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Thema: [SGA-SG1] Stargate Legacy - Das Vermächtnis der Antiker

  1. #81
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    Ja, leider haben Maggie und die anderen es etwas zu spät begriffen.

    Und jetzt erfahrt ihr wie es weiter geht.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 30 - Torrens Geheimnis, Teil 2



    „Oh Shit!“, wiederholten nun auch wir anderen Torrens Worte. Nun steckten wir wirklich in großen Schwierigkeiten. Ich konnte zwar nur ahnen, wo wir uns befanden, weil ich so etwas noch nie wirklich gesehen hatte, aber ich erinnerte mich genau an die Beschreibungen in einigen der Berichte, die ich mittlerweile gelesen hatte. Diese Wände, die aussahen als befände man sich im Inneren eines Menschen mit einzelnen Muskeln, Sehnen und Adern konnten einfach nur eines bedeuten: Wir waren im Inneren eines Wraith-Schiffes.

    „Meinst du, sie können uns sehen?“, fragte Sara etwas unsicher. Direkt vor uns standen einige Wraith, große Krieger mit ihren Waffen - entweder auf uns oder auf das Stargate gerichtet. Doch als einer von ihnen mit einer Handbewegung anzeigte, dass wir rauskommen sollten, war uns klar, dass sie uns sehen konnten. Ebenso war uns klar, dass wir keine Chance hatten, immerhin befanden wir uns mitten in einem ihrer Schiffe, zumindest sah es so aus.

    „Na wunderbar, jetzt müssen wir gerettet werden …“, kommentierte ich unnötigerweise, als ich die Luke des Schiffes öffnete. Sicherlich war allen anderen genauso klar wie mir was das bedeutete, aber es war besser, so etwas zu sagen als auszurasten und die Angst gewinnen zu lassen, zumindest hatte Teyla mir das in unserem Kampftraining beigebracht.

    Als ich dann direkt vor diesen Monstern stand, war meine Angst dennoch deutlich zu spüren. Ich erinnerte mich an den Mann im SGC. Der, der von einem Wraith ausgesaugt worden war. So wollte ich nicht enden. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, führten sie uns ab. Anscheinend waren wir in einer Art Laderaum gelandet, als wir durch das Stargate hier rein gekommen waren, denn außer dem Stargate standen hier noch viele andere Sachen herum, die ich nicht identifizieren konnte. Wie auch? Immerhin war ich kein Wraith. Doch auch außerhalb des Laderaumes sah es aus wie im Inneren eines Lebewesens und in gewisser Weise war es das auch. Ich erinnerte mich daran, einen Bericht gelesen zu haben, in dem sich Jennifer selbst zu einem Mutterschiff verwandelte, oder besser gesagt, sie der Ausgangspunkt war, eine Art Brutzelle, in der sich die ersten Stränge des Schiffes gebildet hatten. Sie hatte mir sogar Videoaufnahmen davon zeigen wollen, aber ich hatte dankend abgelehnt.

    Auf den Gängen kamen uns noch mehr von den Biestern entgegen und ich fragte mich, ob sie an dem Angriff auf die Erde beteiligt gewesen waren. Ob einer von ihnen vielleicht Schuld hatte an der Zerstörung meiner Heimat, am Tod von Kevins Vater und Milliarden anderer Menschen. Die Wut in mir stieg rasant an, auch wenn ich wusste, dass es mir nichts bringen würde. Würde ich jetzt auch nur eine falsche Bewegung machen, wahrscheinlich würden sie mich auf der Stelle umbringen, doch leider konnte ich nicht ganz verhindern, dass meine Nervosität auch mein Magnetfeld wieder beeinflusste und so flackerte das Licht in den Gängen leicht. Zu meinem Glück schien jedoch keiner der Wraith darauf einzugehen, vielleicht passierte das in einem organischen Schiff öfter.

    „Maggie?“, hörte ich auf einmal die entsetzte Stimme von Teyla. Ich war die erste, die direkt hinter dem anführenden Wraith um die Ecke zu den Arrestzellen kam, zumindest nahm ich an, dass es Arrestzellen sein sollten. Dann konnte auch ich sie sehen und mittlerweile schienen alle Erwachsenen aufgestanden zu sein. Dort in einer Zelle, ziemlich verdreckt und mit einigen Blessuren, standen mein Vater, Teyla, Ronon und Teal’c in einer Zelle.

    „Was zum Teufel macht ihr hier?“, ertönte nun aus einer anderen Zelle die Stimme von General O’Neill. Er hörte sich nicht gerade begeistert an, was man verstehen konnte, immerhin sollten wir wirklich nicht hier sein.

    „Wir wollten euch retten“, antwortete Philipp seinem Vater kleinlaut, nachdem er als letzter in unsere Zelle geworfen wurde.

    „Na, das hat ja wunderbar geklappt …“, sagte Colonel Mitchell, der anscheinend bei Philipps Vater in einer Zelle war, sarkastisch und auch John zog etwas den Kopf ein. Jetzt schienen sie endlich zu bemerken, was ich schon von Anfang an gesagt hatte. Wir hatten keine wirkliche Chance, unsere Väter und Teyla zu retten.

    „Was habt ihr euch dabei gedacht?“, fragte nun mein Vater und sah mich beinahe so an, als hätte ich das alles ausgeheckt. Er war eindeutig sauer und ich konnte ihn verstehen.

    „Wir haben uns Sorgen um euch gemacht“, sagte ich eher kleinlaut.

    „Torren, war das deine Idee?“, fragte nun Teyla und ich sah, wie nun auch ihr Sohn einen Kopf kleiner wurde. So arrogant Torren auch zu sein schien, seine Mutter hatte immer noch das Sagen. Leider konnte niemand von uns Teylas Frage wirklich mit ‚nein‘ beantworten, denn Torren war schon einer von denen gewesen, die vehement für ein solches Himmelfahrtskommando gestimmt hatten. Und anscheinend kannte Teyla ihren Sohn gut genug, um das zu wissen. Natürlich ging die Diskussion noch weiter, und auch Teal’c hatte seiner ziemlich stürmischen Enkelin einige Worte zu sagen, auch wenn er das durchaus ruhiger tat als unsere Väter und Teyla.

    „Das hier ist kein einfaches Spiel oder Training“, zischte General O’Neill außer sich, als sein Sohn erklärte, dass wir uns einfach Sorgen gemacht hatten und sie hatten retten wollen, genauso wie wir es aus ihren Geschichten kannten. „Meint ihr wirklich, ihr seid uns so eine Hilfe? Was meint ihr, was eure Mütter sich jetzt für Sorgen machen? Diese Monster könnten euch umbringen! Gerade dir Maggie hätte ich etwas mehr Verstand zugetraut. Deine Mutter hat ihr Leben gegeben, um dich zu beschützen, und so dankst du es ihr?“ General O’Neill war eindeutig ziemlich sauer.

    Ich wusste, es war alles andere als erwachsen und ich machte mich wahrscheinlich zum Gespött der Anderen, aber ich konnte nicht verhindern, dass sich Tränen in meinen Augen bildeten und nun die Lichter ausgingen. Im Grunde hatte er ja Recht. Meine Mutter hatte stets verhindert, dass ich in irgendwelche Schwierigkeiten kam, sie hatte sogar ihren eigenen Tod in Kauf genommen, um mich in Sicherheit zu wissen und jetzt? Wenn die Wraith uns umbrachten, dann war sie eigentlich umsonst gestorben. Dazu kam noch die Angst, zu sterben, die wahrscheinlich jeden zum Weinen gebracht hätte, zumindest fast jeden. Ich war mir sicher, Dad würde nie weinen.

    Dann spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und drehte mich leicht um. Es war mein Vater aus der Zelle nebenan. Er konnte nicht viel tun, aber anscheinend merkte er, dass ich sehr große Angst hatte.

    „Maggie, du musst dich beruhigen“, sagte er und seine Stimme klang ziemlich besorgt. Dann sah er Teyla hilfesuchend an und auch sie kam zu mir.

    „Wir wollten nur helfen. Ich hatte Angst, ihr seid tot“, sagte ich.

    „Ich weiß, Süße, aber du musst dich jetzt wirklich …“ Teyla wurde von einigen hellen Lampen und Warnschüssen unterbrochen. Die Wraith waren zurückgekommen, unter ihnen anscheinend eine weibliche Wraith. Das musste ihre Königin sein. Königin deswegen, weil die Wraith ähnlich wie ein Bienenstock organisiert waren. Es gab Arbeiter, Krieger und eine Königin. die den „Stock“ oder das Hive, wie es hier alle nannten, führte. Jedes Mutterschiff war ein eigener Hive mit einer eigenen Königin und anscheinend war sie so interessiert an ihren Gefangenen, dass sie selbst hier hinunter kam. Ich fürchtete, sie würde sich einen der Erwachsenen holen, um sich von ihnen zu nähren. Sicherlich waren wir ihnen noch viel zu jung. Auch die anderen schienen diesem Irrglauben nachzuhängen und versuchten, zu protestieren. Doch die Königin ging unbeeindruckt weiter und zwar in unsere Richtung.

    Sie wollte gar nicht die Erwachsenen, sie wollte doch uns. Nun waren es die Erwachsenen, die lauthals protestierten. Sie warfen sich regelrecht gegen die Gitterstreben, die uns alle voneinander trennten.

    „Bleib hier in der Ecke, Maggie“, flüsterte mein Vater leise und ließ mich vorsichtig los. Ich traute mich nicht, ein Wort zu sagen oder mich zu bewegen, als die Tür zu unserer Zelle aufging. Mein Herz hörte auf zu schlagen, als die Königin hereinkam und genau auf mich zeigte.

    „Lasst sie in Ruhe!“, schrien alle auf einmal und protestierten noch mehr. „Dad! Dad!“, schrie ich und steckte meine Hand wieder zu ihm durch. Er ergriff sie sofort und ich merkte, wie bleich seine Haut auf einmal war, wie sehr seine Hand nun zitterte und wie kalt sie war. Die anderen in meiner Zelle versuchten, die maskierten Wraithkämpfer von mir abzuhalten, aber sie gingen alle entweder betäubt oder anderweitig außer Gefecht gesetzt zu Boden. Ich konnte nur hilfesuchend nach meinem Vater schreien, der versuchte, meine Hand festzuhalten, während man mich von ihm wegzog.

    Sobald ihm meine Hand entglitten war, stürzte er sich gegen die Streben, die die Tür seiner Zelle bildeten. Er versuchte alles und gerade, als ich durch die Tür geschleppt wurde, sah ich noch wie, eine der Wachen mit ihren Waffen auf ihn feuerte. „DAD!“

    Ich konnte nicht mehr sehen, was mit ihm war, ob sie ihn wirklich getötet oder nur betäubt hatten, aber ich versuchte, mich so gut ich konnte zu wehren. Wenn sie meinem Vater etwas angetan hatten, dann würde ich sie … nein, ich würde wahrscheinlich gar nichts. Leider veranlasste meine Gegenwehr nur, dass die Wraith nun auf mich zielten. Einen kleinen Moment lang tat es unheimlich weh, als würde meine Haut an der getroffenen Stelle verätzen, dann war alles auf einmal weg.

    Mein Kopf dröhnte förmlich, als ich langsam wieder zu Bewusstsein kam. Als ich meine Augen öffnete, waren die eher unfokussiert und mussten sich erst an das Licht gewöhnen, das mir direkt ins Gesicht strahlte wie bei einem Verhör. Als ich mich aufsetzten wollte, merkte ich, dass ich anscheinend auf dem harten Etwas, auf dem ich lag, gefesselt war. Ich versuchte, gegen die Fesseln anzukämpfen, sie lockerer zu bekommen, damit ich mich befreien konnte, doch als ich das versuchte, ertönte nur ein höhnisches, verzerrtes Lachen, das ein bisschen was von dem Zischen einer Schlange hatte.

    Leider war auch mein Kopf fixiert und so konnte ich nicht in die Richtung sehen, aber ich brauchte das auch nicht, um zu ahnen, dass diese unheimliche Stimme zu der rothaarigen Wraithkönigin gehörte.

    „Was bist du?“, fragte sie mich dann und ihre Stimme zischte noch schlimmer als die einer Schlange. Sie hatte sich direkt über mich gebeugt und bleckte am Ende der Frage bedrohlich ihre seltsamen Zähne, wenn es welche sein sollten. Ich hatte solche noch nie gesehen und konnte sie auch nicht wirklich mit irgendetwas vergleichen, sie ähnelten einer Mischung aus Menschen- und Piranha-Zähnen, nur das die meisten von ihnen mehr oder weniger durchsichtig waren, mit einem leichten Blauschimmer.

    „Was bist du?“, wiederholte sie ihre Frage und eine ihrer klauenartigen Fingernägel berührte leicht meine Wange. Sie waren spitz wie eine Nadel und selbst diese kleine Berührung schnitt in meine Haut und ließ das Blut fließen, zumindest spürte ich etwas Warmes von der Stelle nach unten laufen.

    „Ich bin ein Mensch“, antwortete ich und meine Stimme zitterte leicht. Ich hatte Angst.

    „Lügnerin!“, zischte sie und ich schrie auf, als sie den Fingernagel etwas tiefer in mein Fleisch bohrte. Zur gleichen Zeit wurden die Lampen in dem Raum noch heller und es schien beinahe, als würden sich die Wände leicht bewegen, als zuckten sie. Die Königin machte jedoch keine Anstalten irgendetwas von meinem Magnetfeld zu merken, im Gegenteil, sie grinste mich mit gebleckten Zähnen an.

    Als sie mich wieder fragte und ich ihr wieder die gleiche Antwort gab, schlug sie mich hart ins Gesicht und ihre Klauen hinterließen vier lange Striemen auf meiner Wange. So ging es weiter, bis ich dachte, meine Wange müsste schon vollkommen zerfetzt sein und ich mir sicher war, Blut in meinem Mund zu schmecken. Ich schloss die Augen. Ich ahnte, dass nichts, was ich ihr sagen konnte, sie zufriedenstellen würde. Vielleicht wollte sie mich auch einfach nur wütend machen, vielleicht wusste sie irgendwie von meinen Fähigkeiten.

    Irgendwann, ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich wieder ohnmächtig geworden war, wachte ich wieder in der Zelle auf und mein Kopf lag auf Saras Schoß. Ihr Blick war besorgt, als ich langsam flatternd meine Augen öffnete. Direkt prasselten die Fragen auf mich ein, aber ich konnte keine beantworten. In meinem Kopf liefen ihre Stimmen und Wörter zu einem Chaos zusammen, welches ich gerade nicht zu ordnen vermochte. Erst als sie meinen Vater, der noch lebte, aber ziemlich mitgenommen aussah, mit sich zerrten, schien mein Kopf wieder anzufangen, klar zu denken.

    „Lasst ihn los! Er weiß auch nicht mehr als ich!“, schrie ich ihnen hinterher oder zumindest hatte ich schreien wollen, tatsächlich hatte es sich eher wie ein klägliches Flüstern angehört, denn durch das Schreien während dem seltsamen Verhör hatte ich anscheinend meine Stimme verloren.

    „Was wollten sie wissen?“, fragte Teyla ganz ruhig. Sie schien auch etwas schlimmer verletzt zu sein als vorher und ich schloss daraus, dass sie sich ziemlich heftig dagegen gewehrt hatte, dass ich mitgenommen worden war.

    „Was ich bin.“

    Die Augen von Teyla und den anderen Erwachsenen wurden augenblicklich größer, als ich das sagte. Anscheinend hatten sie eher eine Ahnung, was die Wraith gemeint haben könnte als ich. Also fragte ich einfach offen heraus.

    „Die Sensoren der Wraith sind so eingestellt, dass sie Antiker sofort erkennen“, erklärte Ronon grimmig. „Wenn einer an Bord ist, gehen die Alarme los. Wahrscheinlich sind sie bei dir losgegangen.“ Ich sah ihn fragend an. Wie bitte um alles in der Welt –

    Aber natürlich! Meine Gene waren denen der Antiker ähnlicher als die der anderen. Wahrscheinlich hatte das System, das die Anwesenheit eines Antikers zeigen sollte, verrückt gespielt. Sie wussten anscheinend wirklich nicht, was ich war und dass ich ein Mensch war wie die anderen auch wollten sie mir natürlich auch nicht glauben.

    „Tut es sehr weh?“, fragte Torren und komischerweise hatte er, seit wir hier angekommen waren, seine Arroganz vollkommen verloren. Er schien beinahe unsicher und etwas verängstigt zu sein. Ich fragte mich beinahe warum, aber wahrscheinlich waren wir uns alle mittlerweile der Gefahr dieser Situation bewusst und bereuten, dass wir hergekommen waren. Ohne Frage wäre ein Einsatzkommando aus Atlantis besser dafür ausgerüstet gewesen als wir. Aber vielleicht konnten wir genau darauf noch hoffen.

    „Ruh dich aus, Maggie“ sagte Teyla besorgt. Ich nickte nur, denn ich war wirklich erschöpft und die Augen offenzuhalten war schon eine ziemlich große Anstrengung. Als sich meine Augen wieder öffneten, lag ich erneut auf diesem Tisch, oder was auch immer es war, wo sie mich fesselten. Es wunderte mich, dass ich nicht mitbekommen hatte, wie sie mich wieder hergebracht hatten.

    „Was bist du?“, fragte mich wieder eine Stimme, doch diesmal war es eine andere. Sie kam mir beinahe bekannt vor. Diesmal war die Fixierung an meinem Kopf nicht mehr da und ich konnte mich in einem gewissen Maß umsehen. Ich schrie auf, als ich die Wraithkönigin sah, die auf einmal auf mich zukam. Sie sah beinahe aus wie Teyla. Teyla nur als Wraith. Neben ihr stand ein anderer, männlicher Wraith und er sah aus wie Torren, die beiden kamen immer näher und grinsten bedrohlich, während sie mir immer wieder dieselbe Frage stellte.

    Als ich ihr nicht antworten wollte, verschwand Torren-Wraith wieder und kam mit einem sich wehrenden Menschen zurück. Es war mein Vater. Er war schlimm zugerichtet, seine Augen waren blutunterlaufen, sein eines Bein schien gebrochen zu sein, denn er humpelte und er sah sogar älter aus, als ich ihn kannte, sie mussten sich also an ihm genährt haben.

    „Sag ihnen nichts, Maggie“, flehte er mich mit brechender Stimme an.

    „Bitte! Tut ihm nichts!“, schrie ich die beiden an, doch Torren-Wraith trat meinem Vater in die Kniekehle und er sackte auf den Boden.

    „Wir sollen ihm nichts tun ja?“, fragte Teyla-Wraith und schien sich köstlich darüber zu amüsieren. „Hol sie“, befahl sie ihrem Krieger und er kam mit einem weiteren Menschen herein, den ich jedoch erst nicht erkennen konnte. Erst dachte ich, es sei Sara, weil ich im Schatten nur die Statur erkennen konnte, aber als sie ins Licht kamen, blieb mir der Atem weg.

    „Isabel?“, hörte ich die krächzende Stimme meines Vaters und ich schrie nach ihr. Ich konnte es nicht glauben. Sie war tot, ich hatte gesehen, wie man sie umgebracht hatte. Und doch stand sie da. Auch mein Vater sah sie ungläubig an.

    „Was bist du?“, fragte mich die Königin noch mal.

    „Ich bin ein Mensch! Das sind meine Eltern! Sie sind Menschen, das müsst ihr doch erkennen!“, flehte ich sie förmlich an. Sie nickte ihrem Lakaien nur zu und er zog seine Waffe und richtete sie genau auf meine Mutter. Ich versuchte, mich mit aller Kraft aus den Fesseln zu lösen, doch nichts passierte. Torren-Wraith sah mit der Waffe im Anschlag seine Königin an.

    „Es tut mir leid, Mom. Ich weiß nicht, was sie von mir wollen“, sagte ich nur, als Teyla-Wraith mir wieder die Frage stelle. Ich weinte und wollte gar nicht hinsehen, als Torren-Wraith die Waffe abfeuerte und meine Mutter genauso leblos zu Boden ging, wie sie es getan hatte, als sie das erste Mal ermordet worden war. Dann ging die Königin selbst zu meinem Vater, während Torren-Wraith ihn festhielt, auch er sah verzweifelt aus und blickte immer noch starr auf die Leiche meiner Mutter.

    „Was wollt ihr von mir?! Ich kann euch nichts sagen! Ich weiß es selbst nicht!“, antwortete ich der Königin, bevor sie ihren grässlichen Mund aufgemacht hatte. Dann sah ich meinen Vater an. Er schüttelte nur verzweifelt den Kopf und ich hörte noch, wie er mit enttäuschtem Blick zu mir sagte „Das ist deine Schuld.“ Dann presste die Königin ihre Handfläche auf die nackte Brust meines Vaters und auch er verlor das Leben.

    „Gut geträumt, Menschlein?“ fragte mich die zischende Stimme einer Wraith-Königin, doch diesmal wusste ich, dass es diejenige war, die mich hier gefangengenommen hatte. Das, was ich zuvor erlebt hatte, konnte nur ein Traum gewesen sein, immerhin waren weder Teyla noch Torren Wraith, das wäre sicherlich schon längst aufgefallen. Außerdem war meine Mutter tot, es konnte also nur ein Traum sein.

    Nichtsdestotrotz lag ich nun wieder auf dem Tisch und war komplett gefesselt. Ich spürte leichte Tränen meine Wangen hinunterlaufen, anscheinend hatte mich der Traum ziemlich mitgenommen. Vor allem, weil immer noch die Stimme meines Vaters durch meinen Kopf hallte, die mir sagte, dass ich schuld sei am Tod meiner Mutter.

    Doch dieses Mal schien sie mich nicht zu fragen, was ich sei. Diesmal umrundete sie mich zuerst langsam und dann tauchte tatsächlich noch ein Wraith auf, aber nicht mit Torrens Gesichtszügen, sondern sie waren mir vollkommen fremd, auch wenn sie ein großes Stück menschlicher aussahen als die der anderen Wraith.

    „Faszinierend“, sagte er, während auch er mich nun umrundete, als sei ich ein Stück Fleisch, das ihm dargeboten worden war. „Sie kommt aus Atlantis, sagt Ihr?“, fragte er die Königin, doch sie schien etwas wütend auf diesen Wraith zu sein. „Das ist wirklich einmalig.“

    „Ich bin erfreut, dass Ihr soviel Interesse an mir findet“, flüsterte ich mir heiserer Stimme zu dem Wraith. Er blieb augenblicklich stehen und starrte mich an.

    „Ja, sie ist eindeutig ein Mensch, zu arrogant, um zu sehen, wann sie in Gefahr ist. Aber sie ist noch ein Kind, nicht mehr als eine Larve“, sagte er herablassend und setzte seinen Gang um mich herum fort. Die Königin war jedoch immer noch nicht überzeugt davon, dass ich ein Mensch war. Sie erzählte dem anderen von den Systemen, die verrückt gespielt hatten und den Stromstößen, als sie mich befragt hatte. Doch anscheinend schien das den anderen weniger zu beeindrucken. „Sehr ungewöhnliche Fähigkeiten für einen Menschen, nicht wahr?“, fragte er eher rhetorisch als alles andere, daher antwortete ich ihm auch nicht. Dann holte er ein seltsames Gerät aus einer seiner Taschen und es sah verdächtig nach etwas wie einer Spritze aus, nur das ihre Nadel bedeutend dicker war als die, die ich gewohnt war.

    Panik stieg in mir an, als er mit diesem seltsamen Ding immer näher kam und tatsächlich meine Schlagader im Arm fixierte. Ich versuchte mich zu wehren, mich zu befreien, aber es klappte nicht und der Schmerz, als er durch meine Haut stach, ließ meinen Arm so heftig zur Seite zucken, dass die Nadel verrutschte und sich unter der Haut ein riesengroßer Bluterguss bildete.

    Dann hörte ich einen Tumult draußen und eine Erschütterung traf das Schiff.

    „Leider müssen wir unser kleines Spiel hier unterbrechen, meine Liebe“, sagte der Wraith nur und schien, ohne etwas sagen zu müssen, mit dem Kämpfer zu kommunizieren. Schneller, als ich reagieren konnte, spürte ich wieder dieses ätzende Gefühl und dann wurde wieder alles schwarz.
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  2. #82
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Haben die Wraith auch schon die Möglichkeit, das Antiker-Gen im Blut nachzuweisen. Das hörte sich so an, als ob Maggie den Wraith eine Blutprobe hat geben müssen.
    Jedenfalls ahnen sie, daß Maggie anders ist... und es wird langsam Zeit, daß die Kavallerie anrückt, damit die Gefangenen diesem Dilemma entfliehen können.

  3. Danke sagten:


  4. #83
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    So,

    hier bin ich wieder und es geht direkt weiter mit dem dritten und letzten Teil dieses Mehrteilers, wer aber jetzt hofft, dass danach friede freude eierkuchen ist ... den muss ich leider enttäuschen. Bis dahin ist noch ein langer, steiniger Weg.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 31 - Torrens Geheimnis, Teil 3



    „Maggie? Maggie, ist alles okay?“, hörte ich die ziemlich besorgte Stimme von Torren, als ich meine Augen wieder öffnete. Ich saß sofort aufrecht, denn anscheinend waren wir nicht mehr auf dem Schiff. Der Raum war ein anderer und auch wenn Torren hier war, waren es die anderen nicht. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, dass er mich Maggie und nicht Peaches genannt hatte, denn das war in diesem Moment alles andere als wichtig.

    „Wo sind wir?“, fragte ich ihn, doch anscheinend hatte auch er keine Ahnung. Er erzählte mir, dass er, kurz nachdem ich wieder von der Königin abgeholt worden war, ebenfalls mitgenommen worden war. Auch er hatte den Tumult gehört und die Erschütterung gespürt, aber hatte keine Ahnung warum.

    „Dann kam dieser Halb-Wraith, oder was immer er ist, und hat mich betäuben lassen. Ich bin vor einer Stunde hier aufgewacht.“

    „Was ist mit Dad? Und den anderen?“ Wieder zuckte Torren nur mit den Schultern, doch irgendwie ließ mich das Gefühl nicht los, dass weder Dad noch die anderen für die Wraith wichtig gewesen waren. Warum sonst hatten sie nur uns beide hierher gebracht? Dieser männliche Wraith, der später dazugekommen war, schien zumindest ein bisschen mehr zu wissen als die Königin; immerhin hatte er erkannt, dass ich in der Tat ein Mensch war.

    Bei Torren waren sie aber anscheinend auch nicht weiter gekommen als bei mir, nur dass er sich wohl noch stärker hatte wehren können, denn seine Verletzungen waren weitaus schlimmer als meine. Aber ich merkte, dass irgendetwas bei ihm nicht stimmte. Schon alleine sein Auftreten war hier vollkommen anders als auf Atlantis, als habe dieses Schiff, oder besser gesagt, die Wraith irgendetwas bei ihm ausgelöst.

    „Wie ich sehe, seid ihr wieder wach“, ertönte auf einmal eine Stimme in unserem Raum, es war, als käme sie über einen Lautsprecher, aber ich konnte keinen sehen. An Torrens Reaktion merkte ich, dass er genauso verwirrt war wie ich und wir suchten die Wände der Zelle ab. „Ihr werdet nichts finden, ich bin in euch drin“, sagte die Stimme nun leiser und ein Schauer durchfuhr meinen Körper. Er hatte recht, jetzt merkte ich es. Riss meinen Ärmel auf der Stelle auf und suchte die Stelle, an der er mich mit der Nadel gestochen hatte, doch da war nichts mehr zu sehen, nur noch der überdimensionale blaue Fleck. Ich kratzte daran, weil ich vermutete, dass das, was auch immer er mit uns gemacht hatte, so passiert war, aber ich hatte keinen Erfolg.

    „Ich dachte, du bist tot“, sagte Torren und versuchte, etwas arroganter zu klingen, als er momentan rüber kam. Ich sah ihn jedoch nur verwundert an. Kannte er diesen Wraith etwa?

    „Oh, mein lieber Torren, das bin ich gewiss nicht. Deine Mutter hat ihre Arbeit schlampig gemacht.“ Die Stimme klang beinahe verhöhnend und bedrohlich zugleich. „Sie hat sich nicht versichert, dass der Sturz mich auch wirklich umgebracht hat.“ Es war wirklich seltsam, diese Stimme direkt in meinem Kopf zu haben und es machte mir Angst. Ich hatte genug Verständnis vom menschlichen Gehirn, um zu wissen, dass er einige komplizierte Sachen gemacht haben musste, wenn er sich auf diese Weise Gehör verschaffen konnte und ich wollte gar nicht wissen, was er noch alles konnte.

    „Du willst doch mich. Lass sie gehen!“, rief Torren, doch die Stimme in unseren Köpfen lachte nur laut los. Er erklärte, dass es vielleicht einmal so gewesen war, dass er vor langer Zeit einmal Torren unbedingt hatte haben wollen, aber dass er bei mir etwas sehr wertvolles entdeckt hatte. Natürlich wussten wir alle, was das war: meine Fähigkeit, das Magnetfeld zu beeinflussen. Er hatte es immerhin selbst gesehen und beeinflusst. Warum er allerdings früher einmal hinter Torren her gewesen war, wusste ich nicht.

    „Ach, stimmt ja! Unsere hübsche Dame weiß ja gar nichts von deinem kleinen Geheimnis“, sagte die Stimme in unserem Kopf und ich sah Torren entsetzt an. Welches Geheimnis und war das jetzt nur Zufall, dass er wusste, was ich mich gerade gefragt hatte? „Nein, ist es nicht“, lautete die kurze Antwort. „Dein aufsässiger Freund hier hat bereits Bekanntschaft mit mir gemacht und das sogar, bevor er geboren wurde.“ Ich sah Torren erschrocken an und er nickte nur langsam mit dem Kopf. „Irgendwann musste dein kleines Geheimnis doch rauskommen, nicht wahr?“

    „Torren, was meint er?“, fragte ich ihn.

    „Genau Torren, erzähl du es ihr.“ Doch Torren setzte sich einfach auf den Boden und sagte nichts, er starrte stur auf den Boden. „Du hast Hunger, nicht wahr?“, fragte die Stimme in unserem Kopf belustigt. „Greif zu.“ Ich konnte nichts zu essen sehen, von dem Torren sich hätte bedienen sollen. Als ich ihn fragend ansah, bemerkte ich jedoch, wie er zitterte, vor allem seine Hände.

    „Torren, ist alles in Ordnung?“, fragte ich ihn und wollte schon zu ihm gehen, doch er schickte mich direkt mit einem warnenden Blick an die Wand.

    „Unser lieber Torren hat dich wirklich gern, meine Gute. Zum Fressen gern, würde ich beinahe behaupten.“

    „STILL!“, brüllte Torren scharf und sprang vom Boden auf. Er war aggressiv geworden und seine Augen sahen seltsam dunkel aus.

    „Nicht so unhöflich, mein Guter. Wir wollen doch das liebe kleine Menschlein nicht verschrecken.“

    „Du rührst sie nicht an!“, drohte Torren und war mit dem Rücken zu mir gedreht. Seine Stimme klang sehr wütend und ich hatte beinahe Angst vor ihm. Doch dem „Mann in unserem Kopf“ ging es anscheinend nicht so, er fand es eher lustig.

    „Sicher wärst du nicht auf diese Rettungsmission gegangen, wenn du gewusst hättest, wo sie endet, nicht wahr?“, fragte die Stimme ihn spöttisch. Er schien Torren beinahe absichtlich provozieren zu wollen, als würde er damit ein Ziel verfolgen. „Dreh dich um, deine kleine Freundin will sehen, warum du so wütend bist.“

    „Nein.“

    Torren zitterte einen Moment und ich sah, dass er gegen den Befehl, sich umzudrehen, ankämpfte, doch als er es, einem Roboter ähnlich, doch tat, schrie ich erschrocken auf. Die Haut in seinem Gesicht war bläulich geworden und neben seinen Nasenlöchern hatten sich noch zwei weitere Löcher gebildet. Er war kein richtiger Wraith, der Schlitz in seiner Hand, die Zähne und die Stimme fehlten ihm, und auch seine Haare hatte die normale Farbe behalten. Alles andere jedoch sah verdächtig nach einem Wraith aus.

    „Was hat er mit dir gemacht?“, fragte ich erschrocken und trat einen Schritt weiter zurück, als ich den wütenden Blick in Torrens Gesicht sah. Ich verstand nicht, was hier los war.

    „Er hat gar nichts mit mir gemacht“, gestand Torren und wenn der Andere anscheinend seinen Körper kontrollieren konnte, so konnte er nicht seine Stimme beeinflussen, denn die klang traurig und wütend zugleich. „Ich habe dasselbe Problem wie du. Nur, dass meine Eltern beide das Wraith-Gen in sich trugen, und nicht das Antiker-Gen.“ Ich sah ihn mit großen Augen an, während er bedrohlich um mich herumschlich. Anscheinend fand jemand das unheimlich komisch. „Als wir den Hive, also das Mutterschiff, betreten hatten, fing auch bei mir das Gen an zu wirken. Genau wie du kann ich es kontrollieren, aber manchmal …“

    „Verlierst du die Kontrolle“, schlussfolgerte ich aus meinen eigenen Erfahrungen. Ich war erschrocken über das, was er mir sagte, denn wenn es tatsächlich so war, dann wussten zumindest einige der Erwachsenen darüber Bescheid.

    „Ja. Und wenn ich die Kontrolle verliere, dann werde ich zu einem Hybriden zwischen Mensch und Wraith. Genau das, was Michael damals, als ich noch im Bauch meiner Mutter war, erhofft und gefördert hatte.“

    „Michael?“

    „Oh, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt, richtig. Ich bin Michael Kenmore.“ Die Stimme in meinem Kopf klang mittlerweile so selbstgefällig, dass es kaum noch auszuhalten war. Und die Tatsache, dass Torren nun als Halb-Wraith vor mir stand, war nicht gerade beruhigender. Ich stand mittlerweile ganz an der Wand, denn auch wenn ich Torren ansah, dass er es nicht wollte, kam er immer mehr zu mir und drängte mich förmlich in die Ecke. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und seine Knöchel waren schon ganz weiß, weil er versuchte, seine Wut zu unterdrücken.

    “Wenn deine Mutter mich damals nicht davon abgehalten hätte, wäre das jetzt für dich alles einfacher. Du wärst direkt so auf die Welt gekommen und hättest diese Tortur mit der Wut nicht durchmachen müssen.“

    “Sie fieses Monster!“, schrie ich ihn an, ohne wirklich in eine Richtung zu schreien. Langsam wurde auch ich wütend und wahrscheinlich war es genau das, was er wollte, doch ich konnte nichts dagegen tun. Die Lichter in unserer kleinen Zelle begannen schon zu flackern und auch Torren bemerkte, wie meine Wut anstieg.

    “Lass dich von ihm nicht provozieren, Peaches“, sagte er und irgendwie klang das Peaches nicht mehr wie Hohn, sondern wie ein ganz normaler Spitzname.

    “Er benutzt uns, Torren“, antwortete ich ihm und auf einmal merkte ich, wie sich auch mein Körper um Torren herum bewegte, obwohl ich das gar nicht wollte. Dieses Spiels schien dieser Michael nicht müde zu werden, denn er trieb es so lange weiter, bis wir beide vollkommen erschöpft waren.

    “Schlaft jetzt, ihr beiden, morgen wird ein langer Tag werden“, sagte er dann irgendwann zu uns und wir merkten, wie seine Kontrolle nachließ.Torren fiel vollkommen erschöpft zusammen und auch ich musste mich hinsetzen, damit ich nicht umkippte.

    “Was hat er mit uns vor?“, fragte ich mit zitternder Stimme.

    “Wenn er immer noch hinter dem perfekten Hybriden her ist ... mich wird er brauchen, um herauszufinden, wie das bei mir läuft. Und dich? Wäre ein Hybrid nicht noch mehr wert, wenn er auch noch Fähigkeiten der Antiker hätte?“ Wahrscheinlich hatte er vollkommen Recht. Dann erzählte mir Torren die ganze Geschichte um Michael. Wie er als Wraith gefangen genommen und in einem Experiment zum Menschen verwandelt wurde. Weder die Wraith noch die Menschen von Atlantis waren wirklich einfühlsam mit ihm und so hatte ihn der Wunsch nach eigenen Gefährten dazu getrieben, andere wie sich zu erschaffen. Leider war mit einigen Äußerlichkeiten auch die Grausamkeit der Wraith wieder zu ihm gekommen und er hatte bald geplant, die Herrschaft über die Galaxie zu übernehmen, zusammen mit seinen selbst geschaffenen Hybriden.

    Doch anscheinend waren sie nie so gewesen, wie er sie hatte haben wollen, dafür brauchte er Teyla und ihren ungeborenen Sohn, der mittlerweile ziemlich groß geworden war. Und dann hatte er anscheinend nun auch noch das Glück, mich in die Finger zu bekommen. Er hatte Teyla wie ein Versuchskaninchen gehalten, was würde er wohl mit uns jetzt machen?

    “Keine Angst, Peaches.“ Torren hatte sich auch wieder beruhigt und war wieder er selbst.Nichts deutete mehr auf seine vorherige Verwandlung hin. Vorsichtig kam er auf mich zu und beobachtete mich dabei genau. Bestimmt wollte er meine Reaktion abwarten, sicher gehen, dass ich mich nicht unwohl in seiner Nähe fühlte. Um ihm zu zeigen, dass das nicht der Fall war, schlug ich zweimal leicht auf den Boden neben mir, um ihm zu zeigen, dass er sich setzen sollte.

    “Atlantis, und insbesondere dein Vater, haben noch nie jemanden zurückgelassen. Da wird er bestimmt nicht bei seiner eigenen Tochter anfangen“, versuchte er mich zu beruhigen, während er sich langsam hinsetzte. Es war wirklich komisch. So arrogant Torren auf Atlantis auf mich gewirkt hatte, jetzt war er anders. Ich kannte nun sein Geheimnis und ich wusste jetzt, dass ich nicht der einzige Freak unter den Freaks war. Es gab zumindest einen, der mindestens genauso abgedreht war wie ich.
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  5. #84
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    Wow, starker Tobak... Torren kann sich also teilweise in einen Wraith verwandeln... und Maggie mit ihrem Antiker-Gen. Ich kann mir schon denken, was Michael plant. Allerdings werden die Versuchskaninchen etwas entschieden dagegen haben.
    Und Michael, die Kakerlake, ist anscheinend unkaputtbar. Atlantis sollte sich wirklich darum bemühen, ihn für immer auszuschalten. Anscheinend wissen sie noch gar nichts davon. Hat Michael 16 Jahre (oder so) wirklich toter Wraith gespielt und seine Forschungen fortgesetzt?
    Es ist mal wieder Zeit für die Kavallerie!

  6. Danke sagten:


  7. #85
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    Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber letzte Woche war
    ziemlich ... ereignisreich, im negativen Sinne. Aber da jetzt langsam wieder alles in
    geregelte Bahnen gelenkt ist, kann ich auch ein neues Kapitel posten.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 32 - Energie


    Als ich meine Augen wieder aufmachte, fühlte ich mich seltsam. In meinem Kopf fühlte es sich an, als sei alles in Watte gepackt, mein Mund war furchtbar trocken und meine Augen trotz der langen Zeit, die ich sicherlich geschlafen hatte, immer noch zu schwer, um sie wirklich zu öffnen.

    Ich konnte keinen einzigen klaren Gedanken fassen und es dauerte ziemlich lange, bis ich mich daran erinnerte, dass Torren und ich gemeinsam in einer Zelle an einem fremden Ort waren. Erst jetzt merkte ich, dass ich nicht mehr an Torrens Schulter lehnte, sondern flach auf dem harten Boden lag. Um in Panik auszubrechen, weil ich vielleicht wieder befragt werden würde, hatte ich keine Kraft mehr und so weit gingen meine Gedanken auch nicht.

    Dann spürte ich, wie etwas Kaltes meine Stirn berührte und es war angenehm. Durch meine immer wieder zufallenden Augen konnte ich nur schemenhaft erkennen, was passierte, aber ich war mir beinahe sicher, dass Torren mit einem nassen Stück Stoff über meine Stirn strich. Ich wollte ihn fragen, was los war, aber ich bekam nicht mehr als einen undefinierbaren Laut heraus.

    „Du hast hohes Fieber. Ruh dich aus“, sagte er und seine Stimme klang ziemlich besorgt. Jetzt erklärte sich das seltsame Gefühl, mit dem ich aufgewacht war. Mein Kreislauf musste ziemlich im Eimer sein, das passierte immer, wenn ich Fieber hatte. Es war dann beinahe so, als wäre ich einer dieser schlimmen Alkoholiker, die sich nur noch schwer auf den Beinen halten konnten und bei jedem Schritt brechen mussten.

    Nun, da ich daran dachte, wurde mir auch direkt schlecht und es verlangte mir alles an Kraft ab, mich auf eine Seite zu drehen, damit ich nicht an meinem eigenen Erbrochenem erstickte. Glücklicherweise half Torren mir, mich für die richtige Seite zu entscheiden, damit ich mich nicht auf ihm erbrach, aber wäre ich dazu in der Lage gewesen, ich hätte mich in Grund und Boden dafür geschämt, gerade vor ihm solch eine Schwäche zu zeigen.

    „Wie lange …?“

    „Das geht jetzt schon beinahe zwei Tage so“, antwortete er mir. „Es hat angefangen, nachdem Michael dich das erste Mal mitgenommen hat“, erklärte Torren, doch selbst wenn er es gut meinte, wirklich aufnahmefähig war ich nicht. Ich bekam nur noch mit, dass ich anscheinend schon öfters immer wieder aufgewacht war und dass Michael mich dann immer abgeholt hatte und mich irgendwann schlafend wieder zu Torren gebracht hatte.

    So war es auch dieses Mal. Ich merkte, wie mich vier Hände in die Luft hoben und der kühle Stoff an meiner Stirn verschwand. Ich hörte Torren noch schreien, doch ich konnte nicht verstehen, was er schrie. Genauso wenig konnte ich wirklich verstehen oder begreifen, was Michael sagte, während er anscheinend irgendwelche Untersuchungen an mir durchführte. Sicherlich war ich ihm so viel lieber, nicht, dass ich mich körperlich viel gewehrt hatte vorher, aber jetzt konnte ich wirklich nichts mehr tun.

    Ich war teilweise froh, dass mein Körper zu schwach war, um Angst zu empfinden, denn immer wieder spürte ich an manchen Stellen einen Schmerz, oder sah wie Michael mir Blut oder andere Körperflüssigkeiten entnahm. Sicherlich hätte ich fürchterliche Angst gehabt, wäre ich bei richtigem Bewusstsein gewesen. Ab und zu bildete ich mir ein, eine bekannte Stimme zu hören, aber ich ahnte, dass das nur Wahnvorstellungen waren, die das hohe Fieber auslöste.

    Als ich die Augen nach einiger Zeit dann wieder öffnete, befand ich mich wieder in unserer Zelle und Torren schlief an die Wand gelehnt. Ich fühlte mich etwas besser, mein Mund war nicht mehr so trocken und ich konnte mich zumindest etwas aufrichten, ohne direkt wieder brechen zu müssen, aber Fieber hatte ich immer noch, das merkte ich. Meine Feinmotorik war immer noch jenseits von Gut und Böse und auch alle anderen Funktionen waren noch stark beeinträchtigt.

    Dennoch konnte ich erkennen, dass es auch Torren nicht sonderlich gut zu gehen schien. Er sah nicht fiebrig aus oder krank, aber er hatte diverse Einstichstellen an allen Körperteilen, die für mich sichtbar waren und durch die vielen Löcher in seinen Kleidern waren das mittlerweile mehr als noch zu Beginn unseres Aufenthaltes hier. Ebenso sah ich einige Schnittwunden und sogar einige Verbrennungen. Anscheinend hatte er sich etwas mehr gewehrt als ich und hatte dafür die Quittung erhalten.

    Ich fragte mich, ob er vielleicht sogar versucht hatte zu fliehen. Aber wahrscheinlich war das hier, wo auch immer wir waren, beinahe unmöglich. Das, was ich bisher von diesem Ort mitbekommen hatte, war wie eine Festung gewesen. An jeder Tür standen mindestens zwei Wachen und mit dieser komischen Verbindung, die zwischen uns und Michael bestand, konnten wir eh nicht weit kommen, bevor er uns wieder zurücksteuerte.

    Ich fragte mich, ob Michael für meine Krankheit verantwortlich war, ob er sie vielleicht herbeigeführt hatte, um zu sehen, wie stark meine antikischen Abwehrkräfte waren. Wenn das der Fall war, und ich überhaupt über so etwas verfügte, waren sie nicht sonderlich gut. Andererseits ging es mir langsam besser. Das musste also bedeuten, dass meine Abwehrkräfte doch arbeiteten.

    Ich versuchte, mich daran zu erinnern, was Jennifer mir über die Physiologie der Wraith beigebracht hatte. Leider beeinträchtigte das Fieber mein Erinnerungsvermögen, und ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass die Wunden der Wraith schneller heilten als unsere. Doch hieß das direkt, dass auch ihre Abwehrkräfte besser waren? Wahrscheinlich wusste noch nicht einmal Michael, welche Eigenschaften seine Hybriden übernahmen.

    War es nicht schon schwer genug für mich, einen klaren Gedanken zu fassen, so wurde dies nun noch durch laute Geräusche hinter der Tür erschwert. Wahrscheinlich gingen sich gerade wieder einige der Wraith gegenseitig an die Gurgel, es wäre immerhin nicht das erste Mal gewesen. Einige Male hatte ich in den vergangenen Tagen während meines Deliriums mitbekommen, wie die Wut der Wraith sich nicht nur gegen uns, sondern auch gegeneinander richtete.

    “Torren, wach auf!“ Ich stieß ihn vorsichtig an, um ihn aufzuwecken, aber er reagierte nicht direkt, also stieß ich ihn noch einmal an, diesmal etwas fester. Diesen etwas größeren Kraftaufwand dankte mir mein Körper direkt mit dem Gefühl des Schwindels und ich musste mich an die Wand lehnen, damit ich nicht wieder umkippte.

    “Was ist denn, Peaches?“, grummelte er leicht verschlafen und mit heiserer Stimme. Hätte ich mich nicht so gerädert gefühlt, hätte ich wahrscheinlich schmunzeln müssen, aber um wirkliche Belustigung zu empfinden, war ich einfach noch zu schwach.

    “Die bringen sich wieder gegenseitig um“, kommentierte ich die lauten Geräusche auf der anderen Seite. Auf einmal war Torren hellwach. Ohne auch nur noch ein Anzeichen von Müdigkeit zu zeigen, stand er auf und legte sein Ohr an die Tür. Ich war nicht erstaunt, ein leichtes Grinsen auf seinen Lippen zu sehen. Was mich jedoch verwunderte, war das sachte Kopfschütteln.

    “Die bringen sich nicht selber um“, sagte er und sah mich kurz an. “Die werden umgebracht.“ Das Lächeln auf seinen Lippen wurde immer breiter und auch in mir breitete sich Hoffnung aus. Konnte das mein Vater sein? Hatte er es tatsächlich geschafft, uns zu finden?

    Auf einmal schien das benommene Gefühl des Fiebers wie weggeblasen. Und den Schwindel, der sich um mich legte als auch ich versuchte aufzustehen, wollte ich gar nicht wahrnehmen. Er war jetzt lästig und wirklich nicht zu gebrauchen. Wenn das wirklich mein Vater da draußen war, wenn sie tatsächlich gekommen waren, um uns zu retten, musste ich in der Lage sein, mit ihnen zu gehen, ohne sie zu behindern.

    Dann wurde die Tür zu unserer Zelle geöffnet, doch es waren nicht mein Vater und seine Leute, es waren Michael und zwei seiner ersten Hybriden. Die Haut- und Haarfarbe hatten sie eindeutig von den Wraith, das sah man direkt, aber alles andere war größtenteils menschlicher Natur. Michael packte mich selbst, sicherlich war er der Meinung, er würde besser mit mir klar kommen, als mit Torren. Der wehrte sich mittlerweile wieder vehement und ich kam mir mit meiner mageren Gegenwehr schon ziemlich jämmerlich vor. Bereits nach einigen eher harmlosen Versuchen, mich zu befreien, merkte ich dann doch wieder die eigentliche Erschöpfung, die die Krankheit in meinem Körper ausgelöst hatte. Der Schwindel packte mich und als ich aufhörte, mich zu wehren und sich alles nur noch mehr drehte, verlor ich abermals das Bewusstsein.

    Innerlich verfluchte ich mich, als ich langsam wieder aufwachte und merkte, dass ich zumindest teilweise wieder gefesselt war. Diesmal saß ich jedoch und ich wunderte mich, dass ich nicht schon früher durch die unbequeme Haltung aufgewacht war. Meinem Kreislauf schien es wieder schlechter zu gehen, denn kaum hatte ich die Augen leicht geöffnet, ergab ich mich sehr geräuschvoll auf den Boden vor mir. Ich war froh, dass nur meine Arme und Beine an einem Stuhl befestigt waren, so konnte ich wenigstens vermeiden, mich selbst voll zu spucken wie ein kleines Kind.

    “Du bist wach, wie schön“, hörte ich die ziemlich genervte Stimme von Michael. Ich war es mittlerweile so gewohnt, ihn in meinem Kopf zu haben, dass ich mir gar keine Gedanken mehr darüber machte, dass sich seine Lippen nicht bewegten, wenn ich seine Stimme hörte. Eigentlich hatte ich ihn fragen wollen, wo er mich dies Mal hinbrachte, und wo Torren war, aber ich brachte wieder nur einige undefinierbare Laute hervor, die selbst ich nicht als Wörter verstehen konnte. Da auch meine Gedanken so wirr waren, konnte er diese höchstwahrscheinlich genauso wenig verstehen und antwortete mir nicht darauf. Dann erinnerte ich mich wieder an den Tumult, den wir gehört hatten, bevor Michael mit seinen Männern zu uns gekommen war. Vielleicht war Torren ja entkommen, vielleicht war er stark genug gewesen, sich gegen die Hybriden, die ihn festgehalten hatten, zu bewähren.

    Als ich immer mehr zu mir kam, und ich langsam auch wieder etwas aktiver wahrnahm, was um mich herum geschah, stellte ich fest, dass ich tatsächlich nicht mehr in unserer Zelle war. Genauso wenig war ich jedoch in dem Raum, in dem ich die letzten Tage, oder wie lange ich auch immer hier gewesen war, untersucht worden war. Ich sah direkt auf einen dunklen Sternenhimmel, der sich langsam an der großen Frontscheibe vorbei zog. Wir bewegten uns also.

    Mehr beunruhigte mich jedoch die Tatsache, dass wir uns nicht in einem Schiff der Wraith befanden, sondern in dem Jumper, mit dem wir aus Atlantis geflohen waren. Ich sah niemanden außer mir und Michael in diesem Schiff, niemanden, der es hätte steuern können, und mein Kopf war dazu nun momentan wirklich nicht in der Lage, Antikergene hin oder her. Das konnte dann jedoch nur eines bedeuten: Michael musste es irgendwie geschafft haben, seine DNA so zu verändern, dass sein Körper nun das Protein produzierte, dass er brauchte, um dieses Schiff fliegen zu können.

    “Nenn mir den Standort von Atlantis“, befahl er und er hörte sich nicht so an, als wäre eine Antwort verhandelbar. Glücklicherweise, oder auch nicht, das blieb nicht abzuwarten, konnte ich ihm keine Antwort geben, denn ich wusste es nicht. Ich konnte zwar sagen, dass der Planet aus viel Wasser und nur halb so viel Land wie der Erde bestand, aber wo er lag, das wusste ich nicht.

    “Nenn mir“, seine Stimme war ruhig und daher umso gefährlicher, “den Standort von Atlantis!“ Ich konnte es wirklich nicht, selbst wenn mein Leben davon abgehangen hätte. Ich würde gerne behaupten, dass ich ihm nicht alles erzählt hatte, was ich sonst über den Planeten wusste, aber leider war die Angst diesmal übermächtig und mein Kreislauf langsam zumindest wieder so stabil, dass die Angst angreifen konnte. Wahrscheinlich lag das auch an der Waffe, die er auf mich gerichtet hatte.

    Ich war mir sicher, wenn er tatsächlich selbst gerade das Schiff steuerte, dann brauchte er mich eigentlich nicht mehr, nur als Druckmittel und Informationsquelle. Wenn ich diesen Zweck nicht mehr würde erfüllen können, hatte ich keinen Wert mehr für ihn und er würde mich sicherlich augenblicklich umbringen, dessen war ich mir bewusst.

    Dann passierte alles ziemlich schnell, auf einmal flackerte das Licht an Bord bedrohlich. Einige der Kontrolllampen blinkten auf einmal wild herum und ich sah, wie direkt vor uns ein großes Schiff auftauchte. Beinahe wollte ich es schon als Wahnvorstellung abtun, denn ich kannte diese Art von Schiffen bereits und besonders dieses Schiff. Es war die Daedalus, zumindest stand es auf ihrem Rumpf. Eigentlich konnte es kaum möglich sein, dass es die Daedalus war, immerhin war sie noch auf dem Rückweg von der Milchstraße.

    „Michael, lass das Kind gehen, oder wir werden dich angreifen müssen“, hörte ich die Stimme von General O’Neill dann aus dem Kommunikationssystem des Jumpers. Sie waren also wirklich hier. Wahrscheinlich waren sie gekommen, um uns zu retten. Wenn ich nicht gefesselt und körperlich so erschöpft gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich mit allen Mitteln versucht, die Kontrolle über das Schiff für mich zu gewinnen, aber so sehr ich mich auch anstrengte, das Schiff machte keine Anstalten, näher zur Daedalus zu fliegen. General O’Neill kontaktierte ihn noch einmal, aber Michael antwortete nicht, sondern schien zu versuchen, das Schiff zu steuern. Er hatte erhebliche Schwierigkeiten, es ruhig zu halten.

    Einen Moment sah er mich nachdenklich an, wahrscheinlich fragte er sich, ob ich dafür verantwortlich sein könnte, doch auch er musste zu dem Schluss kommen, dass ich schon kämpfte, überhaupt wach zu bleiben. Es musste also an ihm liegen. Was auch immer er also veranstaltet hatte, damit er dieses Schiff fliegen konnte, war nicht von Dauer und schien nach einiger Zeit wieder nachzulassen.

    Das war meine Chance, und ich verfluchte mich selbst dafür, dass ich krank war, dass ich nicht handeln konnte, jetzt da die Rettung so nah war. Ich fragte mich, wozu dieser ganze Antiker-Gen-Kram gut war, wenn mich eine einfache Krankheit davon abhalten konnte, das alles zu benutzen. Doch dann passierte etwas Seltsames. Mit einem Mal versagten alle Systeme des Schiffes, die Lichter gingen aus, die Trägheitsdämpfer versagten ihren Dienst, selbst der Antrieb deaktivierte sich. Während dies jedoch passierte, merkte ich, wie plötzlich Kraft in meinen Körper zurückkehrte. Alles wurde wieder klarer und ich sah, wie Michael wie wild nach irgendetwas suchte, während er schwerelos im Jumper herumflog. Dann sah er mich für einen Moment an und ich ahnte, dass er gerade versuchte, mir etwas zu sagen, aber ich konnte ihn nicht hören. Seine Stimme in meinem Kopf war verschwunden, so plötzlich, wie sie damals gekommen war. Er war erstaunt darüber, das war deutlich zu erkennen und er schien nicht zu verstehen, wieso das alles passierte.

    Blitze schienen von mir auszugehen und in den Stuhl zu fahren, auf dem ich saß. Sie setzten die Mechanik außer Gefecht und öffneten die Fesseln. Als ich aufstand, sah ich in einer Spiegelung im Frontfenster, dass mich eine Aura umgab, eine dünne Aura aus Blitzen.

    „Was hast du mit mir gemacht?“, fragte ich entsetzt, an Michael gewandt, aber der schien auch nicht zu wissen was mit mir los war. Und dann entfesselten sich auf einmal alle Wut und alle Angst, die ich in den letzten Tagen oder Wochen gefühlt hatte. Mein Kopf war nun klarer als je zuvor, er war geordnet und jeder Gedanke war von vorne bis hinten durchdacht. Jede Kleinigkeit, die Michael mit Torren oder mir gemacht hatte, kam mir wieder in den Sinn und spielte sich in Sekundenschnelle wie ein Film in meinem Kopf ab.

    Er hatte unsägliche Dinge mit uns getan, hatte uns behandelt wie Versuchskaninchen, die für nichts anderes Wert hatten. Er hatte uns hungern lassen, geschlagen und sonstige Verletzungen zugefügt, wenn wir nicht das getan hatten, was er wollte. Und wenn ich nicht gleich etwas dagegen unternahm, würde es so weiter gehen. Jetzt war meine Chance, diese Sache zu beenden, aber war ich wirklich in der Lage, das zu tun?

    Ich hatte die Frage kaum zu Ende gestellt, da schossen unkontrollierte Blitze aus meinen Händen, direkt auf Michael zu, der anscheinend bemerkt hatte, was in mir vorging und gerade auf mich zu geflogen kam, um mich davon abzuhalten. Die Blitze trafen ihr Ziel so treffsicher und schnell, dass er von der Wucht der Blitze an die geschlossene Laderampe geschleudert wurde. Ich konnte gerade noch sehen, wie sein Körper leblos durch den Jumper glitt, als ich merkte, wie die seltsame Energie mich wieder verließ und sich alles um mich herum in undurchdringliche Dunkelheit hüllte.
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  8. #86
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    Wow, irgendwie hatte Maggie "Glück", daß sie die Versuche von Michael wegen ihrer Krankheit nicht so richtig wahrgenommen hat... jedenfalls nicht, als sie geschahen.

    „Was hast du mit mir gemacht?“
    Gute Frage, nur wird sie wohl nie richtig eine Antwort bekommen. Ich denke, daß selbst die Ärzte in Atlantis nicht alles nachvollziehen können.

    Ich konnte gerade noch sehen, wie sein Körper leblos durch den Jumper glitt
    Ich hoffe, es ist jetzt wirklich aus mit Michael... aber der ist ja wie eine Kakerlake.

    Die Erwachsenen konnten sich aus ihrer Gefangenschaft befreien? Mir kommt das alles etwas merkwürdig vor, fast, wie ein weiterer Versuch mit Maggie. Allerdings scheint Michael die Konsequenzen seiner Versuche selber nicht glauben zu können.

    Und noch eine weitere wichtige Frage: Wo zum Teufel ist Torren?

  9. Danke sagten:


  10. #87
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    @ Jolinar: Ich kann dir versichern, Michael hat es diesmal wirklich hinter sich. Und was mit Torren ist das wird noch erklärt

    Und jetzt hab ich für euch das nächste Kapitel ^^ Ich hoffe ihr freut euch

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 33 - Veränderung


    Als ich aufwachte, konnte ich gedämpfte Stimmen hören, bemerkte, wie sie redeten, doch erkennen, wer da sprach oder was sie sprachen, konnte ich nicht. Es war beinahe, als stünden sie hinter einer Glaswand. Es dauerte eine Weile, bis ich dann auch meine Augen wieder öffnen konnte, aber das ungewohnte Licht ließ sie mich direkt wieder zusammen kneifen. So hell war es schon einige Zeit nicht mehr gewesen, immerhin hatte Michael uns sonst in einem dunklen Raum gehalten, in dem wir nur schwer etwas hatten erkennen können. Erst als sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, hatten wir zumindest Umrisse sehen können. Anscheinend mochten es die Wraith eher dunkel als hell.

    Wenn ich das so bedachte, konnten hier schon einmal keine Wraith sein, denn es war hell. So hell, dass ich annahm, dass es Tageslicht war, das ich sehen konnte. Ich versuchte, meine Hände vor meine Augen zu halten, um das Licht etwas zu schwächen, aber dann merkte ich, dass sie an das Bett gebunden waren, auf dem ich lag. Ein Bett, kein harter Stein oder etwas, auf dem ich gelegen hatte, während Michael mich untersucht und befragt hatte und noch etwas fiel mir auf. Ich spürte kein Fieber mehr, ich fühlte mich in keiner Weise mehr krank.

    Sachte versuchte ich mich gegen die Fesseln an meinen Händen und Füßen zu wehren und anscheinend zog ich so Aufmerksamkeit auf mich, denn ich hörte nun eine Stimme etwas lauter, aber meine Ohren schienen immer noch nicht richtig zu funktionieren. Dann wurde das Licht im Raum langsam gedimmt, so dass es angenehmer wurde, die Augen zu öffnen und dann sah ich auch, wo ich war. Die Wände und die Decke ließen keinen anderen Schluss zu, ich befand mich wieder in Atlantis, aber nicht auf der normalen Krankenstation, ich befand mich in einer der Isolationszellen und das machte mir schon beinahe etwas Angst.

    Warum hatten sie mich in einen Isolationsraum gesteckt? Und warum hatten sie mich an mein Bett gefesselt?

    Dann sah ich aus den Augenwinkeln, wie sich eine Tür öffnete und mein Vater in den Raum kam. Er sah alles andere als glücklich aus, aber ich sah, dass er versuchte, seine Gefühle für sich zu behalten. Was auch immer es war, Sorge, Wut, Angst, ich konnte nur einen Schatten davon sehen. Dann versuchte er mit mir zu reden. Ich sah, dass sich seine Lippen bewegten, aber ich konnte ihn nicht hören, oder zumindest nicht gut genug, um wirklich zu verstehen, was er sagte. Es war, als würde ich mich im Wasser befinden und er nicht.

    „Ich kann dich nicht richtig hören“, sagte ich und hoffte, dass wenigstens meine Stimme funktionierte, wenn schon meine Ohren es nicht taten. Er strich mir nur mit seiner Hand über die Stirn. Er machte sich Sorgen, es musste einfach so sein. Dann kam auch Jennifer rein und schien einige Sachen zu überprüfen. Durch ihre Körpersprache merkte ich, dass sie alle nicht so recht wussten, was los war, und dass die Fesseln, die mich am Bett hielten, eine reine Sicherheitsmaßnahme waren.

    Sie hatten schon genug erlebt, um selbst bei den Menschen, die sie liebten, nach solchen Erfahrungen lieber auf Nummer sicher zu gehen. Nachdem Jennifer meinem Vater einmal zugenickt hatte, verschwand sie wieder und er setzte sich auf einen kleinen Stuhl neben meinem Bett. Ich konnte ihn immer noch nicht richtig hören, aber er redete vor sich hin. Das einzige, was ich merkte, war, dass er anscheinend versuchte, mir etwas zu erklären.

    „Dad, wie wäre es, wenn du aufschreibst, was du mir sagen möchtest?“, unterbrach ich ihn dann irgendwann, denn sein Blick machte mir schon beinahe Angst. Dann schien er einen Moment lang zu überlegen und tippte mir zwei Mal auf die Hand, ich solle mich nicht von der Stelle rühren. Sehr witzig!

    „Der ist lustig, was?“, hörte ich dann auf einmal. Ich sah mich um. Es war eindeutig Torrens Stimme, aber er war nirgendwo zu sehen. „Gib’s auf, Peaches, du wirst mich da nicht finden.“

    „Verdammt, wo bist du? Und warum kann ich dich hören und die anderen nicht?“, rief ich und ich sah, wie auf einmal Blicke von draußen - vor einem Fenster standen McKay, Teyla, Cassandra und General O’Neill - auf mir ruhten.

    „Du brauchst nicht zu schreien, Peaches, ich höre dich auch so“, lachte Torren. Und dann fiel es mir wieder ein. Die Verbindung, die Michael mental mit uns aufgebaut hatte. Anscheinend bestand sie immer noch und deswegen konnte ich Torren auch so gut hören. Die Stimme war nicht draußen, sondern sie war in meinem Kopf.

    „Was ist passiert?“, fragte ich nun gedanklich, ohne meine Lippen zu bewegen. Ich merkte direkt, wie sich etwas in dem Teil, in dem ich dachte, Torren hören zu können, leicht wandte. Anscheinend wollte er mir nicht wirklich sagen, was passiert war. „Bitte, Torren.“

    „Du wirst es schon noch früh genug erfahren, Peaches“, sagte er dann in seiner alten Torren-Manier und dann war er weg, so als konnte er diese Kommunikation steuern.

    „Du Arsch!“, schrie ich jetzt doch und wieder drehten sich alle zu mir um. Ihren Blicken nach zu urteilen, machten sie sich Sorgen, aber wahrscheinlich würde ich mir die auch machen, wenn ich sehen würde, dass ein junges Mädchen plötzlich mit unsichtbaren Personen redete und sie als ‚Arsch‘ betitelte.

    Dann kam mein Vater wieder rein, diesmal zusammen mit Jennifer und Cassandra. Die drei hatten mein Tablet dabei, das erkannte ich direkt an den kleinen Aufklebern, die ich an der Rückseite befestigt hatte, damit ich meines von denen der anderen unterscheiden konnte. Jennifer hielt es mir hin und darauf stand ein kleiner Text

    ‚Lies einfach mit‘ stand dort geschrieben und ich sah sie fragend an, doch dann deutete sie wieder auf das Tablet und sie begann zu reden. Nur wenige Millisekunden, nachdem ich ihre Stimme hörte, sah ich auch schon, wie sich Wörter auf meinem Tablet bildeten. Eine clevere Idee. Ich fragte mich, ob sie das schon länger machen konnten, oder ob General O’Neill oder McKay sich das ausgedacht hatten.

    „Was auch immer du in dem Jumper gemacht hast, es hat dein Trommelfell zum Platzen gebracht. Es wird einige Zeit brauchen, bis du wieder normal hören kannst“, war das erste, was Jennifer mir sagte und ich nickte nur. So wie die drei aussahen, war das wahrscheinlich das geringste Übel.

    „Warum bin ich gefesselt?“, fragte ich dann und lustiger Weise erschien auch das, was ich gesagt hatte, auf dem Tablet, nur in einer anderen Farbe. Mein Vater kam zu mir, setzte sich wieder neben mich und nahm meine Hand.

    „Das war eine nötige Vorsichtsmaßnahme.“

    „Dein Vater hat Recht. Wenn alles gut geht, können wir die Fesseln morgen abnehmen“, erklärte Cassandra dann. „Du bist sehr krank gewesen, als du bei Michael warst und um ehrlich zu sein, weiß ich immer noch nicht so richtig, wie wir dich wieder gesund bekommen haben.“ Dann erklärte sie mir, dass Michael anscheinend irgendeine Manipulation an mir vorgenommen hatte und er die beiden Antiker-Gene, die ich von meinen Eltern erhalten hatte, entschlüsseln konnte und anscheinend auch alles andere in mir daran angepasst hatte. Von außen war alles wie immer, die Antiker hatten äußerlich genauso ausgesehen wie wir. Aber meine Hirnkapazität hatte sich beinahe vervierfacht, meine Lunge war etwas größer geworden und auch meine Muskeln hatten etwas an Kraft gewonnen. Ich war sogar noch einmal einige Zentimeter gewachsen.

    Leider hatte diese genetische Veränderung auch zur Folge, dass ich für Krankheiten anfällig geworden war, die die Antiker gehabt hatten. Und ich hatte wohl das ganz große Los gezogen. Durch meinen Kontakt mit all den Menschen aus der Milchstraße war ich wohl mit einem Virus in Kontakt gekommen, der bei den Antikern nur als die „große Seuche“ bekannt war. Sie hatte beinahe alle Antiker ausgelöscht, die es nicht geschafft hatten, aufzusteigen. Auch Cassandra hatte wohl diese Krankheit bekommen, als sie sich durch Niirtis Manipulation verändert hatte. Sie wäre beinahe daran gestorben, doch vorher hatte man es geschafft, die Gen-Manipulation rückgängig zu machen.

    „Warum bin ich dann noch hier?“, fragte ich dann erstaunt.

    „Um ehrlich zu sein, haben wir das Michael zu verdanken“, gab Jennifer etwas kleinlaut zu. Anscheinend hatte er mit seinen Experimenten herausgefunden, dass das Blut seiner Hybriden eine eindämmende Funktion gegenüber dem Virus hatte. So lange er mir regelmäßig sein Blut gespritzt hatte, war ich zwar immer noch krank und schwach gewesen, ich hatte aber nicht sterben können.

    „Aber keine Angst, wir müssen dir nicht regelmäßig Blut von diesen Hybriden spritzen“, beruhigte mich mein Vater, als ich ihn entsetzt ansah. Daran lag es allerdings nicht. Hatte Michael also eher versucht, mein Leben zu retten anstatt es zu beenden? Hatte er mich mit allen Mitteln am Leben gehalten? Aber warum? Wahrscheinlich nur, um mich dann zu seinem eigenen Vorteil nutzen zu können, so wie Torren es vermutet hatte.

    „Nein, das müssen wir nicht. Wir konnten Michaels Gedankengänge verfolgen und haben unsere eigene Methode entwickelt.“

    „Glaub mir, mir hat das gar nicht gefallen, aber es gab keine andere Möglichkeit“, kommentierte mein Vater, bevor eine der beiden Frauen mir erklären konnte, was sie gemacht hatten. Sie hatten anscheinend eine entbehrliche Menge Blut von Torren genommen und sie mit den Naniten aus dem Blut der kleinen Melena, Ronons Tochter, gemischt und alles in einer Art Cocktail in meinen Blutkreislauf gebracht. Dort wurden die Viren dann erst von Torrens Blut eingedämmt und verbunden und dann von den Naniten vernichtet. Ich war angebunden, weil eine Zeit lang nicht klar war, ob die Naniten nicht versuchen würden, die Kontrolle über meinen Körper zu übernehmen, immerhin vertraute man weder Amelia noch Melena.

    Für die Besatzung von Atlantis und vor allem für die beiden alten Flaggteams waren sie Replikatoren, beziehungsweise Asuraner und das bedeutete, sie waren der Feind, egal was sie vielleicht behaupteten. Aber wenn sie mich gerettet hatten, konnten sie dann so schlimm sein?

    „Die Naniten wurden so programmiert, dass sie sich nach einer Woche selbst abschalten, es müsste also irgendwann heute passieren“, erklärte Jennifer und lächelte mir schwach zu. Ich nickte nur. Um ehrlich zu sein, war mir egal, was sie hatten tun müssen, um mich zu retten, ich war nur froh, dass sie es getan hatten.

    „Was ist in dem Jumper passiert? Ich war krank, mir ging es wirklich schlecht. Dann sind plötzlich alle Systeme ausgefallen und mir ging es gut. Ich fühlte mich stark und … da waren überall Blitze.“

    „Wir wissen es nicht genau, aber wir gehen davon aus, dass der Jumper intuitiv seine Energie in dich gespeist hat. Wir kennen Fälle von älteren Antiker-Technologien, in der ein Schiff intuitiv auf einen Menschen reagiert hat. Wahrscheinlich haben die Antiker diese Technologie in ihren Jumpern schon weiter entwickelt, so als eine Art Notsystem.“

    Also wussten sie es selbst nicht. Das war zwar nicht gerade beruhigend, aber wahrscheinlich musste ich mich damit abfinden. Das einzige, über das ich wahrscheinlich noch genauer nachdenken musste, war die Tatsache, dass ich nun kein normaler Mensch mehr war. Ich war eine Antikerin, zumindest hatte ich das so verstanden.
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  11. #88
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    So, heute geht es auch schon wieder weiter ^^

    Ich möchte mich mal an dieser Stelle bei allen "Danke"-Sagern bedanken ^^ Ich freue mich echt riesig, dass diese GEschichte doch so viel resonanz bekommt ^^ Das hätte ich am Anfang nie gedacht.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 34 - Sicherheit?



    Glücklicherweise hatte Jennifer Recht behalten und die Naniten, die anscheinend tatsächlich in meinem Blut gewesen waren, schalteten sich von alleine wieder ab und zersetzten sich in meinem Blut, was aber ungefährlich war. Auch mit dem Rest hatten sie Recht. Sobald man mir die Fesseln gelöst hatte, bemerkte ich, wie viel agiler ich mich fühlte und natürlich war mir aufgefallen, dass ich auf einmal genauso groß war wie mein Vater.

    Auch während der Kampfstunden wurde deutlich, dass ich mich verändert hatte. Ich hatte eine bessere Kondition und schaffte es sogar, das ein oder andere Mal einen Angriff zu starten anstatt, wie sonst, nur zu parieren. Auch wenn ich noch nicht in der Lage war, jemanden tatsächlich in Bedrängnis zu bringen, war ich schon ziemlich erfreut über diese Entwicklung.

    Meine Ohren hatten sich allerdings noch nicht gebessert und laut Jennifer würde das auch noch eine Weile dauern, immerhin war mein Trommelfell regelrecht zerfetzt gewesen und alle wunderten sich, dass ich überhaupt gerade stehen konnte, denn normalerweise müsste ich unglaublichen Schwindel empfinden, doch das war nicht der Fall.

    Das Einzige, was mich zum Wahnsinn brachte, war die Tatsache, dass ich immer noch Torrens Stimme in meinen Kopf hörte und es nicht kontrollieren konnte, im Gegensatz zu ihm. Und dass er wieder so arrogant war wie immer. Nichts mehr war von dem Torren zu sehen, der mit mir zusammen gefangen gewesen war und manchmal reizte es mich schon sehr, allen zu erzählen, was dort passiert war, aber ich ließ es bleiben.

    Ich ahnte, dass es einen Grund gab, dass diejenigen, die von Torrens Geheimnis wussten, es nicht weiter erzählten. Wahrscheinlich wäre er genauso eingesperrt worden wie Amelia und Melena und dass konnten sie sicherlich nicht wollen. Und solange Torren anscheinend nicht auf einem Wraith-Schiff, oder zumindest in der Nähe dieser Biester war und seine Kontrolle verlor, konnte auch nichts passieren.

    Bei mir war es nun egal, ob ich die Kontrolle verlor oder nicht. Seitdem ich in dem Isolationsraum wieder aufgewacht war, hatte ich keine Probleme mehr mit meinem Magnetfeld. Es lag wie ein ziemlich enges Gummi um meinen ganzen Körper und mit der Hilfe von Cassandra schaffte ich es auch immer besser, dieses Gummi in die von mir gewünschte Form zu ziehen und so einzelne Sachen zu kontrollieren.

    So schaffte ich es mittlerweile, kleinere Gegenstände von mir weg oder zu mir hin zu bewegen, ich konnte Strom an- und ausschalten, wenn ich es wollte und, und das war das Beste, ich ließ nicht mehr unkontrolliert Sachen explodieren, wenn ich mich aufregte. So konnte ich in Atlantis nun auch wieder vollkommen uneingeschränkt herumlaufen. Doch in den letzen Wochen, wie man mir gesagt hatte, war ich nämlich mittlerweile mehr als vier Wochen weg gewesen, hatte sich eine Menge verändert. Die Stadt war wieder leerer geworden. Das lag daran, dass nun neue Vorräte und Baustoffe von der Erde hier angekommen waren und nun viele der Zivilisten, die hier gelebt hatten, aufs Festland gebracht wurden, zusammen mit den restlichen Überlebenden der Erde. Hier auf Atlantis waren nur noch Militärs und eine Menge Wissenschaftler, und natürlich wir Kinder.

    Doch laut den Erwachsenen gab es auch mit der wachsenden Anzahl von Bewohnern auf dem Festland mehr Probleme. Natürlich wollte jeder selbst entscheiden und das nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen. Die geretteten Politiker waren natürlich am schlimmsten. Sie waren der Meinung, da sie auf der Erde Politiker gewesen waren, hätten sie auch hier die meiste Gewalt, aber sie hatten schnell feststellen müssen, dass das nicht mehr funktionierte. Es hatte sogar einige Kämpfe gegeben, die das Militär hatte unterbinden müssen. Mittlerweile waren einzelne kleine Dörfer errichtet worden, in der sich die einzelnen Gesinnungsrichtungen versammelten. Jedes Dorf hatte seinen gewählten Sprecher und diese trafen sich täglich auf einem neutralen Gebiet an der Küste.

    Dort waren mein Vater und sein Team auch gewesen, als sie von General O’Neill die Nachricht erhalten hatten, dass man einen Hinweis bekommen hatte, wo wir uns aufhielten. Eine Raumpatrouille eines Verbündeten hatte das Signal unseres Jumpers aufgeschnappt, während Michael uns anscheinend in einem alten Bunker eingesperrt hatte. Nach einigen Observationen war das Team von meinem Vater zusammen mit zwei weiteren Teams als Unterstützung zu dem Planeten aufgebrochen. General O’Neill flog derweil mit der gerade angekommenen Daedalus direkt zu dem Planeten, um eine mögliche Flucht Michaels zu verhindern. Während Michael dann mich mit sich nahm, schaffte mein Vater es, Torren zu befreien.

    Michael hingegen flog direkt in General O’Neills Arme und ich schaffte es dann, ihn zu überwältigen. Laut meinem Vater war Michael jedoch nicht ganz freiwillig in die Arme der Daedalus geflogen. Anscheinend hatte der Jumper dort schon intuitiv gehandelt. Als wir eingestiegen waren, hatten seine Systeme erkannt, dass ich schwerkrank war und hatten Michaels Befehle soweit übergangen, wie sie nicht mit dem Ziel, mich zu retten, übereinstimmten.

    Als er dann seine Energie in mich transferiert hatte, hatte ich es geschafft, Michael das Bewusstsein zu nehmen und während ich selbst ebenfalls bewusstlos im Cockpit gewesen war, hatte das Schiff anscheinend selbiges abgeschottet und die Laderampe geöffnet. Michael war nun also endgültig erledigt und es gab niemanden, der ihm hinterhertrauerte. Mein Vater ärgerte sich nur, dass er diesen ‚Mistkerl‘ nicht selbst hatte umlegen können, nach allem, was er mir angetan hatte.

    Aber selbst wenn sich alle freuten, dass Torren und ich wieder da waren, konnten auch wir eine Standpauke nicht vermeiden. Immerhin waren wir einfach abgehauen, hatten einen Jumper geklaut und einfach Befehle ignoriert. Im Nachhinein hatten wir alles schlimmer gemacht anstatt es zu verbessern. Da aber alle einfach nur froh waren, dass wir wieder zu Hause waren, fiel unsere Standpauke sicherlich angenehmer aus als die der anderen. Simon hatte wohl zwei ganze Wochen nicht mehr in sein Labor gedurft, was für ihn eine Strafe war, wie für andere Fernsehverbot. Aber keiner von ihnen hatte sich beschwert, denn sie wussten, dass es gerechtfertigt war.

    Auch Torren und ich hatten eine Strafe aufgebrummt bekommen, doch das Schlimmste daran war wohl, dass wir sie auch zusammen erledigen mussten. Der Jumper, den wir entführt hatten, musste komplett gereinigt werden, jede noch so kleine Fuge.

    „Warum bist du hier so anders?“, fragte ich genervt, als er wieder einmal einen ziemlich blöden Spruch losgelassen hatte. Natürlich behauptete er, dass das nicht der Fall war, aber ich war ja schließlich nicht dumm oder blind. „Weißt du, als wir bei Michael waren, da dachte ich wirklich, in dir steckt doch noch ein netter Kerl, jemand, den ich mögen könnte, aber hier? Hier bist du einfach nur wieder der Arsch, der du schon vorher warst!“ Und mit diesen Worten verschwand ich und ließ Torren alleine im Jumper zurück.

    Doch natürlich ließ er das nicht auf sich sitzen und er folgte mir. Ich war gerade einmal bis zur Tür des Jumperhangars gekommen, da packte er mich am Arm und zog mich zurück.

    „Was willst du?“, fauchte ich ihn regelrecht an und meine Augen mussten ziemlich funkeln. Ich merkte, wie er einen kurzen Moment zuckte, wahrscheinlich in Erwartung eines Stromschlages, weil ich wütend wurde. Er wusste ja nicht, dass ich mich mittlerweile unter Kontrolle hatte. Doch als er merkte, dass nichts kam und ich hatte sicher mit allem anderen gerechnet als dem, zog er mich zu sich und presste seine Lippen so hart auf meine, dass ich schon aus purem Reflex meine Hand hob und ihm eine Ohrfeige verpasste. Doch in dem kleinen Augenblick, in dem meine Hand zu seinem Gesicht wanderte, merkte ich, dass es in mir drin zu kribbeln begann. Die wilde Art, wie er mich küsste, war etwas vollkommen anderes.

    Ich konnte meine Hand jedoch nicht mehr zurückziehen und so prallte sie ungehindert auf seine Wange oder zumindest hätte sie das getan, wenn er sie nicht geistesgegenwärtig mit seiner eigenen Hand abgefangen hätte. Seit einigen Wochen war ich einmal mehr innerlich in zwei Lager geteilt. Der eine Teil, der gegen das ankämpfte, was nun passierte und der andere, der nur zu gern noch weiter gegangen wäre. So war meine Gegenwehr, als er mich gegen die Wand des Hangars drückte, eher spärlich. Er hatte immer noch mein eines Handgelenk in seiner Hand, mit der anderen drückte er mich gegen sich.

    Unser Kuss brach nicht ein einziges Mal und mittlerweile hatten wir unsere beiden Münder geöffnet und unsere Zungen fochten miteinander, als ginge es um Leben und Tod. Ich hatte das Gefühl, vollkommen außer Atem zu sein und trotzdem keine Luft zu brauchen.

    Doch dann wurden wir plötzlich unterbrochen, denn die Lichter wurden gedimmt und selbst mit meinem kaputten Trommelfell hörte ich, dass der Alarm ausgelöst worden war. Ohne weiter über das zu sprechen, was gerade passiert war, rannten wir aus dem Hangar und in die Ankunftshalle. Auch hier war bereits alles dunkel und die Alarmleuchten blinkten immer wieder auf. Als ich nach oben auf die Kontrollebene sah, merkte ich, wie hektisch alle waren. Auch mein Vater und alle anderen wichtigen Personen hier auf Atlantis waren schon hier.

    „Ich werde mal sehen, was los ist“, sagte Torren und daran, dass, als er ging und meine Hand erst mitgezogen wurde und dann herunterfiel, merkte ich, dass ich wohl seine Hand festgehalten hatte. Ich stand einfach nur vor der Tür zum Hangar und sah nach oben, ohne bemerkt zu werden. Man hatte jetzt andere Sachen zu tun, als sich auf mich zu konzentrieren.

    „Eine ganze Flotte der Wraith ist in diesem System aufgetaucht“, informierte mich Torren, während ich oben sah, wie er mit einigen der Erwachsenen wild diskutierte. „Sie wissen, dass wir hier sind. Michael hat es anscheinend herausgefunden und sie informiert, bevor er gestorben ist.“ Ich schloss die Augen. Das konnte doch nicht wahr sein. Wie hatte das passieren können? Was sollten wir jetzt tun? Wir konnten doch nicht so einfach aufgeben und die Wraith einfach kommen lassen? Atlantis konnte sich vor den Augen der Wraith schützen, aber was war mit den Zivilisten auf dem Festland? Sie konnten nicht so einfach gerettet werden.

    Mittlerweile befanden sich beinahe 100.000 Menschen auf dem Festland und es war geplant, noch weitere von der Erde herzubringen, wenn die Daedalus und die anderen Schiffe erst einmal gewartet und die Vorräte aufgefrischt worden waren. Doch wenn die Wraith jetzt kamen, dann gab es keine Hoffnung mehr. Sie würden das Festland genauso zerstören wie die Erde und niemand würde dort mehr leben können. Wahrscheinlich blieb auch keine Zeit mehr, 100.000 Menschen hier nach Atlantis zu bringen und durch das Tor auf einen anderen Planeten zu evakuieren.

    Es war schrecklich, dass ich nicht genau mitbekam, was geredet wurde. Ich sah nur, wie alle wild diskutierten. Dann sah ich, wie mein Vater zu mir zeigte und etwas gereizt mit Torren sprach. Der nickte nur, sah aber nicht glücklich aus. Er sagte noch etwas zu meinem Vater, aber es war offensichtlich etwas, das mein Vater schon wusste und was ihm nicht gefiel. Er sah mich mit einem undefinierbaren Blick an, während Torren wieder heruntergerannt kam.

    Ohne ein Wort zu sagen, zog er mich mit sich zurück in den Hangar und in den Jumper. Als er dann auch noch die Laderampe schloss, wurde ich noch unruhiger. “Torren, was machst du da?“ Die Frage war eher rhetorisch gemeint, denn ich ahnte schon, was er machte.

    “Ich bringe dich hier weg“, antwortete er knapp und ziemlich wütend.

    “Und wie willst du das machen?“ Meine Stimme klang mittlerweile wieder einige Oktaven höher als gewöhnlich. “Du kannst den Jumper doch gar nicht fliegen“, erwähnte ich etwas gereizt. Ich wollte hier sicherlich nicht weg. Die Antwort, wie wir hier weg kommen würden, kam jedoch ziemlich schnell, als Torren die Laderampe wieder öffnete und auf einmal alle Kinder von Atlantis im Jumper standen. Selbst die kleine Melena hatten sie herbringen lassen. Direkt setzte sich Philipp ans Steuer und aktivierte die Kommunikation mit der Kontrollzentrale.

    Natürlich konnte ich nur erahnen, was gesagt wurde. Aber das Brummen in meinen Ohren und die betrübten Gesichter der anderen, die weinende Joey und die ziemlich unsicher aussehende Melena ließen mich erahnen, dass es eine Art Abschiedsgruß war.
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  12. #89
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Da ist mir doch glatt ein Kapitel entgangen. Nun ja, konnte ich jetzt wenigsten gleich mehr hintereinander lesen.

    Maggie ist jetzt also mehr eine Antikerin als Mensch. Das kann Vorteile haben, muß aber nicht. Und nach der Szene im Hangar frage ich mich, was aus einer Verbindung zwischen Maggie und Torren herauskommen würde - was würde das Kind alles können? Okay, ich greife sehr weit vor, ich weiß, aber trotzdem geht mir dieses durch den Kofp herum.

    Es wurde bisher nicht erklärt, wie Maggies Vater und der Rest aus den Fängen der Wraith befreit wurden

    Und es stehen mal wieder die Wraith vor der Tür. Das ist übel, zumal sich der Planet ja mittlerweile ziemlich gefüllt hat...

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  14. #90
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    Zitat Zitat von Jolinar Beitrag anzeigen

    Es wurde bisher nicht erklärt, wie Maggies Vater und der Rest aus den Fängen der Wraith befreit wurden
    Es tut mir wirklich leid. Um ehrlich zu sein hatte ich gedacht, dass ich das erwähnt hatte, aber dieses Kapitel musste ich so oft umschreiben, wahrscheinlich ist es dabei verloren gegangen. Also Atlantis hat natürlich ein Rettungsteam auf das Wraith-Schiff geschickt und die konnten dann Shepard und die anderen Erwachsenen Retten. Michael ist dann zusammen mit Maggie und Torren geflohen. Dann wurde Michaels versteck von anderen Wraith angegriffen und Michael hat Maggie mit sich in den Jumper genommen, damit die anderen sie nicht bekommen. Als sie Deadalus dann auftaucht und Maggie gerettet wird suchen sie auf dem Planeten auch nach Torren, den sie als Wraith in seiner Zelle finden und mit sich nehmen. Durch Ruhe wird er allerdings wieder ein normaler Mensch.
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  16. #91
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    So, heute bekommt ihr wieder ein neues Kapitel ^^

    Wie immer würde ich mir sehr über eure Kommentare freuen, denn die spornen an neue Kapitel zu schreiben ;-)

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    Kapitel 35 - Tria


    „Aber wir können sie doch nicht einfach so alleine lassen!“, protestierte ich dann, als Philipp den Jumper aus dem Hangartor manövrierte. John sagte irgendetwas zu mir, aber ich konnte ja nur ein undefinierbares Blubbern vernehmen, daher sah ich Torren fragend an. Ich sah, dass er seine Lippen bewegte und etwas belustigt guckte, seine Stimme in meinem Kopf war jedoch etwas einfühlsamer.

    „Wir müssen. Keiner von ihnen kann mit Verstand die Stadt verteidigen, wenn sie Angst um uns haben müssen. Glaub mir, keiner von uns findet das gut, aber wir haben so schon genug Ärger.“ Ich blickte wieder nur auf den Boden. Wahrscheinlich hatte er ja Recht und wir waren wirklich besser weit weg von Atlantis, damit unsere Eltern ihre Aufgabe mit einem mehr oder weniger freien Kopf angehen konnten. Zumindest würden sie sich um uns keine Sorgen machen müssen. Philipp hatte die Tarnung bereits aktiviert und die Wraith würden zumindest uns nicht finden.

    Als wir die Atmosphäre des Planeten verließen und in den Weltraum eintraten, konnten wir die Flotte der Allianz noch nicht sehen. Aber das war auch kein Wunder, es würde noch einige Tage dauern, bis sie wirklich in Reichweite des Planeten waren. Ich hoffte inständig, dass meinem Vater und den anderen bis dahin etwas einfiel, um sie daran zu hindern, auch diesen Planeten zu verwüsten.

    Dann merkte ich, wie eine beruhigende Hand über meinen Rücken strich. Es war Kevin. Er hatte sich nun neben mich gesetzt. Er versuchte gar nicht erst, mit mir zu reden, sondern war direkt so geistesgegenwärtig, mein Tablet zu nehmen und es aufzuklappen.

    „Ihnen wird schon nichts passieren“, schrieb mein Tablet, während Kevin zwar seine Lippen bewegte, ich aber wirklich gar nichts verstand. Wahrscheinlich flüsterte er nur. „Die haben schon Schlimmeres überstanden und überlebt. In ein paar Tagen bekommen wir bestimmt die Nachricht, dass wir wieder nach Hause können.“

    Ich sah ihn skeptisch an. Nicht nur, weil er in so einer Situation immer noch optimistisch war, sondern auch, weil es das erste Mal war, dass er von Atlantis als ‚Zuhause‘ sprach. Aber er hatte recht, Atlantis war mittlerweile unser Zuhause. Durch meine Entführung von Michael war es mir vielleicht nicht so aufgefallen, aber wir waren mittlerweile schon 2 ½ Monate auf Atlantis und es war auch klar, dass wir wohl nie wieder auf die Erde zurückkehren würden. Wir verließen also gerade ein zweites Mal unser Zuhause und wenn es wirklich stimmte, dann waren schon wieder diese Luzianer daran schuld.

    Auf meine Frage, wo wir jetzt hinflogen, konnte mir keiner eine richtige Antwort geben. Alles was Philipp wohl wusste, war, dass er nicht wieder nach Atlantis steuern konnte, denn das hatten seine Mutter und McKay anscheinend blockiert. Wir konnten also nur hier drin sitzen und warten, bis wir an unserem Ziel ankamen, wo auch immer das sein würde. Mir tat nur die kleine Melena unendlich leid. Sie kannte hier gar keinen, war sie doch immer von allen isoliert worden. Sie war, wie ich mitbekommen hatte, gerade einmal ein Jahr alt, doch durch die Naniten in ihrem Blut sah sie allerdings aus, als sei sie schon mindestens 3 Jahre alt. Aber auch eine Dreijährige verstand sicher noch nichts von dem, was hier gerade passierte, sie konnte nur sehen, dass sie mit einer Horde anderer Kinder hier rein gesteckt und weggeschickt worden war.

    Ich entschied mich also, mich neben sie zu setzen. Es war nicht schlimm, dass ich sie nicht verstehen konnte, wahrscheinlich konnte sie sowieso noch nicht normal reden. Als sie mich mit ihren großen Augen ansah und ihre Lippen anfingen zu zittern, zog ich sie einfach auf meinen Schoß und beachtete nicht die erschrockenen Blicke der anderen.

    „Sie ist ein kleines Kind, verdammt noch mal! Sie hat noch viel mehr Angst als wir!“, fauchte ich die anderen an, als sie immer noch nicht aufhörten, uns beide anzustarren. Sie warteten anscheinend darauf, dass irgendetwas passierte, aber das war nicht der Fall. Melena war ein ganz normales Kind, da war ich mir ganz sicher. Die Naniten in ihrem Blut waren zwar aktiv, aber sie waren nicht programmiert. Sie hatten keine Aufgabe und so konnten sie die Kleine auch nicht beeinflussen, zumindest hatte Jennifer mir das so erklärt, als wir uns einmal ein Blutbild von Melena zusammen angesehen hatten.

    Außerdem hatten diese Naniten in dem Blut der Kleinen mein Leben gerettet, vielleicht wäre ich ohne sie an dieser Antiker-Seuche gestorben, wie so viele Antiker damals. Ich fragte mich, warum sie nicht auch auf die Idee gekommen waren, die Naniten als Heilung zu benutzen, aber andererseits hatten sich die Asuraner von ihren Meistern abgewandt und daher war es den Antikern wahrscheinlich unmöglich gewesen, so etwas zu versuchen. Melena war da etwas besonderes, ihr Vater war immerhin ein mehr oder wenige normaler Mensch.

    Als die Kleine dann endlich eingeschlafen war und Joey mir ein kleines Kissen gab, auf dass ich Melenas Kopf legen konnte, ging ich nach vorne zu Simon und Philipp, die immer noch versuchten, die Kommandos ihrer Eltern zu deaktivieren. Sie sahen mich hilfesuchend an, doch ich war sicherlich auch nicht in der Lage, irgendetwas zu tun. Ich sah mir die Sache trotzdem einmal an, immerhin musste meine Verwandlung zu einem Antiker doch zu irgendetwas zu gebrauchen sein, aber leider wurde ich aus dem Ganzen genauso wenig schlau wie Philipp und Simon.

    „Was hast du gemacht?“, hörte ich dann Torrens Stimme wieder, als ich wie gebannt auf den kleinen, jetzt wild blinkenden Bildschirm sah. Ich hatte gar nichts gemacht, da war ich mir ziemlich sicher. Und auf dem Bildschirm wurde angezeigt, dass ein anderes Schiff in unsere Scannerreichweite gekommen war. Ich fragte mich, ob Atlantis dieses Schiff auch gesehen hatte, aber wahrscheinlich waren sie zu sehr mit den Wraith beschäftigt, als dass sie dieses Schiff interessiert hätte, vor allem weil es keine Lebenszeichen an Bord gab.

    Das war äußerst komisch, immerhin schien das Schiff eine geplante Route zu fliegen und nicht einfach nur im Raum zu treiben. Ohne mich mit den anderen großartig abzusprechen und über Simon hinweggreifend, gab ich einen Abfangkurs ein. Wir würden schon irgendwie an Bord kommen, und wenn das Schiff unbemannt war, ging davon auch keine Gefahr für uns aus. Im ersten Moment wollten mich Philipp und Simon aufhalten, aber Torren hielt sie davon ab.

    „Das ist die Tria“, erklärte er nicht nur mir, sondern auch den anderen. „Das ist eines der Kampfschiffe Aurora-Klasse der Antiker. Das Schiff, von dem Daniel uns schon berichtet hat“, sagte er und ich war wahrscheinlich nicht die Einzige, die sich wunderte, dass er anscheinend bei diesen endlosen Monologen des Wissenschaftlers tatsächlich zugehört hatte. Aber wenn er Recht hatte, und das wirklich ein Schiff der Antiker war, dann wäre es vielleicht von Vorteil, wenn wir es einnehmen würden. Andererseits musste es einen Grund geben, dass die Antiker es hier so zurückgelassen hatten.

    „Der Hyperantrieb ist kaputt, sie kann nur mit 0,999-facher Lichtgeschwindigkeit fliegen“, fuhr Torren dann fort und ich merkte, wie es zumindest in Philipp und Simons Köpfen rauchte. „Und was sagt uns das, Einstein?“

    „Naja, das sagt uns, dass sie langsamer als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann. Das bedeutet allerdings auch, dass sie einer enormen Zeitdilatation ausgesetzt ist, wenn sie diese Geschwindigkeit aufnimmt. Eine Spanne von 10.000 Jahren käme der Besatzung vor wie nur 10 oder 15 Jahre“, antwortete Simon, der es mittlerweile schon gewohnt war, von allen nur noch Einstein genannt zu werden.

    Torren fügte dann noch hinzu, dass es genau 12 Jahre für die Besatzung der Tria gewesen waren und dass die Daedalus diese zurück nach Atlantis gebracht hatte, während das Schiff einfach zurückgelassen worden war. Helia, so hatte die Kommandantin Tria geheißen, hatte dann die Kontrolle über Atlantis übernommen, doch die Asuraner hatten die letzten überlebenden Antiker dann angegriffen und getötet. Warum allerdings nie mehr jemand nach der Tria gesehen hatte, wusste er auch nicht. Er nahm an, dass niemand so recht wusste, wie man den Antrieb wieder reparieren konnte, immerhin waren selbst die Antiker dazu nicht in der Lage gewesen.

    „Vielleicht hatten sie bloß nur nicht das richtige Werkszeug dabei“, warf ich einfach in den Raum. „Naja, sie waren schon so lange von Atlantis und der Erde weggewesen, ihr Schiff war beschädigt worden. Woher sollten sie also die Mittel gehabt haben, um das Schiff zu reparieren? Ich bin mir sicher, mit den richtigen Werkzeugen könnte man das Schiff wieder in Schuss bringen.“ Wenn wir das hinbekommen würden, auch wenn es ziemlich abwegig und verrückt war, dann hatten wir vielleicht eine Chance, nach Atlantis zurück zu kehren, vielleicht hatte Atlantis dann sogar eine kleine Chance, dem Mutterschiff der Wraith nicht zum Opfer zu fallen.

    Natürlich entgingen mir die skeptischen Blicke der anderen nicht. Wir hatten schon einmal Ärger bekommen, für etwas, das wir nicht hätten machen sollen. Wahrscheinlich hatten sie Angst, wieder Ärger zu bekommen. Aber um Ärger zu bekommen, musste Atlantis erst einmal gerettet werden und ich war mir beinahe sicher, dass das nicht einfach werden würde. „Torren, hilf mir bitte“, sagte ich in Gedanken und sah ihn an. Wenn das, was wir in diesem Hangar vor mehreren Stunden gemacht hatten, ihm irgendetwas bedeutete, falls ich ihm tatsächlich irgendetwas bedeutete, dann würde er mir jetzt helfen müssen.

    „Ich habe deinem Vater versprochen, dich zu beschützen, Peaches“, dachte er zögernd und sah dabei nicht gerade glücklich aus. „Er hat gesagt, ich soll dich nicht in Gefahr bringen.“

    „Und du bringst mich auch nicht in Gefahr, ich gehe selbst, ob du willst oder nicht. Wenn du mich beschützen willst, dann musst du mir schon folgen.“

    „Maggie hat recht“, lenkte er dann doch ein, diesmal aber zu den anderen. „Ich will lieber Ärger von denen bekommen, als sie nie wieder zu sehen.“ Nun nickten auch die anderen, wahrscheinlich hatten sie es so noch gar nicht gesehen. Alle hatten so ein Vertrauen in die Besatzung von Atlantis, dass sie beinahe glaubten, sie seien unbesiegbar, aber das waren sie nicht. Sie waren genauso Menschen wie die Menschen auf der Erde es gewesen waren und die Wraith hatten diese zerquetscht wie ein Elefant eine Ameise.

    Da wir ja nicht nach Atlantis zurück wollten, ließ der Jumper uns ohne Probleme an das Schiff heranfliegen und andocken. Das einzige Problem war nur, wie wir hineingelangen würden. Keiner von uns hatte auch nur die entfernteste Ahnung, wie dieses Schiff von innen aussah und wie man hineingelangen konnte, wenn die Shuttle-Hangars sich nicht öffneten. Wir hatten also direkt auf der Tria angedockt und John und Torren machten sich gerade bereit für einen kleinen Spaziergang.

    „Ich komme mit“, forderte ich und die beiden Jungs sahen mich missbilligend an. Sicherlich wollten sie das alleine machen, aber von allen hier würde ich auf einem Antikerschiff wahrscheinlich am nützlichsten sein, das mussten auch sie einsehen. John trat also mehr oder weniger freiwillig seinen Raumanzug an mich ab und setzte sich wieder zu den anderen, die sich alle im Cockpit zusammengesetzt hatten, damit sie das Schott schließen und wir die Laderampe öffnen konnten, ohne sie dabei zu töten.

    „Bleib immer hinter mir, Peaches.“

    „Kannst du nicht mal damit aufhören? Ich heiße Maggie“, protestierte ich nun. Ich war der Meinung, nach diesem Kuss könnte ich darauf bestehen, dass er mich endlich bei meinem Namen nannte und nicht länger mit diesem dummen von ihm ausgedachten Namen. Doch er schüttelte nur grinsend den Kopf und behauptete, dass ich für ihn immer Peaches sein würde. Also trottete ich etwas beleidigt hinter ihm her. Es war gar nicht einfach, hier auf der Oberfläche des Schiffes zu gehen, während ein Magnetfeld in den Schuhen einen regelrecht an den Boden schweißte. Schon nach wenigen Schritten war ich so aus der Puste, als wenn ich hunderte von Metern gerannt wäre und auch meine Beine taten schon fürchterlich weh. Am liebsten hätte ich mich jetzt genau hier einfach nur hingesetzt und ausgeruht, auch wenn der Boden alles andere als gemütlich aussah. Gerade vor mir war eine gerade einmal mannsbreite Ausbuchtung in der Oberfläche des Schiffes und ... Ich stockte einen Moment. Eine mannsbreite Ausbuchtung. Vorsichtig und darauf bedacht, den Anzug nicht zu überdehnen, kniete ich mich leicht hin und betrachtete die Stelle genauer.

    Neben diesem abgedichteten Loch gab es auch eine kleine Abdeckung, die man sicherlich irgendwie aufmachen konnte. Und tatsächlich, unter dieser Abdeckung, die nach leichtem Druck aufsprang, befand sich ein Drehmechanismus, der diese Ausbuchtung öffnete. Einen Moment lang strömte mir Luft entgegen und ich war mir sicher, hätte Torren mich in diesem Moment nicht zu sich und aus dem Luftstrom gezogen, ich wäre wahrscheinlich ins All geblasen worden. Der Druck war allerdings schnell weg und wir konnten hinein.

    „Hier muss es irgendwo etwas geben, um das Loch zu schließen und die Schwerkraft wieder herzustellen“, sagte Torren und suchte den engen, zylinderförmigen Raum ab, in dem wir uns befanden. Wir waren uns so nahe, als würden wir uns umarmen und zumindest ich merkte, wie sich in mir das Verlangen aufbaute, genau da weiter zu machen, wo wir im Hangar heute Morgen unterbrochen worden waren. Ich wusste nicht, warum das so war, immerhin hatte ich Torren vor einigen Wochen noch überhaupt nicht ausstehen können. Aber wie so oft hatte ein gemeinsames, einschneidendes Erlebnis anscheinend alles verändert.

    Zum Glück hielten uns aber unsere Anzüge von jeglichen Dummheiten, die wir sonst vielleicht getan hätten, ab. So konnten wir uns auf unsere Aufgabe konzentrieren und nachdem wir tatsächlich den Schalter zur Wiederherstellung der Schwerkraft gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg, um den Shuttle-Hangar zu finden. So würden dann auch die anderen in das Schiff gelangen. Wenn wir es nicht schaffen würden, das Schiff zu reparieren, konnten wir immer noch wieder mit dem Jumper davonfliegen.
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  17. #92
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Da glauben die Erwachsenen die Kinder in Sicherheit, und sofort stürzen sich diese in ein weiteres Abenteuer mit ungewissen Ausgang, um Atlantis zu Hilfe zu eilen.
    Wobei sie diesmal eine solide Grundlage haben, sofern sie die Trias kontrollieren können. Doch da werden Maggies neue DNA-Stränge wohl gut zum Einsatz kommen - hoffentlich sie weiß auch, was sie da tut (ebenso wie die anderen).

  18. Danke sagten:


  19. #93
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    @Jolinar: Warum sollten die Kinder auch besser sein als ihre Eltern ;-) Die haben sich auch immer in Schwierigkeiten gebracht ^^

    In diesem Kapitel wartete am Ende eine kleine Überraschung auf euch ;-)

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Kapitel 36 - Securor



    Das Schiff der Antiker war riesig, in der Länge wahrscheinlich fast so groß wie Atlantis selbst und wir kamen nicht direkt an einer Stelle aus, an der man sich einfach zurechtfinden konnte. Es dauerte in der Tat einige Zeit, bis wir überhaupt einen Anhaltspunkt fanden, wo im Schiff wir uns ungefähr befanden. Dabei war es unser Glück, dass die generelle Bauart sehr nah an die von Atlantis angelehnt war und es Transporter mit Lageplänen gab. Die Brücke war geschätzte 10 Ebenen über uns und der Hangar drei Ebenen unter uns und ein ganzes Stück weiter außen.

    „Philipp hat den Jumper gelöst und versucht vorsichtig zum Eingang des Hangars zu manövrieren. Er wird dort angekommen sein, wenn wir ankommen.“

    „Hoffen wir nur, dass wir ihn dann auch öffnen können“, fügte ich hinzu und Torren sah mich mit einem strafenden Blick an. Nachdem wir die Luftschleuse verlassen hatten, konnten wir auch unsere Anzüge ausziehen, wir hatten sie einfach an einem der Transporter liegen lassen, die von Ebene zu Ebene gingen. Ich war froh, mich wieder frei bewegen zu können, doch der Gedanke, dass wir vielleicht aus Versehen wieder eine Luftschleuse öffnen würden und wir dann keine Anzüge hätten, machte mich doch etwas unruhig. Torren hingegen vertraute ganz darauf, dass wir das schon irgendwie hinbekommen würden.

    Ich wünschte mir wirklich, sein Vertrauen in sich selbst zu haben, denn das hatte ich eindeutig nicht. Ich erwartete immer, dass irgendetwas, in das ich involviert war, schief lief und meistens war das auch der Fall. Vor allem nach dem was letztes Mal passiert war, als wir nicht auf das gehört hatten, was unsere Eltern uns gesagt hatten. Aber es blieb uns ja auch keine andere Wahl, wenn wir sie je wieder sehen wollten.

    „Okay, zum Hangar müsste es jetzt einfach den Gang runter sein, zumindest, wenn ich das eben richtig verstanden habe“, sagte ich und klang dabei unsicherer, als ich eigentlich wollte. Mein Vater wäre wahrscheinlich ziemlich selbstsicher durch diesen Gang gegangen in dem Wissen, dass es einfach stimmen musste. Ich aber hinterfragte immer und immer wieder, ob ich auch wirklich jedes Wort auf antikisch richtig verstanden hatte. Ich war einfach noch nicht daran gewöhnt, eine fremde Sprache einfach so zu können, die Antworten einfach in meinem Kopf zu haben, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben.

    Bevor ich jedoch stehen bleiben konnte, um noch unsicherer zu werden, zog mich Torren einfach hinter sich her. Er hatte Recht, dafür hatten wir keine Zeit und so lief ich bald wieder eigenständig hinter ihm her, meine Hand ließ er dennoch nicht los. Kurz darauf tauchte die große Tür des Hangars vor uns auf. Sie sah genauso aus wie auf Atlantis und meine Hoffnung stieg, dass wir zumindest den Jumper sicher an Bord holen konnten. Die Kontrollkonsolen auf Atlantis hatte ich zwar nie wirklich anfassen dürfen, nachdem man herausgefunden hatte, was ich konnte, aber ich hatte Simulationen durchgeführt und wusste zumindest in der Theorie, wie sie funktionierten. Torren konnte mir hingegen kein bisschen dabei helfen, da er das Wraith-Gen hatte, und wir hatten wahrscheinlich schon Glück, dass das Schiff ihn nicht als Eindringling sah und etwas gegen ihn unternahm.

    „Phil, ich öffne jetzt gleich die Tore, das Schild wird aktiv bleiben, du musst eure Schilde genau an die Frequenz anpassen, die ich dir gleich schicke, sonst klappt es nicht.“ Auf dem Monitor sah ich den Jumper schon gelb umrandet vor dem Tor warten. Daneben standen einige Daten und ich ahnte, dass das die Schild-Frequenzen waren. Über das Kommunikationssystem konnte ich dann die Daten an den Jumper schicken und als ich die Tore öffnete, hielt ich gespannt den Atem an, ob ich auch wirklich das Richtige getan hatte. Der Jumper wartete tatsächlich bereits direkt vor dem Tor, doch auf meinem Monitor war er immer noch gelb. Anscheinend hatten die anderen einige Probleme die Schilde anzupassen.

    „Torren, du bleibst hier, ich werde auf die Brücke gehen und versuchen, unsere Schildfrequenz anzupassen“, sagte ich und kontaktierte dann Philipp, dass er genau da bleiben sollte, wo er war, was für ihn nicht ganz so einfach war, wie es sich aus meinem Mund anhörte. Die Tria bewegte sich kontinuierlich weiter nach vorne und immer wieder musste Philipp den Kurs anpassen, um nicht mit den Schilden des Kampfschiffes zu kollidieren.

    Ich rannte so schnell ich konnte zurück zu dem Transporter und das war schon ziemlich anstrengend für mich, hatte doch die Zeit in diesem Anzug meine Kräfte eigentlich komplett verbraucht. Aber anscheinend hatte ich noch einige Reserven für Momente wie diese. Im Transporter angekommen, musste ich erst einmal durchschnaufen und ich merkte, wie mir leicht schwindelig wurde. Ich verfluchte mich, dass ich nicht mehr Sport machte, dann wäre mir das Ganze sicherlich etwas leichter gefallen. Als sich die Tür des Transporters wieder öffnete, stand ich bereits direkt vor der Brücke und konnte von hier aus ins All sehen. Vor uns erkannte ich in einiger Entfernung die Sonne des Systems, in dem sich Atlantis befand, aber wir waren eindeutig ziemlich weit davon entfernt. Ohne den Hyperantrieb des Jumpers wären wir sicherlich erst gar nicht hier angekommen.

    Im ersten Moment war ich etwas überfordert von dem, was ich auf dieser Brücke sah, aber dafür war jetzt keine Zeit. Ich musste mich jetzt zusammenreißen, bevor Philipp die Konzentration verlor und den Jumper nicht mehr richtig fliegen konnte. Ich ging also zur erstbesten Konsole, doch leider war das genau die Falsche. Glücklicherweise bemerkte ich das, bevor ich etwas gedrückt hatte, denn die Konsole, die ich aktiviert hatte, war für den Antrieb zuständig und das letzte, was wir jetzt gebrauchen konnten, war, dass die Tria beschleunigte oder langsamer wurde.

    Die nächste Konsole war da schon etwas nützlicher. Es war zwar immer noch nicht das, was ich suchte, aber es war eine Kommunikationskonsole und so konnte ich zumindest erst einmal eine direkte Verbindung zu Philipp aufbauen. Auch wenn ich ihn nicht richtig verstehen konnte, konnte er doch zumindest mich verstehen. Dann machte ich mich auf die Suche nach der wirklich richtigen Konsole und nach einigen nervenaufreibenden Momenten fand ich sie endlich. Philipp hatte schon einmal beinahe das Schild des Hangars berührt und ein Zusammenstoß hatte nur verhindert werden können, in dem ich die Geschwindigkeit des Schiffes doch ein klein wenig drosselte. So konnten wir auch die Geschwindigkeit bestimmen und Philipp endlich einen stabilen Kurs fliegen.

    Wenn es so weit war und ich die Schilde angepasst hatte, dann musste er einfach nur ein kleines bisschen langsamer werden und er würde von der Tria sozusagen verschluckt werden. Der erste Versuch, die Schilde zu verändern, ging jedoch ziemlich kräftig in die Hose und ich hätte beinahe Torren ins Weltall hinausgeschleudert, wenn die Tria nicht die Hangartore geschlossen hätte, bevor ich überhaupt mit der Rekonfiguration der Schilde begonnen hatte. Erst beim dritten Versuch bekam ich dann von ihm die Nachricht, dass nun beide Grafiken auf dem Monitor grün leuchteten, die Tore nun wieder offen waren. Ich drosselte die Geschwindigkeit der Tria noch etwas mehr und konnte von meiner Position aus gut zusehen, wie Philipp mit dem Jumper langsam ins Innere der Tria glitt.

    „Okay, sie sind an Bord, die Tore sind wieder geschlossen. Wir kommen jetzt hoch“, informierte mich Torren und ich stützte mich erleichtert auf der Kommunikationskonsole ab. Während ich also auf die anderen wartete und auf die Konsole starrte, bemerkte ich etwas. Ein kleines Licht blinkte immer wieder auf, obwohl ich nichts mehr an dieser Konsole machte. Ich besah mir also auch die anderen Konsolen und auf einigen von ihnen blinkte es ebenfalls.

    Gerade als die anderen hereinkamen, sprang auf einmal ein Schiff aus dem Hyperraum direkt vor uns. Der Alarm der Tria ging los, denn es war klar, dass wir mit diesem Schiff kollidieren würden, wenn die Triebwerke nicht umgehend gestoppt wurden. Bevor ich also auf die ziemlich geschockten Blicke der anderen reagieren konnte, schrie ich zumindest Philipp und Simon Befehle zu, was sie an welcher Konsole zu tun hatten. Ich wusste, die beide konnten schon ziemlich gut Antikisch und würden das meiste verstehen, was das Schiff sagte.

    „Die Triebwerke lassen sich nicht vollständig drosseln!“, schrie er und ich merkte, dass meine Ohren anscheinend langsam wieder funktionierten, zumindest hatte ich wirklich verstanden, was er gesagt hatte und nicht nur undefinierbares Blubbern gehört. Ich sah, wie Simon Philipp packte und ihn mit sich von der Brücke zog. Ich hoffte wirklich inständig, dass die beiden versuchen würden, das Schiff aufzuhalten. An Philipps Stelle stellte sich nun John an die Antriebskonsole, doch er schien damit nicht besser voran zu kommen.

    „Dann stell einen Rückschub ein!“, schrie ich ihn an. Egal was wir machten, die Tria durfte nicht mehr weiter fliegen. Dann blinkte wieder ein Licht an meiner Station und ich drückte darauf.

    „Kommandant Stark vom Novaner-Raumschiff Securor ruft das Antikerschiff Tria. Wir haben Ihren Notruf erhalten.“ Ich war ziemlich verwundert, als ich bemerkte, dass mein Gegenüber gerade in antikisch gesprochen hatte. Andererseits mussten sie ja davon ausgehen, dass sich Antiker auf diesen Schiff befanden. Aber ich wusste nicht, was ich antworten sollte, immerhin hatte ich sicherlich keinen Notruf gesendet. „Tria, wir erkennen nur 10 Lebenszeichen an Bord. Wenn Sie Hilfe benötigen, antworten Sie uns.“

    Ich wusste nicht, ob ich das wirklich tun wollte. Dieses Schiff konnte uns genauso gut feindlich gesinnt sein, zumindest, wenn sie hörten, dass wir von Atlantis kamen. Vor allem war es gefährlich, weil dieses Schiff weitaus größer war als die Tria, zumindest sah es so aus und auch Lebenszeichen wurden auf diesem Schiff deutlich mehr angezeigt als 10.

    „Hier spricht John, vom Antikerschiff Tria“, meldete sich auf einmal John zu Wort und wir alle sahen ihn entsetzt an. „Wir haben deutliche Schäden durch einen Angriff der Wraith. Unser Hyperantrieb wurde beschädigt und wir können nur noch mit unseren Sublichttriebwerken fliegen.“ Es war einige Zeit still und ich fragte mich, was nun wohl vor sich ging. Keiner von uns traute sich noch etwas zu sagen. Dann merkten wir alle eine Erschütterung und ich dachte schon, wir seien beschossen worden, doch anscheinend hatten Simon und Philipp es geschafft, die Triebwerke komplett auszuschalten und wir hatten einfach nur eine Art Vollbremsung gemacht.

    „Tria, wir schicken ein Team zu Ihnen, dass Ihnen bei eventuellen Reparaturen helfen kann. Wir würden uns sehr freuen, einige von Ihnen so lange bei uns willkommen zu heißen“, sagte die Stimme von Kommandant Stark und wir sahen uns skeptisch an. Sie schickten ein Team hier her und wir sollen zu ihnen? Das war sicherlich eine List, um an die Tria zu kommen, immerhin war es ein Schiff der Antiker und war wahrscheinlich voll von Informationen und Technik, die sich jeder wünschte. Während wir also darauf warteten, dass dieses Team eintraf, das uns bei den Reparaturen helfen sollte, beschlossen wir, dass Torren, Sara, Joey, Melena und Madison auf das anderen Schiff gehen würden, damit es nicht so aussah, als würden wir etwas im Schilde führen. Ich würde mit den Jungs hier bleiben und die Reparaturen überwachen, damit wir wussten, dass die anderen nichts im Schilde führten.

    Torren war zwar nicht sonderlich erfreut über die Idee mit den Mädchen auf das andere Schiff zu gehen, doch unsere mentale Verbindung würde uns im Notfall den entscheidenden Vorteil geben. Torren sollte sich etwas auf dem anderen Schiff umsehen, sollte herausfinden, ob man diesen Leuten trauen konnte, ob man sie vielleicht dazu bringen konnte mit nach Atlantis zu fliegen, um es zu retten. Außerdem konnte er hier sowieso nicht viel machen. Die meisten Systeme waren nur auf das Antikergen beschränkt und das hatte Torren nun einmal nicht und würde es auch niemals haben.

    Mehr oder weniger angespannt standen wir dann einige Minuten später im Hangar des Antikerschiffes und beobachteten, wie das fremde Shuttle langsam immer näher zu uns kam. Die Schilde hatten wir im Vorfeld bereits aufeinander abgestimmt und so würde dieses Manöver eindeutig einfacher sein, als es mit unserem Jumper gewesen war. Das Shuttle des Schiffes sah ziemlich alt und mitgenommen aus, als würde es schon eine ziemlich lange Zeit im Einsatz sein. Als das Shuttle dann endlich auf dem Boden aufgesetzt hatte, sah ich bereits durch die Fenster, dass die Insassen eindeutig nicht 10 Kinder auf diesem Schiff erwartet hatten.

    Der erste, der aus dem Shuttle trat, war ein Mann im Alter meines Vaters, zumindest nahm ich das an. Er hatte ein ziemlich finster aussehendes Gesicht und lächelte nicht. Nach ihm kam eine Frau, sie war vielleicht im Alter von Kevins Mutter. Sie hatte lange braune Haare und ihr Gesicht sah weitaus freundlicher aus als das des Mannes.

    „Hallo, mein Name ist Chloe, wir sind hier, um euch zu helfen“, sagte sie auf antikisch. Was mich jedoch wunderte, war, dass ich einige der Leute, die gerade aus dem Shuttle kamen, Englisch reden hörte. Also entschied ich mich auch auf Englisch zu antworten, das war immerhin für alle verständlicher als antikisch.

    „Ich bin Maggie. Wir kommen von Atlantis.“

    Direkt schien einer der Männer, er war etwas dünner und schlaksiger als der erste, der herausgekommen war, aber er war eindeutig ungepflegter, genauer hinzuhören und er kam nach vorne.

    „Atlantis? Wie in ‚die versunkene Stadt der Antiker‘-Atlantis?“ Ich konnte mich nur über seinen plötzlichen Gefühlsausbruch wundern, als er auf einmal anfing zu lachen. Ich nickte vorsichtig. Nahm er uns etwa nicht ernst?

    „Natürlich, ein Haufen von Kindern kommt von Atlantis hierher und kapert ein Kriegsschiff der Antiker“, spöttelte er und einige von seinen Leuten schienen das genauso lustig zu finden wie er.

    „Wir haben dieses Schiff nicht gekapert“, sagte John, der nun der Älteste von uns war mit sicherer und fester Stimme. „Die Antiker haben dieses Schiff bereits vor 17 Jahren verlassen. Wir sind hier nur durch Zufall gelandet und haben gehofft, hier Hilfe zu finden.“ Nun trat wieder der grimmige Mann nach vorne, es schien, als sei er der eigentliche Anführer der Gruppe und er schien mir etwas unheimlich. Wenn ich bei der Frau noch geglaubt hatte, dass sie uns helfen wollte, so war ich mir da bei ihm und diesem ungepflegten Kerl alles andere als sicher. Als was sie wollten, war sicherlich dieses Schiff. Wir waren ihnen egal.

    „Ich denke, wir werden uns erst einmal dieses Schiff ansehen. Matthew, Ronald, Sie kommen mit mir. Chloe, Sie bringen diese Kinder an Bord. Dieses Schiff ist kein Platz für Kinder.“

    Glücklicherweise hatte ich mit dieser Reaktion gerechnet, sobald ich die Blicke gesehen hatte und ich hatte mich darauf vorbereiten können. Schneller als die Fremden reagieren konnten schloss sich die Tür, die den Hangar mit dem Rest des Schiffes verband. Einige der Fremden sahen mich entgeistert an, andere richteten auf einmal ihre Waffen auf mich. Ich hatte allerdings keine Angst, nicht als ich sah, dass es ganz gewöhnliche Gewehre waren, wie die, die auch die Teams auf Atlantis benutzten. Diese Projektil-Waffen der Erde konnte mir nichts mehr anhaben, nicht seitdem ich das Magnetfeld unter Kontrolle hatte. Bevor auch nur einer von den Schützen den Abzug betätigen konnte, waren die Waffen auch schon zu uns geflogen und John, Torren und Philipp hatten sie gekonnt gefangen.

    „Ganz ruhig, das ist wirklich kein Spielzeug“, sagte nun ein anderer jüngerer Mann, der auf einmal die Hand der brünetten Frau ergriff. Es sah aus, als wollte er ihr Halt geben, als hätte sie Angst und er wollte sie beschützen.

    „Wir wissen, dass das keine Spielzeuge sind. Aber die werdet ihr hier nicht brauchen, nicht wenn ihr wirklich gekommen seid, um uns zu helfen“, sagte ich und versuchte ruhig und überzeugend dabei zu klingen. Der Mann mit dem ungepflegten Gesicht sah mich voller Erstaunen an und schien fasziniert von dem, was ich gerade getan hatte. Dann bat ich Torren allen, sowohl John und Philipp als auch den Fremden die restlichen Waffen abzunehmen und zu meiner großen Erleichterung wehrte sich keiner dagegen. Sicher hätte die ganze Sache auch anders ausgehen können wenn irgendjemand in diesem Raum ausgerastet wäre. Aber anscheinend hatten meine Fähigkeiten sie davon überzeugt, dass es besser war, die Waffen abzugeben.

    „Ich bin übrigens Colonel Everett Young, United States Air Force.”
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  20. #94
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Ich bin jetzt echt neugierig was die Leute von der Destiny hierher verschlagen hat.

  21. Danke sagten:


  22. #95
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    @Jolinar: Warum sollten die Kinder auch besser sein als ihre Eltern ;-) Die haben sich auch immer in Schwierigkeiten gebracht ^^
    Stimmt

    „Ich bin übrigens Colonel Everett Young, United States Air Force.”
    Der Name kommt mir bekannt vor...
    Ich bin jetzt echt neugierig was die Leute von der Destiny hierher verschlagen hat.
    Genau! Die Destiny... Das ist wirklich eine gelungene Überraschung, Wendung, Cliffi etc..

    Jedenfalls hat Maggie bisher nicht die Trias versehentlich gesprengt - na gut, mit McKay ist sie ja auch nicht verwandt

    Vielleicht ganz gut, daß die Leute von der Destiniy auftauchen. Allerdings werden sie versuchen, das Kommando an sich zu reißen. Nun ja, sie wissen ja schon, was Maggie so kann - eventuell gehen sie doch etwas freundlicher vor bzw. kommen Atlantis zu Hilfe (wobei die Destiny bestimmt auch nicht im besten Zustand ist).

    Ich bin jedenfalls sehr neugierig, wie es weitergeht.
    Doch leider muß ich mich wohl einige Wochen gedulden, da ich demnächst verreise. Also nicht wundern, wenn keine Feedbacks von mir kommen. Ich hole das dann nach.

  23. Danke sagten:


  24. #96
    Denkende Leseratte mit Kampfkatze Avatar von Tamara
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    Da bin ich ja wirklich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen , die Überraschung ist Dir wirklich geglückt.
    Ich hätte ja mit allem, wirklich allem, gerechnet, aber im Leben nicht mit den Leuten der Destiny!

    Ich bin nun auch sehr gespannt, wie es weitergeht!
    Nicht, was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns,
    in unserer Auffassung, sind, macht uns glücklich oder unglücklich.
    (Arthur Schopenhauer)

  25. Danke sagten:


  26. #97
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    @Angelika: Als ich das Kapitel fertig geschrieben hatte war ich auch gespannt was ich nun mit ihnen anstelle ^^

    @Jolinar: Kein Problem, ich wünsche dir eine schöne Reise! Und vielleicht ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Maggie die Tria in die Luft sprengt ;-) Nein Quatsch, sie ist ja wirklich nicht mit McKay verwandt ;-) Wenn dann ist das der Job von Simon oder Joey ^^

    Ich wollte mich bei euch auch noch mal für die Kommentare und 'Danke' bedanken ^^ Ich hätte wirklich nie gedacht, dass diese Geschichte so gut ankommt.

    Aber ich muss euch leider auch sagen, dass ich, zumindest auf dem PC ein Ende für die Geschichte gefunden habe. Aber keine Angst, es dauert noch ein Weilchen, bis wir das hier erreicht haben. Insgesamt wird die Geschichte 52 Kapitel haben und einen etwas längeren Epilog, den man beinahe schon als One-Shot sehen kann ^^

    Aber bis dahin ist wie gesagt noch etwas Zeit. Jetzt wünsche ich euch erst einmal viel Spaß beim Lesen von Kaptiel 37 ^^

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kapitel 37 - Hilfe


    Man konnte eine Stecknadel fallen hören, so ruhig war es im Hangar geworden, nachdem sich der grimmige Mann vorgestellt hatte. Keine von uns konnte so recht glauben, dass das stimmte, was er sagte. Wir alle kannten die Geschichte der Destiny und ihrer Crew, die nun schon seit mehreren Jahren als vermisst galten.

    Vor mehr als 13 Jahren hatte die Luzianer-Allianz eine Basis auf einem anderen Planeten angegriffen, auf der gerade eine Möglichkeit erforscht wurde, das neunte Chevron des Stargates anzuwählen. Während des Angriffs hatte es dann durch einen enormen Energieanstieg funktioniert und die Leute waren durch das Tor geflohen und auf der Destiny, einem sehr alten Antikerschiff, gelandet. Es gab keine Möglichkeit, wieder zur Erde zurückzukehren, denn die Energie auf der Destiny reichte anfangs noch nicht einmal dafür, mehr als eine geringe Zahl an Tagen an Bord überleben zu können. Glücklicherweise hatte man auch mit den Kommunikationssteinen der Antiker, einer Art intergalaktischem Bewusstseinstausch, experimentiert, wodurch auch sie auf die Destiny gelangt waren. So konnte man wenigstens mit der Erde kommunizieren, in dem jemand von der Destiny mit jemandem von der Erde die Körper tauschte.

    Dann hatte man die gesamte Besatzung des Schiffes in Stasis versetzen müssen und die Kommunikation war abgebrochen. Um ehrlich zu sein, dachte man schon, die Destiny sei zerstört worden, oder irgendetwas war mit den Stasiskapseln schief gelaufen.

    „Colonel Young, ich bin Philipp O’Neill, General O’Neills Sohn.“ Philipp war der erste, der etwas in diese Stille sagte, für mich war es nicht mehr als ein Flüstern, aber ich konnte es verstehen. Der angebliche Colonel sah ihn misstrauisch an. Sicherlich musste er die Ähnlichkeit zwischen ihm und seinen Eltern erkennen, die war einfach zu offensichtlich.

    „Das letzte Mal, als ich mit General O’Neill gesprochen habe, war er noch auf der Erde“, sagte der Colonel etwas kühl. Anscheinend glaubte er Philipp nicht.

    „Das letzte Mal, als Sie mit seinem Vater gesprochen haben, gab es die Erde noch“, sagte ich ebenso kühl, aber ich merkte allein an ihren Blicken, dass diese Aussage gesessen hatte. Es tat mir sicherlich leid, alle Anwesenden so damit zu konfrontieren, dass ihre Heimat, jetzt, da sie so nah dran waren, gar nicht mehr existierte, zumindest nicht so, wie sie es sich vorstellten.

    „Was Magret, übrigens Colonel Sheppards Tochter, damit sagen möchte ...“, lenkte nun Philipp wieder ein. Wahrscheinlich war es wirklich besser, wenn er im Moment sprach. „... ist, dass die Erde für uns nicht mehr bewohnbar ist.“ Bevor jemand ihn unterbrechen konnte, redete er einfach über das entsetzte Stöhnen der brünetten Frau, ihrem Namen zufolge Chloe Armstrong, hinweg. Er berichtete von dem Angriff der Wraith auf die Erde und von der Zerstörung, die angerichtet worden war und dann erzählte er auch, warum wir hier waren.

    „Vor zwei Tagen ist ein Wraith-Mutterschiff in unserem Sonnensystem aufgetaucht. Es hat Kurs auf den Planeten genommen, auf dem sich Atlantis und die bereits evakuierte Erdbevölkerung befindet. Eine erneute Evakuierung ist unmöglich, es sind einfach zu viele. Unsere Eltern haben uns in den Jumper gesetzt, damit zumindest wir in Sicherheit sind. Wir trafen nur durch Zufall auf die Tria, weil sie auf unserer Route zu sein schien.“

    „Es gibt keine Zufälle“, meldete sich nun wieder der hagere Mann zu Wort. Diesmal stellte er sich auch vor als Dr. Nicolas Rush. Ich bildete mir ein, den Namen schon einige Male in abfälliger Art von McKay gehört zu haben, wenn sich mein Vater wieder einmal über McKays soziale Kompetenzen aufgeregt hatte, aber sicher konnte ich mir da nicht sein. Allerdings sah dieser Mann auch nicht gerade aus, als wäre er sonderlich freundlich zu anderen Menschen.

    „Das Schiff, mit dem wir gekommen sind, die Securor, ist eine Art Vorhutsschiff. Vor 17 Jahren hat die Besatzung der Securor einen Notruf aufgezeichnet. Es stammt von einer gewissen Helia. Sie bat um Hilfe, da der Antrieb und einige weitere Systeme beschädigt seien. Kommandant Stark folgte diesem Signal und traf auf dem Weg auf uns, die Destiny.“

    Dann erklärte er uns, dass alles wunderbar funktioniert hatte, zumindest bis die Destiny unplanmäßig aus dem FTL, was auch immer das war, gefallen sei und von weiteren Kampfdrohnen angegriffen worden war. Eli, wahrscheinlich ein Besatzungsmitglied, war nicht in einer der Kapseln gewesen und hatte einen Notruf abgesandt, den die Securor anscheinend abgefangen hatte.

    Ich verstand es nicht so ganz, aber wie Young berichtete, waren die Leute, die die Securor gebaut hatten, Nachfahren einer alternativen, in der Zeit zurück gereisten Crew der Destiny, die auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten waren. Es gab noch einige weitere Schiffe, die in sicherer Entfernung auf die Freigabe für den Sprung warteten. Zwanzig Zivilschiffe, in denen sich laut Chloe jeweils fünfzigtausend Stasiskapseln befanden, 40 schwere Kampfschiffe, in denen jeweils 100 Jäger in den Hangars standen, 20 leichtere Kampfschiffe mit jeweils nur 30 Jägern und dann gab es noch die Securor hier.

    „Ihr Heimatplanet wurde durch das Eintreffen eines Schwarzen Loches in ihr Sonnensystem förmlich zerrissen. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten“, schloss dann Chloe die Erzählung und ich sah bei niemandem von uns etwas andere als maßloses Staunen. Allein in meinem Kopf überschlugen sich die Informationen und ich konnte sie nicht richtig verarbeiten. Wahrscheinlich würde ich mich erst noch einmal richtig informieren müssen, damit ich alles verstand, aber dazu war nun keine Zeit. Ich pickte mir also die wichtigste Informationen heraus und war, dank meines etwas besser ausgebauten Gehirns, damit schneller als die anderen.

    „Atlantis könnte einige Kampfschiffe gebrauchen. Es müssen nicht alle sein, nur genug, um dieses Mutterschiff zu zerstören“, sagte ich und sah den Colonel an. Ich sah die Unentschlossenheit in seinen Augen, wahrscheinlich wog er ab, ob dieses Risiko eingegangen werden konnte, und ob dieser Kommandant Stark eine solche Mission zulassen würde. „Colonel, wenn Atlantis keine Hilfe bekommt, werden die Stadt und das Festland zerstört werden“, fügte ich noch mal hinzu und nun sahen alle den Colonel an.

    Nach einigen Augenblicken, in denen man wahrscheinlich die Luft hier im Hangar hätte schneiden können, sah er seine Leute an. Er wies die zwei jüngeren Soldaten an, zusammen mit vier der Wissenschaftler, darunter auch Dr. Rush, hier zu bleiben und zu versuchen, die Tria zu reparieren, während er zusammen mit einigen von uns auf die Securor zurückkehren wollte, um die Angelegenheit mit dem Rat zu besprechen.

    Erst wollten sie auch mich mitnehmen, aber ich versicherte ihnen, dass es besser wäre, wenn sie mich erst einmal hier auf der Tria lassen würden, sie sollten dafür lieber Torren mitnehmen. Auch Chloe, die Young hatte mit zurücknehmen wollen, blieb lieber auf der Tria. Vielleicht würde ich ja mit ihr reden können, sie schien ziemlich nett zu sein.

    „Du bist also Sheppards Tochter?“, fragte mich der ungepflegte Dr. Rush dann, als wir uns alle gemeinsam auf den Weg zur Brücke machten. Die Wissenschaftler wollten sich erst einmal ein Bild von dem Gesamtzustand des Schiffes machen, bevor sie mit irgendwelchen Reparaturen begannen. Ich sah ihn an und nickte nur, beinahe teilnahmslos. „Das glaube ich kaum“, bemerkte er abfällig und ich blieb stehen. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein, wer er war? Etwas gereizt fragte ich ihn also, wie er zu diesem Schluss kam und er kam natürlich direkt auf das zu sprechen, was im Hangar passiert war. Ich wusste, dass sie das nicht so einfach auf sich sitzen lassen würden, aber dass sie dadurch zu dem Schluss kamen, ich sei kein Mensch … das hatte ich nicht gedacht.

    „Wie hast du die anderen davon überzeugt, dass du einer von ihnen bist? Gedankenkontrolle? Gehirnwäsche?“ Wären wir nicht unter so vielen anderen Leuten gewesen, mir wäre sicherlich die Hutschnur gerissen und ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn mein Magnetfeld noch etwas unkontrollierter gewesen wäre und der liebe Dr. Rush einen kleinen Stromschlag abbekommen hätte. Leider würde ich, wenn es jetzt passierte, zur vollen Verantwortung gezogen werden, deshalb ließ ich es lieber sein.

    „Glauben Sie’s oder nicht, ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut“, sagte ich etwas gereizt und die anderen von der Destiny sahen mich etwas belustigt an. Ich wusste nicht, ob sie mir auch nicht glaubten, oder ob sie es nur lustig fanden, dass dieser Mann mich auf die Palme brachte. Dann beschleunigte ich meine Schritte etwas, um nicht mehr neben Dr. Rush laufen zu müssen. Er war mir, um ehrlich zu sein, etwas unheimlich, erinnerte mich an eine düstere Gestalt aus Märchen.

    „Du bist eine Antikerin, nicht wahr? Vielleicht diese Helia, die den Notruf gesendet hat?“, fragte mich dann auf einmal Chloe, als wir alle zusammen auf der Brücke standen und die Wissenschaftler langsam versuchten, aus den einzelnen Systemen des Schiffes schlau zu werden. Es war ein guter Anfang, dass sie alle die Sprache der Antiker zu beherrschen schienen. Doch dass Chloe anscheinend herausgefunden hatte, was mit mir los war, wunderte mich. „Na ja, du bist auf einem Antikerschiff und die Systeme scheinen auf dich zu hören, außerdem scheinst du besondere Fähigkeiten zu haben“, schlussfolgerte sie und ich war beeindruckt. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Verwandlung so offensichtlich war.

    „Nein, ich bin nicht Helia. Ich bin wirklich ein Mensch, meine Eltern kommen beide von der Erde. Alles andere ist eine ziemlich lange und komplizierte Geschichte“, flüsterte ich und ich hoffte wirklich, dass Chloe mir glaubte. Ich wusste nicht, in welche Probleme ich geraten würde, wenn man mich als Bedrohung ansehen würde. Wenn die anderen, außer Rush, allerdings auch annahmen, dass ich eine Antikerin war, dann würden sie mich sicher nicht angreifen.

    „Wie auch immer, stör dich nicht an Dr. Rush, er ist etwas … schwierig.“

    Ich musste leicht kichern. Ja, das hatte ich auch schon mitbekommen und selbst die Crew, mit der er schon so viel erlebt hatte, wenn die Berichte stimmten, schien sich immer noch nicht sicher zu sein, wie sie mit ihm umgehen sollte. Besonders bei Colonel Young war mir aufgefallen, dass er dem unheimlichen Wissenschaftler nicht wirklich zu trauen schien. Er ließ ihn selten alleine auf der Tria herumlaufen.

    Auch in den nächsten Tagen, in denen immer mehr Werkzeuge und andere Sachen von der Securor auf die Tria gebracht wurden, um die Antriebe zu reparieren, ließ er Rush nie alleine an einem Ort. Er stellte immer sicher, dass mindestens einer seiner Soldaten in Rushs unmittelbarer Nähe war. Irgendetwas war also zwischen den beiden vorgefallen, dass der eine dem anderen nicht traute. Ich wusste nicht, was es war, aber ich wusste, dass es wahrscheinlich noch zu Problemen führen konnte, vor allem, als ich einmal eine Soldatin sagen hörte, Rush sei zwar nicht so aufdringlich wie McKay, was man allerdings von seiner sozialen Kompetenz nicht sagen konnte. Ich kannte Simons Vater zur Genüge und ich hatte mich schon ziemlich früh gefragt, wie dieser Mann zu einer Frau und zwei Kindern gekommen war, aber wenn dieser Rush tatsächlich noch schlimmer war, dann hatte ich anscheinend noch einen seiner guten Tage erwischt gehabt.

    Nach vier Tagen beinahe ununterbrochener Reparaturen stand dann fest, dass die Tria leider nicht gerettet werden konnte, sie würde wahrscheinlich immer so durchs All treiben, bis sie einmal auf einen Planeten prallen würde. Das einzige, was getan werden konnte, und darauf waren alle anscheinend ziemlich scharf, war, die Datenbank der Tria in die der Securor zu integrieren. Sicherlich wären auch die Leute auf Atlantis scharf darauf gewesen.

    „Sir, der Rat hat einer Unterstützung Atlantis‘ zugestimmt. Die Eversor, die Bictor und die Securor selbst werden den Angriff fliegen“, hörten wir eine weibliche Stimme aus dem Funkgerät des Colonels und ich merkte, wie uns allen ein großer Stein vom Herzen fiel. Das Wraith-Mutterschiff konnte nicht mehr allzu weit von Atlantis entfernt sein und der Angriff würde bald beginnen und ohne Hilfe hatte Atlantis keine Chance. Mit drei Kriegsschiffen würden sie aber gute Chancen haben, dieses Mutterschiff und damit die Siegesserie der Wraith zu zerstören.

    „Wir gehen auch mit“, kündigte Torren dann an und der Colonel nickte. Wir konnten ja schlecht auf diesem vor sich hintreibenden Schiff bleiben und mit dem Jumper zurück konnten wir auch nicht, immerhin war die Blockade, die General O’Neill oder McKay eingebaut hatten, immer noch aktiv. Uns blieb also keine andere Wahl, als mit diesen Leuten mitzugehen und wahrscheinlich war das auch die einzige Möglichkeit, mitzubekommen, was passieren würde.
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  27. #98
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Er war mir, um ehrlich zu sein, etwas unheimlich, erinnerte mich an eine düstere Gestalt aus Märchen.


    Wie schön, daß ich vor meinem Urlaub doch noch ein Kapitel genießen kann.

    Die Mannschaft der Destiny hat also reichlich Zuwachs bekommen. Und zum Glück erklären sie sich bereit, Atlantis zu helfen. Drei Kriegsschiffe sollten gegen ein Mutterschiff hoffentlich ausreichen.

    Nach Maggies Vorstellung im Hangar kann ich es den Leuten nicht verdenken, daß sie ihr nicht glauben, Sheppards Tochter zu sein. Ich hoffe stark, daß sich Torren im Griff hat. Wenn er sich verwandelt, würden sie sich bestimmt nicht so ruhig verhalten.

    Nun gut, dann werde ich mal weiter meinen Koffer packen. Und ich freue mich schon auf die Fortsetzung...

  28. Danke sagten:


  29. #99
    Bürostuhlakrobatin Avatar von Nefertari
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    Zitat Zitat von Nefertari Beitrag anzeigen
    Dann beschleunigte ich meine Schritte etwas, um nicht mehr neben Dr. Rush laufen zu müssen. Er war mir, um ehrlich zu sein, etwas unheimlich, erinnerte mich an eine düstere Gestalt aus Märchen.
    Ich konnte es einfach nicht lassen ^^ Ich liebe die Serie Once Upon a Time und wenn ich Dr. Rush sehe oder von ihm schreibe muss ich automatisch an Rumpelstilzchen denken

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    Geändert von Nefertari (02.09.2014 um 10:54 Uhr)
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  30. Danke sagten:


  31. #100
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Ja, die Ähnlichkeit von Dr Rush und Rumpelstilzchen ist schon enorm. Als ich Once Upon A Time zum ersten Mal sah, dachte ich Dr. Rush hätte es nach Storybrooke verschlagen.

    Aber jetzt bin ich mal auf die Fortsetzung neugierig. Die blöden Gesichter der Wraith kann ich mir ausmalen, wenn da auf einmal 3Kriegsschiffe auftauchen, von deren Existenz sie keine Ahnung hatten.

  32. Danke sagten:


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