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Thema: [100] Kostbarer als die Schätze zweier Galaxien (NC-17)

  1. #1
    Major General Avatar von Kris
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    Standard [100] Kostbarer als die Schätze zweier Galaxien (NC-17)

    Titel: Kostbarer als die Schätze zweier Galaxien
    Wort (Nummer): 100. Schatz
    Serie (inkl. Spoilerwarnung, falls nötig): SGA, Staffel 1
    Genre: Romantik, Erotik
    Charakter/Pairings: Elizabeth Weir, John Sheppard
    Rating (inkl. Warnungen wie CD, Slash/Ship etc., falls nötig): Het, NC-17

    Anmerkung des Autors: Eine dumme Idee, in erster Linie eine Erinnerung an das, was nie gewesen ist, aber durchaus hätte sein können und diese Geschichte natürlich irgendwann AU macht. Die Erzählung ist für alle Freunde sinnlicher Momente gedacht und natürlich auch für diejenigen, die dieses besondere Pairing mögen.

    Inhalt: Abgeschnitten von Atlantis und auf der Flucht vor den Wraith müssen sich John und Elizabeth Zeit, in einer Höhle verstecken und können nur noch abwarten. In dieser Situation bietet die Expeditionsleiterin einen einfachen Freundschaftsdienst an, nicht ahnend, was sich daraus entwickeln wird und die Karten auf Atlantis neu mischen könnte.


    +o+o+o+o+o+o+o+o+o+o+


    „So, ich glaube, hier sind wir erst mal sicher!“ John wandte sich vom Eingang der Höhle ab und kehrte zu ihr zurück. Auch wenn er das mit einem jungenhaften Grinsen zu übertünchen versuchte – die Spuren der Erschöpfung zeichneten sich deutlich in seinem Gesicht ab. Er war doch noch in erster Linie Pilot und kein auf dem Feld erprobter Marine, aber das ließ er sich natürlich nicht anmerken.
    Seine Haltung wirkte verkrampft – kein Wunder nach den Anstrengungen des letzten Tages, der die halsbrecherische Flucht aus einer Stadt und durch die Wildnis beinhaltet hatte. Und während der er sich kein Stück geschont hatte.
    Obwohl er körperlich nicht dafür gebaut gewesen war, hatte er es sich auch nicht nehmen lassen, sie über einen Bach und ein Feld spitzer Steine zu tragen, für die ihre Schuhe nicht gemacht gewesen waren. Anders als sie hatte er sich keine Pause gegönnt und immer wieder den Weg ausgekundschaftet. Damit war er wohl fast doppelt so viel gelaufen wie sie.

    Elizabeth Weir lächelte ihn sanft an und bedeutete ihm dann, sich neben sie zu setzen. „Dann gönnen Sie sich endlich einen Moment Ruhe, John. Sie haben wieder einmal Großartiges geleistet, Major.“

    Er biss sich auf die Lippen, ehe er zögerlich ihrer Bitte folgte. „Ma'am, das war meine Pflicht und ich hätte es mir auch selbst nicht verziehen, wenn Ihnen etwas passiert wäre. Und auch jetzt sollte ich besser Wache halten …“

    „Nein. Sie haben schon genug getan.“ Elizabeth schüttelte energisch den Kopf. „Sie sind am Ende ihrer Kraft!“

    „Ich bin mir da nicht so sicher“, entgegnete er leise. Ein Schatten huschte über sein Gesicht und er blickte in einer Mischung aus Wut und Scham zur Seite.

    Die Leiterin der Atlantis-Expedition kannte den Grund. So war es immer, wenn er glaubte versagt zu haben … aber genau das Gegenteil war diesmal der Fall. Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter.

    „Auch Wilkins und Bowers haben ihre Pflicht getan, als sie unsere Flucht deckten, und das nicht nur, weil sie es als Marines so gelernt haben. Sie sind aus freien Stück zurückgeblieben und haben die Aufmerksamkeit der Wraith auf sich gelenkt, weil sie, John, sich den Respekt der beiden verdient haben. Sie wollten ihnen vergelten, dass sie den Kameraden und auch ihnen selbst mehrfach das Leben gerettet haben ...“
    Einen Moment hielt sie inne und senkte ihrerseits den Blick. „Aber ich weiß, wie sie sich fühlen, John. Auch ich beklage den Verlust der beiden Männer. Jedoch hat keiner von uns vorausahnen können, unter was für einem schlechten Stern diese diplomatische Mission wirklich stand, nicht einmal Miss Emmagan, die ja leider nicht mit uns kommen konnte, weil ihr Volk ihrer Führung bedurfte …“
    Sie hielt die Luft an, als kurz das Sirren eines Wraith-Darts zu hören war und schauderte. „Das ist der Preis, den wir in unserer Situation zahlen. Als Anführer sind wir einsam und dazu verdammt, zuzulassen, dass andere für uns in den Tod gehen, auch wenn wir selbst das nicht wollen. Deshalb sollten wir das Opfer der beiden nicht vergeuden.“

    „Ja, natürlich. Sie haben recht.“ John holte tief Luft, ließ dann aber wieder die Schultern hängen und verzog das Gesicht im nächsten Moment vor Schmerz. Er wich ihrem prüfenden Blick aus. „Wir sollten uns jetzt ausruhen. Ich werde …“

    „Sie werden gar nichts, John. Vor allem nicht, bis ich ihnen die verkrampften Schultern massiert habe“, erklärte die Expeditionsleiterin entschieden. Ihre aufmunternde Berührung von eben hatte ihr bereits genug verraten.

    „Elizabeth, das ist wirk-“

    „Keine Widerrede!“ schnitt Elizabeth ihm kurzerhand das Wort ab. „Ich bin immer noch ihre Vorgesetzte, Major, haben sie das vergessen. Mir widerspricht man nicht!“, erklärte sie mit einem Zwinkern. „Also ziehen sie Jacke - und Oberhemd aus!“

    +o+o+o+

    Kurze Zeit später saß der dunkelhaarige Mann mit nackten Oberkörper vor ihr. Elizabeth kniete hinter ihm, die Knie auf ihrer beider Jacken abgestützt und verteilte nun krampflösende Salbe auf den Schultern.

    „Es könnte jetzt etwas weh tun!“

    „Ich weiß, aber das macht mir nichts aus.“

    „Natürlich nicht ...“ Elizabeth lächelte in sich hinein. So waren fast alle Männer, die sie in ihrem bewegten Leben kennen gelernt hatte, nur wenige lebten ihre Wehleidigkeit so offen aus wie Doktor McKay, der schon aus einem Splitter im Finger eine lebensgefährliche Verletzung machte und damit gerne schon einmal das Personal der Krankenstation in den Wahnsinn trieb.
    John dagegen war erst jemand, den man regelrecht mit Gewalt in die Krankenstation schleppen musste. Aber auch er sah die Notwendigkeit von Behandlungen ein … und arbeitete mit, wenn man ihn erst einmal überzeugt hatte.

    Ihre Hände ertasteten die viel zu harten Muskelstränge in den Schultern und bearbeiteten sie, erst sanft, dann mit kräftigen Kneten. Einmal zuckte er zusammen, ließ jedoch nur ein leichtes Stöhnen hören.

    Weil keiner von ihnen sprach, konnte sich Elizabeth ganz in ihren Dienst … und die Betrachtung ihres Stellvertreters vertiefen, denn so nahe waren sie einander in den Monaten, in denen sie jetzt hier festsaßen noch nie gekommen.

    Ihre Finger spürten wie die Knoten in den Muskeln langsam nachgaben. Für einen Augenblick fuhr sie die Kontur seiner Schultern nach, was sie auf ganz andere Gedanken brachte. John Sheppard war nicht muskulös, hatte für einen Mann eher einen schmalen Körperbau, aber genau das hatte ihn dazu befähigt, die Pilotenlaufbahn einzuschlagen. Man mochte es ihm vielleicht nicht ansehen, aber auch ihn ihm steckte Stärke. Was er nicht an Körperkraft besaß, machte er an Gelenkigkeit wett – und an Dickköpfigkeit.

    Wie er wohl …


    Ein warmer Schauder durchlief ihren Körper. Elizabeth ertappte sich plötzlich bei dem Gedanken, die Frauen zu beneiden, die ihm bereits auf intime Weise näher gekommen waren, deren Hände sich an seinen Schultern festgeklammert hatten, wenn er sie so leidenschaftlich erobert hatte, wie er normalerweise flirtete …
    Sie lächelte verlegen in sich hinein.
    Denn dafür war er auch bekannt, vor allem die Angehörigen des wissenschaftlichen Teams und die Schwestern auf der Krankenstation schlossen bereits heimliche Wetten ab, welche von ihnen wohl das Rennen gewinnen und irgendwann einmal in seinem Bett landen würde. Besonders hoch wurde Teyla Emmagan, seine Teamgefährtin gehandelt, auch wenn Elizabeth eher das Gefühl hatte, er sähe in ihr eine schwesterliche Freundin, keine Geliebte.

    Zudem war es bisher … wollte sie den Gerüchten glauben, die ebenfalls unter den Expeditionsmitgliedern herumschwirrten … zu nicht mehr als zu der ein oder anderen kurzen, aber innigen Umarmung oder vielleicht gerade einmal einem im Überschwang der Gefühle verteilten Kuss gekommen.

    Das mochte stimmen … andererseits war Diskretion auch das A und O für das Zusammenleben auf Atlantis. Sexuelle Kontakte waren Privatsache, wenn sich die Männer und Frauen an die Regeln hielten …

    Trotzdem glaubte sie zu wissen, dass John, seit sie hier in der Pegasus-Galaxie festsaßen noch mit keiner anderen Frau geschlafen hatte. Über die genauen Gründe konnte sie natürlich nur spekulieren, aber sie ahnte, dass sie einer davon war.

    Schon bei ihrer ersten Begegnung in der unterirdischen Basis der Antiker in der Antarktis, war ein Funke von ihm zu ihr übergesprungen, der nicht allein etwas mit Begeisterung für sein besonderes Talent – dem erstaunlich starken Gen der alten Rasse, das in ihm schlummerte, zu tun hatte.

    Die Chemie zwischen ihnen stimmte einfach - denn auch bei der Ankunft auf Atlantis hatte sie zunächst seinen Blick gesucht und nicht den anderer, viel vertrauterer Mitarbeiter. Es war, als verstünde er sie ohne großes Hin und Her, als sei er „der eine“ Mann, der ihr ebenbürtig war und in vielem zu ihr passte.
    Mit dem sie sich verständigen konnte, ohne erst einmal viele Worte zu machen und sich zu erklärten. In seiner Nähe fühlte sie sich wohl und beschützt, verstanden und geschätzt – auch wenn er nichts sagte und bewusst auf Abstand blieb.

    Ja, Major John Sheppard wusste sehr wohl die berufliche Distanz zu wahren wie man es von einem erfahrenen Soldaten erwartete. Er hatte sich fest im Griff, das stimmte wohl - nur manchmal schimmerte in seinen Augen während ihres Blickkontakts etwas durch, was sie sehr wohl zu deuten wusste – aber nicht wirklich wahrnehmen sollte …
    Immerhin wartete jemand zu Hause auf sie – Simon, mit dem sie bereits einen Hochzeitstermin besprochen hatte. Dann aber war jedoch Atlantis diesen ganz privaten Zukunftsplänen in die Quere gekommen – eine Chance, die sich nur einmal im Leben auftat und die sie sich um keinen Preis in der Welt hatte nehmen lassen wollen.

    Simon, ach Simon … Natürlich wollte sie ihm treu bleiben, wenigstens das war sie ihm schuldig, doch warum fiel es ihr jetzt auf einmal so schwer, sein Bild in ihrem Geist herauf zu beschwören und sich an ihre Gefühle zu ihm zu erinnern …

    … jetzt wo sie quasi die nackte Haut eines Mann liebkoste, der ihr nicht nur körperlich viel näher war. Ihre Fingerspitzen begannen zu kribbeln, und das lag sicherlich nicht an der Salbe. Zumal sich das Gefühl nun in ihrem ganzen Körper ausbreitete und ausgerechnet an einer Stelle zu konzentrieren schien. Sollte sie nicht erschreckt und entsetzt über das sein, was gerade geschah und ganz schnell inne halten?

    Nein … irgendwie wollte sie das jetzt nicht, sondern sich viel lieber ein Stück vorbeugen und mit ihren Lippen eine Stelle seiner Haut zu berühren, die sie nicht mit Salbe eingestrichen hatte, um ihn zu schmecken während ihre Hände das Schlüsselbein entlang fuhren und die markanten Linien mit den Fingerspitzen nachspürten.

    So weich und nachgiebig die Haut im ersten Moment auch war, so arbeiteten darunter auch wieder die harten und sehnigen Muskeln, gegen die sie Drück ausübte. Widerstand und Annäherung … das alte Spiel.

    Ihr Verstand ermahnte sie erneut , die unschuldige Hilfeleistung nicht auszunutzen, nicht den Bedürfnissen des Körpers nachzugeben, die langsam immer drängender wurde. Sie durfte nicht vergessen wer und was sie beide waren …

    Aber zählte das in diesem Moment? Jetzt und hier steckten sie hier fest – auf einer feindlichen Welt, auf der sie nicht mehr als Jagdbeute der Wraith waren. Auf der sie in diesem Versteck ausharren mussten so lange bis die Darts abzogen und das Tor wieder frei gaben, was durchaus einige Zeit dauern konnte. Und auch danach war nicht sicher, ob ihnen jemand von Atlantis zur Hilfe kommen würde – ob sie bis dahin überhaupt noch lebten …

    In diesem Moment waren sie nur Mann und Frau, gefangen ein einer ziemlich aussichtslosen Situation, in der sie einander Trost und Hoffnung geben konnten. Etwas in ihnen wusste bereits, was sie jetzt und hier brauchten, um wieder an Stärke und Zuversicht zu gewinnen.

    Sie zuckte zusammen als sie sich mit den Fingern in seinem Brusthaar verhakte, das genau so eigenwillig schien wie die wilde Mähne auf seinem Kopf. Sie zupfte an der vorwitzigen Locke, dann an noch einer, und genoss sein plötzliches Zittern.

    Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie im gleichen Moment ihren warmen Atem in seinen Nacken hauchte und dabei ihre Nase in sein Haar steckte, um tief einzuatmen. Die stechend riechende Salbe konnte seinen männlichen Eigengeruch nicht überdecken – diese ganz eigene Mischung aus Körperduft und Rasierwasser, die das angenehme Kribbeln in ihrer Körpermitte noch verstärkte.

    Sie schob die mahnende Stimme in ihrem Innern beiseite und gab sich ganz ihren Gefühlen hin, lie ihre Hände weiter nach unten gleiten, und ertastete die Spuren, die sein Dienst bei der Air Force auf seinem Körper hinterlassen hatten – die feinen Linien an den Rippen und einen größeren Narbenwulst am Bauch – bleibende Erinnerung an den Befehlsbruch, der ihn erst in die Antarktis gebracht hatte.

    Ihre Finger arbeiteten sich mit kreisenden Bewegungen über seine Seiten wieder hinauf zur Brust, spielten mit seinen Nippeln und spürten, wie schnell und heftig das Herz nun gegen seine Rippen schlug. Genau so wie das ihre ...

    „Elizabeth ...“ durchbrach seine Stimme heiser und rau die Stille. „Wir sollten sofort damit aufhören.“

    „Ja … das sollten wir …“, wisperte die Expeditionsleiterin leise um zu verbergen, dass ihre Stimme genau so bebte wie die seine, „... wenn wir vernünftig wären.“

    Sie schmeckte die Salbe, als sie sich von der Schulter zu seiner rechten Halsbeuge vorarbeitete. Ihre Hände folgten der Spur der Brustbehaarung zu seinem angespannten Bauch. Als sie noch tiefer vordringen wollte, legten sich seine Hände auf die ihren.

    „Elizabeth! Ich …“ Es wäre ihm ein leichtes gewesen, ihre Hände wegzuschieben und damit klare Verhältnisse zu schaffen. Er tat es nicht, Statt dessen hielt er sie einfach nur weiter fest, als wolle er sie einfach nur spüren, diesen Moment der Nähe genießen.

    „Schhhhhhhhhhhhh … alles ist gut.“ Elizabeth bedachte nun auch die andere Seite seiner Schultern und seines Halses mit zärtlichen Küssen und arbeitete sich zu seiner, durch den schnell sprießenden Bart stachligen, Wange vor.

    John gab seinen ohnehin nur schwachen Widerstand auf und drehte sich zu ihr hin, Seine haselnussfarbenen Augen waren deutlich geweitet, sein Atem ging flach und schnell. Nun konnte auch er nicht mehr verbergen, wie er fühlte.

    Elizabeth suchte entschlossen seine Lippen. Sie wollte ihn einfach nur noch schmecken, seine Küsse auf ihren Körper spüren sich ganz dem Rausch hingeben, der sie nun erfasste und in dem die Welt auf einen winzigen Kosmos schrumpfte in dem nur noch sie und er Bestand hatten.

    Ein Mann und eine Frau … lange unterdrückte Leidenschaft, die nun aus dem Funken ein Feuer werden ließ, das so schnell nicht verlöschen würde.

    Spoiler 
    +o+o+o+

    Elizabeth warf den Kopf in den Nacken und genoss die Liebkosung von Johns warmen Lippen. Unermüdlich wanderten diese von ihrer Halsbeuge hinunter zu ihren Brüsten und wieder hinauf, während seine Hände – seine magischen Hände ihren Rücken und ihre Seiten liebkosten.

    Wann sie auf seinen Schoß gerutscht war, wann sie Jacke und Shirt abgestreift hatte er mit Ungeduld an den Verschlüssen ihres BH's gezerrt hatte … sie wusste es nicht mehr – und es war ihr auch herzlich egal.

    Was jetzt zählte waren seine Hände und seine Lippen, die ihren Körper immer mehr in fiebrige Erregung versetzten, die zärtlichen Bisse, mit denen er sich langsam zu ihren Brustwarzen vorarbeitete, um dann wie ein Kind an ihnen zu saugen, die Lippen, die im nächsten Moment fordern ihrem Mund verschlossen und ihren Atem tranken.

    Elizabeth war selbst auch nicht untätig. Ihre Hände wanderten zu dem Punkt, an dem sich ihre Körper trafen aber nicht vereinten, denn noch trennten sie Lagen von Stoff – glitten wieder hinauf, nur um sich an seinen Schultern festzuhalten, während sie sich verlangend an ihm rieb und nicht genug von dem Versprechen bekommen konnte, dass sie nur all zu deutlich an ihrer Körpermitte spüren konnte.

    Aber wann immer ihre Hände unter den Bund seiner Hose wandern wollte, um seine Härte mit den Fingern zu umschließen und aus ihrem Gefängnis befreien wollte, verwehrte er es ihr.

    Noch … aber nicht mehr lange. Längst stand sie in einem Brand, der von jeder seiner Berührungen stärker entfacht wurde. Und auch ihm schien es nicht anders zu gehen, das merkte sie an seinen kurzen und schnellen Atemzügen, dem Aufbocken seiner Hüften, die sich ihr entgegen drängten und Einlass in ihr Inneres verlangten.

    Die kleinen leuchtenden Punkte in seinen Augen verstärkten den fiebrigen Glanz in seinen Augen, die so lange unterdrückten Gefühle – etwas, was erneut heftige Schauer durch ihren Körper rinnen ließen.

    Sie richtete sich wieder auf und drückte ihn sanft zurück auf das Lager, das sie sich aus ihren Jacken und Hemden bereitet hatten. Sie duldete keinen Widerstand mehr, sondern sah ihn stattdessen herausfordernd an.

    „Elizabeth“, flüsterte er und erwiderte ihren Blick mit einem Hunger, der mehr als tausend Umarmungen zählte. „Ich bin in deiner Hand ...“

    „Ich weiß, und ich werde das jetzt auch schamlos ausnutzen.“ Sie beugte sich hinunter und verschloss seinen Mund mit ihren Lippen, um möglichen Protest zu verhindern, aber sie traf nur auf Leidenschaft, die ihrer gleichkam. Ihre Zungen umkreisten einander, vollführten den Tanz, den sie sich bis jetzt verwehrt hatten.

    Elizabeth richtete sich wieder auf und rutschte ein Stück nach hinten nur um langsam den Knopf und den Reißverschluss seiner Hose zu öffnen. Er hob seine Hüften, damit die diese zusammen mit den Shorts nach unten schieben konnte.

    Sein Schwanz – endlich von seinen Banden befreit, sprang ihr entgegen und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. „So schön …“ andächtig beugte sich Elizabeth vor und bewunderte die Reaktion auf ihren Atem. Mit der Zungenspitze leckte sie den ersten sichtbaren Lusttropfen auf und umschloss dann seine Eichel mit ihren Lippen. John keuchte und bockte erneut, drängte sich so unwillkürlich tiefer in ihren Rachen.

    Sie wartete einen Moment ab, während ihre Hände die Innenseiten seiner Oberschenkel streichelten und die Hoden liebkoste. Sie genoss das harte und heiße Stück Fleisch in ihrem Mund, das davon kündete, wie sehr ihr der Mann nun ausgeliefert war.

    Gleichzeitig wurde sie sich ihres eigenen Verlangens um so bewusster – das Pochen zwischen ihren Beinen nahm zu, die Sehnsucht, ihn endlich in sich zu spüren überdeckte jedes warnende Raunen, jede Stimme der Vernunft. Nichts zählte mehr als der Schwanz, den sie jetzt aus ihrem Mund gleiten ließ und bewundernd betrachtete. Die Adern, die sich über seine ganze Länge zogen, schienen im Takt seines Herzens zu pulsieren, der Kopf glänzte verheißungsvoll.

    Sie wollte ihn!
    Sofort - hier und jetzt!
    Ohne Widerrede, ohne Bedenken und Angst!


    Elizabeth freute sich schon darauf, genüsslich mitanzusehen, wie seine Eichel zwischen ihren Schamlippen verschwand, spüren, wie er langsam in sie gleiten und mit voller Länge ausfüllen würde. Einen Moment verharren, um den Moment auszukosten …

    So in ihren Vorstellungen gefangen bemerkte sie gar nicht, dass auch ihre Hüllen mit seiner Hilfe fielen und schreckte erst aus ihren Träumen, als seine Hände ihre Hüften umschlossen und sie in Position brachten. Seine Erektion streifte ihre Oberschenkel, nur um dann kurz vor dem Ziel s zu verharren.

    Endlich! Es waren nicht länger nur Wünsche und Hoffnungen. Elizabeth seufzte schwer und wölbte sich über ihn, nur um diesen kostbaren Moment nicht zu verpassen. Quälend langsam tauchte er in sie ein, rückte Zentimeter für Zentimeter in ihre Enge vor, eroberte sie zärtlich mit jeder kleinen Bewegung, bis er in Gänze in sie vorgedrungen war und dort still verharrte.

    Elizabeth wollte schreien vor Freude, presste dann aber die Hand vor den Mund und schloss die Augen. Sie war jetzt ganz Frau, lieferte sich dem Mann aus, der geduldig auf sie wartete, auch wenn sie spürte, dass er seine Lust kaum noch zügeln konnte.
    Wieder beugte sie sich über ihn, küsste ihn und ließ zu, dass seine Zunge hart und schnell in ihren Mund drang, ein Vorgeschmack dessen, was sie erwarten mochte.

    Langsam bewegte sie ihre Hüften, spürte, wie er ein Stück aus ihr heraus und dann wieder hinein glitt. Täuschte sie sich – oder fühlte er sich in ihr wieder ein Stück härter und größer an? Es blieb nur eine Möglichkeit, um herauszufinden, ob ihre Wahrnehmung stimmte: Sie begann ihn mit wiegenden Bewegungen ihrer Hüfte zu reiten, vor und zurück. Immer wieder beugte sie sich vor um John zu küssen, oder ihm zu erlauben, seine Lippen um ihre Nippel zu schließen.

    So hätte es ewig gehen können. Elizabeth genoss das Sehnen in ihrem Schoß, die Leidenschaft, die sich unerbittlich aufbaute und nach Erfüllung drängte. Den Mann der sich ihr genauso bewusst entgegen drängte und sie langsam aber sicher dem Gipfel näher brachte. Die Hände, die sie unerlässlich streichelten und dabei auch nicht vor den intimsten Stellen halt machte, der Körper, auf dem sie spielte wie auf einem Instrument.

    Dennoch protestierte sie nicht, weil John sie plötzlich an den Hüften packte und von sich schob, sondern weil er sich ganz von ihr löste. Nur ein ärgerlichen Maunzen entrang sich ihrer Kehle, als er sie auf Knie und Hände drängte. Schon war sein erhitzter Körper hinter ihr seine Hände suchten nach ihren Brüsten, während er ohne Umschweife in sie eindrang. Vorbei war es mit den sanften Bewegungen, denn jetzt war er es, der sie nahm. Fast schon grob kneteten seine Hände ihr Fleisch, während er hart und schnell in sie stieß.

    Elizabeth drängte sich ihm entgegen passte sich unbewusst seinem wilden Rhythmus an und genoss jedes heftige Aufeinandertreffen ihrer Körper, bei dem seine Hoden hörbar gegen ihre Schamlippen klatschten.

    Es schien, als würde ihr Stöhnen sie nur noch mehr anstacheln. John hielt ihre Hüften nun wieder unbarmherzig fest, während er unerbittlich in sie pumpte. Sie wand sich in seinem Griff und tastete haltlos mit ihren Armen umher, konnte am Ende doch nicht mehr, als sich abzustützen, als sie die Grenze überschritt und der Orgasmus alle Kraft in ihrer Körpermitte konzentrierte.

    Wellen der Lust durchpulsten ihren Körper verstärkt durch den Moment, in dem er – ihrem Beispiel folgend – ebenfalls kam und sich in mehreren Schüben in sie ergoss. Erhitzt und erschöpft sank er zurück, so dass sie – immer noch mit ihm vereint auf ihm sitzen konnte.

    Elizabeth rang nach Luft und spürte, wie er langsam erschlaffte und aus ihr glitt, wie die Erregung und Lust in ihr abklang. Was blieb waren ihre verschwitzten Körper, der Duft ihrer Vereinigung, der die Höhle zu durchdringen schien, und seine Hände auf ihrer Hüfte.

    +o+o+o+

    Keiner von ihnen sprach ein Wort. Sie genossen einfach nur die Nähe und Wärme des anderen und waren nicht bereit, diesen kostbaren Moment durch Gedanken zu entweihen, die jetzt und hier fehl am Platz waren. Elizabeth seufzte zufrieden kuschelte sich an John. Ihr gefiel, wie zärtlich er seine Arme um sie schlang. Sie war so ruhig wie nie zuvor, als sie an die Zukunft dachte.

    Die Verantwortung für das, was zwischen ihnen geschehen war, konnten sie später übernehmen, darüber reden und die Vernunft walten lassen. Nur eines stand jetzt fest – ihre Beziehung zueinander würde und konnte niemals wieder so professionell distanziert sein, wie in den Monaten zuvor. Dazu waren sie einander zu nahe gekommen, hatten etwas miteinander geteilt, was ihr Band nur noch verstärkte.

    Warum sollte das ein Fehler sein?

    Schließlich waren sie jetzt nicht mehr alleine in ihren Führungspositionen, sondern hatten in der Stunde der größten Gefahr etwas gefunden, was mehr als jeder materielle Wert zählte, ja vielleicht kostbarer als die Schätze zweier Galaxien war …


    E n d e?
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

    John Sheppards Schicksal im Vegasverse :"Solitary Man" no more

    *Neu:* Kapitel 22 seit Okt 2016: Wenn der schlafende Tiger erwacht (Star Trek Into Darkness Prequel)
    * NEU* Doktor Who: Die Saat des Zorns * Der Schatten des Doktors * Drabbles


  2. #2
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Standard

    „Nein. Sie haben schon genug getan.“ Elizabeth schüttelte energisch den Kopf. „Sie sind am Ende ihrer Kraft!“
    So ist John, man muss ihn schon mit sanfter Gewalt dazu zwingen, sich etwas zu erholen.
    „Keine Widerrede!“ schnitt Elizabeth ihm kurzerhand das Wort ab. „Ich bin immer noch ihre Vorgesetzte, Major, haben sie das vergessen. Mir widerspricht man nicht!“, erklärte sie mit einem Zwinkern. „Also ziehen sie Jacke - und Oberhemd aus!“
    Genau SO - muss man mit ihm reden.

    Man mochte es ihm vielleicht nicht ansehen, aber auch ihn ihm steckte Stärke. Was er nicht an Körperkraft besaß, machte er an Gelenkigkeit wett – und an Dickköpfigkeit.
    John ist ein ganzer Mann, mit allem was dazugehört. Und Gelenkig und Dickköpfig ist er wirklich und auch stark ...

    Besonders hoch wurde Teyla Emmagan, seine Teamgefährtin gehandelt, auch wenn Elizabeth eher das Gefühl hatte, er sähe in ihr eine schwesterliche Freundin, keine Geliebte.
    Genauso ist es, wie eine Schwester, die er nie hatte.


    Die Chemie zwischen ihnen stimmte einfach - denn auch bei der Ankunft auf Atlantis hatte sie zunächst seinen Blick gesucht und nicht den anderer, viel vertrauterer Mitarbeiter. Es war, als verstünde er sie ohne großes Hin und Her, als sei er „der eine“ Mann, der ihr ebenbürtig war und in vielem zu ihr passte.
    Mit dem sie sich verständigen konnte, ohne erst einmal viele Worte zu machen und sich zu erklärten. In seiner Nähe fühlte sie sich wohl und beschützt, verstanden und geschätzt – auch wenn er nichts sagte und bewusst auf Abstand blieb.
    Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden.

    Elizabeth seufzte zufrieden kuschelte sich an John. Ihr gefiel, wie zärtlich er seine Arme um sie schlang. Sie war so ruhig wie nie zuvor, als sie an die Zukunft dachte.
    Mit dem wunderbaren Mann an der Seite, kann Frau nur zuversichtlich in die Zukunft schauen. *seufz*

    Eine schöne Liebesgeschichte von John u. Liz ersten zarten Annäherungsversuchen. Die dann in einem wunderschönen NC-17 Teil ihre Erfüllung findet. Sehr schön geschrieben! Dankeschön für's Teilen.

    Edit: Ich habe gerade erst entdeckt, dass diese schöne FF für die Erotik-Challenge geschrieben wurde. Sie passt schön in das Thema.
    Geändert von John's Chaya (12.07.2015 um 19:31 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein! JWvG

  3. Danke sagten:


  4. #3
    Major Avatar von claudi70
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    Hi, schön wieder mal was Neues in Sachen SGA von dir zu lesen.

    Eine sehr schöne und gelungene Liebesgeschichte dieses paaring könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, so wie die zwei sich manchmal angesehen haben und wie die beiden miteinander umgegangen sind. Leider gab's für John ja nie wirklich eine passende Frau, mal abgesehen von seinen immer sehr kurzen Erfahrungen mit der einen oder anderen... aber mit Elizabeth, hätte es wirklich gepasst.

    Danke für die schöne Geschichte und meinem Kopfkino...

  5. Danke sagten:


  6. #4
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Eine schöne Geschichte... hat mir sehr gut gefallen.

    Mich würde es jetzt interessieren, wie die beiden auf Atlantis mit dieser "Situation" umgehen:
    verheimlichen? (was trotzdem nicht lange unbemerkt bleiben wird)
    coming out?

    Eventuell fällt dir hierzu noch eine Fortsetzung ein. Ich würde mich darüber freuen.

  7. Danke sagten:


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