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Thema: [100] Verluste sind unumgänglich!

  1. #1
    Herrscher über Raum und Zeit Avatar von Timelord
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    Standard [100] Verluste sind unumgänglich!

    Titel:
    Verluste sind unumgänglich!
    Wort (Nummer): Trauer (16)
    Serie :SG1 Season 8
    Genre:Drama/ !!! CD !!!
    Charakter/Pairings: Jack & Sam
    Rating : PG12
    Anmerkung: Ein kleiner Gegenstand kann alles verändern.

    *****


    Sam bückte sich hinter einem Stein. Die Plasmaentladungen flogen SG1 nur so um die Ohren. Es sollte eine einfache Aufklärungsmission werde, doch irgendjemand hatte vergessen zu erwähnen, das sich hier ein Ausbildungslager für die Jaffa des Goa´uld Ares befand. Zu ihrem Leidwesen waren sie entdeckt worden und hatten die sprichwörtlichen Beine in die Hände genommen und waren zurück zum Gate geflohen.

    Nun kauerten sie hinter Steinen. Mehrere Plasmaentladungen schlugen in ihre Deckung ein und ließen ein kleinen Schauer aus Staub und Kieseln über sie regnen.
    Sam machte sich so flach wie möglich und versuchte das Feuer zu erwidern.
    „Daniel! Auf mein Zeichen rennst du zum DHD und gibst die Koordinaten. Teal´c, wir geben ihm Feuerschutz.“
    Sie lud ihre P90 nach und stellte dabei fest, dass es sich um das letzte Magazin handelte. Ihr Vorhaben musste gelingen, sonst waren sie alle geliefert.

    „JETZT!“

    Sie sprangen gemeinsam auf. Während Sam und Teal´c den Feind mit Feuer eindeckten, rannte Daniel zum DHD und gab in Windeseile die Koordinaten ein. Der Ereignishorizont stabilisierte sich und während er zu dem rettenden blauen Energiefeld rannte, das ihn in ein Wurmloch transportierte, gab er seinen Iriscode ein und rief den Anderen zu das sie jetzt verschwinden könnten.

    Völlig außer Atem kamen sie im SGC an.
    „IRIS SCHLIESSEN!“

    Im letzten Moment, bevor die Iris sich komplett zusammenzog, flog etwas aus dem Ereignishorizont und blieb wenige Zentimeter neben Sam liegen.
    „Das wars dann.“, ging Sam durch den Kopf bevor ein lauter Knall sie in tiefe Dunkelheit riss.

    Das Erste was Brigadier General Jack O´Neill sah, als sich das Feuerschutzschott wieder öffnete, waren Sanitär die hektisch umherliefen und sich um die Körper auf dem Boden kümmerten.
    Er starrte auf die Rampe. Dort lagen Daniel und Teal´c jeder mit schweren Brandwunden. Dem Jaffa hatte die Explosion zusätzlich noch die linke Hand abgerissen. Der Stumpf war schon verbunden worden, doch das Blut durchnässte bereits den Verband.
    Während die beiden Männer bereits auf Tragen gehievt und in die Krankenstation gebracht wurden, dauerte es viel zu lange für seinen Geschmack, was Carter anging.

    Er hielt es nicht mehr aus und rannte in den Torraum. Walter versuchte noch ihn aufzuhalten, war aber selber noch zu geschockt um sich wirklich durchsetzen zu können.
    Der General blieb hinter einer Traube Sanitäter stehen. Die Ärztin kniete neben dem verbrannten Körper Sams. Sie war kaum noch wiederzuerkennen. Der Stoff des Tarnanzugs hatte sich über die ganze linke Seite ihres Körpers in die Haut gebrannt.
    Die Hitze hatte das Fleisch ihres Armes dermaßen niedergebrannt, das an einigen Stellen der Knochen zu sehen war. Ihr linkes Bein war knapp unterhalb ihres Beckens zerfetzt worden. Die einzelnen Teile lagen verstreut in der Gegend und wurden gerade von dem medizinischen Personal eingesammelt.
    Einer der Sanitäter kam auf ihn zu und zog ihn von diesem bizarren Schauspiel weg.
    „Sir, es ist besser, wenn sie jetzt gehen. Wir lassen sie so bald wie möglich holen.“

    Jack schluckte und fühlte eine unheimliche Leere in sich.
    Was, wenn sie stirbt?
    Was, wenn sie stirbt ohne das ihr eindeutig gesagt habe, was ich fühle?

    Er wandte sich an den Sani.
    „Ich will sofort Bescheid wissen, was ihren Zustand betrifft.“
    „Natürlich, Sir.“

    Dann wandte sich O´Neill ab und wollte in sein Büro. Er musste nachdenken.

    Wenige Stunden später war die Beleuchtung der Krankenstation auf ein Mindestmaß reduziert worden. Nur je eine kleine Halogenleuchte beleuchtete die Instrumente, die an den drei Patienten angeschlossen waren.
    Sie waren alle drei in ein künstliches Koma versetzt worden, damit sich der Körper ganz auf den Heilungsprozess konzentrieren konnte.

    Teal´c sah noch am Normalsten aus, wenn man von dem kleinen aber dicken Verband absah, der sich am Stumpf seines Armes befand. Daniels rechte Körperseite und ein kleiner Teil seines Gesichtes waren in Verbände gewickelt.
    Sam hingegen war nicht zu erkennen. Ihr ganzen Körper bestand aus kleinen Stoffbahnen, gefertigt aus Zellmaterial. An einigen Stellen eingefärbt durch die undefinierbare Paste, mit der man sie eingeschmiert hatte und die das verbrannte Gewebe regenerieren sollte.

    Ein verloren wirkender und gebrochener Mann aß auf einem kleinen unbequemen Stuhl links an ihrem Bett. Von dem toughen Jack O´Neill war hier nichts mehr zu sehen. Mit beiden Händen hielt er Sams Hand.

    „Ich war so ein Idiot. Jahrelang habe ich mir eingeredet, dass der Job wichtiger sei und ich für ihn zurückstecken muss. Nie im Leben hätte ich mir träumen lassen, das uns wirklich was passiert. Weißt du Sam, wir sind alle zusammen so oft in lebensbedrohlichen Situationen geraten und konnten uns immer aus ihnen befreien. Ich Weiß nicht mehr, wie oft wir verletzt wurden und knapp davor standen, zusammen mit dem Tod einen trinken zu gehen. Das alles hat dazu geführt das ich uns immer in einer Schutzblase gewähnt habe, innerhalb dessen uns nie was passieren kann. Doch diese Blase ist geplatzt und ich…“, seine Stimme versagte“... verspreche dir. Wenn du wieder gesund bist, quittier ich meinen Job oder lasse mich versetzen. Egal. Hauptsache ist, dass wir zusammen sein können. Sam… ich liebe dich.“

    Beinahe schien es, als ob Sams Bewusstsein nur auf diese Sätze gewartet hat um sich der Erlösung hinzugeben. Nur wenige Sekunden später wurde aus dem gleichmäßigen Piepen des Herzmonitors ein durchdringender Ton.
    Flatline.

    Zwei Tage später…

    Wäre der Anlass nicht ein durchweg trauriger gewesen, so hätte sich General George Hammond durchaus gefreut wieder in das SGC zurückzukehren. Doch es gab nichts Erfreuliches an seinem heutigen Besuch.
    Nachdem er erfahren hatte das Lieutenant Colonel Samantha Carter und Doktor Daniel Jackson wenige Stunden den Verletzungen einer schweren Explosion erlegen waren hatte er alle seine Termine und Konferenzen ausfallen lassen und sich sofort auf den Weg in den Cheyenne Mountain.

    Heute fand die Trauerfeier statt. Sogar der Präsident hatte sich angekündigt um dieser letzten Respektsbezeugung beizuwohnen.
    Hammond stand in der Tür zu seinem alten Büro und sah dabei zu, wie Jack einen Brief zusammenfaltete und in einen Umschlag steckte. Er räusperte sich um auf sich aufmerksam zu machen.
    O´Neill sah kurz auf.
    „General Hammond… es ist eine Freude sie wiederzusehen.“

    „Bitte Jack. Nennen sie mich George. Das Recht dazu haben sie sich allemal verdient.“
    Für einige sehr lange Momente herrschte eine unheimliche Stille, bevor sich Jack des Umschlags bewusst wurde, den er in Händen hielt.
    Er stand auf und überreichte ihn Hammond.
    „Was ist das?“
    „Meine Kündigung. Mit Beendigung der Trauerfeierlichkeiten trete ich von meinem Posten zurück und quittiere den Dienst.“
    Hammond war für einen kurzen Augenblick sprachlos. Er konnte durchaus nachvollziehen, was in dem Mann vorging, doch mit einem so drastischen hatte er nicht gerechnet.
    „Der Präsident und ich werden dieses Schreiben nicht akzeptieren.“
    „Sie müssen.“

    Ohne ein weiteres Wort zu sagen ging Jack O´Neill an seinem Vorgesetzten vorbei und lief in Richtung Torraum.

    Die Trauerfeier war ein wahres Epos gewesen. Den Helden, den sie gewidmet war, mehr als ebenbürtig. Der Präsident hatte eine flammende Rede gehalten, das Verluste in ihrem Kampf unumgänglich seien, doch das einige Verluste schwerer trafen als Andere. Jack packte den Karton mit seinen privaten Habseligkeiten auf den Rücksitz seins Wagens und lies die Tür ins Schloss fallen.
    Im Spiegelbild der verdunkelten Scheibe konnte er den Eingang des Cheyenne Mountain. Er spürte wie sich das Gefühl der Leere in ihm verstärkte.
    Jack würde nie wieder an diesen Ort zurückkehren, doch die Erinnerungen daran was er hier erlebt und versäumt hatte würden ihn auf ewig verfolgen.
    In einem Akt der Verzweiflung hatte sie alle versucht ihn davon abzuhalten, einige wohl wissend, was beim letzten Mal beinahe passiert wäre, als er einen geliebten Menschen verloren hatte.
    Selbst Teal´c, der wenige Stunden zuvor aus seinem Koma erwacht war, hatte versucht ihn zum Bleiben zu überreden.
    Das musste der berühmte irische Dickschädel in ihm sein…

    Jack stieg in seinen Wagen startete den Motor und warf noch einen letzten Blick zurück, bevor sein Wagen das Gelände zum letzten Mal verlies.

    ENDE (?)
    ***

    "Wir sind alle Menschen dieses Planeten, egal, welche Religion, Hautfarbe und Herkunft wir aufweisen!"
    Perry Rhodan, Neo Band 2

    ***


  2. #2
    Nulli Secundus Avatar von Major Lee Adama
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    oh verdammt du lässt daniel und sam sterben??
    aber wenigstens hat o´neill sich ausgesprochen.

    eine echt gute geschichte!!



  3. #3
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Irgendwie schreit das ENDE (?) nach einer Fortsetzung.

    Mich würde jetzt interessieren, ob Jack wieder in den Zustand verfällt, in dem er nach dem Tod von seinem Sohn gerutscht ist.

  4. #4
    Herrscher über Raum und Zeit Avatar von Timelord
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    Danke @ alle Button Drücker

    @Major Lee Adama:

    Wenn man so auf andere meiner Werke schaut, kannst du noch froh sein, das es nur Sam und Daniel waren ^^. Scherz beiseite...
    Ich denke einfach, das der Verlust Sams und Daniels eine größeren seelische Wunde hinterlässt als wenn es T gewesen wäre.

    Damit will ich nicht sagen, das er keine Gefühle T gegenüber hat, aber der große Schwarze ist nun mal wie Jack ein Krieger und Krieger können sterben.

    Vielen Dank für das Kompliment.

    @Jolinar:

    Hey Hey.... endlich jemand dem das Fragezeichen aufgefallen ist ^^.
    *Mal auf meiner Festplatte kram*
    Fortsetzung... Fortsetzung... da war doch was ^^... oder vielleicht auch nicht
    Lass dich einfach überraschen.
    ***

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    ***

  5. #5
    Captain Avatar von Evaine
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    Ein trauriges Ende... aber auch einfühlsam und passend.

    Danke.

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