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Thema: Atlantis 2022 (Teil 2 Crossover mit HP)

  1. #1
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Standard Atlantis 2022 (Teil 2 Crossover mit HP)

    Titel: Atlantis 2022 – Teil 2 (Crossover mit Harry Potter)
    Autor: Mara Ann
    Serie: Stargate / Stargate Atlantis / Harry Potter
    Genre: Allgemein, Mistery
    Pairings: Colonel John Sheppard/ Dr. Elizabeth Weir-Sheppard,
    Ronon Dex/ Teyla Emmagan-Dex,
    General Jack O`Neill/ Colonel Samantha Carter-O`Neill
    Staffel/Spoiler: 17 Jahre nach 3.16, Fortsetzung von Atlantis 2022 (Teil 1)
    Disclaimer: Mir gehört nichts außer der Storyline und mein eigenen Charakteren, die FF ist nur zum Spaß geschrieben und nicht für Geld.
    Kurzinhalt: Sinatra Sheppard entdeckt, dass die HP Bücher bis auf das letzte Kapitel wahr sind und das Detail, das Harry 1938 geboren wurde nicht 1981.
    Extra Infos: Der Kampf zwischen Dumbledore und Grindelwald fand nicht in 2. sondern im 1. Weltkrieg statt.
    Länge: ca. 35.000 Wörter

    --------------------
    Das hier ist zur selben Zeit wie der Teil 2 entstanden, und ist eine Art erweiterte vorm. Wer es gelesen hat wird merken das alles was in Teil 2 Steht auch hier steht, nur das es hier erweitert ist, es gibt eigene Kapitel und mal sind nur einzelne Sätze in einem Kapitel abgeändert, wer will kann sich ja einen Sport daraus machen diese zu finden, ich wünsche viel Spaß * g*

    Und nun viel Spaß.
    ----------------------

    Kapitel 14: Unglaublich?


    Sinatra war schon an der Beifahrertür, als der General sie am Einsteigen hinderte.
    „Nein Sinatra, nach hinten. Tina sitzt neben mir. Schließlich ist sie die ältere.“

    Ohne weitere Widerrede setzte sich Sinatra zu Maria auf die Rückbank. Sie wagte es nun doch nicht, dem General zu widersprechen.
    Jack startete den Wagen und fuhr langsam rückwärts aus der Einfahrt.

    Maria starrte zu Sinatra. „London, wieso warst du in London?!“

    „Nun ja, ich habe dir doch schon mal erklärt was Beamen ist. Das Ganze kann ich auch ohne Hilfe von Technologie, so wie die ersten Antiker.“, setzte Sinatra zur Erklärung an.
    „Ich habe schon darauf gewartet, das einer das fragt. Ihr wisst über zwei meiner Fähigkeiten Bescheid, der General von Dreien, so wie mehrere Leute. Aber nur Sam und Teyla wissen mehr und dann noch nicht einmal alles. Es gibt verschiedene Arten von Beamen, die mit Hilfe von Technologie und die Art, die auf geistigen Fähigkeiten beruht, man würde es apparieren nennen.“

    „Auf welche Bibliothek hat man dich denn losgelassen, Harry Potter ist doch nur Fantasy.“ Tina lachte und schüttelte den Kopf. „Hast du den Verstand verloren?“

    „Nein, meinen Verstand habe ich noch und bis vor ein paar Stunden hättest du das Stargate auch als Science Fiction abgetan.“, erwiderte Sinatra.

    Maria überlegte kurz. „Hast du vorhin gemeint, dass deine Fähigkeiten den Zauberkräften, von denen Rowling erzählt, sehr ähnlich sind?“

    „Ja, nur hatte sie nie erwähnt, dass auch Menschen stablose Magie anwenden können.“

    „Wie meinst du das?“ Jack war völlig verblüfft. Ein leichter Schock war auf seinem Gesicht zu sehen.

    „Na, die Zauber funktionieren eben.“ Sinatra zuckte mit den Schultern „Ich weiß nicht wie, aber es ist so. Einmal habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, dass alles wahr sein kann. Ja, ich bin sogar gewillt, es zu glauben.“

    „Das meinst du doch nicht wirklich ernst?“, seine Gesichtszüge entglitten ihm vollständig, was aber nur Tina sehen konnte.

    Sinatra wurde nun etwas energischer. „General, wir beide wissen, dass es unglaublichere Dinge gibt, als diese Vorstellung. Erinnern sie sich an die Berichte über die Ritter und den Drachen, man hat nie eine Vorrichtung gefunden, die dies bewirkte. Merlin ist Antiker, wird aber in den Büchern als Vorfahre der Zauberer gezählt.“

    Jack gab sich geschlagen. „OK, wenn du es so sehen willst. Aber erzähl niemanden etwas davon, du könntest mehr Ärger und Probleme bekommen, als dir lieb ist.“

    „General, sie verheimlichen mir doch da etwas?“ Irgendetwas am Ton O’Neills ließ Sinatra stutzig werden. „Wollen sie es mir nicht lieber gleich sagen, irgendwann erfahre ich es doch.“

    Jack presste die Lippen zusammen. Er ärgerte sich, dass er nicht besser auf seine Worte geachtet hatte. „Nein, ich werde es nicht erzählen. Es ist besser, wenn du es nicht weißt. Und jetzt keine weitere Fragen mehr.“

    „Entschuldigen sie, Sir, dass ich gefragt habe.“ Sinatra gab sich vorerst damit zufrieden. „Kommt nicht wieder vor.“
    Doch insgeheim wartete sie nur darauf, dass sie endlich am Ziel waren. Dann würde sie schon in Jacks Gedanken eindringen und sich die Informationen holen, die sie haben wollte.

    Drei Stunden später parkte Jack das Auto auf dem Parkplatz und stieg aus. Die anderen folgten ihm.

    Sinatra sagte nur kurz: „General?“

    Jack drehte sich zu ihr. „Was ist Sinatra?“

    „Entschuldigen sie, Sir. LEGITIMES!“

    Sie tauchte in seine Gedankenwelt ein. Er wehrte sich, doch sie war stärker. Zuerst sah sie nur die Bilder aus seiner militärischen Karriere, aber dann zeigte sich ihr ein Bild, was sie nicht glauben wollte. Es war ein Wohnzimmer, in dem ein ziemlich niedergeschlagener elfjähriger Jack O´Neill und seine Mutter standen. In einer Ecke des Zimmers saß eine Eule auf einer Stange. Mrs. O´Neill liefen Tränen übers Gesicht und in der Hand hielt sie einen Brief von St. Hellens, in dem stand: „Nach einer Reihe von Tests müssen wir ihnen leider mitteilen, dass ihr Sohn keinerlei magische Begabung aufweist.“
    Diese Erinnerung reichte Sinatra, es war also wahr. Sie ließ ihre Anspannung zurückfallen und stand wieder auf dem Parkplatz. General O´Neill wurde von Tina gestützt und Maria hielt sie fest.

    „Hast du bekommen was du wolltest? Bist du nun zufrieden?“, fuhr Jack sie wütend an. „Musste es gerade diese Erinnerung sein? Du weißt nicht wie unangenehm dieser Tag für mich war, ich dachte, ich hätte ihn längst vergessen.“

    „Entschuldigen sie bitte, Sir.“ Sinatra war nun doch etwas verlegen. „Das wollte ich wirklich nicht, aber sie hätten es mir doch einfach sagen können.“

    „Ich wollte aber nicht, dass du es weißt.“ Jack fuhr sich gedankenverloren durch seine Haare. „Als du erzählt hast, dass das Gen etwas mit den Fähigkeiten meiner Mutter zu tun haben könnte, bekam ich Panik. Sie hatte mich damals zu meinem Vater gebracht, weil sie mich nicht mehr haben wollte.“

    „Ich kann mich nur noch einmal entschuldigen, Sir. War ihr Vater eigentlich, verzeihen sie mir den Ausdruck, normal?“

    Jack nickte. „Ja, so normal wie es nur geht. Kannst du es löschen?“ Er schaute zu Maria und dann zu Tina, von der er vorsorglich einen Schritt weggetreten war.

    Sinatra verstand, was er meinte, während sich ihre Freundinnen nur ratlos anschauten. Sie entfernte sich von Maria und streckte dann ihre Arme in Richtung der beiden aus.

    „Emuvilus, ,Alohomora,“, die Türen des Autos gingen wieder auf, „Wingardium Leviosa.“

    Langsam setzte sie die beiden, die inzwischen zusammengesackt waren, zurück auf ihre Plätze.

    „So, erledigt, General. Sie wissen nur noch, dass sie ins Auto gestiegen sind. Und solange sie nicht nach London fragen, haben wir kein Problem, Sir.“

    Jack hatte sich mittlerweile wieder etwas beruhigt. „Sag ihnen, dass sie das bestimmt nur geträumt haben. Sie werden so oder so etwas verwirrt sein, wenn sie aufwachen.“

    „Ja, Sir. Wir sollten sie wecken, Sir.“

    Er nickte zur Bestätigung und rief: „Aufstehen!“

    Plötzlich hörte man zwei dumpfe Schläge aus dem Auto. Die beiden wollten, nachdem sie den Befehl gehört hatten, sofort aufspringen. Doch war dies im Auto natürlich nicht möglich. Langsam krabbelten sie heraus und hielten sich stöhnend den Kopf.

    „Oh mein Gott, musste das sein, Sir?“ ächzte Tina. „Sie hätten uns doch auch auf andere Weise wecken können.“

    „Und ihr beide hätten euch durchaus an die Tatsache, dass ihr im Auto sitzt, erinnern können.“, erwiderte Jack lächelnd.

    „Ja Sir.“; kam es synchron.

    „Gut.“, Jack nickte. „Dann wäre das geklärt, alle mitkommen.“

    Sie hatten wirklich unglaubliches Glück, dass sie von niemandem beobachtet wurden.



    -----



    Cheyenne Mountain, Ebene 26


    Lorne kam gerade in sein Büro, wo er schon erwartet wurde.

    Erstaunt blieb er an der Tür stehen. „Sir, ich dachte, wir haben ein Gespräch unter vier Augen?“

    „Da muss ich ihnen zustimmen Evan.“ Jack hatte es sich in Lornes Sessel derweil gemütlich gemacht. „Aber ich kann die Kinder hier nicht alleine lassen.“

    An der Wand standen Sinatra, Tina und Maria. Sinatra wollte schon protestieren, doch O´Neill hatte ihnen Redeverbot erteilt. Dabei hatte er ganz besonders sie angeschaut, so als wollte er sagen, Mund halten oder es passiert etwas.

    Br. Gen. Lorne schaute ihn fragend an. „Wieso sind die drei eigentlich in ihrer Begleitung; sollte ihre Frau nicht die nächsten drei Tage auf sie aufpassen? Wo steckt Carter eigentlich?“

    „Sie sind in meiner Begleitung, weil meine Frau etwas Zeit für sich braucht. Außerdem möchte ich, dass sie schon morgen nach Atlantis gehen. Wo Sam grade steckt, habe ich keine Ahnung, wahrscheinlich will ich es auch noch nicht wissen..“

    Lorne seufzte. „Mir fehlen ihre Witze, Sir.“

    „Der Job ist langweilig. Außerdem bin ich nicht mehr der Jüngste und es macht einfach weniger Spaß. Ein alter weiser Mann kann doch kein Affe sein. Auch nehmen einem schlechte Erinnerungen die Lust, zu scherzen.“

    Kurz war Sinatra in Versuchung zu lachen, doch jetzt wusste sie, dass allein sie die Schuld an seiner unglücklichen Laune trug.
    ‚Immer bin ich schuld, wenn es anderen schlecht geht. Vorhin Sam, jetzt er. Wieso ich? ‚

    Jack erhob sich nun langsam und deutete auf Maria und Tina. „Könnten sie die beiden bitte in ein Quartier bringen lassen? Ich habe mit Sinatra allein noch ein paar Sachen zu besorgen.“

    Sinatra war überrascht. „Davon hatten sie mir gar nichts gesagt, Sir. Was wollen sie mit mir kaufen?“

    „Ich sagte es aber doch gerade,“ erwiderte Jack unwillig, „und bei was, sage ich nur denk an vorhin.“

    „Oh, entschuldigen sie, dass ich gefragt habe, Sir.“ Sinatra ließ den Kopf hängen, es war ihr immer noch peinlich.

    „Sir, ich bringe die beiden Mädchen selbst in ihr Quartier. Unser Gespräch findet morgen um 08.00 Uhr statt, ohne die Kinder!“ Lorne verließ mit Maria und Tina den Raum.

    Jack nahm Sinatra am Arm. „Gehen wir nach oben, auf Ebene 1 kann uns die Legisla hochbeamen.“

    „In Ordnung Sir. Wo gehen wir den hin?“, fragte sie nun doch sehr neugierig geworden.

    „Alandeso Gasse, San Francisco. Meine Mutter hat mich vor besagtem Brief immer dorthin mitgenommen. Eine von 37 in den USA. Auch hier in Colorado müsste eine sein, aber ich kenne sie aber leider nicht.“, fügte er bedauernd hinzu.

    „Sir, ihre Mutter hat in Kalifornien gelebt und ihr Vater in Minnesota?“

    „Sie haben sich getrennt, als ich fünf Jahre alt war. Meine Mutter ist dann mit mir ausgezogen.“ In der Erinnerung daran runzelte er die Stirn.

    „Sir, darf ich fragen, wieso sie sich getrennt haben?“

    „Der eigentliche Grund war der Streit, auf was für eine Grundschule ich gehen sollte.“

    „Er wollte, dass sie auf eine Muggelschule gehen und sie war dagegen, habe ich Recht, Sir?“

    „Ja, so war es und die stärkere Seite – eben meine Mutter - hat eben gewonnen.“ Er zuckte kaum merklich mit den Schultern.


    -----


    An Bord der Legisla


    „General, was verschafft uns die Ehre?“

    „Ich brauche nur einen Schnelltransport nach San Francisco, Colonel Conner.“

    „Könnte ich erfahren wieso, Sir?“

    „Nein, Colonel können sie nicht.“ O’Neill sagte dies mit einem Nachdruck, der keine weiteren Fragen zuließ.

    „Dann setze ich sie Zwei mal nahe der Innenstadt ab.“

    Mit einem weißen Lichtblitz tauchten die beiden in einem Parkhaus auf. Conner hatte diesen Ort gewählt, weil sich im Moment hier niemand aufgehalten hatte. Schweigend gingen sie in Richtung Ausgang.

    „Besser hätte er es nicht treffen können.“ Jack schaute sich suchend um.

    „Wie meinen sie das, Sir?“

    Er zeigte nach vorn. „Einmal um den Block rum sind wir in einer Nebenstraße. Dort ist der Eingang.“

    TBC
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    Atlantis 2022 (Teil 1) Abgeschlossen
    Atlantis 2022 (Teil 2) Abgeschlossen
    Atlantis 2022 (Teil 2 Crossover mit HP) Abgeschlossen
    Atlantis 2022 (Teil 3)
    Sehnsucht Abgeschlossen
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    - Drabbel
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    - Stargate in den Mund gelegt:
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  2. Danke sagten:

    , Khonsu

  3. #2
    Wächter und Techniker Avatar von Am17
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    Die Idee ist nicht schlecht. Ich bin schon auf die Fortzetung gespannt


    Wann kommt eigentlich der normale dritte teil raus?

  4. #3
    Senior Master Sergeant Avatar von Dicker1
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    argh nee das geht doch nicht ^^ SGA und die Zauberwelt ??? Am ende Wird Sinatra während sie auf der Straße Zaubert von einem Betrunkenen Dementoren Angefahren

  5. #4
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    hi nun der nächste Teil

    Am17: Der 3. Teil kommt frühestens im Sommer wenn nicht später

    Dicker1: Deine Fantasie stimmt mir meiner nicht über ein

    ________________

    Kapitel 15: Alandeso Gasse


    „Brauchen wir nicht noch neue Kleidung, Sir?“
    Sinatra trug immer noch ein leichtes Sommerkleid über ihrem Badeanzug und O’Neill hatte seine Uniform an.

    „Würde ich doch meinen. Dir waren deine alten Umhänge zu klein und durch den Schulwechsel brauchst du sowieso neue.“ Er gab ihr eine Ausrede, mit der sie aber nicht einverstanden war. „Und mir kannst du doch bestimmt einen blauen Umhang herbeizaubern?“

    „Kein Problem.“
    Sie schaute ihn kurz an und schon hatte er einen blauen Umhang über seiner Uniform. Man konnte fast meinen, er träge darunter nur eine blaue Hose und ein blaues Hemd.
    „Bitte Sir. Und das mit meiner Geschichte, da habe ich eine weitaus bessere Idee.“

    „Vielen Dank.“ Jack sah an sich hinunter. „Was meinst du mit ‚bessere Idee’?“
    „Ich sage nur Weihnachtsferien, Feuer und Krankenhaus.“
    „Und der dadurch bedingte Umzug, du bist genial.“
    „Danke Sir.“ Sinatra strahlte.

    Mittlerweile waren sie an einem etwas heruntergekommen wirkenden Cafe angekommen und O’Neill hielt ihr die Türe auf. Kaum hatten sie es betreten, kam der Wirt auch schon auf sie zu. „Was kann ich für sie tun?“

    „Wir würden gerne einiges Einkaufen und brauchen jemanden, der uns das Tor öffnet.“

    „Mein Zauberstab ist leider verbrannt, so wie der Rest meiner Schulsachen und ich brauche alles neu.“, fügte Sinatra hinzu.
    Der Wirt schaute Jack verständnislos an.

    „Wissen sie, ich habe keinen Zauberstab, ich bin ein Squib.“, war Jacks Erklärung. „Sie,“, er zeigte auf Sinatra, „wohnt nur die Zeit, bis ihre Eltern ein neues Haus gefunden haben, bei mir. Beziehungsweise in einer Woche wird sie ihre neue Schule kennenlernen.“

    „Ah, ich verstehe.“, der Wirt nickte verständnisvoll. „Dann werde ich ihnen einen Auror als Begleitung mitgeben, er wird auch wissen was sie brauchen. Er wandte sich an Sinatra. „Sie haben wirklich schöne grüne Augen junge Dame.“

    „Danke Mister, mir wurde gesagt dass ich die von meinem Opa geerbt habe. Ich wünschte, ich hätte die Möglichkeit gehabt, ihn kennenzulernen.“, fügte Sinatra leise hinzu.



    „Ich bin Toren und wie ist ihr Name?“

    „Sinatra.“

    „Jack, sie werden uns also begleiten?“

    „Ja, auch wenn ich es vorziehen würde, die junge Dame alleine zu begleiten. Squibs sind hier leider nicht so gerne gesehen.“
    „Er kommt mit.“ Sinatra wollte schon gar nicht mit so einem Typen alleine gelassen werden, besonders da ihr hier alles neu war.

    Toren nickte verständnisvoll. „Ja, das habe ich auch bemerkt mit den Squibs. Für welche Klasse benötigen sie die Ausrüstung denn?“

    „Ich würde gerne die Ausrüstung für die 6. und 7. Klasse haben, es steht leider noch nicht so ganz fest, in welche Klasse ich komme. Besonders, da ich jetzt schon zwei Monate Unterricht verpasst habe und ein halbes Jahr meines Gedächtnis verloren habe.“

    „Wie sie wollen. Sie kommen bei Gringotts alleine zurecht?“
    Sie standen vor dem großen weißem Gebäude der Bankfiliale.
    „Ja, Ich habe schon als Kind hier Geld gewechselt.“, Jack konnte diesen einfach Typ nicht leiden.


    -----


    Gringotts

    „Ach du meine Güte, General! Wieviel Geld schleppen sie denn mit sich rum?“ Sinatra bekam große Augen.
    Jack hatte gerade 4 x 200 $ in Scheinen aus seinem Portmonee gezogen.
    „Ist doch nicht viel, du sollst doch eine wirklich gute Ausrüstung bekommen.“
    Er schob das Geld über den Tresen, wo der Kobold jeden Schein einzeln überprüfte. Dann holte dieser zwei Säcke unterm Tresen hervor und reichte sie Jack.
    „Ihre 4000 Gallonen, Mister.“
    „Danke, Grano.“
    „Gerne geschehen, besuchen sie uns bald wieder.“
    „Wenn es sich einrichten lässt, gerne. Sinatra komm.“
    Er ließ je einen Beutel in seine Manteltasche wandern.
    „Ja, Sir.“

    Toren hatte draußen auf sie gewartet. „Sie sind fertig? Dann sollten wir jetzt eine Tasche und die Schuluniform besorgen.“
    „Nichts dagegen, ich muss ja irgendwo meine Einkäufe verstauen.“, stimmte Sinatra zu.

    Neunzehn Minuten später kamen sie aus Mosens Taschenladen. Sinatra hatte sich eine schwarze Umhängetasche ausgesucht, in die durch einen Zauber zwanzigmal mal so viel passte wie es aussah. In dieser Tasche hatte sie auch ihr Zauberstabholster verstaut. Bei Mme Sin, einer Japanischen Schneiderin, verbrachten sie fast eine ganze Stunde. Während ihres Aufenthalts dort hatte Toren einen Kessel, Zaubertrankzutaten und die Schulbücher sowie ein Buch über die Schule besorgt. Als sie die Schneiderei verließen war der Gallonenvorrat von 4000 auf 2694 geschrumpft.
    „Als nächstes brauche ich einen neuen Zauberstab.“
    „Dann sollten wir zu Lossens Laden, er macht die Besten in ganz Kalifornien.“

    Sie betraten den kleinen Verkaufsraum des Ladens.
    „Was kann ich für sie tun?“, fragte der Verkäufer hinter dem Tresen freundlich.
    „Die junge Dame braucht einen neuen Zauberstab.“
    Hinten im Lager war ein seltsames Rascheln zu hören.
    „Ich glaube, ich habe den Richtigen für dich.“ Er schaute Sinatra prüfend an.
    Dann verschwand er nach hinten ins Lager und kurze Zeit später versiegte das Rascheln. Er kam mit einer Box wieder nach vorne.

    „Probieren sie den hier, ich versuche ihn schon seit Januar loszuwerden. Sie sind schon eine ganze Weile zauberstablos, würde ich sagen, oder?“
    „Ja, mein Zuhause ist in den Winterferien niedergebrannt und für meine neue Schule brauche ich nun eine Ausrüstung.“
    „Wieso holst du dir die Ausrüstung erst jetzt?“, fragte Toren neugierig.
    „Ach, ich war vor einer Woche noch im Muggelkrankenhaus.“ Das musste als Erklärung vorläufig reichen.

    Sinatra öffnete die Box und nahm den Stab aus der Kiste. Ein warmes Gefühl drang in sie. Ein noch viel schöneres und wärmeres als das, was sie empfand, wenn sie auf dem Kontrollstuhl saß.
    „Wow, so eine Reaktion auf einen Zauberstab habe ich noch nie gesehen.“ Der Verkäufer starrte sie mit offenem Mund an. „Da ich den sowieso loswerden wollte, gebe ich ihn ihnen zum halben Preis. Das macht dann 300 Gallonen.“

    Jack zückte sein mittlerweile doch etwas leichteres Portmonee. „Hier bitte.“
    „General, ich würde auch gerne einmal selber zahlen.“ Sinatra war es gar nicht Recht, dass O’Neill alles für sie bezahlte.
    „Lass nur, es ist schon in Ordnung.“, winkte Jack ab.
    „Dann nochmals vielen Dank, Sir.“

    Nachdem alles erledigt war, verließen sie wieder den Laden.
    „Danke, Sinatra.“ Diese sah ihn etwas verständnislos an. „Wieso danken sie mir Toren?“
    „Einfach aus dem Grund, weil Mr. Lossen endlich wieder ertragbar wird. Dieser Zauberstab ging ihm schon lange auf die Nerven. Früher hat dieser sich nur wochenweise bewegt, seit Januar aber durchgehend.“

    Sinatra sah ganz schuldbewusst zu Jack, dieser Zauberstab wollte schon seit Jahren zu ihr.
    „Sir, kann ich einen Besen haben?“
    „Wofür ist wohl der Rest des Geldes?“ Für O’Neill war dieser Einkaufsbummel eine willkommene Abwechslung. „Und einen Schnatz bekommst du auch noch; ich kann dir ja leider kein Haustier kaufen.“

    „Wieso tun sie das, wenn ich fragen darf, Sir?“
    Jack räusperte sich. Gott, was stellte dieses Mädchen dauernd für Fragen. „Sagen wir einfach, weil mir etwas an dir liegt. Außerdem möchte ich dir noch etwas zum Geburtstag schenken.“
    „Ich habe doch erst in sieben Wochen Geburtstag.“, antwortete Sinatra verwundert.
    Doch mit einer herrischen Geste gebot er ihr, zu schweigen.

    „Sinatra, wieso nennen sie ihn eigentlich immer Sir?“, wollte Toren wissen.
    „Na, weil er eben mein Vorgesetzter ist.“
    „Ich bin Air Force General und sie wird nach der Schule der Air Force beitreten.“ Jack zwinkerte ihr zu, sie sollte es so hinnehmen, wie er es sagte.
    Sinatras Gesicht strahlte. „Ich freue mich schon darauf.“
    „Sie wollen nicht in der Magischen Welt bleiben, Sinatra?“ Toren wirkte doch etwas enttäuscht.
    „Nein, mich hält hier nichts.“ Sinatras wusste genau, was sie in Zukunft machen wollte.
    Er nickte. „Gut, dann bringe ich sie jetzt zum Sportladen.“
    „Das müssen sie nicht. Wir kommen schon alleine zurecht.“ Eigentlich wäre Sinatra viel lieber mit Jack allein weitergegangen.
    „Keine Widerrede, ich bin zu ihrem Schutz eingeteilt worden, ich begleite Sie.“ Toren eilte schon wieder voraus.

    Eine gute Stunde später standen sie wieder vorm Pup. ‚’Ein blöder Name für ein Restaurant’, dachte Sinatra.

    Ihre Tasche hatte eine interessante Innenform angenommen, als sie ihren Feuerblitz 6 darin verstaut hatte. Von außen sah sie immer noch aus wie vorher. In der Tasche befanden sich nun auch der Schnatz und die restlichen 943 Gallonen, die Jack ihr mit dem Zusatz, er bräuchte sie ja sowieso nicht, gegeben hatte.

    Sinatra verstaute schnell ihren Schulumhang, den sie in der Gasse getragen hatte, in der Tasche.
    „General hier ist gerade niemand, ihre Hand bitte.“

    „Bitte mach doch zuerst diesen dämlichen Umhang weg und gib mir eine einfache Jacke dafür.“, bat Jack.
    „In Ordnung, Sir.“
    Sie schaute ihn an wie beim letzten Mal und plötzlich war aus dem Umhang eine Jeansjacke geworden. Danach ergriff er ihre Hand.

    In einem weißen Licht und mit einem leisen Knall tauchten die beiden im Beamraum von Ebene 1 auf.
    „General, sie sind schon zurück?“ Erstaunt blickte der Captain die beiden an.

    O’Neill sah auf die Uhr. „Na ja, wir waren jetzt über vier Stunden unterwegs und es ist schon verdammt spät. Im Übrigen muss das Mädchen morgen früh los und vorher soll sie auch noch ein bisschen Schlaf finden.“

    „In Ordnung, Sir. Ihre Anwesenheit ist wieder vermerkt.“
    „Meine Karte wird also funktionieren?“
    „Ja, Sir wie jedesmal. Denken sie sich doch mal eine andere Frage aus, diese ist mittlerweile witzlos geworden.“
    „Zügeln sie ihre Zunge, Captain.“
    „Entschuldigung, Sir.“


    -----


    Sinatra betrat das Quartier, in dem sie und ihre Freundinnen die Nacht verbringen würden.
    „Hey Sinatra, du bist ja wieder zurück.“ Sie eilten beide auf Sinatra zu. Neugierig fragte Tina: „Und was ist in der Tasche da?“
    „Wonach sieht es denn aus?“ Sinatra liebte es, wenn sie ihre Freundin aufziehen konnte.
    „Es muss etwas sehr kleines sein, sie sieht sehr leer aus.“
    „Weil sie leer ist. Jack wollte mir für den siebzehnten Hochzeitstag meiner Eltern und auch für meinen Geburtstag ein Ballkleid kaufen. Aber uns hat keins gefallen. Ich ziehe lieber meine Uniform an.“
    „Das kannst du doch nicht machen, dann wäre euer Ausflug ja für umsonst gewesen.“, Maria wollte nicht glauben, was ihre Freundin gesagt hatte.
    Sinatra betrachtete ihre neue Errungenschaft. „Das würde ich nicht sagen, ich habe eine schöne neue Schultasche gefunden.“

    „Erzähl uns doch ein wenig mehr über dich.“, bat Tina. „Wie war deine Kindheit auf Atlantis, gab’s dort noch andere Kinder oder wart ihr die einzigen?“

    „Och, ich hatte wirklich eine schöne Kindheit.“ Sinatras Stimme hatte einen weichen Klang bei der Erinnerung daran. „Meine Mum hat mich verwöhnt und Dad hat mir Benehmen und Gehorsam beigebracht.“ Dass ihr Vater sie abgöttisch liebte und ihr so Manches durchgehen ließ, verschwieg sie lieber. „Natürlich gab’s dort auch andere gleichaltrige Kinder, was denkt ihr denn. Die haben mich immer sehr bewundert. Ich war doch das Kind der Chefs.“

    „Also keine richtigen Freunde.“, stellte Maria fest.

    „Doch, Freunde hatte ich schon. Nur waren die alle schon erwachsen.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Mich hat es nie besonders interessiert, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.“

    Maria musste unbedingt noch eine bestimmte Frage loswerden. „Sinatra, hatte nicht Sam schon einmal vor deinem Vater Angst?“

    „Hey, was wird das hier eigentlich? Eine Fragestunde?“ Langsam wurde es Sinatra doch ein bisschen zu viel.

    „Ja, nun hab dich nicht so. Gib mir einfach eine Antwort.“ Maria ließ nicht locker.

    „Also gut, wenn’s denn sein muss. Mein Vater tut sich eben manchmal etwas schwer mit dem Befolgen von seiner Meinung nach unsinnigen Befehlen. Na ja, da sind Sam und er eben mal aneinandergeraten. Du meintest wohl auch die Sache mit seiner Degradierung oder?“

    „Genau die. Ich will unbedingt wissen, wie er das bloß geschafft hat.“

    „Dein Vater wurde schon mal degradiert?“ Tina war verwirrt, das hatte sie nicht erwartet.

    „Ja, und das nicht nur einmal.“ Sinatra schaute kurz um sich und fing ganz von vorne zu erzählen an. „Das erste Mal hat er in Afghanistan einen Befehl ignoriert und weil er dadurch Leben gerettet hatte, musste er nicht hinter Gittern, sondern wurde nur auf den Rang eines Majors zurückgestuft und nach McMurdo strafversetzt. Das zweite Mal war fünf Jahre später auf Atlantis. Er hatte gerade erfahren, dass meine Mum schwanger geworden ist. Er ist auf einen seiner eigenen Leute losgegangen, da dieser etwas über die eigentlich verbotene Beziehung zwischen meinem Dad und meiner Mum herausgefunden hatte. Und dann gabs Trouble. Zur Strafe musste er drei Monate als einfacher Soldat auf Atlantis Dienst schieben.“

    „Wieso wurde er nach dem letzten Vorfall nicht zur Erde versetzt?“ Gebannt hatte Tina die Geschichte von Sinatras Vater verfolgt.

    „Keine Ahnung. Ich denke mal, keiner seiner Vorgesetzten wollte ihn auf der Erde haben, er hat zu sehr seinen eigenen Kopf.“ Sinatra kannte ihren Dad einfach zu gut. Die Vorgesetzten von ihm machten, so gut es ging, immer einen weiten Bogen um ihn.

    „Sag mal, wie weit liegen eigentlich dein Geburtstag und die Heirat deiner Eltern auseinander?“ Maria wollte es aber ganz genau wissen.

    „Fünf Wochen und drei Tage. Weil Mum darauf bestanden hat, dass ihre Familie dabei sein sollte, haben sie sogar hier auf der Erde geheiratet. Sie hat meinen Dad bearbeitet, dass auch er seine Familie zur Hochzeit einlädt, doch in der Beziehung war sie chancenlos. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Bruder ist und war auch noch nie das beste. Er glaubt immer noch, dass dieser ihn hasst. Aus dem gleichen Grund ist er auch nicht auf die Beerdigung seines Vaters gegangen. Ich war zu dem Zeitpunkt grad ein halbes Jahr alt.“
    Ohne Punkt und Komma hatte Sinatra die Geschichte ihren aufmerksamen Zuhörern erzählt.

    TBC
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    Atlantis 2022 (Teil 2) Abgeschlossen
    Atlantis 2022 (Teil 2 Crossover mit HP) Abgeschlossen
    Atlantis 2022 (Teil 3)
    Sehnsucht Abgeschlossen
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    - Stargate in den Mund gelegt:
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  6. Danke sagten:


  7. #5
    dumm geboren und nix dazugelernt:P Avatar von Santanico Pandemonium
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    Interessante Crossover, und so unmöglich ist das auch gar nicht, es gibt hier im Forum bereits eine sehr gelungene SG/HP Crossover.

    Bin gespannt wie es weiter geht. Ich wundere mich nur, dass niemand bemerkt hat, dass Sinatra noch nie in der magischen Welt war, die Auroren oder das Zaubereiministerium müssten da doch schnell misstrauisch werden?
    Lustig wirds, wenn Sinatra mal beim stablosen Zaubern erwischt wird oder so.

    O'Neill als Zauberer ist natürlich auch was witziges...
    WEIR: ... putting your life and other people's lives at risk. You destroyed three quarters of a solar system!
    McKAY: Well, five sixths. It's not an exact science.
    WEIR: Rodney, can you give your ego a rest for one second?

    Ein Jahr später:
    Spoiler 
    CARTER: About a year ago, your brother came across an abandoned alien experiment called Project Arcturus.
    CARTER: It was an attempt to generate zero point energy.
    JEANIE: That would be virtually limitless power. What happened?
    McKAY: A slight problem. It was the creation of exotic particles in the containment field.
    CARTER: He destroyed a solar system.
    JEANIE: Meredith! (She smacks his arm.)
    McKAY: It was uninhabited!

  8. #6
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    hi

    Santanico:
    Es gibt hier mehrere? ich hatte nur ein anderes entdeckt, aber egal
    Dann will ich dich nicht weiter auf die Folter spannen.
    Es hat neimand bemerkt weil Sinatra ja schon wissen über die Welt hat und der Auror könnte es nicht merken da er ja nicht über alle Zauberer bescheid wissen kann.
    Wenn sie erwischt wird, ist hier die Frage.
    O'Neill ist kein Zauberer sondern ein Squib, das ist schon ein Unterschied.

    ___________________
    Kapitel 16: Atlantis


    Sinatra hatte ihre kleine Reisetasche in die große gesteckt. Diese sah nun prall gefüllt aus; ein Zeichen, das nichts mehr hineinpasste.
    Aufgeregt standen sie zusammen im Gateraum und warteten auf das OK aus Atlantis. Als es endlich soweit war, zogen Sinatra und Maria eine nun doch etwas zögerliche Tina mit sich durchs Stargate.

    „Willkommen in Atlantis. Ich bin Dr. Elizabeth Weir-Sheppard, die Leiterin hier und die Mutter von Sinatra.“ Liz stand an der Treppe und begrüßte die drei Mädchen. Sie gab Maria und Tina die Hand. „Ich freue mich wirklich sehr, euch kennen zulernen.“
    Dann wandte sie sich mit einem nicht mehr ganz so freundlichen Blick an ihre Tochter.
    „Wieso hast du mir nie gesagt, dass deine Schwestern häufig Alpträume haben?“

    Sinatra druckste ein wenig herum. „Mum, ich dachte eben, dass es besser wäre, wenn sie es dir selber erzählen.“ Es war ihr doch etwas peinlich, hier vor ihren Freundinnen von ihrer Mutter zur Rede gestellt zu werden. „Woher weißt du es übrigens?“
    „Leneon hat es getan, als er einmal wegen Übermüdung bei Carson war.“
    Liz deutete den Mädchen an, ihr zu folgen. Zusammen gingen sie die Treppe hinauf Richtung Büro.

    Sinatra bedachte ihre Mutter mit einem vorwurfsvollen Blick. „Mum, wieso hatte es hier keiner für nötig gehalten, mir von seiner Entführung zu erzählen. Wo steckt er überhaupt?“ Suchend schaute sie sich um.
    „Wir wollten dich nicht verunsichern, du solltest doch schöne Ferien haben. Er ist mit Rodney und John in der Jumperbucht. Rodney will von ihm rauskriegen, wie er den Jumper repariert hat. Ich glaube fast, er ist ein bisschen eifersüchtig.“ Liz schmunzelte im Gedanken an den Wissenschaftler.

    „Mum, ich spring schnell zu ihnen. Rodney wird von ihm sowieso keine zufriedenstellende Antwort kriegen, Leneon ist fast so wie ich.““ Liz konnte Sinatra grade noch zurückhalten. „Stop, mein Kind. Wo bleiben deine guten Manieren.“

    Elizabeth wollte erst gar nicht fragen, wie sie das grad gemeint hatte, sie konnte es sich sowieso schon denken. Womöglich hatte ihr Sohn gerade seine erste Antikerkraft entdeckt.
    Sie aktivierte ihr Headset, „John, Leneon, kommt bitte in mein Büro.“

    In Liz Büro angekommen, bat sie die Mädchen, sich zu setzen.

    Es dauerte gar nicht lange, da kamen schon John und Leneon angestürmt. John riss seine Tochter in die Arme und drückte sie herzhaft. „Dad“, rief sie lachend, „es ist schön, wieder hier zu sein. Komm her, Leneon.“ Nach einer kurzen Umarmung nahmen sie nebeneinander ihren Eltern gegenüber Platz.

    John wollte sich gerade hinsetzen, als sein Blick auf ihre Tasche fiel.
    „Wo hast du die her, Sinatra?“. Seine Freude war mit einem Mal wie weggewischt.

    Erstaunt blickte Sinatra ihren Vater an. „Na, ich war Shoppen.“ Was regte sich ihr Vater denn so auf? Wusste er etwas, war er - ,fragte sie sich.

    „Mit wem?“

    ,Was soll das denn jetzt? Traute er ihr nicht zu, alleine durch die Stadt zu laufen?, fragte sich Elizabeth stirnrunzelnd.

    Der Ton ihres Vaters gefiel Sinatra keineswegs, deshalb antwortete sie patzig: „Mit General O’Neill. Er wollte mir unbedingt ein Kleid kaufen, mir hat nur keins gefallen. Können wir das vielleicht nachher unter vier Augen diskutieren, Dad?“

    John war bleich geworden. O’Neill kannte seine Welt? Oder war es wirklich nur eine Muggeltasche?
    Damit nicht weiter auffiel, dass er an etwas anderes dachte, fragte er: „Wer sind denn deine Freundinnen? Willst du uns nicht vorstellen?“

    „Dad, das sind Maria Tessler und Tina Faless. Sie waren in meiner Klasse.“

    Die beiden Mädchen standen artig auf und schüttelten dem Colonel die Hand.

    „Guten Tag, Sir, es ist schön, sie kennenzulernen.“ Tina hatte vor Aufregung einen trockenen Hals bekommen und konnte ihm kaum in die Augen sehn.

    „Ganz meinerseits.“ John war bei der Nennung von Tinas Nachnamen zusammengezuckt.
    Er wollte gerade eine Schimpfrede ansetzen, doch Sinatra kam ihm zuvor.

    „Dad, nicht. Ich weiß, was du sagen willst, bitte lass es gut sein. Wir alle drei wissen bereits von dem Vorfall.“ Sinatra schaute ihrem Vater bittend in die Augen. „Gut gemacht, Leneon“, sie klopfte ihrem Bruder leicht auf die Schulter „und trainiere deine Kräfte fleißig.“ er sah sie mit strahlenden Augen an.

    „Colonel Sheppard. Glauben sie mir, ich bin nicht wie meine Brüder und ich schäme mich für sie.“ Tina schaute betreten zu Boden.

    „Das werden wir ja noch herausfinden.“, antwortete er grollend.
    Elizabeth versuchte ihn zu beruhigen. „John, hör auf, ihr Angst zu machen. General O’Neill hat nur lobende Worte für sie gefunden.“

    Sinatra beeilte sich, die Situation zu entschärfen. „Mum, welches Quartier bekommen denn die beiden? Und Carson wartet bestimmt auch schon auf uns.“

    „Quartier 5 und 6, direkt neben deinem. Ach Gott, Carson, den hatte ich ja ganz vergessen. Und nun ab mit euch.“

    „Machen wir.“ Sie wandte sich nochmals zu ihrem Vater. „Noch eins, Dad. Mein Quartier, zehn Uhr. Ich hab noch etwas für dich.“
    Damit verließ sie - gefolgt von ihren Freundinnen - das Büro.

    „Sinatra wo gehen wir hin? Wer ist Carson?“, fragten Maria und Tina.
    „Wir gehen zur Krankenstation, Dr. Carson Beckett ist unser Chefarzt. Wir müssen noch wissen, ob ihr vielleicht auch das Gen habt.“


    -----


    „Nein.“ Tina war aufgesprungen, als Carson mit einer Spritze auf sie zukam.
    „Du musst keine Angst haben, es tut nicht weh.“
    Sie trat einen Schritt zurück. „Das sagen Sie.“
    „Tina leg dich wieder hin, es muss sein.“, Sinatra verstand gar nicht, warum ihre Freundin so viel Angst hatte, und noch dazu vor so etwas alltäglichem.
    „Nein. Werde ich nicht.“
    „Sinatra, sorge bitte dafür, dass sie sich etwas beruhigt.“ Carson drehte sich um. „Maria, dann fangen wir wohl lieber bei dir an.“
    „In Ordnung, Doc.“, war ihr einziger Kommentar, bevor sie sich hinlegte.

    Sinatra sah beruhigend zu Tina: „Hey, jetzt erzähl mir doch mal, wieso du solche Angst vor einer läppischen Spritze hast.“
    Tina ging zögernd auf ihre Freundin zu. Eigentlich wollte sie viel lieber abhauen, doch das traute sie sich dann doch nicht.

    „Es tut weh, ich hab einfach Angst vor diesen Dingern.“, sie war nach wie vor in Verteidigungsposition gegangen. Sinatra wollte einfach nicht verstehen.

    „Ich verspreche dir, dass es das nicht wird.“, Carson war gerade mit Maria fertig geworden. Diese stand schon wieder auf.
    „Das glaube ich ihnen nicht.“ Tina machte einen Schritt rückwärts und stand jetzt an der Wand.
    „Dann lass es uns doch herausfinden.“, Carson kam auf sie zu.
    „Nein.“, sie rollte sich an der Wand entlang und lief zur Tür.

    „Halt.“, rief Sinatra. Tina stoppte. Doch nicht, weil sie es wollte, nein. Sie konnte sich auf einmal nicht mehr bewegen. Sinatra zeigte mit einem Arm auf sie und schien die Kontrolle übernommen zu haben. Tinas Körper schwebte auf die Liege zu. Maria stand der Mund offen, sie starrte fasziniert zu Sinatra hinüber.

    Als Carson Tina das Blut abgenommen hatte, löste Sinatra den Fesselzauber wieder.
    „Musste das sein?“, brachte Tina entsetzt hervor. Eigentlich wollte sie furchtbar sauer auf ihre Freundin sein, doch irgendwie fehlte dazu die Kraft.

    „Ja.“, kam es von Sinatra und Carson gleichzeitig. Beide fühlten sich von ihr angesprochen.
    Maria löste sich gerade wieder aus ihrer Starre.
    „Wwwie hast du das gemacht?“, fragte Tina unsicher.
    „Ein festes Schutzschild aufgebaut und dann habe ich dich einfach schweben lassen.“
    „Tu das bitte nicht noch einmal.“ Tina hatte sich aufgesetzt, auch wenn ihr noch ein wenig schwindelig war. Wieso war ihr das Gefühl eben nur so bekannt vorgekommen?

    Carson nahm sie behutsam am Arm. „Immer schön langsam, Mädchen. Einigen wir uns drauf, dass du es beim nächsten Mal freiwillig tust, okay?“
    „Wenn es ein nächstes Mal gibt.“, nuschelte Tina vor sich hin. Sie beeilte sich, von der Liege zu kommen. „Sinatra, du wolltest uns doch die Stadt zeigen.“

    „Carson dürfen wir?“

    „Erst noch ein kleiner Check up für dich, meine Liebe.“ Mit diesen Worten wies er Sinatra an, sich hinzulegen.
    „War doch klar, wie immer.“, mit einem Satz war sie oben.

    TBC
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  9. Danke sagten:


  10. #7
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    ich bin enttäuscht von euch

    danke an die 2 drücker

    ------------------
    Kapitel 17: Potter


    Kurz nach 22 Uhr, Sinatras Zimmer


    „Sinatra, kann ich rein kommen?“ John stand vor ihrem Zimmer, den Zauberstab hatte er sich vorsorglich in seine Jacke gesteckt; hoffte aber, dass er ihn nicht brauchen würde.

    „Na klar. Wieso fragst du eigentlich? Dad.“, sie öffnete die Tür und ließ ihn herein.
    Auf ihrem Bett lag bereits der Brief, den ihr der unbekannte Mann in die Hand gedrückt hatte.

    Sie gab ihn ihrem Vater. „Dad, den soll ich dir geben. Ein Fremder, der dir fast schon unheimlich ähnlich sieht und irgendwie auch meine Augen hat, hat ihn mir für dich gegeben. Er hat gesagt, dass ihr euch seit mehr als dreiundzwanzig Jahren nicht gesehen habt und erwähnte dabei Afghanistan.“

    „Dave.“, murmelte er völlig perplex und steckte den Brief in seine Hosentasche.
    „Wer ist Dave?“, fragte Sinatra interessiert.
    „Mein Bruder.“
    „Ich habe einen Onkel?“ Sinatra starrte fassungslos zu ihrem Vater.
    „Ja, genauso wie mindestens einen Cousin. Soweit ich mich erinnere, müsste dieser zwei Jahre älter sein als du. Aber frag mich nicht, wie er heißt, ich habe es vergessen.“ Abwesend strich sich John über sein schwarzes Haar, in dem sich im Laufe der Zeit doch einige graue Strähnen angesammelt hatten.

    ‚Oh mein Gott’, dachte Sinatra. ‚Konnte das denn so ein verrückter Zufall sein?’
    „Dad, heißt er vielleicht Jason?“

    „Mag sein, wie kommst du denn darauf?“ Er war immer noch in seine Gedanken an die Vergangenheit vertieft.

    „Ich glaube, ich bin ihm im Schwimmbad begegnet.“ Dass Jason sie vermutlich für verrückt gehalten hatte, behielt sie vorsichtshalber für sich.

    „Zeig mir bitte mal deine Tasche.“, wechselte John unvermittelt das Thema.

    „Wieso?“, fragte Sinatra irritiert.

    „Zeig mir die Tasche, das ist ein Befehl.“, verlangte ihr Vater nun sehr energisch.

    „Nein, Sir. Ich will erst wissen wieso.“ Sie hasste es, wenn er ihr auf die Tour kam.

    John runzelte die Stirn. „Was ist nur mit dir los? Soll ich vielleicht die beiden Mädchen zurückschicken? Anscheinend tun sie dir nicht sonderlich gut.“

    „Oh Nein. Das können sie nicht tun, ich gehe sonst auch.“ Sinatra verschränkte trotzig ihre Arme.

    „Und wie ich das kann.“, warnte sie ihr Vater drohend. „Du bleibst schön hier. Und jetzt Sinatra, die Tasche.“, er war sinksauer, wie konnte sie nur so stur sein.

    Sie zuckte zusammen und zeigte in eine Ecke des Zimmers. Ihre Augen füllten sich langsam mit Tränen.
    Sheppard ging langsam auf die Tasche zu. Um sie war ein Schutzschild, das er zwar spürte, doch er konnte einfach hindurchgreifen. Es verschwand sofort, als er die Tasche berührte. Er nahm sie hoch und reichte sie seiner Tochter. Sinatra öffnete sie nur sehr zögerlich.

    Oh Gott, ihr Vater war ein Zauberer und sich auch dessen bewusst, sonst hätte er nie die Tasche berühren können.
    Ihre Hände zitterten. John ergriff ihre eiskalten Finger und sah ihr irritiert in die Augen. „Was ist mit dir los? Wovor hast du solche Angst.“ Hatte es etwa mit dem Inhalt dieser Tasche zu tun?

    Sinatra schluckte und sackte dann langsam in sich zusammen. Sie schlug angstvoll die Augen nieder.

    Sheppard schaute hinein. Drinnen lagen Zaubersachen, ja, eine ganze Schulausrüstung. Er trat geschockt einen Schritt zurück. „Was willst du mit diesen Sachen?“

    „Ich wollte doch nur die Bücher.“, stammelte Sinatra. „Aber er meinte, dass ich alles bekomme. Ich brauche eigentlich gar keinen Zauberstab, ich kann das alles auch ohne.“

    „General O’Neill ist ein Zauberer?“ John war völlig perplex. Warum war ihm das nur niemals aufgefallen?

    „Nein, er ist ein Squib. Ich weiß es auch erst seit gestern. Bis dahin hatte ich gedacht, das ganze sei nur Fantasy.“

    Benommen setzte sich John zu seiner Tochter aufs Bett. „Wieso hab ich nie was davon bemerkt?“

    „Er doch genauso wenig, also mach dir keine Vorwürfe. Vorhin hast auch du einen Fehler gemacht, sonst wüsste ich jetzt nicht Bescheid.“ Mittlerweile hatte Sinatra sich wieder etwas gefangen. „Wieso hast du nur die Zaubererwelt verlassen?“

    John setzte zu einer Erklärung an. „Weil ich rausbekommen habe, dass mein Vater das genauso gemacht hatte. Bis zu meinem 17. Geburtstag hatte er immer behauptet, er sei ein Muggel und ich muggelgeboren, also kein Halbblut. Ich habe ihn gefragt wieso, aber nie eine Antwort darauf erhalten, bis mir ein britisches Geschichtsbuch für Zauberer in die Hände fiel. Nachdem ich die Bilder und den Text über Harry gelesen habe, hatte ich die Erklärung. Ich wollte nicht mehr in dieser Welt leben, die mich die ganze Zeit angelogen hatte, und bin in die Muggelwelt gegangen.“

    „Opa ist...Harry Potter?“ Sinatra blieb fast die Luft weg. „Aber war ist dann mit dem Geburtsdatum?“

    „Ich habe die Bücher selbst als Kind gelesen.“, fuhr John fort. „Dad/Harry/Patrick ist 1938 geboren und es gab die Bücher schon in der 70ern; sie wurden für die Muggel nur später etwas der neuen Zeit angepasst. Und ein Kapitel, das der Wirklichkeit am weitesten entfernt ist, drangehängt.“

    Sinatra überlegt kurz. „Dave und Jason, sind die dann auch Zauberer?“

    John nickte. „Mein Bruder ja, bei Jason weiß ich es nicht. Das zeigt sich meist erst mit dem zwölften Lebensjahr, aber er wäre mindestens ein Squib.“

    „Wow, das ist ja so cool.“ Sinatra konnte gar nicht mehr stillsitzen. „Dad kannst du mir zeigen, wie ich den Zauberstab nutze und auf dem Besen fliege?“

    „Es wäre mir ein Vergnügen. Und jetzt zappel nicht so rum, sonst schicke ich dich noch zu Heightmeier.“ Ihr Vater drohte spielerisch mit dem Finger.

    Sinatra holte eifrig ihren nagelneuen Besen und ihren Zauberstab aus der Tasche.
    „Dad, hast du auch einen Besen?“

    Er antwortete ihr nicht, sondern zog seinen Zauberstab aus der Jacke, löste den verkleinerten Besen, der mit Tesafilm daran befestigt war, und vergrößerte ihn.
    „Mein Feuerblitz 4 damals das beste Model.“ Er platzte fast vor Stolz und strich liebevoll über den Besenstiel.

    „Ich habe einen 6er, die sind ganz neu.“, Sinatra strahlte ihn triumphierend an.
    John stand beleidigt auf.

    „Dad, komm schon. Eigentlich müsste ich beleidigt sein.“ Sie stupste ihn an. „Du hast mir mit elf Jahren meine Ferien geklaut, und nur, weil du nicht wolltest, dass ich die Wahrheit erfahre.“

    Er drehte sich um und sagte: „Genauso wie ich jetzt verhindern werde, dass dein Bruder auf die Erde kommt.“

    Sinatra hatte einen guten Vorschlag. „Lass ihn doch davon wissen und unterrichte ihn selber.“

    „Das meinst du doch nicht ernst?“ fragte John ungläubig.

    „Natürlich“, sie nickte eifrig. „und ich werde dir dann dabei helfen. Ich will doch nicht, dass er bei meiner Abschlussfeier fehlt.“

    „Aber die ist doch noch vor dem ersten September.“, erwiderte John.

    „Wenn er den Brief nicht erhält, wo soll er dann die Schulsachen herbekommen?“, konterte Sinatra.
    „So wie du sie bekommen hast?“, meinte John.

    „Du willst gar nicht wissen, wie ich dafür lügen musste.“ Sinatra entfuhr ein tiefer Seufzer, als sie sich daran erinnerte.

    „Will ich doch?“ John schmunzelte.

    „Nein, lassen wir das jetzt, Dad.“, winkte seine Tochter ab. „Zeig mir lieber, wie ich meinen Besen am besten benutzen kann.“

    „Nicht hier. Das machen wir ein andermal auf dem Festland.“ John musste mittlerweile schon mehrmals gähnen.

    „Dann sollten wir mit einem Jumper dorthin.“ Sinatra packte schon alles zusammen.

    „Jetzt?“, entgeistert sah John auf die Uhr. „Es ist schon verdammt spät.

    „Ja jetzt, Daddy bitte.“ Sinatra schaute ihn bettelnd an.

    Er seufzte. „Okay, wenns unbedingt jetzt sein muss.“ Wenn sie ihn so ansah, war er einfach Wachs in ihren Händen.
    „Pack den bitte auch in deine Tasche, ich will nicht über die Beiden ausgefragt werden.“, er gab ihr seinen Besen, den sie wie befohlen neben ihren in die Tasche steckte.
    „Können wir?“, sie ging in froher Erwartung zur Tür.

    „Natürlich.“, er legte ihr seinen Arm um die Schulter und zusammen verließen sie das Zimmer.

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  12. #8
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    Danke Khonsu
    _____________

    Kapitel 18: Festland


    „Kontrolle, Jumper 1 erbittet Starterlaubnis.“, John hatte es sich in seinem Pilotensitz bequem gemacht.

    „Colonel, wo wollen sie so spät noch hin?“, wollte Chuck wissen.

    „Ach, nur für ein bis zwei Stunden mit meiner Tochter aufs Festland.“, teilte Speppard ihm über Funk mit.

    „John, solltest du so etwas nicht vorher mit mir besprechen?“ Liz hatte die Unterhaltung verfolgt und war leicht angesäuert.

    „Nein.“, entgegnete ihr John. „Das muss ich nur, wenn ich dich oder die Kleineren auch mitnehmen will. Das war allerdings nicht meine Absicht und ich dachte eh, du schläfst schon.“

    „Da hast du eben falsch gedacht.“ Liz schnaubte. „Ich will auch mit. Sonst lass ich euch nicht raus.“

    „Mum, nein.“ Sinatra wollte mit ihrem Vater lieber alleine sein.

    John verlegte sich aufs Flehen „Liz, lass es bitte.“

    Doch seine Frau ließ in diesem Fall nicht mit sich reden. „Nein, John. Ihr kommt hier nicht ohne mich weg.“

    „Na gut, du lässt ja doch nicht locker. Dann komm, Mama.“ Sinatra nickte ihrem Vater zu; dieser öffnete etwas widerwillig die Heckklappe.

    Liz betrat den Jumper und John schloss die Heckklappe wieder.

    „Chuck, öffnen sie den Hangar.“, befahl die Leiterin von Atlantis.

    „Ja Ma’am.“

    Sie hoben ab und flogen in Richtung Festland.

    „Was wollt ihr beiden eigentlich jetzt noch auf dem Festland?“, fragte Elizabeth neugierig.

    „Geht dich nichts an Mama, ist so oder so gerade geplatzt.“, meinte Sinatra. Ihr war die Lust an diesem Ausflug sowieso schon vergangen.

    „Sinatra, sie hat das Recht dazu.“, wies John leicht tadelnd seine Tochter zurecht. Er überließ Sinatra das Steuer und wandte sich an seine Frau. „Liz, du weißt nicht alles über mich.“

    Diese lächelte. „Da irrst du dich aber gewaltig. Nach 20 Jahren weiß ich mehr als du denkst.“

    „Seit 20 Jahren leben wir hier auf Atlantis und mit 18 hatte ich diesen Teil meiner Vergangenheit schon längst aufgegeben. Und jetzt darf ich Lehrer spielen.“, er strahlte.

    Sinatra lachte. „Dad, vor einer Stunde wolltest du mir und General O’Neill dafür noch den Hals umdrehen. Darf es Leneon dann endlich auch wissen?“

    „Was genau willst du Leneon erzählen?“ John sah sie aufmerksam an.

    „Das ein Teil der Erdbevölkerung das Gen seit mehreren Tausend Jahren benutzt.“, bekam er prompt zur Antwort.

    „Das Gen ist dafür verantwortlich?“, fragte John.

    „Was hast du denn gedacht, Dad. Wie weit geht denn eigentlich mein Stammbaum zurück?“

    „Über die Prevells bis zu Merlin, einem der Ersten.“

    „Merlin! Ich hör wohl nicht richtig. Der hatte noch nicht einmal Kinder.“, meldete sich Elizabeth empört zu Wort.

    John schmunzelte. „Doch Schatz. Er hatte fünf Stück, um genau zu sein, damals alles Halbblüter. Halb Lantianer, halb Mensch.“

    „Halb Zauberer, halb Mensch. Mama ich bin eine Hexe.“ Sinatras Augen funkelten.

    „Habt ihr was getrunken?“, Liz bekam langsam Angst, dass die beiden nicht mehr ganz klar im Kopf waren.

    „Dad, sie glaubt uns nicht.“

    „Ist auch egal. Gib mir doch bittet den Meinigen.“, er hatte den Jumper auf einer großen Lichtung gelandet und zeigte auf ihre Tasche.

    Sinatra zog die beiden Besen aus der eigentlich viel zu kleinen Tasche.

    „Mama, mach den Mund zu, es zieht.“

    „Liz wir sind bestimmt eine Stunde oder länger unterwegs, schlaf eine Runde.“

    Aber seine Frau dachte natürlich gar nicht dran, seine Anweisung zu befolgen. Sie trat hinter den beiden langsam aus dem Jumper und schaute etwas ungläubig auf die Szene, die sich ihren Augen bot.

    „… Dad, dazu muss ich erst einmal in die Luft kommen, wenn ich mich dann auch sicher fühle spielen wir, fang den Schnatz.“

    „Du hast es doch im Blut.“ John war ganz stolz auf seine Tochter. Aber eine Frage beschäftigte ihn doch schon eine ganze Weile. „Wie viel hat O’Neill eigentlich für dich ausgegeben?“

    „4000 Gallonen.“ Sinatras Antwort kam etwas zögerlich.

    „Das sind 800 Dollar.“ Ihr Vater war leicht geschockt.

    „Ich weiß. Ich wollte ihm das Geld auch zurückgeben, aber er hat gesagt, dass ich schon gar nicht auf diese Idee kommen sollte.“

    John nickte. „Alles klar. So, nun leg den Besen neben dich und mach’s wie im ersten Film. Die Produzenten haben sich einiges an Geld gespart, indem sie echte Zauberer in den Hauptcast aufgenommen haben.“

    „Wow, keine Spezialeffekte? Auf.“, der Besen flog ihr in die Hand.

    „Nur wenige. Einmal kurz rauf und dann wieder runter.“

    „Ja, Sir.“ Sie stieß sich vom Boden ab, flog drei Meter weit, bis sie wieder auf dem Boden aufsetzte.
    Liz hatte ihnen bis jetzt sprachlos zugeschaut und war dann urplötzlich in Ohnmacht gefallen.

    „Mum!“
    „Liz!“
    Vater und Tochter rannten mit den Besen in der Hand auf sie zu.

    „Liz, was ist mit dir?“ Besorgt nahm John seine Frau in die Arme.

    „Dad, ich glaube, es ist nichts Schlimmes. Sie ist nur vor Schreck ohnmächtig geworden. Warte, ich bringe sie in den Jumper und danach können wir weitermachen.“

    Sie streckte ihre Hand in die Richtung ihrer Mutter aus. Diese schwebte nun langsam auf den Jumper zu. Drinnen legte Sinatra sie behutsam auf einer der seitlichen Bänke ab.

    Sinatra wandte sich wieder ihrem Vater zu. „Dad, hast du eigentlich schon mal gespielt?“

    Zögerlich wandte sich John wieder seiner Tochter zu. So ganz wohl war ihm nicht. Irgendwie machte er sich doch Sorgen um seine Frau.
    „Ich war Sucher, so wie mein großer Bruder, aber immer besser als er. Der war nur Ersatzspieler.“

    „Klasse Dad. Wir spielen jetzt eine Runde „Fang den Schnatz“ und dann fliegen wir wieder zurück. Morgen lassen wir das mit dem Jumper und nehmen gleich die Besen.“

    „Das traust du dir wirklich schon zu?“

    „Natürlich Dad.“ Kopfschüttelnd fügte Sinatra noch hinzu: „Wieso hast du das nur so lange vor mir verborgen?“

    „Komm, ich will das nicht noch einmal diskutieren.“ Mit diesen Worten schwang John sich auf seinen Besen und hob ab.

    Sinatra zog aus ihrer Tasche den Schnatz. Sie stellte diese ins Cockpit zurück, warf noch einen kurzen Blick auf ihre schlafende Mutter und folgte ihm.

    Sie fühlte sich, als hätte sie schon ewig auf einem Besen gesessen.

    Als sie neben ihrem Vater flog, ließ sie den Schnatz los, machte einen Looping und flog ihm hinterher.

    Ihr Vater stand still in der Luft und beobachtete ihre Manöver.

    Nach einer halben Stunde hatte sie den Schnatz endlich wieder in der Hand.

    Zufrieden flogen sie zurück zum Jumper.

    „Das war sehr gut fürs erste Mal.“, wurde sie von John gelobt, als er abstieg.

    „Danke, Sir.“

    „OK, Schluss damit. Ab jetzt wieder Dad.“

    „Ja, Dad.“

    Sie betraten den Jumper, wo Elizabeth mit Tränen in den Augen auf der Bank saß.

    „Wo wart ihr bloß? Ich habe mir furchtbare Sorgen gemacht.“ Ihre Stimmung hatte sich schnell gewandelt. Plötzlich war sie nicht mehr traurig, sondern furchtbar sauer.

    „Mum wir haben doch gesagt, das wir eine Weile weg sein werden.“

    „Ihr seid wirklich gemein.“, fuhr sie die beiden gereizt an.

    „Du wolltest doch unbedingt mit; ich bin ja von vornherein dagegen gewesen.“, mit diesen Worten nahm John seine Frau in den Arm. Mit der freien Hand ergriff er seinen Zauberstab. Dann murmelte er eine Formel. Schlaff sank Liz in seinen Armen zusammen.

    „Dad, was hast du gemacht?“; Sinatra war entsetzt.

    „Ich habe ein bisschen ihre Erinnerung verändert. Gib mir bitte einen Stunner.

    „In Ordnung, hier bitte.“

    John nahm die Waffe und schoss mit minimaler Ladung auf Elizabeth. Die Ladung wäre nicht stark genug gewesen, um einen Menschen in die Bewusstlosigkeit zu schicken, doch sie hinterließ dasselbe unangenehme Kribbeln.


    -----


    Kurz vor Atlantis, John hatte schon die Landeerlaubnis bekommen.

    „Ich glaube, sie wacht auf, Dad.“

    „Wir sind gleich da. Ich habe aber keine Lust, mir jetzt schon irgendwelche Tiraden von ihr anzuhören.“

    „Das habe ich gehört, Colonel. Was sollte das eben?“, Elizabeth stand von der Bank auf.

    „Eben war vor mehr als einer Stunde. Wir wollten alleine sein Schatz, es gibt eben Sachen, die gehen dich nichts an.“

    „Hättet ihr das nicht einfach sagen können?“, sie war richtig wütend.

    „Haben wir doch, aber du hast nicht hören wollen. Wenn ich dich dabei hätte haben wollen, hätte ich es dir schon gesagt.“

    „Das gibt Ärger, John.“

    „Und wie soll das aussehen? Ein paar Stunden Schweigen bei Heightmeier, ich habe ja solche Angst.“, er bekam einen Lachanfall und verließ mit seiner Tochter den Jumper.

    „John, Stopp.“ Liz eilte ihm hinterher.

    „Sinatra, geh schlafen.“, er stieß seine Tochter schnell in den Transporter.

    „John, was zum Teufel habt ihr auf dem Festland gemacht?“, war das letzte was Sinatra vernahm, bevor sie in ihr Zimmer beamte.


    TBC
    Geändert von Mara Ann (04.04.2010 um 22:39 Uhr)
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  14. #9
    VolvoTreter Avatar von Joschi
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    Interessante Mischung

  15. #10
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Oh ich bin überrascht, ich dachte das hier will keiner mehr lesen, Joschi du bist jetzt der grund warum ich weiter Poste auch wenn das FB mickrig war, es war zumindestens eins.

    Auch danke an die drücker.
    ________________________
    Kapitel 19: Morgenappell


    Fünf Stunden später stand Sinatra schon wieder auf. Es war kurz vor vier Uhr. Bevor sie unter die Dusche ging, weckte sie Maria und Tina.

    Kurz vor halb fünf reihten sie sich in die erste Reihe ein.

    John betrat den Raum; man sah ihm an, dass er nicht geschlafen hatte. Liz hatte ihn, weil er ihre Fragen nicht beantwortet hatte, aus dem Zimmer ausgesperrt. Er war die ganze Nacht gelaufen und jetzt total verschwitzt und kaputt.

    „Guten Morgen, Soldaten.“

    „Guten Morgen, Sir“, die ganze Truppe salutierte.

    „Es fehlen zwei, wer?“, er zeigte auf einen Captain.

    „Leutnant Anderson ist auf der Krankenstation und Ken Ines müsste eigentlich hier sein, Sir.“

    Da tauchte in der Tür ein junger Soldat auf. „Entschuldigen sie, dass ich zu spät bin, Sir.“

    „Was hast du zu deiner Entschuldigung vorzubringen?“ Sheppards Stimme hatte einen harten Klang.

    Der Junge zögerte und sagte dann leise: „Nichts, Sir. Für mein Zuspätkommen gibt es keine Entschuldigung.“

    „Du hast nicht zufällig noch einen Bruder, Soldat?“

    „Nein, ich bin ein Einzelkind.“

    „Du bist neu, oder?“

    In der Gruppe wurde verhalten gelacht. Nur Tina hatte Tränen in den Augen.

    „Ja, Sir.“

    „Dann eben nur dreißig Stück und lass dir von deinen Kameraden die Geschichte erzählen“, er drehte sich um. „Alle runter - zehn Stück. Hier wird keiner ausgelacht“, er hasste es, so zu sein. Wieso konnten sie sich nicht zumindest an den Tagen, an denen er für den Appell zuständig war, benehmen?

    Als alle wieder in der Reihe standen bemerkte er, dass Tina Augen verdächtig glitzerten. Sie hatte er eben ganz vergessen, sie fand das bestimmt nicht lustig.

    Nach weiteren zehn Minuten entließ er die Gruppe. „Weggetreten.“
    Und wollte schon wieder losjoggen.

    „Papa, Stopp“, rief Sinatra.

    John drehte sich zu seiner Tochter um. „Was ist?“

    „Du siehst grauenvoll aus. Jetzt wird nicht mehr gejoggt. Wo warst du heute Nacht?“

    Sheppard sah betrübt zu Boden.

    „Papa, du sollst deine Probleme doch nicht mit Training verdrängen“, antwortete sie kopfschüttelnd. „Hattet ihr gestern noch Streit?“

    „Ja, deine Mutter hat mich sogar aus unserem Quartier verbannt.“ Johns Stimme konnte man seine Erschöpfung förmlich anhören.

    „Mitkommen“, sagte Sinatra mit einem befehlenden Unterton in ihrer Stimme, wie konnte man nur so stur sein?

    „Nein.“ Er drehte sich um und wollte schon davoneilen, da packte sie ihn am Handgelenk und zog ihn mit sich.

    „Nur zur Krankenstation, Dad. Bitte. Mit Mum rede ich selber.“

    Sheppard wehrte sich zwar, war aber schon zu schwach, um sich aus dem Griff seiner Tochter zu befreien.

    „Tina, nimm bitte seine andere Hand. Dad sieh doch ein, dass du in deinem Zustand keine Chance gegen mich hast.“

    Diese nahm widerwillig sein anderes Handgelenk und half Sinatra, den Colonel zur Krankenstation zu ziehen. Tina fühlte sich nicht wohl in ihrer Haut, ihr kam das ganze hier ziemlich falsch vor.

    Maria öffnete den dreien schon die Türen.

    „Colonel, was um Himmels Willen haben sie denn gemacht? Legen sie sich sofort hin.“ Carson war schon bei ihnen, als sie das Hinterzimmer der Krankenstation betraten.

    „Nein, mir geht’s gut.“ John wollte sich wieder losreißen, aber Sinatra zog ihn zum Bett.

    „Hinlegen“, wiederholte Carson mit Nachdruck.

    Widerwillig setzte er sich aufs Bett, hinlegen würde er sich auf keinen Fall. Carson gefiel das zwar nicht ganz, aber zumindest war es schon mal ein Anfang. „Wo waren sie bloß heute Nacht?“

    Da er von John keine Antwort erhielt, schaute Carson Sinatra fragend an.

    „Er hatte Streit mit Mum und sie hat ihn dann aus dem Quartier ausgesperrt. Den Rest können sie sich denken.“

    Colonel, haben sie wieder das getan, was ich ihnen ausdrücklich verboten hatte?“, Carson fragte sich wieso der Colonel es nicht lassen konnte, seine Probleme nur mit Training zu bekämpfen, es gab doch bessere Wege.

    John war in der Zwischenzeit alle Farbe aus dem Gesicht gewichen. Tina und Maria hatten lieber den Raum verlassen und die Tür geschlossen.

    „John, worum ging es denn bei eurem Streit?“, Carsons Stimme war wieder weich.

    Sheppard gab immer noch keinen Laut von sich. Sinatra sah betrübt zu Boden, ehe sie antwortete. „Es ging bestimmt um unseren Ausflug gestern. Mum, sie wollte unbedingt mit, was wir beide aber nicht wollten. Als sie dann trotzdem mitkam, hat Dad mir befohlen, sie zu stunnen. Ich hätte es aber auch ohne Befehl getan“, sie ließ den Kopf noch weiter hängen.

    „Colonel, ist das war?“ Carson war entsetzt. „Wieso nur?“

    John nickte und stieß zu seiner Verteidigung hervor: „Darf ich nie mit meiner Tochter alleine einen Ausflug machen? Immer will jemand dabei sein. Liz hat den anderen sogar befohlen, uns beide bei den Missionen nicht alleine zu lassen.“ Er hatte sich jetzt so richtig in Rage gebracht und wollte schon wieder gehen.

    „Papa, sei doch vernünftig und leg dich sofort hin, sonst platzt unsere Verabredung heute Abend.“ Eine andere Drohung fiel Sinatra auf die Schnelle nicht ein.

    John schluckte. „Hey, komm. Das kannst du doch nicht machen.“

    „Oh doch, hast du eine Ahnung. Leg dich sofort hin oder es gibt bei mir Hausverbot.“

    Er verzog die Mundwinkel und sah sie leicht belustigt an. „Und wer bitteschön soll dann dein Lehrer sein?“

    Carson hörte den beiden interessiert zu. Wovon zum Teufel sprachen die?

    „Na“, Sinatra zuckte mit den Schultern. „Hol ich mir eben alles aus den Büchern oder besser noch, ich geh zurück auf die Erde und frage Dave. Da fällt mir doch noch ein, was steht denn in dem Brief, hast du ihn schon gelesen?“

    John zuckte zusammen. „Du gehst nicht zu Dave, das verbiete ich dir“, entfuhr es ihm. „Und wann bitte soll ich ihn gelesen haben? Ich hatte gar noch keine Zeit dazu.““

    „Es wäre eine bessere Idee, als laufen gewesen. Jetzt leg dich schon endlich hin.“ Sie sah in fordernd an. John schwankte schon merklich, merkte er denn nicht, dass es ihm gar nicht gut ging.

    Endlich gab sich John geschlagen und ließ sich auf das Bett sinken. Carson klappte die Kinnlade runter, so schnell hatte er damit gar nicht gerechnet. Er hatte schon darauf gewartet, dass John ihm hier umkippen würde.


    - - - - -


    Elizabeth, Ronon, Teyla und Rodney saßen in Liz Büro und warteten auf John, als Major Zegen vorbei kam. Dieser klopfte vorsichtig und öffnete die Tür, als er ein ‚Herein’ hörte.
    „Was gibt es Major?“

    „Dr. Weir. Ich wollte ihnen nur mitteilen, dass ich vermute, dass der Colonel auf der Krankenstation ist. Er sah beim Appell gar nicht gut aus und danach hat ihn ihre Tochter hinter sich hergezogen.“

    Liz war aufgesprungen. „Danke Major, sie können gehen.“
    Der Major verließ den Raum, Rodney folgte ihm sofort.
    Wenn die Besprechung eh ins Wasser fiel, konnte er ja genauso gut wieder in sein Labor gehen und sich seiner Arbeit widmen.

    Auch Elizabeth verließ schleunigst das Büro und machte sich auf den Weg zur Krankenstation. Sie seufzte: ‚Was hatte er nur schon wieder angestellt?’
    Ronon und Teyla, die im fünften Monat schwanger war, sahen sich an und folgten ihr vorsichtshalber. Besser, es war noch jemand dabei.

    - - - - -

    Mittlerweile standen Sinatra, Tina und Maria vor der Krankenstation und beratschlagten, was sie als nächstes zusammen tun wollten. Carson hatte ihre Ergebnisse noch nicht und so blieb alles, was auf das Gen reagierte, aus.

    „Sinatra gibt es hier einen Ort von dem man die ganze Stadt sehen kann?“, fragte Maria.

    „Ja, ich zeige ihn euch, sobald ich mit Mama fertig bin“, sagte Sinatra.

    Die besagte Person kam gerade um die Ecke gebogen.

    „Mama, wo willst du hin?“

    „Was hat er jetzt schon wieder angestellt?“ Diese ging unbeirrt weiter.

    „Stehen geblieben!“, sie stellte sich ihrer Mutter in den Weg; wurde von dieser aber zur Seite geschoben.

    „Mama, es ist deine Schuld, dass er hier ist.“

    Elizabeth drehte sich um. „Was hast du gesagt?“

    „Er ist nur deinetwegen hier. Anstatt zu schlafen ist er die ganze Nacht in Atlantis herumgerannt. Wieso hast du ihn auch aus eurem Zimmer verbannt?“

    „Er hat was?“, Elizabeth war nun nicht mehr besorgt, sondern wütend.

    Carson hatte den Streit mitbekommen und stand schon breitbeinig in der Tür.
    „Er hat wegen ihnen Probleme, Liz. Und versuchen sie gar nicht erst, hier rein zu kommen; sie haben bis auf weiteres hier Hausverbot.“

    Elizabeth ging drohend auf ihn zu. „Doktor, lassen sie mich sofort zu meinem Mann.“

    „Nein, Elizabeth das werde ich nicht. John braucht jetzt dringend Ruhe. Ronon?“ Er sah den großen Hünen an.

    „Was ist Carson?”

    „Bringen sie Dr. Weir zurück in ihr Büro und sorgen sie dafür, dass sie dort in nächster Zukunft auch bleibt.“ Er drehte sich zu Sinatra. „Und übrigens noch, danke.“

    „Gern geschehen Carson.“

    Ronon zog die widerstrebende und vor sich hinschimpfende Leiterin mit sich und verschwand in den Gängen von Atlantis.

    Sinatra wandte sich erleichtert an ihre Freundinnen. „Tina, Maria. Kommt, wir gehen.“


    - - - - -


    „Wow. Was für eine Aussicht.“ Die drei Mädchen standen zusammen auf einem der höchsten Türme der Stadt.

    „Ich weiß“, stolz blickte Sinatra ihre Freundinnen an. „Aber nachts ist das hier ein noch viel beeindruckendes Erlebnis.“

    „Wie meinst du das?“

    „Wenn die Lichter an sind und sonst alles dunkel ist.“ Im Gedanken daran wurde es Sinatra ganz warm ums Herz. Nachts in Atlantis. Das war schon etwas ganz Besonderes.

    „Oh, können wir das auch mal sehen?“ Maria war ganz aufgeregt.

    „Natürlich, ihr könnt euch hier frei bewegen. Nur gegen Mitternacht, also um 25 Uhr, solltet ihr wieder in euren Zimmern sein.“

    „Ach, deswegen haben wir wohl die neuen Uhren bekommen?“ Tina betrachtete die Uhr an ihrem Handgelenk.

    „Ja, habt ihr das gestern denn nicht bemerkt?“

    „Nein, ich bin schon um zehn todmüde ins Bett gefallen. Tina, dir ging’s bestimmt genauso.“

    „Sinatra, die Ergebnisse von Tina und Maria sind da.“ Carsons Stimme erklang übers Headset.

    „Na, dann sollten wir ihm mal einen Besuch abstatten.“ Maria sah warnend zu Tina rüber, doch die nickte zustimmend.

    „Carson, wir sind unterwegs.“ Die drei Mädchen konnten sich nur schwer von dem gewaltigen Ausblick losreißen. Sinatra bemerkte noch im Weggehen: „Vielleicht kann ich euch dann gleich das Fliegen beibringen.“

    „Oh, das wäre toll.“ Tina lächelte, sie liebte das Fliegen.

    Maria verzog nur genervt das Gesicht, sie wollte das Gen gar nicht haben.
    ,Ich bin nicht einmal ein Erdenkind. Zwar habe ich irdische Wurzeln, aber das liegt mehr als 800 Jahre zurück. Ich will nicht in diesen Jumper, ich will definitiv nicht fliegen.’


    Kapitel 20: Flugstunde/n


    „Da seid ihr ja endlich.“ Carson erwartete sie schon voller Ungeduld. „Sinatra, ich denke, du hast eine neue Schülerin.“

    „Wer?“, kam es von allen dreien gleichzeitig.

    Er deutete auf Tina. „Tina, du hast das Gen. Mit 70prozentiger Stärke.“

    ‚Gott sei Dank.’ Maria stieß einen Seufzer aus und bemühte sich, ihre Erleichterung nicht allzu deutlich zu zeigen.

    „Maria, wenn du möchtest, kann ich dir aber eine Therapie verarbreichen“, versuchte Carson sie aufzumuntern. Er hatte ihre Reaktion falsch verstanden.

    „Oh nein, Doktor Beckett. Das müssen sie wirklich nicht. Ich bin gar nicht traurig darüber, ich wollte es eh nicht haben.“
    Er sah sie verwundert an. Er hatte ja anfangs auch Angst davor gehabt, doch jetzt war er froh darüber.
    „Maria, würdest du mir das bitte näher erklären?“ Carson wollte lieber unter vier Augen mit ihr reden, deshalb befahl er den anderen Zweien: „Ihr beide, ihr verschwindet schon mal in den Hangar. Ich will mit Maria noch kurz allein sprechen.“

    „Sind schon weg.“ Sinatra zog Tina hinter sich her, während Maria den beiden hilfesuchend nachsah.

    Carson bat Maria in sein Büro. „So, nun setz dich bitte und dann erzähl mir mal, warum du dieses Gen nicht willst.“
    „Sie sagen es aber nicht weiter?“, sie fühlte sich etwas unwohl unter seinen forschenden Augen.
    „Alles was du sagst, bleibt unter uns. Ärztliche Schweigepflicht.“ Aufmunternd sah er sie an.
    Maria hatte das Gefühl, dass sie sich diesem Arzt wirklich anvertrauen konnte. Er hatte so eine väterliche Art an sich. „Also, ich hab einfach Angst vor jeglicher Technologie. Angst, dass ich aus Versehen etwas kaputt mache. Ich bin manchmal etwas tollpatschig. Aber hauptsächlich habe ich vor den Jumpern Angst, ich will wirklich nicht damit fliegen.“

    „Flug- oder Höhenangst?“, Carson war überrascht. ‚Bei der Air Force und will nicht in einen Jumper?’
    „Ja, seit kurzem. Wenn ich von hohen Türmen schaue, macht mir das nichts aus, ich finde das sogar klasse. Aber da habe ich ja auch eine Verbindung zum Boden. Mir gefällt es ja selbst nicht, aber was soll ich nur machen?“
    Carson gab ihr den guten Rat: „Die Angst kannst du nur loswerden, wenn du dich ihr stellst.“
    „Meinen sie?“ Maria sah ihn skeptisch an.

    Der Doc griff zu seinem Headset und verständigte Sinatra, dass sie doch bitte mit dem Start noch etwas warten möchte.
    Maria sah ihn panisch an.
    Bevor sie es sich anders überlegen konnte, schob er Maria vor sich her aus dem Büro.
    „Jennifer, ich bin mal einige Zeit unterwegs.“
    „Ja, Sir“, kam es aus dem benachbarten Zimmer. Seine Stellvertreterin hatte verstanden was er wollte und übernahm für einige Zeit die Verantwortung für die Krankenstation.

    Zusammen liefen sie durch die Gänge.
    Maria sträubte sich. „Dr. Beckett, ich will das wirklich nicht. Vor allem möchte ich nicht, dass die anderen darüber Bescheid wissen.“
    „Wie wäre es, wenn du zusammen mit mir fliegst? Aber am besten wäre natürlich Sinatra, die kann das sowieso bei weitem besser.“
    „Ich will aber überhaupt nicht fliegen.“ Maria war stehengeblieben.
    „Maria, was ist mit deiner Ausbildung, willst du das alles etwa aufgeben?“
    Sie überlegte kurz und schüttelte dann aber den Kopf. Nein, das lieber doch nicht. Sie wollte sich keine andere Ausbildung suchen.


    -----


    Carson ging schon mal in den Jumper. Maria stand mit angstverzerrtem Gesicht davor und rührte sich nicht. Sinatra befand sich im hinteren Teil des Jumpers und sah ihre Freundin überrascht an. Was war bloß los mit ihr?

    „Maria, Mädchen, nun komm doch endlich, es ist nur halb so schlimm.“ Aufmunternd drehte sich Carson zu ihr um. „Denk doch mal an die andere Möglichkeit, willst du das?“

    So langsam dämmerte es Sinatra, wieso ihre Freundin wie zur Salzsäure erstarrt vor ihr stand. Aber eben auf dem Turm war doch noch alles in Ordnung gewesen.
    „Maria, hey, du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Ich verspreche dir auch, keine Loopings zu machen.“ Sinatra hatte so eine Ahnung, was Carson mit der anderen Möglichkeit gemeint hatte und das wollte sie auf keinen Fall.

    „Maria, jetzt komm schon rein, oder ich lasse Sinatra dasselbe machen wie gestern.“
    Langsam aber sicher wurde der Doktor ein bisschen ungeduldig. Er wusste, dass hier gutes Zureden nicht mehr helfen würde.
    Jetzt sah Sinatra ihn geschockt an. Hatte er denn nicht bemerkt, dass das Einsetzen ihrer Kräfte sie ziemlich anstrengte? Sie hatte gestern schon zu viel Stablose Magie gebraucht. Wie sollte sie es dann aber tun, ihren Zauberstab hatte sie in ihrem Zimmer gelassen. Halt, den von ihrem Vater hatte sie doch noch in ihrer Jacke, genauso wie den Brief, er hatte ihr gesagt, dass sie darauf aufpassen sollte.

    ‚Wäre aber trotzdem interessant gewesen, wenn Carson ihn beim Untersuchen gefunden hätte’, dachte sie.

    Maria hatte sich immer noch keinen Schritt bewegt. Tina stand im Cockpit und sah dem Schauspiel zu, sie hatte überhaupt keine Ahnung, was mit Maria los war.
    Beckett sah auffordernd zu Sinatra und nickte.

    Sinatra packte den Zauberstab ihres Vaters und zielte mit einer Hand auf Maria. ‚Wingardium Leviosa, Accio’, dachte sie und bewegte ihre Freundin schwebend in den Jumper. Diese wehrte sich mit allen Kräften und zappelte mit Armen und Beinen.
    ‚Nanu’, fragte sich Carson verwundert. ‚Wieso hat sie sie nicht gänzlich bewegungsunfähig gemacht, so wie bei Tina?’ Fehlen ihr doch etwas die Kräfte?’ Und überhaupt war ihre Bewegung auch etwas anders als gestern. Hatte sie in dieser Tasche nicht das, was John ihr vorhin anvertraut hatte?’

    Sinatra schloss mit einem gedanklichen Befehl die Heckklappe und setzte Maria vorsichtig ab. Sie setzte sich rasch in den Pilotensitz, während Maria ängstlich in einer Ecke kauerte und die Arme um ihre Beine schlang.
    „Kontrolle. Jumper 2 erbittet Starterlaubnis.“
    „Starterlaubnis erteilt Jumper 2.“ „Danke Chuck. Bis später.“

    Sinatra startete den Jumper und flog aus dem Hangar. Marias Gesicht hatte mittlerweile alle Farbe verloren und sie begann leicht zu zittern. Carson kniete sich zu ihr, nahm sie väterlich in den Arm und sprach beruhigend auf sie ein. Er versuchte, sie dazu zu bewegen, nach vorne zu kommen.

    „Hey, kommt schon. Die Aussicht ist einfach atemberaubend.“ Sinatra wollte ihre Begeisterung unbedingt mir ihren Freundinnen teilen.
    Tina war von ihrem Platz aufgestanden. Packte Maria einfach am Arm und half ihr auf die Beine. Dann zog sie sie ins Cockpit und drückte sie auf den Copilotensitz. Maria wurde noch ein Stückchen blasser, mittlerweile konnte man sie von einem Stück weißem Papier kaum unterscheiden.

    Nun machte sich Carson doch gewaltige Vorwürfe. Vielleicht war das ganze doch keine so gute Idee gewesen. Er hatte wirklich gedacht, das hier würde Maria helfen.
    Besorgt nahm er ihr Handgelenk und tastete nach ihrem Puls.
    „Sinatra, könntest du bitte auf der nächsten Lichtung landen?“

    „Wieso denn, was ist mit ihr los?“

    „Ich glaube, sie hat eine Panikattacke. Ich befürchte, ihr Körper verkraftet das nicht mehr lange.“

    Sinatra beeilte sich, einen geeigneten Landeplatz zu finden. Nachdem sie den Jumper weich und sicher aufgesetzt hatte, öffnete sie die Heckklappe. Carson nahm Maria auf seine Arme und trug sie nach draußen. Tina hatte sich schon eine Decke geschnappt und diese auf einer Weise ausgebreitet. Der Doktor legte Maria behutsam darauf ab und schob ihr seine zusammengefaltete Jacke unter den Kopf. Sie öffnete wieder die Augen und stieß einen erleichterten Atemzug aus.
    „Ganz ruhig, entspann dich.“ Carson gab ihr einen Schluck kühles Wasser und fühlte nochmals ihren Puls.

    Sinatra tippte ihn leicht auf die Schulter. „Carson, macht es ihnen etwas aus, wenn ich mit Tina in der Zwischenzeit eine Runde mit dem Jumper drehe und ihr zeige, wie man fliegt?“

    „Nein, das geht schon in Ordnung. Kommt aber bitte spätestens in einer halben Stunde wieder“, er sah sie warnend an. Vor lauter Begeisterung sollte sie ja nicht vergessen, ihn und Maria wieder abzuholen.

    Sinatra drehte sich um und ging mit Tina wieder in den Jumper.
    „Tina, komm setz dich hierher.“, sie zeigte auf den Pilotensitz.
    Tina machte es sich bequem und sah fragend zu Sinatra.
    „Nicht vergessen, als allererstes musst du die Heckklappe schließen.“

    Tina führte den Befehl aus und sah dann geschockt auf ihre Hände. Dieses Gefühl kannte sie. Aber sie hatte vor einem Jahr entschieden, doch lieber ein normales Leben zu leben. Von ihren Squib Brüdern, einer Mutter die nur zu ihr Kontakt hatte und die Jungs nicht sehen wollte, und Oma Mine, die die Zaubererwelt mit 18 verlassen hatte, um Sprachen zu studieren, mal ganz abgesehen.

    „Tina, starte mal den Antrieb, dieses Kribbeln ist am Anfang ganz normal“, riss Sinatra sie aus ihren Gedanken.

    Tina legte ihre Hände wieder auf die Konsole und murmelte dabei: „Tschuldigung, Oma Mine.“

    Sinatra sah überrascht auf und betrachtete ihre Freundin nachdenklich.

    Ich kenne nur eine Person, die den Spitznahmen Mine hat und Tina schien dieses Gefühl bereits zu kennen. Hat sie ihrer Oma etwa versprochen, ihre Kräfte nicht mehr einzusetzen, als sie die Zaubererwelt verlassen hat. Oder rede -denke- ich hier nur Mist?

    Während sie noch überlegte, hatte Tina den Antrieb gestartet und war abgehoben.

    Das machst du sehr gut, du kannst stolz darauf sein“, Sinatra versuchte, ihre Freundin aufzumuntern.

    „Meinst du wirklich?“, endlich huschte ein Lächeln über Tinas Gesicht.

    „Natürlich. Sag mal, wer ist eigentlich Oma Mine?“, fragte Sinatra beiläufig.

    „Sie ist meine Oma mütterlicherseits und Engländerin.“

    Sinatra war die Kinnlade runtergefallen.
    Tina schaute sie an, sie konnte sich auch so auf die Steuerung konzentrieren. „Was ist?“

    „Engländerin?“

    „Ja, was ist daran so ungewöhnlich? Sinatra, sag mir sofort, was du grade denkst.“

    „1938?“

    Jetzt war es an Tina erstaunt zu sein. „Woher weißt du das, du warst doch nicht etwa in meinen Gedanken?“

    „Nein, in dich kann ich nicht eindringen wie in alle, die einen bestimmten Prozentsatz haben und sich dessen bewusst sind. Wobei, das muss ich noch mit unserem 76ziger beweisen, er und Dad sind die einzigen zwischen uns beiden.“

    „Wovon zum Teufel sprichst du?“

    „Oklumetik?“

    „WAS?“, entfuhr es Tina. „Ist dein Opa auch 1938, England?“

    „Ja“, Sinatra nickte.

    „Name?“

    „Patrick Sheppard alias Harry Potter.“

    „Ui, dann wird sich Omi aber freuen“, lachte Tina.

    „Wird sie nicht, denn er ist seit fast 16 Jahren tot. Hast du vorgestern nicht zugehört? Wer ist Omi überhaupt genau?“

    „Hermine Granger-Conner“, erklärte Tina. „Sie hat ihren Namen behalten und sie freut sich bestimmt, wenn sie endlich erfährt, was aus ihm geworden ist. Sie hat seit mehr als 60 Jahren nach ihm gesucht.“

    „Dann fehlt ja nur noch Ron“, dachte Sinatra laut. „Wir sollten unbedingt schnellstens zurück.“

    „Er fehlt nicht, er ist kinderlos verstorben. Im Alter von 32 Jahren hat er sich duelliert“, erklärte Tina.

    „Endlich jemand der ein paar Infos hat. Neville?“

    „Ist vor 2 Jahren gestorben, eine Tochter und ein verschollener Sohn.“

    „Interessant. Wie lange schon verschollen?“

    „Länger als ich lebe.“

    „Ginny?“

    „Hat einen Ravenclaw geheiratet und lebt in Afrika als Lehrerin - keine Kinder.“

    „Luna?“

    „Geschäftsleiterin des Knitters, auch wenn sie endlich in Ruhestand gehen sollte. Eine Tochter und einen Enkel.“

    „Bin gleich wieder da.“ Sinatra verschwand, um eine halbe Minute später wieder aufzutauchen, mit ihrer Tasche über der Schulter, die sie gerade aus Atlantis geholt hatte.

    „Jetzt bin aber ich dran“, sagte Tina. „Harry?“

    „Patrick, zwei Söhne und mindestens fünf Enkel“, zählte Sinatra auf. „Dad hat sich seit Jahren keine Gedanken mehr über seinen Bruder gemacht. Wobei - ich habe ja diesen Brief.“

    „Welchen Brief?“, fragte Tina verwundert.

    „Den Brief, den ich kurz nach meiner Flucht aus dem Schwimmbad erhalten habe“, sie zog ihn aus ihrer Jackentasche.

    „Willst du den wirklich öffnen, der ist doch für deinen Vater.“

    „Der Wochen brauchen würde, um es zu tun“, antwortete Sinatra trocken.

    „Dann lies vor, wir haben noch 5 Minuten.“

    „OK“, sie öffnete den Umschlag.

    -„Hallo Bruderherz.

    Wo steckst du denn? Ich hab bisher vergeblich versucht, dich zu finden.
    Der Aufruf zeigt immer noch in den Himmel.
    Wieso bist du dich nicht zur Beerdigung unseres Vaters gekommen? Du kannst doch nicht immer noch wegen dieser Lüge auf ihn sauer sein. Es ist so lange her.

    Ich würde dir wirklich gerne meine Kinder vorstellen. Jason (19), Lisa (14) und Mark (12). Auch würde ich mit Vergnügen deine Tochter näher kennenlernen. Sie soll laut meines Sohnes etwas ungewöhnlich sein.
    Wo bist du bloß die ganzen Jahre abgeblieben?
    Hast du noch mehrere Kinder und wer ist denn die glückliche Ehefrau?

    Bitte, melde dich doch bald bei mir oder besser noch, besuche uns doch einmal. Ich würde mich sehr freuen. Ich denke, nach all den Jahren wäre es wirklich an der Zeit, den alten Streit zu begraben.

    Dein Bruder Dave.“


    „Wow, das heißt jetzt wohl, dass du zwei Cousins und eine Cousine hast.“

    „Ja“, Sinatra nickte. „Auch wenn Dad es nicht tut, ich werde ihn auf alle Fälle besuchen.“
    Sie steckte den Brief zurück ins Couvert und verschloss dieses wieder makellos.

    In diesem Moment landete auch schon der Jumper. Sinatra steckte den Brief wieder in ihre Tasche.

    „Das gestern war die Ganzkörperklammer, nicht?“, fragte Tina.

    „Ja und es tut mir wirklich leid.“

    Ihre Freundin schüttelte den Kopf. „Muss es nicht. Es war ja richtig. Komm, schauen wir nach, wie es Maria geht.“ Sie öffnete die Heckklappe und die beiden stiegen aus.

    Maria saß mit Carson auf der Wiese. Beide waren in eine lebhafte Unterhaltung vertieft.
    Sie setzten sich mit auf die Decke und fragten Maria nach ihrem Befinden.
    „Danke, mir geht’s schon wieder besser. Aber ich gehe da nicht noch einmal rein“, sie zeigte auf den Jumper.
    „Und wie willst du dann zurückkommen?“, fragte Sinatra ironisch.
    „Es gibt bestimmt noch eine andere Möglichkeit“, hoffnungsvoll sah Maria zu ihrer Freundin.
    „Gibt es defintiv nicht. Die Daedalus wird erst in drei Tagen hier sein. Carson, Tina und ich schauen uns mal noch ein bisschen hier um. Wenn ihr zwei soweit seid, funken sie mich an“, sie warf ihm ein Funkgerät zu.
    Dann wandte sie sich an Tina. „Lust auf ein Wettrennen? Ich hatte zwar erst gestern meine erste Stunde, aber Papa meinte, ich wäre ein Naturtalent. Du kannst übrigens seinen haben.“

    „Wirklich, was für einen?“
    Sie waren noch in Hörweite.

    „Einen F4. Hast du deinen Stab dabei?“

    „Ja habe ich, er ist in meiner Jacke. Übrigens das einzige, was ich noch habe“, sie zeigte auf ihre Jackentasche.

    Als sie nicht mehr in Sichtweite waren öffnete Sinatra ihre Tasche, holte die Besen und ihren Zauberstab heraus und legte die Sachen ihres Vaters hinein. Dann stieg sie auf ihren Besen und reichte Tina den anderen.

    „Sinatra kein Wettkampf, nur eine Runde um den Wald. Ich bin schon ewig nicht mehr auf einem Besen gesessen.“ Tina war voller Vorfreude.

    „Kein Problem Granger“, Sinatra lächelte.

    „Hör auf Potter; wobei das macht irgendwie total viel Spaß.“
    Sie hoben vom Boden ab und flogen lachend auf den Wald zu.
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  16. Danke sagten:


  17. #11
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    @Mara Ann, ja nee is klar...

    Die Mischung ist schon,wie soll ich sagen, ungewöhnlich, aber nicht undenkbar.

    Für einen der es nicht kennt, ist manche Technik reine Zauberei und wenn dazu noch so nette Mädels mit dem Zauberstab...

    Ich finde dieses Crossover jedenfalls sehr gelungen und hoffe auf eine weitere Folge.

  18. #12

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    So dann meld ich mich auch hier mal wieder.

    Eine tolle Fanfiction. Aber idese Version sit wirklich besser als die, die du mri geschickt hast. Mehr Details und alles. Einfach gelungen.
    Dein Schreibstil hat sich sehr verbessert, wenn man den normalen zweiten mit diesem zweiten Teil vergleicht.
    Ich freue mioch socn umheimlich auf die Fortsetzung werde natürlich beide Fortsetzungen mit Freude lesen.

    MfG Kwasir


    MfG Kwasir

  19. #13
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Hi da ihr so gut wart und geschrieben habt gibt es jetzt die nächsten 2 Kapitel ich werden nur noch in 2er Paketen Posten, solange diese nicht die Wörterzahl überschreiten, ich will das hier zuende bringen.

    Danke an Dakimani und Joschi fürs Drücken.

    Joschi:
    Doch doch ist klar.
    Ich finde die Mischung einfach gut.
    Die Fortsetzung kommt schon herbeigeeilt.

    Kwasir:
    Schön dich wiederzusehen hatte mich schon gewundert.
    Welche hatte ich dir geschickt? Ich erinnere mich nicht, hab so viele verworfene.
    Wie verbessert? Ahm, der Normale 2. Teil ist gleichzeitig mit dem hier entstanden, man kann sogar sagen das das Crossover eigentlich meine Originalversion war. Besonders bei Kapitel 21 hatte ich Probleme das ohne Crossover zu schrieben.

    Hier kommt es

    _____________________
    Kapitel 21: Arme Liz?


    Zur selben Zeit am Jumper.

    „Maria, schau ihn dir einfach nur an. Ich bleibe draußen, dann kann er gar nicht fliegen“, Carson sah sie bittend an.

    Sie stand auf und ging vorsichtig zum Jumper. Der Doktor konnte sich nun voll seinen Gedanken hingeben.

    Wo hatte sie nur so plötzlich die Tasche her, grübelte er. Ich bin mir sicher, dass die vorhin noch nicht im Jumper gewesen ist. Und was hat John ihr gestern nur beigebracht, was meinte sie mit F4? Wohl doch nicht einen Feuerblitz, nein nein, mach dich nicht verrückt. Was wollte er vorhin von ihr als er meinte, sie solle das aus seiner Jacke mitnehmen. Hatte er da etwas drin was seine Frau und ich nicht sehen sollten, was evtl. verraten würde, warum er sie gestern gestunnt hat?

    In diesem Augenblick sah er zwei schwarze Gestalten zu Himmel aufsteigen. Wenn er das richtig sah, auf Besen.

    Jetzt hatte er seine Antwort.
    John hatte ihr gestern das Fliegen beigebracht, deshalb hat er sie mit elf Jahren auch nicht auf die Erde gelassen. Aber wer hat es ihr dann erzählt? Ich werde Elizabeth wohl mal sagen müssen, dass sie nicht hinter allem herzuschnüffeln hat. Und den anderen drei werde ich wohl beichten müssen, dass ich über ihr Geheimnis Bescheid weiß.
    Dann kam ihm die verschlossene Schublade in seinem Büro in den Sinn. Jetzt war es vermutlich an der Zeit, diese wieder einmal zu öffnen.

    „Doktor, holen sie bitte die anderen her, ich möchte zurück“, riss Marias Stimme ihn aus seinen Gedanken.

    „Sinatra, kommt zurück“, rief er. „Wir können los. Hey, ihr braucht wirklich nicht zu laufen, ich weiß Bescheid.“


    Auf den Besen


    „Hey Tina. Maria ist soweit, wir sollten zurückfliegen“, rief Sinatra ihrer Freundin zu. „Ich glaube Beckett hat uns gesehen.“

    Sie gingen neben dem Jumper runter.
    „Steckt die Besen weg, Maria weiß es nicht“, flüsterte Carson ihnen zu.

    Sinatra nahm die Besen und ließ sie in ihrer Tasche verschwinden.

    Zusammen betraten sie den Jumper, Maria saß auf dem Copilotensitz und war schon noch etwas blass. Carson setzte sich hinter sie. Tina nahm hinter Sinatra, die auf den Pilotensitz geklettert war, Platz.

    Sie startete den Jumper und flog auf dem schnellsten Weg zurück nach Atlantis. Marias Gesichtsfarbe war zwar noch nicht ganz zurückgekehrt, aber sie hatte die Augen geöffnet und schaute begeistert nach draußen.

    Sie landeten in Atlantis und Carson wollte Maria schon helfen, doch diese winkte ab und stand selber auf.
    „Sinatra“, bat er, „bring sie bitte in ihr Quartier, dann kommst du und Tina zu mir.“
    „Ja, Doc“, sie nickte und Carson verließ den Jumper.


    - - - - -


    „Was will er denn von euch?“, fragte Maria neugierig. Sie standen gerade in ihrem Quartier.
    „Ich glaube, er will lediglich wissen, was wir eben auf dem Festland gemacht haben“, antwortete Sinatra beiläufig.

    Sie verabschiedeten sich von ihrer Freundin und machten sich auf den Weg zur Krankenstation.
    „Wie wäre es mit P? Die lange Form erregt doch zu viel Aufmerksamkeit. Die würden uns für verrückt halten.“
    „Gerne, G“, Sinatra fing an zu lachen, zwischen den Lachanfällen presste sie hervor. „Ich glaube, dass wir über diese Sache noch lange lachen können.“
    „Da kannst du recht haben“, erwiderte Tina lachend.

    Sie hatten sich beide wieder etwas beruhigt, als sie die Station betraten und ins Hinterzimmer zu John und Carson gingen.

    Sinatra hatte den Zauberstab ihres Vaters in der Jackentasche. Die große Tasche hatte sie in ihrem Zimmer gelassen und den Brief in der Hand. Sie warf ihn ihrem Vater zu.
    „Bitte lies ihn sofort und ich will keine Widerrede hören.“

    John runzelte die Stirn, folgte aber ihrer Aufforderung; mit seiner Tochter wollte er jetzt grad mal keinen Ärger haben.
    Als er fertig war, fiel ihm fast die Kinnlade runter.

    „Hey Dad, Mund zu. Siehst du, du hast ihm unrecht getan. Bitte lass uns ein Treffen verabreden.“

    „Nein.“

    „Dann gehe ich halt alleine.“

    „Sinatra, Nein.“

    „Doch oder willst du den nicht wiederhaben?“, sie zog seinen Zauberstab aus der Tasche.

    Er starrte sie an. „Aber die beiden“, brachte er stammelnd hervor.

    „Wir sind die vier stärksten Genträger hier und ein Ausflug birgt so manche Wunder, Dad.“

    „Ihr beide wart nur unvorsichtig, ein paar Meter weiter und ich hätte euch nicht mehr von Vögeln unterscheiden können“, warf Carson ein.

    „Was doch auch so geplant Carson, ich hatte gehofft, dass sie es sehen.“

    „Das war Absicht?“

    „Ich habe schon vermutet, dass sie es auch wissen und irgendwie musste ich sie doch aus der Reserve locken.“ Mit diesen Worten legte sie ihrem Vater seinen Zauberstab in die Hand.

    „Colonel, wie weit reicht ihr Stammbaum eigentlich zurück?“

    „Bis zu Merlin.“

    „Wow. Welche Linie?“

    „Genau weiß ich es nicht, aber über Prevell.“

    „Potter?“

    „Ja, Vater war berühmt. Noch bevor er ein Vermögen machte. Tina, du wusstest das?“
    Sheppard sah sie verblüfft an, da sie nicht wie Carson aufgesprungen war.

    „Seit einer Stunde, da habe ich mich verplappert“, erklärte Tina schuldbewusst.
    „Und ich habe sie dann gefragt wer Oma Mine ist.“

    „Granger? Dann haben wir ja den ganzen Haufen zusammen“, meinte Carson trocken.

    „Wie meinen sie das?“

    „Longbotten“, war seine knappe Antwort.

    „Da wird sich Katarina aber freuen, wieso haben sie sich denn nie bei ihr gemeldet?“

    „Weil ich nicht weiß, wo sie wohnt“, erwiderte Beckett.

    John klopfte ihm auf die Schulter. „Aber jetzt zieht das nicht mehr. Die Adresse bekommen sie nachher.“

    Durch das kleine Beobachtungsfenster der geschlossene Tür sah man Liz herbeieilen und schon ging die Tür auf.
    „Carson! Wieso dürfen die hier rein und ich werde ausgesperrt?“, sie zeigte empört auf Sinatra und Tina.

    „Ich hatte mit den dreien gerade ein privates Gespräch. Bitte gehen sie wieder. Und ich will nie wieder hören, das sie ihren Mann und Sinatra nicht alleine einen Ausflug machen lassen, er hatte das Recht dazu, sie auszuschalten. Und jetzt raus.“

    Es wurde einstimmig zur Tür gedeutet.

    „Nein.“ Elizabeth verschränkte empört die Arme.

    „Carson machen sie mit ihr, was sie wollen.“ John war diese Diskussion langsam leid.

    „Wirklich Colonel?“ Etwas ungläubig starrte Carson ihn an.

    „Ja oder ich verschwinde“, antwortete John genervt.

    „Wie wäre es, wenn sie das einfach tun. Sie können gehen.“

    John sprang auf; das war das Beste was er heute gehört hatte.

    John zeigte auf Sinatra und Tina und dann auf seine Tasche. Beide nickten. Er zeigte auf Sinatra und griff dann wie die beiden in seine Tasche. Sie apparierten.

    Liz fielen fast die Augen aus dem Kopf. Carson zog seinen Zauberstab, zeigte auf sie und murmelte Emuvilus und Wingardium Leviosa.

    Nachdem er sie auf einem Bett abgesetzt hatte, verließ er eilig das Zimmer. Sollte sie sich doch fragen, wie sie hierher gekommen war. Er verschwand in seinem Büro, hing das „Bitte nicht stören Schild“ nach draußen und apparierte, zu den anderen in Sinatras Quartier.

    „Carson. Was haben sie mit Liz gemacht?“, fragte John neugierig.

    „Emuvilus.“

    Sinatra fing an zu lachen. „Dad, ihr seid euch ähnlicher, als man meinen könnte.“

    „Sie auch?“, Carson war verblüfft.

    „Ja, gestern, mit Oblivate. Ich wollte sie eigentlich ein bisschen aufklären, doch sie hat sich total daneben benommen und gefragt ob wir etwas getrunken haben, da habe ich mal kurzerhand ihre Erinnerung geändert.“

    „Ich habe die letzten 18 Stunden auch aus ihrem Gedächtnis gelöscht, vermutlich ist es besser so. Ich muss dann wieder zurück, Colonel sie haben auch noch Arbeit vor sich.“
    Dann war er mit dem Plop verschwunden.

    „Ich gehe dann auch mal. Team 5 bricht in zwanzig Minuten auf und Liz ist ja nicht da.“ Sheppard verließ das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Sinatra und Tina blieben.

    Als Carson nach einiger Zeit wieder aus seinem Büro trat, sah er gerade noch, wie Elizabeth die Krankenstation verließ. Er schüttelte den Kopf, die wird noch ihr blaues Wunder erleben. Ohne ihre Erinnerung wird sie sehr schnell wieder hier sein.


    Kapitel 22: Training



    „Sinatra, soll ich dir zeigen wie du deinen Zauberstab benutzt?“ Tina eilte ihr hinterher.

    „Gerne, dann stehe ich vor meinem Onkel nicht wie ein Idiot dar.“
    Sinatra runzelte die Stirn: „Aber dein Vater war doch immer dagegen.“

    „Ich weiß, aber das ist mir inzwischen egal und auf der Erde hat er sowieso keine Kontrolle über mich.“

    „Das willst du doch nicht wirklich machen.“

    „Wenn er es sich nicht noch einmal überlegt, ja. Ich finde, ich habe das Recht, meine Verwandten kennenzulernen“, machte Sinatra ihrer Empörung Luft.

    „Ich komme mit dir, dann bist du nicht alleine“, sagte Tina „und ich kann Oma später Harrys Grab zeigen.“

    „In Ordnung“, antwortete Sinatra froh. „Und jetzt zeig mir, wie ich hiermit umgehe; es muss ja nicht auffallen, dass ich nur Stablose Magie beherrsche und der Rest für mich Neuland ist.“

    „Dann schau mal her und machs mir nach.“

    Sie trainierten die nächsten acht Stunden und Sinatra hatte gerade einen gestaltlichten Patronus aufgerufen als ihr Vater pünktlich um zehn Uhr an der Tür klopfte.
    „Komm rein, Dad.“

    Er betrat das Zimmer und starrte ihren Patronus an. Einen Phönix.
    „Klasse Sinatra, so schnell hatte ich das gar nicht von dir erwartet.“

    Sinatra sah John strahlend an. „Danke. Und - kannst du das auch?“

    „Natürlich“, antwortete er stolz. „Beim letzten Mal hatte ich ein Einhorn, aber das kann sich bis jetzt ja schon wieder geändert haben. Expecto Patronum“, er schwang seinen Zauberstab und aus dessen Spitze drang etwas, das Ähnlichkeiten mit einem Käfer hatte.

    Erschrocken sprangen er und Sinatra zurück. John ließ den Iratus schnell wieder verschwinden.
    „Tu das nicht noch einmal Dad. Dad?“

    John stand wie angewurzelt da und starrte auf seine Hände.

    „Sinatra, was war das?“, fragte Tina entgeistert.

    „Ein Iratus.“ Besorgt betrachtete Sinatra ihren Vater. „Hey Dad, ganz ruhig. Der ändert sich bestimmt wieder.“

    John hatte sich wieder einigermaßen im Griff. „Schon in Ordnung meine Kleine, ich habe es ja schon fast erwartet. Ein Bruchstück der DNA ist eben immer noch in mir.“

    „Colonel wie meinen sie das?“, fragte Tina verwirrt. Sie hatte ja keine Ahnung.

    „Ähm, wir wollten mal einem Wraithmädchen helfen und sie in einen Menschen verwandeln, ist leider schiefgelaufen.“ John dachte mit Schaudern an die lang zurückliegende Geschichte.

    In die Stille, die darauf folgte, fing plötzlich Tinas Magen an zu knurren.

    „Da war ja das Stichwort“, John gab sich einen Ruck. „Ab in die Kantine mit euch beiden, der Koch hat euch sicherlich schon vermisst.“

    „Jetzt wird sogar schon kontrolliert, ob ich esse.“, Sinatra verließ belustigt ihr Zimmer. Tina beeilte sich, ihr zu folgen. Sie wusste zwar den ungefähren Weg, doch würde sie sich alleine bestimmt verlaufen.

    John holte noch Maria und folgte mit ihr den beiden. Sie hatten sie schnell eingeholt, da die Beiden immer wieder einen Lachanfall hatten.

    „Da seid ihr ja endlich. Colonel, Doktor Beckett hat mir aufgetragen, dass sie unbedingt auch noch etwas essen sollen“, der Koch stand wartend an einem Tisch, auf dem vier gut gefüllte dampfende Teller standen.

    John verzog das Gesicht, Mistkerl, dachte er. Er hasste es, so überwacht zu werden.

    Beim Essen betrachtete er seine Tochter nachdenklich. Er konnte förmlich sehen, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. „Sinatra, denk gar nicht daran, alleine zu gehen. Leneon und ich kommen auf alle Fälle mit. Am besten gleich nächste Woche, zwei Tage bevor du wieder in der Akademie sein musst.“

    „Danke Dad, ich hatte zwar vor hinzugehen, aber bestimmt nicht alleine“, antwortete Sinatra erleichtert.

    „Wovon redet ihr denn?“, fragte Maria neugierig.

    „Von einer Einladung zu meinem Onkel“, wurde ihr erklärt. „Dad wollte mir zuerst verbieten, hinzugehen. Aber jetzt ...“, ließ Sinatra den Satz unvollendet und widmete sich wieder ihrem Essen.
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  21. #14
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  23. #15
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    Kapitel 23: Dave


    „Na Leneon, schon aufgeregt?“, fragte Sinatra ihren kleinen Bruder.

    „Ja, ein bisschen“, antwortete er. „Aber ihr habt mir ja noch nicht einmal gesagt wo es hin geht.“

    „Das erfährst du auch erst, wenn wir da sind“, John strich seinem Sohn liebevoll durch die unordentlichen Haare.

    „John, ich warne dich.“ Liz gab ihrem Mann noch einige mahnende Worte mit auf den Weg. Schließlich kannte sie ihn nur allzugut. „Gerate ja nicht wieder in irgendwelche Schwierigkeiten. Ich will dich und meinen Sohn am Sonntag in einem Stück wiederhaben.“

    „Liz was denkst du schon wieder von mir.“ John rollte mit den Augen. „Wir machen doch nur einen Ausflug zur Erde, was kann da schon groß schiefgehen?“

    „Das weißt du ganz genau mein Schatz“, Liz seufzte. „Halt dich von jeglicher Schießerei möglichst fern.“

    „Ach Liz. Dave wird mir schon nichts antun, hab doch mal Vertrauen zu mir.“ Dass er aber Lust auf ein gewisses Duell mit seinem Bruder hatte, verschwieg er ihr wohlweislich.

    „Wer bitteschön ist Dave?“ Jetzt erst fiel Elizabeth auf, dass er ihr noch gar nicht gesagt hatte, wo er eigentlich genau hinwollte.

    „Mein Bruder.“ Bevor sie noch etwas erwidern konnte, war er schon im Gate verschwunden. Den vier Kindern hinterher.

    „John, darüber reden wir noch. So leicht kommst du mir nicht davon“, kam aus seinem Headset

    „Ja Liz, sobald ich zurück bin.“


    - - - - -


    „Colonel Sheppard. Willkommen zurück“, wurde John im SG-Center begrüßt.

    „Danke, General Lorne.“

    Jack betrat gerade den Gateraum von der Seite. „Colonel, Kinder.“

    „General. Sie hier?“ Fragende Augen blickten ihn an.

    „Ähm, nun ja. Ich bin hier, weil ich Maria nach Hause bringen soll. Das Heim macht sich schon Sorgen um sie. Am besten wäre es, dass sie ihre Sachen gleich mitnimmt, wenn sie beim nächsten Mal nicht zurückkommen will.“

    „Ich verstehe Sir. Maria, geh schon. Wenn du willst; und die Anderen einverstanden sind, kannst du die nächsten Ferien gerne wieder auf Atlantis verbringen.“ John lächelte, O’Neill hatte einen guten Grund gefunden, sie loszuwerden.

    Maria umarmte noch kurz ihre beiden Freundinnen, bevor sie Jack langsam folgte.

    „Kommt ihr Drei, jetzt gehen wir Dave besuchen.“ John begab sich gutgelaunt Richtung Ausgang.

    „Wer ist Dave?“, fragte Leneon seinen Vater erstaunt.

    „Mein Bruder, du lernst ihn gleich kennen.“

    Als sie den Stützpunkt verlassen hatten und außer Sichtweite waren, ergriff Sinatra den Arm ihres Bruders und John packte den von Tina; er wusste ja nicht wohin, sie schon aber sie hatte es nie gelernt alleine zu apparieren, so halfen sich beide. Sie apparierten auf die Straße, wo Sinatra Dave getroffen hatte.

    „Wie - was war denn das? Sind wir gebeamt, dann stimmt aber mit dem Raumschiff etwas nicht.“ Jetzt war Leneon vollkommen verwirrt.

    „Leneon, mein Kleiner, wir sind nicht gebeamt, wir sind appariert“, belehrte ihn John.

    „Hey, du willst mich verarschen Dad.“

    „Nein will ich nicht. Wieso habe ich dich schon die Bücher lesen lassen und dir die Filme gegeben, obwohl die meisten erst ab 12 sind? Weil es wahr ist und ich dich so am leichtesten darauf vorbereiten konnte, ohne es dir zu früh zu verraten. Bis vor einer Woche wusste ich gar noch nicht, ob ich dich überhaupt schon einweihen sollte.“

    „Wie wollen wir eigentlich Kontakt zu ihm aufnehmen?“
    „Da ein Aufrufzauber bestimmt nichts bringen wird, gehen wir ins Schwimmbad.“
    Sinatra zuckte zusammen. „Muss das sein Dad?“
    „Ja, muss es mein Schatz. Du bist die einzige von uns die weiß, wie Jason aussieht.“
    „Ist ja schon in Ordnung“, sie zog die Beutel mit den Schwimmsachen aus ihrer Tasche.


    - - - - -


    Im Schwimmbad.

    „Dad, was genau macht man eigentlich in einem Schwimmbad?“
    John erklärte ihm: „Man schwimmt im Wasser, rutscht auf der Wasserrutsche oder springt vom Turm, bei letztem will ich dich nur auf dem 1er und 5er sehen, verstanden?“

    „Ja, Sir.“

    Los, verschwinde schon. Ab ins Wasser mit dir. Und beim nächsten Mal nur Dad, bitte“, er klopfte seinem kleinen Sohn auf die Schulter.

    „Ja, verstanden Dad.“

    Sheppard lief Richtung Wasser. „Sinatra, Tina, kommt mit zum 10er.“
    „Das gibt doch nur wieder Ärger, Dad“. Sinatra schüttelte den Kopf.

    „Und es erregt vor allem Aufmerksamkeit, die wir jetzt gut gebrauchen könnten.“

    „Meinst du das wirklich ernst, Dad?“

    „Ja, meine ich und jetzt kommt, ich habe gerade keine Lust es euch zu befehlen.“

    „Komme ja schon.“

    John fing an zu rennen. „Fangt mich, wer als letzter beim Turm ist, ist eine lahme Ente.“

    „Dad, du bist vielleicht kindisch“, rief Sinatra lachend.

    „Liegt vielleicht daran, dass ich mich unheimlich freue. Das letzte Mal, das ich in einem Schwimmbad war ist 25 Jahre her.“

    „Sinatra, Tina geht ruhig nach oben. Ich bleibe hier unten, schließlich bin ich nicht mehr so jung wie früher.“

    „Sieht man dir aber gar nicht an Dad, aber wenn du willst, bleib ruhig auf dem 5er.“

    „Sie sehen gerade mal aus wie 40, Sir“, Tina lächelte ihn an.

    „Da untertreibst du aber gewaltig.“

    „Tschuldigung.“

    „Ne, ist schon in Ordnung. Los, rauf mit euch“. Sheppard sprang mit einer gekonnten Kerze vom kleineren Turm.
    Er tauchte gerade auf, als von irgendwo eine ihm unbekannte Stimme ertönte.

    „Runter da, ihr habt dort nichts zu suchen!“

    „Darauf haben wir doch schon beim letzten Mal nicht gehört“, antwortete Tina frech und sprang. Sie tauchte ein paar Meter nach vorne und als sich Sinatra sicher war, das unten alles frei war, sprang sie hinterher. Als sie aus dem Wasser kletterte, befand sich der Sanitäter fast in Reichweite. Tina stand neben John am Beckenrand.

    „Sie schon wieder, das hätte ich mir ja denken können“, empörte sich der Sanitäter.

    „Ja ich und dieses Mal noch nicht einmal freiwillig“, erwiderte Sinatra. „Dad, deine Verantwortung. Regele das bitte. Ich bin bei Leneon, der scheint ein kleines Problem zu haben“, mit diesen Worten lief sie Richtung Schwimmerbecken, wo ihr Bruder gerade unschlüssig vor der Rutsche stand.

    „Habe ich das jetzt richtig gehört, sie sind der Vater?“

    „Ja, bin ich und ich bin der festen Meinung, man sollte den Kindern den Spaß nicht verbieten.“
    Mehr bekam Tina gar nicht mehr mit, sie lief schon ihrer Freundin hinterher.


    - - - - -

    „Leneon, sollen wir vielleicht zusammen rutschen“, fragte Sinatra ihren Bruder, der immer noch skeptisch auf das große gewundene Ding vor seinen Augen starrte. „Du bist doch sonst nicht so ein Feigling.“

    „Ach ja, furchtbar gerne“, erwiderte er erleichtert. „Hier ist alles so neu und ich war noch nie alleine unterwegs, der Pl... *schluck* Ort ist mir noch so neu.“

    „Schon in Ordnung ich helfe dir ja, wollen wir?“, sie zeigte auf die Treppe.

    „Klar.“ Er packte sie an der Hand und ging mit ihr die Treppe rauf. Oben blieb er wieder unschlüssig stehen. Sie setzte sich. „Komm vor mich. Ist leichter, als es von unten aussieht.“

    „Geh schon Leneon, deine Schwester hat recht. Ist eigentlich wie auf einer normalen Rutsche“, ermunterte ihn Tina.

    Er kletterte vor seine Schwester und diese stieß sich ab. Unten angekommen tauchten sie ins Wasser ein.

    „Wow machen wir das noch einmal?“, rief er begeistert.

    Sinatra schüttelte lächelnd den Kopf. „Ich bleibe hier unten, du schaffst das auch alleine.“

    „Natürlich kann ich das alleine.“ Er schwamm zum Beckenrand, zog sich raus und lief schon wieder zur Rutsche.

    Sinatra streifte etwas am Bein und Tina tauchte neben ihr auf. „Super, du hast es geschafft, dass er es alleine macht.“

    „Klar, er hatte doch nur davor Angst, dass er etwas falsch macht.“

    Aus den Augenwinkeln sah sie Jason. „Und ich glaube, ich habe das Ziel dieses Ausflugs entdeckt.“

    „Wo?“
    „Bei den Sprungtürmen, er klettert gerade rauf.“
    Leneon tauchte neben ihnen ins Wasser ein.
    „Leneon, komm bitte mit.“
    „Ja, Sinatra.“
    Sie kletterten aus dem Wasser und liefen Richtung Sprungturm.

    John stritt sich immer noch mit dem Sanitäter, sah aber aus den Augenwinkeln die Kinder herankommen. Er hatte keine Lust mehr, auf derartige Diskussionen, löste sich von seinem streitbaren Gesprächspartner und ging auf die Kinder zu.

    „Da streite ich mich sogar lieber mit Carson und Rodney zusammen.“

    „So schlimm Dad“, tröstete ihn seine Tochter. „Ich weiß, ich hätte dich vorwarnen sollen.“

    „Schon in Ordnung“, er winkte ab. „Aber wieso seid ihr denn schon wieder da?

    „Jason“, sie zeigte auf den jungen Mann, der gerade aus dem Wasser kletterte.
    Dieser hatte ihre Bewegung gesehen und kam auf sie zu. Sein Blick blieb kurz an John hängen, er sah seinem Opa wirklich sehr ähnlich. „Sinatra?“

    „Ja, Jason.“

    „Hey, schön dich zu sehen. Ihr seid wegen mir hier, stimmts?“

    Jetzt schaltete sich John in das Gespräch ein. „Ja, Dave hatte vergessen, seine Adresse in dem Brief anzugeben.“

    „Dann sollte ich euch schnellstens zu ihm bringen. Treffen wir uns in 10 Minuten am Ausgang?“ Fragend sah er seinen Onkel an.

    Dieser nickte. „Liebend gerne. Kinder kommt.“




    „Jason, kennst du diese Leute näher?“ Der Sanitäter hatte die Unterhaltung neugierig verfolgt und war ihm nun nachgeeilt.

    „Nein, nicht wirklich. Aber der Mann, er ist mein Onkel.“

    „Dein Onkel? Du hast mir nie von einem Onkel erzählt.“

    „Weil ich es bis vor zwei Wochen selbst nicht wusste. Dad kann in solchen Sachen ziemlich gut schweigen.“

    „Ja, das kann Dave wirklich sehr gut; ein bisschen zu gut, meiner Meinung nach. Ich frage ihn ständig, wie meine Tochter bloß mit Mark Kontakt halten kann, doch er antwortet nie. Was ist an diesem Internat denn so besonders, dass die noch nicht einmal Internet haben?“

    „Ich bin genauso ohne aufgewachsen, es gibt dort einfach keinen Anschluss. Wenn sie sich Briefe schreiben wollen, kann ich diese gerne überbringen. Und jetzt entschuldigen sie mich bitte, ich sollte mich jetzt wirklich umziehen.“ Er ließ den Mann einfach stehen und verschwand eilig in einer Umkleidekabine.


    - - - - -


    „So, ich bin auch fertig, wir können.“ Jason kam auf die kleine Gruppe zu.

    „Na, junger Mann. Dann zeig uns mal den Weg.“ Mit diesen Worten verließen sie zusammen das Schwimmbad.

    Auf dem Weg zu Dave fragte Jason die Kinder neugierig: „Auf was für Schulen geht ihr denn?“

    „Tina und ich gehen auf die Air Force Akademie“, verkündete Sinatra stolz.

    Er sah sie verdutzt an. „Das war kein Scherz?“

    „Nein, war es nicht.“

    Sein Blick fiel auf Sinatras Bruder. „Und auf welche Schule gehst du...?“

    „Leneon. Ich gehe auf keine Schule, ich habe Privatunterricht.“

    Jason sah zu John rüber. „Privatunterricht? Keine Lust auf eine Muggelschule?“

    „Nein Jason, es ist Muggeluntericht.“, bekam er zur Antwort. „Er weiß erst seit heute, dass es Zauberer wirklich gibt.“

    „Wie habt ihr euch dann so lange verstecken können?“

    „Wir haben uns nicht versteckt. Der Aufruf deines Vaters hat einen Teil der Wahrheit ans Licht gebracht, doch habt ihr nicht das Wissen, um es verstehen zu können. Andere Leute wurden sogar als vermisst eingestuft.“

    „Das konnte er nicht wissen, Dad. Auch war es nur eine Person, bei der das genauso war. Wir haben doch herausgefunden, ab welchem Prozentsatz ein Mensch in welche Stufe gehört.“

    „Wer wurde als vermisst eingestuft?“, fragte Jason.

    „Nevilles Sohn“, antwortete nun Tina.

    „Neville hat einen Sohn?“

    „Und eine Tochter. Hätte deine Familie sich nicht abgeschottet, wüsstest du das auch.“

    „Tina, Ruhe. Verstanden?“, wurde sie von Sheppard zurechtgewiesen.

    „Ja Sir. Entschuldigung Sir.“

    „Tina darf ich dich fragen wieso du auch hier bist?“

    „Ja darfst du, meine Oma ist Hermine Granger.“

    Er sah sie verwundert an. „Wieso bist du dann nicht auch auf Komoner?“

    „Ich war 5 Jahre auf Doyenwand, habe mir leider die ZAGs versaut, und da ich kein Auror mehr werden konnte, bin ich wie mein Vater und meine Brüder zum Militär. Mama ist Zauberkunstlehrerin in Komoner, deshalb durfte ich nicht dorthin.“

    „Deine Mutter war meine Lehrerin? Du bist die Tochter von Professor Faless?“

    „Ja bin ich, was dagegen?“

    Jason hob abwehrend die Hände. „Nein, willst du mir hier was unterstellen?“

    „Ach, jetzt hört schon auf ihr beiden“, sagte Sinatra mit einem Lachen.

    „Und wie willst du das verhindern P?“

    „Nicht schon wieder G.“

    Sie brachen beide in einen Lachanfall aus.
    John sah die beiden wissend an, während die beiden Jungs nur fragend dem Spektakel zusahen.

    „Sinatra, Tina kriegt euch wieder ein. Den Witz könnt ihr in der Akademie noch oft genug machen und damit die Lehrer in den Wahnsinn treiben, aber jetzt ist Schluss.“

    „Ja, Sir“, kam es von beiden.

    „Sir? Sie lassen ihre Tochter sie mit Sir anreden?“, Jason schaute John an.

    „Normalerweise nicht, kommt ganz auf die Situation an.“

    Sie kamen bei einem großen, außerhalb gelegenen Grundstück an.

    „Wie lange wollen wir denn noch durch die Pampa laufen?“
    „Wir sind da Leneon“, John zog seinen Zauberstab und berührte ihn damit. Jetzt konnte Leneon es auch sehen. Sein erstes Stück Zaubererwelt.

    Sie gingen um das Haus rum und setzten sich in den Garten. Jason ging durch die Balkontür ins Haus.

    „Dad“, rief er, “ich habe deinen Besuch mitgebracht, kommst du raus?“

    „Wen meinst du?“, erscholl eine tiefe Stimme von oben.

    „Sinatra hat den Brief überbracht. Sie ist mit Bruder, Vater und einer Freundin hier.“

    „Ich komme, gib mir noch fünf Minuten.“

    „In Ordnung Dad, wir warten im Garten.“


    - - - - -


    „John!“
    „Dave!“
    Die beiden Männer liefen aufeinander zu und fielen sich in die Arme. Sinatra konnte bei diesem Anblick nur den Kopf schütteln. Wollte ihr Vater ihr diesen Ausflug bis vor kurzem nicht noch verbieten?

    Tina bemerkte die Reaktion ihrer Freundin und flüsterte dieser zu: „Ist doch gut, dass er seine Meinung geändert hat. Versuchen wir es hinzukriegen, dass er es nicht bereut, OK?“

    Sinatra nickte.

    „Dave, das ist meine Tochter Sinatra mit ihrer Freundin Tina und das ist mein Sohn Leneon. Meine beiden Kleinsten Lantora und Ariane sind Zuhause.“

    Nachdem sie sich alle begrüßt hatten, schlug Dave John grinsend auf die Schulter.
    „Beachtlich, vier Kinder. Wieso musst du in allen Sachen besser sein als ich, kleiner Bruder?“

    „Dave, du hast ein wirklich schönes Anwesen hier“, anerkennend sah Sheppard sich um. „Ich muss immer noch mit einem Quartier auf der Basis vorliebnehmen.“

    „Du hast kein eigenes Haus? Aber deine Frau und Kinder?“

    „Leben genauso auf der Basis wie ich. Liz ist dort die zivile Leiterin.“

    „Ist das der Grund wieso du Privatunterricht bekommst, Leneon?“, fragte Jason.

    „Ja, die nächste Schule ist viel zu weit entfernt“, antwortete Leneon. „Und ich bin immer noch baff, dass Dad mich überhaupt mitgenommen hat; er unterstellt mir immer, dass ich meine Klappe nicht halten kann.“

    „Tu ich gar nicht“, entrüstete sich John.

    „Leneon, ich war vierzehn, als er meine, ich wäre endlich soweit. Und ich habe darum gebettelt, dass du mitkommst“, sie warf ihrem Vater einen warnenden Blick zu.

    „Danke, große Schwester“, er kam auf sie zu und umarmte sie.

    „Was meint sie denn damit?“, Dave sah seinen Bruder fragend an.

    Dieser wusste gerade nicht, wie er sich aus der Misere retten konnte, ohne später einen Legilimens einzufangen. Sein Bruder durfte unmöglich an seine Erinnerungen ran, und überhaupt war er gerade nicht in der Lage, ihm diese zu verwehren.

    Da er schon eine Weile schwieg, antwortete Sinatra an seiner Stelle. „Wir dürfen weder was über unser Zuhause erzählen noch woran unsere Eltern genau arbeiten.“

    Johns Handy klingelte. „Colonel Sheppard.“

    „John, wo steckst du?“, Liz Stimme ertönte. Sie war nicht grad bester Laune.

    „Hey, komm mir nicht so. Du weißt sehr gut, wo ich grade bin“, gab er unwirsch zur Antwort.

    „Weiß ich eben nicht. Die Legisla empfängt dein Signal nicht, genauso wenig wie das von Sinatra und Leneon.“

    Jetzt war er richtig sauer. „Du spionierst mir nach, ich glaube es ja nicht. Ich werde dir nicht sagen wo ich bin,

    „Was heißt, ich spioniere dir nach“, schnaubte Liz. „Ich bin mit den Kleinen grad auf der Erde und weiß ganz genau, wo du grade bist. Überhaupt ist es schon längst Zeit, dass ich deine Familie einmal kennenlerne.“

    „Du wagst es, jetzt Urlaub zu nehmen!“ John war kurz vorm explodieren. „Es war schon schwierig genug, eine Vertretung für mich zu finden. Du kannst die Stadt doch nicht so kurzfristig alleine lassen oder die beiden Plaudertaschen mit zur ‚ähm’“, grade noch rechtzeitig schluckte John das Wort Erde hinunter, „mit hierherbringen. Du weißt doch, was die uns beim letzten Mal für einen Riesenärger gemacht haben.“

    „Du vertraust doch auch Leneon.“

    „Das ist etwas total anderes, wenn die Kleinen sich hier verplappern würden, kann das für uns alle tödlich enden. Ende der Diskussion, du gehst sofort nach Hause. Keine Widerrede.“

    „John.“, hörte man sie noch schreien, doch er hatte schon aufgelegt und wollte das Handy gerade wegschmeißen. Sinatra konnte ihn grade noch rechtzeitig davon abhalten und riss es ihm aus der Hand.

    Dave war beeindruckt, wie schnell sein Bruder auf Hundertachtzig war. Er hätte ja zu gerne gewusst, worüber der sich so aufregte. Leider hatte er von dem Telefongespräch nicht alles verstanden.

    „Papa, beruhige dich wieder. Schließlich ist es zum Teil auch deine Schuld. Du hättest ja heute Morgen bei unserer Abreise einfach den Mund halten können. Aber du kannst Mama ja nichts verheimlichen, OK bis auf deine Herkunft und Jugend.“

    „Aber darin bin ich ziemlich gut“, seine Stimme bekam langsam wieder eine normale Lautstärke.

    „Wovon redet ihr?“, fragte Dave.

    „Davon, dass er uns die Magie verheimlicht hat. Ich weiß erst seit einer Woche darüber Bescheid und ich habe es nicht von ihm erfahren.“

    „Du hast es vor deinen Kindern verheimlicht? Aber wie? Sie hätte doch den Brief kriegen müssen.“

    „Es geht doch wie ist Klassifiziert. Sie haben mir den ersten Brief den ich gesehen habe gegeben. Ich bin mit PC und E-Mail aufgewachsen.“

    Tina wollte unbedingt das Thema wechseln; das hier ging zu weit ins Top Secret. „Jason? Kannst du mir einen Gefallen tun?“

    „Kommt darauf an, was für einen“, er zwinkerte ihr zu. Das war ja eine ganz Süße – die würde er ja auch zu gerne mal vernaschen.

    „Könntest du mich und Sinatra zu meiner Mutter bringen?“

    Jetzt war Jason enttauscht, eigentlich hatte er sich was anderes erhofft.
    fühlte sie es denn nicht auch?

    „Wieso darf ich nicht mit?“, Leneon war beleidigt, die konnten ihn doch nicht alleine hier bei den Erwachsenen lassen.

    „Papa, dürfen wir ihn auch mitnehmen? Ich passe auch gut auf ihn auf“, versicherte Sinatra.

    „Nein.“

    „Wieso willst du das nicht Brüderchen? Es währe doch eine gute Vorbereitung auf seine Schulzeit.“

    „Genau deshalb nicht, ich lasse ihn nicht auf eine Schule.“

    „Papa, bitte“, Sinatra verlegte sich aufs Betteln. „Er muss dann ja nicht auf die Schule, du kannst ihn dann auch zuhause Privatunterricht geben, Carson kann dir dann dabei helfen, bis ich mit meiner Ausbildung fertig bin.“

    „Ist ja schon gut, ich werde es mir noch überlegen.“

    „Dann kommt ihr drei; gehen wir vors Haus, dort können wir apparieren.“ Jason nahm es schon als entschieden hin, dass Leneon mit ihnen kommt.

    „Sinatra, ich hole Leneon dann später in der Akademie ab. Bis dann meine Kleinen.“ John gab nach, gegen alle kam er eh nicht an.

    „Ich werde schon auf ihre Kinder aufpassen, Colonel. Ich weiß ja, was die Beiden noch zu lernen haben, sie werden sich schon nicht verraten.“ Tina versuchte, ihm die Bedenken zu nehmen.

    „Bye Dad“ ,riefen Sinatra und Leneon, als sie um die Hausecke bogen.
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  24. Danke sagten:


  25. #16
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Danke an die 3

    Kapitel 24: Komoner


    Sie packten sich alle an den Händen und apparierten nach Komoner. Dort angekommen vor den Toren der Schule, öffnete Sinatra ihre Tasche und zog zwei Umhänge daraus hervor. Einen gab sie Tina und den anderen zog sie selbst an. Mit ihrem Bruder machte sie dasselbe wie mit Jack eine Woche zuvor, nur das dieser einen lila Kinderumhang statt einem normalen blauen bekam. Sie legte ihr Zauberstabholster an und verstaute ihren Zauberstab nun darin, statt in ihrer Jackentasche. Tina hatte dasselbe mit ihrem gemacht. Auch Jason sah nun mittlerweile schon wie ein Zauberer aus. Er hatte seine Sachen in seiner Halskette gehabt, praktische Idee, dachte Sinatra. Sie traten durch das Tor.


    - - - - -


    Chayenne Mountain, zur selben Zeit.


    „Wir hatten kurz das Signal von Sinatra und Leneon, was ich beeindruckend finde, denn sie waren innerhalb von zwei Minuten an zwei verschiedenen Orten, waren dann aber sofort wieder verschwunden“, berichtete der Sergeant, der gerade die Nachricht von der Legisla erhalten hatte.

    „Wie geht das?“, fragte Elizabeth.

    „Es geht - und das ist die Hauptsache. Ich glaube, sie haben es sich wirklich gerade mit ihrem Mann verspielt Dr. Weir-Sheppard. Wenn er es ihnen nicht sagen wollte, wird das schon seinen guten Grund haben.“, Jack stand noch in der Tür, hier konnte er sich am besten den Wissenschaftlichen Vorträgen seiner Kollegen entziehen.

    „Klären sie mich auf.“

    „Wenn sie das unbedingt wollen, löchern sie doch den Präsidenten. Der kann ihnen vielleicht einen Teil darüber erzählen; ihr Mann und ihre Kinder sind aufgrund besonderer Begabungen eingeweiht worden. Entweder der Präsident sagt es ihnen oder eben doch ihr Mann.“

    „Was reden sie da denn für einen Blödsinn und überhaupt, was soll der Präsident jetzt damit zu tun haben?“

    „Nein Dr. Weir ich wollte ihnen wirklich nicht zu nahe treten. Der Präsident …. ich verarsche sie nicht, der Präsident hat mit der ganzen Sache zu tun, weil er einer der wenigen ist, für den eben eine Ausnahme gemacht wurde; somit ist er in diese ganze Geschichte eingeweiht worden.“

    „Und woher wissen sie so gut darüber Bescheid?“ Liz stemmte ihre Hände in die Hüften.
    „Ich weiß davon, weil meine Mutter genau diese Begabung auch hat und man anfangs dachte, dass ich sie auch hätte, dem war aber leider nicht so“, beeilte sich der General zu erklären.


    - - - - -


    Auf Komoner

    „Weisen sie sich bitte aus.“

    Alle drei hielten ihre Zauberstäbe hin und der Wache haltende Zauberer überprüfte, was damit für Zauber ausgeführt wurden.

    Als er Sinatras zurückgab sah er sie streng an: „Miss, sie habe einen neuen Zauberstab, wieso darf ich fragen?“

    „Weil mein Alter verbrannt ist“, log sie frech.

    „Sie dürfen passieren.“

    „Danke.“

    „Nichts zu danken, ist schließlich mein Job.“

    Sie traten durch das Portal des Schlosses und Leneon fielen fast die Augen aus dem Kopf. Die Decke war gar nicht zu sehen und über ihnen waren viele Treppen und Gänge. Durch eine offene Flügeltür konnte man in den Speisesaal schauen, in den gerade die Schüler zum Mittagessen strömten.

    „Ihr wartet hier erstmal, ich werde Professor Faless holen“, wies er die Mädchen und Leneon an.

    „Machen wir. Es würde sowieso komisch aussehen, wenn wir alle durch den Speisesaal laufen“, antworte Tina und ließ die beiden anderen die neuen Eindrücke in sich aufnehmen.

    Jason ging durch den Speisesaal geradewegs auf den Lehrertisch zu und wurde von den bereits anwesenden Schülern angestarrt.
    „Professor Faless?“

    Diese sah erstaunt von ihrem Teller auf. „Was gibt es Jason Taylor?“

    „Würden sie bitte mal mitkommen. Es gibt da wen, der draußen auf sie wartet. Aber bitte so, dass es nicht unbedingt alle Schüler mitkriegen.“

    „Natürlich“, sie war zwar etwas verwundert, stand aber sofort auf und folgte ihm aus der Halle.

    Als sie die Halle verließ, staunte sie nicht schlecht, als sie ihre Tochter erblickte. „Was machst du denn hier?“

    „Hallo Mama. Ich wollte dich besuchen und dir vor allem meine Freundin und ihren Bruder vorstellen“, erwiderte Tina.

    „Dafür musst du doch nicht extra hier herkommen“, schüttelte ihre Mutter den Kopf. „Und überhaupt - wieso bist du nicht in der Akademie?“

    „Ach, es sind doch Ferien, schon vergessen? Erst nächste Woche beginnt das zweite Trimester für mich. Tja und“, sie druckste etwas herum, „ich bin hergekommen, weil ich dich um einen Gefallen bitten möchte.“

    „Einen Gefallen, wieso?“, verständnislos schaute sie ihre Tochter an.

    „Lass uns das doch bitte in deinem Büro besprechen“, bat Tina.

    „Wenn es denn sein muss. Mr. Taylor“, sie sah zu Jason, „sie wissen wo es ist. Wartet dort auf mich, ich komme gleich nach.“

    „Ja, Ma’am.“


    - - - - -


    Im Büro


    „Worum möchtest du mich denn bitten, mein Schatz?“, fragte Prof. Faless ihre Tochter neugierig.

    „Ach Mama, ich möchte gern, dass du Sinatra und mir an den Sonntagen Unterricht gibst“, erklärte Tina.

    „Wieso braucht sie denn Unterricht?“, antwortete ihre Mutter verständnislos.

    Sinatra mochte es nicht, wenn man so tat, als wäre sie überhaupt nicht da und erklärte etwas barsch: „Weil ich erst seit einer guten Woche weiß, dass ich eine Hexe bin.“

    „Seit einer Woche?“ Prof. Heike Faless hatte sich ihr nun zugewandt und musterte sie mit kühlem Blick. „Aber du müsstest inzwischen doch mindestens in der sechsten sein.“

    „Ja, ich müsste, doch ich bin es eben nicht.“

    „Und du hast keine Ahnung von Magie?“

    „In den meisten Fächern schon. Mit dem Zauberstab kann ich umgehen, mir fehlt nur das restliche Wissen.“ Sinatra gab sich selbstsicher.

    Tina verlegte sich nun aufs Schmeicheln. „Mama, deine Stärken sind doch sowieso Zaubertränke und die Magische Geschichte.“

    „In Ordnung“, Heike gab sich geschlagen, „aber seit gewarnt, ich werde keine Rücksicht nehmen.“

    „Ja, Professor.“ Die beiden Mädchen bedankten sich artig und sahen sich strahlend an.

    Die Augen von Tinas Mutter fielen auf Leneon. „Wer ist eigentlich der Kleine hinter euch?“

    Leneon fuhr erschrocken hoch; es konnte ja nur er gemeint sein.

    „Professor Faless, wenn ich vorstellen dürfte, das ist mein kleiner Bruder Leneon.“ Sinatra schob Leneon näher an die Professorin heran und gab ihm einen kleinen Schubs. Artig reichte er Tinas Mutter die Hand.

    Diese sah ihn erschrocken an; sah er nicht haar genauso aus wie Harry in diesem Alter?
    „Das kann nicht sein, spielen mir meine Augen einen Streich?“, sie rieb sich die Augen.

    „Nein Mum, tun sie nicht.“ Tina musste über ihre Mutter grinsen.

    „Er sieht nur genauso aus wie sein Großvater in dem Alter, aber er ist es nicht, Professor“, erklärte Sinatra.

    „Ihr seid die Enkel von Harry Potter?“, rief Prof. erstaunt aus.

    „Ja, alle drei“, antwortete Jason.

    Seine Lehrerin schaute immer noch ungläubig zu Jason. „Wieso hast du mir das nie gesagt?“

    „Woher hätte ich wissen sollen, dass sie eine Granger sind?“, verteidigte er sich.

    „Jaja, du hast ja Recht.“ Sie schaute von Jason zu Sinatra. „Und ihr, ihr seit miteinander verwandt?“

    „Cousin und Cousine, ja.“

    Professor Faless ließ sich auf einen Stuhl fallen, das war jetzt wirklich zu viel für sie.

    Sie erzählten sich ein bisschen von ihrer Vergangenheit, und besprachen, was so für Unterricht drankommen sollte. Die Zeit verging wie im Flug.

    Eine Stunde später verließen sie das Büro und bekamen von Professor Faless ein Quartier für die Nacht gezeigt, bevor sie sich zusammen zum Abendessen in den Speisesaal aufmachten.
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  26. Danke sagten:


  27. #17
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Ich bin sauer, und hab beschlossen das hier jetzt zu beenden.
    klick
    wer wissen will wie es weitergeht.

    ENDE
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  28. Danke sagten:


  29. #18
    Chief Master Sergeant Avatar von Khonsu
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    Standard

    Da du ja schon so lieb nach nem FB gefragt hast
    Bekommste eins xD.
    Also ich find die FF super. Ne schöne Abwechslung zu den üblichen. Hab sie übrigens bei dem Link von dir weitergelesen und kann sie wirklich nur weiterempfehlen :laugh:
    Und noch dazu, warum ich nie was schreibe
    Wenn mir eine FF sehr gut gefällt, dann sag ich einfach Danke. Es sei denn es sind grausig viele Rechtschreibfehler oder andere Sachen drin, welche das Lese vergnügen stören drin.
    Ansonsten noch nen schönen Abend
    LG
    Khonsu
    "Die Mächtigen sind nur deshalb so mächtig, weil die Geknechteten zu uneinig sind."

    Atlan im Gespräch mit Prospektoren aus Rekeul auf Komouir über die GRUC.

    Quelle: Atlan 151



    Die Schiffe der Asgard
    Die F-302
    Die Prometheus
    Die Daedalus

  30. Danke sagten:


  31. #19
    ASPI Avatar von Mara Ann
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    Khonsu, Danke danke dir sehr, du scheinst der einzige zu sein der es noch gelesen hat
    Danke das sie dir gefallen hat. Dann empfehle sie doch einfach mal weiter.
    Ich verstehe schon warum du nicht schreibst, aber ich mache es halt davon abhängig wann ich weiterposte wie viele Meldungen ich bekommen habe, es tut einem Autor halt weh wenn er sieh das kaum einer Interesse hat an seiner Geschichte hat.
    Nochmals Danke

    Mara Ann Carter
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  32. #20

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    Tut mri Leid. Aber im RL hab ich so viel Stress mit der Schule und ich bemerke diese FF leidert nicht immer.
    Tolles Kapitel. So so Faless erfährt also, dass alle drei Harry Potters Enkel sind. Na das wird ein Spaß. Ich frage mich was passiert sobald die drei auf der Schule sind.
    Es ist schade,m dass du diese schöne Fanfiction abbrichst. Sie köntne so spannend werden. Besonders wenn ich mir Teil 3 vorstelle. Ich bin mir sicher, dass sie da nicht nach 2000 sondern zu Harry Potter nach Hogwarts kommen würde.

    MfG Kwasir

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