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Thema: Stargate - Andere Perspektiven

  1. #1
    Systemlord Avatar von Toth
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    Standard Stargate - Andere Perspektiven

    Stargate - Andere Perspektiven

    Autor: Toth
    Titel: Stargate - Andere Perspektiven
    Spoiler: Keine
    Basierend auf: Der Grundidee von Stargate
    Disclaimer: Alle Rechte an Stargate SG1 und gewissen Begriffen aus der Serie gehören MGM und diese Fanfiction ist ausschließlich zum Spaß der Fans geschrieben worden, Überschneidungen mit der Serie sind so gedacht, auch wenn nur selten Namen genannt werden (auch wenn Fans merken werden, wer gemeint ist^^)
    Feedback: Warum stell ich's auch sonst hier rein^^
    Danksagungen: Ich danke all den Spinnern, die an pyramidenbauende Aliens glauben und damit Roland Emmerich die Idee zu Stargate beschert haben, sowie der Stargate-Modding-Group und deren Community, deren Website bisher als Plattform für meine Fan-Fiction herhalten musste!



    Aber worum geht's überhaupt, das ist natürlich wichtig: Ich habe nunmal ein Herz für Bösewichte. Vielleicht geht es jedem so, der einmal Overlord gespielt hat, aber ich möchte mit dieser "kleinen" Story meinen Lesern einen neuen Blick für den guten alten Feind der Goa'uld verschaffen! Begleiten sie mich und erleben sie den Aufstieg und Fall eines Systemlords als diese noch im Zenit ihrer Macht waren, also Stargate von einer ganz anderen Perspektive!

    Und so möge das Abenteuer beginnen:

    Kapitel 1 – Von Anfang an

    Guten Tag! Als aufmerksamer Betrachter von Stargate, wird ihnen bestimmt schon aufgefallen sein, dass Goa’uld böse sind! Abgrundtief böse! Aber ist es wirklich so? OK, ja, ist es. Aber ich bin hier, um ihnen meine Geschichte zu erzählen. Mein Name ist Toth, auf Ta’uri besser bekannt als Gott der Wissenschaft. Ich bin hier, um ihnen mein (für einen Goa’uld) sehr kurzes Leben vorzustellen. Ein Leben voller Rebellion, Machtgier, Intrigen und spaßigen Backstageeinblicken. Das Leben eines Systemlords!

    Doch wo soll ich anfangen? Bei meiner Geburt? Nein, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, das Erste ist mein Leben als Larve in einem Jaffa namens Menetwa. Kaum meiner eigenen Existenz bewusst, hockte ich in dem Leib des Kriegers und flickte ihn zusammen, wenn er mal wieder angeschossen wurde.

    Nach Ta’uri-Zeitrechnung schreiben wir etwa das Jahr 3100 v. Chr. Ptah ist Herrscher über alle Goa’uld. Eine Epoche des Wohlstandes und des Friedens (mehr oder weniger). Jeder Systemlord besaß zwar seine eigenen Planeten, musste sich allerdings an das Wort von Ptah halten. Menschen als Wirte waren sind schon lange bekannt und unter den Argusaugen der Asgard hatten wir die Kontrolle über massenhaft Sklaven, die Ra andauernd von Ta’uri anschleppte.

    Menetwa lebte am Hof von Memphis, dem Königssitz von Ptah. Unter der weisen Herrschaft von Ptah waren die Goa’uld so was ähnliches wie eine Nation. Sie hatten zwar nicht so den Nationalstolz, dennoch haben sie sich nicht, wie später, gegenseitig die Köpfe eingeschlagen. Insgesamt war die Lebenserwartung eines Jaffa zu meiner Zeit wesentlich höher. In Menetwas Körper habe ich gelernt, zu kämpfen, für das, was man glaubt. In seinem Fall war es der Glauben an seine Götter. Er war nicht besonders helle, dafür aber ein Fanatiker. In der Zukunft hätte er damit eine sehr kurze Karriere gehabt.

    Wie dem auch sei, endlich kam mein großer Tag. Ich war ausgereift! Endlich erblickte ich Sonnenlicht… nur um dann in einen neuen Wirt hineingestopft zu werden. Aber ich bin ein Symbiont, für sowas bin ich geboren worden! Der schwache Wille des armen Kerlchens war nur zu einfach zu unterdrücken, aber was soll der auch tun, wenn sich eine riesige Schlange an seinem Rückenmark festbeißt. Schließlich drang ich in sein Gehirn ein und von einem Moment zum nächsten blickte ich mit seinem Körper um mich.

    Ein ungewohntes Gefühl. Eine Mischung aus Schutzlosigkeit und Kälte. Schließlich war ich nicht mehr geborgen im Leib des Wirts. Nun fühlte ich, was er fühlte. Ich saß auf einer Art Altar und um mich herum war der halbe Hofstaat von Ptah versammelt. Ich kannte sie noch von Erinnerungsfetzen von Menetwa. Ptah trat auf mich zu.

    „Ah!“, er hatte seine tiefe Angeberstimme ausgepackt, „Willkommen, mein Freund! Willkommen Toth, ich hoffe, du wirst mir zur Ehre gereichen!“

    Ich versuchte derweil, meinem Mund ein paar Worte abzuringen.

    „Äh, ja, mein Herr.“ Mehr konnte ich erst mal nicht herausstammeln. Ptah war jedenfalls nicht sonderlich beeindruckt. Er, zumindest sein Wirt, war ein jüngerer, doch stattlicher Mann in festlichen, luftigen Gewändern, die reichlich mit goldenem Schmuck verziert waren. Nicht schlecht für einen Schöpfergott!

    „Komm mit mir!“, er reichte mir seine eisige Hand. Ich schlug ein, richtete mich schwerfällig vom Altar auf und folgte ihm. Ich bemühte mich, nicht einfach umzufallen, so steif und hölzern bewegten sich meine neugewonnenen Beine. Trotzdem muss es ein seltsamer Anblick gewesen sein, wie da ein angehender Gott durch die Gegend humpelte. Ich folgte Ptah in seine privaten Gemächer. Der Raum war in ein hellbraunes Licht getaucht, was durch die vielen goldenen Verzierungen, roten Wandteppiche und massenhaft protzigen Schnickschnack noch verstärkt wurde. In einer Ecke entdeckte ich seltsame Antikertechnologie sowie bizarre Werkzeuge, die eindeutig goa’uld waren.

    „Also, mein Freund, du hast Glück, dass du in meinem Gefolge aufgewachsen bist und ich gerade einen Abgesandten auf Ta‘uri brauche. Du wirst eine Ausbildung in Diplomatie erhalten müssen, sodass du vorbereitet sein wirst!“, ich versuchte, mich gewählt auszudrücken und antwortete: „Und wie komme ich zu dieser großen Ehre, Herr?“

    Zunächst schaute er mich ungläubig an, setzte dann aber ein selbstverliebtes Lächeln auf: „Ich bin ein Gott! Hey, ich brauche keine besonderen Gründe für mein Handeln. Und ich hoffe, dass dir auch bald klar wird, dass du in diese Rolle hineingeboren wurdest. Ja, du wirst ein Gott werden, wenn du dich bewiesen hast. Keine Sorge, ich werde dich schon genügend vorbereiten. Aber jetzt kommen wir erst mal zum Grund für diesen Schritt. Bisher ist nur Ra mein Vertreter auf Ta’uri. Sonst gibt es dort nur eine Hand voll Goa’uld, die sich alle unkontrolliert austoben und mir auf der Tasche liegen. Und von Ra will ich gar nicht erst reden. Seine letzten Nachrichten waren ziemlich kryptisch! Ich habe den schrecklichen Verdacht, dass er, bei der Menge an Sklaven, die ihm zur Verfügung stehen, langsam zu machtgierig geworden ist. Ich brauche schlicht und ergreifend jemanden, dem ich vertrauen kann und der direkt mit mir in Verbindung steht, um mich immer mit den neuesten Informationen zu versorgen. Aber wehe dir, wenn du dieses Vertrauen ausnutzt!“

    Nach dieser Einweisung führte Ptah mich ein bisschen in seinem prunkvollen Palast herum und zeigte mir zum Schluss das wohl wichtigste Gerät für einen Goa’uld: Den Sarkophag! Ein kleines, ebenfalls verziertes Gerät. Ptah drückte einfach auf einen Knopf und der Deckel teilte sich in drei Teile, die einen Hohlraum freimachten. Heraus kam ein grelles Licht und mir war der Kasten irgendwie nicht geheuer.

    „Nur zu, das ist deiner. Der Timer ist so eingestellt, dass du Morgen wieder aufwachst. Ich wünsch‘ dir noch viel Spaß damit!“, und mit diesen Worten verschwand Ptah aus dem Raum.

    Ich starrte noch eine Weile in das Weiß des Sarkophags. Wie alle Goa’uldgeräte basiert das Ding auf Antikertechnik, ich war mir zwar ziemlich sicher, dass die wussten, was sie da tun, aber wer weiß, welcher Tölpel die Technologie im Sarkophag verwurstet hat. Schließlich fasste ich mir ein Herz und stieg in das unheimliche Gerät. Selbst mein Wirt hatte ein flaues Gefühl im Magen, als sich der Deckel dramatisch langsam schloss.

    Als ich meine Augen wieder öffnete, starrte ich die Decke an. Der Sarkophag war sperrangelweit offen. Ich richtete mich auf und streckte mich erst mal. Wow, was für ein fantastisches Gefühl! Ich fühlte mich wie neu geboren, obwohl ich, rein psychisch gesehen, erst gestern geboren worden bin! Ich spürte, wie sowohl Wirt als auch Symbiont von Glückshormonen überflutet wurden.

    Innerlich breit grinsend schaute ich mich noch ein wenig in meinen Privatgemächern um: Klein, braun und leer! Ich musste mich bei Gelegenheit nach ein wenig Mobiliar umsehen. Man braucht zwar nicht so viel Goldkram wie Ptah, aber wenigstens ein Stuhl wär nett!

    „Ähem, Herr, Lord Ptah hat mich beauftragt, eure Wünsche zu erfüllen, also wenn ihr was braucht…“ Eine junge Dienerin stand im Türrahmen und schaute verlegen drein. Ich wusste nicht, was ich antworten sollte. Unterhaltung? Nichts? Möbel??? Aber andererseits: Ich war gerade im Sarkophag! Ich bin wunschlos glücklich!

    „Mmh, also, ich weiß nicht. Ich brauche momentan nichts. Außer vielleicht Möbel, aber ich habe kein Geld…“ Das Mädchen blickte mich verwundert an: „Wieso braucht ein Gott Geld?“
    „Nun ja, eigentlich nicht, aber… ach, vergiss es. Da ich deine Hilfe nicht brauche, kannst du wieder nach Hause gehen, aber nur für den Fall, dass ich meine Meinung ändere… Wo kann ich dich erreichen?“
    „Entschuldigung, Herr, aber ich lebe schon immer im Palast und nun bin ich ihre persönliche Dienerin, es tut mir leid, aber mein Zuhause ist da, wo sie befehlen.“

    Das ist ja klasse! Als ob ich hier einen eigenen Palast hätte – und genug Platz für eine Dienerschar. Ich ging jetzt einfach davon aus, dass sie stubenrein ist und antwortete: „Na schön, ich denke, ich kann hier noch irgendwo eine Ecke freimachen… Ach sieh, hier ist ja noch ein Plätzchen, wer hätte es gedacht…“, sagte ich, während ich auf eine Stelle im völlig leeren Raum zeigte und lautstark ausatmete, „… Nun, bring einfach dein Hab und Gut her und mach’s dir gemütlich!“

    Ich wollte schon den Raum verlassen, da antwortete sie immer schamvoller: „Aber Herr, ich lebte schon immer als Dienerin, ich habe kein Eigentum!“ Verdammt, muss ich der alles aus der Nase ziehen? Gereizt fragte ich: „Wo hast du denn zuvor geschlafen?“ Sie lief knallrot an und ich beschloss, mich zu mäßigen, damit sie am Ende nicht heulend aus dem Gemach rannte.

    Sie antwortete leise: „Ich war zuvor Küchenhilfe. Ich bettete mich auf einer Matratze in der Nähe der Küche.“
    „Na dann hol‘ sie her!“

    OK, das konnte ich mir nicht verkneifen. „Ja mein Herr!“, rief sie mit Tränen in den Augen und eilte aus dem Zimmer. Ich atmete erleichtert auf. Ich finde es zwar nett von Ptah, dass er so auf mich Rücksicht nimmt, doch so ein unselbstständiges Kind ist auch keine Hilfe…



    Kapitel 2 – Am Hof von Ptah

    Ich verließ dann auch mein Gemach, bevor die Dienerin zurückkehrte und ich ihr nachher noch erklären müsste, wie man alleine atmet. Als Möchtegerngott war ich mir natürlich zu fein, nach dem Weg zu fragen und so irrte ich eine Weile auf der Suche nach dem Thronsaal durch immer gleich aussehende Gänge. Natürlich versuchte ich, das Zentrum des Gebäudes zu suchen, wo sich so ein wichtiger Raum für gewöhnlich befindet… Nur alle Wege sahen absolut gleich aus!

    Mit viel Glück entdeckte ich tatsächlich das prunkvolle Machtzentrum des Goa’uldimperiums. Was den Goldverschleiß angeht, übertraf er alles, was ich mir vorstellen konnte. Ptah saß, umringt von seinem Hofstaat, auf einem riesigen Goldthron, dessen Lehne in einem angeberischen Abbild seiner selbst mündete. Überall an den Eingängen standen Jaffa-Wachen mit verschiedensten Helmen, was die hohe Stellung Ptahs zeigte, da er Eliten aus dem gesamten Reich an seinem Hof beschäftigte.

    Neben ihm saß auf einem nicht ganz so reich verzierten Thron seine Gattin Sachmet und daneben ein Jüngling, der offensichtlich Nefertem, der Sohn Ptahs, sein musste. Zumindest sagt man das, obwohl ich mir nicht sicher war, wie zwei Symbionten… ach egal, normalerweise benötigt man eine von diesen Goa’uldmuttertieren (auf ta’uri gibt’s dafür leider keinen Begriff und auf goa’uld würde es den Leser sicherlich überfordern).

    Wie dem auch sei. Ptah hob sein Haupt und sagte: „Ah, Toth, ich habe dich schon erwartet! Komm mit! Ach, wie gefällt dir die Dienerin, die ich zu dir geschickt hatte?“
    „Äh, gut, Herr, ähem, ich hatte mir die Freiheit genommen, nun ihren alten Schlafplatz für sie auszuleihen. Habt ihr was dagegen?“
    „Ach nein.“, so erhob er sich und wir gingen gemeinsam wieder in seine Privatgemächer, während ich mir vorstellte, wie Ptahs Alltag wohl aussehen würde: Vielleicht 18 Stunden am Tag auf diesem Thron sitzen und majestätisch in die Leere starren?

    In seinem Gemach begann Ptah: „Tja, ich hoffe, du hast dich bisher ganz gut eingelebt. Deine Rolle ist die eines Gottes, also solltest du dich auch so benehmen…“

    Und so begann der Unterricht. Er nahm zu erst die Verhaltensregeln durch, um auch möglichst göttlich für meine Umwelt zu wirken. Zudem brachte er mir bei, wie ich die Goa’uldmacht am besten einsetze, um Eindruck beim einfachen Volk zu schinden. Naja, Goa’uldmacht bedeutet so viel wie eine Sammlung verschiedenster, auf Antikertechnologie basierender Gerätschaften, die entweder heilen, Druckwellen erzeugen oder einen mit beinahe undurchdringlichen Schilden beschützen. Billige Taschenspielertricks, aber offenbar funktionieren sie.

    Gegen Abend kehrte ich nachdenklich in mein Schlafgemach zurück. Aber da war doch was… Als ich eintrat, schreckte das Mädchen wieder auf. Oh nein! Ich versuchte, sie wieder zu beruhigen:

    „Keine Panik, ich bin’s nur!“ Dein Gott! OK, das hätte sie wahrscheinlich wieder umgehauen. Ich ließ meinen Blick im Zimmer schweifen und entdeckte in einer Ecke einen dreckigen, alten Fetzen.

    „Und darauf schläfst du?“
    „Ja, mein Herr!“

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    „Also, weißt du was, Morgen kümmer ich mich um die Einrichtung hier, dann musst du nicht mehr auf diesem Ding liegen.“
    Als sie erstaunt aufblickte, drückte ich hastig den Knopf auf dem Sarkophag. Doch es war zu spät, sie stotterte etwas verwundert:

    „Ich… ich wünsche ihnen… ihnen… eine gute Nacht… Herr.“, ich nickte und begab mich in den Sarkophag. Am nächsten Tag wachte ich wieder mit neuer Energie auf, um mein Gemach heute auszustatten. Als ich mich umsah, entdeckte ich die Dienerin eingerollt auf diesem „Ding“, was ich unbedingt loswerden wollte. Sowas würde mich an ihrer Stelle ziemlich anwidern. Leise schlich ich mich also heraus, um keinen Lärm zu machen und versuchte, möglichst emotionslos (und diesmal auch pünktlich) den Thronsaal zu betreten.

    „Bist du bereit für die heutige Lektion?“ Ich überlegte zunächst, ob ich ihn sofort auf meine karge Wohnsituation ansprechen sollte, entschied mich aber dann, es ihm unter 4 Augen zu unterbreiten.

    „Ich denke schon, Herr!“

    Wir gingen mal wieder in seine privaten Gemächer und als sich die Tür hinter uns schloss, nutzte ich die Gelegenheit:

    „Ähem, Herr, ich wollte nur Fragen, nun ja, mein Gemach ist etwas kahl. Dürfte ich mir bei Gelegenheit ein paar Möbelstücke besorgen?“

    Ptah holte tief Luft. Ich bekam es schon mit der Angst zu tun, allerdings fing er plötzlich an, finster zu lachen. Als sich wieder beruhigt hatte, erwiderte er: „Ich habe schon darauf gewartet, dass du das sagst. Ehrlich, es gibt da ein ungeschriebenes Gesetz bei uns Systemlords, das heißt ´sei niemals mit dem zufrieden, was du hast´ und ich hab dich getestet, wie du auf mangelnden Prunk und Besitz reagierst. Wenn du später z.B. keinen gesunden Expansionsdrang zeigst, würden das viele Goa’uld als Schwäche deuten und dich einfach platt machen… also, wo waren wir nochmal, ach ja, deine Inneneinrichtung! In der Stadt gibt es einen königlichen Tischler. Ich geb‘ dir einfach ein paar Jaffa mit und such dir was aus. Aber vorher zieh‘ dir deine Ausgehrobe an, sonst erkennen dich die Leute vielleicht nicht als Goa’uld. Im Zweifelsfall einfach andauernd mit den Augen leuchten, das reicht! Und jetzt geh schon, geh!“, sagte er lachend, während ich dankend in mein Zimmer eilte.

    Ptah rief mir noch nach, dass die Jaffa in einer Stunde vor meiner Tür stehen werden. Doch als ich mein Gemach betrat, verspürte ich ein seltsames Gefühl. Eine Art Leere, die sich in meinem Wirt entwickelte, verbunden mit einem leisen blubbern im Bauch.

    „Verdammt, bin ich krank, oder was, das sollte eigentlich nicht so leicht gehen.“, ich versuchte, es zu heilen, aber es gab da nichts zu heilen. Da musste irgendwas mit meinem Wirt sein.

    Doch meine Dienerin gab überraschenderweise einen Laut von sich: „Äh, es tut mir leid, Herr, aber für mich hört es sich so an, als ob ihr einfach Hunger hättet.“
    „Hä, ich bin ein Gott, ich brauche keine Nahrung (irgendwas musste ich ja in der blöden Situation sagen)! Aber für den Fall, dass du recht hast… du hast doch zuvor in der Küche gearbeitet, du könntest mir doch sicher was zubereiten, oder?“
    „Sicher, Herr!“, sie schaute mich weiterhin fragend an.

    Ich machte nun ebenfalls ein fragendes Gesicht.

    „Äh, was soll ich ihnen machen, Herr?“
    „Nun, das wäre meine erste Mahlzeit, überrasch mich!“

    Prima, jetzt stand sie wieder verwirrt da! Was würde die eigentlich ohne einen Gott tun? OK, ich bin mir ziemlich sicher, dass diese lange Zeit als Bedienstete sie zu diesem Wrack gemacht hatte, was sie jetzt ist. Ratlos fragte ich weiter:

    „Worin bist du denn am besten?“ Pause! „Du wirst dich doch selbst einschätzen können?“ Toll, 17 Jahre und wird schon bei so einer simplen Frage hysterisch! Endlich begann das schwarzhaarige Mädchen sich zusammenzureißen und hauchte:

    „Vielleicht etwas gebratener Saquarl, Herr?“
    „Meinetwegen (Ich hatte zwar keinen Schimmer, was ich gerade bestellt hatte, aber wenigstens hatte ich etwas bestellt)!“

    Nickend rannte sie aus dem Zimmer. Wenn sie mir noch eine Minute länger in die glühenden Augen geblickt hätte, hätte sie garantiert einen Herzinfarkt bekommen… Puh, so kann aus einem Mittagessen ein Abenteuer werden.

    to be continued...


    Ich weiß was ihr angesichts der bisherigen Belanglosigkeiten denkt, aber keine Sorge, die Story nimmt noch fahrt auf, versprochen! Der nächste Teil kommt schon am Sonntag. Freut euch auf niederkniehende Untertanen und ein Wiedersehen mit Ra!

  2. Danke sagten:


  3. #2
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    Hi! Also ich hab das Stückchen "Götterbiographie" mal erfrischend anders empfunden. Zuerst musste ich mich mal mit deiner Sprache anfreunden (nein, wir Goa'uld reden mal nicht gestelzt) - gefällt mir nach der Eingwöhnungsphase echt gut. Ein Jugendlicher auf Entdeckungsreise, mit flappsiger Rede und schnoddrigen Ansichten. Mal was Neues. *g* Muss ja nicht immer krachen und explodieren, das Zeug. Bin schon gespannt, wie du da weitermachst.
    Zitat Zitat von Andere Perspektiven (Toth)
    „Keine Panik, ich bin’s nur!“ Dein Gott!..."
    ROTFLMAO - genau das meine ich mit flappsig! Ich hab mich gekringelt und bin immer noch am Grinsen!
    Zitat Zitat von Andere Perspektiven (Toth)
    Merke, neues Bett für Dienerin kaufen, um diesen Schandfleck zu entfernen! Kommt gleich auf die Einkaufsliste…
    Also so nen Gott lob ich mir - sorgt sich wenigstens um seine kleinen verschreckten Dienerinnen *G*. Echt herrlich! Go on Lg Rijan
    ************************************************** **********
    Ever lived a "Twilight Life"?
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    Die Zeit hat viele Eigenschaften, die man auch Gott nachsagt...
    und wenn die Zeit Gott ähnlich ist, muss die Erinnerung wohl
    der Teufel sein. Outlander Series, Vol. 6 (Doug Watkins / Diana Gabaldon)
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    Fast track to my stories in SGP: Bevin's Dragons
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  4. Danke sagten:


  5. #3
    dumm geboren und nix dazugelernt:P Avatar von Santanico Pandemonium
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    Hi Thot,

    das ist echt klasse, hat nen prima Humor unsere kleine Möchtegerngottheit Schade dass nicht alle Goa'uld so sind. Nur leider wird ihn der Sarkophag irgendwann bösartiger machen...
    WEIR: ... putting your life and other people's lives at risk. You destroyed three quarters of a solar system!
    McKAY: Well, five sixths. It's not an exact science.
    WEIR: Rodney, can you give your ego a rest for one second?

    Ein Jahr später:
    Spoiler 
    CARTER: About a year ago, your brother came across an abandoned alien experiment called Project Arcturus.
    CARTER: It was an attempt to generate zero point energy.
    JEANIE: That would be virtually limitless power. What happened?
    McKAY: A slight problem. It was the creation of exotic particles in the containment field.
    CARTER: He destroyed a solar system.
    JEANIE: Meredith! (She smacks his arm.)
    McKAY: It was uninhabited!

  6. Danke sagten:


  7. #4
    Zitronenfalter Avatar von Sinaida
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    Hi,

    Das hat mir sehr gut gefallen. Ein flapsiger Goa'uld mit einem Hang zum Sarkasmus und einer Portion Selbstironie, wie diese beiden Beispiele zeigen :
    „Ah!“, er hatte seine tiefe Angeberstimme ausgepackt,
    Im Zweifelsfall einfach andauernd mit den Augen leuchten, das reicht!
    Das ist wirklich Mal ganz was anderes und da sich dein Stil zudem noch sehr schön lesen lässt, freu ich mich auf den nächsten Teil.

    Und - Willkommen im Forum.

  8. Danke sagten:


  9. #5
    Brigadier General Avatar von stargatefan74
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    Das ist doch mal eine erfrischend andere Geschichte hier! Hat mir sehr gut gefallen.

    Der Kerl ist mir richtig sympathisch, noch jedenfalls.

  10. Danke sagten:


  11. #6
    Ägypten-Fan Avatar von Valdan
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    Hi Toth,

    was soll ich sagen? Ich habe mich gerade eine ziemliche Kicherpartie hinter mir. Das ist wirklich mal eine völlig andere Sicht, herrlich schräg und gut geschrieben. Da freue ich mich schon auf Sonntag!

    LG Val
    "Der Mensch fürchtet die Zeit, doch die Zeit fürchtet die Pyramiden."
    arabisches Sprichwort

    ***


  12. Danke sagten:


  13. #7
    Second Lieutenant Avatar von alter-fighter
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    Genau das was ich brauche wenn ich von Spätschicht komme, eine gute Geschichte, gefällt mir.

    Ich bin mal gespannt wie sich die Lehrlingsgottheit machen wird.
    Meine erste Fanfiktion:
    Stargte - Eine neue Hoffnung -

    Krieg der Sterne, diesmal mit Stargate Charakteren, ich hoffe es gefällt.

  14. Danke sagten:


  15. #8
    Systemlord Avatar von Toth
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    Schonmal danke im Voraus für die ganzen Feedbacks!

    @Rijan: Jaja, ich hatte schon oft als Kritik einstecken müssen, dass die Charaktere noch zu nett sind, aber du wirst schon sehen, das hat schon seinen Grund. Zudem wollte ich mit Toth einen nachvollziehbaren Charakter einführen, der durch seinen Egoismus zumindest gutes tut, z.B. hilft er ja der Dienerin nur, um sein Prestige zu stärken.

    @Santanico Pandemonium: Jaja, der Sarkophag wird noch seinen Auftritt bekommen...

    @Sinaida: Schön, dass es dir gefallen hat^^

    @stargatefan74: Danke, freut mich, dass es dir gefällt.

    @Valdan: Ist es denn schon Sonntag... Natürlich, ich wünsch dir viel Spaß beim nächsten Teil!

    @alter-fighter: Schön, dass es dir gefällt und gute Nacht, äh, Tag!

    Und es geht weiter:

    Kapitel 3 – In der Stadt

    Der Teller, den die Dienerin nach einer Weile anschleppte, roch widerlich und ein qualmendes, verkohltes Etwas war darauf eingebrannt. So als hätte man irgendein armes Spanferkel, gekreuzt mit einem stacheligen Reptil, in eine offene Flamme geschmissen. Ich habe zumindest eins gelernt: Wenn dein Wirt ausgehungert ist, schmeckt dir selbst ein solcher Kohlebrocken blendend (OK, so schlecht war das Fleisch darunter auch nicht)!

    Ich zog mir einen goldbestickten Umhang an, da meine einfache, weiße Toga zu wenig goa’uldartigen Protz vermittelte und verließ kurz darauf den Palast mit einem halben Dutzend unbewaffneter Jaffa. Vom Eingang aus führte eine mit Obelisken gesäumte Treppe in die engen Gassen einer belebten, erdfarbenen Stadt. Gefolgt von meinen Trägern tauchten wir in das geräuschintensive Stadtleben ein und bahnten uns unseren Weg zum königlichen Schreiner.

    Die Leute hatten zwar (noch) keine Furcht vor mir, dennoch erkannten sie mich als Goa’uld und hielten allesamt einigen Abstand von uns. Endlich erreichten wir ein großes, eckiges und doch unscheinbares Gebäude, auf welches einer der Jaffa deutete. So sandfarben wie es war, fügte es sich perfekt in das Stadtbild ein. Schön, was soll man bei all den Lehmbauten auch anderes erwarten?

    Als ich mit den Jaffa im Schlepptau in die Verkaufshalle eintrat, wurde mir ein weiteres Mal bewusst, dass anscheinend im Palast und diesem Gebäude zusammen sämtliche Goldreserven des Planeten verarbeitet wurden.

    Jedenfalls begrüßte mich ein gut gekleideter, magerer Mensch: „Lord Toth! Der Herr hat mich schon von eurer Ankunft unterrichtet. Alles wurde bereits arrangiert, ihr wählt aus, was euch gefällt und dann werden es eure Jaffa in den Palast bugsieren!“

    Mir war bewusst, dass die Ausstattung meines Gemachs eine wichtige Kleinigkeit ist, die zu meinem Prestige beiträgt. Ich musste mir also unweigerlich irgend so ein goldenes Glitzerzeug besorgen. Deshalb nahm ich nur das wichtigste: Ein paar Tische, Stühle, Schränke, Teppiche, Wandteppiche (muss sein…), Spiegel und ein luxuriöses Bett, für den Fall, dass ich mich außerhalb des Sarkophags mal entspannen will.

    Aber während des Auswählens überlegte ich, dass ich mir hier unmöglich ein Bett für die Dienerin kaufen kann. Wäre ja reine Verschwendung… Als ich gerade fertig war, waren noch zwei Jaffa übrig, die nicht mit Schleppen beschäftigt waren. Ich stellte mir schon die Szene im Gemach vor, wie die Jaffa alles hinein räumen, herum rücken und mitten drin diese Salzsäule von Dienerin herumstand.

    Als wir außer Sichtweite des seltsamen Händlers waren, fragte ich die Jaffa: „Diese Frage mag zweifellos etwas seltsam anmuten, aber kennt ihr hier in der Nähe einen kleinen, bürgerlichen Schreiner? Nichts Großes, was einen Gott wie mich normalerweise interessieren würde.“

    Zunächst stutzten sie, entschlossen sich aber dann, ihrem Gott zu gehorchen und einer antwortete dann mit kerniger Stimme: „Ja, ich kenne einen kleinen Laden die Straße runter! Der ist mir wegen der niedrigen Preise immer aufgefallen, aber da wollt ihr garantiert nicht hin.“
    „Sehr schön, statten wir ihm einen Besuch ab!“

    Seltsamerweise wurden die Leute immer erstaunter, je weiter wir uns von unserem eigentlichen Weg, der belebten Hauptstraße, entfernten. Wahrscheinlich hatte hier auch keiner der ärmeren Leute geahnt, dass sich ein Goa’uld in diese Gegend verirrt.

    Dann zeigte der Jaffa auf eine kleine, baufällige Hütte in einer Seitengasse. Ein vernarbter, älterer Mann schnitzte gerade lustlos an einem Tischbein herum und fiel erschrocken vom Stuhl, als er begriff, dass ich auf ihn zuging und er begann, sich auf den Boden zu werfen.

    „Herr, was könnte ein einfacher Mann wie ich, für euch tun?“
    „Nun ja, steh als Erstes wieder auf, das wird ja peinlich… Ich brauche ein einfaches Bett für einen Diener, damit dieser meine Nähe nicht weiterhin mit seiner räudigen Matratze schändet. Nichts besonderes, nur ein Schlafplatz.“

    Der seltsam verängstigte Mann stammelte: „Ja, Herr, folgen sie mir.“ Wir gingen durch seinen dunklen, schmutzigen Laden und ich wollte nur so schnell wie möglich hier raus, aus Angst mir könnte die Decke auf den Kopf fallen. Er zeigte auf ein kleines, grobes Gestell, voll bezogen. „OK, nehm ich!“ Der Mann schien genauso erleichtert wie ich, als wir das Geschäft in einem Stück verließen.

    „Ich danke, dass ihr Zeit hattet, setzt es auf Ptahs Rechnung!“, sagte ich, was damit endete, dass er einen halben Herzinfarkt erlitt und sich ein weiteres Mal auf den Boden warf. Für die Zukunft musste ich mir vornehmen, zu überlegen, wem ich danken soll und wem nicht. Oder zu wem ich überhaupt was sage… Ich bin Goa’uld und das Anquatschen von Leuten gehört garantiert nicht zu meinem Aufgabengebiet.

    Fröhlich betrachtete ich am Ende des Tages mein neues Heim. Klasse! Und meine Dienerin hatte sich in der Zwischenzeit keinen Zentimeter bewegt! Ihr Gesichtsausdruck beim Anblick meines „Geschenks“ war natürlich das Beste. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich sie die nächsten 3 Tage nicht ansprechen konnte… Jedenfalls konnte sie ihr Glück über die simple Holzkonstruktion kaum fassen.

    Amüsiert betrachtete ich das reglose Schauspiel eine Weile, bis ich‘s mir wieder im Sarkophag bequem gemacht hatte (soweit es geht, wieso haben die Konstrukteure eigentlich keine Kissen eingeplant?). Wieso hatte ich die Ahnung, dass wir noch viel Spaß haben werden (zugegeben, eher ich).

    Die folgenden Tage waren wieder sehr lehrreich: Ptah brachte mir diplomatisches Vorgehen bei, besonders gegenüber anderen Goa’uld und natürlich sprach er von den kleineren Ticks der mächtigsten Systemlords (die aber damals noch nicht so ausgeprägt waren, wie heute).

    Dann wieder wurde das bizarre Rechtssystem auf unterworfenen Planeten behandelt. Allerdings läuft dabei ohnehin alles darauf hinaus, den örtlichen Gott zu befragen oder, falls dieser nicht verfügbar war, seinen Stellvertreter zu belästigen, damit dieser eine absolutistische und völlig subjektive Entscheidung abgibt und diese mit einem bedrohlichen Augenleuchten untermauert.

    Allerdings lernte ich auch einiges über Ptah selbst, als ich ihn in seinen Gemächern besuchte. Er wurde nicht umsonst als Schutzherr aller Handwerker bezeichnet: Er liebte es, wie kein anderer, an Antikertechnik herumzuspielen. Er verstand zwar nicht wirklich die technischen Zusammenhänge, hatte aber sehr viel Spaß daran, verschiedene Technologien zu kreuzen und skurrile, meistens völlig sinnfreie Kreationen zu erschaffen.

    Einmal stellte er mir sogar stolz eine Art Beam-Waffe vor. Ziemlich merkwürdig, man visiert mittels eines modifizierten Ringtransporters einen beliebigen Gegner auf einem Planeten an und dann wird dieser in ein fleischiges Etwas verwandelt. Naja, wer’s braucht. Völlig praxisuntauglich, aber allein schon die Tatsache, dass er über eine solche Waffe verfügt, hinterlässt ein flaues Gefühl im Magen.

    Seine größte Kreation aber war ein Allzweckhandgerät, das alle Funktionen wie Heilen, Schild usw. sowie alle möglichen Funktionen, die Ptah selbst nicht mehr weiß, verknüpft. Das komische aber war, dass seine Experimente irgendwie mein Interesse geweckt hatten. Antikertechnik ist so komplex und doch logisch, wenn man sich damit beschäftigt. Tja, die müssen sich ja auch an die physikalischen Gesetze halten (oder?!?). An einem freien Abend untersuchten wir sogar die Algorithmen, die in so einem Chaapa‘ei ablaufen. Sehr interessant, sag ich nur…


    Kapitel 4 – Ta’uri

    Jemand gab sich ziemlich viel Mühe, hartnäckig auf meinen Sarkophag herum zu hämmern. Verärgert und schlaftrunken starrte ich auf den Deckel. Es war mir noch nie passiert, dass ich geweckt wurde und ich sage euch, im Sarkophag ist sowas ein echt mieses Gefühl!

    Ich tastete die Seite nach einem Notfallknopf ab, fand ihn und sah, nachdem sich der Deckel geöffnet hatte, dass doch tatsächlich die Dienerin die Frechheit hatte, mich zu wecken.

    „Wie kannst du es wagen…“, raunte ich halbherzig, doch sie jammerte nur: „Es tut mir leid! Es tut mir leid, aber Herr, ein Bote von Lord Ptah steht vor der Tür und meint, dass er nicht länger warten kann.“

    Verdammt, ich musste mich zusammenreißen! Ich fühlte mich zwar nach wie vor wie gerädert, dennoch hätte ich wissen müssen, dass ich nicht ohne Grund geweckt werden würde. „Ach, vergiss es! Bring ihn rein!“ Sofort war ich auf den Beinen und rückte mein Gewand zurecht.

    Ein hünenhafter Jaffa mit einem goldenen Mal auf der Stirn betrat den Raum. Es war Ptahs Primus! Ohne eine Miene zu verziehen schritt er direkt auf mich zu und sprach, mit einer selbst für Jaffa unnatürlich tiefen Stimme: „Mein Meister, Lord Ptah, wünscht, dass ihr euch auf eure Abreise vorbereiten und euch in zehn Minuten im Thronsaal einfinden sollt. Und lasst meinen Herr nicht warten!“

    Der stolze Soldat drehte sich um und marschierte aus dem Zimmer, als ob er soeben eine siegreiche Schlacht geschlagen hätte. Was war das denn für einer? Ich bin hier der Goa’uld! Ich bin der, der mit tiefer Stimme und leuchtenden Augen Befehle herumschreit! Mist, wie es aussieht steht der Primus des Schöpfergottes doch über mir, einem kleinen, unbedeutenden Goa’uld.

    Ich wandte mich jedenfalls an das Mädchen hinter mir: „Könntest du bitte meine Sachen in Koffer packen (Welche Koffer? Ach egal…), ich werde bald wieder kommen.“ Ich hatte das Gefühl, je eher ich zu Ptah komme, desto besser.

    Sie nickte und ich ging los. Der Thronsaal war überraschend festlich geworden: Vom Gang aus war ein breiter, purpurner Teppich, der mit Goa’uldschriftzeichen verziert war, ausgebreitet. Sie bedeuteten so viel wie „Auf Wiedersehen“. An der Seite standen wieder die Gardisten Ptahs in Reih und Glied. Es waren Falkenwachen, Schlangenwachen und sogar einige mir unbekannte Krieger mit noch bizarrerem Kopfschmuck (zwei hatten Löwenköpfe!).

    Bei all dem Aufwand war es eine Schande, symbolisch vor Ptah auf die Knie zu fallen. Doch dieser schien sehr zufrieden zu sein (auf solche Gesten stehen die hohen Tiere…, hab‘ im Unterricht aufgepasst!).

    „Es ist ein Tag zu feiern“, meinte Ptah, „denn deine große Karriere beginnt heute.“ Etwas dick aufgetragen, oder? „Ich habe dich ausgewählt, weil ich gespürt habe, dass du der richtige bist. Als ich dich geschult habe, hast du dich als sehr neugierig erwiesen und außerdem glaube ich, dass du mein Technikverständnis geerbt hast!“ Wenn er denn eines hätte. „Nun, Toth, wurdest du ausgewählt, um mein Wort zu verkünden! Meine Gesetze! Meine Interessen! Noch heute wirst du nach Ta’uri reisen, um einen Statthalterposten in einer Stadt zu bekleiden, welche nach diesem Planeten hier den Namen Memphis trägt.“ Wie einfallsreich… „Wenn deine Sachen gepackt sind, so sollst du jetzt mit deinem Hab und Gut zum Chaapa‘ei geleitet werden. Du wirst von Ra in Saqquara erwartet!“

    Nun war es gesprochen und ich sah meine Möglichkeit, zu antworten: „Ich danke euch für alles, mein Herr. Ich werde mich unverzüglich auf den Weg machen.“ Ich weiß, innovative Antwort, aber ich dachte, das sei angemessen. „Viel Glück, Toth, mein Freund!“, rief Ptah noch lächelnd hinterher, als ich mit ein paar Gardisten den Saal verließ.

    Da sieht man mal wieder, dass früher alles besser war! Oder haben sie jemals zuvor einen freundschaftlich lächelnden Goa’uld gesehen? Durch die Gänge des Palastes gelangten wir in einen großen Innenhof, wo neben einigen Jaffa auch meine Dienerin und meine Möbel warteten.

    So standen wir vor dem Chaapa‘ei, dem großen, silbergrauen Ring, der mit 39 Symbolen und 9 orangenen Dreiecken jeden erdenklichen Planeten anwählen kann. Jetzt war es soweit. Mein ganzes bisheriges Leben hatte auf diesen Moment gezielt. Eine Schlangenwache tippte auf dem Wahlgerät herum und der Innenring begann, sich zu drehen. Da kam der oberste Primus Ptahs mit einem roten Kissen auf mich zu.

    „Lord Toth, mein Herr möchte ihnen noch dies zum Geschenk machen und bedauert, es nicht persönlich überreicht zu haben.“, sagte er und deutete auf das Kissen. Ich konnte es kaum glauben: Es war eines von Ptahs Multifunktionshandgeräten!

    Es war zwar wesentlich schwerer zu bedienen, als normale, dennoch war es ein unglaubliches Geschenk, vor allem deshalb, weil jedes von ihnen die DNA des ersten Trägers speichert und dann nur noch von diesem bedient werden kann. Mir wurde auch klar, warum er seinen Primus vorschicken musste, denn er hätte mir wohl kaum vor all den Leuten ein Gerät geben können, was einen Gott eigentlich ausmacht.

    „Richte Ptah meinen herzlichsten Dank aus.“, meinte ich und legte das Gerät an. Der Kristall im Handballen leuchtete blutrot!

    Im Hintergrund ertönte ein „Wusch“ und der Staub des sandigen Bodens wurde stark aufgewirbelt. Der Weg nach Ta’uri war frei. Ich betrachtete noch kurz das goldene Exoskellett, was nun meine Hand umschloss und begleitete dann die Gruppe durch das Tor.

    Als wir schon bald danach auf der anderen Seite des blauen Tunnels auf sandigen Grund landeten, überlegte ich, warum Goa’uld eigentlich so ein Faible für subtropisches Klima haben.

    Begleitet von einer beachtlichen Anzahl an Falkenwachen begrüßte uns ein hagerer, schwarzhaariger Jüngling kühl mit gewohnt tiefer Stimme: „Seid gegrüßt, Abgesandter von Ptah, ich habe euch schon erwartet. Mein Name ist Ra!“ Seine Stimme war eisig. Offenbar gefiel ihm meine Anwesenheit nicht. Kein Wunder, nun, wo Ptah mich schickt, um ihn zu bespitzeln, da kriegt dieser mächtige Goa’uld Verfolgungswahn!

    Er wies mich an, ihm zu folgen. In der Ferne entdeckte ich eine riesige, weiß leuchtende Pyramide. „Ah, Ta’uri, die Welt, von der wir unsere ganzen Sklaven beziehen…“ – „Ja…“, antwortete Ra. Verdammt, der Kerl ist wie eine Wand! Wir kamen schließlich bei einem geparkten Tel’tak an. „Wir fliegen nun zur Stadt Memphis.“, kommentierte Ra trocken. Das wird ja noch ein hervorragendes Betriebsklima.

    Der Flug über die sandige Wüste war dementsprechend still und ich musste mich damit beschäftigen, die Texte zu lesen, die an die Innenwände des Transporters gepappt waren. Es waren nur langweilige Angebersprüche der Schiffskonstrukteure, umso erfreuter war ich, als wir in einem verschlafenen Wüstenkaff landeten.

    „So, Endstation!“, meinte Ra und die Seitentür öffnete sich. Wir standen auf einem Hof vor einem, ähem, rustikalen Gebäude, was hoffentlich nicht die örtliche Botschaft sein sollte, oder? Allerdings schleppten die Jaffa mein Zeug hinein… Tja, muss ich mich halt damit zufrieden geben.

    „Ra, ich verabschiede mich, wir werden uns sicher noch irgendwann sehen.“ Er schwieg, ich verzog mich.

    Das Innere der Botschaft war einfach, fast schon heruntergekommen. Der simple Lehmbau wurde von Holzbalken gestützt und war teilweise mit Geäst verkleidet. Die düstere Vorhalle (es fehlte an Fenstern und Lampen) war ein ebenso schlichter Warteraum mit einer Hand voll geflochtener Stühle. Meine Augen waren wohl zu sehr von dem Palast Ptahs verwöhnt worden. Dann kam ein kleinerer, korpulenter Ta’uri auf mich zu, nahm meine Hand und begann, sie zu küssen!!!

    „Seid gegrüßt mein Herr! Ich bin hier euer ergebener Großwesir und zur Zeit der Verwalter dieser Stadt.“ Bäh, was ist bloß in den gefahren? Angewidert riss ich meine Hand los, bevor er sie gänzlich vollgesabbert hätte. „Krieg dich wieder ein, Untertan!“ Geschafft, er war sofort wieder still. „Entspannt euch!“, sagte ich zu ihm, „Ich sehe mich erst einmal hier um und dann könnt ihr mich mit diesen Verwaltungsangelegenheiten belästigen… Bis dann!“

    Ich verschwand in dem Raum, in den die Jaffa meine Sachen gebracht hatten. „Ah, wie ich sehe, wurde alles bereits eingerichtet.“, sagte ich und die Soldaten verließen schnaufend das Gemach, sodass nur noch ich und meine Dienerin zurückblieben, die die ganze Zeit das Gepäck begleitete (oder die Jaffa sie für Gepäck gehalten haben…).

    „Endlich angekommen!“, seufzte ich und warf mich aufs Bett. „Sieht so aus, Herr.“, antwortete sie, während ich noch einmal Ptahs Geschenk betrachtete: Der große, rote Kristall leuchtete sachte und die goldenen Fingerkuppen glitzerten im Licht einer Öllampe, die einsam an der Decke hing.

    Nun war ich doch tatsächlich auf Ta’uri. Ich schaute mich ein weiteres Mal in meinem neuen Gemach um und entdeckte auf einer Kommode ein kleines Schmuckkästchen. Neugierig stand ich auf und öffnete es. Noch ein Geschenk von Ptah? Darin war eine kleine silberne Kugel. Natürlich nahm ich sie sofort in die Hand, denn ich erinnerte mich an die Lektionen von Ptah zum Thema Goa‘uldtechnologie: Es war ein Langstreckenkommunikator!

    Doch wie aktiviert man das blöde Teil? Einfach irgendwo rumdrücken? Ich krampfte meine Hand zusammen. „Geht doch!“, rutschte es mir heraus, als auf der Kugel das Gesicht von Ptah erschien, der mich zufrieden anlächelte:

    „Wie ich sehe, habt ihr unsere kleine Direktverbindung gefunden.“
    „Aber natürlich, Herr. Wie kann ich sowas auch übersehen… Nun, ich bin jetzt auf Ta’uri angekommen. Ist Ra eigentlich immer so gesprächig?“
    „Wie meint ihr das?“
    „Na, ihr wisst schon! Ra hat den ganzen Flug über geschwiegen und mich mit Nichtbeachtung gestraft.“
    „Das musst du verstehen, er ist halt eifersüchtig. Ra ist nicht dumm, er ahnt, dass du ihn überwachen sollst. Egal, zu deinem Auftrag: Du bist nun der Statthalter der Hauptstadt dieses Planeten. Also bist du das Gesetz. Bitte beachte dies und halte auch selbst meine Grundsätze ein, die ich dir schon erklärt hatte. Ansonsten… hilf den örtlichen Goa’uldvertretern, wenn sie fragen an dich oder mich haben. Und Ra… du musst ihn ja nicht gleich ausspionieren, aber hör dich einfach in der Bevölkerung um, wie viel Macht er ausübt. Erstatte mir bitte regelmäßig Bericht. Na dann, wir sehen uns!“
    „Auf Wiedersehen, Herr!“

    Das Bild auf der Kugel verblasste und verschwand schließlich, dann legte ich sie zurück in die Schatulle. Na dann, an die Arbeit!

    to be continued...

    So, dann gibt's am Dienstag subjektive Gerichtsverfahren, Freizeitbeschäftigungen und Beziehungsstress. Bis dann!

  16. Danke sagten:


  17. #9
    Brigadier General Avatar von stargatefan74
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    So, dann hat die Dienerin jetzt ihr Bett. Und der ganze Schnickschnack mußte jetzt mit nach Ta'uri, die armen Jaffa.

    Du hast einen klasse Schreibstil und ich freue mich auf die Fortsetzung.

  18. #10
    Second Lieutenant Avatar von alter-fighter
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    Wird sicher interessant, mal sahen wenn du bei deiner Sklavin dem ersten Herzanfall verursachst.
    Meine erste Fanfiktion:
    Stargte - Eine neue Hoffnung -

    Krieg der Sterne, diesmal mit Stargate Charakteren, ich hoffe es gefällt.

  19. #11
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    @Toth - so hab ich das noch gar nicht gesehen . Hilfe kann ja durchaus Prestige sein.... jaja - die Welt ist schlecht! . Jedenfalls hat Toth mit Ptah echt Glück - ein wohlwollender Herr, der ihm bisher recht wenig Schwierigkeiten gemacht hat. Aber als kunstsinniger Herr kommt er mit dem Gott der Wissenschaft und der Schreiber sicher noch länger bestens aus. Bin gespannt, wie die Beziehung mit Ra sein wird... der ist da ja ein bisschen besitzergreifender... also - lass uns wissen, wie's weitergeht! LG Rijan
    Geändert von Rijan (01.06.2009 um 12:41 Uhr)
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  20. #12
    Meister der Ungehudeltheit Avatar von Terraner
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    Interessanter Stil, immer zwei Kapitel zu gleich zu posten, aber gut... so kommt man schneller an den Stoff.

    Es gibt wenige klassische SG1-FFs in diesem Forum, sei also vergewissert das du hier fast das Monopol auf die Versorgung mit Goa'uld-Ränkespielen hast. Und das kannst du anscheinend gut. Bisher eine sehr lustige FF, ich warte auf die Fortsetzung.
    ...jetzt neu: [SGA] Grüne Hölle

  21. Danke sagten:


  22. #13
    Systemlord Avatar von Toth
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    Danke für die Feedbacks, brauch ich^^

    @stargatefan74: Jaja, die Jaffa, Packesel der Vergangenheit... aber ihr könnt aufatmen, ab jetzt wird nicht mehr über Möbel gefaselt (zumindest fast nicht, siehe übernächstes Kapitel)

    @alter-fighter: Ich glaub, das kommt erst wieder Kapitel 9, aber lass dich überraschen^^ Ne, im Ernst, so langsam gewöhnen sie sich aneinander.

    @Rijan: Jaja, Ra taucht ab und an auf, ist aber nicht so nahbar, dass Toth ihm tagtägich über den Weg läuft. Aber lies selbst...

    @Terraner: Hab schon gemerkt, dass hier wenige, wenn nicht garkeine Geschichten über Goa'uld sind, aber was nicht ist, kann ja noch werden^^ Was die zwei Kapitel angeht: Tatsache ist, die Story ist schon längst fertig und ich will sie nur nach und nach reinstellen, um die Spannung zu bewahren (außerdem wäre es recht komisch, 43 Kapitel in einem Post hochtzustellen...). Andererseits bin ich zu ungeduldig, eins nach dem anderen zu posten, also entschied ich mich zwei auf einmal zu nehmen.

    P.S. Ein Ableger mit dem Titel "Ancient Wars" ist in Arbeit und fertig "When it's done"!

    Aber erstmal geht's weiter:


    Kapitel 5 – Eine Mission

    Dieser nervige Wesir erklärte mir dann kurz und knapp meinen Job: Rumsitzen und mir die Sorgen und Probleme der jammervollen Bevölkerung anhören! Die folgenden Tage waren dementsprechend langweilig. Was haben diese Leute nur für Probleme! Taschendiebstahl, Schuldenhinterziehung, dämliche Unfälle, und, und, und… Gelangweilt arbeitete ich diese Bagatelldelikte nach den Gesetzen von Ptah ab. Warum müssen die wegen so etwas einen Gott belästigen?

    Doch eines Tages (ja, diese Worte mussten sein…) kam es anders: Es war nachmittags und ein schmieriger Händler (nichts gegen Händler, doch wartet ab) kam in den Audienzraum, gefolgt von zwei, mit Speeren bewaffneten Ta’urisoldaten, die einen, in Lumpen gekleideten Mann hineinzerrten.

    „Lord Toth, diese Kreatur dort hat mich zum wiederholten Male bestohlen. Mein bisheriger Verlust durch ihn ist ungeheuerlich. Ich wünsche, dass er für diesen Frevel die Höchststrafe erhält, da er wirtschaftsschädigend wirkt!“, erklärte der Händler.

    Ich betrachtete den Angeklagten: Diese armselige, zerlumpte Gestalt sollte eine öffentliche Demütigung (sprich: zig Peitschenhiebe) erhalten, die sonst nur dummdreiste Kriminelle erhalten, die einen großen Coup vergeigt haben? Plötzlich riss er sich von den Wachen los und warf sich vor mir auf den Boden.

    „Herr“, stammelte er, „ich geb es zu…“
    „Seht, er gibt es sogar zu, damit ersparen wir uns anscheinend das Verfahren!“, unterbrach ihn der Händler.
    „Schweig, ich will hören, was der Angeklagte zu seiner Verteidigung zu sagen hat.“, warf ich ein und schlug damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Störenfried war ruhig und ich hielt die Soldaten davon ab, auf dieses arme Geschöpf vor mir einzustechen.

    „Herr, ich habe diesem Mann nicht mehr gestohlen, als ich und meine Familie gerade so zum überleben brauchen. Eher schadet er selbst der Wirtschaft durch seine horrenden Summen, die er für seine Nahrung verlangt.“
    „Geschwätz von einer niederen Kreatur! Es wird niemanden stören, wenn er gevierteilt wird!“
    „Ach komm, die allerhöchste Strafe, die ich ihm aufbrummen könnte, wäre das „Entfernen“ der Hände.“
    Der Angeklagte war schockiert: „Herr, nein! Meinen einzigen Lebensunterhalt verdiene ich als einfacher Handwerker. Wenn ihr mir meine Hände nehmt, könnt ihr mich gleich töten!“
    „Na so weit muss es ja nicht kommen,… trotzdem scheint dir dein Lebensunterhalt ja nicht viel zu bringen, wenn du trotzdem stehlen musst.“, wiedersprach ich ihm.
    „Die Sache ist die“, sprach er wieder gefasst, „es gibt dort draußen eine gebildete Oberschicht, die uns arme Leute ausbeutet. Meine ganzen Einnahmen gehen für neues Material drauf, weil die meisten Großhändler, die von Göttern ausgebildet worden sind, die Preise willkürlich festsetzen und der da ist nicht der einzige. Irgendwie denken alle, uns übers Ohr hauen zu können, nur weil sie fließend Goa’uldschrift lesen können!“

    Aha, wirklich interessant, was sich auf den Straßen abspielt...

    „Ich musste stehlen, ich wäre sonst verhungert!“
    „Ja, ja, ich versteh schon, nur will ich gerne den „Tatort“ mal persönlich inspizieren, um deine hübsche Geschichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen!“

    Tja, obwohl der Kläger ziemlich zerknirscht wirkte, gingen wir los (begleitet von 6 Wachen, die wohl überfürsorglich waren). Jaja, was tut man nicht alles für sein Volk, doch auf was hatte ich mich da bloß eingelassen: Der Tatort war am anderen Ende der Stadt! Was gäbe ich jetzt für einen Ringtransporter…

    Schließlich kamen wir in den dreckigen Slums an. Hätte ich nicht jeden Anflug davon sofort geheilt, hätte ich Unmengen Blasen an den Füßen gehabt. Seltsamerweise schoss inmitten von baufälligen Lehmhütten eine Reihe von befestigten und reich gefüllten Marktständen empor. Hier ließ sich dieser Klassenunterschied, sowie die absurd hohen Preise, die der Ta’uri erwähnt hat, am besten beobachten.

    Doch wir gingen weiter, immer tiefer in die Slums hinein, vorbei an kleinen Kindern, die den eigenartigen Zug anstarrten, sowie armen Bettlern, die mich als Goa’uld erkannten und mal wieder auf die Knie fielen. Und dann sah ich es: Die kleine Baracke an der Ecke einer Kreuzung von Trampelpfaden. In einer Ecke waren kümmerliche Holzbretter gestapelt. Das war schon genug mitleiderregend genug, um auf einen Freispruch zu tendieren, doch ich musste das Haus von meinen Jaffa durchsuchen lassen.

    Wusste zwar nicht, was sie eigentlich suchen sollten, aber wenn sie jetzt nicht gerade einen Haufen Diebesgut herausschleppen werden, dann ist der Fall wohl klar. Schließlich musste ich dem Händler allen Wind aus den Segeln nehmen. Und sagt nicht, ich sei parteiisch! Denn auch innen konnte man keine Hinweise auf die Unwahrheit der Rede des Angeklagten feststellen.

    „Na schön, nun mein Urteil: Und zweifelt nicht daran, ihr wisst, dass ich euer Gott bin! Also, der Angeklagte hat eine relativ schlüssige Argumentation vorgelegt, die seine Tat rechtfertigen“, der Händler wollte schon protestieren, „doch nichtsdestotrotz war es falsch! Die Entscheidung ist schwierig, doch sie muss getroffen werden: Der Angeklagte bekommt zunächst einen Tag Zwangsarbeit als Strafe. Dem Kläger wird natürlich sein Verlust zurückerstattet, sodass erst mal alle glücklich sind. Und hey, ist es schon so spät… der Angeklagte sollte schleunigst mit der Arbeit anfangen, die Hälfte der Strafe haben wir ja schon vergeudet!“

    Ja, und damit auch meine gute Laune nicht durch einen polternden Händler vermiest wird, schlich ich mich sogleich in eine Seitengasse weg (naja, die Wachen haben’s natürlich gleich bemerkt und sind mir gefolgt).

    Zurück in der Botschaft wurde ich allerdings nachdenklich: Wie konnte man einen Mann, der eigentlich über einen ertragreichen Beruf verfügt, in diese Situation bringen? Zwar hatte sein Gelaber über Klassenunterschiede wenig Auswirkung auf mein Urteil gehabt (es war eher seine weiße Weste), dennoch bedeutet Wissen hier offenbar Macht, nur so kann das einfache Volk bildungstechnisch stagnieren und wird von einigen wenigen beherrscht, die sich einen kleinen Teil des Goa’uldwissens angeeignet haben.

    Ich kann mir vorstellen, dass Ra kein Interesse daran hat, die Bildung seiner Sklaven zu verbessern. Aber andererseits, wenn ich den Menschen helfen will, kann ich ihnen nicht einfach den utopischen Brocken Wissen vorsetzen, den die Goa’uld in tausenden von Jahren angesammelt haben. Zunächst musste ich ihnen eine Möglichkeit bieten, sich auszudrücken.

    Da am weiteren Tag nicht viel passierte, legte ich mich mit diesen Gedanken in den Sarkophag. Die Goa’uldschrift konnte ich allerdings auch nicht in den Umlauf bringen: Mit all ihren Dialekten mit je hunderttausenden von Zeichen ist sie einfach zu komplex! Allerdings war sie bereits von den meisten Ta’uri in der Gegend um das Chaapa’ei als Sprache akzeptiert worden.

    Ich musste nur versuchen, sie mit einer einfachen und verständlichen Schrift zu verbinden. Etwas, was den Ta’uri bekannt ist. Vielleicht kann ich ja die Symbole durch Bilder des Alltags ersetzen. Mir war klar, dass das eine Heidenarbeit ist, aber auf lange Sicht würde meine Arbeit weniger werden (zumindest hoffte ich das), außerdem brauchte ich dringend ein Hobby…

    Ich beschloss, am nächsten Tag damit anzufangen, nachdem ich die örtlichen Sorgen abgearbeitet habe.


    Kapitel 6 – Nut

    Am nächsten Tag habe ich nur noch den Feierabend zugefiebert. Nicht, weil ich zu faul bin, sondern weil ich endlich mit meiner Ta’urischrift beginnen wollte. Spät nachmittags war dann wieder so ein Moment, wo nix los was. Offensichtlich hatten die Verbrecher Feierabend.

    Ich wies also den Wesir an, mir bescheid zu geben, wenn doch jemand kommen würde und ging in mein Quartier. Ich brauchte dringend eine Pause! Von wegen erhöhtes Durchhaltevermögen durch den Goa’uld: Das bringt einem sehr viel, wenn man ab 8.00 Uhr bereits zwei Diebstähle, einen Ehebruch und einen Mord abgearbeitet hat!

    Als ich so in meinem Bett lag, fiel mir ein kleiner Nachttisch, zumindest habe ich ihn für das gehalten, auf. Er stand in einer Ecke, fast schon unsichtbar und ich war mir sicher, dass er neu hier war. Als ich ihn näher betrachtete, sah ich darauf 30 Vierecke, die in je 3 Zehnerreihen aufgedruckt worden waren.

    „Was ist das?“, fragte ich meine Dienerin, die, wie immer, schweigend herumstand.
    „Ein Geschenk eines dankbaren Handwerkers. Es ist ein Senetspiel. Ein einfaches Brettspiel der Ta’uri.“
    „Interessant, ich hatte mich noch nicht mit den hiesigen Freizeitgestaltungen beschäftigt.“, es zahlt sich also doch aus, den lieben Gott zu spielen, „Also, erklär mir mal kurz die Spielregeln!“, sagte ich und schob zwei Stühle heran.

    „Ja, Herr!“, sie öffnete eine Schublade unter dem Spielfeld und holte eine Hand voll Spielsteine heraus, „Ähem, jeder Spieler hat 7 Spielsteine, die sich abwechselnd auf den ersten 14 Feldern befinden. Man würfelt mit 4 Stäbchen und es gibt 6 Aktionsfelder: Die letzten fünf sind Haus des Glücks, Haus des Wassers, Haus der Ma’at, Haus des Falken und Haus des Re’atum. Ein Spielstein auf diesen Feldern kann nicht geschlagen werden, und auf dem Haus des Wassers wird er zum sechsten Aktionsfeld, Feld 14 zurückgesetzt. Ich denke, dass waren alle Regeln…“

    Ich nahm einfach alle Spielsteine und legte die roten und weißen abwechselnd aus. „Wie wär’s mit einer Partie? Ich möchte mich etwas amüsieren und keine Sorge, ich werde meine göttlichen Kräfte nicht nutzen, um zu gewinnen. Sonst wär ja der Spaß weg!“ Sie schien etwas verdutzt zu sein, dennoch antwortete sie: „Äh, ja, Herr! Wie ihr wünscht…“

    Ich nahm die Stäbchen und warf sie auf eine freie Fläche. Drei weiße Flächen waren oben, also drei Felder weiter. Praktischerweise schlug ich damit einen von ihren Steinen. Doch gleich bei ihrem Zug konnte sie ihn mit einer zwei wieder ins Spiel bringen und dabei gleichzeitig einen von meinen schlagen.

    Ach was rede ich da, ich muss ja jetzt nicht jeden Zug erklären! Jedenfalls war es mal was anderes und irgendwie habe ich jedes Spiel gewonnen, weil ich schnell erkannte, dass es eine vernichtende Taktik ist, sämtliche Aktionsfelder zu blockieren und so zu verhindern, dass der Gegner seine Steine ins Ziel bringen kann. Dann, gegen Abend, war es so weit:

    Endlich konnte ich beginnen! Ich nahm eine Papyrusrolle und eine Schreibfeder. Ja, jetzt war es so weit!!! Womit wollte ich eigentlich beginnen? Ich fing einfach an, die simpelsten Laute aufzuschreiben, die man mit der Goa’uldschrift ausdrücken kann. So wollte ich mich langsam an die Sprache herantasten.

    Doch gerade als ich den ersten Buchstaben niederschrieb, stürmte der Wesir mein Gemach…

    „Herr, Herr, ein Notfall!“
    „Was denn?“
    „Ähem, nun ja, eigentlich weiß ich es selbst nicht so genau, aber kommt mit! Ein anderer Gott möchte mit euch reden!“

    Selbstverständlich bin ich bei diesen Worten sofort in den Audienzsaal geeilt. Was könnte nur ein anderer Goa’uld von mir wollen? Es haute mich schon fast aus den Sandalen, als ich diesen „Goa’uld“ sah: Sie sah überhaupt nicht aus wie einer, so wie sie in unspektakuläre Leinen gehüllt war, zerzaustes Haar und keinerlei Schmuck trug.

    Normalerweise wird eigentlich viel protziger Goldschmuck angelegt, die besten Klamotten angezogen und man macht sich anderweitig schick, wenn zwei Goa’uld aufeinandertreffen. Logischerweise wird so aus einem simplen Gespräch ein Wettstreit der Angeber. Doch dies schien ein Sonderfall zu sein.

    „Wer seid ihr, dass ihr mich sprechen wollt?“, ich kramte meine extrem tiefe Stimme für festlich Anlässe hervor und versuchte, mich nicht zuvor zu räuspern. Sie schaute mich gefasst an und antwortete:

    „Mein Name ist Nut, Goa’uldkönigin! Und ich will nicht zu euch, sondern zu eurem Herrn, Ptah!“
    „Es tut mir Leid, aber dazu müsste ich erst mal wissen, warum? Ptah mag es nicht, ohne triftigen Grund gestört zu werden.“

    Sie schaute etwas zerknirscht, außerdem hatte ich das Gefühl, einen Hauch von Angst in ihren Augen zu sehen.

    „Ich habe keine Zeit! Ra könnte jeden Augenblick hier sein…“
    „… dann schlage ich vor, schnell zu sprechen!“
    „Na schön, ich bin nicht nur Goa’uldkönigin, sondern auch die Gemahlin von Ra… und ich habe ihn betrogen. Es war ein großer Fehler, mich auf den Goa’uld Geb einzulassen, deshalb würden nun alle Symbionten, die in mir reifen, seine DNA erhalten. Ra ist außer sich vor Wut! Darum will ich Ptah bitten, den Streit zu schlichten. Und darum hatte ich auch vorübergehend diesen Wirt genommen.“
    „Mmh, ihr müsstet doch eigentlich wissen, dass die Gesetzeslage eindeutig ist, was Ehebruch angeht. Und dass da selbst bei Goa’uld keine Ausnahme gemacht wird. Ich bin mir nicht sicher, was euch eine Unterredung bringen würde…“

    Sie wollte gerade etwas erwidern, als plötzlich die massiven Eingangstüren mit einem großen Knall aufgerissen wurden. Ra trat mit großen Schritten ein, gefolgt von einem Trupp Jaffa, die sich mit ihren Stabwaffen im Anschlag im Raum verteilten.

    „Netter Versuch, aber du kommst mit mir!“, sprach er zu Nut, ohne mich auch nur zu beachten.

    „Ähem, Nut befindet sich hier auf Ptahs Boden, ihr habt hier nichts zu befehlen! Wenn sie eine Unterredung mit Ptah wünscht, dann könnt ihr sie nicht davon abhalten.“

    Ich hatte ihn offenbar verärgert. Finster erwiderte er: „Schweig, kleiner Diener des Ptah! Die Sache geht nur Nut und mich etwas an!“
    „Das sehe ich anders, Tatsache ist, dass sie hier Zuflucht gesucht hat und damit habe ich als Statthalter von Memphis sehr wohl etwas zu sagen!“

    Oh, ich hatte es wohl zu weit getrieben, ich wusste nicht, was Ra noch davon abhielt, seine Jaffa auf uns zu hetzen.

    „Ich bin der Vertreter Ptahs und ihr möchtet euch doch bestimmt nicht mit ihm anlegen?“ Jetzt gab es wohl kein Weg zurück… „Wachen!“, rief ich und mehrere dutzend Jaffa mit dem Mal von Ptah stürmten hinein, „Geleitet unseren Gast doch bitte zur Tür!“, rief ich ihnen zu.

    Verdammt, das wird sowas von in einer Schießerei enden… Doch Ra zögerte: „Schon gut, ich möchte kein Blutvergießen riskieren… und du, Nut, wenn du es auch nur wagen solltest, an nur einem Tag des Jahres, einen Symbionten mit den Genen Gebs zu gebären, wird es mir ein Vergnügen sein, dein schändliches Leben zu beenden!“
    „Ein Fluch? Ist das nicht etwas zu theatralisch?“, kommentierte ich diese letzte Aussage.

    Wütend wirbelte er herum und verschwand zusammen mit seinen Gefolgsleuten. Ich atmete nochmal tief durch. Ich war haarscharf an einem bewaffneten Konflikt vorbeigeschrammt.

    „Wieso habt ihr das getan?“, Nut war ziemlich verwirrt. „Mmh, ihr habt mich doch um Hilfe gebeten, oder?“
    „Ja, aber…“
    „Wesir, zeig unserem Gast doch ihre Gemächer!“, ich wandte mich ihr wieder zu, „Ich glaube nicht, dass ihr heute noch nach Hause gehen könnt! Keine Sorge, ich werde mir noch etwas einfallen lassen…“, immer noch etwas verwirrt antwortete sie: „Ja, das hoffe ich auch…“

    to be continued...

    So, dann geht's am Donnerstag weiter mit Fluch-Brechungen und mal ausnahmsweise schlechter Laune.
    Geändert von Toth (02.06.2009 um 08:25 Uhr)

  23. Danke sagten:


  24. #14
    Meister der Ungehudeltheit Avatar von Terraner
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    43 Kapitel! Das wird ja eine Goa'uld-Telenovela.^^ Du musst nur noch eine Liebesgeschichte einbauen... wie wäre es mit der Dienerin?

    Also Herr Thoth, selbsternannter Gott der Wissenschaft, Autor und Gamestarleser... du hast wieder zwei lustige Kapitel abgeliefert. Anscheinend beginngt Toth sich ein bisschen Respekt zu verschaffen, das ist gut.

    Wieso hast du deinen Account eigentlich auch Toth genannt?
    ...jetzt neu: [SGA] Grüne Hölle

  25. #15
    dumm geboren und nix dazugelernt:P Avatar von Santanico Pandemonium
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    Da hat Thot ja nochmal Glück gehabt, so ein Machtpoker kann übel ausgehn. Schön auch die ganzen anderen großen und kleinen Problemen mit denen sich so ein Statthalter auseinandersetzen muss
    WEIR: ... putting your life and other people's lives at risk. You destroyed three quarters of a solar system!
    McKAY: Well, five sixths. It's not an exact science.
    WEIR: Rodney, can you give your ego a rest for one second?

    Ein Jahr später:
    Spoiler 
    CARTER: About a year ago, your brother came across an abandoned alien experiment called Project Arcturus.
    CARTER: It was an attempt to generate zero point energy.
    JEANIE: That would be virtually limitless power. What happened?
    McKAY: A slight problem. It was the creation of exotic particles in the containment field.
    CARTER: He destroyed a solar system.
    JEANIE: Meredith! (She smacks his arm.)
    McKAY: It was uninhabited!

  26. #16
    Brigadier General Avatar von stargatefan74
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    Wow, 43 Kapitel, da bin ich ja gespannt, was Du Dir alles hast einfallen lassen.
    Die beiden Kapitel waren wieder klasse geschrieben. Noch scheint ihn der Sarkophag ja nicht negativ zu beeinflussen, er ist ja noch richtig menschlich und mitfühlend. Mal sehen, wie lange es noch anhält.

  27. #17
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    Toth, der Retter der untreuen Eheweiber und der Erfinder der Schrift - ist doch ein ganz nettes Tagwerk. Wenn er sich da mal keinen "Freund" in Ra gemacht hat... Jedenfalls bin ich auch schon sehr gespannt, was da noch alles auf uns zukommt. Als Gott der Erfindungen kann da noch einiges nettes "Spielzeug" abfallen. Nice work, LG Rijan
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    Die Zeit hat viele Eigenschaften, die man auch Gott nachsagt...
    und wenn die Zeit Gott ähnlich ist, muss die Erinnerung wohl
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  28. #18
    Ägypten-Fan Avatar von Valdan
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    Hi,

    da habe ich doch tatsächlich den Sonntag verpasst , kommt davon, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist.

    Auf jeden Fall war es schön, jetzt direkt vier Kapitel hintereinander lesen zu können.

    Dein Toth gefällt mir sehr gut, und es ist sehr amüsant zu sehen, wie er sich so langsam in sein Leben als Goa'uld hinein findet. Ich bin mal gespannt, was da noch alles kommt.

    LG Val
    "Der Mensch fürchtet die Zeit, doch die Zeit fürchtet die Pyramiden."
    arabisches Sprichwort

    ***


  29. #19
    Zitronenfalter Avatar von Sinaida
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    Das Leben eines Goa'uld ist ja ganz schön verzwickt. Und dieser hier scheint etwas mehr Gewissen und Mitgefühl zu haben, als der Rest der Bande.
    Das Lesen hat jedenfalls wieder Spaß gemacht, dank deines locker-flockigen Stils.
    Jetzt bin ich mal gespannt, wie es mit der Ex von Ra weitergeht ...

  30. #20
    Second Lieutenant Avatar von alter-fighter
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    Nette Geschichte, ich freue mich schon auf dem nächsten Teil.
    Meine erste Fanfiktion:
    Stargte - Eine neue Hoffnung -

    Krieg der Sterne, diesmal mit Stargate Charakteren, ich hoffe es gefällt.

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