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Thema: Euer Gedicht des Tages!

  1. #41
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Mein Gedicht des heutigen Tages, zur Erinnerung an Joel Goldsmith.


    Sterbelied

    Es ist genug, mein matter Sinn
    Sehnt sich dahin, wo meine Väter schlaffen.
    Ich hab es endlich guten Fug,
    Es ist genug! Ich muss mir Rast verschaffen.

    Ich bin ermüdt, ich hab geführt
    Die Tages Bürd: Es muss eins Abend werden.
    Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug,
    Es ist genug! Nimm von mir die Beschwerden.

    Die große Last hat mich gedrückt,
    Ja schier erstickt, so viele lange Jahre.
    Ach lass mich finden, was ich such:
    Es ist genug! Mit solcher Kreuzes Ware.

    Nun gute Nacht, ihr meine Freund,
    Ihr meine Feind, ihr Guten und ihr Bösen,
    Euch folg die Treu, euch folg der Trug -
    Es ist genug! Mein Gott will mich auflösen.

    So nimm nun, Herr, hin meine Seel,
    Die ich befehl in deine Händ und Pflege.
    Schreib sie ein in dein Lebens-Buch.
    Es ist genug! Dass ich mich schlafen lege.

    Nicht besser soll es mir ergehn,
    Als wie geschehn den Vätern, die erworben
    Durch ihren Tod des Lebens Ruch.
    Es ist genug! Es sei also gestorben.

    (Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1633-1714)
    Geändert von John's Chaya (03.05.2012 um 22:28 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein! JWvG

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  3. #42
    Lanteaner of Lantea Avatar von Lanteaner
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    Hier ein Liebesgedicht

    Verzweifelt bin ich sehr,
    Denn ich kann einfach nicht mehr.
    Ich versuche Deine Liebe zu gewinnen,
    Doch Du und Deine Liebe zu mir verschwinden.
    Ich hab’ das Gefühl Du beachtest mich nicht,
    Und in meiner Liebe verschwindet das Licht.
    Jeden Tag denke ich an Dich,
    Doch Du hast nur andere Mädchen in sicht.
    Wenn ich Dich sehe und Du lächelst mich an,
    Denke ich:, Aber weiter komme ich nicht an ihn ran´.
    Du verstehst es einfach nicht,
    Ich bin so verliebt in Dich!
    Es gibt jemanden der mich liebt,
    Doch er weiß, dass Er mich nicht kriegt.
    Denn ich bin verliebt in Dich,
    Und das versteht Er nicht.
    Er ist neidisch so sehr,
    Und das ist einfach nicht fair.
    Er hasst Dich total,
    Er ist einfach nicht normal.
    Ich kann es nicht verstehen,
    Warum lässt Er uns nicht gehen?
    Was soll ich denn nur machen,
    Wir könnten alle so viel lachen.
    Wieso muss das alles sein,
    Ich mache mich deswegen so sehr klein.
    Warum hilft mir denn keiner,
    Sein Herz muss werden reiner.

    (von Friederike)
    It's my World...
    It's my Galaxie!


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  5. #43
    Sam&Jack - Shipper Avatar von Sam&Jack
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    Paul Fleming

    Gedanken über die Zeit

    Ihr lebet in der Zeit und kennt doch keine Zeit;
    So wißt ihr Menschen nicht von und in was ihr seid;

    Dies wißt ihr, daß ihr seid in einer Zeit geboren.
    Und daß ihr werdet auch in einer Zeit verloren.

    Was aber war die Zeit, die euch in sich gebracht?
    Und was wird diese sein, die euch zu nichts mehr macht?

    Die Zeit ist was und nichts. Der Mensch in gleichem Falle.
    Doch was dasselbe was und nichts sei, zweifeln alle.

    Die Zeit die stribt in sich und zeucht sich auch aus sich.
    Dies kömmt aus mir und dir, von dem du bist und ich.

    Der Mensch ist in der Zeit; sie ist in ihm ingleichen.
    Doch aber muß der Mensch, wenn sie noch bleibet, weichen.

    Die Zeit ist, was ihr seid; und ihr seid, was die Zeit;
    Nur daß ihr wenger noch, als was die Zeit ist, seid.

    Ach daß doch jene Zeit, die ohne Zeit ist, käme;
    Und uns aus dieser Zeit in ihre Zeiten nähme.

    Und aus uns selbsten uns, daß wir gleich könnten sein,
    Wie der itzt jener Zeit, die keine Zeit geht ein!

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  7. #44
    Sam&Jack - Shipper Avatar von Sam&Jack
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    Schlussmonolog aus Faust
    Johann Wolfgang von Goethe

    Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,
    Verpestet alles schon Errungene;
    Den faulen Pfuhl auch abzuziehn,
    Das letzte wär’ das Höchsterrungene.

    Eröffn’ ich Räume vielen Millionen,
    Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen;
    Grün das Gefilde, fruchtbar; Mensch und Herde
    Sogleich behaglich auf der neusten Erde,
    Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,
    Den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft;

    Im Innern hier ein paradiesisch Land –
    Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,
    Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschießen,
    Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.

    Ja! Diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
    Das ist der Weisheit letzter Schluss:
    Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
    Der täglich sie erobern muss.

    Und so verbringt, umrungen von Gefahr,
    Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
    Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehn,
    Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.

    Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
    Verweile doch, du bist so schön!
    Es kann die Spur von meinen Erdetagen
    Nicht in Äonen untergehn. –
    Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
    Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick.

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  9. #45
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Virtuelle Liebe

    Mein Gefühl und mein Empfinden,
    nehmen ein, reale Form.
    Du bist Schuld an mein'm Erblinden,
    und der Wunsch nach Dir enorm.

    Sag wer bist Du überhaupt?
    Aus dem Nichts bist aufgetaucht,
    hast mein armes Herz geraubt,
    brich es nicht, es wird gebraucht.

    Wie Du mir den Kopf verdrehst,
    werde Deinen auch verdrehen,
    Bis mir Du die Lieb' gestehst,
    bis wir eine Sünd' begehen.

    (Baufritze)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein! JWvG

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  11. #46
    Sam&Jack - Shipper Avatar von Sam&Jack
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    Verschwiegene Liebe
    Joseph Freiherr von Eichendorff

    Über Wipfel und Saaten
    In den Glanz hinein -
    Wer mag sie erraten,
    Wer holte sie ein?
    Gedanken sich wiegen,
    Die Nacht ist verschwiegen,
    Gedanken sind frei.Errät’ es nur eine,
    Wer an sie gedacht,
    Beim Rauschen der Haine,
    Wenn niemand mehr wacht,
    Als die Wolken, die fliegen -
    Mein Lieb ist verschwiegen
    Und schön wie die Nacht.

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  13. #47
    Fürstin der Finsternis Avatar von Liljana
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    Das Gedicht habe ich vorsichtshalber gelöscht, da ich gerade darauf gestoßen bin, dass wegen Erhardts Gedichten ein Verlag schon mehrere Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen eingereicht hat.

    Es ist wirklich schade, dass solch ein Volkstum von der virtuellen Welt ausgeschlossen werden soll. Schließlich will hier ja keiner Geld damit verdienen.

    Heinz Erhardt würde sich im Grabe umdrehen.
    Geändert von Liljana (30.05.2012 um 10:25 Uhr)


  14. #48
    Jack+Sam Shipper Avatar von AngiAngus
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    Jaaaaaaaaaa, Klasse Heinz Erhardt - Der Meister des gehobenen Blödsinns

    Da fällt mir auch glatt nch eins ein...

    Hinter eines Baumes Rinde
    wohnt die Made mit dem Kinde
    Sie ist Witwe,
    denn der Gatte, den sie hatte,
    fiel vom Blatte.
    Diente so auf diese Weise
    einer Ameise als Speise.
    Eines morgens sprach die Made:
    liebes Kind, ich sehe grade,
    drüben gibt es frischen Kohl,
    den ich hol'. - So leb denn wohl!
    Halt, noch eins - denk, was geschah.
    Geh nicht aus, denk an Papa!
    Also sprach sie und entwich.
    Made junior aber schlich
    hinterdrein - und das war schlecht!
    Denn schon kam ein bunter Specht
    und verschlang die kleine fade
    Made ohne Gnade. - Schade.
    Hinter eines Baumes Rinde
    ruft die Made nach dem Kinde ...

    Heinz Erhardt - noch'n Gedicht.

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  16. #49
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Heute gibt es mal drei schöne Gedichte des Tages von mir, weil gerade die Sonne scheint, für Verliebte.


    Es ist Nacht,
    und mein Herz kommt zu dir,
    hält's nicht aus,
    hält's nicht aus mehr bei mir.

    Legt sich dir auf die Brust,
    wie ein Stein,
    sinkt hinein,
    zu dem deinen hinein.

    Dort erst,
    dort erst kommt es zur Ruh,
    liegt am Grund
    seines ewigen Du.

    (Christian Morgenstern)



    Du bist mein Land,
    ich deine Flut,
    die sehnend dich ummeeret;
    Du bist der Strand,
    dazu mein Blut
    ohn' Ende wiederkehret.

    An dich geschmiegt,
    mein Spiegel wiegt
    das Licht der tausend Sterne;
    und leise rollt
    dein Muschelgold
    in meine Meergrundferne.

    (Christian Morgenstern)



    Ich bin mir meiner Seele

    Ich bin mir meiner Seele
    In deiner nur bewußt,
    Mein Herz kann nimmer ruhen
    Als nur an deiner Brust!
    Mein Herz kann nimmer schlagen
    Als nur für dich allein.
    Ich bin so ganz dein eigen,
    So ganz auf immer dein.

    (Theodor Storm)
    Geändert von John's Chaya (08.05.2012 um 07:43 Uhr)
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  18. #50
    Lieutenant General Avatar von Antares
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    Heinz Erhardt konnte einfach herrlich verdrehte und witzige Gedichte (mit durchaus ernsteren Untertönen) schreiben. Schön, dass er auch in diesem Thread auftaucht.

    Das gleiche gilt für Christian Morgenstern - sehr feinsinnig, schön, dass er dabei ist!

    Danke fürs Posten!

  19. #51
    Fürstin der Finsternis Avatar von Liljana
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    Geändert von Liljana (30.05.2012 um 10:27 Uhr)

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  21. #52
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Ich hatte hier erst ein anderes Gedicht, aber es gefiel mir dann doch nicht, also kommt hier ein neues.

    Abenddämmerung

    Am blassen Meeresstrande
    Saß ich gedankenbekümmert und einsam.
    Die Sonne neigte sich tiefer, und warf
    Glührote Streifen auf das Wasser,
    Und die weißen, weiten Wellen,
    Von der Flut gedrängt,
    Schäumten und rauschten näher und näher -
    Ein seltsam Geräusch, ein Flüstern und Pfeifen,
    Ein Lachen und Murmeln, Seufzen und Sausen,
    Dazwischen ein wiegenliedheimliches Singen -
    Mir war, als hört ich verschollne Sagen,
    Uralte, liebliche Märchen,
    Die ich einst, als Knabe,
    Von Nachbarskindern vernahm,
    Wenn wir am Sommerabend,
    Auf den Treppensteinen der Haustür,
    Zum stillen Erzählen niederkauerten,
    Mit kleinen horchenden Herzen
    Und neugierklugen Augen; -
    Während die großen Mädchen,
    Neben duftenden Blumentöpfen,
    Gegenüber am Fenster saßen,
    Rosengesichter,
    Lächelnd und mondbeglänzt.

    (Heinrich Heine)
    Geändert von John's Chaya (09.05.2012 um 20:22 Uhr) Grund: Mir gefiel das erste Gedicht doch nicht so gut. :-)
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  23. #53
    Lieutenant General Avatar von Antares
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    @Liljana: Dein absolutes Highlight könnte auch zu meinem werden.

    Kann man das Problem des Älterwerdens (und die Folgeerscheinungen) besser auf den Punkt bringen? *lol*

  24. #54
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Der Schnupfen

    Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
    auf dass er sich ein Opfer fasse

    - und stürzt alsbald mit großem Grimm
    auf einen Menschen namens Schrimm.

    Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitschü!"
    und hat ihn drauf bis Montag früh.

    (Christian Morgenstern)
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  26. #55
    Sam&Jack - Shipper Avatar von Sam&Jack
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    @Liljana: Das Gedicht über Anhänglichkeit ist ja cool, da kann sich sicher jeder irgendwo zuornden
    @John's Chaya: Das Gedicht mit dem Schnupfen ist ja toll


    Ein männlicher Briefmark

    Ein männlicher Briefmark erlebte
    Was Schönes, bevor er klebte.
    Er war von einer Prinzessin beleckt.
    Da war die Liebe in ihm erweckt.

    Er wollte sie wiederküssen,
    Da hat er verreisen müssen.
    So liebte er sie vergebens.
    Das ist die Tragik des Lebens!

    (Joachim Ringelnatz)

  27. Danke sagten:


  28. #56
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Da heute Muttertag ist, habe ich mal zwei schöne Gedichte zu diesem Tag gesucht und hoffentlich gefunden.


    Meine liebe Mutter du

    Meine liebe Mutter du,
    ich will dir Blumen schenken.
    Was ich dir sagen will dazu,
    das kannst du dir schon denken.

    Ich wünsch dir Glück und Fröhlichkeit,
    die Sonne soll dir lachen!
    So gut ich kann und allezeit
    Will ich dir Freude machen.

    Denn Muttertage, das ist wahr,
    die sind an allen Tagen.
    Ich habe dich lieb das ganze Jahr,
    das wollte ich dir sagen.

    (Ursula Wölfel, dt. Kinderbuchautorin, geb. 1922)



    Ich brauch dich

    Zum Muttertag, zum Muttertag
    sag ich dir, dass ich dich mag.

    Es duftet nach Flieder und frischem Gras,
    und immer wieder verrat ich dir das:

    Zum Muttertag, zum Muttertag
    sag ich dir, dass ich dich mag.

    Die Blume braucht Wasser,
    der Baum der braucht das Licht,
    der Mensch, der braucht Menschen
    sonst freut es ihn nicht.

    Zum Muttertag, zum Muttertag
    sag ich dir, dass ich dich brauch
    und den Papa auch!

    (Autor leider unbekannt, Quelle:http://www.zeitblueten.com/1970/muttertagsgedichte/)
    Geändert von John's Chaya (13.05.2012 um 02:14 Uhr)
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  29. Danke sagten:


  30. #57
    Sam&Jack - Shipper Avatar von Sam&Jack
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    Oh das sind wirklich schöne Gedichte und sie passen auch perfekt zum heutigen Tag Danke fürs Raussuchen

    ****
    (ist zwar kein Muttertagsgedicht, aber ich finde es trotzdem sehr schön =) )

    Zwei Segel

    Zwei Segel erhellend
    Die tiefblaue Bucht!
    Zwei Segel sich schwellend
    Zu ruhiger Flucht!
    Wie eins in den Winden
    Sich wölbt und bewegt,
    Wird auch das Empfinden
    Des andern erregt.
    Begehrt eins zu hasten,
    Das andre geht schnell,
    Verlangt eins zu rasten,
    Ruht auch sein Gesell.

    Conrad Ferdinand Meyer

  31. Danke sagten:


  32. #58
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Ich habe heute mal einen kleinen Schmunzler für euch!

    Ich bin heute Morgen aufgewacht.
    Ich habe meine Arme hoch gestreckt,
    die Knie bewegt, den Hals gedreht...
    Es hat bei Allem "Knack" gemacht...
    Ich bin zu dem Schluss gekommen:
    Ich bin nicht alt, ich bin knackig!!!

    (Quelle leider unbekannt)
    Ich habe es heute morgen "freundlicher" Weise geschickt bekommen.
    Geändert von John's Chaya (14.05.2012 um 12:04 Uhr)
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  33. Danke sagten:


  34. #59
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Morgen ist Vatertag, für mich ein sehr trauriger Tag. Auf der Suche nach einem passenden Gedicht bin ich auf dieses gestoßen:

    Du bist bei mir

    Ich stand an deinem Bett und war ohne Fassung,
    denn deine Augen hast du für immer geschlossen.

    Deine Hände waren kalt, der Hauch deines Atems konnte mich
    nicht mehr berühren, dein Herz ruhte, denn es war ermüdet.

    Ich sass auf deinem Bett und streichelte dich ganz sanft,
    doch du konntest meine Zärtlichkeit nicht mehr erwidern.

    Ich weinte, doch du konntest mich nicht mehr trösten.

    Ich empfand tiefe Trauer und innigen Schmerz,
    doch du konntest ihn nicht mehr lindern.

    Ich fragte dich mit weinender Stimme, warum du mich ohne dich
    von mir zu verabschieden verlassen hast, doch die Antwort darauf
    blieb aus, sie wird für immer dein Geheimnis bleiben.

    Ich stehe an deinem Grab und erzähle dir aus meinem Leben,
    denn ich weiß du bist stets bei mir, deine Liebe zu mir wird
    niemals erlöschen und mich durch mein weiteres Leben begleiten.

    Du bist nicht fern von mir, sondern allgegenwärtig, denn ich
    spüre dich in jeder Sekunde, in jeder Minute und in jeder Stunde.

    Ich fühle dich wenn ich lache und wenn ich weine, wenn ich fröhlich
    und wenn ich traurig bin, denn du bist bei mir.

    Du füllst mein Herz weiterhin mit Liebe, Glück und Zuversicht,
    denn du hast mich nicht für immer verlassen, du bist mir nur vorangeschritten.

    Ich vermisse dich und werde dich niemals mehr vergessen.

    (Suzan, Quelle: http://www.jenseits-de.com/g/forums/...ages/7060.html)
    Geändert von John's Chaya (17.05.2012 um 02:01 Uhr)
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  35. #60
    Fürstin der Finsternis Avatar von Liljana
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