auch“, sagte Amelius. „Bis nachher.“

    Khadrir blieb mit seiner Schwester zurück und sah sie erwartungsvoll an.

    „Ja, wir gehen essen“, antwortete sie etwas entnervt auf seine unausgesprochene Frage.
    Er grinste. „Perfekt.“


    *****


    Als Amelius sein Quartier erreichte, stellte er sofort etwas Ungewöhnliches fest. Sein persönlicher Zugang in das Computernetzwerk war gekappt. Er hatte gerade seine eigenen Aufzeichnungen digitalisieren wollen, doch ihm wurde der Zugriff verwehrt.
    Er versuchte, das Problem zu lösen, hatte damit jedoch keinen Erfolg. So schnaubte er und erhob sich, um das Problem vom Zentralcomputer aus zu beheben.
    Etwas hielt ihn jedoch ab. Eine Datenübertragung war gestartet worden, jedoch von externer Quelle. Er versuchte, diese zu lokalisieren, doch befand sie sich offensichtlich nicht auf dem Planeten. Es war auch nicht, wie er befürchtet hatte, eine ausgehende Übertragung, sondern eine eingehende.
    Er wartete ab, bis sie beendet war und durchblickte die Daten. Er erkannte sie. Es waren Notizen, Baupläne, wissenschaftliche Forschungen, die Aufzeichnungen seines Vaters.
    Doch da war noch weit mehr. Daten, die er jedoch nicht einsehen konnte. Sie waren verschlüsselt und hochkomprimiert. Aufgrund der Kapazität seiner Computerspeicher, welche komplett ausgeschöpft waren, erschien es ihm beinahe unglaublich, was er da erhalten hatte.
    Er konnte sich keinen Reim darauf machen, vermutete jedoch ganz stark die Hilfe seines Vaters, die dieser versprochen hatte.


    *****


    „Tyolus, Tyolus, Tyolus“, sagte Symon, als er seinen Gegenspieler gebannt anstarrte.

    „Nun, die Chancengleichheit muss bestehen bleiben“, meinte Tyolus. „Während mein Volk über undenkbare Zeit kaltgestellt war, hatte deines ebenfalls die Chance, meine Aufzeichnungen zu nutzen. Ihr habt sie mir schließlich entrissen.“

    „Wie hast du es geschafft, es zu verbergen?“

    „Habe ich nicht, sonst hättest du mich wohl kaum zurück an dieses Spielbrett gebracht“, erwiderte Tyolus, der eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr in dieser Manifestation der Zwischenebene verbracht hatte, bis Symon ihn kurz nach seiner Botschaft an seinen Sohn erneut damit heimsuchte.

    „Du hast es dennoch geschafft, dein Volk meinem Blick zu entziehen“, sagte Symon und schien nicht erfreut.

    „Du warst zu sehr damit beschäftigt, deinen Priestern deren heilige Zeremonie mit deiner Anwesenheit zu beglücken“, meinte Tyolus schulterzuckend. „Das ist schon viele Jahre so. Du hast mein Volk aus dem Blick verloren und du wirst es auch nicht wiederfinden.“

    „Nun, vermutlich hast du Recht damit, Tyolus. Ich war dumm.“

    „Nichts Neues.“

    „Das wird mir nicht mehr passieren“, wusste Symon. „Denn es ist getan.“

    „Was?“

    „Wir haben unsere Anzahl erreicht.“

    „Dafür gab es ein Maximum?“

    „Tyolus, du bist wirklich manchmal beschränkt.“

    „Das nehme ich jetzt persönlich.“

    „Solltest du auch“, sagte Symon nickend und fuhr fort: „Natürlich kann ich nicht unbegrenzt vielen erlauben, unseren heiligen Zustand zu erreichen.“

    „Euer gesamter Glaube beruht einzig darauf“, widersprach Tyolus.

    „Und das wird er weiterhin.“

    „Also lügt ihr das Volk an?“

    „Seit Generationen wurde jeder Hohepriester in unsere Ebene geführt. Nun ist es an der Zeit, die Macht zu kosten, die uns gebührt“, erklärte Symon. „Die, deren Glauben am stärksten ist, werden ein besonderes Geschenk erhalten, indem sie für uns predigen und Wunder in unserem Namen vollbringen.“

    „Klingt fast zu gut, um wahr zu sein.“

    „Vorsicht“, warnte ihn Symon. „Denn der Moment, in dem der Glaube an unsere Macht sich ausbreitet, wird der sein, an dem du deine Macht verlierst.“

    Tyolus war unbeeindruckt. „Ich bin gespannt.“




    Fortsetzung folgt
    Alterans' Eternal War

    The Last Of Them / The Long Way Back Home / Past / Present
    &
    coming soon
    Future

  26. Danke sagten:


  27. #20
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Sie sind also angekommen und beginnen mit Erforschung und Kolonialisierung der neuen Heimatwelt. Tja uns Symon hat verpasst drauf aufzupassen wo sie hin sind, weil er die Lügenlehre der Ori manifestiert hat. Schön langsam fügt sich eins zum anderen, bis halt irgendwann SG-1 auftauchen wird.
    Geändert von Angelika (30.04.2016 um 01:15 Uhr)

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